[Rezension] Die Elefantenhüterin

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Titel Die Elefantenhüterin
Reihe
Band Einzelband
Autor Julia Dorsten
Übersetzer
Illustrator
Verlag Selfpublish
Erschienen als E-Book
Genre Historischer Roman
Preis 4,99€ [RE]
Seitenzahl 426 Seiten
Bewertung
Die Elefantenhüterin
Die Elefantenhüterin

Als ich die Gelegenheit bekam, Julia Dorstens Die Elefantenhüterin im Zuge einer Blogtour zu lesen, war ich direkt Feuer und Flamme. Immerhin handelt es sich hierbei um einen exotischen historischen Roman, der mit einer sehr gut recherchierten und liebevoll geschriebenen Geschichte aufwartet.

Das Autorenduo Julia Dorsten entführt und in ein historisches Sri Lanka

Protagonistin von Die Elefantenhüterin ist Phera, die als Tochter des obersten Hüters der königlichen Elefanten auf die Welt kommt. Doch ihr Schicksal ist hart, denn ihr Vater erzieht sie mangels eines Erben als Jungen, damit sie ihrem Vater auf den Posten des Gajenayke Nilami nachfolgen kann. Bevor sich dieses Vorhaben erfüllen kann, erobern die Briten Sri Lanka und entthronen den König. Damit bricht für Phera ihre gesamte Welt zusammen, denn sie erfährt nicht nur, dass sie in Wahrheit ein Mädchen ist, sondern muss auch vor den britischen Besatzern flüchten, um ihr Leben zu bewahren.

Mehr möchte ich euch zum Inhalt nicht verraten, doch so viel sei gesagt: Dieser Roman hat es wirklich in sich. Nicht nur, dass das Autorenduo sehr gut recherchiert und die Geschichte Sri Lankas anschaulich dargestellt hat, auch die fikitionale Geschichte fügt sich perfekt in das große Ganze ein. Historisch belegte Persönlichkeiten treffen auf fiktive Figuren, die liebevoll und detailgetreu ausgearbeitet wurden. Beim Lesen hatte ich sofort Sympathien für Phera und ihre Familie – allen voran ihren Vater, der ein respektvoller und mutiger Anführer ist – sodass ich beim Lesen richtig mitfieberte. Das Ende, das mir gut gefallen hat, tat sein übriges. Auch verzichten die Autoren auf eine Schwarz/Weiß-Malerei und versuchen, den historischen Begebenheiten unvoreingenommen entgegenzutreten und nur ihre Figuren kommunizieren zu lassen. Beide Seiten, die der Bevölkerung und der britischen Armee, werden durch kluge Figuren sehr realistisch reflektiert.

Die Elefantenhüterin ist ein historischer Roman, der Fernweh weckt

Mit hat Die Elefantenhüterin wirklich viel Freude bereitet. Nichts an dem Roman wirkt erzwungen oder unpassend. Man spürt, dass sich die Autoren sehr gut mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Zudem wurden historische Begebenheiten für den Leser sehr gut aufgearbeitet. Die Figuren entsprechen meiner Meinung nach voll und ganz ihrer Zeit und passen sich perfekt ein. Phera, die als Mädchen wie ein Junge erzogen wurde, sticht dadurch natürlich deutlich heraus, weckt aber nicht den Eindruck, als gehöre sie nicht in die Zeit. Eine Gradwanderung, die den Autoren sehr gut gelungen ist. Ich bedanke mich herzlich bei dem Autorenduo Julia Dorsten für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Zuge der Blogtour.


[Rezension] Töchter einer neuen Zeit

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Titel Töchter einer neuen Zeit
Reihe Jahrhundert-Trilogie
Band 1. Band
Autor Carmen Korn
Übersetzer
Illustrator
Verlag Rowohlt Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 10,99€
Seitenzahl 560 Seiten
Bewertung

Historische Romane und ich, das ist eine gute Kombination. Vor allem, wenn sie im deutschsprachigen Raum oder dem 20. Jahrhundert spielen. Carmen Korns Töchter einer neuen Zeit ist ein eindrucksvolles Beispiel für einen sehr gut recherchierten und authentischen Roman über die jüngere Geschichte Deutschlands.

Carmen Korn schreibt über eine ganze Generation von Frauen

Die vier Protagonistinnen des Romans könnten unterschiedlicher nicht sein: Sei es die Herkunft, politische Gesinnung oder persönliche Einstellung. Gemeinsam haben die Frauen, dass sie in einer unsteten Zeit derselben Generation junger Frauen Hamburgs angehören und ihren Weg im Leben finden müssen.

Carmen Korn schafft es dabei gekonnt, die Lebensgeschichte vierer Frauen mit der Zeitgeschichte Deutschlands zu verknüpfen und dabei die Geschichte einer gesamten Generation zu erzählen. Besonders spannend habe ich die unterschiedlichen Perspektiven der Frauen empfunden, die wirklich komplett andere Sichtweisen haben und mich während des Lesens zum Denken anregten. Vor allem Henny, die stoischen ihren Weg als Krankenschwester geht und sich nicht beirren lässt, die immer einen kühlen Kopf bewahrt und viele Schicksalsschläge hinnehmen muss, hat mir imponiert.

Töchter einer neuen Zeit spielt in einer Zeit, die politisch unstet und gefährlich war

Carmen Korn schafft es, eine sehr authentische Darstellung Deutschlands im 20. Jahrhundert zu präsentieren, die weder voreingenommen noch entschuldigend ist. Durch ihre facettenreichen und vielen Figuren ist es möglich, sämtliche Blickwinkel auf die Zeit zwischen ersten und zweiten Weltkrieg zuzulassen, ohne mahnend oder zensierend zu sein. Dadurch gewinnt der Roman stark an Authentizität.

Alles in allem kann ich euch Töchter einer neuen Zeit wärmstens empfehlen. Das Buch ist eine eindrückliche Schilderung einer wirren und unsteten Zeit, die sich tief in das deutsche kollektive Gedächtnis brannte. Aufgrund des Facettenreichtums der vier Frauen ist dem Leser nicht nur eine Perspektive geboten, was für mich den Reiz des Werkes ausmacht.


[Rezension] Italienische Nächte

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Titel Italienische Nächte
Reihe
Band Einzelband
Autor Katherine Webb
Übersetzer Katharina Volk
Illustrator
Verlag Diana Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 9,99€
Seitenzahl 560 Seiten
Bewertung

Ich liebe historische Romane, die zugleich auch eine wundervolle Liebesgeschichte sind. Normalerweise ist Katherine Webb ein Garant für eben solche Geschichte. Leider konnte mich ihr Roman Italienische Nächte nicht auf dieselbe Weise von sich überzeugen wie andere Bücher.

Wenn Katherine Webbs Roman eines ist, dann sehr authentisch. Romantisch war er leider so gar nicht, was mich ziemlich enttäuschte. Zwar gibt es eine Liebesgeschichte, aber an andere ihrer Werke konnte Italienische Nächte leider nicht anknüpfen. Leider war meine Erwartungshaltung aufgrund vorangegangener Bücher und des Covers so groß, dass ich nach der Lektüre ziemlich enttäuscht bin.

Italienische Nächte ist ein authentischer historischer Roman, der von einem Sommer in Italien handelt

Als ich das Cover sah, stellte ich mir eine wundervoll romantische Geschichte zwischen einer jungen adeligen Britin und einem charmanten Italiener vor, der ihr Herz im Sturm erobert. Zwar entspinnt sich wirklich eine Liebe zwischen einer Britin und einem Italiener, allerdings sind die Verhältnisse sehr viel weniger glamourös. Clare, die Protagonistin der Geschichte, folgt ihrem Mann für einen Bauauftrag nach Italien. Es wird recht schnell klar, dass die junge Frau ihren wesentlich älteren Mann nicht liebt. Daher war die sich anbahnende Liebesgeschichte nicht weiter überraschend, aber dennoch ansprechend.

Die damaligen gesellschaftlichen Verhältnisse in Süditalien sind durchaus treffend und authentisch dargestellt und auch die Atmosphäre und das Setting passten dazu. Was mich – neben meinen zu hohen Erwartungen – ein wenig störte, war Clares Mann Boyd, den ich zu keinem Zeitpunkt so richtig greifen konnte. Die anderen Figuren waren in sich stimmig und realistisch konstruiert. Einige Wendungen, die Boyds Person betreffen, habe ich als zu weit hergeholt empfunden.

Vor allem das Ende von Italienische Nächte hat mich traurig zurückgelassen

Ich bin eine kleine Romantikerin, und auch wenn ich weiß, dass nicht jede Geschichte positiv enden kann, wünsche ich es mir dennoch immer. Ich will nicht sagen, dass Katherine Webb mit Italienische Nächte  ein schlechtes Buch geschrieben hat, es konnte mich leider nur nicht so überzeugen, wie ich es von ihr gewohnt bin.


[Monatsrückblick] Lesemonat Januar 2018

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Hallo ihr Lieben,

willkommen zu meinem Lesemonat Januar! Nachdem ich in den letzten Monaten kaum Ansporn hatte, meine Statistik zu erstellen, probiere ich diesen Monat ein anderes Format aus. Ihr bekommt weiterhin einen Überblick über meine gelesenen und gekauften Bücher, aber ich möchte nicht mehr nur spröde Zahlen herunterschreiben. Stattdessen möchte ich wieder ein wenig über meinen Monat schreiben und die Chance nutzen, hier einige Beiträge zu verlinken, die ich im Januar verfasst habe.

Bücher

Nachdem ich mir im Dezember keine Januar-Leseliste erstellt habe, konnte ich einfach frei Schnauze lesen. Zum meinem Glück – oder Leidwesen, wenn man es aus Sicht meines TBRs betrachtet – haben ich sehr viele neue Bücher erhalten. Ganze 13 Bücher sind im Januar bei mir eingezogen, 3 Stück allein für Lovelybooks Leserunden. Gelesen habe ich 5 Bücher, die mir ziemlich gut gefallen haben.

Belgravia von Julian Fellows (448 Seiten) | 5 Sterne
The Blinds #1 von Emma Marten (412 Seiten) | 5 Sterne
Die Elefantenhüterin von Julia Dorsten (426 Seiten) | 4 Sterne
Die Liebe trägt Weiß von Lauren Weisberger (416 Seiten) | 4 Sterne
Der König der Gaukler von Andreas Otter (382 Seiten) | 3.5 Sterne

⇉ 5 Bücher | 1.740 Seiten | Ø 56 Seiten pro Tag

Besonders begeistern konnten mich gleich zwei Bücher: Belgravia und The Blinds #1. Schreibstil, Plot und Umsetzung konnten mich bei beiden Büchern vollkommen überzeugen. Wenn jemand unter euch ist, der Bücher im Schreibstil von Belgravia kennt, ab damit in die Kommentare!

Bei den Neuzugängen habe ich dafür richtig in die Vollen gelangt:

The Blinds #1 von Emma Marten | Leserundenbuch
Die Elefantenhüterin von Julia Dorsten | Leserundenbuch
Lady Midnight von Cassandra Clare
Die Liebe trägt Weiß von Lauren Weisberger | Rezensionsexemplar
Gedichte und Prosa von Hugo von Hofmannsthal
Anna Karenina von Lew Tolstoi
Der König der Gaukler von Andreas Otter | Leserundenbuch
Der Duft von Honig und Lavendel von Donatella Rizzati | Rezensionsexemplar
Clockwork Prince von Cassandra Clare
Clockwork Princess von Cassandra Clare
Heute fängt der Himmel an von Kristin Harmel | Rezensionsexemplar
Zwischen uns die Sehnsucht von Tijan | Gewinn
Geh nicht so schnell in diese dunkle Nacht von Antonio Lobo Antunes

Blogginglife

Nachdem ich im Dezember ein wenig blogfaul war, konnte ich im Dezember wieder ein wenig mehr in die Tasten hauen und mehr Beiträge veröffentlichen. Momentan sind es noch überwiegend Rezensionen, die ich stückchenweise abbaue, da sich doch einiges angehäuft hat. Aber ich habe einige Pläne, mit denen der Content auf diesem Blog ein wenig aufgefrischt und gemischt wird. Nur Rezensionen wird ja auf Dauer auch langweilig.

Gebloggt im Januar:

Was war eure Buchhighlight im Januar? Habt einen lesereichen Februar!


[Rezension] Bourbon Lies

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Titel Bourbon Lies
Reihe Bourbon-Trilogie
Band 3. Band
Autor J.R. Ward
Übersetzer Marion Herbert und Katrin Kremmler
Illustrator
Verlag LYX Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Roman
Preis 12,90€
Seitenzahl 447 Seiten
Bewertung

Nachdem ich die ersten beiden Teile, Bourbon Sins & Bourbon Kings, der Reihe mit großer Freude weggelesen habe, konnte ich mich beim Abschluss der Trilogie kaum zurückhalten. Kaum hatte ich Bourbon Lies gekauft, hatte ich es auch schon begonnen und in einem Rutsch durchgelesen.

Bourbon Lies wartet mit einigen unerwarteten Geheimnissen auf

Im Abschlussband laufen alle Fäden aus den ersten beiden Bänden zusammen und ergeben ein großes Ganzes. Es werden weitere Geheimnisse offenbart, die ich so nicht hatte kommen sehen. Vor allem Miss Aurora spielt eine entscheidende Rolle, die mich sowohl überrascht hat als auch nicht. Auch Lanes Mutter konnte mich mit so einigen Geheimnissen überraschen.

Während Lane weiterhin damit beschäftig ist, sein Familienunternehmen zu retten und seinen Bruder Edward aus dem Gefängnis zu holen, übt seine Schwester Gin sich darin, eine gute Mutter zu sein. Sie klärt nicht nur ihre Tochter und deren Vater über ihre wahre Verbindung auf, sie akzeptiert auch ihre Rolle in diesem Gefüge beispiellos erwachsen. Ihre Ehe mit Richard hingegen entwickelt sich in immer extremeren Bahnen. Ich war wirklich glücklich über einige Entwicklungen, die Gins Eheleben betreffen.

Liebgewonnene Figuren entwickeln sich glaubwürdig weiter

Die Figuren in Bourbon Lies sind gewohnt ausgewogen. Alle handelnden Charaktere haben ihre Ecken und Kanten, aber auch ihre positiven Seiten. Gerade Gin kommt in diesem Band richtig gut weg. Lanes Entwicklung war von Beginn an die beeindruckendste, wenngleich sie stellenweise auch ein wenig stereotypisch war – allerdings nur auf eine gewisse Ebene, die rasch verflog. Edwards Geschichte konnte mich auch überzeugen, da ich eine kleine Romantikerin bin, die immer noch an das Gute im Menschen glaubt. Daher ging mir bei seiner Geschichte das Herz auf.

Alles in allem ist Bourbon Lies ein gelungener Abschluss der Trilogie. Am Ende fügt sich alles wie ein perfektes Puzzle zusammen und hinterließ bei mir keine offenen Fragen. Die Lösung ist schlüssig und wirkt nicht zu konstruiert. Viele Entwicklungen und Wendungen konnten mich zufrieden stimmen, da das Leserherz voll auf seine Kosten kommt. Ich kann euch Bourbon Lies und dessen Vorgänger wärmstens empfehlen.


[Rezension] Berühre mich. Nicht.

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Titel Berühre mich. Nicht.
Reihe Ja
Band 1. Band
Autor Laura Kneidl
Übersetzer
Illustrator
Verlag LYX Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre YA
Preis 12,90€
Seitenzahl 464 Seiten
Bewertung

Berühre mich. Nicht.

Aufmerksame Leser meines Blog wissen, dass ich gute YA sehr schätze. Vor allem, wenn sie aus der Feder von Laura Kneidl stammt, deren Elemente der Schattenwelt-Trilogie mich vollkommen von ihrem schriftstellerischem Talent überzeugen konnten. Daher musste ich ihrem neusten Werk Berühre mich. Nicht. einfach eine Chance geben.

Und was soll ich euch sagen? Ich habe es nicht bereut, mir Berühre mich. Nicht. spontan zu kaufen. Innerhalb weniger Tage hatte ich Berühre mich. Nicht. ausgelesen und war geflasht. Nicht nur von den interessanten Figuren und dem realistischen Plot, sondern vor allem von dem unheimlichen fiesen Cliffhanger, der den Leser am Ende von Band eins erwartet und die Tage bis zum Erscheinen von Band zwei zählen lässt.

Die Figuren in Berühre mich. Nicht. sind realistisch konstruiert und liebevoll gestaltet

Die Protagonistin des Romans, Sage, hat keinen einfachen Stand im Leben. Als sie zu Beginn der Handlung in Nevada ankommt, besitzt sie außer ihrem kleinen Wagen und ihrem eisernen Willen, ihren Neubeginn zu nutzen, nichts. Aufgrund ihrer Vergangenheit, die im Verlauf der Handlung immer mehr ans Licht kommt, fällt es Sage auch nicht leicht, neue Freundschaften zu knüpfen. Vor allem ihr neuer Job verwandelt sich in eine Zerreißprobe, die sie immerzu mit ihren Problemen konfrontiert.

Mit April und Luca hat Laura Kneidl zwei wundervolle Nebenfiguren gestaltet, die mir die Lesestunden zusätzlich versüßt haben. Vor allem Luca mit seiner feinfühligen Art ist mir dabei im Gedächtnis geblieben.

Die Handlung baut sich langsam auf, ebenso die Spannung. Mit jeder Erwähnung und jedem Rückblick ist das Interesse an Sages Vergangenheit bei mir gewachsen. Und je mehr Informationen offenbar wurden, desto mehr wollte ich über alle Figuren wissen. Einen großen Anteil an diesem Interesse hat auch der gemeine Cliffhanger, der exakt am Klimax der Handlung gesetzt wurde.

Berühre mich. Nicht. ist ein fulminanter Auftaktband, der das Interesse der Leser schürt

Ihr merkt, es fällt mir schwer, meine Begeisterung im Zaum zu halten. Aktuell zähle ich die Tage bis zum Erscheinen von Band zwei, damit ich endlich herausfinden kann, wie Sages Geschichte ausgeht und ob ihre gesamte Vergangenheit offenbart wird. Vor allem aber brenne ich auf eine Antwort auf meine dringendste Frage, die ich euch aus Spoiler-Gründen hier nicht nennen werde. Leserinnen des Romans werden wissen, worauf ich hinaus möchte.

Alles in allem kann ich Berühre mich. Nicht. eine eindeutige Leseempfehlung aussprechen. Lest. Dieses. Buch! Ich kann es euch vor allem dann wärmstens empfehlen, wenn ihr YA mit Tiefgang und angenehmen, wenn auch nicht unkomplizierten, Protagonisten interessiert seid.


[Rezension] The Blinds

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Titel The Blinds – Es ist ein Spiel, also spiel
Reihe The Blinds
Band 1. Band
Autor Emma Marten
Übersetzer
Illustrator
Verlag BoD
Erschienen als E-book und Taschenbuch
Genre Dystopie, Jugendbuch
Preis 4,99€ (E-Book [RE]), 12,99€ Taschenbuch
Seitenzahl 412 Seiten
Bewertung

Als ich nach einer Weile Lovelybooks-Abstinenz mal wieder am Stöbern kommender Leserunden war, fiel mir The Blinds auf. Nicht nur, dass das Cover unfassbar schön ist, auch die Zusammenfassung sprach mich an. Daher versuchte ich mein Glück und durfte tatsächlich an der Leserunde zu The Blinds teilnehmen.

Ihr alle kennt diese Bücher, die euch schon nach den ersten Sätzen zeigen, das sie euch gefallen werden. Genauso erging es mir mit The Blinds. Die Figuren, die Idee, das Setting  –  einfach alles stimmte.

Das Setting von The Blinds erinnert an Panem und Selection

Die Protagonistin der Dilogie Riley lebt in einer dystopischen Version der USA, die in Distrikte aufgeteilt ist. Während sie in den Slums in Armut lebt, schwelgen die Bewohner des Zentrums in Reichtum. Highlight der Unterhaltung ist eine Castingshow – Die Blinds. Stellenweise habe ich mich beim Weltenaufbau an Panem oder Selection erinnert gefühlt. Allerdings schafft es Emma Marten, die Idee für ihren Plot zu adaptieren und zu ihrer eigenen Idee zu machen. Denn sein wir mal ehrlich: Die zugrundeliegende Idee ist nicht das wichtigste, sondern die Ausführung. Und die ist rundum gelungen.

Riley ist eine tolle Protagonistin. Sie ist eigensinnig, sarkastisch, gefühlvoll und vieles mehr. Ich mochte sie vom ersten Moment an und habe es genossen, ihre Entwicklung mit zu verfolgen. Denn  wo Anfangs Widerwillen gegen das Leben im Zentrum herrscht, treten gegen Ende des ersten Teils andere Gefühle. Denn Riley weiß, was sie von ihrem Leben will.

Ihre Hintergrundgeschichte, die man als Leser durch Rückblicke erfährt, ist sehr berührend. Ebenso die zarte Liebesgeschichte, die sich zum Loveinterest entwickelt. An dieser Stelle will ich allerdings nicht zu viel verraten. Ihr sollt ja auch noch euren Spaß haben. Die anderen Figuren haben mir ebenfalls sehr zugesagt. Allen voran Duke und seine Schwester. Ihre herzliche und ehrliche Art habe ich sehr genossen.

Die Blinds sind eine Castingshow der etwas anderen Art

Die Blinds selbst spielen im Roman eine wichtige Rolle. Von Runde zu Runde begleiten wir Riley auf ihrem Weg. Aufgrund der schieren Masse an Teilnehmern liegt der Fokus zu Beginn der Geschichte lediglich auf Riley, um sich gegen Ende auch auf die enge Teilnehmerrunde auszudehnen. Das habe ich sehr begrüßt, denn zum einen lernt man Riley somit schneller kennen und zum anderen wird das Buch dann nicht durch zu viele Namen überladen.

Ihr merkt, The Blinds hat es mir angetan. Ich habe die Leserunde sehr genossen und kann euch das Buch wärmstens empfehlen. Der zweite Band der Dilogie ist bereits in der Schreibphase und wird von mir sehnlichst erwartet, denn der Cliffhanger am Ende war unfassbar gemein! Ich danke Emma Marten und Lovelybooks herzlich für die Bereitsstellung eines e-books von The Blinds im Rahmen der Leserunde.


[Rezension] Der Ruf des Kuckucks

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Titel Der Ruf des Kuckucks
Reihe Coromoran Strikes-Reihe
Band 1. Band
Autor Robert Galbraith
Übersetzer Wulf Bergner,‎ Christoph Göhler,‎ Kristof Kurz  
Illustrator  –
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Krimi
Preis 10,99€
Seitenzahl 656 Seiten
Bewertung
Der Ruf des Kuckucks
Der Ruf des Kuckucks

Ich kann euch gar nicht sagen, wie lange J.K. Rowlings aka Robert Galbraiths Der Ruf des Kuckucks auf meinem TBR ein trauriges Dasein fristen musste – und das auch noch völlig zu Unrecht, wie ich euch versichern kann. Ich bin hin und weg von diesem Krimi und das obwohl ich das Genre des Krimis nur sehr selten zur Hand nehme.

Dass J.K. Rowling gut schreiben kann, wusste ich bereits aus ihren magischen Harry Potter Büchern, die mich in meiner Kindheit begleiteten. Dass sie allerdings fernab von Kinder- und Jugendliteratur aus dem Fantasy-Genre angenehm und flüssig schreiben kann, stellte ich während der Lektüre von Der Ruf des Kuckucks fest. Kombiniert mit tollen Figuren und einem fesselnden Plot, bescherte mir ihr erster Krimi angenehme Lesestunden.

Der Ruf des Kuckucks kombiniert tolle Figuren mit einem fesselnden Plot

Die Hauptfigur des Krimis, der Privatdetektiv Cormoran Strike, hat mir direkt gefallen. Etwas eigenbrötlerisch, speziell, klug und sehr gradlinig – damit sammelte er bei mir direkt Sympathiepunkte. Als Ermittler im Todesfall der prominenten Lula Landry hat er sich durch ermittlerisches Fingerspitzengefühl und eine sehr gute Intuition hervorgetan, worin für mich auch die Spannung des Krimis lag.

Der Plot mit seiner Idee war grundlegend natürlich nicht neu, dafür aber schön aufbereitet und mit passenden Figuren ausgestattet. Kombiniert wurde der Plot zudem mit einigen Wendungen, die ich als unerfahrene Krimileserin nicht habe kommen sehen. Mehr als einmal konnte ich mich dabei ertappen, wie ich auch falschen Fährten umherirrte, nur um dann von Cormorans rotem Faden wieder auf die richtige Spur geführt zu werden.

Das Herzstück des Krimis, seine Auflösung, fand ich in Ordnung und passend zur Handlung. Es muss ja auch nicht immer ein nervenstrapazierendes Ende sein, bei dem man sich die Fingernägel zerkaut. Vor allem dann nicht, wenn es nicht zum gesetzteren Grundton der Handlung passt. Alles in allem bin ich von Der Ruf des Kuckucks sehr positiv überrascht. Besonders begeistert hat mich die Tatsache, dass Der Ruf des Kuckucks der Auftaktband zu einer Reihe ist.


[Rezension] Mythos Academy Colorado – Bitterfrost

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Titel Mythos Academy Colorado – Bitterfrost
Reihe Mythos Academy Colorado
Band 1. Band
Autor Jennifer Estep
Übersetzer Michaela Link
Illustrator
Verlag ivi Piper Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Fantasy, Jugendbuch
Preis 16,99€
Seitenzahl 384 Seiten
Bewertung
Bitterfrost
Bitterfrost

Als eingefleischter Fan der Mythos Academy, musste ich Jennifer Ersteps neuestes Werk Mythos Academy Colorado – Bitterfrost unbedingt haben. Als ich es dann endlich in meinen Händen hielt war es nur noch eine Frage der Zeit, bis ich den neuesten Streich aus Jennifer Esteps Feder verschlingen würde.

Meine Erwartungen an Mythos Academy Colorado – Bitterfrost waren gewohnt hoch – immerhin hatte mich Jennifer Estep bisher noch nie mit einem Buch enttäuscht.  Und ich muss sagen, dass ich in den ersten Tagen nach der Lektüre wirklich begeistert und glückselig war. Und dann begann ich, andere Rezensionen zum Buch zu lesen, die mich zum Nachdenken brachten. Versteht mich nicht falsch, weder das Buch noch die Rezensionen sind schlecht, aber sie brachten mich eben zum Nachdenken.

Die erste Begeisterung verflog nach den ersten Rezensionen von Mythos Academy Colorado – Bitterfrost

Ich hatte wirklich großen Spaß beim Lesen des neuen Auftaktbands und freue mich auch nach wie vor über die folgenden Bücher, allerdings bin ich nicht mehr so übertrieben euphorisch, wie direkt nach dem Lesen. Es liegt nicht daran, dass mich Jennifer Esteps Schreibstil nicht packen konnte oder die Welt mir fremd vorkam. Denn sowohl ihr Schreibstil als auch das Setting konnten mich wieder in ihren Bann ziehen. Vielmehr störte mich die starke Parallelität, die mir unterschwellig schon während des Lesens aufgefallen war und die massive Heldenverehrung von Gwen, die mir bereits während des Lesens gegen den Strich ging.

Da ich über die Parallelen zwischen den beiden Reihen hinwegsehen kann – immerhin musste ich erst bewusst darauf hingewiesen werden – kann ich die permanent überhöhte Anwesenheit Gwens nicht so einfach ignorieren. Gwen, die mir als Figur sehr gut gefallen hat, verliert in meinen Augen dadurch an Glaubwürdigkeit und lässt die aktuelle Heldin zu gewollt in einem schlechten Licht dastehen, gegen das sie ankämpfen muss – natürlich zusätzlich zu ihren eigentlichen Problemen.

Alles in allem hatte ich beim Lesen von Mythos Academy Colorado – Bitterfrost großen Spaß und freue mich sehr auf einen zweiten Teil, wenngleich ich nun etwas mehr auf Parallelen und Unterschiede zwischen den Reihen achten werde. Guten Gewissens kann ich den Auftaktband allen Freunden von Jennifer Esteps Büchern und solchen, die es werden wollen, empfehlen.


[Rezension] Willkommen in der Provence

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Titel Willkommen in der Provence
Reihe
Band Einzelband
Autor Brigitte Guggisberg
Übersetzer
Illustrator
Verlag Diana Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Frauenroman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 352 Seiten
Bewertung
Willkommen in dre Provence
Willkommen in dre Provence

Als ich Willkommen in der Provence beim Bloggerportal angefragt habe, suchte ich nach einem schönen Frauenroman für Zwischendurch. Bekommen habe ich einen Frauenroman der etwas anderen Art mit einer Protagonistin, die aus einer Not eine Tugend zu machen versucht.

 

Der Plot von Willkommen in der Provence ist ebenso schnell erzählt wie komisch: Vivianne lebt ein beschauliches Leben in der Provence bis ihr Mann eines Tages von jetzt auf gleich verschwindet. Und damit nicht genug, er räumt das gemeinsame Bankkonto leer und lässt Vivianne auf einer nicht bedienten Hypothek sitzen. Natürlich ist Vivianne im ersten Moment ziemlich irritiert und vor den Kopf gestoßen. Von ihrer Panik getrieben, verstrickt sich Vivianne in einer Geschichte, aus der sie so schnell nicht mehr herauskommt…

Die Plotidee von Willkommen in der Provence ist erfrischend und einzigartig

Ich muss an dieser Stelle leider bereits sagen, dass der Plot für mich noch das Interessanteste an diesem Buch war, da die Idee wirklich einzigartig ist. Mit der Protagonistin Vivianne kam ich leider so gar nicht zurecht. Sie ist mir im Allgemeinen zu kopflos und zu antriebslos. Ich hatte das Gefühl, dass immer jemand für sie da ist, um sie in Bewegung zu halten und ihr zu sagen, wie es weitergehen wird. Eine selbstbestimmte Figur sieht leider anders aus.

Vivianne ist eine etwas anstrengende Protagonistin

Auch mit dem Schreibstil hatte ich so meine Problemchen. Nicht, dass Frau Guggisberg nicht angenehm schreibt, das schon. Lediglich die Auswahl des Präsens für ihre Geschichte empfand ich als ein wenig anstrengend beim Lesen. Auch hat mich irritiert, dass Vivian immer in indirekter Rede spricht, während alle anderen Figuren in direkter Rede agieren. Leider konnte ich mich bis zum Schluss nicht daran gewöhnen.

Alles in allem ist Willkommen in der Provence ein angenehmes Buch für zwischendurch, das eine sehr einzigartige Plotidee hat und spaßig zu lesen ist. Mit der Protagonistin und dem Schreibstil hatte ich stellenweise so meine Probleme, was allerdings nur an meinem persönlichen Geschmack liegt. Ich kann mir vorstellen, dass Willkommen in der Provence Leserinnen gefallen kann, die einen etwas anderen Frauenroman suchen.