[Rezension] Berühre mich. Nicht.

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Titel Berühre mich. Nicht.
Reihe Ja
Band 1. Band
Autor Laura Kneidl
Übersetzer
Illustrator
Verlag LYX Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre YA
Preis 12,90€
Seitenzahl 464 Seiten
Bewertung

Berühre mich. Nicht.

Aufmerksame Leser meines Blog wissen, dass ich gute YA sehr schätze. Vor allem, wenn sie aus der Feder von Laura Kneidl stammt, deren Elemente der Schattenwelt-Trilogie mich vollkommen von ihrem schriftstellerischem Talent überzeugen konnten. Daher musste ich ihrem neusten Werk Berühre mich. Nicht. einfach eine Chance geben.

Und was soll ich euch sagen? Ich habe es nicht bereut, mir Berühre mich. Nicht. spontan zu kaufen. Innerhalb weniger Tage hatte ich Berühre mich. Nicht. ausgelesen und war geflasht. Nicht nur von den interessanten Figuren und dem realistischen Plot, sondern vor allem von dem unheimlichen fiesen Cliffhanger, der den Leser am Ende von Band eins erwartet und die Tage bis zum Erscheinen von Band zwei zählen lässt.

Die Figuren in Berühre mich. Nicht. sind realistisch konstruiert und liebevoll gestaltet

Die Protagonistin des Romans, Sage, hat keinen einfachen Stand im Leben. Als sie zu Beginn der Handlung in Nevada ankommt, besitzt sie außer ihrem kleinen Wagen und ihrem eisernen Willen, ihren Neubeginn zu nutzen, nichts. Aufgrund ihrer Vergangenheit, die im Verlauf der Handlung immer mehr ans Licht kommt, fällt es Sage auch nicht leicht, neue Freundschaften zu knüpfen. Vor allem ihr neuer Job verwandelt sich in eine Zerreißprobe, die sie immerzu mit ihren Problemen konfrontiert.

Mit April und Luca hat Laura Kneidl zwei wundervolle Nebenfiguren gestaltet, die mir die Lesestunden zusätzlich versüßt haben. Vor allem Luca mit seiner feinfühligen Art ist mir dabei im Gedächtnis geblieben.

Die Handlung baut sich langsam auf, ebenso die Spannung. Mit jeder Erwähnung und jedem Rückblick ist das Interesse an Sages Vergangenheit bei mir gewachsen. Und je mehr Informationen offenbar wurden, desto mehr wollte ich über alle Figuren wissen. Einen großen Anteil an diesem Interesse hat auch der gemeine Cliffhanger, der exakt am Klimax der Handlung gesetzt wurde.

Berühre mich. Nicht. ist ein fulminanter Auftaktband, der das Interesse der Leser schürt

Ihr merkt, es fällt mir schwer, meine Begeisterung im Zaum zu halten. Aktuell zähle ich die Tage bis zum Erscheinen von Band zwei, damit ich endlich herausfinden kann, wie Sages Geschichte ausgeht und ob ihre gesamte Vergangenheit offenbart wird. Vor allem aber brenne ich auf eine Antwort auf meine dringendste Frage, die ich euch aus Spoiler-Gründen hier nicht nennen werde. Leserinnen des Romans werden wissen, worauf ich hinaus möchte.

Alles in allem kann ich Berühre mich. Nicht. eine eindeutige Leseempfehlung aussprechen. Lest. Dieses. Buch! Ich kann es euch vor allem dann wärmstens empfehlen, wenn ihr YA mit Tiefgang und angenehmen, wenn auch nicht unkomplizierten, Protagonisten interessiert seid.


[Rezension] The Blinds

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Titel The Blinds – Es ist ein Spiel, also spiel
Reihe The Blinds
Band 1. Band
Autor Emma Marten
Übersetzer
Illustrator
Verlag BoD
Erschienen als E-book und Taschenbuch
Genre Dystopie, Jugendbuch
Preis 4,99€ (E-Book [RE]), 12,99€ Taschenbuch
Seitenzahl 412 Seiten
Bewertung

Als ich nach einer Weile Lovelybooks-Abstinenz mal wieder am Stöbern kommender Leserunden war, fiel mir The Blinds auf. Nicht nur, dass das Cover unfassbar schön ist, auch die Zusammenfassung sprach mich an. Daher versuchte ich mein Glück und durfte tatsächlich an der Leserunde zu The Blinds teilnehmen.

Ihr alle kennt diese Bücher, die euch schon nach den ersten Sätzen zeigen, das sie euch gefallen werden. Genauso erging es mir mit The Blinds. Die Figuren, die Idee, das Setting  –  einfach alles stimmte.

Das Setting von The Blinds erinnert an Panem und Selection

Die Protagonistin der Dilogie Riley lebt in einer dystopischen Version der USA, die in Distrikte aufgeteilt ist. Während sie in den Slums in Armut lebt, schwelgen die Bewohner des Zentrums in Reichtum. Highlight der Unterhaltung ist eine Castingshow – Die Blinds. Stellenweise habe ich mich beim Weltenaufbau an Panem oder Selection erinnert gefühlt. Allerdings schafft es Emma Marten, die Idee für ihren Plot zu adaptieren und zu ihrer eigenen Idee zu machen. Denn sein wir mal ehrlich: Die zugrundeliegende Idee ist nicht das wichtigste, sondern die Ausführung. Und die ist rundum gelungen.

Riley ist eine tolle Protagonistin. Sie ist eigensinnig, sarkastisch, gefühlvoll und vieles mehr. Ich mochte sie vom ersten Moment an und habe es genossen, ihre Entwicklung mit zu verfolgen. Denn  wo Anfangs Widerwillen gegen das Leben im Zentrum herrscht, treten gegen Ende des ersten Teils andere Gefühle. Denn Riley weiß, was sie von ihrem Leben will.

Ihre Hintergrundgeschichte, die man als Leser durch Rückblicke erfährt, ist sehr berührend. Ebenso die zarte Liebesgeschichte, die sich zum Loveinterest entwickelt. An dieser Stelle will ich allerdings nicht zu viel verraten. Ihr sollt ja auch noch euren Spaß haben. Die anderen Figuren haben mir ebenfalls sehr zugesagt. Allen voran Duke und seine Schwester. Ihre herzliche und ehrliche Art habe ich sehr genossen.

Die Blinds sind eine Castingshow der etwas anderen Art

Die Blinds selbst spielen im Roman eine wichtige Rolle. Von Runde zu Runde begleiten wir Riley auf ihrem Weg. Aufgrund der schieren Masse an Teilnehmern liegt der Fokus zu Beginn der Geschichte lediglich auf Riley, um sich gegen Ende auch auf die enge Teilnehmerrunde auszudehnen. Das habe ich sehr begrüßt, denn zum einen lernt man Riley somit schneller kennen und zum anderen wird das Buch dann nicht durch zu viele Namen überladen.

Ihr merkt, The Blinds hat es mir angetan. Ich habe die Leserunde sehr genossen und kann euch das Buch wärmstens empfehlen. Der zweite Band der Dilogie ist bereits in der Schreibphase und wird von mir sehnlichst erwartet, denn der Cliffhanger am Ende war unfassbar gemein! Ich danke Emma Marten und Lovelybooks herzlich für die Bereitsstellung eines e-books von The Blinds im Rahmen der Leserunde.


[Rezension] Der italienische Garten

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Titel Der italienische Garten
Reihe
Band Einzelband
Autor Alyson Richman
Übersetzer Norbert Möllemann
Illustrator
Verlag Diana Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Frauenroman, historischer Roman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 432 Seiten
Bewertung
Der italienische Garten
Der italienische Garten

Mit Familie in Italien interessiert mich die Geschichte Italiens natürlich genauso sehr, wie die Deutschlands. Wenn ich nun historischen Roman mit Handlungsort in Italien, faszinierenden Figuren und authentischen Begebenheiten bekomme, schwebe ich auf meiner Lesewolke ganz weit oben. Nichts weniger habe ich mit Der italienische Garten von Alyson Richman bekommen.

Als Leser begleiten wir die junge Cellistin Elodie, die 1943 in Portofino von Bord eines Schiffes geht. In regelmäßigen Rückblicken erfahren wir die Geschichte der jungen Frau, die mit gefälschten Papieren ein neues Leben beginnen muss, nachdem ihr altes sie beinahe das Leben kostete.

Alyson Richmans Der italienische Garten ist voll historischer Authentizität

Als Liebhaberin von historischen Romanen und Geschichtsfan lege ich großen Wert auf historische Authentizität von Romanen. Bei Der italienische Garten hatte ich stellenweise das Gefühl, Zeitzeugenberichte zu lesen und keinen Roman. Alyson Richman schafft es, historische Begebenheiten mit fiktiven Ereignissen zu kombinieren und ihrer Geschichte somit eine tiefere Ebene zu verleihen. Vor allen Dingen hat sie es aber geschafft, ihre Figuren so authentisch zu kreieren, dass ich zu keiner Zeit Zweifel hatte, ebenjenen Menschen zu dieser Zeit auf der Straße begegnen zu können.

Die Figuren, allen voran Elodie, haben mich tief berührt. Ihre Gestaltung ist realistisch und glaubwürdig. Vor allem Elodies Verwandlung und ihre Tätigkeiten für den Widerstand haben mir sehr gut gefallen. Besonders schön empfand ich natürlich die Liebesgeschichten im Roman, die mein Herz berühren konnten.

Der italienische Garten  entwickelte einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte

Aufgrund der Thematik von Der italienische Garten kam nicht nur stellenweise richtig Spannung auf. Der Plot entwickelt sich zu Beginn gemächlich und langsam, um dann immer weiter an Fahrt aufzunehmen. Genau wie die historischen Begebenheiten, überschlagen sich plötzlich die Ereignisse – in vielerlei Hinsicht. Mit zunehmender Spannung konnte ich das Buch immer seltener aus der Hand legen. Der italienische Garten  entwickelte einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte.

Ich kann Der italienische Garten allen empfehlen, die gut recherchierte und spannende historische Romane mit Emotionen, tollen Figuren und spannendem Plot zu schätzen wissen.


[Rezension] Wintersterne

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Titel Wintersterne
Reihe
Band Einzelband
Autor Isabelle Broom
Übersetzer Uta Rupprecht
Illustrator
Verlag Diana Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Frauenroman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 448 Seiten
Bewertung
Wintersterne
Wintersterne

Ich liebe Geschichten, die ans Herz gehen. Als ich Wintersterne zu lesen anfing, wollte ich genau ein solches Herzensbuch. Bekommen habe ich die Geschichte dreier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten aber dennoch eines gemeinsam haben: Die Liebe.

Als Leserin von Wintersterne lässt man sich in das winterliche Prag der heutigen Zeit entführen. Tatsächlich fühlte ich mich während des Lesens die gesamte Zeit so, als wäre ich in Prag. Ich muss nicht erwähnen, dass das Buch derartiges Fernweh in mir geweckt hat, dass mein nächster Urlaub nach Prag geht, oder?

Isabelle Broom schreibt mit einer solchen Liebe und mit so viel Details, dass ich gar nicht anders konnte, als alles bildlich vor mir zu sehen und Teil der Geschichte zu werden. Ich war auf jeder Seite, in jeder Situation und Handlung dabei. Der winterliche Zauber der Stadt und die liebevoll gestalteten Figuren entwickelten einen solchen Sog, dass ich Wintersterne beinahe inhaliert habe.

Drei Frauen. Drei Liebesgeschichten. Eine unvergessliche Stadt.

Im Kern der Geschichte stehen die Lebens- und Liebesgeschichten dreier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und sich in Prag durch Zufall treffen. Man könnte von einer schicksalshaften Begegnung sprechen.  Besonders herzzerreißend war die Liebesgeschichte von Sophie. Ich hatte die gesamte Zeit über ein ungutes Gefühl, konnte aber den Finger nicht recht darauf legen. Dennoch war ich von der Enthüllung überrascht und schockiert. Umso mehr habe ich mich über die positiveren Geschichten von Megan und Hope gefreut, wobei auch die beiden ihre Hürden hatten.

Als besonders schön und liebevoll habe ich die Charaktergestaltung und Stadtbeschreibungen empfunden. Man spürt auf jeder Seite, wie viel Mühe sich Isabelle Broom mit ihrem Roman gegeben hat. Keine der Figuren wirkt platt oder leblos, sie alle haben gute und weniger gute Eigenschaften, stehen für sich ein und haben Gefühle.

Daher kann ich euch Wintersterne bedingungslos ans Herz legen. Vor allem bei diesem Wetter mit Buch, Keksen und Tee ins Bett gepackt und sich von Wintersterne davontragen lassen. Für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Wintersterne möchte ich mich ganz herzlich beim Diana Verlag und dem Bloggerportal bedanken.

Weitere Rezensionen zu Wintersterne


[Rezension] Evermore – Die Unsterblichen

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Titel Evermore – Die Unsterblichen
Reihe Evermore
Band 1. Band
Autor Alyson Noël
Übersetzer Marie-Luise Bezzenberger
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Fantasy, Jugendbuch
Preis 8,99€
Seitenzahl 384 Seite
Bewertung
Evermore - Die Unsterblichen
Evermore – Die Unsterblichen

Als ich mir die ersten vier Bände von Evermore gebraucht als Set erstand, wusste ich noch nicht, dass ich einen faszinierenden Plot mit einer Dreiecksbeziehung der etwas anderen Art bekommen würde. Band eins der Reihe – Evermore – Die Unsterblichen – ist ein grandioser Auftaktband, der mich tief in den Sog der Geschichte um Ever und Damen zog.

Seit Ever in einem Autounfall ihre gesamte Familie verlor ist nichts mehr wie es war. Nicht nur, weil sie von heute auf morgen eine Waise ist und zu ihrer Tante ziehen musste, sondern weil Ever seit dem Unfall die Gedanken ihrer Mitmenschen hören kann. Was zunächst nett klingt, wird zur Qual für Ever, die sich mehr und mehr zurückzieht und kaum jemanden an sich heranlässt. Ihren Alltag bewältigt sich nur aufgrund ihrer Rüstung: Kapuzenpulli und iPod. Und dann erscheint Damen auf der Bildfläche.

Es ist wie im Märchen: Liebe auf den ersten Blick!

Was danach kommt mutet zunächst ziemlich klischeehaft an. Sie sieht ihn und ist auf den ersten Blick in ihn verliebt, will es ihrer einzigen Freundin gegenüber aber nicht zugeben, weil diese ebenfalls an dem neuen und super attraktiven Kerl interessiert ist. Was sich dahinter verbirgt ist nicht wirklich neu, denn der neue und super attraktive Kerl hat natürlich ein Geheimnis. Und dieses Geheimnis lüftet Ever.

Trotz all der Klischeehaftigkeit hat mir Evermore – Die Unsterblichen wirklich gut gefallen. Alyson Noel hat es geschafft, klassische Motive zusammenzufügen und ihnen ihre Klischeehaftigkeit zu nehmen. Auch die mittlerweile abgestrafte Dreiecksbeziehung hat sie neuinszeniert und mit viel Spannung aufbereitet. Mir hat es jedenfalls viel Freude bereitet, hinter Damens Geheimnis zu kommen und Ever dabei zu begleiten. Vor allem die Abschnitte mit Drina haben mir aufgrund ihrer Dynamik zugesagt.

Evermore – Die Unsterblichen überzeugt mit tollen Figuren und einer packenden Handlung

Tatsächlich bin ich nur so durch Band eins geflogen und war positiv überrascht, als ich das Buch zuklappte. Ich hatte lockere und leichte Unterhaltung erwartet und habe ein spannendes Jungendbuch mit Fantasy-Anteil bekommen, das mich durch und durch begeistern konnte. Die Figuren haben genau die richtige Mischung aus Humor, Biss und Emotionen, sodass ich viel Freude beim Lesen und Mitfiebern hatte. Vor allem gegen Ende konnte ich das Buch genau aus diesem Grund nicht aus der Hand legen.


[Rezension] Harry Potter und das verwunschene Kind

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Titel Harry Potter und das verwunschene Kind
Reihe Harry Potter
Band 8. Band
Autor J.K. Rowling, John Tiffany & Jack Thorne
Übersetzer Klaus Fritz und Anja Hansen-Schmidt
Illustrator
Verlag Carlsen Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Fantasy, Theater
Preis 19,99€
Seitenzahl 336 Seiten
Bewertung
Harry Potter und das verwunschene Kind
Harry Potter und das verwunschene Kind

Harry Potter und das verwunschene Kind

Ich erinnere mich noch ziemlich genau an meine Reaktion als ich erfuhr, dass es einen neuen Harry Potter geben wird. Nicht mal die Nachricht, dass es sich hierbei um ein Theaterstück handelt, konnte meine Freude dämpfen. Zu sehr hoffte ich darauf, Antworten auf meine unzähligen Fragen zu erhalten, die mich seit Ende des letzten Bands beschäftigten. Leider wurden nicht alle Fragen beantwortet, wenn auch Harry Potter und das verwunschene Kind ein solider Nachfolger ist.

Wo genau soll ich anfangen? Der Potterhead in mir ist auch einige Zeit nach der Lektüre noch ein wenig enttäuscht. Nicht, weil ich keinen Harry Potter Roman bekommen habe. Die Form als Theaterstück fand ich fesselnd und spannend zugleich. Vielmehr liegt meine Enttäuschung in den Figuren begründet. Und auch hier liegt es nicht daran, dass nicht Harry und seine Freunde im Vordergrund stehen, sondern dessen Sohn Albus Severus. Nein, meine Enttäuschung gründet in den inkonsistenten Figuren und den offen gebliebenen Fragen.

Mir ist klar, dass sich Harry und Co seit Ende des siebten Bands weiterentwickelt haben. Hätte ich jedoch die Namen zu den jeweiligen Figuren nicht gehabt, ich hätte sie nicht wiedererkannt. Vor allem Ron und Ginny konnte ich nicht erkennen. Ginny, die durchsetzungsstarke Frau, die Harry im Kampf gegen Lord Voldemort unterstützt, habe ich nicht entdecken können. Und Ron war einfach eine verblödete Version seiner selbst. Versteht mich bitte nicht falsch. Ich hatte beim Lesen Spaß und bin gut vorangekommen. Auch habe ich viele Rezensionen zu Harry Potter und das verwunschene Kind gelesen und wusste, dass dies kein Harry Potter im herkömmlichen Sinne ist. Aber dennoch hatte ich die Erwartungshaltung, dass ich zumindest die Helden der Reihe charakterlich wiedererkennen könnte. Dass ich das nicht oder nur bedingt konnte, ist natürlich ein Wehrmutstropfen.

In Buchform ist der Plot von Harry Potter und das verwunschene Kind zu wirr und zu wenig begründet

Leider muss ich auch sagen, dass ich die Motivation des Plots und einige Wendungen nur schwer nachvollziehen kann. Stellenweise kamen mir Plottwists sehr erzwungen vor, weil sie in meinen Augen nicht ordentlich motiviert oder vorbereitet wurden. Plötzlich treten Figuren auf den Plan, die für alle anderen wohlbekannt sind, dem Leser allerdings nicht. Hier fehlte es mir eindeutig an JK Rowlings Detailverliebtheit. Vor allem aber kam bei mir vor allem die geliebte magische Atmosphäre eines Potter-Romans nicht auf.

Alles in allem kann ich sagen, dass Harry Potter und das verwunschene Kind ein netter Nachfolger ist, der mit den ersten sieben Bänden allerdings nicht mithalten kann. Wer nach Spuren liebgewonnener Figuren sucht, kann unter Umständen enttäuscht werden. Wer es allerdings schafft, frei von jeder Erwartungshaltung an das Theaterstück zu gehen, kann durchaus einen gewissen Zauber entdecken.


[Rezension] Der Palast der Borgia

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Titel Der Palast der Borgia
Reihe noch nicht bekannt
Band 1. Band
Autor Sarah Dunant
Übersetzer Peter Knecht
Illustrator
Verlag Suhrkamp Insel Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 14,99€
Seitenzahl 646 Seiten
Bewertung

Der Palast der Borgia

Wenn ich zu einem historischen Roman greife, dann will ich vollständig in die Handlung eintauchen, will fesselnde Figuren und einen spannenden Plot, der die geschichtlichen Begebenheiten gekonnt einbaut, die Vergangenheit authentisch darstellt und Grauzonen der Geschichte gekonnt mit fiktionalen Überlegungen ausfüllt. Und genau das habe ich in Der Palast der Borgia bekommen.

Schon aus dem Elternhaus habe ich ein reges Interesse an der Geschichte der Menschheit mitbekommen, das sich im Laufe der Jahre im Besonderen auf die Römer, Germanen und das Mittelalter spezialisiert hat. Ich kann gar nicht genug von historischen Figuren aus dem Mittelalter kriegen, die gekonnt in historische Romane eingebaut werden. Meist ist es jedoch so, dass die historisch verbürgten Figuren nur Beiwerk in historischen Romanen sind, die dem Werk eine gewisse Authentizität geben. In Der Palast der Borgia hingegen verhält es sich gänzlich anders. Nicht nur sind alle Hauptfiguren historisch begründet, sie entstammen auch einer der berühmtesten Familien dem italienischen Mittelalters, den Borgia.

In Der Palast der Borgia  werden die großen Dynastien Italiens treffend geschildert

Da mich gerade die großen Dynastien Italiens besonders begeistern war schnell klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Bekommen habe ich ein Buch voller Intrigen, Machtkämpfe, sehr gut recherchierter Figuren und einen authentischen Plot. Die grobe Geschichte der Familie Borgia war mir schon zuvor bekannt, sodass ich positiv überrascht war, wie gut die Autorin Sarah Dunant historische Begebenheiten mit Grauzonen der Geschichte und Gerüchten verbunden hat. Besonders spannend war es für mich, neuste Erkenntnisse der Geschichtsforschung zu lesen, auf die Sarah Dunant ihre Recherchen für den Roman stützt.

Ebenfalls sehr erfreulich war für mich das Ende des Romans, das einen weiteren Band verspricht. Ich bin nämlich noch lange nicht bereit, diese faszinierende Familie ziehen zu lassen. Zu viele Fragen blieben im ersten Band noch unbeantwortet. Zu sehr haben mich die Figuren in ihren Bann gezogen. Ich warte gespannt auf den Tag, an dem die Geschichte weitergeht. Zwar weiß ich schon, wie das Schicksal der Figuren historisch gesehen endet, allerdings ist zu verlockend herauszufinden, wie Sarah Dunant die Lücken der Geschichte schließt und mit Leben erfüllt.

Alles in allem kann ich Der Palast der Borgia nicht nur eingefleischten Fans von historischen Romanen empfehlen, sondern auch passionierten Hobby-Historikern, die Gefallen an der Familiengeschichte der Borgia finden.


[Rezension] Ewiglich die Liebe

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Titel Ewiglich die Liebe
Reihe Ewiglich-Trilogie
Band 3. Band
Autor Brodi Ashton
Übersetzer Ulrike Wasel und Klaus Timmermann
Illustrator
Verlag Oetinger Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Jugendbuch, Phantastik
Preis 17,95€
Seitenzahl 352 Seiten
Bewertung
Ewiglich die Liebe
Ewiglich die Liebe

Nachdem ich Ewiglich die Sehnsucht und Ewiglich die Hoffnung verschlungen habe, musste ich Ewiglich die Liebe einfach direkt hinterherschieben. Ich musste das Ende der Geschichte um Nikki, Jack und Cole kennen und kann euch verraten, dass ich sehr zufrieden bin.

Der Beginn von Ewiglich die Liebe ist das Ende von Ewiglich die Hoffnung, in der Cole Nikki die unfassbare Eröffnung macht, dass Nikki sich aufgrund einiger Handlungen im Ewigseits nun selbst in eine Ewigliche verwandelt. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich unfassbar sauer und wütend war, da ich Cole nicht für ein solches Arschloch gehalten hatte. Da Nikki es ausschließt, jemals eine Unsterbliche zu werden, fasst sie gemeinsam mit Jack den Plan, die Unterwelt zu zerstören.

Allerdings ist das nicht so einfach, wie die beiden sich das erhofft haben. Nicht nur fehlen ihnen die nötigen Informationen, auch macht Cole ihn einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Die Spannung der Handlung resultiert aus dem Zeitdruck, den Nikki hat. Denn ihre Verwandlung geschieht in einem nicht bekannten Zeitfenster, innerhalb dessen sie agieren muss bevor es zu spät ist.

Cole konnte mich mit seiner neuen Seite überraschen

Was mich allerdings besonders gefreut hat, war Cole von einer anderen Seite kennenzulernen. Durch bestimmte Begebenheiten entdeckt man eine neue Seite an der Figur, die bisher sehr ichbezogen und eigennützig agiert hat. Dadurch konnte ich ihn wesentlich mehr in mein Leserherz schließen. Nikki und Jack haben mir nach wie vor gut gefallen. Beide sind durch ihre Erfahrungen stärker geworden und an ihnen gewachsen statt an ihnen zu zerbrechen. Das befürchtete Liebesdreieck hat hier eine ganz andere Form als man es sonst aus Jugendbüchern gewohnt ist, was ich sehr erfrischend fand.

Ewiglich die Liebe ist ein Buch mit tollem Plot, super Figuren und spannenden Wendungen

Der Plot ist auf eine große Konfrontation gegen Ende des Buchs ausgelegt. Alle Handlungen und Entscheidungen führen das Trio in Ewiglich die Liebe auf den Klimax zu, der trauriger war als ich es erwartet hätte. Ich hatte tatsächlich ein paar Tränchen in den Augen.

Ewiglich die Liebe ist ein toller Abschlussband mit einer schönen Charakterentwicklung, spannenden Wendungen, einem überzeugenden Plot und einem tollen mythologischen Setting. Ich kann euch die Ewiglich-Reihe wirklich ans Herz legen. Vor allem das Ende konnte mich überzeugen, da es überraschend emotional und berührend war.

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[Rezension] Ewiglich die Hoffnung

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Titel Ewiglich die Hoffnung
Reihe Ewiglich-Trilogie
Band 2. Band
Autor Brodi Ashton
Übersetzer Ulrike Wasel und Klaus Timmermann
Illustrator
Verlag Oetinger Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Jugendbuch, Phantastik
Preis 17,95€
Seitenzahl 384 Seiten
Bewertung
Ewiglich die Hoffnung
Ewiglich die Hoffnung

Nachdem ich Ewiglich die Sehnsucht innerhalb weniger Tage verschlungen habe war mir klar, dass ich Ewiglich die Hoffnung direkt hinterher lesen muss. Zum Glück hatte ich alle drei Bände zuhause, sodass ich direkt weiterlesen und mit Nikki, Jack und Cole mitfiebern konnte.

Ewiglich die Hoffnung setzt nach dem großen Cliffhanger des ersten Teils an. Jack ist für Nikki in die Tunnel gegangen und hat Nikki somit befreit. Sie ist keine Spenderin mehr. Doch in Nikki keimt ein Plan, von dem nichts und niemand sie abbringen könnte: Sie will Jack aus dem Ewigseits retten. Allerdings braucht sie dafür Coles Hilfe. Die Suche nach Jack und das Recherchieren von Informationen habe ich als sehr spannend, aber auch bedrückend empfunden. Nikki leidet sehr unter Jacks ritterlichem Akt der Hilfe. Daher ist Nikkis Verzweiflung im zweiten Teil allgegenwärtig und schier greifbar.

Der Weltenaufbau ist spannend und ausgeklügelt

Während der Suche erfährt man als Leser auch mehr über das Ewigseits, was ich persönlich sehr interessant und faszinierend fand. Zunächst geht es um die Definition des Ewigseits, die aus diversen Kulturen und Unterweltvorstellungen einen Teil zu nutzen scheint. Das Ewigseits ist eine Mischung aus Elysium und Hölle. Ein Zustand des ewigen Status Quo, sofern genügend Energie fließt. Vor allem der geografische Aufbau war für mich interessant, da mich die grundlegende Struktur verstärkt an Dantes Hölle erinnerte, die ebenfalls in Ringen organisiert ist. Ihr merkt, das Ewigseits bietet genügend Anknüpfungspunkte für intertextuelle Bezüge.

Ewiglich die Hoffnung ist ein solider und faszinierender zweiter Band

Innerhalb von Ewiglich die Hoffnung geschehen einige Dinge, die für mich unerwartet kamen und mich sehr negativ überrascht haben. Besonders eine Wendung hatte für mich den faden Beigeschmack von Verrat, verwundert mich rückblickend aber nicht sonderlich. Dafür gab es aber auch eine höchst erfreuliche Überraschung, die mir die Freudentränen in die Augen trieb. Die kleine Romantikerin in mir ist sehr zufrieden gewesen.

Alles in allem war Ewiglich die Hoffnung ein starker zweiter Band, der für mich weniger ein Lückenbüßer bis zum furiosen Finale darstellte wie in anderen Trilogien. Natürlich nimmt an dieser Stelle die Handlung zum Ende im dritten Teil an Fahrt auf, Handlungsstränge werden verknüpft und begründet, aber der zweite Teil hatte auch eine eigenständige Handlung. Zudem wird durch die Geschehnisse in Band zwei die Grundlage für den Abschlussband gelegt.

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[Rezension] Ewiglich die Sehnsucht

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Titel Ewiglich die Sehnsucht
Reihe Ewiglich-Trilogie
Band 1. Band
Autor Brodi Ashton
Übersetzer Ulrike Wasel und Klaus Timmermann
Illustrator
Verlag Oetinger Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Jugendbuch, Phantastik
Preis 17,95€ [5€ als Mängelexemplar]
Seitenzahl  384 Seiten
Bewertung  
Ewiglich die Sehnsucht
Ewiglich die Sehnsucht

Lange bin ich um Ewiglich die Sehnsucht von Brodi Ashton herumgeschlichen, weil ich Angst hatte, die Bücher könnten mir aufgrund des Hypes nicht gefallen. Als der erste Band der Ewiglich-Reihe im Hugendubel als Restposten verkauft wurde, musste ich einfach zuschlagen und kann euch sagen: Ich habe es nicht bereut.

In Ewiglich die Sehnsucht geht es um Nikki, die aus einem mythischen Zwischenreich an die Oberwelt zurückkehrt und sich wieder an ihr altes Leben gewöhnen muss. Der Haken an der Sache: Ihre Zeit ist begrenzt. Und so beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, dessen Ausgang eigentlich sehr klar zu sein scheint. Kombiniert mit vielen Rückblicken, die zwischen die Handlungskapitel gepackt wurden, wird eine enorme Spannung erzeugt, die einen Sog in Richtung Buchende entwickelt, der mich vollkommen packen konnte.

Die mythologischen Elemente hatten ebenfalls einen besonderen Reiz auf mich ausgeübt. In Ewiglich die Sehnsucht legt die Mythologie die Struktur der geheimen Welt fest. Die Weltenkonstruktion war in sich stimmig und schlüssig sowie geheimnisvoll und spannend.

Die Figuren in Ewiglich die Sehnsucht haben Biss, Herz und Humor

Nikki hat mir als Protagonistin wirklich gut gefallen. Zu Beginn der Geschichte ist Nikki aufgrund ihrer Nährung verstört und kraftlos. Sie kämpft sich zurück in ihren Alltag und verzehrt sich nach ihrer großen Liebe Jack. Aber auch zu Cole hat Nikki eine besondere Verbindung. Alles in dem Roman schreit geradezu nach Dreiecksbeziehung! Jack war ein sehr imponierender Charakter. Er ist verbissen und hartnäckig und lässt sich von Nikki nicht so leicht abservieren. Er hilft Nikki dabei, nach einem Ausweg aus ihrer aussichtslosen Lage zu suchen. Cole mochte ich allerdings auch ziemlich. Er ist nicht so liebenswürdig wie Jack, aber er hat Humor. Und irgendwie kann ich ihn ein kleinwenig verstehen.

Idee, Setting und Plot in Ewiglich die Sehnsucht konnten mich vollkommen überzeugen

Der Plot des ersten Bands ist sehr spannend. Ich muss ja zugeben, dass ich weder Klappentext noch Zusammenfassungen gelesen habe, sonst hätte ich mir das Ende von Band eins selbst zusammenreimen können. Es ist nun auch nicht wirklich sonderlich überraschend, aber es ist dennoch herzzerreißend. Deswegen war ich am Ende vollkommen verstört und musste direkt zu Band zwei greifen, um zu erfahren, wie es weitergeht.

Alles in allem ist Ewiglich die Sehnsucht ein toller Auftaktband, der die Figuren sehr ausführlich vorstellt und in den Plot sowie das Setting einführt. Das Setting ist ein sehr einzigartiges, das mit Mythologie auf einer Weise arbeitet, wie ich sie noch nicht gesehen habe.

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