[Rezension] Berühre mich. Nicht.

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Titel Berühre mich. Nicht.
Reihe Ja
Band 1. Band
Autor Laura Kneidl
Übersetzer
Illustrator
Verlag LYX Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre YA
Preis 12,90€
Seitenzahl 464 Seiten
Bewertung

Berühre mich. Nicht.

Aufmerksame Leser meines Blog wissen, dass ich gute YA sehr schätze. Vor allem, wenn sie aus der Feder von Laura Kneidl stammt, deren Elemente der Schattenwelt-Trilogie mich vollkommen von ihrem schriftstellerischem Talent überzeugen konnten. Daher musste ich ihrem neusten Werk Berühre mich. Nicht. einfach eine Chance geben.

Und was soll ich euch sagen? Ich habe es nicht bereut, mir Berühre mich. Nicht. spontan zu kaufen. Innerhalb weniger Tage hatte ich Berühre mich. Nicht. ausgelesen und war geflasht. Nicht nur von den interessanten Figuren und dem realistischen Plot, sondern vor allem von dem unheimlichen fiesen Cliffhanger, der den Leser am Ende von Band eins erwartet und die Tage bis zum Erscheinen von Band zwei zählen lässt.

Die Figuren in Berühre mich. Nicht. sind realistisch konstruiert und liebevoll gestaltet

Die Protagonistin des Romans, Sage, hat keinen einfachen Stand im Leben. Als sie zu Beginn der Handlung in Nevada ankommt, besitzt sie außer ihrem kleinen Wagen und ihrem eisernen Willen, ihren Neubeginn zu nutzen, nichts. Aufgrund ihrer Vergangenheit, die im Verlauf der Handlung immer mehr ans Licht kommt, fällt es Sage auch nicht leicht, neue Freundschaften zu knüpfen. Vor allem ihr neuer Job verwandelt sich in eine Zerreißprobe, die sie immerzu mit ihren Problemen konfrontiert.

Mit April und Luca hat Laura Kneidl zwei wundervolle Nebenfiguren gestaltet, die mir die Lesestunden zusätzlich versüßt haben. Vor allem Luca mit seiner feinfühligen Art ist mir dabei im Gedächtnis geblieben.

Die Handlung baut sich langsam auf, ebenso die Spannung. Mit jeder Erwähnung und jedem Rückblick ist das Interesse an Sages Vergangenheit bei mir gewachsen. Und je mehr Informationen offenbar wurden, desto mehr wollte ich über alle Figuren wissen. Einen großen Anteil an diesem Interesse hat auch der gemeine Cliffhanger, der exakt am Klimax der Handlung gesetzt wurde.

Berühre mich. Nicht. ist ein fulminanter Auftaktband, der das Interesse der Leser schürt

Ihr merkt, es fällt mir schwer, meine Begeisterung im Zaum zu halten. Aktuell zähle ich die Tage bis zum Erscheinen von Band zwei, damit ich endlich herausfinden kann, wie Sages Geschichte ausgeht und ob ihre gesamte Vergangenheit offenbart wird. Vor allem aber brenne ich auf eine Antwort auf meine dringendste Frage, die ich euch aus Spoiler-Gründen hier nicht nennen werde. Leserinnen des Romans werden wissen, worauf ich hinaus möchte.

Alles in allem kann ich Berühre mich. Nicht. eine eindeutige Leseempfehlung aussprechen. Lest. Dieses. Buch! Ich kann es euch vor allem dann wärmstens empfehlen, wenn ihr YA mit Tiefgang und angenehmen, wenn auch nicht unkomplizierten, Protagonisten interessiert seid.


[Blogtour] Die Elefantenhüterin – Tag 4

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Hallo und willkommen zu Tag 4 der Blogtour zu Die Elefantenhüterin.

Mein Name ist Jeeva Maha Nuvara, Gajenayke Nilami des Königs Sri Vikrama Rajasinha von Kanda Uda Pas Rata und ich bin der Vater von Phera. Meine Tochter Phera kennt ihr bereits von Tag 3. Ich habe heute die Ehre, euch einen wichtigen Ort für mein Volk vorzustellen: Sigiriya.

Sirgiriya ist ein großer Monolith, auf dem sich die Ruinen der Löwenfestung befinden. Die Entstehungsgeschichte der Festung ist legendär und wird auch die Besatzung durch die Briten überdauern.

Es wird überliefert, dass König Dhatusena von Anuradhapura von seinem eigenen Sohn Kassapa 473 n. Chr. ermordet wurde, damit dieser die Thronfolge zu seinen Gunsten bestimmen konnte. Aus Angst vor seinem Halbbruder und rechtmäßigen König Moggallana ließ Kassapa I. die Festung errichten. 491 eroberte Moggallana seinen Thron zurück und wurde König. Das einzig Positive, das die Briten bei ihrem Einfall im unser Königreich hinterließen, war die Entdeckung des Palastes 1831. Denn so konnte ein Stück Legende meiner Vorväter gerettet werden.

Copyright Julia Dorsten

Leider ist das auch schon das einzig nette, was ich über die Briten sagen kann. Denn nach jahrelangen Kämpfen um unser Königreich, bedienten sich die Briten ihrer Freunde List und Tücke, um mithilfe von Verrätern durch den Jungle mitten in der Nacht in unsere Hauptstadt zu schleichen und unseren König zu stürzten. Doch damit leider noch nicht genug, sie traten auch unsere Kultur, unsere Religion und unsere Werte mit Füßen. Die kandische Konvention, die unsere Rechte beschützen sollte, stellte sich im Rückblick als wertloses und leider machtloses Stück Papier heraus, durch das wir uns den Briten unterwarfen.

Unhaltbar wurde die Situation für mich und mehrere Berater des Königs erst, als sie die heiligen Elefanten des Königs verkaufen und zu Aufgaben zwingen wollten, die jenseits ihrer Kaste lagen. Als Gajenayke Nilami des Königs war es meine Pflicht, die Würde der königlichen Elefanten zu wahren. Daher sandte ich meine Familie voraus, um gemeinsam mit einigen mutigen Männern die Elefanten des Königs in die Freiheit zu führen. Dabei mussten wir äußert vorsichtig und umsichtig vorgehen, denn einen Kampf gegen die Briten hätten wir nicht gewinnen können. Die Nacht und unsere Kenntnisse des Urwalds waren unsere stärksten Mittel. Dadurch gelang uns die lautlose Flucht in die Nacht.

Ich kann nicht gerade sagen, dass die Briten sich an ihre vertraglich vereinbarten Versprechen gehalten hätten. Sie führten christliche Kirchen ein, beendeten unser Kastensystem, zwangen uns europäische Kleidung auf und verdammten uns zu Sklavenarbeit. Sie mordeten unzählige junge Männer, aus Angst vor Aufständen und vergingen sich an unseren Frauen. Meine eigene Familie musste unsägliches erleiden, was ich leider nicht verhindern konnte.

Gewinnspiel Die Elefantenhüterin
Gewinnspiel Die Elefantenhüterin

Im Zuge der Blogtour zu Die Elefantenhüterin gibt es auch ein Gewinnspiel, auf das ich euch gerne hinweisen möchte. Gewinnen könnt ihr eines von drei Sets, bestehend aus:

1x Taschenbuch „Die Elefantenhüterin“
1x Leseprobe „Das Mädchen mit der goldenen Schere“
1x Autogrammkarte

Das Gewinnspiel läuft bis zum 22. Januar um 23:59 Uhr. Beantworten müsst ihr dazu nur eine kurze Frage, deren Antwort ihr bitte in die Kommentare schreibt:

Welches Amt übte ich bis zur britischen Invasion unter König Sri Vikrama Rajasinha aus?

Bedenkt, dass ihr unter jedem Beitrag der Blogtour eine Frage findet und dadurch Lose sammeln könnt (maximal 5 Lose insgesamt). Die Teilnahmebedingungen findet ihr hier.

Viel Erfolg!

 

Hier geht’s weiter:

Tag 1: Die große Lüge

Tag 2: Die Sterne des Schicksals

Tag 3: Mein Leben mit Elefanten

Tag 5: Autoreninterview


[Rezension] The Blinds

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Titel The Blinds – Es ist ein Spiel, also spiel
Reihe The Blinds
Band 1. Band
Autor Emma Marten
Übersetzer
Illustrator
Verlag BoD
Erschienen als E-book und Taschenbuch
Genre Dystopie, Jugendbuch
Preis 4,99€ (E-Book [RE]), 12,99€ Taschenbuch
Seitenzahl 412 Seiten
Bewertung

Als ich nach einer Weile Lovelybooks-Abstinenz mal wieder am Stöbern kommender Leserunden war, fiel mir The Blinds auf. Nicht nur, dass das Cover unfassbar schön ist, auch die Zusammenfassung sprach mich an. Daher versuchte ich mein Glück und durfte tatsächlich an der Leserunde zu The Blinds teilnehmen.

Ihr alle kennt diese Bücher, die euch schon nach den ersten Sätzen zeigen, das sie euch gefallen werden. Genauso erging es mir mit The Blinds. Die Figuren, die Idee, das Setting  –  einfach alles stimmte.

Das Setting von The Blinds erinnert an Panem und Selection

Die Protagonistin der Dilogie Riley lebt in einer dystopischen Version der USA, die in Distrikte aufgeteilt ist. Während sie in den Slums in Armut lebt, schwelgen die Bewohner des Zentrums in Reichtum. Highlight der Unterhaltung ist eine Castingshow – Die Blinds. Stellenweise habe ich mich beim Weltenaufbau an Panem oder Selection erinnert gefühlt. Allerdings schafft es Emma Marten, die Idee für ihren Plot zu adaptieren und zu ihrer eigenen Idee zu machen. Denn sein wir mal ehrlich: Die zugrundeliegende Idee ist nicht das wichtigste, sondern die Ausführung. Und die ist rundum gelungen.

Riley ist eine tolle Protagonistin. Sie ist eigensinnig, sarkastisch, gefühlvoll und vieles mehr. Ich mochte sie vom ersten Moment an und habe es genossen, ihre Entwicklung mit zu verfolgen. Denn  wo Anfangs Widerwillen gegen das Leben im Zentrum herrscht, treten gegen Ende des ersten Teils andere Gefühle. Denn Riley weiß, was sie von ihrem Leben will.

Ihre Hintergrundgeschichte, die man als Leser durch Rückblicke erfährt, ist sehr berührend. Ebenso die zarte Liebesgeschichte, die sich zum Loveinterest entwickelt. An dieser Stelle will ich allerdings nicht zu viel verraten. Ihr sollt ja auch noch euren Spaß haben. Die anderen Figuren haben mir ebenfalls sehr zugesagt. Allen voran Duke und seine Schwester. Ihre herzliche und ehrliche Art habe ich sehr genossen.

Die Blinds sind eine Castingshow der etwas anderen Art

Die Blinds selbst spielen im Roman eine wichtige Rolle. Von Runde zu Runde begleiten wir Riley auf ihrem Weg. Aufgrund der schieren Masse an Teilnehmern liegt der Fokus zu Beginn der Geschichte lediglich auf Riley, um sich gegen Ende auch auf die enge Teilnehmerrunde auszudehnen. Das habe ich sehr begrüßt, denn zum einen lernt man Riley somit schneller kennen und zum anderen wird das Buch dann nicht durch zu viele Namen überladen.

Ihr merkt, The Blinds hat es mir angetan. Ich habe die Leserunde sehr genossen und kann euch das Buch wärmstens empfehlen. Der zweite Band der Dilogie ist bereits in der Schreibphase und wird von mir sehnlichst erwartet, denn der Cliffhanger am Ende war unfassbar gemein! Ich danke Emma Marten und Lovelybooks herzlich für die Bereitsstellung eines e-books von The Blinds im Rahmen der Leserunde.


[Rezension] Der Ruf des Kuckucks

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Titel Der Ruf des Kuckucks
Reihe Coromoran Strikes-Reihe
Band 1. Band
Autor Robert Galbraith
Übersetzer Wulf Bergner,‎ Christoph Göhler,‎ Kristof Kurz  
Illustrator  –
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Krimi
Preis 10,99€
Seitenzahl 656 Seiten
Bewertung
Der Ruf des Kuckucks
Der Ruf des Kuckucks

Ich kann euch gar nicht sagen, wie lange J.K. Rowlings aka Robert Galbraiths Der Ruf des Kuckucks auf meinem TBR ein trauriges Dasein fristen musste – und das auch noch völlig zu Unrecht, wie ich euch versichern kann. Ich bin hin und weg von diesem Krimi und das obwohl ich das Genre des Krimis nur sehr selten zur Hand nehme.

Dass J.K. Rowling gut schreiben kann, wusste ich bereits aus ihren magischen Harry Potter Büchern, die mich in meiner Kindheit begleiteten. Dass sie allerdings fernab von Kinder- und Jugendliteratur aus dem Fantasy-Genre angenehm und flüssig schreiben kann, stellte ich während der Lektüre von Der Ruf des Kuckucks fest. Kombiniert mit tollen Figuren und einem fesselnden Plot, bescherte mir ihr erster Krimi angenehme Lesestunden.

Der Ruf des Kuckucks kombiniert tolle Figuren mit einem fesselnden Plot

Die Hauptfigur des Krimis, der Privatdetektiv Cormoran Strike, hat mir direkt gefallen. Etwas eigenbrötlerisch, speziell, klug und sehr gradlinig – damit sammelte er bei mir direkt Sympathiepunkte. Als Ermittler im Todesfall der prominenten Lula Landry hat er sich durch ermittlerisches Fingerspitzengefühl und eine sehr gute Intuition hervorgetan, worin für mich auch die Spannung des Krimis lag.

Der Plot mit seiner Idee war grundlegend natürlich nicht neu, dafür aber schön aufbereitet und mit passenden Figuren ausgestattet. Kombiniert wurde der Plot zudem mit einigen Wendungen, die ich als unerfahrene Krimileserin nicht habe kommen sehen. Mehr als einmal konnte ich mich dabei ertappen, wie ich auch falschen Fährten umherirrte, nur um dann von Cormorans rotem Faden wieder auf die richtige Spur geführt zu werden.

Das Herzstück des Krimis, seine Auflösung, fand ich in Ordnung und passend zur Handlung. Es muss ja auch nicht immer ein nervenstrapazierendes Ende sein, bei dem man sich die Fingernägel zerkaut. Vor allem dann nicht, wenn es nicht zum gesetzteren Grundton der Handlung passt. Alles in allem bin ich von Der Ruf des Kuckucks sehr positiv überrascht. Besonders begeistert hat mich die Tatsache, dass Der Ruf des Kuckucks der Auftaktband zu einer Reihe ist.


[Rezension] Mythos Academy Colorado – Bitterfrost

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Titel Mythos Academy Colorado – Bitterfrost
Reihe Mythos Academy Colorado
Band 1. Band
Autor Jennifer Estep
Übersetzer Michaela Link
Illustrator
Verlag ivi Piper Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Fantasy, Jugendbuch
Preis 16,99€
Seitenzahl 384 Seiten
Bewertung
Bitterfrost
Bitterfrost

Als eingefleischter Fan der Mythos Academy, musste ich Jennifer Ersteps neuestes Werk Mythos Academy Colorado – Bitterfrost unbedingt haben. Als ich es dann endlich in meinen Händen hielt war es nur noch eine Frage der Zeit, bis ich den neuesten Streich aus Jennifer Esteps Feder verschlingen würde.

Meine Erwartungen an Mythos Academy Colorado – Bitterfrost waren gewohnt hoch – immerhin hatte mich Jennifer Estep bisher noch nie mit einem Buch enttäuscht.  Und ich muss sagen, dass ich in den ersten Tagen nach der Lektüre wirklich begeistert und glückselig war. Und dann begann ich, andere Rezensionen zum Buch zu lesen, die mich zum Nachdenken brachten. Versteht mich nicht falsch, weder das Buch noch die Rezensionen sind schlecht, aber sie brachten mich eben zum Nachdenken.

Die erste Begeisterung verflog nach den ersten Rezensionen von Mythos Academy Colorado – Bitterfrost

Ich hatte wirklich großen Spaß beim Lesen des neuen Auftaktbands und freue mich auch nach wie vor über die folgenden Bücher, allerdings bin ich nicht mehr so übertrieben euphorisch, wie direkt nach dem Lesen. Es liegt nicht daran, dass mich Jennifer Esteps Schreibstil nicht packen konnte oder die Welt mir fremd vorkam. Denn sowohl ihr Schreibstil als auch das Setting konnten mich wieder in ihren Bann ziehen. Vielmehr störte mich die starke Parallelität, die mir unterschwellig schon während des Lesens aufgefallen war und die massive Heldenverehrung von Gwen, die mir bereits während des Lesens gegen den Strich ging.

Da ich über die Parallelen zwischen den beiden Reihen hinwegsehen kann – immerhin musste ich erst bewusst darauf hingewiesen werden – kann ich die permanent überhöhte Anwesenheit Gwens nicht so einfach ignorieren. Gwen, die mir als Figur sehr gut gefallen hat, verliert in meinen Augen dadurch an Glaubwürdigkeit und lässt die aktuelle Heldin zu gewollt in einem schlechten Licht dastehen, gegen das sie ankämpfen muss – natürlich zusätzlich zu ihren eigentlichen Problemen.

Alles in allem hatte ich beim Lesen von Mythos Academy Colorado – Bitterfrost großen Spaß und freue mich sehr auf einen zweiten Teil, wenngleich ich nun etwas mehr auf Parallelen und Unterschiede zwischen den Reihen achten werde. Guten Gewissens kann ich den Auftaktband allen Freunden von Jennifer Esteps Büchern und solchen, die es werden wollen, empfehlen.


[Rezension] Der italienische Garten

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Titel Der italienische Garten
Reihe
Band Einzelband
Autor Alyson Richman
Übersetzer Norbert Möllemann
Illustrator
Verlag Diana Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Frauenroman, historischer Roman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 432 Seiten
Bewertung
Der italienische Garten
Der italienische Garten

Mit Familie in Italien interessiert mich die Geschichte Italiens natürlich genauso sehr, wie die Deutschlands. Wenn ich nun historischen Roman mit Handlungsort in Italien, faszinierenden Figuren und authentischen Begebenheiten bekomme, schwebe ich auf meiner Lesewolke ganz weit oben. Nichts weniger habe ich mit Der italienische Garten von Alyson Richman bekommen.

Als Leser begleiten wir die junge Cellistin Elodie, die 1943 in Portofino von Bord eines Schiffes geht. In regelmäßigen Rückblicken erfahren wir die Geschichte der jungen Frau, die mit gefälschten Papieren ein neues Leben beginnen muss, nachdem ihr altes sie beinahe das Leben kostete.

Alyson Richmans Der italienische Garten ist voll historischer Authentizität

Als Liebhaberin von historischen Romanen und Geschichtsfan lege ich großen Wert auf historische Authentizität von Romanen. Bei Der italienische Garten hatte ich stellenweise das Gefühl, Zeitzeugenberichte zu lesen und keinen Roman. Alyson Richman schafft es, historische Begebenheiten mit fiktiven Ereignissen zu kombinieren und ihrer Geschichte somit eine tiefere Ebene zu verleihen. Vor allen Dingen hat sie es aber geschafft, ihre Figuren so authentisch zu kreieren, dass ich zu keiner Zeit Zweifel hatte, ebenjenen Menschen zu dieser Zeit auf der Straße begegnen zu können.

Die Figuren, allen voran Elodie, haben mich tief berührt. Ihre Gestaltung ist realistisch und glaubwürdig. Vor allem Elodies Verwandlung und ihre Tätigkeiten für den Widerstand haben mir sehr gut gefallen. Besonders schön empfand ich natürlich die Liebesgeschichten im Roman, die mein Herz berühren konnten.

Der italienische Garten  entwickelte einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte

Aufgrund der Thematik von Der italienische Garten kam nicht nur stellenweise richtig Spannung auf. Der Plot entwickelt sich zu Beginn gemächlich und langsam, um dann immer weiter an Fahrt aufzunehmen. Genau wie die historischen Begebenheiten, überschlagen sich plötzlich die Ereignisse – in vielerlei Hinsicht. Mit zunehmender Spannung konnte ich das Buch immer seltener aus der Hand legen. Der italienische Garten  entwickelte einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte.

Ich kann Der italienische Garten allen empfehlen, die gut recherchierte und spannende historische Romane mit Emotionen, tollen Figuren und spannendem Plot zu schätzen wissen.


[Rezension] Willkommen in der Provence

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Titel Willkommen in der Provence
Reihe
Band Einzelband
Autor Brigitte Guggisberg
Übersetzer
Illustrator
Verlag Diana Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Frauenroman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 352 Seiten
Bewertung
Willkommen in dre Provence
Willkommen in dre Provence

Als ich Willkommen in der Provence beim Bloggerportal angefragt habe, suchte ich nach einem schönen Frauenroman für Zwischendurch. Bekommen habe ich einen Frauenroman der etwas anderen Art mit einer Protagonistin, die aus einer Not eine Tugend zu machen versucht.

 

Der Plot von Willkommen in der Provence ist ebenso schnell erzählt wie komisch: Vivianne lebt ein beschauliches Leben in der Provence bis ihr Mann eines Tages von jetzt auf gleich verschwindet. Und damit nicht genug, er räumt das gemeinsame Bankkonto leer und lässt Vivianne auf einer nicht bedienten Hypothek sitzen. Natürlich ist Vivianne im ersten Moment ziemlich irritiert und vor den Kopf gestoßen. Von ihrer Panik getrieben, verstrickt sich Vivianne in einer Geschichte, aus der sie so schnell nicht mehr herauskommt…

Die Plotidee von Willkommen in der Provence ist erfrischend und einzigartig

Ich muss an dieser Stelle leider bereits sagen, dass der Plot für mich noch das Interessanteste an diesem Buch war, da die Idee wirklich einzigartig ist. Mit der Protagonistin Vivianne kam ich leider so gar nicht zurecht. Sie ist mir im Allgemeinen zu kopflos und zu antriebslos. Ich hatte das Gefühl, dass immer jemand für sie da ist, um sie in Bewegung zu halten und ihr zu sagen, wie es weitergehen wird. Eine selbstbestimmte Figur sieht leider anders aus.

Vivianne ist eine etwas anstrengende Protagonistin

Auch mit dem Schreibstil hatte ich so meine Problemchen. Nicht, dass Frau Guggisberg nicht angenehm schreibt, das schon. Lediglich die Auswahl des Präsens für ihre Geschichte empfand ich als ein wenig anstrengend beim Lesen. Auch hat mich irritiert, dass Vivian immer in indirekter Rede spricht, während alle anderen Figuren in direkter Rede agieren. Leider konnte ich mich bis zum Schluss nicht daran gewöhnen.

Alles in allem ist Willkommen in der Provence ein angenehmes Buch für zwischendurch, das eine sehr einzigartige Plotidee hat und spaßig zu lesen ist. Mit der Protagonistin und dem Schreibstil hatte ich stellenweise so meine Probleme, was allerdings nur an meinem persönlichen Geschmack liegt. Ich kann mir vorstellen, dass Willkommen in der Provence Leserinnen gefallen kann, die einen etwas anderen Frauenroman suchen.


[Jahresabschluss 2017] 10 Aufgaben – 10 Antworten: Bücher aus diesem Jahr

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Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, ihr seid genauso angenehm und lustig ins neue Jahr gerutscht, wie ich. Heute habe ich einen etwas anderen Jahresrückblick für euch. Da es in letzter Zeit ziemlich still auf meinem Blog war und ich auch die Monatsstatistiken der letzten drei Monate nicht erstellt habe, entschied ich mich gegen eine Jahresstatistik. Stattdessen habe ich diesen Tag bei der lieben Nicci von Trallafittibooks entdeckt und mich spontan dazu entschieden, diesen Tag als Rückblick zu nehmen.

In nächster Zeit dürft ihr euch aber dennoch wieder auf mehr Beiträge freuen. Die Buchstatistik wird in überarbeiteter Form Ende Januar auch wieder ins neue Jahr starten. Genug geredet, viel Spaß mit dem Tag.

1.Ein Buch, welches du 2017 endlich vom SuB (Stapel ungelesener Bücher) befreit hast

Ich muss euch erstmal gestehen, dass ich dieses Jahr vermehrt Bücher gelesen habe, die ich 2017 geschenkt bekam oder kaufte. Daher ist Der Ruf des Kuckucks von Robert Galbraith tatsächlich dasjenige Buch, das ich endlich vom TBR befreit habe, nachdem es viel zu lange dort schmoren musste. Ich glaube, ich muss an dieser Stelle nicht erwähnen, dass ich für dieses Jahr den Abbau meines TBRs plane, oder?

2. Ein Buch, welches du 2017 unbedingt lesen wolltest, aber es nicht geschafft hast

Nun, betrachtet man sich meinen TBR genauer, sind es streng genommen 155 Bücher, die ich in 2017 unbedingt lesen wollte, es aber nicht geschafft habe. Besonders gerne lesen möchte ich allerdings Silber – Das dritte Buch der Träume von Kerstin Gier, Talon – Drachenherz von Julie Kagawa, Die rote Königin von Victoria Aveyard und Der Nachtzirkus von Erin Morgenstern. Diese vier Bücher stehen ganz oben auf meiner Liste für 2018.

3. Ein Buch, auf welches, du wie irre hingefiebert hast und jetzt auf dem SuB schlummert

Und auch hier könnte ich euch so einige meiner Errungenschaften aus 2017 auflisten. Besonders Talon – Drachenherz, auf das ich mich nach meiner verspäteten Entdeckung von Band eins so gefreut hatte, musste nicht nur ewig im Laden darauf warten, von mir adoptiert zu werden, sondern fristet seitdem ein trauriges Schattendasein in meinem TBR-Regal…

4. Eine Reihe, die dich 2017 begeistert hat

Nachhaltig begeistert und zutiefst berührt hat mich die Muchachas-Trilogie von Katherine Pancol. Sie hat eine Trilogie geschaffen, dir vor lebensbejahender Energie nur so sprüht und mich einfach umgehauen hat. Ihre Figuren sind so einzigartig und faszinierend, dass ich nicht nur jede Seite genossen und zugleich verschlungen habe, sondern auch eine Weile brauchte, um mich von dieser Reihe zu lösen. Eine eindeutige Empfehlung!

5. Eine neue Lieblingsautorin, die du 2017 für dich entdeckt hast

Nachdem ich im Oktober Wintersterne von ihr verschlungen habe und seitdem ein unfassbares Fernweh nach Prag habe, gehört Isabelle Broom für mich auf die Liste der zu beobachtenden Autorinnen. Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass mir auch ihre weiteren Werke gefallen und mich ebenso verzaubern werden.

6. Ein Lieblingscover aus 2017

Es gab in 2017 so viele tolle Cover, dass mir die Auswahl wirklich nicht leicht fällt, aber hier ist sie:

7. Ein Highlight aus 2017

Auch bei den Highlights fällt mir die Auswahl nicht so ganz leicht, daher muss ich neben der Muchachas-Trilogie auch Wolkenschloss von Kerstin Gier, Berühre mich. Nicht. von Laura Kneidel und – natürlich – Wintersterne von Isabelle Broom nominieren.

8. Ein Flop aus 2017

Der größte Flop aus 2017 ist für mich Römische Ermittlungen von Bianca Palma. Nicht, weil das Buch so unfassbar schlecht war, sondern einfach, weil ich mir mehr erwartet hatte. Zudem war die Leserunde mit der Autorin auf Lovelybooks wegen ihrer Kommentare auf Leserreaktionen reichlich unangenehm, da die Autorin mit sachlicher und gut formulierter Kritik nicht gerade verständnisvoll umging.

9. Der Bookboyfriend 2017 schlechthin

Ich muss sagen, dass es bei dieser Frage ein Unentschieden zwischen Ben aus Wolkenschloss und Luca aus Berühre mich. Nicht. gibt. Beide haben diese fürsorgliche Art, die ich bei Menschen im Allgemeinen sehr wichtig finde und stehen für sich ein. Wobei auch Damen aus Evermore mir ziemlich gut gefallen hat.

10. Eine Fortsetzung, auf die du dich 2018 schon riesig freust

Ich fiebere der Fortsetzung von Der Palast der Borgia entgegen, das glücklicherweise fortgesetzt wird und schon am 15. Januar diesen Jahres erscheint. Definitiv mein erstes must-have in 2018!