[Rezension] Die Zitronenschwestern

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Titel Die Zitronenschwestern
Reihe
Band Einzelband
Autor Valentina Cebeni
Übersetzer Sylvia Spatz und Brigitte Lindecke
Illustrator
Verlag Penguin Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Roman
Preis 10,00€ [RE]
Seitenzahl 448 Seiten
Bewertung
Die Zitronenschwestern
Die Zitronenschwestern

Bücher, die wie Die Zitronenschwestern, in Italien spielen treffen ja alleine schon wegen des Handlungsortes meinen Geschmack. Wenn dann aber noch Geheimnisse und in der Vergangenheit liegende Ereignisse hinzukommen, bin ich selig.

Der Prolog des Romans entführt den Leser in das Italien im Jahr 1940. Zwei junge Frauen und ihre enge Freundschaft stehen im Fokus der Betrachtung. Als Setting wird ein Kloster auf einer italienischen Insel vorgestellt, in dem die beiden jungen Frauen leben. Die eine Frau als Novizin, die andere als Bäckerin. Es folgt ein Zeitsprung von über 40 Jahren. Die Protagonistin von Die Zitronenschwestern, die Tochter der Bäckerin, steht vor den Scherben ihrer Existenz und macht sich auf eine Reise auf der Suche nach ihrer Mutter und sich selbst.

Mein Leserherz war in Die Zitronenschwestern hin und her gerissen zwischen Verständnis und Unglauben

Elettra hat mir als Protagonistin nur bedingt gefallen. Ich verstehe die Verbitterung und die Wut, die sie ihrer Mutter tief in ihrem Inneren wegen all der Geheimnisse gegenüber hegt, aber nicht alles lässt sich so einfach darauf abwälzen. In meinen Augen hat es sich Elettra stellenweise zu einfach gemacht, indem sie ihre Mutter als Schuldige inszenierte. Selbst dann, wenn es Elettras eigenes Verhalten war, das alles ruinierte. An diesen Stellen hätte ich sie gerne geschüttelt. Mein Leserherz war an dieser Stelle aber hin und her gerissen zwischen Verständnis und Unglauben.

Die Handlung führt Elettra auf den Lebensweg ihrer Mutter zurück zu jenem besonderen Kloster. Die Bewohnerinnen der Gegenwart der Handlung haben mir alle gut gefallen. Auch sie hüten viele Geheimnisse, die für spannende Momente aber auch unnötiges Leid sorgen. Interessant ist die Auflösung all dieser Geschichten, die stückchenweise das große Ganze freilegen.

Besonders toll an Die Zitronenschwestern fand ich im Übrigen die Bedeutung von Gebäck und Essen. Elettra ist ebenso wie ihre Mutter Edda eine herausragende Bäckerin und ihre Rezepte sind zwischen den Kapiteln abgedruckt. Bei Gelegenheit muss ich man einige davon ausprobieren und nachbacken.

Alles in allem bin ich mit dem Roman zufrieden. An einigen Stellen hätte mir Elettra ein wenig gradliniger und weniger engstirnig sein können, dennoch konnte mich die Geschichte vierer Frauen sehr gut gefallen.


[Rezension] Die Fährmannstochter

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Titel Die Fährmannstochter
Reihe Myntha-Romane
Band 1. Band
Autor Andrea Schacht
Übersetzer
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 9,99€
Seitenzahl 432 Seiten
Bewertung
Die Fährmannstochter
Die Fährmannstochter

Mir Bücher zu schenken, die ich nicht schon selbst gelesen, von ihnen gehört oder sie ungelesen zu Hause rumliegen habe, ist ziemlich schwer. Mein Freund hat es mit Die Fährmannstocher aber geschafft, mir einen aktuellen historischen Roman zu schenken, der mich von sich begeistern konnte. Der Vorteil für ihn – und mich! – Die Fährmannstocher ist der Auftaktband einer Reihe!

Protagonistin der Geschichte ist die junge Fährmannstochter Myntha, die nach einer Rettung aus den Fluten des Rheins als Wiedergängerin gefürchtet wird. Als dann während Mynthas Anwesenheit das Kloster, in dem sie untergebracht war, brennt, stehen die Schuldigen für die Gemeinschaft schnell fest. Dass hinter dem Brand jedoch mehr steckt, als alle ahnen, entdeckt Myntha im Verlauf der Handlung.

Die Fährmannstochter bietet einen breit gefächerten Plot mit facettenreichen Figuren

Generell bietet Die Fährmannstochter einen sehr weit gefassten Plot, der nicht nur Myntha in die Erzählperspektive rückt, sondern auch weitere Figuren, die mir beim Lesen gut gefallen haben. Vor allem der Rabenmeister konnte mein Leserherz mit seiner mürrischen Art und Weise von sich überzeugen. Die Romantikerin in mir hofft ja insgeheim, dass der geheimnisvolle Rabenmeister und die eigenwillige Myntha sich im nächsten Teil ein wenig näher kommen.

Aus Sicht der historischen Authentizität bin ich voll auf meine Kosten gekommen. Die Lebensumstände der Menschen sind sehr realistisch dargestellt und vor allem die abergläubischen Vorurteile der Bevölkerung und Kirchengemeinde sind sehr gut dargestellt. Auch sprachlich konnte mich Die Fährmannstochter von sich überzeugen, da die Ausdrucks- und Denkweise der Menschen sehr ansprechend gestaltet waren. Statt erzwungen altertümliche Begriffe zu verwenden hat die Autorin die perfekte Balance aus älteren Worten, angemessenem Satzbau und modernen Ausdrücken gefunden. Somit war das Lesen des Romans aus keiner Sicht befremdlich, sondern angenehm leicht und flüssig.

Myntha ist eine perfekte Mischung aus Moderne und Mittelalter

Myntha ist eine Protagonistin, die mir persönlich sehr gut gefallen hat. Sie ist ebenso wie die Sprache der Geschichte eine perfekte Mischung aus Moderne und Mittelalter. Modern deshalb, weil sie eigenwillig und selbstbewusst ist, mittelalterlich, weil sie sich trotz allem in ihre Rolle als Frau und Tochter fügt.

Alles in allem habe ich Die Fährmannstochter sehr genossen und freue mich schon darauf, das nächste Buch mit Myntha als Protagonistin in Händen zu halten.

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[Rezension] Das Orchideenhaus

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Titel Das Orchideenhaus
Reihe
Band Einzelband
Autor Lucinda Riley
Übersetzer Sonja Hauser
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 9,99€
Seitenzahl 560 Seiten
Bewertung
Das Orchideenhaus
Das Orchideenhaus

Die Bücher von Lucinda Riley sind für mich aus vielerlei Gründen besonders unterhaltsam. Zum einen gefallen mir ihre Plots, Figuren und zeitlichen Settings immer sehr gut. Grund genug, Das Orchideenhaus endlich zu lesen, das eine ganze Weile auf meinem TBR schmachten musste.

An Lucinda Rileys Romanen fasziniert mich am meisten, dass mich nicht nur die historischen Handlungsstränge fesseln können, sondern auch die der Gegenwart. In Das Orchideenhaus führt ein schwerer Schicksalsschlag die Protagonistin Julia zurück an die Orte ihrer Kindheit, die erschütternde Geheimnisse bergen. Geheimnisse, die im historischen Handlungsstrang verborgen liegen und eine bewegende Geschichte eröffnen.

Julia hat mir als Protagonistin der Gegenwart in Das Orchideenhaus sehr gut gefallen

Julia hat mir als Protagonistin der Gegenwart sehr gut gefallen. Ihre Geschichte ist sehr verzwickt und erfährt am Ende eine überraschende Wandlung, die ich nicht habe kommen sehen. Nachdem sie bei einem Unfall ihre Familie verlor, muss sie den Weg zurück in ihr Leben finden. Dabei unterstützt sie Kit, der mir außerordentlich gut gefallen hat. Er ist ein warmherziger und hilfsbereiter Charakter, der mir beim Lesen viel Freude bereitet hat.

Die Figuren der Vergangenheit der Jahre des Zweiten Weltkriegs sind vielfältig. Am bedeutsamsten sind jedoch Harry, Olivia, Bill und dessen Frau Elsie. Wobei die Handlung nur aus der Perspektive von Harry und Olivia berichtet wird. Olivia ist zu Beginn der Geschichte ein zauberhaftes Mädchen, das ich unheimlich gerne hatte. Ihre Geschichte und Schicksalsschläge haben mich bewegt. Es war stellenweise nicht angenehm ihre Geschichte zu begleiten, da sie gleich an mehreren Stellen von ihr wichtigen Personen hintergangen wird. Harry hingegen war mir anfangs recht sympathisch, wirkte ein wenig zurückhaltend aber sehr fürsorglich. Den Verlauf seiner Geschichte habe ich als ambivalent empfunden, da er einige Entscheidungen trifft, die ich nicht gut heiße, wenngleich ich ihn in gewisser Weise verstehen kann.

In Das Orchideenhaus wurden Vergangenheit und Gegenwart sehr gut zusammengefügt

Die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart wurde sehr überzeugend umgesetzt. Das Orchideenhaus konnte alle offenen Fragen bei mir klären, mich mit einer in sich schlüssigen und konsistenten Lösung überzeugen und zufriedenstellen. Nichts ist unbefriedigender als ein Ende, das im Angesicht des Plots keinen Sinn ergibt. Lucinda Riley konnte aber alle Fäden bündeln und miteinander verweben. Es blieben keine Fragen offen.

Mein Romantikerinnenherz ist ebenfalls voll auf seine Kosten gekommen. Ob allerdings in der Vergangenheit oder Gegenwart, das müsst ihr selbst herausfinden. Mit Das Orchideenhaus habe ich einen facettenreichen und schillernden historischen Roman gelesen, der lebendige Figuren, tolle Handlungsstränge und spannende Plottwists besitzt. Für Freunde von historischen Romanen oder speziell den Romanen von Lucinda Riley eine volle Leseempfehlung!


[Rezension] Als der Himmel uns gehörte

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Titel Als der Himmel uns gehörte
Reihe
Band Einzelband
Autor Charlotte Roth
Übersetzer
Illustrator
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Verlag Doemer Knaur Verlag
Genre Historischer Roman
Preis 9,99€
Seitenzahl 608 Seiten
Bewertung
Als der Himmel uns gehörte
Als der Himmel uns gehörte

Ich bin ja eine absolut begeisterte Leserin von historischen Romanen wie Als der Himmel uns gehörte. Besonders das 20. und 21. frühe Jahrhundert haben es mir angetan. Von Charlotte Roth habe ich bisher nur Als wir unsterblich waren gelesen und war absolut begeistert.  Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis ich ein weiteres Werk aus der Feder der Autorin lesen würde.

Okay, ich gebe es zu, die Frage der Zeit hat doch ein wenig länger gedauert als ich es eigentlich wollte. Am 21. Juni 2014 habe ich meine Rezension zu Als wir unsterblich waren veröffentlicht und wartete gespannt auf einen weiteren Band. Jetzt bin ich, auch im Zuge meines TBR-Abbaus, endlich dazu gekommen, Als der Himmel uns gehörte zu lesen. Bereits am Titel lässt sich eine Nähe zwischen den Büchern erkennen, die auch in der Struktur der Bücher zu erkennen ist. Trotz aller Parallelen handelt es sich um zwei eigenständige und sehr unterschiedliche Geschichten.

Inspire a Generation ist der Leitgedanke von Als der Himmel uns gehörte

Die Geschichte von Charlotte Roths Roman teilt sich in zwei Handlungsstränge auf: Der Rahmenhandlung im London aus 2012 und der Binnenhandlung in Berlin während des Dritten Reichs. Wer jetzt schon erschrocken ausrufen will, dass er nicht noch einen Kriegsroman lesen möchte, kann beruhigt sein. In beiden Handlungssträngen geht es hauptsächlich um Sport. Zwar spielt der Zweite Weltkrieg zeitlich in die Geschichte mit ein, ist aber nicht von zentraler Bedeutung. Der Fokus der Handlungen in beiden Zeitachsen liegt auf den Olympischen Spielen.

Die moderne Zeitachse erlebt der Leser mit Jennifer, einer jungen Langstreckenläuferin, die gegen ihre eigenen Dämonen zu kämpfen hat. Leider wurde ich mit Jenny nicht so richtig warm und kam mit ihrer pessimistischen Art nicht so gut klar. Umso glücklicher war ich bei jedem Perspektivwechsel. Es überwiegt ohnehin Albertas Perspektive, die aus meinem Blickwinkel die interessantere Geschichte war.

Die historische Handlung um Alberta war die faszinierendere.

Albertas Geschichte ist sehr speziell. Sie ist eine junge Sportlerin, die sich in einer Zeit größten Wandels – politisch, gesellschaftlich und moralisch – zu Recht finden muss und zeitgleich ihre Träume verfolgen will. Man begleitet sie als Leser auf ihrem Lebensweg, trifft so manch schlechte und gute Entscheidung mit ihr und bangt permanent mit ihr. Vor allem in Liebesangelegenheiten hätte ich Alberta gerne an die Hand genommen, da die Liebesgeschicke der jungen Frau recht kompliziert sind. Ich sage nur: Beziehungskiste lässt grüßen!

Die restlichen Figuren in Albertas Umfeld waren interessant und gut konstruiert. Es gibt eine Menge Figuren, die unerwartete Wendungen mit sich bringen und die Geschichte nachhaltig beeinflussen. Vor allem eine Figur hat mich dabei mehr als nur überrascht.

In Jennifers Umfeld hatte ich nur Interesse an zwei Figuren, Alberta und einem geheimnisvollen Fremden, der für die Geschichte der Rahmenhandlung eine besondere Rolle spielt. Vor allem im Vergleich mit eben jenen Figuren wirkte Jennifer sehr weinerlich und kindlich.

Alles in allem ist Als der Himmel uns gehörte eine Leseempfehlung

Die Zusammenführung beider Stränge war schlüssig und zufriedenstellend, wenngleich mein kleines romantisches Herz ein wenig traurig war. Ich habe eine ehrliche und spannende Binnenerzählung erhalten, die in ihrer Gewichtung die Gegenwart deutlich überwog. Mit Alberta erhält man eine patente und zielstrebige Protagonistin, mit der ich gut zu Recht kam. Alles in allem bin ich mit Als der Himmel uns gehörte sehr zufrieden und kann es Liebhabern von historischen Romanen des 20 und 21. Jahrhundert nur empfehlen.


[Rezension] Der Gaukler und die Tänzerin

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Titel Der Gaukler und die Tänzerin
Reihe
Band Einzelband
Autor Nicole Steyer
Übersetzer
Illustrator
Verlag Knaur Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 10,99€ [LE]
Seitenzahl 544 Seiten
Bewertung
Der Gaukler und die Tänzerin
Der Gaukler und die Tänzerin

Der Gaukler und die Tänzerin in drei Worten?

Begeisternd, spannend, historisch.

Cover & Gestaltung von Der Gaukler und die Tänzerin?

Das Cover von Der Gaukler und die Tänzerin wirkt sehr passend historisch, sodass von Anfang an klar ist, in welcher Epoche der Leser sich bewegt. Die kombinierten Bilder ergeben gemeinsam ein stimmiges Gesamtbild, das alle wichtigen Aspekte des Romans auf dem Cover abbildet. Die Farbgebung ist typisch für das Genre und sehr angenehm.

Worum geht es in Der Gaukler und die Tänzerin?

Im Roman geht es um die junge Zigeunerin Suni, die ein dunkles Geheimnis birgt. Ihre Vergangenheit kommt Stück für Stück ans Licht und sie muss sich entscheiden, ob sie sich ihr stellt oder flüchtet. Als dann ein Freund aus Kindertagen auf der Bildfläche erscheint, beginnt für Suni ein gefährlicher Abschnitt, da sie wieder in den Fokus alter Feinde gerät.

Der Schreibstil von Nicole Steyer?

Nicole Steyer erweckt das 18. Jahrhundert in ihrem Roman so gekonnt zum Leben, dass ich mir ihre anderen Werke auch gleich auf die Wunschliste setzen musste. Die Ausdrucksweise der Figuren, ihre Gedankengänge, die Städtenamen, die Beschreibungen – einfach alles ist historisch korrekt dargestellt ohne gewollt altertümlich und antiquiert zu wirken. Mir hat die Balance aus historischen Personen und Begebenheiten und fiktiven Figuren und Handlungen sehr gefallen. Dabei schafft es die Autorin, ihrem Werke eine gewisse Leichtigkeit zu geben.

Das Figurenpersonal in Der Gaukler und die Tänzerin?

Für mich war Protagonistin Suni eine sehr diffizile Persönlichkeit. Was nicht zuletzt an ihrer Geschichte liegt. Ich habe sie direkt ins Herz geschlossen und wollte, dass sie den richtigen Weg geht und die Wahrheit ans Licht bringt. Ihr Weg und ihre Entwicklung innerhalb des Romans sind sehr realistisch gehalten und ich muss sagen, dass mir ihr Ich am Ende sehr gut gefallen hat.
Mathis ist ebenfalls ans Herz gewachsen. Zwar entwickelt er sich weniger stark als Suni, aber dennoch sieht man einen deutlichen Unterschied.
Die Nebenfiguren wie Sunis Familien, Mathis‘ Zirkuskumpanen und Sunis Reisegesellschaft haben mir alle außerordentlich gut gefallen. Die Antagonisten waren sehr schön beschrieben und dargestellt, was auch für alle anderen Figuren gilt.

Positives zu Der Gaukler und die Tänzerin?

Mir hat gefallen, dass Der Gaukler und die Tänzerin sehr angenehm zu lesen war und dennoch historisch korrekt ist. Namen, Ausdrucksweisen, Beschreibungen, einfach alles ist stimmig und ansprechend. Dabei werden historische Figuren gekonnt eingebracht und im Rahmen der Handlung eingebunden. Man hat zu keiner Zeit das Gefühl, dass das Buch gewollt mittelalterlich oder antiquiert ist. Man kommt gut voran und wird durch die spannende Handlung angespornt weiterzulesen.

Empfehlung zu Der Gaukler und die Tänzerin?

Ich kann Der Gaukler und die Tänzerin allen treuen Lesern historischer Romane empfehlen. Die Handlung ist spannend und facettenreich, dabei historisch genau und unterhaltsam. Ich danke Lovelybooks und dem Droemer-Knaur Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Leseexemplars für die Leserunde von Der Gaukler und die Tänzerin auf Lovelybooks.


[Rezension] Ein Buchladen zum Verlieben

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Titel Ein Buchladen zum Verlieben
Reihe
Band Einzelband
Autor Katarina Bivald
Übersetzer Gabriele Haefs
Illustrator
Verlag btb Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Roman
Preis 19,99€
Seitenzahl 448 Seiten
Bewertung
Ein Buchladen zum Verlieben
Ein Buchladen zum Verlieben

Ein Buchladen zum Verlieben in drei Worten?

Buchig, gemütlich, außergewöhnlich.

Cover & Gestaltung von Ein Buchladen zum Verlieben?

Das Cover von Ein Buchladen zum Verlieben hat mich zunächst nur wegen seiner Farbgebung angesprochen. Das rote Banner ist sehr aufmerksamkeitsheischend, der Rest der Gestaltung ist sehr zurückhaltend und schlicht. Im Vergleich zu Hinguckern wie Ich gebe dir die Sonne ein sehr ruhiges Buchcover.

Worum geht’s in Ein Buchladen zum Verlieben?

In Ein Buchladen zum Verlieben gibt es einige Handlungsstränge, die zusammen ein schönes Ganzes ergeben. In einem Handlungsstrang geht es um die Brieffreundschaft der jungen Schwedin Sara mit der älteren Amerikanerin Amy. Der zweite große Handlungsstrang handelt von einer Kleinstadt, die wiederbelebt wird und eine Buchhandlung zum Verlieben erhält. Und natürlich gibt es jede Menge Buchzitate und Einblicke in Bücher, die jedes bibliophile Herz höher schlagen lassen.

Der Schreibstil von Katarina Bivald?

Ich muss zugeben, dass ich am Anfang ganz schön mit dem Roman zu kämpfen hatte, weil ich zuvor Bücher aus dem Jugendbuchbereich gelesen hatte, die unglaublich fesselnd waren. Daher  kann es gut sein, dass der Genrewechsel seinen Teil dazu beigetragen hat. Allerdings gab es meiner Meinung nach ein paar Längen im Roman, die durch Saras Gedankenmonologe entstanden oder Umgebungsbeschreibungen entstanden, die ich mir ein wenig knackiger gewünscht hätte. Aber irgendwann war ich Teil der Handlung und kam sehr gut voran.

Das Figurenpersonal in Ein Buchladen zum Verlieben?

Im Roman gibt es ein ganzes Dorf voller Figuren, die alle eine mehr oder weniger wichtige Rolle spielen. Amy und Sara, die beiden Protagonistinnen, sind allerdings von besonderer Bedeutung. Amy lernt man hauptsächlich durch ihre Briefe und durch Erzählungen anderer Figuren kennen, während Sara im Roman die agierende Figur ist. Während Amy eine sehr umsichtige Frau ist, die ein Gespür für Zwischenmenschliches hat, ist Sara eher eine Einzelgängerin, die gerne liest und recht menschenscheu zu sein scheint. Doch sie versteckt eine wundervolle Seite, die erst zum Vorschein gebracht werden muss. Die anderen Bewohner der Kleinstadt haben alle so ihre Macken und Verschrobenheiten, wie man es sich von typischen Figuren einer amerikanischen Kleinstadt vorstellt. Jeder kennt die Geheimnisse des anderen, es wird getratscht und geredet. Jede der Figuren ist für ihren Anteil im Buch genug ausgearbeitet. Vor allem Tom und Andy haben es mir angetan.

Positives über Ein Buchladen zum Verlieben?

Man merkt, dass die Autorin eine Bibliophile von Herzen ist. Ihre Protagonistinnen reden viel über Bücher und haben ein unglaubliches Wissen. Leider wurde ich ungewollt bei einigen Klassikern, die ich noch nicht lesen konnte, gespoilert, weshalb ich solche Passagen schnell quergelesen habe. Man spürt die Liebe zum Buch auf jeder Seite und in jeder Diskussion über Bücher. Das hat mir sehr gut gefallen. Zudem kann man seine Buchwunschliste super erweitern, da Amy und Sara über ihre Lieblingsbücher und Buchempfehlungen schreiben.

Kritik an Ein Buchladen zum Verlieben?

Dass ich gelegentlich das Gefühl von Längen hatte, habe ich oben bereits erwähnt. Auch die Spoilergefahr habe ich genannt und möchte sie euch nicht verschweigen. Ansonsten habe ich einen wundervollen Roman bekommen, der sich mit der Thematik Bücher oder Menschen auseinandersetzt und einige interessante Themen anschneidet.

Empfehlung zu Ein Buchladen zum Verlieben?

Ich kann euch diesen Roman ans Herz legen, wenn ihr Geschichten über Bücher und Bibliophile mögt. Ein Buchladen zum Verlieben ist kein aufregendes oder spannendes Buch. Es ist auf eine ruhige Art und Weise ergreifend und erzählt eine Geschichte über das Leben, die so vielleicht sogar stattfinden könnte.


[Monatsstatistik] Juni 2017

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Hallöchen ihr Lieben und willkommen zur [Monatsstatistik] Juni 2017.

Der Juni 2017 war eine Lesewonne. Ich habe 8 Bücher gelesen, was mehr ist als die letzten beiden Monate zusammen. Die Zahl hätte durchaus höher ausfallen können, allerdings bekam ich in der zweiten Hälfte des Monats eine so tolle Nachricht, dass ich vor lauter Hibbelei nicht mehr ruhig sitzen und lesen konnte. Zudem war ich Gast auf einer wundervollen Hochzeit und habe das gute Wetter in vollen Zügen genossen. Der Juli wird also in vielerlei Hinsicht spannend und aufregend!

Gelesene Bücher

029. „Foy und der Ring des Mauren“ von Katharina Münz
030. „Der kleine Laden der einsamen Herzen“ von Annie Darling
031. „Der Geschmack von Salz und Honig“ von Hanna Tunnicliffe
032. „Ich gebe dir die Sonne“ von Jandy Nelson
033. „Tote Mädchen lügen nicht“ von Jay Asher
034. „Selection – Die Kronprinzessin“ von Kiera Cass
035. „Selection – Die Krone“ von Kiera Cass
036. „Ein Buchladen zum Verlieben“ von Katarina Bivald

Wie ich oben schon geschrieben habe, habe ich überragende 8 Bücher in diesem Monat gelesen.Ich hatte im Juni einfach die Muße und Lust wieder viel zu lesen und konnte mich gut auf meine ausgewählten Werke konzentieren. Das glückliche Händchen bei der Auswahl schlägt sich auch in der durchschnittlichen Bewertung von 4,18 Punkten nieder. Im Fokus des Monats stand eindeutig der TBR-Abbau von älteren Rezensionsexemplaren, was mir auch recht gut gelungen ist. Für den Juli will ich die restlichen Rezensionsexemplare auf meinem TBR lesen, damit ich guten Gewissens meine eigenen Bücher lesen kann.

Neben dem TBR- und Rezensionsabbau habe ich auch endlich wieder eine Reihe beenden können: Die Selection-Reihe von Kiera Cass, die mich schon eine Weile begleitet hat. Der Abschluss war okay, wobei mir die Geschichte von America und Maxon wesentlich besser gefallen hat.

Mein Monatshighlight war ganz eindeutig „Ich gebe dir die Sonne“ von Jandy Nelson, das mich tief berührt und nachhaltig begeistert hat. Meine Rezension findet ihr hier.

Ein besonderes Buch war für mich noch „Tote Mädchen lügen nicht“ von Jay Asher, an dessen Rezension ich noch sitze. Eine normale Rezension, in der ich den Schreibstil, das Cover und die Figuren bewerte, scheint mit bei diesem Thema nicht angebracht zu sein. Das Thema ist wichtig und vielschichtig, weshalb ich gerne mit euch über das Buch und seine Bedeutung sprechen würde.

Neuzugänge

001. „Foy und der Ring des Mauren“ von Katharina Münz [RE]
002. „Ewiglich – die Sehnsucht“ von Brodi Ashton
003. „Der Palast der Borgia“ von Sarah Dunant
004. „Tote Mädchen lügen nicht“ von Jay Asher
005. „Selection – Die Krone“ von Kiera Cass
006. „Willkommen in der Provence“ von Brigitte Guggisberg [RE]
007. „Der Gaukler und die Tänzerin“ von Nicole Steyer [LR]
008. „Der italienische Garten“ von Alyson Richman [RE]
009. „Ewiglich – Die Liebe“ von Brodi Ashton
010. „Ewiglich – Die Hoffnung“ von Brodi Ashton

Der TBR-Abbau hat diesen Monat dann leider nicht geklappt. Dies lag zum einen an den drei Büchern, die mein Freund mir diesen Monat geschenkt hat – Danke! 🙂 – an einem Gewinn bei Lovelybooks, drei Rezensionsexemplaren und drei Büchern, die ich mir einfach kaufen musste. Aber was solls, ich war ja fleißig diesen Monat. Außerdem geht es dem TBR in nächster Zeit verstärkt an den Kragen, denn bis Mitte August nehme ich an der #subdensommer Challenge teil, für die ein Buchkaufverbot gilt. Ende Juli werdet ihr hier also nicht einen Titel lesen, das verspreche ich euch! Mehr zur #subdensommer Challenge gibt es die Tage, wenn ich euch meine Buchdates der Challenge vorstelle.

Challenges

Buchkultur-Challenge: unverändert!
Serienkiller-Challenge: + 1 Reihe beendet, 0 aktualisiert // 3 Reihen aktiv, 4 Reihen aktuell, 3 Reihen beendet
Weltenbummler-Challenge: + 28 Punkte // 115 Punkte
Wortmagies High-Fantasy-Challenge: + 0 Aufgaben // 10/30 Aufgaben gelöst

Leseliste Juli

Mein Juli wird sehr aufregend, da sich bei mir privat in nächster Zeit einiges verändern wird. Daher vermute ich, dass ich Anfang des Monats weniger zum Lesen kommen werde. Allerdings nehme ich an der #subdensommer Challenge teil, die mich ein wenig dazu motivieren soll, meinen TBR wegzulesen. Zudem will ich auch meine Aufgabe vom Juni, Rezensionsexemplare zuerst zu lesen, weiterführen und erfolgreich beenden. Daher werde ich mir an dieser Stelle eine Leseliste sparen und euch in den nächsten Tagen im Rahmen der Challenge meine Lesedates vorstellen.

Was habt ihr diesen Monat schönes gelesen? Habt ihr tolle Buchempfehlungen für mich?


[Rezension] Der Geschmack von Salz und Honig

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Titel Der Geschmack von Salz und Honig
Reihe
Band Einzelband
Autor Hannah Tunnicliffe
Übersetzer Hanne Hammer
Illustrator
Verlag Diana Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Roman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 368 Seiten
Bewertung

Der Geschmack von Salz und Honig in drei Worten?

Schmackhaft, bewegend, emotional.

Cover & Gestaltung von Der Geschmack von Salz und Honig?

Das Cover von Der Geschmack von Salz und Honig ist so unheimlich atmosphärisch, dass ich direkt davon begeistert war. Die Blau- und Gelbtöne, die einander gegenseitig zum Strahlen bringen, das hübsche und ansprechende Cover mit Zitronen und Blaubeeren, all das passt gut zum Inhalt des Buchs (indem es oft um Essen geht). Die Kapitel werden durch unregelmäßig eingeschobene Rezepte aufgelockert, die mir persönlich sehr gut gefallen haben, da sie alle der italienischen Küche entstammen.

Worum geht’s in Der Geschmack von Salz und Honig?

Frankies Verlobter Alex verstirbt wenige Tage vor der Hochzeit. Außerdem entdeckt Frankie Dinge, von denen sie nie dachte, dass sie möglich sein könnten und beginnt alles zu hinterfragen. Der Leser begleitet Frankie auf ihrem Weg zurück ins Leben, bei dem ihre italienische Familie, viel Essen und tolle Figuren eine wichtige Rolle spielen.

Der Schreibstil von Hannah Tunnicliffe?

Hannah Tunnicliffe hat einen ruhigen und dennoch bewegenden Schreibstil. Obwohl ihr Schreibstil sehr zurückhaltend und neutral ist, schafft sie es dennoch sehr bewegend die Gefühle ihrer Figuren – allen voran Frankies – zu schildern. Der Geschmack von Salz und Honig war eine wundervolle Abwechslung, da Hannah Tunnicliffe in der dritten Person erzählt ohne Wissen vorwegzunehmen oder in andere Figuren überzublenden.

Das Figurenpersonal in Der Geschmack von Salz und Honig?

In Der Geschmack von Salz und Honig gibt es ein sehr großes Figurenpersonal, was nicht zuletzt an Frankies Herkunft liegt. Als Spross einer italienischen Familie hat man eben viel Verwandtschaft, die auch vorgestellt und einbezogen wird, aber glücklicherweise eine Nebenrolle spielt. Ihre laute, lebensfrohe, dickköpfige und (lebens-)hungrige Familie ist aber dennoch immer dabei und von besonderer Bedeutung. Im Zentrum der Handlung stehen Frankie, ihr toter Verlobter Alex und Frankies Schwester Bella, zudem Jack, seine Tochter Huia und Merriem. Frankie ist eine ruhige und durchschnittliche Frau, die mit ihrem Leben zufrieden war. Alex war mir von Beginn an ein wenig unsympathisch und schaffte es auch im weiteren Verlauf nicht, mich vom Gegenteil zu überzeugen. Bella hingegen konnte ich direkt in mein Herz schließen, genau wie Jack, Huia und Merriem. Die vier Figuren sind so liebevoll, positiv und motivierend. Die Figuren, die eine tragende Rolle haben, sind gut ausgearbeitet und konstruiert, die Nebenfiguren sind kräftig genug gezeichnet, um sie wahrzunehmen, ohne sich in den Vordergrund zu drücken.

Positives zu Der Geschmack von Salz und Honig?

Mir hat das Tempo des Romans gefallen. Es ist kein schnelllebiger oder spannender Roman. Auch die schlimme Wendung kann man sich bereits nach wenigen Seiten gut ausmalen. Dennoch habe ich das Buch genossen, mich dabei entspannt und ein wenig über die Dinge nachgedacht, die innerhalb der Handlung angesprochen werden. Der unaufgeregte Schreibstil ist sehr angenehm, zudem waren die Darstellungen von Familienbanden und sozialen Gefügen sehr realistisch. Ich hatte das Gefühl, der Geschichte einer Freundin zu lauschen.

Empfehlung zu Der Geschmack von Salz und Honig?

Der Geschmack von Salz und Honig ist ein trauriger und dennoch lebensbejahender Roman. Es geht um eine junge Frau, die ihren Weg zurück ins Leben findet und diesen für sich definiert. Ein besonderer Roman für ruhige und besonnene Lesestunden. Ich danke dem Diana Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Der Geschmack von Salz und Honig.


[Rezension] Geradeaus ist keine Himmelsrichtung

4 Kommentare
Titel Geradeaus ist keine Himmelsrichtung
Reihe
Band Einzelband
Autor Irene Zimmermann
Übersetzer
Illustrator
Verlag Diana Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Humor, Roadtripp
Preis 9,99€
Seitenzahl 367 Seiten
Bewertung  ....

Geradeaus ist keine Himmelsrichtung in drei Worten?

Humoristisch, abwechslungsreich, knuffig.

Cover & Gestaltung von Geradeaus ist keine Himmelsrichtung?

Geradeaus ist keine Himmelsrichtung sieht aus wie ein absolutes Gute-Laune-Buch. Die Farben auf dem Cover sind unheimlich fröhlich und wecken das Fernweh in mir. Dabei hat der Inhalt des Buchs nur wenig mit dem Cover gemein; zumindest aber bildet die auf dem Cover abgebildete Situation die Grundlage des Romans.

Worum geht’s in Geradeaus ist keine Himmelsrichtung?

In Geradeaus ist keine Himmelrichtung geht es um Karola, Regine und Guilia, die sich auf eine abenteuerliche Reise begeben. Die drei Damen sollen ein Auto von Zürich nach Deutschland überführen und geraten dabei in dubiose Machenschaften. Ihre Reise und die Abwege, auf die sie dabei geraten, verfolgt man im Buch auf humoristische Weise hautnah mit.

Der Schreibstil von Irene Zimmermann?

Der Schreibstil von Irene Zimmermann ist sehr humoristisch. Sie schafft es, eine grundlegend witzige Atmosphäre zu schaffen, die immer wieder durch spannende Passagen unterbrochen wird. Die Dialoge haben mir sehr gefallen, vor allem die wirren Gedankenspiele der drei Damen. Auch die Landschaftsbeschreibungen haben mir gefallen, wenngleich ich die Dialoge ansprechender fand.

Das Figurenpersonal in Geradeaus ist keine Himmelsrichtung?

Karla, Regine, Guilia und der Rest der Truppe sind wundervoll komisch und angenehm. Jede der Damen hat ihre Eigenheiten, die sie besonders liebenswert machen. Guilia ist ein kleiner Hypochonder, Regine stellenweise zu rational und Karola ist mit einem gesunden Galgenhumor gesegnet. Gemeinsam geben die drei Frauen ein prima Trio ab, das mich zum Lachen gebracht hat. Da die Handlung im Roman nur gute 6 Monate umfasst, entwickeln sich die Figuren nicht allzu stark. Allerdings brauche ich auch nicht bei jedem Buch bahnbrechende Entwicklung und tiefschürfende Charakter. Einfach mal mit tollen Figuren abschalten zu können ist ebenso wichtig.

Positives in Geradeaus ist keine Himmelsrichtung?

Mir hat das Buch großen Spaß gemacht. Der unfreiwillige Roadtrip des Trios ist urkomisch, aber auch spannend und überraschend. Da ich mir die Inhaltsangabe zuvor nicht durchgelesen hatte, wurde ich vollkommen vom Inhalt des Buchs überrascht. An mehreren Stellen hatte ich ganz falsche Vorstellungen davon, wie das Buch weitergeht oder endet. Die Autorin konnte mich dann doch immer wieder positiv überraschen, wenngleich ich nicht das Buch erhalten habe, das ich zunächst erwartet hatte. Was ich bekommen habe, hat mir dann aber mindestens genauso gut gefallen, wenn nicht sogar besser. Vor allem das Ende und die überraschenden Wendungen haben mir gefallen. Gleich an zwei Stellen des Buchs war ich felsenfest sicher, den weiteren Ausgang zu kennen und bin doch überrascht worden.

Empfehlung zu Geradeaus ist keine Himmelsrichtung?

Ich kann Geradeaus ist keine Himmelsrichtung allen empfehlen, die ein lustiges Buch zum Abschalten und Entspannen suchen. Es hat (für mich) überraschende Wendungen, lustige Dialoge und einen tollen Plot. Ich danke dem Diana Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu Geradeaus ist keine Himmelsrichtung.


[Rezension] Eden Summer

4 Kommentare
Titel Eden Summer
Reihe
Band Einzelband
Autor Liz Flanagan
Übersetzer Sabine Schulte
Illustrator
Verlag Aladin Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Roman, YA
Preis 14,95€ [RE]
Seitenzahl 368
Bewertung ....

Eden Summer in drei Worten?

Nachdenklich, berührend, besonders.

Cover & Gestaltung von Eden Summer?

Das Cover von Eden Summer ist so fröhlich und sommerlich gestaltet, dass man die dahinter steckende Geschichte auf den ersten Blick nicht erwartet. Lediglich die von Gewitterwolken verdecken Sonne lässt auf einen kritischeren Inhalt schließen. Die bunten Farben hingegen sprechen wieder für einen fröhlichen Roman, den man allerdings nicht bekommt. Stattdessen erhält man einen wundervoll und nachdenklich stimmenden Roman, der sehr lesenswert ist.

Worum geht es in Eden Summer?

In Eden Summer geht es um Eden, die von jetzt auf gleich spurlos verschwindet. Ihre beste Freundin Jess beginnt die Suche nach Eden, während der der Leser Näheres über Jess, Eden und die Freundschaft der beiden Mädchen erfährt. Durch viele Einschübe und Rückblicke erfährt man einiges über das Seelenleben der Mädchen, woraus letztlich die Spannung resultiert. Da man als Leser den Grund für Edens Verschwinden nicht kennt, treibt einen die Ungewissheit drängend voran.

Der Schreibstil von Liz Flanagan?

Liz Flanagan schreibt sehr angenehm. Ihre Wortwahl ist sehr passend für Jugendliche, die Atmosphäre ist aufgrund des Verschwindens von Eden und einiger nicht so schöner Ereignisse in der Vergangenheit der Mädchen sowohl angespannt als auch fesselnd. Alles in allem bin ich nur so durch den Roman geflogen, was auf einen flüssigen und schlüssigen Schreibstil schließen lässt. Rückblickend hat mich nichts gestört oder aufgehalten.

Das Figurenpersonal in Eden Summer?

Fangen wir doch mal mit Eden an. Über sie erfährt man, da sie in großen Teilen des Romans gar nicht wirklich anwesend ist, vor allem in Form von Rückblicken Näheres. Sie ist eine starke Person, die stets zu ihrer Freundin Jess steht und das auch nach schweren Schicksalsschlägen. Aufgrund eigener Schicksalsschläge verändert sich Eden jedoch, was im Roman sehr gut dargestellt wurde. Die Charakterentwicklung ist realistisch gezeichnet und konnte mich vollauf überzeugen.
Jess hat mir mit ihrer Beharrlichkeit sehr gut gefallen. Sie entwickelt sich innerhalb der erzählten Zeit sehr weiter, überwindet Ängste und eigene Schranken und wächst über sich hinaus. Die Freundschaft der beiden unterschiedlichen Mädchen hat mich berührt, ihre Schicksale haben mich zum Nachdenken gebracht.

Positives an Eden Summer?

Da ich über den Inhalt bereits Bescheid wusste, war ich nicht allzu sehr irritiert, dass ich kein fröhliches gute Laune Buch lese. Stattdessen erhält man ein Buch, auf das am ehesten die Beschreibung eines durchwachsenen Sommergewitters passt: Zeitweise gibt es fröhliche Phasen und Abschnitte voller Sonnenschein, die dann plötzlich und gewittersturmartig von negativen Ereignissen überschattet werden. Die Suche nach Eden war spannend gestaltet, die Atmosphäre war ansteckend und realistisch und durch die häufigen Rückblicke kann man die Protagonistinnen sehr gut kennenlernen. Eden Summer ist zudem dafür geeignet, ein wenig über Freundschaften und Beziehungen nachzudenken. Was sehen wir wirklich? Wie gut kennen wir unsere Freunde eigentlich? Merken wir es wirklich, wenn es anderen schlecht geht?

Empfehlung zu Eden Summer?

Ich habe Eden Summer innerhalb eines Wochenendes verschlungen. Die Handlung ist spannend und anregend, die Atmosphäre ist fesselnd und die Figuren realistisch gestaltet. Eden Summer ist ein beeindruckendes Buch über Freundschaft, Verlust und Entwicklung, das ich euch wärmstens ans Herz legen kann. Ich danke dem Aladin Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Eden Summer.

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