[Rezension] „Ich gebe dir die Sonne“

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Titel „Ich gebe dir die Sonne“
Reihe
Band Einzelband
Autor Jandy Nelson
Übersetzer Catrin Frischer
Illustrator
Verlag cbt Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Jugendbuch, Roman
Preis 17,99€ [RE]
Seitenzahl 480 Seiten
Bewertung

„Ich gebe dir die Sonne“ in drei Worten?

Lebendig, abwechslungsreich, anders.

Cover & Gestaltung von „Ich gebe dir die Sonne“?

Das Cover von „Ich gebe dir die Sonne“ ist so hell und freundlich, dass ich es einfach haben musste. Es ist einfach ein freundliches und farbenfrohes Cover, das man gerne Anschaut. Unter dem Schutzumschlag ist das Buch in einem wunderschönen Lila gehalten, im Inneren in einem strahlenden Orange. Von den Farben her ein absolutes gute Laune Buch!

Worum geht es in „Ich gebe dir die Sonne“?

So lebensfroh und fröhlich das Cover und die Farbgebung von „Ich gebe dir die Sonne“ sind, so tief und beinahe dunkel ist der Inhalt. Ihr solltet euch bewusst sein, dass es sich bei „Ich gebe dir die Sonne“ nicht um ein fröhliches Sommerbuch handelt, sondern um ein komplexes Werk, das sich stark mit Emotionen und zwischenmenschlichen Beziehungen auseinandersetzt. Es hat teilweise Phasen, die Leichtigkeit versprechen, aber dunklere Zwischentöne besitzen, die einen zum Nachdenken anregen. Ein sehr besonderes Werk.

Der Schreibstil von Jandy Nelson?

Der Schreibstil der Autorin ist sehr besonders. Und ich meine mit besonders nicht schlecht, sondern exorbitant. Zu Beginn hatte ich so meine Probleme, vor allem durch Noahs wirre und schnell wandelnde Gedanken. Jude war für mich sehr viel einfacher zu verstehen, was nicht heißen soll, dass ich Noahs Darstellung schwierig fand. Beide Darstellungsweisen von Gedanken und Emotionen sind so besonders und bewegend, dass ich es noch nirgendwo besser gelesen habe. Durch ihre Ausdrucksweise und die bildhaften Darstellungen schafft es die Autorin, die Geschichte ihrer Figuren direkt in meinen Kopf zu malen. Ein außerordentliches Talent, das mich sehr begeistert hat. Als ich mich dann an Noahs bunte Ausdrucksweise gewöhnt hatte, kam ich schnell voran.

Das Figurenpersonal in „Ich gebe dir die Sonne“?

In der Hauptsache geht es um Noah und Jude, die Zwillinge sind und in der Phase der erzählten Zeit des Romans unterschiedlicher nicht sein könnten. Da die Geschichte der beiden in zwei Perspektiven erzählt wird, die zudem zeitlich getrennt ist, lernt man die beiden auf zwei Weisen kennen: Jude und Noah mit 13/14 und mit 16. Es ist unfassbar, wie sehr sich die beiden innerhalb weniger Jahre verändert haben und noch spannender, wie es dazu kam. Denn während Jude als 16jährige berichtet, erzählt Noah seine Geschichte als 13/14jähriger. Dadurch erlebt man die Veränderung der Figuren direkt mit, kann einen Blick in ihre Gedanken und Emotionen werfen und sich wünschen, dass alles anders kommt.

Jandy Nelsons Figuren sind dabei so intensiv gestaltet, dass ich das Gefühl hatte, eine echte Geschichte zu erleben. Auch die Nebenfiguren, die ihren Teil zur Geschichte beitragen haben eine ganz eigene Tiefe, wie sie mir bisher nur selten begegnet ist.

Positives zu „Ich gebe dir die Sonne“

Der Schreibstil, die Erzählweise, die Figuren, die Geschichte und die Aussage dahinter. All das macht „Ich gebe dir die Sonne“ so einzigartig und wundervoll. Es ist ein Buch, das man so schnell nicht vergisst und das seines gleichen sucht. Ich bin einfach sprachlos und baff, selbst Tage nach dem Lesen. Die Erzählweise mit zwei unterschiedlichen, zudem zeitlich versetzten Perspektiven erzeugt Spannung, da jede Perspektive neue Einzelheiten ans Licht bringt, die am Ende ein großes Ganzes ergeben. Eine Geschichte von Verlust, Ängsten und Fehlern.

Empfehlung zu „Ich gebe dir die Sonne“?

Ich kann „Ich gebe dir die Sonne“ allen Lesern empfehlen, die ein außergewöhnliches Buch suchen. Allerdings ist es, anders als es durch die Covergestaltung den Anschein macht, kein leichtes Sommerbuch, sondern ein Buch mit Tiefe und Emotion. Ich danke dem Bloggerportal und dem cbt Verlag von Herzen für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Ich gebe dir die Sonne“.


[Rezension] „Foy und der Ring des Mauren“

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Titel „Foy und der Ring des Mauren“
Reihe
Band Einzelband
Autor Katharina Münz
Übersetzer
Illustrator
Verlag Selfpublish
Erschienen als E-Book
Genre Historischer Roman
Preis 3,75€ [RE]
Seitenzahl 454 Seiten
Bewertung

„Foy und der Ring des Mauren“ in drei Worten?

Spannend, historisch, begeisternd.

Cover & Gestaltung zu „Foy und der Ring des Mauren“?

Das Foto, das das Cover von „Foy und der Ring des Mauren“ ziert, gefällt mir sehr gut. Schriftart und Farbe passen zu den zuvor erschienenen Werken von Katharina Münz, während das Cover an sich dieses Mal eine Fotografie ist. Ob die Frau auf dem Cover Foy darstellen soll, kann ich nicht gänzlich sagen, da die Heldin des Romans in meiner Vorstellung ein paar Nuancen dunkler war als das Model. Alles in allem gefällt mir das Cover aber sehr gut.

Worum geht’s in „Foy und der Ring des Mauren“?

In „Foy und der Ring des Mauren“ geht es um die starke und herzliche Foy, die als dunkelhäutige Magd ein hartes Leben bei ihren Herren in Worms führt. An einem schicksalhaften Tag trifft Foy auf den gutaussehenden Bjørgyn, einen Dänen, der ein Auge auf die hübsche Magd geworfen hat. Was Foy zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß: Der Wikinger hat noch mehr im Sinn als Foy. Es beginnt eine spannende Reise, deren Ausgang ihr am besten selbst in Erfahrung bringt.

Der Schreibstil von Katharina Münz?

Ich mag an Katharina Münz‘ Büchern neben ihrer historischen Genauigkeit vor allem auch den Schreibstil. Katharina schreibt sehr emotional, bildhaft und detailliert, aber nicht überfrachtet. Sie schafft es, historische Bezüge in ihren Plot einzubetten, ohne dass sie stören oder auffallen. Dabei passt sie vor allem auch die Ausdrucksweise der Figuren an die gegebene Zeit an, ohne dadurch aber anachronistisch zu klingen. Es entsteht eine angenehme Balance aus historischer Korrektheit und moderne Interpretation.

Das Figurenpersonal in „Foy und der Ring des Mauren“?

Leser, die Katharinas Werke ein wenig länger verfolgen, kennen Foy aus „Falkenherz“, in dem Melwyn auf Foy trifft. Daher war sie keine gänzlich Unbekannte und ich brannte darauf, mehr über sie zu erfahren. Foy ist eine starke und doch sehr herzliche Frau. Ihre Sichtweise konnte ich gut nachvollziehen und konnte mich direkt mit ihr identifizieren. Vor allem am Anfang habe ich mit ihr gelitten und gebangt. Im Verlauf des Romans macht sie eine nachvollziehbare Veränderung durch und entwickelt sich sehr positiv. Vor allem die Darstellung ihrer Gefühle empfand ich als sehr reflektiert, realistisch und erwähnenswert, da diese ihre Charakterentwicklung spiegeln und mir überaus gut gefallen haben.
Bjørgyn hat mich sehr erheitert. Seine hartnäckige Art hat mir gut gefallen, wenngleich ich ein wenig überrascht war, wie schnell er Foy seine Gefühle offenbart. Vor allem seine verschiedenen Charaktereigenschaften im Kampf und gegenüber Foy, die gegensätzlicher nicht sein könnten, fand ich sehr ansprechend. Seine Familie gefiel mir im Übrigen genauso gut.
Foy und Bjørgyn gemeinsam haben mir unheimlich Spaß gemacht, sodass ich gerne noch viel mehr von ihnen lesen würde.

Positives über „Foy und der Ring des Mauren“?

Die Bücher von Katharina Münz gefallen mir aus mehreren Gründen so gut. Zum ersten gefällt mir, dass die Autorin historisch korrekt schreibt. Sie nutzt Löcher der Geschichtsschreibung, ihr Wissen über die Zeit und schafft somit ein Leseerlebnis, das eine mögliche realistische Geschichte erzählt. Auch passt sie ihre Schreibweise und den Ausdruck der Figuren an die historischen Begebenheiten an. Sie schafft darüber hinaus kein weichgezeichnetes Bild der damaligen Zeit, sondern ein sehr fundiertes, das weder bewertet noch klassifiziert. Ihre Figuren passen sich ebenfalls sehr gut in das Setting ein, wobei man eher davon sprechen muss, dass sich Setting und Figuren gegenseitig bedingen.

Empfehlung zu „Foy und der Ring des Mauren“?

Ich kann „Foy und der Ring des Mauren“ allen Leserinnen und Lesern empfehlen, die gut geschriebene und super recherchierte historische Romane schätzen, die Spannung und Emotionen liefern. Ich danke Katharina Münz von Herzen für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Foy und der Ring des Mauren“.


[Montagsartikel] Bücher, die man mehrfach lesen sollte

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Nach langer Abstinenz bin ich bei der heutigen Montagsfrage zu Büchern, die man mehrfach lesen sollte wieder dabei. Wie ihr seht, hat sich am Aufbau des Artikel ein wenig was geändert. Statt die Frage nur kurz und knapp zu beantworten, möchte ich ein wenig umfassender über die Themen hinter der Frage sprechen und mit euch diskutieren. Der wichtigste Aspekt dieser wöchentlichen Aktion, der gemeinsame Austausch, kam von meiner Seite bei den verganenen Fragen viel zu kurz. Daher lade ich euch herzlich ein, mit mir zu diskutieren. Ich freue mich schon auf eure Kommentare und eure Beiträge, die ihr mir sehr gerne in den Kommentaren verlinken könnt.

Svenja von Bücherfresserchen hat uns diese Woche die Frage gestellt, welche Bücher wir wieder und wieder lesen. Diese Frage steht in direkter Verbindung zu einem sehr interessanten Artikel von Rena, die darüber schreibt, warum Bücher zweimal gelesen werden wollen. Da mich ihr Beitrag sehr angesprochen hat, möchte ich beide Aspekte hier in einem Artikel verbinden und beantworten.

Als bibliophiler Mensch habe ich nicht nur einem Buch, zu dem ich immer wieder zurückkehre, sondern gleich mehrere. Einige sind Teil einer Reihen, wiederum andere sind Einzelbände. Aber mit allen verbinde ich besondere Erinnerungen und greife immer wieder gerne zu ihnen. Wie bei wohl vielen Bücherliebhabern kann ich hier Harry Potter nennen. Ich habe diese Reihe zwar erst eine Weile nach Beginn des Hypes lesen können, war aber sofort begeistert. Mit jedem neuen Band der erschien, habe ich die Vorgänger erneut gelesen. Übrigens einer der drei Gründe, weshalb Bücher unbedingt ein weiteres Mal gelesen werden wollen. Die Liebe zu J.K. Rowlings magischer Welt hält bis heute an, wo sie von Zusätzbüchern vollgepackt mit Hintergrundwissen Buch um Buch erneut gespeist und vertieft wird.

Dass ich ein Funke-Mädchen bin, zeigt sich in meinen letzten beiden Rezensionen (Drachenreiter und Die Feder eines Greifen). Angefangen habe ich mit den Wilden Hühnern, die ich bis heute unwahrscheinlich gerne zur Hand nehme. Wie auch meine Harry Potter Bände sind die Bücher zerliebt und gelesen. Man sieht deutlich den Unterschied zwischen diesen Büchern und neueren Werken, die ich zwar auch gerne gelesen habe, aber nicht so oft in der Hand hatte. Es folgten die Tinten-Trilogie, Reckless und ein paar Einzelbände, doch noch immer habe ich nicht annähernd alle Werke der Autorin gelesen. Dennoch kann ich mit Bestimmtheit sagen, dass die Wilden Hühner mein absoluter Favorit bleiben. An ihnen hängen viele schöne Kindheitserinnerungen, in denen ich immer wieder gerne schwelge. Bücher, die man mehrfach lesen sollte

Last but not least möchte ich hier den kleinen Prinzen nennen. Ich habe ihn gemeinsam mit meiner Mutter gelesen und erinnere mich noch sehr gut an die Begeisterung, die ich dabei empfand. Das Hörspiel kann ich immer noch auswendig. An den kleinen Prinzen knüpfen sich nicht nur viele tolle Erinnerungen, sondern es offenbaren sich mit jedem Lesen neue Details (wie auch bei der Harry Potter Reihe). Philosophische Einsichten, wundervolle Sätze und einen Blick aufs Leben, der den eigenen Horizont erweitert. Bücher, die man mehrfach lesen sollte

Lesen lässt dich in diverse Länder und Welten reisen, phantastische Erfahrungen machen und Leute kennenlernen, denen du so vielleicht nie begegnet wärst. Es schärft deinen Verstand, schult deine Phantasie und kann der Ausgleich für vieles im Leben sein. Ein Ruhepol, deine einsame Insel. Wenn du ein Buch gefunden hast, in dem du vollends versinken und abtauschen kannst, dann nimmst du es immer wieder zur Hand. Weil es dich beruhigt, tröstet, entspannt, zum Lachen oder Weinen bringt. Weil es dein tragbarer bester Freund ist. Weil du in Erinnerungen schwelgen kannst, die du sonst vielleicht vergessen hättest. Erinnerungen an das Wo des Lesens, das Wann, wer es dir geschenkt hat oder mit wem gemeinsam du es gelesen hast. Auch steckt ein bekanntes Buch immer noch voller Überraschungen. War dieses Detail schon immer da oder hast du es nur nicht gesehen, weil du so in der spannenden Handlung gesteckt hast? Hast du diesen besonderen Satz schon einmal auf diese bestimmte Weise gelesen wie jetzt? War das Buch schon immer so philosophisch und vielschichtig? Hat ein vermeintliches Kinderbuch doch intertextuelle Ebenen, die du als kindlicher Leser nur einfach noch nicht wahrnehmen konntest? Bücher, die man mehrfach lesen sollte

Wenn ich solche Bücher in den Händen halte, lasse ich sie nicht mehr los. Oftmals habe ich beim Lesen dann das Gefühl, dass ich einen Schatz gefunden habe, dessen gesamte Tragweite ich noch nicht überblicken kann. Vielleicht hat die Truhe einen doppelten Boden, den ich erst mit dem richtigen Trick öffnen kann. Und dann entdecke ich voller Begeisterung die nächste Ebene. Bücher, die man mehrfach lesen sollte

Jetzt bin ich auf eure liebsten Bücher gespannt, die ihr immer wieder lesen könnt. Überschneiden wir uns vielleicht sogar oder habt ihr ganz andere Schätze, die ich vergessen habe oder noch nicht kenne?


[Rezension] „Das Lied der Hugenotten“

6 Kommentare
Titel „Das Lied der Hugenotten“
Reihe Die Hugenotten
Band 1. Band
Autor Deana Zinßmeister
Übersetzer
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 576 Seiten
Bewertung

„Das Lied der Hugenotten“ in drei Worten?

Fesselnd, emotional, begeisternd.

Cover & Gestaltung von „Das Lied der Hugenotten“?

Wie schon so oft habe ich „Das Lied der Hugenotten“ wegen des interessanten Covers näher ins Auge gefasst. Das Buch wartet mit einem typischen Genre-Cover auf, dessen satter Blauton mir direkt ins Auge gesprungen ist. Darüber sieht man eine historische Abbildung auf (vermutlich) Pergament, dazu eine Kette und der erhabene, in Gold gehaltene Titel. Alles in allem ein hübsch anzuschauendes Cover.

Worum geht’s in „Das Lied der Hugenotten“?

Im Roman geht es um den Glashersteller Jacon und seine Familie, die während der Bartholomäusnacht 1572 aus ihrer Heimatstadt Paris flüchten. Der Roman handelt im Weiteren vom Schicksal der Familie nach ihrer Flucht und die Wirrungen, die durch diese entstanden. „Das Lied der Hugenotten“ ist der Auftaktband zu einer Familiensaga.

Der Schreibstil von Deana Zinßmeister?

Ich liebe gut geschriebene und recherchierte historische Romane. Und mit „Das Lied der Hugenotten“ habe ich genau das erhalten. Deana Zinßmeister schreibt unglaublich flüssig und emotional. Sie schafft es, den Leser mit ihrer flüssigen und angenehmen Schreibweise zu packen, die Spannung des Plots sorgt dann dafür, dass einen das Buch nicht mehr loslässt. Deana Zinßmeisters Ausdruck ist historisch passend und dennoch nicht anachronistisch, sodass man leicht vorankommt.

Das Figurenpersonal in „Das Lied der Hugenotten“?

Jacon und seine Familie haben mich direkt in mein Herz gestohlen. Pierre und Magali sind auch herzallerliebst und die Kräuterfrau Fleur hat mir besonders gut gefallen. Die Figuren sind sehr schön konzipiert. Sie haben Tiefe, ihre Eigenheiten und entwickeln sich innerhalb ihrer Möglichkeiten sehr realistisch weiter. Das Schicksal der Familie hat mich ans Buch gefesselt, da sie vom Glück stellenweise gebeutelt werden. Besonders schön war dann aber die familiäre Interaktion zwischen den Figuren, die so greifbar wirkte. Die Antagonisten waren ebenfalls gut gezeichnet. So gut, dass ich eine tiefe Abneigung gegen sie empfunden habe.

Positives zu „Das Lied der Hugenotten“?

Ich bin begeistert! Schlicht und ergreifend begeistert, weil Plot, Figuren und Schreibstil mir so gut zusagen. Der Roman ist sehr gut recherchiert und schafft es, historische Begebenheiten und fiktive Handlungsstränge gekonnt zusammenzufügen, ohne Brüche zu erzeugen. Ich bin in die Handlung eingetaucht und Teil der Geschichte, der Familie geworden.

Empfehlung zu „Das Lied der Hugenotten“?

Ich empfehle „Das Lied der Hugenotten“ wärmstens allen Liebhabern von historischen Romanen. Der Auftaktband der Hugenotten-Reihe hat mich angeteasert, gefesselt und begeistert. Ich danke dem Goldmann Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal von Herzen für ein Rezensionsexemplar von „Das Lied der Hugenotten“.


[Rezension] „Die Krone der Sterne“

3 Kommentare
Titel „Die Krone der Sterne“
Reihe
Band 1. Band
Autor Kai Meyer
Übersetzer
Illustrator Jens Maria Weber
Verlag Fischer Tor
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Science Fantasy
Preis 14,99€
Seitenzahl 464 Seiten
Bewertung .....

„Die Krone der Sterne“ in drei Worten?

Packend, überzeugend, großartig.

Cover & Gestaltung von „Die Krone der Sterne“?

„Die Krone der Sterne“ ist ein Hingucker schlechthin! Seit ich das Buch zum ersten Mal gesehen habe, wollte ich es haben. Zum einen wegen des Covers, zum anderen wegen des Autors. Besonders hinreißend finde ich die Zeichnungen im Inneren des Buchs, die einem so viele Dinge zeigen, die man sich mit reiner Fantasie kaum genauso hätte vorstellen können. Ein rundum gelungenes, optisches Meisterwerk.

Worum geht’s in „Die Krone der Sterne“?

„Die Krone der Sterne“ ist eine Mischung aus Fantasy und Science Fiction, was ich erst gegen Ende gelesen habe, Science Fantasy. Eine interessante Mischung. Im Vordergrund der Geschichte stehen Iniza, ihr Freund Glanis, der Kopfgeldjäger Kranit und die Alleshändlerin Shara. Gemeinsam begeben sie sich auf eine außerordentlich spannende Reise, mehr Überraschungen bietet, als ich zunächst erwartet hätte. Gepaart mit einem tollen Plot, exzentrischen Nebenfiguren, spannenden Wendungen und einem einzigartigen Setting kann man dieses Buch nur mögen.

Der Schreibstil von Kai Meyer?

Kai Meyer ist ein Schreibmeister. Ich liebe seine spritzigen Dialoge, seine ausgefallenen Figuren, die temporeichen Wendungen und seinen Plotaufbau. Seine Schreibweise ist flüssig, fesselnd und unterhaltend. Er schafft es, dass ich mir gewisse Szenen bildlich ausmalen konnte. Alles wirkt so plastisch. Vor allem die Balance aus Beschreibung und Dialog gefällt mir an Kai Meyers Werken so gut.

Das Figurenpersonal in „Die Krone der Sterne“?

Iniza ist eine Wucht! Zunächst dachte ich mir, dass sie ein süßes kleines Prinzesschen ist, das behütet werden muss. Und sie hat mich so überrascht. Ihre Art und Weise, ihr Kampfgeist, ihre Verbissenheit. Sie hat Ecken und Kanten, hat Biss, Witz und Charme. Sie ist ein gutes Vorbild für junge Frauen. Auch ihr kleines Geheimnis findet bei mir Anklang, weil damit besonders umgegangen wird. Glanis mochte ich vom ersten Moment an. Er ist fürsorglich, nett und einfühlsam, kann sich und andere aber sehr gut verteidigen. Kranit ist mein heimlicher Favorit. Er ist kratzbürstig, eigensinnig, starrsinnig und doch sympathisch – auf seine ganz eigene Weise. Shara komplettiert diese Runde. Sie ist sehr verbissen, nicht sonderlich vertrauensselig und mindestens genauso sarkastisch wie Kranit. Und hat sich damit bei ins Herz geschlichen.

Positives an „Die Krone der Sterne“?

Mir hat das Buch großen Spaß gemacht. Es hat Tempo, überraschende Wendungen, tolle Figuren, ein klasse (und sehr fieses) offenes Ende, das Lust auf mehr macht. „Die Krone der Sterne“ hat mir beim Lesen einfach großen Spaß gemacht, vor allem das Setting hat mich überzeugt. Normalerweise kann ich mit Science Fiction nicht viel anfangen, das neue Crossover Science Fantasy hingegen konnte mich voll überzeugen. Ich bin gespannt auf Band 2!

Empfehlung zu „Die Krone der Sterne“?

Ich kann das Buch allen Leseratten voll empfehlen, die Fantasy, Science Fiction oder Kai Meyer lieben. Mit „Die Krone der Sterne“ habt ihr alles auf einen Streich!

Weitere Meinungen zu „Die Krone der Sterne“:

 


[Rezension] „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“

12 Kommentare
Titel „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“
Reihe
Band Einzelband
Autor Abbi Waxman
Übersetzer Katharina Neumann
Illustrator
Verlag Rowohlt Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Belletristik, Roman
Preis 9,99€ [LE]
Seitenzahl 368 Seiten
Bewertung .....

„Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ in drei Worten?

Liebevoll, humorvoll, emotional.

Cover & Gestaltung von „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“?

Der Grund, weshalb ich auf „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ und die Leserunde aufmerksam wurde, war das wunderschöne Cover. Es sieht ein wenig rustikaler aus und auf den ersten Blick glaubte ich, in den Süden Deutschlands zu gelangen. Weit gefehlt, es verschlug mich in den sonnigen Teil der USA! Das Cover passt sehr gut zum Inhalt des Romans, spiegelt den Anteil des Liebesromans gut wider und ist ein echter Hingucker. Vor allem die Farbgebung hat mir zugesagt.

Worum geht es in „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“?

Würde man „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ schlichtweg nur als Liebesroman bezeichnen, würde man dem Roman nicht gerecht werden. „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ ist eine Mischung aus humoristischem Roman, Liebesroman, Ratgeber, Gute-Laune-Buch und Lebensgeschichte. Es ist ein wundervoll sarkastisches Buch voller Galgenhumor, hat aber auch weiche und verletzliche Seiten, die einen zu Tränen rühren können.

Der Schreibstil von Abbi Waxman?

Ich mag Abbi Waxmans Art zu schreiben. Der Ton „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ ist grundsätzlich sarkastischer Natur, aber sie kann auch liebevoll und ruhig schreiben. Die Dialoge sind spritzig und humorvoll, die emotionalen Parts treffen ins Schwarze. Die Beschreibungen im Roman sind detailliert genug, um sie sich vorstellen zu können, dominieren aber die Handlung nicht. „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ schafft einen Spagat zwischen Humor und Trauer, Emotionen, die im Roman allgegenwärtig sind.

Das Figurenpersonal in „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“?

Die Figuren der Geschichte haben mir durch die Bank weg gut gefallen. Ob das nun Teilnehmer des Gärtnerkurses sind, die man immer nur während der Kurszeiten erlebt, Lilis Arbeitskollegen oder die Familienmitglieder, alle konnten mich von sich überzeugen. Keine der Figuren war mir unsympathisch, nicht einmal Lilis Mutter (obwohl sie durchaus grenzwertig war!), alle wurden liebevoll konstruiert und sind mir ans Herz gewachsen. Besonders aber Lili und ihre Schwester Rachel sowie Lilis Töchter konnten mich vollkommen verzaubern. Lili ist eine bemerkenswerte Protagonistin, die mit viel Galgenhumor durch die Handlung geht. Ihre Entwicklung hat mich am meisten erfreut. Rachel ist eine treue Seele, die alles Glück der Welt verdient. Und die beiden Kleinen sind einfach putzig. Ich hatte an vielen Stellen das Gefühl, die Erzählung einer Freundin zu hören, statt von fiktiven Figuren.

Positives über „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“?

„Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ ist ein erfrischender Roman, der mit viel Humor an schmerzhafte Themen heranführt. Tod, Trauer und Verlust sind allgegenwärtig, dominieren die Handlung aber nicht. Dadurch wird auch der Anteil des Liebesromans ein wenig gedrückt, sodass es eine sehr angenehme Liebesgeschichte gibt, die nicht überladen oder schnulzig ist. Was ich zur Abwechslung sehr erfrischend finde! Die dritte Komponente bildet der allgegenwärtige Humor, ohne den kaum eine Figur im Roman auskommt. Als letzten Aspekt möchte ich den Stellenwert der Familie nennen, der in dieser Handlung wirklich hoch ist.

Empfehlung zu „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“?

Ich kann das Buch allen Lesern empfehlen, die Lust auf eine erfrischende und humorvolle Liebesgeschichte haben. Oben drauf gibt es hilfreiche Pflanztipps für Gemüse, die man auch gut überblättern kann, falls man sie nicht sofort lesen möchte. „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ hat mir Spaß gemacht, mich zum Lachen und Weinen gebracht und mir tolle Lesestunden bereitet. Ich möchte mich bei Lovelybooks und dem Rowohlt Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Leseexemplars im Zuge der Leserunde bedanken.


[Rezension] „Das Erbe der Tuchvilla“

10 Kommentare
Titel „Das Erbe der Tuchvilla“
Reihe Tuchvilla-Saga
Band 3. Band
Autor Anne Jacobs
Übersetzer
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 9,99€
Seitenzahl 670 Seiten
Bewertung .....

„Das Erbe der Tuchvilla“ in drei Worten?

Begeisternd, emotional, zufriedenstellend.

Cover & Gestaltung von „Das Erbe der Tuchvilla“?

Die Cover der Tuchvilla-Saga sind alle wunderschön und passen super zusammen. Auf jedem Cover kann man eine Frau sehen, die auf ein herrschaftliches Gebäude zugeht, das gut die Tuchvilla sein kann. Bei der jungen Frau vermute ich, dass sie Marie darstellen soll, die eine zentrale Rolle innerhalb der Saga innehat. Die Farben sind warm und kraftvoll, ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Vor allem in Kombination sehen die Cover wundervoll aus.

Worum geht es in „Das Erbe der Tuchvilla“?

Die Tuchvilla-Saga behandelt die Geschichte der Tuchfabrikantenfamilie Melzer, die in Augsburg lebt. Im Laufe der Reihe ereilt die Familie einige Schicksalsschläge, die auf drei Bände verteilt erzählt werden. Band 3 spielt in 1924, wodurch die Wirren nach dem Krieg, die Weimarer Republik und einiges an Augsburger Zeitgeschichte von besonderer Bedeutung sind. Was genau bei Familie Melzer im Abschlussband der Trilogie geschieht, werde ich euch aus Spoilergefahr natürlich nicht verraten.

Der Schreibstil von Anne Jacobs?

Man fühlt sich als Teil der Geschichte. Anne Jacobs schafft es, ihre Geschichten so zu schreiben, dass man das Gefühl hat, mitten in ihr zu stecken. Man taucht ein und kehrt erst am Ende der Handlung in die Realität zurück. Das schafft sie vor allem durch ihren Schreibstil. Sie mischt Augsburger Mundart mit Hochsprache, hält die Balance zwischen Anachronismen und Neologismen, damit der Leser sich heimisch fühlt, ohne über Worte zu stolpern. Die Monologe sind spritzig, die Beschreibungen plastisch. An keiner Stelle will man Überblättern, alles ist angenehm und flüssig zu lesen.

Das Figurenpersonal in „Das Erbe der Tuchvilla“?

Marie ist mir mitunter die liebste Figur aus der Tuchvilla-Saga. Sie ist von Anfang an eine wichtige Protagonistin, sie ist Dreh- und Angelpunkt der Tuchvilla. Ihre Entwicklung innerhalb des letzten Buchs sowie der gesamten Trilogie hat mir sehr gut gefallen. Sie ist erwachsener geworden, ist aber weiterhin standfest und treu in ihren Überzeugungen. Und diese werden im Abschlussband weiß Gott auf eine harte Probe gestellt.
Kitty mag ich auch sehr gerne. Sie ist quirlig und fröhlich, bringt frischen Wind in jede Gesellschaft und berührte mein Herz an einigen Stellen. Besonders das Ende hat mich für sie sehr gefreut. Da schlägt das Leserherz höher. Sie ist sich selbst sehr treu geblieben.
Mit Paul hatte ich in diesem Buch durchaus meine Probleme. Am liebsten hätte ich ihn und Marie gepackt und geschüttelt! Das konnte man sich ja stellenweise nicht mitansehen. Zum Glück konnte er seine Stellung in meinem Leseherzen bewahren, weil er eine positive Entwicklung durchmacht.
Lisa taucht auch mal wieder stärker auf. Was sich bei ihr so alles entwickelt fand ich wirklich toll. Sie hat es so verdient! Ich freue mich einfach für sie. Von der unsympathischen Figur aus Band 1 ist nichts zurückgeblieben.
Die restlichen Figuren – das tolle Personal, die zuckersüßen Kinder und weitere Nebenfiguren – waren alle gekonnt konstruiert, wirkten lebensecht, realistisch und greifbar. Die Antagonistin des Buchs wollte ich einfach fressen, so wenig sympathisch war sie mir – was aber für den Entwurf spricht! Die Figuren konnten sich innerhalb ihrer Charaktere super entwickeln, alles wirkte lebensecht und greifbar. Toll!

Positives über „Das Erbe der Tuchvilla“?

Ich liebe diese Reihe! Ich bin so unfassbar froh und traurig zugleich. Traurig, da die Saga nun vorbei ist. Glücklich, weil ich eine wundervolle Geschichte zu lesen bekam, tolle Figuren begleiten durfte und um eine großartige Leseerfahrung reifer bin.
Was mir an der Trilogie besonders gut gefällt, ist die Balance zwischen Fiktionalem und Historischem. Anne Jacobs versteht sich darauf, historische Ereignisse in eine fiktive Handlung einzubauen, sie zu deren Rahmen zu machen und die Schicksale ihrer Figuren darum zu weben. Man spürt dabei keinen Übergang zwischen historischen Begebenheiten und fiktionalen Einschüben, alles passt sich ineinander. Ich könnte euch noch stundenlang von dem tollen Plot, den super Figuren, der exzellenten Schreibe und meiner Begeisterung vorschwärmen, aber das würde den Rahmen dieser Rezension sprengen.

Empfehlung zu „Das Erbe der Tuchvilla“?

Ich kann diese Trilogie allen Lesern empfehlen, die historische Romane mit starken Frauenfiguren, tollem Setting, super Plot, exzellenter Schreibe und viel Genauigkeit lieben. Lest diese Reihe!


[Rezension] „Eden Summer“

4 Kommentare
Titel „Eden Summer“
Reihe
Band Einzelband
Autor Liz Flanagan
Übersetzer Sabine Schulte
Illustrator
Verlag Aladin Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Roman, YA
Preis 14,95€ [RE]
Seitenzahl 368
Bewertung ....

„Eden Summer“ in drei Worten?

Nachdenklich, berührend, besonders.

Cover & Gestaltung von „Eden Summer“?

Das Cover von „Eden Summer“ ist so fröhlich und sommerlich gestaltet, dass man die dahinter steckende Geschichte auf den ersten Blick nicht erwartet. Lediglich die von Gewitterwolken verdecken Sonne lässt auf einen kritischeren Inhalt schließen. Die bunten Farben hingegen sprechen wieder für einen fröhlichen Roman, den man allerdings nicht bekommt. Stattdessen erhält man einen wundervoll und nachdenklich stimmenden Roman, der sehr lesenswert ist.

Worum geht es in „Eden Summer“?

In „Eden Summer“ geht es um Eden, die von jetzt auf gleich spurlos verschwindet. Ihre beste Freundin Jess beginnt die Suche nach Eden, während der der Leser Näheres über Jess, Eden und die Freundschaft der beiden Mädchen erfährt. Durch viele Einschübe und Rückblicke erfährt man einiges über das Seelenleben der Mädchen, woraus letztlich die Spannung resultiert. Da man als Leser den Grund für Edens Verschwinden nicht kennt, treibt einen die Ungewissheit drängend voran.

Der Schreibstil von Liz Flanagan?

Liz Flanagan schreibt sehr angenehm. Ihre Wortwahl ist sehr passend für Jugendliche, die Atmosphäre ist aufgrund des Verschwindens von Eden und einiger nicht so schöner Ereignisse in der Vergangenheit der Mädchen sowohl angespannt als auch fesselnd. Alles in allem bin ich nur so durch den Roman geflogen, was auf einen flüssigen und schlüssigen Schreibstil schließen lässt. Rückblickend hat mich nichts gestört oder aufgehalten.

Das Figurenpersonal in „Eden Summer“?

Fangen wir doch mal mit Eden an. Über sie erfährt man, da sie in großen Teilen des Romans gar nicht wirklich anwesend ist, vor allem in Form von Rückblicken Näheres. Sie ist eine starke Person, die stets zu ihrer Freundin Jess steht und das auch nach schweren Schicksalsschlägen. Aufgrund eigener Schicksalsschläge verändert sich Eden jedoch, was im Roman sehr gut dargestellt wurde. Die Charakterentwicklung ist realistisch gezeichnet und konnte mich vollauf überzeugen.
Jess hat mir mit ihrer Beharrlichkeit sehr gut gefallen. Sie entwickelt sich innerhalb der erzählten Zeit sehr weiter, überwindet Ängste und eigene Schranken und wächst über sich hinaus. Die Freundschaft der beiden unterschiedlichen Mädchen hat mich berührt, ihre Schicksale haben mich zum Nachdenken gebracht.

Positives an „Eden Summer“?

Da ich über den Inhalt bereits Bescheid wusste, war ich nicht allzu sehr irritiert, dass ich kein fröhliches gute Laune Buch lese. Stattdessen erhält man ein Buch, auf das am ehesten die Beschreibung eines durchwachsenen Sommergewitters passt: Zeitweise gibt es fröhliche Phasen und Abschnitte voller Sonnenschein, die dann plötzlich und gewittersturmartig von negativen Ereignissen überschattet werden. Die Suche nach Eden war spannend gestaltet, die Atmosphäre war ansteckend und realistisch und durch die häufigen Rückblicke kann man die Protagonistinnen sehr gut kennenlernen. „Eden Summer“ ist zudem dafür geeignet, ein wenig über Freundschaften und Beziehungen nachzudenken. Was sehen wir wirklich? Wie gut kennen wir unsere Freunde eigentlich? Merken wir es wirklich, wenn es anderen schlecht geht?

Empfehlung zu „Eden Summer“?

Ich habe „Eden Summer“ innerhalb eines Wochenendes verschlungen. Die Handlung ist spannend und anregend, die Atmosphäre ist fesselnd und die Figuren realistisch gestaltet. „Eden Summer“ ist ein beeindruckendes Buch über Freundschaft, Verlust und Entwicklung, das ich euch wärmstens ans Herz legen kann. Ich danke dem Aladin Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Eden Summer“.

Weitere Meinungen zu „Eden Summer“:


[Rezension] „Black Dagger – Rehvenge & Ehlena“

6 Kommentare
Titel „Black Dagger – Rehvenge & Ehlena“
Reihe Black Dagger
Band 7. Band
Autor J.R. Ward
Übersetzer Corinna Vierkant
Illustrator
Verlag Heyne Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Roman, Fantasy, Erotikroman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 928 Seiten
Bewertung .....

„Black Dagger – Rehvenge & Ehlena“ in drei Worten?

Düster, überraschend, fesselnd.

Cover & Gestaltung von „Black Dagger – Rehvenge & Ehlena“?

Band 7 reiht sich perfekt in die Covergestaltung der Vorgängerbücher an. Schwarzer Hintergrund, graue Musterung und ein erhabener, farblich gestalteter Titel. Im Fall von „Black Dagger – Rehvenge & Ehlena“ in pink. Die gesamte Reihe der Sonderausgaben in ihrem düsteren Schwarz wirkt edel und aufgeräumt. Mir gefällt das schlichte Design sehr viel besser als die typischen Cover des Erotikgenres mit halbnackten Frauen und Männern. Geschmackvoll, stilvoll und edel heben sich die Bänder der Black Dagger in meinem Bücherregal ab.

Worum geht es in „Black Dagger – Rehvenge & Ehlena“?

Band 7 handelt, wie der Titel es schon erahnen lässt, von Rehvenge und Ehlena. Strenggenommen ist Rehvenge kein Teil der Bruderschaft, steht den Brüdern allerdings durch seine Schwester Bella sehr nahe. Daher freut es mich, ein wenig mehr über den stillen und geheimnisvollen Rehvenge zu erfahren, dessen größtes Geheimnis bereits in früheren Bänden gelüftet wurde. Im Fokus des Romans steht – vor allem im Vergleich zu den anderen Büchern – nicht nur die Beziehung von Rehvenge und Ehlena, sondern auch die Weiterentwicklung der Hauptgeschichte. Von Band zu Band verschiebt sich der Fokus zu einem ausgeglichenen Verhältnis aus Fokussierung auf das angekündigte Paar und dem Rest der Figuren sowie den Plot. Mit gefällt diese Balance sehr gut, da sie Spannung erzeugt und mich dadurch zum Weiterlesen animiert.

Der Schreibstil von J.R. Ward?

Da sich der Schreibstil kaum verändert (was auch an der Übersetzung liegen kann) habe ich nichts zu beanstanden. In wenigen Worten: Ich bin absolut begeistert von Schreibstil, Wortwahl und Perspektivwechsel sowie angepasster Ausdrucksweise je nach Figur. Einfach perfekt.

Das Figurenpersonal in „Black Dagger – Rehvenge & Ehlena“?

Von Buch zu Buch wird das Figurenpersonal der Black Dagger größer und größer. Aber dabei wird es nicht unübersichtlich. Es herrscht eine tolle Balance aus neuen Figuren, aktuellen Protagonisten und bereits näher behandelten Figuren, die alle ihre Position innerhalb der Gesamthandlung haben und unabdingbar sind. Rehvenge ist eine sehr interessante Figur. Bei früheren Auftritten hatte er mich bereits interessiert und nach diesem Band kann ich euch sagen, dass er eine wahrhaft fesselnde Figur ist. Besonders schön finde ich seine fürsorgliche Seite, die bereits im Band um seine Schwester Bella deutlich zu Tage tritt. Ehlena hingegen ist mir vorher nie bewusst aufgefallen, umso schöner war es, sie als Figur wahrzunehmen. Sie hat eine große innere Stärke, ist eine besonnene Figur und konnte mich vollauf von sich überzeugen.

Positives als „Black Dagger – Rehvenge & Ehlena“?

Ich kann mich hier nur wiederholen: Black Dagger wird unter anderem als Erotikroman ausgeschrieben. Im Gegensatz zu vielen anderen Werken des Genres, die ich bereits gelesen habe, hebt sich J.R. Wards Reihe deutlich ab. Die Männer mögen zwar klischeehaft gestaltet sein, was Ehre, Stärke, Kraft und Mut angeht, auch sind sie alle natürlich – genrespezifisch – sehr nett anzuschauen, aber keinesfalls wird die Frau als Objekt angesehen. Hat einer der Brüder seine wahre Gefährtin gefunden, geht er für sie durchs Feuer. Die Gefährtin ist das wichtigste Gut des Bruders, schützens- und liebenswert. Sie werden nicht diskriminiert oder untergeordnet. Im Gegenteil: Die Frauenfiguren in Black Dagger sind starke und selbstbewusste Frauen. Natürlich gibt es das Klischee des gebrochenen Kämpfers, der viele schlimme Dinge durchgemacht hat und alle Welt mies behandelt und durch die wahre Liebe geheilt wird, aber eben auf andere Art. Die Frauen in Black Dagger lassen sich nicht als Eigentum behandeln. Sie animieren Frauenfiguren ohne diesen Antrieb dazu, so zu werden. Dabei findet allerdings auch kein Männerbashing statt. Beide Parteien behandeln einander mit größtem Respekt und Zuneigung, was der Grund dafür ist, dass sich diese Reihe so abhebt.

Empfehlung zu „Black Dagger – Rehvenge & Ehlena“?

Ich kann auch Band 7 uneingeschränkt allen Fans von Fantasyromanen mit Vampiren, Action und Liebe empfehlen. Der Erotikanteil der Reihe schwankt von Buch zu Buch, ist dabei aber immer sehr geschmack- und stilvoll. Wer die Reihe noch nicht kennt, sollte mit Band 1 beginnen und eine neue Welt des Erotikgenres für sich entdecken. Ich danke dem Heyne Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal herzlich für die Breitstellung eines Rezensionsexemplars von „Black Dagger – Rehvenge & Ehlena“.

Weitere Rezensionen zu „Black Dagger“:

Black Dagger – Nachtjagd
Black Dagger – Blutopfer
Black Dagger – Rhage & Mary
Black Dagger – Zsadist & Bella
Black Dagger – Butch & Marissa
Black Dagger – Vishous & Jane
Black Dagger – Phury & Cormia


[Rezension] „Das Versprechen der Wüste“

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Titel „Das Versprechen der Wüste“
Reihe
Band Einzelband
Autor Katherine Webb
Übersetzer Babette Schröder, Katharina Volk
Illustrator
Verlag Diana Verlag
Erschienen als Hardcover mit Schutzumschlag
Genre Roman
Preis 19,99€ [RE]
Seitenzahl 544 Seiten
Bewertung .....

„Das Versprechen der Wüste“ in drei Worten?

Fesselnd, abwechslungsreich, exotisch.

Cover & Gestaltung von „Das Versprechen der Wüste“?

Dieses Cover! Diese Farben auf dem Cover! „Das Versprechen der Wüste“ ist einfach ein wahnsinniger Hingucker. Ich habe mich direkt in das Cover verliebt. Es verspricht einem Abenteuer, Reisen, Emotionen und genau das habe ich hier auch bekommen. Ein Cover, das einfach all das verspricht, was die Handlung auch halten kann. Sehr schön!

Worum geht es in „Das Versprechen der Wüste“?

In „Das Versprechen der Wüste“ werden die Geschichten von Maude V. Vickery und Joan Seabrook erzählt. Zwei Frauen, die unterschiedlicher in ihrem Charakter nicht sein können, geeint in der Tatsache, dass sie ihre Leben endlich selbst in die Hand nehmen. Man erfährt in Rückblicken und Perspektivwechseln viel über die Lebensgeschichten der beiden Frauen, die mich sehr begeistern und fesseln konnten. Hinzu kommt eine unbändige Abenteuerlust und Fernweh, die Katherine Webb in diesen Roman eingebaut hat, die allgegenwärtig spürbar sind. I like!

Der Schreibstil von Katherine Webb?

Katherine Webb schreibt einfach göttlich gut. Ihr Schreibstil ist flüssig, angenehm, temporeich ohne hektisch zu werden, bildhaft und beschreibend ohne zu ermüden – schlichtweg einfach perfekt. Ich bin in die Geschichte eingetaucht und war direkt Teil der Handlung. Weder die Perspektiv-, noch die Zeitwechsel haben mich aus dem Lesefluss gebracht. Im Gegensatz, Katherine Webb setzt die Wechsel gekonnt ein, um die Spannung zu steigern. Was stellenweise reichlich fies war.

Das Figurenpersonal in „Das Versprechen der Wüste“?

Das Figurenpersonal in „Das Versprechen der Wüste“ ist ein wenig üppiger, wobei ich mich in der Rezension auf die wichtigsten Figuren konzentrieren will. Alle Figuren haben jedoch eine gewisse Tiefe und liebevolle Gestaltung gemein, die ihnen ihren eigenen Charakter gibt. Keine der Figuren wirkt platt oder hingeworfen, nur um eine Figur zu haben. Besonders imponiert haben mir jedoch Maude und Joan, weil man aus ihren Perspektiven an eine Geschichte herangeführt wird. Joan war mit charakterlich dabei ein wenig lieber, da Maude eine verschrobene alte Dame ist, mit der ich nicht immer zurechtkam. Die junge Maude hingegen konnte mich sehr berühren. Beide Frauen sind charakterstark und mutig, wenngleich sie nicht von Beginn an so sind. Sie entwickeln sich, machen Erfahrungen und gehen gestärkt aus ihnen hervor. Dabei sind die Charakterentwicklungen durchaus nachvollziehbar, authentisch und realistisch. Daniel, Rory und Charles konnten mich auch von sich überzeugen, wobei sie nicht ganz so häufig auftauchen, wie die beiden Frauen.

Positives über „Das Versprechen der Wüste“?

Ich liebe es! Muss ich mehr sagen? Ich liebe Romane mit Perspektiv- und Zeitwechseln, mit starken Figuren, die sich erst noch entwickeln müssen, die ihre Schwächen haben, kantig sind und auch Fehler machen. Die Handlung ist super ausgewogen, spannend, temporeich und fesselnd. Ich liebe dieses Buch einfach. Lest rein, verliebt euch und genießt es.

Empfehlung zu „Das Versprechen der Wüste“?

Ich glaube, sehr viel mehr muss ich gar nicht sagen. Ich bin schwer begeistert. Tolle Figuren, tolle Handlung, toller Schreibstil, tolle Atmosphäre, super recherchiert – Nina ist happy. Ich danke dem Diana Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Das Versprechen der Wüste“.