[Rezension] „Die rote Löwin“

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Titel „Die rote Löwin“
Reihe
Band Einzelband
Autor Thomas Ziebula
Übersetzer
Illustrator
Verlag Bastei Lübbe
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 10,00€ [RE]
Seitenzahl 385 Seiten
Bewertung ....

„Die rote Löwin“ in drei Worten?

Durchwachsen, spannend, langatmig.

Cover & Gestaltung von „Die rote Löwin“?

Das Cover des Romans ist super gelungen. Es ist düster, man sieht die Protagonistin und verspricht eine authentische Geschichte. Als ich das Cover auf Twitter sah, Stehlblüten hat ein Exemplar verschenkt, war ich direkt angefixt. Leider konnte das Buch nicht halten, was das Cover verspricht.

Worum geht es in „Die rote Löwin“?

Protagonistin in „Die rote Löwin“ ist Runja, die nach einem tragischen Angriff mit ihrem Bruder nach Magdeburg flüchtet. Dort gerät sie in Verwicklungen, die sie bald sämtlicher Kontrolle berauben und in eine Zwickmühle bringen: Sie muss sich zwischen denen, die sie liebt, entscheiden. Mehr möchte ich euch an dieser Stelle nicht verraten, da es euch die spannenden Momente vorwegnehmen würde.

Der Schreibstil von Thomas Ziebula?

Thomas Ziebulas Schreibstil hat mir gerade am Anfang noch sehr gut gefallen. Der erste Teil der Handlung ist spannend, packend und temporeich. Danach leider eher weniger. Runjas Wortwahl steht im krassen Gegensatz zu der Funktion, die sie ausfüllt. Ihre Wortwahl ist kindlich bis naiv, während sie auf der anderen Seite flucht und kämpft wie ein Mann. Das passte für mich einfach nicht zusammen. Das empfinde ich als extrem schade. Ansonsten ist der Schreibstil angenehm zu lesen. Man bleibt nicht an irgendwelchen Schachtelsätzen hängen, nichts bringt einen aus dem Lesefluss.

Das Figurenpersonal in „Die rote Löwin“?

Das Figurenpersonal in „Die rote Löwin“ ist recht schwer zu greifen, da es stark fluktuiert. Den Grund dafür werde ich euch nicht verraten. Runja, die die Protagonistin der Geschichte ist, war für mich nicht immer einfach zu greifen. Am Anfang war ich Feuer und Flamme, sie war stark, mutig und entschlossen. Im Laufe der Geschichte verliert sie diese Eigenschaften teilweise. Es ist, als hätte man die Figur ausgetauscht, nur um gegen Ende noch einmal kurz aufzuflammen und dann zu erlöschen. Die anderen Figuren sind da kontinuierlicher in ihrer Rolle, bleiben sich selbst treu. Thomas Ziebula schafft es dabei, wirklich verachtenswerte Antagonisten zu erschaffen, Hut ab. Die haben mir nämlich zum Teil besser gefallen als die Protagonistin.

Positives über „Die rote Löwin“?

Der Anfang war einfach super. Er hatte alles, was ich mir von einer kämpferischen Protagonistin im Mittelalter wünschen würde. Die Darstellung, das Tempo, die Spannung – alles war da. Thomas Ziebula hatte eine tolle Ausgewogenheit aus Kampf, Dialog und Beschreibung. Der Plot hat mir im Großen und Ganzen auch sehr gut gefallen, wenngleich das Buch gegen Ende schwächer wird.

Kritik an „Die rote Löwin“?

So toll der Einstieg ins Buch war, so schwach war der Mittelteil. Gegen Ende gab es ein kurzes Aufwallen von Spannung und der Runja zu Beginn des Romans, aber es dauerte nicht lange an. Ich hatte mir von der Thematik einer weiblichen Auftragsmörderin mehr erhofft. Leider entwickelte sich die Handlung in eine andere Richtung, die nicht viel mit der Spannung vom Anfang des Romans gemein hatte. Versteht mich  nicht falsch, es war gut zu lesen, aber eben nicht mehr das, was ich vom Anfang erwartet hatte.

Empfehlung zu „Die rote Löwin“?

„Die rote Löwin“ ist nicht durch und durch schlecht. Es hat seine Stärken und Schwächen, ist also ein solides Buch für angenehme Lesestunden. Ich würde das Buch unter dem Aspekt empfehlen, dass ihr einfach mal selbst reinlest, um euch eine Meinung zu bilden. Ich danke Bella von Stehlblüten und Bastei Lübbe herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.


[Monatsstatistik] Januar 2017

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Hallöchen ihr Lieben und willkommen zur [Monatsstatistik] Januar 2017.

Unglaublich, der erste Monat des Jahres ist vorbei und ich habe 10 Bücher gelesen. Der Januar ist dabei erfahrungsgemäß der lesereichste Monat des gesamten Jahres, so zumindest in den letzten Jahren. Ob das auch in 2017 so bleibt, wird sich zeigen. Im Januar waren wirklich einige tolle Bücher dabei. Vor allem die Anzahl der gelesenen Bücher hat mich hoch erfreut, da die letzen Monate des Lesejahres 2016 eindeutig weniger lesereich waren. Nun aber ist die Leseflaute vorbei und der TBR Abbau kann kommen!

Gelesene Bücher

001. „Römische Ermittlungen“ von Bianca Palma
002. „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“ von Stefan Bonner & Anne Weiss
003. „Im Schatten des roten Stieres“ von Sylvia Klinzmann
004. „Blut will Blut“ von André Kussmaul
005. „Mieses Karma²“ von David Safier
006. „Black Dagger – Zsadist & Bella“ von J.R. Ward
007. „Black Dagger – Butch & Marissa“ von J.R. Ward
008. „Heiße Liebe – Kalter Tod“ von Pia Hepke
009. „Die Töchter der Tuchvilla“ von Anne Jacobs
010. „Bandstorys: Bitter Beats“ von Ina Taus

10 Bücher habe ich im Januar verschlungen. Das macht 133 Seiten pro Tag. Durchschnittlich habe ich meine Bücher mit 4.45 Punkten bewertet, was für eine gute Auswahl meiner Bücher und deren Qualität steht. Mit meinen im Januar gelesenen Büchern konnte ich meinem Lesekonto 4118 Seiten zufügen. Von meiner Leseliste für den Januar habe ich unglaubliche 8 von 14 Büchern tatsächlich gelesen. Zusätzlich habe ich meinen TBR im Januar digitalisiert und dabei gleich sechs Bücher aussortiert, sodass ich auf -4 Bücher komme, die von meinem TBR befreit wurden.

Mein Monatshighlight ist nicht so einfach zu küren. Neben Ina Taus‘ Debüt „Bandstorys: Bitter Beats“ konnten mich „Mieses Karma²“ von David Safier, „Black Dagger – Zsadist & Bella“ und „Black Dagger – Butch & Marissa“ von J.R. Ward, „Die Töchter der Tuchvilla“ von Anne Jacobs, „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“ von Stefan Bonner & Anne Weiss und „Im Schatten des roten Stieres“ von Sylvia Klinzmann begeistern. Da ich aber ein Highlight küren will, entscheide ich mich für „Bandstorys: Bitter Beats“ von Ina Taus. Ihr Debüt hat mich genauso begeistern können wie einige der anderen Bücher, allerdings möchte ich an dieser Stelle ein besonders gelungenes Debüt hervorheben, das einen Blick wert ist. Absolute Leseempfehlung!

Mein Monatsflop ist leider „Heiße Liebe – Kalter Tod“ von Pia Hepke. Das Buch war nicht schlecht, keine Frage. Leider fehlte es der ersten Hälfte des Romans an Spannung und Geschwindigkeit, daher konnte es leider – trotz der liebevollen Charaktergestaltung und der tollen Idee – nicht mit den anderen mithalten.

Neuzugänge

001. „Glückskatzen“ von Kirsten Klein [BV]
002. „Wüstenblues“ von Gerhard von Kapff [LR]
003. „Heiße Liebe – kalter Tod“ von Pia Hepke [LR]
004. „Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen“ von Lars Simon
005. „Die Musik der verlorenen Kinder“ von Mary Morris [BV]
006. „Plötzlich Fee – Herbstnacht“ von Julie Kagawa
007. „Plötzlich Fee – Frühlingsnacht“ von Julie Kagawa
008. „Bandstories – Bitter Beats #1“ von Ina Taus [LR]
009. „Der Nuttenmörder“ von Patrick Pankow [LR]
010. „Run boy, run girl“ von Nadine Gersberg [LR]
011. „Elefant“ von Martin Suter
012. „Talon – Drachenherz“ von Julie Kagawa

Diesen Monat sind einige – 12! – neue Bücher bei mir eingezogen. Gemeinsam sehen meine Schätze richtig schön aus. Deswegen mussten sie einfach bei mir einziehen. Mit „Plötzlich Fee“ habe ich mir einen lang ersehnten Wunsch erfüllt, da ich die ersten beiden Teile schon seit Jahren gelesen in den Regalen stehen habe. Band 3 und 4 mussten im Januar dann unbedingt bei mir einziehen und warten nun darauf, in nächster Zeit gelesen zu werden. „Glückskatzen“ und „Die Musik der verlorenen Kinder“ habe ich im Rahmen von Buchverlosungen auf Lovelybooks gewonnen und möchte sie ebenfalls zeitnah lesen. Der Januar war zudem der Monat der Leserunden, da ich fünf meiner zwölf Neuzugänge im Zuge von Leserunden auf Lovelybooks erhalten habe. Zwei konnte ich direkt weglesen, die anderen drei werden im Februar gelesen. „Elefant“ von Martin Suter und „Talon – Drachenherz“ von Julie Kagawa waren Spontankäufe – sofern man sie so bezeichnen kann. Mit „Talon – Drachenherz“ liebäugele ich schon seit es erschien und „Elefant“ von Martin Suter geistert gerade so sehr auf Instagram rum, dass ich direkt getriggert war und es haben musste. Schande über mein Haupt, aber nun sind die ganzen Schätze bei mir eingezogen. Nur dank meiner Sortieraktion, bei der 6 Bücher aussortiert wurden, konnte ich einen Abbau meines TBR verzeichnen. Nächten Monat muss das besser werden!

Challenges

100 Bücher-Challenge: unverändert!
Buchkultur-Challenge: unverändert!
Rory Gilmore-Challenge: unverändert!
Carlsen-Challenge 2017: + 1 Buch gelesen // + 0 Rezensionen
Heyne Challenge: 2/20 Bücher gelesen // 2/4 Monatsaufgaben erfüllt = 5 Punkte
Jahr der ersten Sätze: unverändert!
Serienkiller-Challenge: 2 Reihen weitergelesen // 1 Reihe begonnen
S. Fischer-Challenge: unverändert!
Weltenbummler-Challenge: 28 Punkte
Wortmagies High-Fantasy-Challenge: 3/30 Aufgaben gelöst

Ja, bei den Challenges habe ich mir so einiges aufgebürdet. Inwieweit ich die Monatsaufgaben immer zu erfüllen vermag, kann ich an dieser Stelle nicht sagen. Für solche Vorgaben bin ich einfach eine zu große Stimmungsleserin. Glücklicherweise haben nur sehr wenige meiner Challenges solche Monatsaufgaben, sodass es vernachlässigbar sein wird. In diesem Monat habe ich aber 5 meiner 10 Challenges voranbringen können, sodass ich guter Dinge bin, dass ich Ende 2017 eine zufriedenstellende Statistik erhalten werde.

Leseliste Februar

001. „Wüstenblues“ von Gerhard von Kapff
002. „Der Nuttenmörder“ von Patrick Pankow
003. „Run boy, run girl“ von Nadine Gersberg
004. „Das Erbe der Tuchvilla“ von Anne Jacobs
005. „Ich geb dir die Sonne“ von Jandy Nelson
006. „Die Kleidermacherin“ von Núria Pradas

Für den Februar habe ich meine Liste ein wenig eingekürzt, da sowohl der Monat kürzer ist, als auch meine Liste für den Januar zu ambitioniert war. 8 von 14 ist ein überaus gutes Ergebnis. Wären nicht die verführerischen Leserunden auf Lovelybooks gewesen, bei denen ich momentan ein unwahrscheinlich glückliches Händchen habe, hätte ich vermutlich auch die gesamte Liste geschafft. Für den Februar nehme ich mir vor, mich bei den Leserundenverlosungen zurückzuhalten und vermehrt meinen TBR zu reduzieren. Weiß Gott, genug zu lesen habe ich ja.

Wie war denn euer Monat so? Habt ihr absolute Leseempfehlungen an mich?


[Rezension] „Römische Ermittlungen“

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Titel „Römische Ermittlungen“
Reihe Commissario Caselli-Reihe
Band 1. Band
Autor Bianca Palma
Übersetzer
Illustrator
Verlag BeTHRILLED (Bastei Lübbe)
Erschienen als E-Book
Genre Krimi
Preis 6,99€ [RE]
Seitenzahl 303 Seiten
Bewertung ....

„Römische Ermittlungen“ in drei Worten?

Verwirrend, vielschichtig, detailliert.

Cover & Gestaltung von „Römische Ermittlungen“?

Das Cover ist recht dunkel gehalten und passt perfekt zu den beiden weiteren Teilen der Reihe. Sehen kann man, wie ich vermute, die spanische Treppe mit dem davor gelegenen Piazza di Spagna samt Fontana della Barcaccia. Ein sehr schönes Cover, ein richtiger Hingucker.

Worum geht es in „Römische Ermittlungen“?

In der Kurzbeschreibung wird dem Leser ein spannender Krimi versprochen, der im vorweihnachtlichen Rom und der Opernszene spielt. Tatsächlich treffen die letzten beiden Punkte vollauf zu, wobei der Krimi sich mitsamt seiner Spannung erst in der zweiten Hälfte des Buchs entwickelt. Der erste Teil des Buchs dient der Entfaltung aller Handlungsebenen, die später wichtig werden.

Der Schreibstil von Bianca Palma?

Der Schreibstil von Bianca Palma ist flüssig. Stellenweise kommen Parataxen vor, die dem Krimi seinen ganz besonderen Stil geben, den ich so noch nie gelesen habe. Ich empfand diese Parataxen sehr passend, wobei sie nicht mein Mittel der Wahl sind. Dennoch kommt man sehr gut durch den Krimi.

Das Figurenpersonal in „Römische Ermittlungen“?

Das Figurenpersonal ist groß, aber übersichtlich. Es kommen im Verlauf des Krimis immer neue Figuren hinzu, die wichtig für die weitere Handlung sind. Die Figuren sind doppeldeutig kreiert, keine Figur ist so wie sie auf den ersten Blick zu sein scheint. Alle Figuren bergen Geheimnisse oder versteckte negative Eigenschaften, die man so nicht erwartet hätte. Wirklich identifizieren konnte ich mich leider mit kaum einer Figur. Wenn ich eine Figur wählen sollte, dann den Kommissar Caselli. Er wirkte mit seinem Charakter auf mich am sympathischsten, ist gut beschrieben und sehr gut zu imaginieren.

Positives an „Römische Ermittlungen“?

Die zweite Hälfte des Krimis hat mir sehr viel besser gefallen, als die erste. Hier kommt endlich die Krimistimmung auf, die ich erwartet hatte. Der Krimi ist dabei aber auf subtile Weise anders, als andere Krimis, da er sich  vor allem auf der Beziehungsebene zwischen den einzelnen Figuren abspielt. Im Vordergrund steht die junge Musikerin Geraldine Dvorsky, um deren Geschicke herum sich der Krimi entspinnt. Ich habe geraten im Laufe des Krimis oftmals den Täter getippt und falsch gelegen, erst gegen Ende lag ich mit meinen Vermutungen zum Teil richtig. Der Krimi ist wunderbar undurchsichtig, verstrickt und vielschichtig, wie ich es mag. Miträtseln wird ermöglicht. Auch erfährt der Leser enorm viel über die Opernszene, Rom und diverse philosophische Themen, was sehr schön aber auch sehr überfordernd sein kann. Mir persönlich haben diese Informationen sehr gefallen. Hier muss ich jedoch darauf hinweisen, dass der Krimi vor allem etwas für Opern- und Musikliebhaber ist, die mit den reichhaltigen Details noch mehr anfangen können als ich.

Kritik an „Römische Ermittlungen“?

Ich muss leider sagen, dass mir die Entfaltung des Krimis in der ersten Hälfte leider zu lang war. Die typische Krimistimmung kommt erst nach gut 50% auf, was ich sehr schade finde. Der Krimi liest sich bis dato sehr angenehm und schnell, lediglich um einen Krimi handelt es sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Auch enorm schade fand ich die Fixierung auf Geraldine Dvorsky als handelnde Figur. Der Kommissar steht ein wenig außerhalb der Handlung, obwohl er in drei Mordfällen ermittelt. Erst in der zweiten Hälfte des Krimis ändert sich dies. Die erste Hälfte dreht sich vollkommen um Geraldine Dvorsky und ihre Liebesbeziehungen, die zwar wichtig sind, aber durchaus hätten kürzer gefasst werden können.

Empfehlung zu „Römische Ermittlungen“?

„Römische Ermittlungen“ ist ein Krimi der besonderen Art. Ich kann diesen Krimi jenen Lesern empfehlen, die an Krimis interessiert sind, die sich langsam entfalten und sehr detailliert sind. Die Autorin hat einen vielschichtigen Krimi entwickelt, der ein Miträtseln seitens der Leser ermöglicht. Ich möchte jedoch anmerken, dass dieser Krimi nichts für Leser ist, die sich nicht für die Oper interessieren, da beides hier sehr eng verknüpft ist. Ich danke dem BeTHRILLED (Bastei Lübbe)-Verlag und Lovelybooks für die Bereitstellung eines Leseexemplars von „Römische Ermittlungen“.

Andere Meinungen zu „Römische Ermittlungen“:


[Rezension] „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“

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Titel „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“
Reihe
Band Einzelband
Autor Jonas Jonasson
Übersetzer Wibke Kuhn
Illustrator
Verlag Carl’s Books Verlag
Erschienen als Hardcover mit Schutzumschlag
Genre Humor, Roman
Preis 19,99€ [RE]
Seitenzahl 352 Seiten
Bewertung ....

„Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“ in drei Worten?

Abgedreht, kurios, humorvoll.

Cover & Gestaltung von „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“?

Die Farbgebung des Covers von „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“ ist ein absoluter Hingucker. Grün und Lila bilden einen auffallenden Kontrast. Warum genau ein Schaf auf dem Cover abgebildet ist, kann ich mir nicht so genau zusammenreimen. Das Lamm Gottes? Auf jeden Fall ist das Cover ein Hingucker. Das Innere ist sehr schlicht gestaltet.

Worum geht es in „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“?

Es geht um, der Name sagt es bereits, Mörder Anders und seine vermeintlichen Freunde, die ihm eine Menge Feinde einbringen. Mit aberwitzigen und abstrusen Wendungen und Einfällen schafft es das Trio um Mörder Anders, immer neue Höhen der Absurdität zu erreichen, wenngleich es genau diese Absurdität ist, die ich an Jonas Jonassons Werken so schätze. Er schreibt einfach Geschichten, die so unwahrscheinlich sind, dass man gar nicht anders kann als sie zu mögen.

Der Schreibstil von Jonas Jonasson?

Jonas Jonasson schreibt sehr schlicht und unaufgeregt. Es gibt eine ausgewogene Balance zwischen Beschreibungen und Dialog, auch wenn die Sätze manchmal dazu neigen, endlos zu werden. In seiner Wortwahl birgt sich aber auch ein gewisser trockener Humor, den ich sehr schätze.

Das Figurenpersonal in „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“?

Das Figurenpersonal ist herrlich zusammengewürfelt. Wir haben Mörder Anders, der nach einer Gefängnisstrafe frei kommt und sein Leben ändern will, den Rezeptionisten Per Persson und die gar nicht gläubige Pfarrerin Johanna. Das ungleiche Trio schließt sich mehr oder weniger freiwillig zusammen und versucht an eine Menge Geld zu kommen. Dabei hat jeder so seine Ecken und Macken. Mörder Anders zum Beispiel ist ein etwas vertrottelter Kerl, der an und für sich eigentlich sehr liebenswürdig ist – solange er die Finger von gewissen Substanzen lässt. Die Pfarrerin und der Rezeptionist sind eher der Kopf des Trios. Aus ihren unterschiedlichen Charakteren ergibt sich eine wundervolle Konstellation, durch die man häufig etwas zu lachen hat.

Positives über „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“?

Ich muss sagen, dass ich die Plotentwicklungen sehr amüsant fand. Mit Logik und einer normalen Messlatte darf man ohnehin nicht an die wundervoll skurrilen Bücher von Jonas Jonasson herangehen, weil sie sich mit solchen einfach nicht messen lassen. Nichts ist in seinen Büchern unmöglich, alles kann passieren und genau das mag ich so gerne.

Negatives über „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“?

Leider hat mir „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“ nicht so gut gefallen wie der „Hundertjährige“. Das erste Buch von Jonas Jonasson war unglaublich gut recherchiert, hatte Witz und Charme und konnte mich begeistern. „Mörder Anders“ hingegen hatte einige Längen, die mich auch dazu gebracht hatten, das Buch für längere Zeit zur Seite zu legen. Es hatte einfach nicht denselben Pepp wie das erste Buch, das ich von Jonas Jonasson gelesen hatte.

Empfehlung zu „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“?

Ich hatte mit „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“ ein paar lustige Lesestunden voller ungläubiger Blicke und Kopfschütteln. Man erhält hier ein unglaublich skurriles Buch, das unterhalten will und sich selbst nicht so ernst nimmt. Ich danke dem Carl’s Books Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Andere Meinungen zu „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“:

Rezension auf Pimis Bücher


[Rezension] „Meer geht nicht“

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Titel „Meer geht nicht“
Reihe
Band Einzelband
Autor Claudius Pläging
Übersetzer
Illustrator
Verlag Droemer Knaur Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Humor, Roman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 256 Seiten
Bewertung ....

„Meer geht nicht“ in drei Worten?

Lustig, abenteuerlich, Reiseroman.

Cover & Gestaltung von „Meer geht nicht“?

Das Cover ist wunderschön. Ein strahlendes Himmelblau, goldgelbe Blumen und ein roter Bus. Farblich ein absoluter Hingucker. Leider kann ich den Titel des Romans nicht auf den Inhalt beziehen, da die Protagonisten an keinem Punkt das Meer sehen. Man bekommt zwar einen tollen Reiseroman, aber das Meer hat mir dann doch ziemlich gefehlt.

Worum geht es in „Meer geht nicht“?

In „Meer geht nicht“ geht es um eine Gruppe von drei Männern, die auf einer wahnwitzigen Abenteuerreise einer Krawatte hinterherjagen. Die Jungs fahren gefühlt durch halb Europa, haben eine Menge Spaß, aber auch sehr viel Ärger.

Der Schreibstil von Claudius Pläging?

Der Schreibstil von Claudius Pläging hat mir wirklich gut gefallen. Der Autor schreibt luftig und locker. Das Buch macht Spaß und trifft genau meinen Humor-Nerv. Die Dialoge sind witzig, teilweise mit viel Biss. Alles in allem lässt sich das Buch sehr schnell und am Stück durchlesen.

Das Figurenpersonal in „Meer geht nicht“?

Jonathan, Tillmann und Frank könnten unterschiedlicher nicht sein. Jonathan ist ein Gewohnheitstier, das viele Abneigungen hat, die zum Teil enorm unterhaltend sein können. Leider konnte ich mich in einigen seiner Marotten wiedererkennen, was einen sowohl zum Lachen als auch zum Weinen bringt. Tillmann ist der „Checker“ der Gruppe, zumindest hält er sich dafür. Geben wir es zu, in jeder Clique gibt es Männlein oder Weiblein, die sich für unwiderstehlich halten – und genau das ist Tillmann. Frank ist sehr introvertiert und still, doch stille Wasser sind tief. Er ist für die eine oder andere Überraschung gut. Und genau das macht die Gruppe so interessant: Es prallen nicht nur Denkweisen sondern auch Persönlichkeiten aneinander.

Positives über „Meer geht nicht“?

Das Buch hat mir Spaß gemacht. Es bietet Witz und Humor, es unterhält den Leser und sorgt dafür, dass man einige Momente vom Alltagsstress abschalten kann. Es hat Tempo und ist abwechslungsreich. Mit den Figuren kann man sich gut identifizieren und anfreunden.

Kritik an „Meer geht nicht“?

Versteht mich nicht falsch, „Meer geht nicht“ hat mir wirklich Spaß gemacht. Aber vom Titel habe ich mir ein wenig was anderes versprochen. Sonne, Strand und Meer. Natürlich impliziert der Titel irgendwo, dass man gerade das nicht bekommt, aber auch das Cover hat Lust auf Urlaub im Süden gemacht. Was man stattdessen bekommt, ist nicht schlecht, wirklich. Das Buch ist ein schöner Zeitvertreib, ein Stimmungsaufheller, aber es gab so viel Potential.

Empfehlung zu „Meer geht nicht“?

Ich kann das Buch als leichte Urlaubslektüre empfehlen. Es macht Spaß, liest sich sehr flüssig und bietet einen Roadtripp der etwas anderen Art.


[Rezension] „Schneeglöckchenzauber“

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Titel „Schneeglöckchenzauber“
Reihe Blumenzauber-Reihe
Band 1. Band
Autor Isabella Muhr
Übersetzer
Illustrator
Verlag forever Verlag
Erschienen als e-book
Genre Frauenroman
Preis 3,99€ [RE]
Seitenzahl 236 Seiten
Bewertung ....

„Schneeglöckchenzauber“ in drei Worten?

Mutter-Kind-Beziehung, Entwicklung, Familie.

Cover & Gestaltung von „Schneeglöckchenzauber“?

„Schneeglöckchenzauber“ hat aktuell zwei Cover: Das erste Cover entstammt dem Selfpublish der Autorin, das zweite Cover, das auch aktuell überall zu erwerben ist, stammt vom Forever Verlag. Mir persönlich sagt die neue Gestaltung des Buchs mehr zu, doch auch die ältere Variante ist schön anzusehen. Es ist in Lilatönen gehalten, mit einer sehr hübsch gezeichneten jungen Frau und einem Schneeglöckchen darauf. Außer dem Schneeglöckchen konnte ich jedoch keine Beziehungen zwischen Cover und Inhalt feststellen. Wobei mir dies auf bei dem neuen Cover schwerfällt, das zwar ebenfalls hübsch anzuschauen ist, aber weniger mit der Geschichte zu tun hat. Immerhin sieht man, so vermute ich, den New York Central Park, obwohl die Geschichte in Deutschland spielt.

Worum geht es in „Schneeglöckchenzauber“?

In der Geschichte geht es um die junge Mutter Nadine und ihre bedingungslose Liebe zu ihrem Sohn Fynn. Zu Beginn der Geschichte werden drei große Handlungsstränge eröffnet, von denen zwei in Folgebänden, Teil 2 und 3 der Trilogie, weitergeführt werden. Nadines Beziehung zu ihrem Kind, aber auch zu dessen Vater spielen thematisch eine Rolle, wobei die Mutter-Kind-Beziehung eindeutig überwiegt.

Der Schreibstil von Isabella Muhr?

Mit dem Schreibstil hatte ich zu Beginn leider meine Probleme. Vor allem am Anfang war er etwas holprig, was umso mehr auffiel, da bereits im zweiten Kapitel eine spürbare Steigerung stattfindet. Die Wortwahl hat mir gefallen, und auch die Länge der Sätze und Kapitel konnte mir zusagen. Gelegentlich waren noch kleinere Fehlerchen enthalten, aber die dürften in der verlegten Version nicht mehr vorzufinden sein.

Das Figurenpersonal in „Schneeglöckchenzauber“?

Nadine hat es mir wirklich nicht leicht gemacht, sie zu mögen. Sie ist ein recht verschlossener und introvertierter Charakter, den man im Verlauf des Buchs erst kennenlernen und für sich entdecken muss. Und das ist mal eine Abwechslung zu anderen Figuren, die immer als Identifikationsfigur angelegt sind. Nadine ist eine Helikoptermutter, die keine gesunde Mutter-Kind-Bindung hinbekommt. Sie überkompensiert gewisse Dinge, die ihr selbst widerfahren sind, und das spürt man deutlich. Hier ein großes Kompliment an die Autorin Isabella Muhr, die hier ein extrem realistisches Bild der Gedanken- und Gefühlswelt einer solchen Mutter geschaffen hat. Nadine in ihrer Überführsorge war greifbar und real, was mir sehr imponiert hat. Die anderen Figuren blieben für mich ein wenig blass, was auch daran liegt, dass Nadines Freundinnen in den Fokus der nachfolgenden Bücher rücken werden.

Positives über „Schneeglöckchenzauber“?

Sehr positiv aufgefallen ist mir die Darstellung von Nadine als überfürsorgliche Mutter und ihre Entwicklung. Man merkt der Autorin an, dass sie Ahnung von dem hat, worüber sie schreibt, und nicht nur mal eben schnell in ein Buch geschaut hat. Auch hat sie es geschafft, all das verständlich rüberzubringen. Gemäß dem Motto „Show, don’t tell“, stellt sie Nadine dar und führt den Leser in ein problematisches Mutter-Kind-Bild an.

Kritik an „Schneeglöckchenzauber“?

Ein wenig schade fand ich den Anteil der Liebesgeschichte. Bei Ankündigung der Leserunde klang es nach einer wundervollen Liebesgeschichte, und darauf war ich auch eingestellt. Allerdings standen vor allem Nadines Sohn Fynn und ihre eigene Kindheit im Vordergrund, sodass die Ausschreibung als Liebesgeschichte eventuell ein wenig irreführend ist. Zwar gibt es eine Liebesgeschichte, die mir auch zugesagt hat, allerdings ist sie eher am Rande und sehr zart positioniert.

Empfehlung zu „Schneeglöckchenzauber“?

Ich kann das Buch allen LeserInnen empfehlen, die ein gut recherchiertes und ehrlich dargestelltes Buch über eine leicht problematische Protagonistin – aufgrund der gestörten Mutter-Kind-Beziehung – lesen möchten. Wer den Klappentext liest, und eine Liebesgeschichte erwartet, sollte nicht enttäuscht sein. Denn stattdessen bekommt man ein außergewöhnliches und interessantes Buch, das meinen persönlichen Horizont erweitern konnte. Ich danke Isabella Muhr für die Bereitstellung eines Leseexemplars zu „Schneeglöckchenzauber“.


[Montagsstatistik] Juli 2016

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Hallöchen ihr Lieben und willkommen zu [Montagsstatistik] Juli 2016!

Wo bleibt nur die Zeit? Eben sind wir doch noch mit Feuerwerk und Feiern ins neue Jahr gerutscht, und schon ist der August da. Der Juli war blogtechnisch wenig ergiebig, ihr habt ja gesehen, dass ich hier absolut nichts gepostet habe. Ich gelobe Besserung, denn für den August sind einige Rezensionen geplant, die schon fertig in ihren Startlöchern stehen und von euch gelesen werden wollen. Außerdem sind einige Kolumnen in Vorbereitung, von denen wenigstens eine im August fertig werden sollte. Ansonsten steht bei mir alles auf Uni, daher kam ich auch im Juli verhältnismäßig wenig zum Lesen. Mittlerweile habe ich aber meinen Rhythmus gefunden, so dass es für den August mit Lesen und TBR-Abbau wirklich gut aussieht. Zudem komme ich bei all der Uniarbeit auch nicht zum Buchkaufen, was sehr positiv ist.

Gelesene Bücher

50. „Meer geht nicht“ von Claudius Pläging, 256 Seiten, 3.5/5
51. „Daughter of Smoke and Bones – Zwischen den Welten“ von Laini Taylor, 496 Seiten, 5/5
52. „Marcel Reich-Ranicki – Die Biografie“ von Uwe Wittstock, 430 Seiten, 5/5

Bereits letzten Monat hatte ich Besserung gelobt, doch im August sollte es auch wirklich so kommen. Ich habe eine gradiose Zeitersparnis für mich entdeckt, und das sollte sich positiv auf meine Lese- und Entspannungszeit auswirken. Dennoch sind 1182 Seiten zusammengekommen, die mir größtenteils sehr gut gefallen haben. Mit „Marcel Reich-Ranicki – Die Biografie“ von Uwe Wittstock habe ich meine zweite Biografie beendet und bin sehr positiv überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass ich Biografien gerne lesen könnte. Meine Neugier jedoch ist geweckt und ich will mehr. Auch der erste Band der Zwischen-den-Welten-Trilogie hat mich begeistert. Die beiden Folgebücher würden die Invenstitionen der nächsten Monate darstellen, doch erstmal wird der August abgewartet.

Neuzugänge

Auch in diesem Monat habe ich keine Neuzugänge zu verzeichnen. Damit reduziert sich mein Stapel um drei Bücher. Langsam, kontinuierlich und fleißig trage ich Buch um Buch ab und befreie es aus seinem Schattendasein.

Challenges

Bücherkultur-Challenge: +0 Bücher = 25/150 Büchern gelesen
Cup of English Reads: +0 Bücher = 0 gelesene Bücher
Golden Backlist: +0 Buch = 22 gelesene Bücher
Serienkiller-Challenge: +1 Reihe begonnen = 3 beendete Reihen
Spar-Challenge: +1,50€ = 26,00€
Weltenbummler-Challenge: +11 Punkte = 145 Punkte

Leseliste August

Ich werde im August vor allem leichte, freundliche und lustige Bücher lesen. Bei dem momentan guten Wetter steht mir einfach der Sinn nach Urlaub, Sonne, Strand und Meer. Ich werde diese Auszeit in Buchform brauchen, denn jetzt beginnt die heiße Phase in der Uni. Ihr kennt es sicher selbst, es stehen einige Prüfungen oder Hausarbeiten an, jeder ist fleißig am Arbeiten. Daher möchte ich mich stimmungsgeleitet für meine Bücher entscheiden. Auf jeden Fall beendet werden soll jedoch das kürzlich begonnene „Kräuter der Provinz“ von Petra Durst-Benning, das es nur knapp nicht in die Juli-Statistik geschafft hat. Der Rest wird spontan aus dem Stapel gewühlt, beschnüffelt und dann verschlungen.

Was lest ihr im August? Habt ihr euch eine Sommerleseliste geschrieben?


[Rezension] „Die Buchspringer“

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Titel „Die Buchspringer“
Reihe
Band Einzelband
Autor Mechthild Gläser
Übersetzer
Illustrator
Verlag Loewe Verlag
Erschienen als Hardcover mit Schutzumschlag
Genre Phantastik, Jugendbuch
Preis 17,95€ [Leihbuch]
Seitenzahl 384 Seiten
Bewertung ....

„Die Buchspringer“ in drei Worten?

Literarisch, packend, unbefriedigend.

Das Cover von „Die Buchspringer“?

Das Cover von „Die Buchspringer“ hat mich als erstes angesprochen. Seit ich es das erste Mal in der Buchhandlung stehen sah, wollte ich es unbedingt lesen. Die Farbkombination aus Türkis und Rosa, gekoppelt mit den Buchfiguren der Weltliteratur konnten mich optisch auf jeden Fall überzeugen. Ein wirklich angenehmes Cover.

Die Handlung/Das Setting von „Die Buchspringer“?

Kann sich ein bibliophiler Mensch ein besseres Buch wünschen, als eines, das von Büchern handelt? Wohl kaum. Ihr könnt euch also vorstellen, wie zufrieden ich mit den ersten paar Seiten von „Die Buchspringer“ war. Es war, als wäre ein lang gehegter Wunsch wahrgeworden. Nur zu gerne hätte ich mit Amy getauscht und wäre an ihrer statt in die Geschichten gesprungen. Ich meine, sie ist mit Werther befreundet! Ich will auch!
Der Mittelteil war noch spannend und lies sich locker weglesen, das Ende hat mir aber den gesamten Lesespaß genommen und mich unzufrieden und unglücklich zurückgelassen.

Der Schreibstil von Mechthild Gläser?

Mechthild Gläser hat einen angenehmen Schreibstil. Es dauert überhaupt nicht lange, da war ich schon in die Geschichte abgetaucht, was an der Kombination aus Plot und Schreibstil lag. Interessanterweise wechselt Mechthild Gläser zwischen der Innensicht der Protagonistin Amy und der Außensicht auf Will, was im ersten Moment ein wenig irritiert, dann aber sehr schnell normal wurde.

Die Figuren in „Die Buchspringer“?

Ich mag die Figuren von Stormsay. Viele sind es nicht, die vorkommen, gerade mal 14 Stück. Davon mehr oder weniger alle als Nebenfigur eingebaut. Näher kennenlernen darf man als Leser nur Amy und Will, aber auch die lernt man nicht so sehr kennen, wie es in anderen Jugendbüchern schon vorgekommen ist. Dennoch konnten mich Amy und Will von sich überzeugen. Vor allem Amy mochte ich, obwohl der Leser es wieder mit einem Mädchen zu tun hat, das sich selbst nicht als schön oder toll empfindet. Glücklicherweise wurde die Geschichte so gewichtet, dass Amys Aussehen nur bedingt wichtig war. Süß fand ich allerdings die endlich einmal unkomplizierte Liebesbeziehung, die sich anbahnt, allerdings ändert sich auch das gegen Ende. Will tat mir am meisten leid. Er bekommt so ziemlich alles Schlechte der Geschichte ab und leider meint auch das Ende es nicht gut mit ihm.

Positives über „Die Buchspringer“?

Der Plot war für mich wirklich neu und innovativ. Was gibt es für einen bibliophilen Menschen besseres, als in Geschichten springen zu können? Natürlich außer in Geschichten zu leben wie Maggie oder Furia. Auch der Schreibstil konnte mich von dem Buch überzeugen. Spannend war es ebenfalls, zudem konnte mich das Buch begeistern und abschalten lassen.

Kritik an „Die Buchspringer“?

Ich fand, dass Will einfach zu viel Negatives abbekommen hat. Zudem waren mir die Figuren einfach nicht greifbar genug. Mit Amy und Will konnte ich mich ein Stück weit identifizieren, aber ein wenig mehr Tiefe hätte nicht geschadet. Und dann kam das Ende. Bis kurz vor Schluss hatte ich wirklich Spaß an der Geschichte, das Ende aber hat es ruiniert. Ich bin unglaublich unzufrieden und unglücklich zurückgelassen worden. Es ist ja nicht so, dass es nicht schon eine unglückliche Verbindung innerhalb der Geschichte gab, nein, nun musste es auch noch eine Wiederholung finden. Auch Amys Hintergrund wurde nicht genutzt. Es hätte durchaus Chancen auf ein Happy End gegeben, aber die wurden nicht genutzt.

Empfehlung zu „Die Buchspringer“?

„Die Buchspringer“ ist angenehm zu lesen, erfüllt den Traum eines jeden Bibliophilen, aber das Ende hat mich nicht zufriedengestellt. Es hat mich unglücklich zurückgelassen. Das Buch ist empfehlenswert, wenn man spannende Jugendbücher mit leichten Liebesbeziehungen mit extrem offenem Ende mag.


[Kehrwoche] Tag 3

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Hallöchen ihr Lieben und willkommen zu Tag 3 der Kehrwoche!

logo_kehrwoche16Heute stelle ich euch meine Flops 2015 vor, erzähle euch etwas über quälende Bücher und stelle euch meine pausierten Bücher aus dem letzten Jahr vor. Gestern war ich zudem ein wenig verwirrt, hatte ich doch gesagt, ich hätte es nicht geschafft, meine Bücher zu fotografieren. Fotografiert habe ich sie heute leider noch nicht, gestern wäre ich meinem Plan voraus gewesen, nun bin ich wirklich zu spät. Dafür werdet ihr morgen nun wirklich auf Twitter meine Bücher einsehen können.

So richtig schlechte Bücher hatte ich 2015 wirklich wenig. Unangefochten an der Spitze sind jedoch diese beiden Bücher: „Karlsson vom Dach“ von Astrid Lindgren, 400 Seiten, 1/5 und „Ahnen – Ein Zeitreisetagebuch“ von Anne Weber, 272 Seiten, 1,5/5. Karlsson und ich, das soll einfach nicht. Genauso wie „Pippi Langstrumpf“ von Astrid Lindgren, 389 Seiten, 3/5 und ich. Wir mögen uns einfach nicht. Ich finde, dass Astrid Lindgren eine erstaunliche Persönlichkeit ist, tolle Dinge gemacht hat, aber diese beiden Figuren von ihr kann ich leider gar nicht bis kaum leiden. Pippi geht noch, aber Karlsson… reden wir nicht darüber. EBenfalls in die Sprte quälende Bücher fiel für mich „Heidis Lehr- und Wanderjahre“ von Johanna Spyri, 196 Seiten, 3/5 und „Heidi kann brauchen, was es gelernt hat“ von Johanna Spyri, 140 Seiten, 3/5. Ich mochte Heidi als Serie wirklich sehr, aber irgendwie hat es mir beim Lesen für die Uni kaum gefallen. Ob es nun an der Unisituation lag, oder an mir, wer weiß. Aber irgendwie fiel es mir bei keinem der Bücher leicht, es zu lesen und zu beenden.

Bücher, von denen ich mehr oder etwas gänzlich anderes erwartet habe, hatte ich ein paar mehr in 2015. „Kaimankacke“ von Lars Simon, 320 Seiten, 3/5, „Seth. Als die Sterne fielen“ von Christine Millmann, 348 Seiten, 3/5, „Muffensausen“ von Christoph Dörr, 400 Seiten, 3,5/5, „Holly – Die verschwundene Chefredakteurin“ von Anna Friedrich, 160 Seiten, 3/5, „Von wegen Liebe auf den ersten Blick“ von Andy P. Jones, 352 Seiten, 3/5, „Amokspiel“ von Sebastian Fitzek, 448 Seiten, 3,5/5 und „Blinde Sekunden“ von Sonja Rüther, 438 Seiten, 3/5. Irgendwie hatten diese Bücher keine Saite in mir zum Klingen gebracht, ich hatte andere oder höhere Erwartungen oder fand sie einfach fade. Bei „1984“ von George Orwell, 288 Seiten, 3/5 hatte ich schlicht das Problem, dass ich mir vom Schreibstil etwas anderes erwartet hatte, aber das Buch bekommt noch eine Chance von mir.

Bücher, an die ich mich nicht mehr so wirklich erinnern kann, hatte ich nur eines: „Die Zerrissenen“ von Stephanie Fey, 496 Seiten, 3,5/5. Ich weiß leider gar nicht mehr, worum es geht. Ich musste mir tatsächlich meine Rezension ansehen… Traurig.

Zu guter letzt ein Buch, mit dem ich auf Kriegsfuß stand, weil es so viel Potential hatte, einen tollen Plot, super Nebenfiguren, aber die Protagonistin von „Thoughtless – erstmals verführt“ von S.C. Stephens, 638 Seiten, 3/5 hat mich unglaublich aufgeregt.

Abgebrochen habe ich in 2015 glücklicherweise keine Bücher, unterbrochen jedoch ein paar. Der Zeitpunkt passte einfach nicht. Entweder, weil das Thema nicht zu meiner Stimmung passte, oder, weil das Buch einfach von Unibüchern verdrängt wurde. Traurig, aber wahr, aber 4 Bücher aus 2015 sind noch begonnen auf meinem Nachttisch. „Das Flugverhalten der Schmetterlinge“ von Barbara Kingsolver, „Ludwig II.“ von Oliver Hilmes, „Astrid Lindgren“ von Jens Andersen und „Wohin rollst du Äpfelchen…“ von Leo Perutz.

Aufgeschobene Bücher habe ich viele. Mein TBR steht momentan 104 Büchern. 104 Bücher. Der Sub-Abbau im letzten Jahr hat ja mal so gar nicht funktioniert. Und durch den kontinuiertlichen Aufbau von Neuzugängen sind andere Bücher aus meinem Fokus gerutscht. Dieses Jahr soll also im Zeichen meines TBR stehen. Das bedeutet für mich: Buchkaufverbot. Die nächsten drei Monate werde ich keine Bücher kaufen oder anfragen. Ich werde meinen TBR auch mal durchsehen und aussortieren. Vielleicht ist ja ein Buch dabei, dass nicht mehr gelesen wird. Allerdings wäre das sehr traurig…

Welche Bücher hattet ihr in 2015, die euch aufgehalten, aufgeregt oder genervt haben? Habt ihr vielleicht Bücher abgebrochen?


[Rezension] „Hochzeitsküsse“

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Titel „Hochzeitsküsse“
Reihe Herkules-Reihe
Band 4. Band
Autor Frauke Scheunemann
Übersetzer
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Frauenroman, Tierroman
Preis 8,99€
Seitenzahl 288 Seiten
Bewertung ....

Das Buch in drei Worten?

Tierisch, chaotisch, niedlich.

Das Cover?

Ich mag die Cover der Herkules-Reihe ja wirklich sehr. Diese putzigen Welpen und Katzenbabies sind so süß! Und wie die immer schauen. Herzallerliebst. Herkules ist zwar bereits 3 Jahre alt, aber dennoch finde ich die Coverwelpen sehr passend.

Die Handlung/das Setting?

Von den Herkules-Büchern verspreche ich mir vor allem eines: Kurzweil. Die Bücher sollen mich ablenken, mich zum Lachen bringen, mich erfreuen und bespaßen. Ich verlange nicht, dass sie philosophische Probleme behandeln. Und genau deswegen greife ich gerne zu den lustigen Hunderomanen mit Frauendrama und Familienidylle. Ich habe mich einfach in die lustigen Figuren verguckt, die ich gerne begleite. In diesem Teil steht eine besondere Hochzeit im Vordergrund. Wer hätte es auch anders erwartet? Und Herkules trägt seinen ganz eigenen Teil dazu bei, dass das Buch endet wie es endet.

Der Schreibstil?

Ich liebe den Schreibstil einfach. Herkules ist so ein klasse Protagonist, da kann man nur Spaß beim Lesen haben. Lustig fand ich, dass Herkules zwischen Worten unterscheidet. Und zwar diejenigen, die er kennt, und solche, die er nicht kennt. Dabei werden ganz tolle Phänomene der deutschen Sprache bedient, die mich als Germanistin wohl eher zum Lachen bringen als nicht-Germanisten. Aber ich finde es einfach niedlich, wenn Herkules weiß was heiraten bedeutet aber Hochzeiten nicht kennt.

Die Figuren?

Herkules ist ein super niedlicher Protagonist. Es ist zu komisch wie Herkules auf sich aufmerksam macht. Das gibt einem dann doch zu denken, ob Tiere nicht wesentlich intelligenter sind, als die Menschen es wahrhaben wollen. Aber das ist ein ganz anderes Thema. Herr Beck gefällt mir auch ziemlich gut. Der sarkastische, dicke alte Kater begeistert mich mit seinen Streitereien und Wortklaubereien mit Herkules immer wieder. Vor allem aber Daniel und Nina taten mir in diesem (vorerst letzten) Teil der Reihe ziemlich leid. Hedwig hingegen hat den Vogel abgeschossen.

Positives?

Die Herkules-Bücher bedeuten für mich immer sorglose Entspannung. Ich bekomme eine Portion Spaß, Drama und Herzschmerz mit Happyendgarantie. Genau das Richtige für kürzer werdende kalte und verregnete Abende.

Negatives?

Irgendwie empfand ich diesen Band als nicht ganz so gut wie die vorigen drei Bücher. Herkules war natürlich wieder aktiv und rettete den Tag, aber irgendwas fehlte. Ich kann es euch gar nicht so richtig beschreiben. Mir hat das Buch Spaß gemacht, ich konnte Schmunzeln und Lachen, aber irgendetwas war nicht ganz rund. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass ich zuvor ein ziemlich gutes Buch gelesen habe, und Herkules sich unterbewusst daran messen musste? Wer weiß. Der kleine Dackel hat mir trotzdem meine Lesestunden versüßt.

Empfehlung?

Dieser süße Tierroman mit Beziehungs- und Familiendrama ist sicherlich nichts für anspruchsvolle Leser von Klassikern und philosophischen Büchern. Dieses Buch ist genau das Richtige für euch, wenn ihr Tiere mögt, Komik in Verbindung mit Tieren, Sprache und Menschen liebt und einfach mal entspannen wollt. Herkules bietet eine ganze andere und unverbrauchte Sicht auf Dinge, die einem alltäglich und festgefahren erscheinen und schafft damit oft eine gewisse Situationskomik. Zu empfehlen wäre allerdings die Reihe von vorne zu beginnen, um sich nicht unnötig zu spoilern. Zum besseren Verständnis ist dies jedoch nicht nötig, die Bücher können auch getrennt gelesen werden.