[Rezension] Die Liebe trägt Weiß

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Titel Die Liebe trägt Weiß
Reihe
Band Einzelband
Autor Lauren Weisberger
Übersetzer Heike Reissig
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Frauenroman
Preis 9,99€
Seitenzahl 416 Seiten
Bewertung
Die Liebe trägt Weiß
Die Liebe trägt Weiß

Spätestens nach ihrem Bestseller Der Teufel trägt Prada ist Lauren Weisberger ein Garant für gute Unterhaltung in Buchform. Besagten Titel liebe ich als Verfilmung mit Merryl Streep und Anne Hathaway, weshalb Die Liebe trägt Weiß unbedingt bei mir einziehen musste.

Lauren Weisbergers Schreibstil ist gewohnt angenehm zu lesen, flüssig und spritzig. Ich liebe ihren bissigen Sarkasmus, mit dem sie einige ihrer Figuren immer ausstattet, sehr. Die Kombination aus Schreibstil, Plot und Figuren hat mir gut gefallen, auch wenn die Handlung stellenweise recht vorhersehbar war. Dennoch konnte das Buch auf ganzer Linie überzeugen und mich begeistern, denn während des Lesens habe ich sehr oft laut lachen können.

 Charlie ist eine Protagonistin der etwas anderen Art – sie hat einen Plan!

Was mir positiv aufgefallen ist, ist Charlie. Sie ist eine aufstrebende Tennisspielerin, die kurz vor dem Höhepunkt ihrer Karriere ihren Tiefpunkt erreicht. Doch statt aufzugeben, kämpft sie für ihren Traum und behält ihn fest im Auge, wobei das nicht spurlos an ihr vorbeigeht. Denn ihr Weg ist hart und anstrengend und kommt nicht ohne charakterliche Veränderungen daher. Beides empfand ich als sehr realistisch dargestellt. Denn Charlie, die zu Beginn das süße Mädchen von neben an ist, wird zur erfolgsverwöhnten Kratzbürste und erfüllt so ziemlich jedes Klischee, das es über Prominente gibt.

Die Liebe trägt Weiß ist voller guter Einfälle

Zwar ist die Handlung des Romans recht vorhersehbar – niemand würde ein Buch über eine Spitzensportlerin schreiben, die nicht versucht, ihren Traum zu leben – dafür aber voll guter Ideen. Auch ist das Leben eines Sportlers sehr detailverliebt dargestellt und wirkt einfach real. Die Figuren haben es mir allerdings besonders angetan, denn Charlies Entwicklung ist sehr faszinierend und hat mir mitunter am besten gefallen. Dem Titel entsprechend darf ein heißes Loveinterest natürlich nicht fehlen, wobei man bei Die Liebe trägt Weiß die Auswahl hat. Wer das Buch schon kennt, weiß, worauf ich hinaus will. Keine Sorge: Es ist kein Liebesdreieck!

Alles in allem kann ich euch Die Liebe trägt Weiß als netten Buch-Snack für zwischendurch wärmstens empfehlen. Lauren Weisbergers Stil sticht auch hier deutlich hervor, sodass Freunde des gepflegten Sarkasmus voll auf ihre Kosten kommen werden. Ich danke dem Goldmann Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


[Rezension] Caraval – Es ist nur ein Spiel

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Titel Caraval – Es ist nur ein Spiel
Reihe Caraval
Band 1. Band
Autor Stephanie Garner
Übersetzer Diana Bürgel
Illustrator
Verlag Piper Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Fantasy
Preis 10,00€
Seitenzahl 400 Seiten
Bewertung
Caraval
Caraval

Als mit mein Freund zum Geburtstag Caraval schenkte, war ich überglücklich und wollte es sofort lesen. Allerdings musste der Roman dann doch noch einige Monate auf dem TBR warten, bevor ich ihn nach Weihnachten endlich aus dem Regal befreite.

Da der Hype um Caraval ein wenig an mir vorbeiging, konnte ich vollkommen spoilerfrei und mit angebrachten Erwartungen an das Buch herangehen. Was ich erhielt, stellte mich nicht nur zufrieden, sondern bereitete mir große Lesefreude und Lust auf den zweiten Teil.

Caraval ist ein magisches Buch, das vor Außergewöhnlichkeit nur so sprudelt

Am Anfang wusste ich nicht so recht, was ich von Caraval halten soll. Die beiden Schwestern Scarlett und Donatella leben in der Obhut ihres gewalttätigen Vaters und flüchten, um Teil des legendärsten Spiels zu werden, das ihre Welt kennt: Caraval. Die Orientierung in dem turbulenten, verwirrenden und facettenreichen Spiel fiel mir am Anfang nicht immer leicht, konnte mich nach einer kurzen Eingewöhnungsphase aber vollkommen auf die Reise einlassen.

Scarlett ist eine sehr ansprechende Protagonistin. Sie sorgt sich stark um ihre Schwester, hofft aber trotz ihrer Vergangenheit auf eine glückliche Zukunft fern von ihrem Vater. Das legendäre Spiel ist ein Kindheitstraum, der sich kurz vor ihrer Hochzeit erfüllt – zum für Scarlett denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Doch damit nicht genug, verschwindet während des Spiels ihre Schwester. Damit sind Scarletts Sorgen komplett, denn eigentlich wollten sich die beiden Schwestern das Spiel nur ansehen und landen mittendrin…

Die Idee von Caraval  ist einzigartig und fesselnd

Meiner Meinung nach braucht die Handlung von Caraval  eine Weile, um so richtig in Fahrt zu kommen. Die einleitende Phase ist allerdings sehr gut genutzt, um uns die Wünsche und Ängste der beiden Schwestern näher zu bringen und das Setting vollständig zu erläutern. Dementsprechend aufgeregt und gespannt war ist, als die Schwestern in Begleitung des Seefahrers Julian auf der Insel des Spiels ankamen. Sobald die Handlung jedoch ins Rollen kam, entwickelten sich einige Dinge Schlag auf Schlag. Vor allem gegen Ende geben sich die Wendungen und Überraschungen die Klinke in die Hand, dass es für meinen Geschmack beinahe schon ein wenige zu viele waren.

Insgesamt hat mir die Handlung von Caraval  aber sehr gut gefallen. Die Idee eines Spiels um einen magischen Gewinn hat mir gefallen, ebenso das Setting und die Figuren. Stellenweise hätte Scarlett ein wenig selbstbewusster und, so seltsam es klingt, ichbezogener sein können. Trotz ein paar zu vieler Wendungen gegen Ende ist das Buch ein echter Pageturner, den ich nicht aus den Händen legen wollte. Immerhin musste ich einfach wissen, wie es ausgeht. Dank der offenen Fragen im letzten Kapitel bin ich sehr gespannt auf die Fortsetzung.


[Rezension] Die Elefantenhüterin

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Titel Die Elefantenhüterin
Reihe
Band Einzelband
Autor Julia Dorsten
Übersetzer
Illustrator
Verlag Selfpublish
Erschienen als E-Book
Genre Historischer Roman
Preis 4,99€ [RE]
Seitenzahl 426 Seiten
Bewertung
Die Elefantenhüterin
Die Elefantenhüterin

Als ich die Gelegenheit bekam, Julia Dorstens Die Elefantenhüterin im Zuge einer Blogtour zu lesen, war ich direkt Feuer und Flamme. Immerhin handelt es sich hierbei um einen exotischen historischen Roman, der mit einer sehr gut recherchierten und liebevoll geschriebenen Geschichte aufwartet.

Das Autorenduo Julia Dorsten entführt und in ein historisches Sri Lanka

Protagonistin von Die Elefantenhüterin ist Phera, die als Tochter des obersten Hüters der königlichen Elefanten auf die Welt kommt. Doch ihr Schicksal ist hart, denn ihr Vater erzieht sie mangels eines Erben als Jungen, damit sie ihrem Vater auf den Posten des Gajenayke Nilami nachfolgen kann. Bevor sich dieses Vorhaben erfüllen kann, erobern die Briten Sri Lanka und entthronen den König. Damit bricht für Phera ihre gesamte Welt zusammen, denn sie erfährt nicht nur, dass sie in Wahrheit ein Mädchen ist, sondern muss auch vor den britischen Besatzern flüchten, um ihr Leben zu bewahren.

Mehr möchte ich euch zum Inhalt nicht verraten, doch so viel sei gesagt: Dieser Roman hat es wirklich in sich. Nicht nur, dass das Autorenduo sehr gut recherchiert und die Geschichte Sri Lankas anschaulich dargestellt hat, auch die fikitionale Geschichte fügt sich perfekt in das große Ganze ein. Historisch belegte Persönlichkeiten treffen auf fiktive Figuren, die liebevoll und detailgetreu ausgearbeitet wurden. Beim Lesen hatte ich sofort Sympathien für Phera und ihre Familie – allen voran ihren Vater, der ein respektvoller und mutiger Anführer ist – sodass ich beim Lesen richtig mitfieberte. Das Ende, das mir gut gefallen hat, tat sein übriges. Auch verzichten die Autoren auf eine Schwarz/Weiß-Malerei und versuchen, den historischen Begebenheiten unvoreingenommen entgegenzutreten und nur ihre Figuren kommunizieren zu lassen. Beide Seiten, die der Bevölkerung und der britischen Armee, werden durch kluge Figuren sehr realistisch reflektiert.

Die Elefantenhüterin ist ein historischer Roman, der Fernweh weckt

Mit hat Die Elefantenhüterin wirklich viel Freude bereitet. Nichts an dem Roman wirkt erzwungen oder unpassend. Man spürt, dass sich die Autoren sehr gut mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Zudem wurden historische Begebenheiten für den Leser sehr gut aufgearbeitet. Die Figuren entsprechen meiner Meinung nach voll und ganz ihrer Zeit und passen sich perfekt ein. Phera, die als Mädchen wie ein Junge erzogen wurde, sticht dadurch natürlich deutlich heraus, weckt aber nicht den Eindruck, als gehöre sie nicht in die Zeit. Eine Gradwanderung, die den Autoren sehr gut gelungen ist. Ich bedanke mich herzlich bei dem Autorenduo Julia Dorsten für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Zuge der Blogtour.


[Rezension] Töchter einer neuen Zeit

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Titel Töchter einer neuen Zeit
Reihe Jahrhundert-Trilogie
Band 1. Band
Autor Carmen Korn
Übersetzer
Illustrator
Verlag Rowohlt Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 10,99€
Seitenzahl 560 Seiten
Bewertung

Historische Romane und ich, das ist eine gute Kombination. Vor allem, wenn sie im deutschsprachigen Raum oder dem 20. Jahrhundert spielen. Carmen Korns Töchter einer neuen Zeit ist ein eindrucksvolles Beispiel für einen sehr gut recherchierten und authentischen Roman über die jüngere Geschichte Deutschlands.

Carmen Korn schreibt über eine ganze Generation von Frauen

Die vier Protagonistinnen des Romans könnten unterschiedlicher nicht sein: Sei es die Herkunft, politische Gesinnung oder persönliche Einstellung. Gemeinsam haben die Frauen, dass sie in einer unsteten Zeit derselben Generation junger Frauen Hamburgs angehören und ihren Weg im Leben finden müssen.

Carmen Korn schafft es dabei gekonnt, die Lebensgeschichte vierer Frauen mit der Zeitgeschichte Deutschlands zu verknüpfen und dabei die Geschichte einer gesamten Generation zu erzählen. Besonders spannend habe ich die unterschiedlichen Perspektiven der Frauen empfunden, die wirklich komplett andere Sichtweisen haben und mich während des Lesens zum Denken anregten. Vor allem Henny, die stoischen ihren Weg als Krankenschwester geht und sich nicht beirren lässt, die immer einen kühlen Kopf bewahrt und viele Schicksalsschläge hinnehmen muss, hat mir imponiert.

Töchter einer neuen Zeit spielt in einer Zeit, die politisch unstet und gefährlich war

Carmen Korn schafft es, eine sehr authentische Darstellung Deutschlands im 20. Jahrhundert zu präsentieren, die weder voreingenommen noch entschuldigend ist. Durch ihre facettenreichen und vielen Figuren ist es möglich, sämtliche Blickwinkel auf die Zeit zwischen ersten und zweiten Weltkrieg zuzulassen, ohne mahnend oder zensierend zu sein. Dadurch gewinnt der Roman stark an Authentizität.

Alles in allem kann ich euch Töchter einer neuen Zeit wärmstens empfehlen. Das Buch ist eine eindrückliche Schilderung einer wirren und unsteten Zeit, die sich tief in das deutsche kollektive Gedächtnis brannte. Aufgrund des Facettenreichtums der vier Frauen ist dem Leser nicht nur eine Perspektive geboten, was für mich den Reiz des Werkes ausmacht.


[Rezension] Der Ruf des Kuckucks

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Titel Der Ruf des Kuckucks
Reihe Coromoran Strikes-Reihe
Band 1. Band
Autor Robert Galbraith
Übersetzer Wulf Bergner,‎ Christoph Göhler,‎ Kristof Kurz  
Illustrator  –
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Krimi
Preis 10,99€
Seitenzahl 656 Seiten
Bewertung
Der Ruf des Kuckucks
Der Ruf des Kuckucks

Ich kann euch gar nicht sagen, wie lange J.K. Rowlings aka Robert Galbraiths Der Ruf des Kuckucks auf meinem TBR ein trauriges Dasein fristen musste – und das auch noch völlig zu Unrecht, wie ich euch versichern kann. Ich bin hin und weg von diesem Krimi und das obwohl ich das Genre des Krimis nur sehr selten zur Hand nehme.

Dass J.K. Rowling gut schreiben kann, wusste ich bereits aus ihren magischen Harry Potter Büchern, die mich in meiner Kindheit begleiteten. Dass sie allerdings fernab von Kinder- und Jugendliteratur aus dem Fantasy-Genre angenehm und flüssig schreiben kann, stellte ich während der Lektüre von Der Ruf des Kuckucks fest. Kombiniert mit tollen Figuren und einem fesselnden Plot, bescherte mir ihr erster Krimi angenehme Lesestunden.

Der Ruf des Kuckucks kombiniert tolle Figuren mit einem fesselnden Plot

Die Hauptfigur des Krimis, der Privatdetektiv Cormoran Strike, hat mir direkt gefallen. Etwas eigenbrötlerisch, speziell, klug und sehr gradlinig – damit sammelte er bei mir direkt Sympathiepunkte. Als Ermittler im Todesfall der prominenten Lula Landry hat er sich durch ermittlerisches Fingerspitzengefühl und eine sehr gute Intuition hervorgetan, worin für mich auch die Spannung des Krimis lag.

Der Plot mit seiner Idee war grundlegend natürlich nicht neu, dafür aber schön aufbereitet und mit passenden Figuren ausgestattet. Kombiniert wurde der Plot zudem mit einigen Wendungen, die ich als unerfahrene Krimileserin nicht habe kommen sehen. Mehr als einmal konnte ich mich dabei ertappen, wie ich auch falschen Fährten umherirrte, nur um dann von Cormorans rotem Faden wieder auf die richtige Spur geführt zu werden.

Das Herzstück des Krimis, seine Auflösung, fand ich in Ordnung und passend zur Handlung. Es muss ja auch nicht immer ein nervenstrapazierendes Ende sein, bei dem man sich die Fingernägel zerkaut. Vor allem dann nicht, wenn es nicht zum gesetzteren Grundton der Handlung passt. Alles in allem bin ich von Der Ruf des Kuckucks sehr positiv überrascht. Besonders begeistert hat mich die Tatsache, dass Der Ruf des Kuckucks der Auftaktband zu einer Reihe ist.


[Rezension] Mythos Academy Colorado – Bitterfrost

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Titel Mythos Academy Colorado – Bitterfrost
Reihe Mythos Academy Colorado
Band 1. Band
Autor Jennifer Estep
Übersetzer Michaela Link
Illustrator
Verlag ivi Piper Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Fantasy, Jugendbuch
Preis 16,99€
Seitenzahl 384 Seiten
Bewertung
Bitterfrost
Bitterfrost

Als eingefleischter Fan der Mythos Academy, musste ich Jennifer Ersteps neuestes Werk Mythos Academy Colorado – Bitterfrost unbedingt haben. Als ich es dann endlich in meinen Händen hielt war es nur noch eine Frage der Zeit, bis ich den neuesten Streich aus Jennifer Esteps Feder verschlingen würde.

Meine Erwartungen an Mythos Academy Colorado – Bitterfrost waren gewohnt hoch – immerhin hatte mich Jennifer Estep bisher noch nie mit einem Buch enttäuscht.  Und ich muss sagen, dass ich in den ersten Tagen nach der Lektüre wirklich begeistert und glückselig war. Und dann begann ich, andere Rezensionen zum Buch zu lesen, die mich zum Nachdenken brachten. Versteht mich nicht falsch, weder das Buch noch die Rezensionen sind schlecht, aber sie brachten mich eben zum Nachdenken.

Die erste Begeisterung verflog nach den ersten Rezensionen von Mythos Academy Colorado – Bitterfrost

Ich hatte wirklich großen Spaß beim Lesen des neuen Auftaktbands und freue mich auch nach wie vor über die folgenden Bücher, allerdings bin ich nicht mehr so übertrieben euphorisch, wie direkt nach dem Lesen. Es liegt nicht daran, dass mich Jennifer Esteps Schreibstil nicht packen konnte oder die Welt mir fremd vorkam. Denn sowohl ihr Schreibstil als auch das Setting konnten mich wieder in ihren Bann ziehen. Vielmehr störte mich die starke Parallelität, die mir unterschwellig schon während des Lesens aufgefallen war und die massive Heldenverehrung von Gwen, die mir bereits während des Lesens gegen den Strich ging.

Da ich über die Parallelen zwischen den beiden Reihen hinwegsehen kann – immerhin musste ich erst bewusst darauf hingewiesen werden – kann ich die permanent überhöhte Anwesenheit Gwens nicht so einfach ignorieren. Gwen, die mir als Figur sehr gut gefallen hat, verliert in meinen Augen dadurch an Glaubwürdigkeit und lässt die aktuelle Heldin zu gewollt in einem schlechten Licht dastehen, gegen das sie ankämpfen muss – natürlich zusätzlich zu ihren eigentlichen Problemen.

Alles in allem hatte ich beim Lesen von Mythos Academy Colorado – Bitterfrost großen Spaß und freue mich sehr auf einen zweiten Teil, wenngleich ich nun etwas mehr auf Parallelen und Unterschiede zwischen den Reihen achten werde. Guten Gewissens kann ich den Auftaktband allen Freunden von Jennifer Esteps Büchern und solchen, die es werden wollen, empfehlen.

 

Weitere Lesemeinungen zu Bitterfrost:

Kleinbrina mochte das Buch wegen seiner mythologischen Einschübe und Figuren. Weiterlesen!


[Rezension] Evermore – Das Schattenland

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Titel Evermore – Das Schattenland
Reihe Evermore
Band 3. Band
Autor Alyson Noël
Übersetzer Marie-Lusie Bezzenberger
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Fantasy
Preis 8,99€
Seitenzahl 416 Seiten
Bewertung
Evermore - Das Schattenland
Evermore – Das Schattenland

Wer Evermore – Der blaue Mond gelesen hat weiß um den gemeinen Cliffhanger, mit dem das Buch endet und die gesamte Reihe verändert. Kein Wunder also, dass ich direkt im Anschluss nach Band drei Evermore – Das Schattenland greifen musste, um in Erfahrung zu bringen, wie Ever das Berührungeproblem mit Damon löst.

Nachdem wir Damon im zweiten Band größtenteils in seiner ohne-Ever-Charaktereinstellung erlebt haben, verändert er sich in Evermore – Das Schattenland komplett. Zwar ist er wieder der liebevolle und gutherzige Kerl, den ich in Band eins so mochte, hält Romans Eingriff allerdings für Karma und entsagt zunächst einmal allem. Ever, die alles in ihrer Macht stehende unternimmt, den Berührungsfluch aufzuheben, versteht die Welt nicht mehr. Noch heikler wird die Situation, als Damon Ever ein Geständnis macht: Es könnte sein, dass Damon gar nicht Evers Seelenverwandter ist.

Denn Ever, die zwischenzeitlich einen Nebenjob angenommen hat, um ihre skeptische Tante zu beruhigen, trifft dort auf Jude. Und der ist niemand anderes, als Evers vermeintlicher Seelenverwandter. Entsprechend geht es zwischen dem neuen Beziehungsdreieck hoch her, da Jude und Damon einander nicht leiden können und eine ebenso lange Geschichte haben, wie Damon und Ever.

Das Ende von Evermore – Das Schattenland ist ebenso spannend und gemein, wie in den vorangegangenen Büchern, denn Ever wird durch Roman eine Entscheidung abverlangt, die alles verändert.

Alles in allem ist Band drei der Evermore-Reihe eine gute Fortsetzung, die weiterhin spannende Wendungen und Neuerungen präsentiert.


[Rezension] Evermore – Der blaue Mond

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Titel Evermore – Der blaue Mond
Reihe Evermore
Band 2. Band
Autor Alyson Noël
Übersetzer Ariane Böckler
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschinen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Fantasy, Jugendbuch
Preis 8,99€
Seitenzahl 369 Seiten
Bewertung
Evermore - Der blaue Mond
Evermore – Der blaue Mond

Nachdem ich Evermore – Die Unsterblichen in einem Rutsch beendet hatte, wollte ich wissen, wie es mit Ever, Damen und den anderen so weitergeht. Was lag da näher, als direkt zu Evermore – Der blaue Mond zu greifen?

Am Ende des ersten Band musste sich Ever Damens Vergangenheit stellen – im wahrsten Sinne des Wortes. Da mir aufgrund der Anzahl weiterer Teile klar war, dass das märchenhafte Ende aus Band eins nicht alles sein kann, war ich umso gespannter, wie sich die Geschichte entwickeln wird. Zu meiner Freunde kann ich sagen, dass sich Alyson Noel einige hat einfallen lassen, um Spannung in die Reihe zu bringen, wenngleich nicht alle Wendungen für mich überraschend kamen.

Kernhandlung dieses Bands ist die Beziehung zwischen Damen und Ever, die auf eine harte Probe gestellt wird. Alles beginnt damit, dass ein neuer Schüler – Roman – auf die Schule wechselt. Kurz danach beginnt Damons merkwürdige Veränderung, auf die sich Ever keinen Reim machen kann. Dass sich kurz darauf die gesamte Schulgemeinschaft verändert, bringt das Fass zum Überlaufen.

Stück für Stück kommt Ever hinter das große Geheimnis und enttarnt dabei auch den künftigen Antagonisten als solchen. Die Intrigen und das doppelte Spiel innerhalb von Evermore – Der blaue Mond haben mir sehr zugesagt, da sie dezent eingebaut waren. Dem Leser ist recht schnell klar, wer hinter all den Veränderungen steckt, das Wie und Warum bleiben allerdings Fragen, die erst gegen Ende des Buchs aufgeklärt werden. Darin steckte für mich auch die Spannung des Plots. Vor allem das Ende des zweiten Buchs hat mich getriggert: Ein fieser Cliffhanger, der einen sofort nach dem nächsten Teil verlangen lässt.

Charakterlich hat mich Damon sehr überrascht. Ich war schon daran interessiert, seine andere Seite zu entdecken. Kein Mensch kann so lieb und großherzig sein, und aus dem Auftaktband wusste ich bereits um Damons andere Seite. Mit Roman tritt eine Figur in Erscheinung, die ich weder greifen noch beurteilen kann. Er hat viele Facetten und dürfte noch für die eine oder andere Überraschung gut sein.

Alles in allem ist Evermore – Der blaue Mond eine solide Fortsetzung, die mich mit neuen Figuren, Wendungen und einem richtig gemeinen Cliffhanger begeistern konnte.


[Rezension] Die Zitronenschwestern

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Titel Die Zitronenschwestern
Reihe
Band Einzelband
Autor Valentina Cebeni
Übersetzer Sylvia Spatz und Brigitte Lindecke
Illustrator
Verlag Penguin Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Roman
Preis 10,00€ [RE]
Seitenzahl 448 Seiten
Bewertung
Die Zitronenschwestern
Die Zitronenschwestern

Bücher, die wie Die Zitronenschwestern, in Italien spielen treffen ja alleine schon wegen des Handlungsortes meinen Geschmack. Wenn dann aber noch Geheimnisse und in der Vergangenheit liegende Ereignisse hinzukommen, bin ich selig.

Der Prolog des Romans entführt den Leser in das Italien im Jahr 1940. Zwei junge Frauen und ihre enge Freundschaft stehen im Fokus der Betrachtung. Als Setting wird ein Kloster auf einer italienischen Insel vorgestellt, in dem die beiden jungen Frauen leben. Die eine Frau als Novizin, die andere als Bäckerin. Es folgt ein Zeitsprung von über 40 Jahren. Die Protagonistin von Die Zitronenschwestern, die Tochter der Bäckerin, steht vor den Scherben ihrer Existenz und macht sich auf eine Reise auf der Suche nach ihrer Mutter und sich selbst.

Mein Leserherz war in Die Zitronenschwestern hin und her gerissen zwischen Verständnis und Unglauben

Elettra hat mir als Protagonistin nur bedingt gefallen. Ich verstehe die Verbitterung und die Wut, die sie ihrer Mutter tief in ihrem Inneren wegen all der Geheimnisse gegenüber hegt, aber nicht alles lässt sich so einfach darauf abwälzen. In meinen Augen hat es sich Elettra stellenweise zu einfach gemacht, indem sie ihre Mutter als Schuldige inszenierte. Selbst dann, wenn es Elettras eigenes Verhalten war, das alles ruinierte. An diesen Stellen hätte ich sie gerne geschüttelt. Mein Leserherz war an dieser Stelle aber hin und her gerissen zwischen Verständnis und Unglauben.

Die Handlung führt Elettra auf den Lebensweg ihrer Mutter zurück zu jenem besonderen Kloster. Die Bewohnerinnen der Gegenwart der Handlung haben mir alle gut gefallen. Auch sie hüten viele Geheimnisse, die für spannende Momente aber auch unnötiges Leid sorgen. Interessant ist die Auflösung all dieser Geschichten, die stückchenweise das große Ganze freilegen.

Besonders toll an Die Zitronenschwestern fand ich im Übrigen die Bedeutung von Gebäck und Essen. Elettra ist ebenso wie ihre Mutter Edda eine herausragende Bäckerin und ihre Rezepte sind zwischen den Kapiteln abgedruckt. Bei Gelegenheit muss ich man einige davon ausprobieren und nachbacken.

Alles in allem bin ich mit dem Roman zufrieden. An einigen Stellen hätte mir Elettra ein wenig gradliniger und weniger engstirnig sein können, dennoch konnte mich die Geschichte vierer Frauen sehr gut gefallen.


[Rezension] Die Fährmannstochter

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Titel Die Fährmannstochter
Reihe Myntha-Romane
Band 1. Band
Autor Andrea Schacht
Übersetzer
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 9,99€
Seitenzahl 432 Seiten
Bewertung
Die Fährmannstochter
Die Fährmannstochter

Mir Bücher zu schenken, die ich nicht schon selbst gelesen, von ihnen gehört oder sie ungelesen zu Hause rumliegen habe, ist ziemlich schwer. Mein Freund hat es mit Die Fährmannstocher aber geschafft, mir einen aktuellen historischen Roman zu schenken, der mich von sich begeistern konnte. Der Vorteil für ihn – und mich! – Die Fährmannstocher ist der Auftaktband einer Reihe!

Protagonistin der Geschichte ist die junge Fährmannstochter Myntha, die nach einer Rettung aus den Fluten des Rheins als Wiedergängerin gefürchtet wird. Als dann während Mynthas Anwesenheit das Kloster, in dem sie untergebracht war, brennt, stehen die Schuldigen für die Gemeinschaft schnell fest. Dass hinter dem Brand jedoch mehr steckt, als alle ahnen, entdeckt Myntha im Verlauf der Handlung.

Die Fährmannstochter bietet einen breit gefächerten Plot mit facettenreichen Figuren

Generell bietet Die Fährmannstochter einen sehr weit gefassten Plot, der nicht nur Myntha in die Erzählperspektive rückt, sondern auch weitere Figuren, die mir beim Lesen gut gefallen haben. Vor allem der Rabenmeister konnte mein Leserherz mit seiner mürrischen Art und Weise von sich überzeugen. Die Romantikerin in mir hofft ja insgeheim, dass der geheimnisvolle Rabenmeister und die eigenwillige Myntha sich im nächsten Teil ein wenig näher kommen.

Aus Sicht der historischen Authentizität bin ich voll auf meine Kosten gekommen. Die Lebensumstände der Menschen sind sehr realistisch dargestellt und vor allem die abergläubischen Vorurteile der Bevölkerung und Kirchengemeinde sind sehr gut dargestellt. Auch sprachlich konnte mich Die Fährmannstochter von sich überzeugen, da die Ausdrucks- und Denkweise der Menschen sehr ansprechend gestaltet waren. Statt erzwungen altertümliche Begriffe zu verwenden hat die Autorin die perfekte Balance aus älteren Worten, angemessenem Satzbau und modernen Ausdrücken gefunden. Somit war das Lesen des Romans aus keiner Sicht befremdlich, sondern angenehm leicht und flüssig.

Myntha ist eine perfekte Mischung aus Moderne und Mittelalter

Myntha ist eine Protagonistin, die mir persönlich sehr gut gefallen hat. Sie ist ebenso wie die Sprache der Geschichte eine perfekte Mischung aus Moderne und Mittelalter. Modern deshalb, weil sie eigenwillig und selbstbewusst ist, mittelalterlich, weil sie sich trotz allem in ihre Rolle als Frau und Tochter fügt.

Alles in allem habe ich Die Fährmannstochter sehr genossen und freue mich schon darauf, das nächste Buch mit Myntha als Protagonistin in Händen zu halten.

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