[Rezension] Eden Summer

4 Kommentare
Titel Eden Summer
Reihe
Band Einzelband
Autor Liz Flanagan
Übersetzer Sabine Schulte
Illustrator
Verlag Aladin Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Roman, YA
Preis 14,95€ [RE]
Seitenzahl 368
Bewertung ....

Eden Summer in drei Worten?

Nachdenklich, berührend, besonders.

Cover & Gestaltung von Eden Summer?

Das Cover von Eden Summer ist so fröhlich und sommerlich gestaltet, dass man die dahinter steckende Geschichte auf den ersten Blick nicht erwartet. Lediglich die von Gewitterwolken verdecken Sonne lässt auf einen kritischeren Inhalt schließen. Die bunten Farben hingegen sprechen wieder für einen fröhlichen Roman, den man allerdings nicht bekommt. Stattdessen erhält man einen wundervoll und nachdenklich stimmenden Roman, der sehr lesenswert ist.

Worum geht es in Eden Summer?

In Eden Summer geht es um Eden, die von jetzt auf gleich spurlos verschwindet. Ihre beste Freundin Jess beginnt die Suche nach Eden, während der der Leser Näheres über Jess, Eden und die Freundschaft der beiden Mädchen erfährt. Durch viele Einschübe und Rückblicke erfährt man einiges über das Seelenleben der Mädchen, woraus letztlich die Spannung resultiert. Da man als Leser den Grund für Edens Verschwinden nicht kennt, treibt einen die Ungewissheit drängend voran.

Der Schreibstil von Liz Flanagan?

Liz Flanagan schreibt sehr angenehm. Ihre Wortwahl ist sehr passend für Jugendliche, die Atmosphäre ist aufgrund des Verschwindens von Eden und einiger nicht so schöner Ereignisse in der Vergangenheit der Mädchen sowohl angespannt als auch fesselnd. Alles in allem bin ich nur so durch den Roman geflogen, was auf einen flüssigen und schlüssigen Schreibstil schließen lässt. Rückblickend hat mich nichts gestört oder aufgehalten.

Das Figurenpersonal in Eden Summer?

Fangen wir doch mal mit Eden an. Über sie erfährt man, da sie in großen Teilen des Romans gar nicht wirklich anwesend ist, vor allem in Form von Rückblicken Näheres. Sie ist eine starke Person, die stets zu ihrer Freundin Jess steht und das auch nach schweren Schicksalsschlägen. Aufgrund eigener Schicksalsschläge verändert sich Eden jedoch, was im Roman sehr gut dargestellt wurde. Die Charakterentwicklung ist realistisch gezeichnet und konnte mich vollauf überzeugen.
Jess hat mir mit ihrer Beharrlichkeit sehr gut gefallen. Sie entwickelt sich innerhalb der erzählten Zeit sehr weiter, überwindet Ängste und eigene Schranken und wächst über sich hinaus. Die Freundschaft der beiden unterschiedlichen Mädchen hat mich berührt, ihre Schicksale haben mich zum Nachdenken gebracht.

Positives an Eden Summer?

Da ich über den Inhalt bereits Bescheid wusste, war ich nicht allzu sehr irritiert, dass ich kein fröhliches gute Laune Buch lese. Stattdessen erhält man ein Buch, auf das am ehesten die Beschreibung eines durchwachsenen Sommergewitters passt: Zeitweise gibt es fröhliche Phasen und Abschnitte voller Sonnenschein, die dann plötzlich und gewittersturmartig von negativen Ereignissen überschattet werden. Die Suche nach Eden war spannend gestaltet, die Atmosphäre war ansteckend und realistisch und durch die häufigen Rückblicke kann man die Protagonistinnen sehr gut kennenlernen. Eden Summer ist zudem dafür geeignet, ein wenig über Freundschaften und Beziehungen nachzudenken. Was sehen wir wirklich? Wie gut kennen wir unsere Freunde eigentlich? Merken wir es wirklich, wenn es anderen schlecht geht?

Empfehlung zu Eden Summer?

Ich habe Eden Summer innerhalb eines Wochenendes verschlungen. Die Handlung ist spannend und anregend, die Atmosphäre ist fesselnd und die Figuren realistisch gestaltet. Eden Summer ist ein beeindruckendes Buch über Freundschaft, Verlust und Entwicklung, das ich euch wärmstens ans Herz legen kann. Ich danke dem Aladin Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Eden Summer.

Weitere Meinungen zu Eden Summer:


[Monatsstatistik] März 2017

14 Kommentare

Hallöchen ihr Lieben und willkommen zur [Monatsstatistik] März 2017.

Der März machte, nicht nur wettertechnisch, sondern auch im Bereich Lesen große Fortschritte. Das Wetter wird einladender, die Sommerzeit ist zurück und ich kam wieder zum Lesen. Es geht Bergauf, der TBR wird nun endlich reduziert und – sofern es so weitergeht – sehe ich irgendwann einmal auch die vollgestopften Regalbretter unter meinem TBR wieder.

Gelesene Bücher

016. „Die rote Löwin“ von Thomas Ziebula
017. „Das Versprechen der Wüste“ von Katherine Webb
018. „Die Kleidermacherin“ von Nuria Pradas
019. „Black Dagger – Rehvenge & Ehlena“ von J.R. Ward
020. „Eden Summer“ von Liz Flanagan
021. „Das Erbe der Tuchvilla“ von Anne Jacobs

6 Bücher sind es geworden, die alle ihre Besonderheiten hatten. Mit „Black Dagger – Rehvenge & Ehlena“ von J.R. Ward und „Das Erbe der Tuchvilla“ von Anne Jacobs habe ich zwei Reihen auf den aktuellen Stand gelesen, was mich zum einen erfreut, andererseits aber auch traurig stimmt. Mit Band 3 der Tuchvilla-Saga ist die Trilogie leider beendet. Das Ende war überaus zufriedenstellend, dennoch wäre ich gerne länger bei den Melzers in Augsburg verbracht. Nun gut, das Leben ist kein Ponyhof, nicht wahr?
3296 gelesen Seiten konnte ich diesen Monat verzeichnen, was circa 550 Seiten pro Buch und 106 Seiten pro Tag macht. Beides ein sehr ordentlicher Wert. Der hohe Durchschnitt liegt vor allem an Wälzern wie „Black Dagger – Rehvenge & Ehlena“ und „Das Erbe der Tuchvilla“. Doch auch „Das Versprechen der Wüste“ von Katherine Webb war seitenstark und begeisternd. Von meiner Leseliste für den März konnte ich immerhin die Hälfte der geplanten Bücher lesen, was eine wirklich gute Quote ist.

Ein Monatshighlight zu küren fällt mir – wer hätte es erwartet?! – recht schwer. Sowohl der 7. Band der Black Dagger als auch der Abschlussband der Tuchvilla-Saga konnten mich vollkommen von sich überzeugen. Aber auch „Das Versprechen der Wüste“ von Katherine Webb hat mich beeindruckt zurückgelassen. Müsste ich mich entscheiden, würde ich Katherine Webb wählen, da es sich hierbei um einen gelungen Einzelband handelt.

Mein Monatsflop war leider „Die rote Löwin“ von Thomas Ziebula. Die Gründe dafür sind recht schnell benannt: Während der Anfang überaus spannend und fesselnd war, verlor das Buch gegen Mitte der Handlung seinen Biss. Ich kam stellenweise nicht mehr so zurecht, erwischte mich sogar dabei, Passagen zu überfliegen. Gegen Ende kommt nochmal Spannung auf, kann aber nicht mit dem Beginn des Romans mithalten. Sehr schade.

Neuzugänge

001. „Eden Summer“ von Liz FLanagan [RE]
002. „Black Dagger – Rehvenge & Ehlena“ von J.R. Ward [RE]
003. „Die Krone der Sterne“ von Kai Meyer
004. „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ von Abbi Waxman [LE]

Irgendwie will es in 2017 mit mir und dem TBR-Abbau nicht so recht klappen. Zwar habe ich in 2 von 3 Monaten Bücher abbauen können, aber leider längst nicht in dem gewünschten Ausmaße. Zwar halte ich mich beim Buchkauf und den Rezensionsexemplaren deutlich zurück, allerdings kam ich in letzter Zeit auch weniger zum Lesen. Dies liegt vor allem an der Arbeit, wobei ich endlich wieder mein Gleichgewicht gefunden habe. Wir werden sehen wie gut es im April mit dem TBR-Abbau funktioniert.

Challenges

Buchkultur-Challenge: unverändert!
Serienkiller-Challenge: 2 Reihen weitergelesen // 3 Reihen aktiv, 3 Reihen aktuell
Weltenbummler-Challenge: + 15 Punkte // 63 Punkte
Wortmagies High-Fantasy-Challenge: 6/30 Aufgaben gelöst

Leseliste April

001. „Wüstenblues“ von Gerhard von Kapff
002. „Run boy, run girl“ von Nadine Gersberg
003. „Eine Liebe in Edenfield“ von Katherine Webb
004. „Ich geb dir die Sonne“ von Jandy Nelson
005. „Die Krone der Sterne“ von Kai Meyer

Für den April habe ich mir weniger vorgenommen. Zwar war der März im Vergleich zu den vorherigen Monaten wesentlich leseintensiver, allerdings will ich mich im April auch nicht unter Druck setzen und dadurch in eine Leseflaute geraten. Daher habe ich den nicht gelesenen Rest meiner März-Leseliste stehenlassen und durch Kai Meyers neustes Buch ergänzt, das ich vermutlich als erstes lesen werde.


[Rezension] Das Versprechen der Wüste

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Titel Das Versprechen der Wüste
Reihe
Band Einzelband
Autor Katherine Webb
Übersetzer Babette Schröder, Katharina Volk
Illustrator
Verlag Diana Verlag
Erschienen als Hardcover mit Schutzumschlag
Genre Roman
Preis 19,99€ [RE]
Seitenzahl 544 Seiten
Bewertung .....

Das Versprechen der Wüste in drei Worten?

Fesselnd, abwechslungsreich, exotisch.

Cover & Gestaltung von Das Versprechen der Wüste?

Dieses Cover! Diese Farben auf dem Cover! Das Versprechen der Wüste ist einfach ein wahnsinniger Hingucker. Ich habe mich direkt in das Cover verliebt. Es verspricht einem Abenteuer, Reisen, Emotionen und genau das habe ich hier auch bekommen. Ein Cover, das einfach all das verspricht, was die Handlung auch halten kann. Sehr schön!

Worum geht es in Das Versprechen der Wüste?

In Das Versprechen der Wüste werden die Geschichten von Maude V. Vickery und Joan Seabrook erzählt. Zwei Frauen, die unterschiedlicher in ihrem Charakter nicht sein können, geeint in der Tatsache, dass sie ihre Leben endlich selbst in die Hand nehmen. Man erfährt in Rückblicken und Perspektivwechseln viel über die Lebensgeschichten der beiden Frauen, die mich sehr begeistern und fesseln konnten. Hinzu kommt eine unbändige Abenteuerlust und Fernweh, die Katherine Webb in diesen Roman eingebaut hat, die allgegenwärtig spürbar sind. I like!

Der Schreibstil von Katherine Webb?

Katherine Webb schreibt einfach göttlich gut. Ihr Schreibstil ist flüssig, angenehm, temporeich ohne hektisch zu werden, bildhaft und beschreibend ohne zu ermüden – schlichtweg einfach perfekt. Ich bin in die Geschichte eingetaucht und war direkt Teil der Handlung. Weder die Perspektiv-, noch die Zeitwechsel haben mich aus dem Lesefluss gebracht. Im Gegensatz, Katherine Webb setzt die Wechsel gekonnt ein, um die Spannung zu steigern. Was stellenweise reichlich fies war.

Das Figurenpersonal in Das Versprechen der Wüste?

Das Figurenpersonal in Das Versprechen der Wüste ist ein wenig üppiger, wobei ich mich in der Rezension auf die wichtigsten Figuren konzentrieren will. Alle Figuren haben jedoch eine gewisse Tiefe und liebevolle Gestaltung gemein, die ihnen ihren eigenen Charakter gibt. Keine der Figuren wirkt platt oder hingeworfen, nur um eine Figur zu haben. Besonders imponiert haben mir jedoch Maude und Joan, weil man aus ihren Perspektiven an eine Geschichte herangeführt wird. Joan war mit charakterlich dabei ein wenig lieber, da Maude eine verschrobene alte Dame ist, mit der ich nicht immer zurechtkam. Die junge Maude hingegen konnte mich sehr berühren. Beide Frauen sind charakterstark und mutig, wenngleich sie nicht von Beginn an so sind. Sie entwickeln sich, machen Erfahrungen und gehen gestärkt aus ihnen hervor. Dabei sind die Charakterentwicklungen durchaus nachvollziehbar, authentisch und realistisch. Daniel, Rory und Charles konnten mich auch von sich überzeugen, wobei sie nicht ganz so häufig auftauchen, wie die beiden Frauen.

Positives über Das Versprechen der Wüste?

Ich liebe es! Muss ich mehr sagen? Ich liebe Romane mit Perspektiv- und Zeitwechseln, mit starken Figuren, die sich erst noch entwickeln müssen, die ihre Schwächen haben, kantig sind und auch Fehler machen. Die Handlung ist super ausgewogen, spannend, temporeich und fesselnd. Ich liebe dieses Buch einfach. Lest rein, verliebt euch und genießt es.

Empfehlung zu Das Versprechen der Wüste?

Ich glaube, sehr viel mehr muss ich gar nicht sagen. Ich bin schwer begeistert. Tolle Figuren, tolle Handlung, toller Schreibstil, tolle Atmosphäre, super recherchiert – Nina ist happy. Ich danke dem Diana Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Das Versprechen der Wüste.


Montagsartikel Nr. 36

7 Kommentare

Guten Morgen ihr Lieben und willkommen zu Montagsartikel Nr. 36!

Ich habe mit Schrecken feststellen müssen, dass ich in der vergangenen Woche nichts gepostet habe. Die letzte Woche war im privaten Bereich sehr aufschlussreich, spannend und lehrreich, da musste der Blog ein wenig zurückstehen. Diese Woche startet sehr anregend und spannend, da ich heute Morgen einen vielversprechenden und sehr schönen Termin hatte und Buchpost auspacken durfte. Besser kann ein Montagmorgen doch kaum starten! Legen wir los mit dem Montagsartikel.

Welche Neuerscheinung auf die du dich freust, erscheint als nächstes?

Die Einzahl in der heutigen Montagsfrage schränkt meine Antworten drastisch ein. Denn ich kann euch nicht nur eine Neuerscheinung nennen, sondern viele Neuerscheinungen. Aber heute wollen wir uns doch mal an die Montagsfrage halten, schließlich habe ich bereits letzte Woche die Grenzen der Fragen ein wenig sehr ausgedehnt.

Entschieden habe ich mich für „Das Labyrinth der Lichter“ von Carlos Ruiz Zafón.

Spanien in den dunklen Tagen des Franco-Regimes: Ein Auftrag der Politischen Polizei führt die eigenwillige Alicia Gris von Madrid zurück in ihre Heimatstadt Barcelona. Unter größter Geheimhaltung soll sie das plötzliche Verschwinden des Ministers Mauricio Valls aufklären, dessen dunkle Vergangenheit als Direktor des Gefängnisses von Montjuïc ihn nun einzuholen scheint. In seinem Besitz befand sich ein geheimnisvolles Buch aus der Serie ›Das Labyrinth der Lichter‹, das Alicia auf schmerzliche Weise an ihr eigenes Schicksal erinnert. Es führt sie in die Buchhandlung Sempere & Söhne, tief in Barcelonas Herz. Der Zauber dieses Ortes schlägt sie in seinen Bann, und wie durch einen Nebel steigen Bilder ihrer Kindheit in ihr auf. Doch die Antworten, die Alicia dort findet, bringen nicht nur ihr Leben in allerhöchste Gefahr, sondern auch das der Menschen, die sie am meisten liebt.

© S. Fischer Verlag

 

Ich liebe die Bücher von Carlos Ruiz Zafón seit ich „Im Schatten des Windes“ zur Hand genommen habe. Er hat mich in eine literarische Welt entführt, die ich nicht mehr missen möchte. Daher freue ich mich wahnsinnig auf den 16. März 2017 und werde mir das Buch direkt am selben Tag noch kaufen. Ich kann es kaum erwarten, da mich die Inhaltsangabe, die ihr durch klicken auf den Spoilerbutton lesen könnt, sehr anspricht. Ich sehe mich vor meinem geistigen Auge schon vor dem Schaufenster meiner Lieblingsbuchhandlungen stehen, genau wie der kleine Junge: Die Nase und Hände an das Schaufenster gedrückt, vor Freude auf- und abhüpfend. Wir werden sehen.

Durch klicken auf das Bild landet ihr auf der Fischer Verlagsseite, hier gelangt ihr zur Leseprobe.

 

 

 

Wie war deine Woche?

Wie ich euch oben schon verraten habe, war meine vergangene Woche sehr spannend und lehrreich. Leider war sie dadurch sehr lesearm und wenig blogreich. Dafür wurde am Wochenende der Blog aktualisiert – glücklicherweise funktioniert noch alles. Meine größte Sorge war nämlich, dass das Design mit dem Blogupdate nicht mehr funktioniert. Ansonsten bin ich gerade fleißig dabei, ältere Artikel nachträglich im Hinblick auf SEO zu überarbeiten. Wie ich mit den ältesten Rezensionen und Beiträgen umgehen werde, habe ich noch nicht beschlossen. Aber ich denke, es wird einen guten Weg geben, die Beiträge beizubehalten wie sie sind und sie mit SEO zu kombinieren.

Lesetechnisch war diese Woche auch recht zurückhaltend. Mit „Black Dagger – Vishous & Jane“ konnte ich immerhin ein Buch verschlingen, wobei ich hier zum ersten Mal an der Reihe von J.R. Ward etwas auszusetzen habe. Ich war nämlich leider mit einer Entwicklung gegen Ende des Buchs überhaupt nicht glücklich. Aber dazu mehr in meiner kommenden Rezension.

Für die nächste Woche habe ich ein paar Buchleckerbissen geplant, möchte euch die beiden ausstehenden Rezensionen der zuletzt gelesenen Bücher vorstellen und ein wenig im Hintergrund weiterarbeiten. Neben der SEO-Aktualisierung älterer Artikel möchte ich nun auch endlich meine Rezensionen mit Bildern versehen. Da habe ich auch schon ein paar Ideen und werde mich bei den neueren Rezensionen zuerst austoben und mir gerne konstruktive Kritik zu Herzen nehmen. Wer also Tipps hat, immer her damit!

Gehst du auf die Leipziger Buchmesse? An welchen Tagen wirst du da sein? Und falls nicht: Wie vertreibst du dir die messefreie Zeit?

Geplant ist es für dieses Jahr leider nicht, aber ich würde nur zu gerne mal auf die Leipziger Buchmesse. Für 2018 ist es fest in Planung. So richtig schön mit Hotel, Messebesuch und Stadtbummel. Der Freund muss, als Buchsuchti in Ausbildung, natürlich auch mit auf die Messe. Ich werde mir die messefreie Zeit vermutlich mit vielen tollen Büchern versüßen, während ich in euren Messeberichten schwelgen werde. Wer von euch geht denn auf die Leipziger Buchmesse und plant einen Artikel dazu? Und wer von euch wird über die sozialen Medien live berichten?

Was war dein Wochenhighlight?

Mein Wochenhighlight war der Geburtstag einer meiner liebsten Mitmenschen. Dazu soll erwähnt sein, dass wir es hier mit einem kleinen Geburtstagsmuffel zu tun haben, für mich Geburtstage aber das absolut Größte sind. Dementsprechend erfreut war ich dann auch, dass gefeiert wurde. Als anständiger Buchsuchti war mein Geschenk stark buchlastig, schließlich will man auch andere Menschen mit Lesen infizieren – wobei das Geburtstagskind selbst ein bibliophiler Mensch ist. Zum Glück! Lange Rede, kurzer Sinn: Das strahlende Gesicht meines Geburtstagskindes war das Highlight meiner Woche. Nichts ist so erfreulich wie das Strahlen eines Menschen, den man soeben glücklich gemacht hat.


[Rezension] Kräuter der Provinz

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Titel Kräuter der Provinz
Reihe
Band Einzelband
Autor Petra Durst-Benning
Übersetzer
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Klappbroschur
Genre Humor, Liebesroman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 512 Seiten
Bewertung .....

Kräuter der Provinz in drei Worten?

Provinzentspannung, Freundschaft, Natur.

Cover & Gestaltung von Kräuter der Provinz?

Das Cover ist angenehm anzuschauen. Die Farben sind sehr stimmungsvoll, hell und freundlich und passen gut zur Atmosphäre des Buchs. Die Blumen passen ebenfalls gut zum Buch, da diese im Roman eine gesonderte Stellung einnehmen. Ansonsten ist das Cover recht zurückhaltend und schlicht gehalten.
Die Gestaltung im Roman selbst ist ebenfalls recht zurückhaltend. An jedem Kapitelanfang findet man eine kleine Blumenzeichnung.

Worum geht es in Kräuter der Provinz?

In Kräuter der Provinz geht es um viele kleinere Blickwinkel auf dieselbe Handlung, was das Buch sehr abwechslungsreich und interessant macht. Im Großen und Ganzen geht es darum, dass Bürgermeisterin Therese ihre Heimat vor dem Verfall retten will. Wie viele kleine Dörfer ist seine Existenz gefährdet, da immer mehr Menschen fortziehen. Doch wie kann das Dorf gerettet werden? Diese Frage wird im Laufe des Romans beantwortet.
Das Setting ist wunderschön. Mitten im Alpenvorland, mit grünen Wiesen, Bauernhöfen, Wäldern, Weihern, Äckern und Bergen spielt die Geschichte in einer Idylle. Schon beim Lesen konnte ich mir alles genau vorstellen und habe Fernweh bekommen.

Der Schreibstil von Petra Durst-Benning?

Petra Durst-Benning schreibt sehr angenehm. Es ist sehr leicht, in ihren Schreibstil einzusteigen, keine große Gewöhnungsphase wird benötigt. Es besteht ein ausgewogenes Verhältnis von Dialogen, Monologen und Beschreibungen. Alles in allem wirkt der Schreibstil sehr lebendig. Die Beschreibungen sind so gut, dass vor meinem geistigen Auge das Dorf Meierhofen aufgetaucht ist und ich Fernweh bekommen habe. Und auch die Figuren habe ich beinahe greifen können.

Das Figurenpersonal in Kräuter der Provinz?

Die Figuren haben mich ebenso überzeugen können, wie alle bisher besprochenen Punkte. Man erlebt die Geschichte um Maierhofen aus mehreren unterschiedlichen Blickwinkeln, wodurch Abwechslung und Spannung in die Geschichte kommt. Spannung insoweit, dass man erfahren will, wie ein bestimmter Handlungsstrang weitergeht. So ging es zumindest mir. Stellenweise konnte ich, beispielweise bei Greta, erahnen, in welche Richtung ihre Entwicklung abzielen wird, aber bei allen anderen Figuren konnte ich doch überrascht werden. Und Gretas Entwicklung war mir äußerst erwünscht. Die Figuren sind liebevoll gestaltet und durchdacht, jede hat ihre Stärken und Schwächen. Vor allem die Darstellung einer dynamischen Dorfgemeinschaft hat mir gefallen.

Positives über Kräuter der Provinz?

Das Buch weckt die Reiselust in mir. Es hat mich zum Lachen gebracht und wollte in einem Stück ausgelesen werden. Ich konnte es also gar nicht aus der Hand legen. Der Schreibstil animiert zum Lesen und auch die Aufteilung der Geschichte auf mehrere Sichtweisen hat den Leseprozess beschleunigt und interessanter gemacht. Der Plot ist gut angelegt und das Setting sehr stimmungsvoll. Petra Durst-Benning ist eine Autorin, die ich nun häufiger lesen möchte.

Kritik an Kräuter der Provinz?

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich jedoch. Der betrifft Therese, wobei ich mich nicht genau äußern will, da ich andernfalls zu viel verrate. Es gab jedoch einen Punkt, den ich in anderen Büchern bewusst scheue. Glücklicherweise hat dieser Punkt jedoch eine untergeordnete Rolle gespielt.

Empfehlung zu Kräuter der Provinz?

Wer sich von einem Buch gerne Fernweh machen möchte, Ferienidylle in Buchform erleben und Teil einer Dorfgemeinschaft sein will, ist hiermit goldrichtig. Das Buch macht Spaß, es ist stimmungsvoll und entspannt einen. Lehnt euch in der Sonne zurück, nehmt dieses Buch und genießt ein wenig die Idylle einer voralpenländischen Natur. Ich danke dem Blanvalet Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Kräuter der Provinz.

 


[Rezension] Herz verloren, Glück gefunden

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Titel Herz verloren, Glück gefunden
Reihe
Band Einzelband
Autor Christiane von Leffert
Übersetzer
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Frauenroman, Liebesroman, humoristischer Familienroman
Preis 8,99€ [RE]
Seitenzahl 384 Seiten
Bewertung .....

Herz verloren, Glück gefunden in drei Worten?

Familie, Emotionen, Entwicklung.

Das Cover von Herz verloren, Glück gefunden?

Das Cover von Herz verloren, Glück gefunden hat mich auf Anhieb angesprochen. Zu sehen sind farbenfrohe Muffins, Blumen, Kleidungsstücke und ein Haus – die Inbegriffe von Familie, Glück, Vorstadt und einer abgesicherten Zukunft. Dabei passt das Cover sehr gut zum Inhalt, lassen sich viele der Motive gut mit dem Inhalt des Buchs verknüpfen. Außerdem ist das Cover in seiner fröhlichen Gestaltung ein echter Hingucker.

Die Handlung/Das Setting von Herz verloren, Glück gefunden?

Victoria ist zweifache Mutter, Ehefrau eines erfolgreichen Bankmanagers und lebt in einem schicken Haus in der Vorstadt. Sie wähnt ihr Leben perfekt, bis sie ihre beste Freundin auf eine Arbeitsreise unternimmt und feststellt, dass es in ihrem Leben doch nicht so perfekt ist, wie sie zunächst dachte.

Das Buch hat mir unglaublich gut gefallen, da die Geschichte direkt aus dem Leben gegriffen ist. Victoria macht Erfahrungen, die so jedem beliebigen Menschen passieren könnten. Dabei reihen sich verschiedene Entwicklungen aneinander, die ihr gesamtes Leben Kopfstehen lassen. Und wie Victoria sich ihnen stellt und diese meistert, darum geht es in Christiane von Lafferts gelungenem Debütroman.

Der Schreibstil von Christiane von Leffert?

Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Der Roman lässt sich angenehm und flüssig lesen, es gibt eine gute Balance zwischen Beschreibungen, Gedankenmonologen und Dialogen. Der Schreibstil ist bildhaft und blumig genug, ohne zu detailliert zu werden. Man kann die Seeluft riechen, die Hunde bellen hören und den Sonnenschein auf der Haut fühlen, wenn man Herz verloren, Glück gefunden liest. Einfach ein rundum gelungenes Buch.

Die Figuren in Herz verloren, Glück gefunden?

Hach ja, die Figuren. Mit so einigen Figuren hatte ich einige Probleme, weil ich ganz klar auf Victorias Seite stehe. Leider habe ich persönliche Erfahrungen mit ähnlichen Menschen gemacht, was mich sehr sensibel hat werden lassen. Deswegen kam es vor allem bei Emily und Hubertus stellenweise zu heftigen Differenzen, weil mir Victorias Gefühlswelt in solchen Momenten sehr bekannt vorkam.
Victoria ist eine tolle Protagonistin. Sie macht eine Entwicklung durch, die mir außerordentlich gut gefallen hat. Sie schafft es endlich, sich selbst als Menschen zu entdecken und lieben zu lernen. Dabei ist sie bereit dazu, Menschen aus ihrem Leben ziehen zu lassen. Auch steht sie nach jedem Schicksalsschlag erneut auf, um ihr Glück zu finden. Stellenweise hätte ich sie gerne in den Arm genommen. Besonders gut gefiel sie mir wegen ihrer freundlichen, lebensbejahenden Einstellung. Sie ist einfach ein herzensguter Mensch, der gerne lacht.
Ihr Mann Hubertus hat mich zur Verzweiflung gebracht. Er steht unter großem beruflichen Stress, der ihn leider recht kalt werden lässt. Sein Umgang mit Victoria in solchen Situationen ging mir absolut gegen den Strich. Dafür konnte er mich im Laufe des Romans dennoch von sich überzeugen, was mich sehr überrascht und gefreut hat.
Emily, Victorias beste Freundin, hatte ich leider auch nicht immer ganz so gerne, wie ich sie gerne gehabt hätte. Dabei mag ich sie, abgesehen von ein paar Kleinigkeiten, echt gerne.
Die Herzmenschen aus der WG, Anna, Manni und Kristian mag ich unglaublich gerne. Die drei sind unglaublich toll. Und gerade die Mischung aus allen Figuren hat mir sehr gut gefallen. Ich muss nicht jede Figur lieben, um sie gut konstruiert und ausgestaltet zu finden. Denn das sind alle Figuren im Roman: Real, lebensnah und liebevoll gestaltet. Glücklicherweise konnte ich am Ende mit allen Figuren meinen Frieden machen, was mir kleinen Romantikerin sehr gut gefallen hat.

Positives über Herz verloren, Glück gefunden?

Für mich hat alles gepasst: Plot, Figuren, Wendungen, Entwicklungen und Ende. Ich bin ein absoluter Happyend-Mensch und wurde nicht enttäuscht. Zwar entwickelt das Ende sich in eine völlig andere Richtung, als man zu Beginn erwartet, allerdings bin ich super zufrieden. Vor allem die unterschiedlichen Figuren mit ihren verschiedenen Charakteren bringen Pepp in den Roman und machen ihn realitätsnah und echt. Und gerade solche Bücher liebe ich!

Empfehlung zu Herz verloren, Glück gefunden?

Christiane von Laffert hat mit ihrem Erstlingswerk Herz verloren, Glück gefunden einen humorvollen Roman geschrieben, der Familie, Glück und Selbstfindung thematisiert und den ich absolut empfehlen kann. Vor allem für LeserInnen, die realitätsnahe Romane mit Geschichten aus dem echten Leben bevorzugen, kann ich Herz verloren, Glück gefunden uneingeschränkt empfehlen.


[Monatsstatistik] März 2016

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Hallöchen ihr Lieben und willkommen zur [Monatsstatistik] März 2016!

Der März war noch weniger lesereich als der März. Unglaublicherweise ist es sonst genau umgekehrt. Aber diesen März hatte ich zwei Abgaben und zwei vorzubereitende Arbeiten, die erledigt oder begonnen werden wollten, da muss man dann eben mal auch Abstriche machen. Dafür hatte ich tolle Bücher, die mir den Tag versüßen konnten!

Gelesene Bücher

28. „Ein Streuner kehrt heim“ von Andy Trout, 384 Seiten, 4/5
29. „Der Herr der Diebe“ von Cornelia Funke, 400 Seiten, 5/5
30. „Die Buchspringer“ von Mechthild Gläser, 384 Seiten, 4/5
31. „Talon – Drachenzeit“ von Julie Kagawa, 560 Seiten, 5/5
32. „Unsterblich – Tor der Dämmerung“ von Julia Kagawa, 608, 4/5

2336 Seiten konnte ich meinem Lesekonte verbuchen. Das sind fast so viele wie im Februar, trotz 2 Büchern weniger. Für den April wird es in der ersten Hälfte vermutlich nicht besser werden, da noch immer eine Abgabe und zwei vorzubereitende Arbeiten auf meinem Soll stehen, aber abends will ich jetzt immer ein wenig lesen, zudem kommen die Fahrten zur Uni ja wieder hinzu, wobei ich sicherlich die eine oder andere Seite lesen werde.

Neuzugänge

1. „Unsterblich – Tor der Dämmerung“ von Julia Kagawa [RE]
2. „Weil ich ein Dicker bin“ von Bertram Eisenhauer [RE]

Nur zwei Neuzugänge diesen Monat, auf die ich mich wirklich gefreut habe. Ein Neuzugang ist sogar schon direkt gelesen worden, der andere kommt auch bald dran.

Challenges

Bücherkultur-Challenge: +0 Bücher = 25/150 Büchern gelesen
Cup of English Reads: +0 Bücher = 0 gelesene Bücher
Golden Backlist: +1 Buch = 21 gelesene Bücher
Serienkiller-Challenge: +2 Reihe begonnen = 3 beendete Reihen
Spar-Challenge: +2,50€ = 16,00€
Weltenbummler-Challenge: +15 Punkte = 87 Punkte

Leseliste April

Die Sub-Abbau-Challenge Aufgabe für den März regt uns dazu an, Bücher mit weniger als 300 Seiten zu lesen. Die habe ich, muss sie nur in dem riesigen Stapel finden. Deswegen finde ich die Aufgabe wirklich gut. Zudem kann ich dünnere Bücher mit Leichtigkeit in meine Unitasche stecken. Ein dünnes Büchlein fällt da nicht weiter ins Gewicht. Allerdings werde ich erst die aus dem März mitgenommenen Bücher beenden, die es von der Seitenzahl gesehen schon in sich haben. Aber danach wird radikal gelesen!


[Rezension] Eragon – Der Erbe der Macht

2 Kommentare
Titel Eragon – Der Erbe der Macht
Reihe Eragon
Band 4. Band
Autor Christopher Paolini
Übersetzer Michaela Link
Illustrator
Verlag cbj Verlag
Erschienen als Hardcover mit Schutzumschlag
Genre Fantasy, Kinder- und Jugendbuch
Preis 24,99€
Seitenzahl 960 Seiten
Bewertung ....

Das Buch in drei Worten?

Episch, kämpferisch, hoffnungsvoll.

Das Cover?

Der Abschlussband der Tetralogie um Eragon kleidet sich in einem angenehmen Grünton. Wie auch bei den drei vorangegangenen Büchern auch, blickt ein Drache den Leser direkt an. Nach Saphira, Dorn und Glaedr ist nun ein grüner Drache zu sehen.

Die Handlung/Das Setting?

Der gesamte Kontinent scheint sich auf den Kampf zwischen den Varden und dem Imperium zu rüsten. Eragon sieht sich mit seinem Schicksal konfrontiert und trifft einige schwerwiegende Entscheidungen. Alles läuft auf den großen finalen Kampf hinaus, wodurch die Handlung stark gebremst wird. Nichtsdestotrotz war auch der Abschlussband der Reihe spannend. Handlungsstränge fügen sich zusammen, kommen zum Schluss und ergeben ein großes Ganzes. Zwar ist das Was? der Geschichte von Anfang an klar, allerdings gilt es, das Wie? zu klären. Dadurch erhält sich die Geschichte ihre Spannung bis zum Schluss. Dies hing bei mir persönlich von einigen, an Figuren geknüpfte, Hoffnungen.
Circa in der Mitte des Buchs gibt es einen schwerwiegenden Plottwist, der die gesamte Handlung verändert. Das Ende des großen Kampfs war für mich zum Teil wirklich überraschend, hatte ich mir das Wie? zugegebenermaßen ein wenig epischer vorgestellt.

Der Schreibstil?

Paolinis Schreibstil steigerte sich seit Beginn der Reihe sichtlich. Der Abschlussband ist konstant gut geschrieben. Beschreibungen halten sich mit Handlungen und Dialogen die Waage, was ich persönlich sehr angenehm finde. Die Erklärungen der alten Sprache werden weniger, die Sprache an sich ist im vierten Band selbstverständlicher Bestandteil des Buchs.

Die Figuren?

Eragon und seine Gefährten sind nach wie vor unglaublich sympathisch. Am besten hat mir tatsächlich Saphira gefallen, da ihre Kapitel eine Auflockerung der düsteren Stimmung und Anspannung in Erwartung des großen Finales darstellten. Ihr Witz und Charme konnte die Atmosphäre des Buchs stellenweise stark auflockern.
Eragon selbst ist in diesem Band hin und her gerissen. Zwischen Himmel hoch jauchzend und zu Tode betrübt macht er beinahe jede Stimmung durch. Und auch die anderen Figuren werden zunehmend emotionaler und greifbarer. Vor allem die unnahbare Arya wuchs mir in diesem Teil ans Herz.
Die Charakterentwicklung der vorangegangen Bücher findet hier ihren Höhepunkt. Alles in allem haben sich alle Hauptfiguren zum Positiven verändert, ohne dass ihre Wandlung zu schnell oder unglaubwürdig gewesen wäre.

Positives?

Mir hat gefallen, dass ich das Wie des großen Kampfs nicht erraten konnte. Somit wurde ich ehrlich überrascht und finde zunehmend mehr Gefallen an der, zunächst recht wenig episch erscheinenden Auflösung. Auch gefallen hat mir die Zusammensetzung einiger Handlungsstränge und der sich daraus ergebenden Möglichkeiten für die Figuren.

Negatives?

Mir hat das Ende überhaupt nicht gefallen. Das Ende selbst ist logisch und nur konsequent, dennoch hätte mein romantisches Leserherz ein anderes Ende bevorzugt. Da geschieht es schon, dass ein wichtiger Handlungsstrang eine gewichtige Veränderung erfährt und dann kommt es doch ganz anders. Ich erträume mir einfach mein Wunschende.

Empfehlung?

Die Reihe hat mir sehr gut gefallen, konnte mich Stunde um Stunde und von Buch zu Buch stets immer begeistern. Eine großartige Figurenentwicklung, ein stimmiger Plot und ein unerwartetes Ende des großen Kampfs machen Eragon zu einem Lesegenuss. Abzug gibt es nur wegen meines persönlichen Geschmacks. Eine definitive Leseempfehlung an alle High-Fantasy-Leser, Mittelalterfans und die, die es noch werden wollen.


[Rezension] Eragon – Die Weisheit des Feuers

Keine Kommentare
Titel Eragon – Die Weisheit des Feuers
Reihe Eragon
Band 3. Band
Autor Christopher Paolini
Übersetzer Joannis Stefanidis
Illustrator
Verlag cbj Verlag
Erschienen als Hardcover mit Schutzumschlag und Lesebändchen
Genre Fantasy, Kinder- und Jugendbuch
Preis 24,95€
Seitenzahl 864 Seiten
Bewertung .....

Das Buch in drei Worten?

Spannend, ernster, tiefgründiger.

Das Cover?

Die Cover der Tetralogie um Eragon sind alle recht zurückhaltend, aber dennoch schön anzusehen. Wie auch bei den beiden Vorgängerbänden ist auch auf Band 3 ein Drache zu sehen. Im Kontrast zum schwarzen Schutzumschlag und Buch wirkt der goldene Drache umso majestätischer. Der goldene Schriftzug passt sehr gut zu der Covergestaltung der anderen Bände, die blau, rot und grün gehalten sind.

Die Handlung/Das Setting?

Eragons Geschichte spielt in einer mittelalterlichen Fantasywelt. Dort gibt es Drachen, Zwerge, Riesen und Elfen, die, zusammen mit den Menschen, vom Imperium bedroht werden. Eragon, eigentlich ein junger Bauernjunge, findet ein Drachenei und wird zum mystischen Drachenreiter.

Die Handlung des dritten Teils schließt unmittelbar an das Ende des zweiten Teils der Tetralogie an. Dabei werden bekannte Handlungsstränge fortgeführt und neue eingeführt. Dennoch bleibt die Handlung nicht statisch, da bereits abgeschlossen geglaubte Handlungsstränge wieder aufgegriffen oder sogar vollkommen umgeschrieben und revidiert werden. Das sorgte zumindest bei mir dafür, dass ich mir keiner Handlung mehr vollkommen sicher war, und einige Handlungen und Figuren hinterfragen wollte.

Der Schreibstil?

Christopher Paolinis Schreibstil steigert sich im Laufe der Reihe. Die Beobachtungen Eragons und anderer Figuren werden detaillierter und schöner dargestellt, Dialoge werden runder. Dies mag vielleicht auch am Entwicklungsprozess des Protagonisten liegen, allerdings ist diese Entwicklung des Schreibstils auch während der Perspektivwechsel zu erkennen. Die für uns fremde Sprache der Welt Alagäesia wird ohne direkte Übersetzung eingebunden, was den Lesefluss allerdings nicht hemmt. Worte, die erstmals genannt werden, aber auch kürzere Sätze, werden von ihren Verwendern oder durch Eragons Gedanken erklärt. Längere Aussagen findet man übersetzt im Angang des Buchs. Dennoch können solche Passagen problemlos aus dem Kontext verstanden werden.

Die Figuren?

Im dritten Band wird der Leser mit einigen Perspektivwechseln konfrontiert. Im Gegensatz zu den ersten beiden Bänden, in denen man fast ausschließlich an Eragons Seite durch Alagäesia reiste, teilt man im dritten Band die Perspektive einiger Figuren, unter anderem die von Roran, Nasuada und Saphira. Alle wichtigen Figuren haben ihre Erkennungsmerkmale, die sie innerhalb des Figurenpersonals der Tetralogie unverkennbar machen. Zudem erfahren beinahe alle Figuren eine positive Charakterentwicklung, während einige Nebenfiguren an Gewichtung gewinnen und sich dabei aber negativ entwickeln, was jedoch im Sinne der Handlung ist. Keine der Figuren wirkte auf mich sonderlich lieblos oder platt gestaltet. Im Gegenteil. Die Figuren sind gut genug charakterisiert und beschrieben, dass man sie sich vorstellen und sie in sein Leserherz schließen kann ohne dass der eigenen Phantasie zu starke Grenzen gesetzt werden, was das Aussehen der Figuren angeht.

Positives?

Die Reihe entwickelt sich beständig vorwärts. Dabei ist der Plot jedoch nicht übereilt oder künstlich gestreckt. Die Handlung ist an manchen Stellen etwas behäbig, braucht diese Ruhe allerdings zur vollen Entwicklung des Plots. Ungeduldige Leser werden mit Eragon und seinen vielen Reisen ihre Probleme haben. Mir hingegen hat gerade dies sehr gut gefallen. Auch Eragon als Figur hat mir sehr gut gefallen. Er ist nicht der ewig perfekte Held, den man aus den Artusromanen beispielsweise kennt. Er macht Fehler und lernt daraus.

Trotz einiger ruhigerer Passagen ist das dritte Buch der Geschichte um Eragon gewohnt spannend. Dem Leser werden einige unterschiedliche Handlungsstränge geboten, die interessant zu verfolgen sind, wodurch die Seitenzahlen zu schmelzen scheinen.

Negatives?

An einigen Stellen sind die Perspektivwechsel unheimlich fies, sodass man sich ein Vorblättern wirklich verkneifen muss. Für ungeduldige Leser ist dieses Buch nur bedingt zu empfehlen, da diese von der Geschichte eigenen Längen und Ruhephasen abgeschreckt werden könnten.

Empfehlung?

Ich habe die Tetralogie um Eragon zwar aus universitärer Motivation heraus wieder aus dem Regal geholt, bereue es allerdings nicht, den dritten Band endlich vom Berg der ungelesenen Bücher befreit zu haben. Eragon konnte mich sehr begeistern, die Handlung hat mich überzeugt und auch die Figuren sind in meinem Leserherz eingezogen. Eine klare Empfehlung für alle, die sich mit High-Fantasy anfreunden kann oder diese sogar zu seinem Lieblingsgenre zählt. Auch Freunde des Mittelalters werden hier auf ihre Kosten kommen.


[Rezension] Zwei für immer

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Titel Zwei für immer
Reihe Dilogie
Band 2. Band
Autor Andy Jones
Übersetzer Teja Schwaner und Iris Hansen
Illustrator
Verlag Aufbau Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Liebesroman
Preis 14,99€ [RE]
Seitenanzahl 432 Seiten
Bewertung ....

Das Buch in drei Worten?

Erwachsen, berührend, überraschend.

Das Cover?

Mich hat an Zwei für immer vor allem das Cover umgehauen. In Natura ist es noch schöner als auf den Pressefotos des Verlags. Besonders toll an dem Cover ist, dass es auch haptisch etwas zu bieten hat. Name, Titel und Blumen sind erhaben, glänzend und glatt. Auch farblich ist es ein absoluter Hingucker. Das Cover ist absolut gelungen.

Die Handlung/Das Setting?

Von Beginn an kam mit die Hauptfigur Fisher unglaublich bekannt vor. Sein kranker bester Freund El, dessen Lebensgefährte Phil, die Familie… Und dann fiel mir auf, dass Zwei für immer eine Fortsetzung zu Von wegen Liebe auf den ersten Blick. Der Vorgänger war mir zu oberflächlich, sexuell und flach. Band 2 konnte mich umhauen.

Zunächst dachte ich, dass es sich um einen Liebesroman handelt, der chaotische Wege gehen wird. Nachdem ich aber realisierte, dass es die Fortsetzung war, wurde ich ein wenig skeptisch. Und wurde vom Gegenteil überzeugt. Fisher hat einen neuen Lebensabschnitt erreicht, baut sich ein Leben mit seiner Freundin Ivy auf und schafft es dennoch, Arbeit, Freunde und Familie unter einen Hut zu bekommen.

Der Schreibstil?

Der Schreibstil von Andy Jones hat sich weiterentwickelt. Zwei für immer glänzt durch eine angenehme Wortwahl. Sie ist nicht unpassend da zu flach oder zu hochgestochen. Sie passt zu den Figuren, ihrem Alter, Arbeitsplätzen und Charakteren. Es hat mir wirklich Spaß gemacht das Buch zu lesen, ganz im Gegensatz zum ersten Teil, dessen Schreibstil noch ein wenig kantig war.

Die Figuren?

Fischer ist endlich erwachsen geworden. Er ist nicht mehr der selbstverliebte, egoistische und chauvinistische Kerl aus dem ersten Teil, der Frauen wegen einer Wette aufreißt. Er ist verantwortungsvoll, lustig, charmant und bis über beide Ohren verliebt. Er zeigt, dass er ein treusorgender Vater sein könnte, stellt sich vielen emotionalen Situationen, die nicht so einfach zu überstehen sind und verändert sich dennoch nicht zum Negativen. Er hat mir unheimlich gut gefallen. Ivy hat daran bestimmt einen großen Anteil, gleicht sie ihn doch oftmals aus, gibt ihm Kraft und hilft ihm dabei zu wachsen. Els Schicksal tut mir immer noch in der Seele weh, allen voran Phil hat sich meinen Respekt verdient. Hut ab vor solch einer aufopferungsvollen Liebe.

Positives?

Andy Jones konnte mich begeistern. Dem ersten Band fehlte es an Tiefe und Gefühl, was im zweiten Teil mehr als wettgemacht wurde. Ich habe gelacht, geweint, gezweifelt und gehofft. Genau das, was ich von einem Roman erwarte. Fisher hat einen Quantensprung an Entwicklung durchgemacht. Es hat lange gedauert, bis ich den Fischer aus Von wegen Liebe auf den ersten Blick wiedererkannt hatte, so sehr hatte er sich bereits zu Beginn des neuen Romans verändert. Auch ist nicht alles schön und perfekt, Ivy und Fisher müssen mit einer ganzen Menge Probleme fertig werden. Auch sind die geschilderten Probleme realistisch und nicht übertrieben.

Empfehlung?

Sehr traurig fand ich zwei Schicksalsschläge gegen Ende des Buchs. Ich würde daher zur Vorsicht raten, da ich mir vorstellen kann, dass diese für sanfte Gemüte schwer zu ertragen sein könnten. Dennoch hat mir das Buch große Freude bereitet, mich überrascht und von sich überzeugt. Fisher ist ein anderer Protagonist, ist erwachsener und weitsichtiger geworden. Er hatte nichts mehr von dem oberflächlichen Frauenschwarm, der er im ersten Teil noch war. Gekoppelt mit tollen Figuren und einem chaotisch-liebevollen Plot eine Leseempfehlung für alle, die Liebesgeschichten mit beinahe Happy Ends lieben. Herzlichen Dank an den Aufbau Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Zwei für immer.