[Rezension] Der Ruf des Kuckucks

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Titel Der Ruf des Kuckucks
Reihe Coromoran Strikes-Reihe
Band 1. Band
Autor Robert Galbraith
Übersetzer Wulf Bergner,‎ Christoph Göhler,‎ Kristof Kurz  
Illustrator  –
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Krimi
Preis 10,99€
Seitenzahl 656 Seiten
Bewertung
Der Ruf des Kuckucks
Der Ruf des Kuckucks

Ich kann euch gar nicht sagen, wie lange J.K. Rowlings aka Robert Galbraiths Der Ruf des Kuckucks auf meinem TBR ein trauriges Dasein fristen musste – und das auch noch völlig zu Unrecht, wie ich euch versichern kann. Ich bin hin und weg von diesem Krimi und das obwohl ich das Genre des Krimis nur sehr selten zur Hand nehme.

Dass J.K. Rowling gut schreiben kann, wusste ich bereits aus ihren magischen Harry Potter Büchern, die mich in meiner Kindheit begleiteten. Dass sie allerdings fernab von Kinder- und Jugendliteratur aus dem Fantasy-Genre angenehm und flüssig schreiben kann, stellte ich während der Lektüre von Der Ruf des Kuckucks fest. Kombiniert mit tollen Figuren und einem fesselnden Plot, bescherte mir ihr erster Krimi angenehme Lesestunden.

Der Ruf des Kuckucks kombiniert tolle Figuren mit einem fesselnden Plot

Die Hauptfigur des Krimis, der Privatdetektiv Cormoran Strike, hat mir direkt gefallen. Etwas eigenbrötlerisch, speziell, klug und sehr gradlinig – damit sammelte er bei mir direkt Sympathiepunkte. Als Ermittler im Todesfall der prominenten Lula Landry hat er sich durch ermittlerisches Fingerspitzengefühl und eine sehr gute Intuition hervorgetan, worin für mich auch die Spannung des Krimis lag.

Der Plot mit seiner Idee war grundlegend natürlich nicht neu, dafür aber schön aufbereitet und mit passenden Figuren ausgestattet. Kombiniert wurde der Plot zudem mit einigen Wendungen, die ich als unerfahrene Krimileserin nicht habe kommen sehen. Mehr als einmal konnte ich mich dabei ertappen, wie ich auch falschen Fährten umherirrte, nur um dann von Cormorans rotem Faden wieder auf die richtige Spur geführt zu werden.

Das Herzstück des Krimis, seine Auflösung, fand ich in Ordnung und passend zur Handlung. Es muss ja auch nicht immer ein nervenstrapazierendes Ende sein, bei dem man sich die Fingernägel zerkaut. Vor allem dann nicht, wenn es nicht zum gesetzteren Grundton der Handlung passt. Alles in allem bin ich von Der Ruf des Kuckucks sehr positiv überrascht. Besonders begeistert hat mich die Tatsache, dass Der Ruf des Kuckucks der Auftaktband zu einer Reihe ist.


[Rezension] Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt

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Titel Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt
Reihe
Band Einzelband
Autor Patrick Pankow
Übersetzer
Illustrator
Verlag Dot Books
Erschienen als E-Book
Genre Krimi
Preis 4,99€ [LE]
Seitenzahl 226 Seiten
Bewertung ...

Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt in drei Worten?

Derb, temporeich, verwirrend.

Cover & Gestaltung von Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt?

Das Cover des Krimis wirkt aufgrund der bläulichen Farbgebung unstet, bedrohlich und panisch. Es transportiert dieselbe düstere Stimmung, die auch dem Krimi eigen ist. Zu sehen sind der Berliner Fernsehturm und ein Mann, der die Treppen einer U-Bahnstation hinauf rennt. Definitiv ein sehr passendes Cover.

Worum geht es in Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt?

Der Titel des Krimis ist Programm. Kommissar Ratt ist ein Kommissar der besonderen Sorte wie man ihn aus guten Krimis im Fernsehen kennt. Er ist nicht immer ganz gesetzestreu, wenn es darum geht, einen Verbrecher zu einem Geständnis zu bringen. Raubeinig und direkt nimmt er sich einer brutalen Mordserie an, in der Prostituierte ermordet werden. Der Fall ist undurchsichtig, verwirrend und temporeich. Ein Ereignis jagt das nächste, wodurch für Spannung gesorgt ist.

Der Schreibstil von Patrick Pankow?

Der Autor, der unter dem Pseudonym Patrick Pankow schreibt, hat einen für diesen dunklen Krimi sehr passenden Schreibstil. Er ist direkt, unverblümt, ein wenig derb und erinnerte mich stellenweise an den Telegrammstil. Die Wortwahl und Ausdrucksweise passt perfekt zu Ratt und er Szene, in der er ermitteln muss, weshalb auf mich alles sehr authentisch gewirkt hat. An dieser Stelle möchte ich deutlich machen, dass die derbe Sprache vorherrscht, wer mit Kraftausdrücken Probleme hat, sollte nicht zu diesem Buch greifen.

Das Figurenpersonal in Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt?

Kommissar Ratt ist ein gewöhnungsbedürftiger Charakter. Er ist verbissen, klug und direkt, kann aber auch ziemlich unangenehm werden. Er ist ein schwieriger Charakter, der nicht immer den Regeln des Gesetzgebers folgt und stattdessen seine eigenen Regeln aufstellt. Aber er bleibt sich treu. Seine raubeinige Art war für mich im ersten Moment gewöhnungsbedürftig, nach einer kurzen Weile hatte ich mich aber mit ihm angefreundet. Die anderen Figuren des Krimis bleiben recht blass und unscheinbar, sie nehmen nur Randpositionen ein, die sie nur selten verlassen, was ich an einigen Stellen recht schade fand.

Positives über Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt?

Patrick Pankow hat mit diesem Krimi ein absolut authentisches Buch geschrieben. Alles passt zusammen, nichts wirkt deplatziert oder zu gewollt. Es ist in sich stimmig, man hat Lust weiterzulesen. Der Krimi ist verworren und verwirrend. Man glaubt, auf der richtigen Spur zu sein, nur um dann eines besseren belehrt zu werden.

Kritik an Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt?

Leider habe ich auch ein wenig Kritik an diesem Krimi. So gerne ich undurchsichtig konstruierte Fälle auch mag, Ratts erste Intuition, deren er sich so sicher war, ging mit zu schnell. Der Leser wurde an dieser Stelle ausgesperrt, was ich persönlich sehr schade fand. Auch ziemlich irritiert hat mich die Beziehung zu einer weiteren Figur im Krimi, die plötzlich da war, nicht erklärt und auch nicht aufgelöst wurde. Diese Beziehung war für mich unverständlich und ein wenig störend.

Empfehlung zu Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt?

Dieser Krimi ist absolut nichts für zarte Gemüter, da die Wortwahl recht derb und direkt ist. Wer sich davon aber nicht abschrecken lässt erhält einen spannenden und verworrenen Kriminalfall, der absolut authentisch ist. Ich danke dot.books und Lovelybooks herzlich für die Bereitstellung eines Leseexemplars von Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt im Zuge der Leserunde.


[Rezension] Römische Ermittlungen

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Titel Römische Ermittlungen
Reihe Commissario Caselli-Reihe
Band 1. Band
Autor Bianca Palma
Übersetzer
Illustrator
Verlag BeTHRILLED (Bastei Lübbe)
Erschienen als E-Book
Genre Krimi
Preis 6,99€ [RE]
Seitenzahl 303 Seiten
Bewertung ....

Römische Ermittlungen in drei Worten?

Verwirrend, vielschichtig, detailliert.

Cover & Gestaltung von Römische Ermittlungen?

Das Cover ist recht dunkel gehalten und passt perfekt zu den beiden weiteren Teilen der Reihe. Sehen kann man, wie ich vermute, die spanische Treppe mit dem davor gelegenen Piazza di Spagna samt Fontana della Barcaccia. Ein sehr schönes Cover, ein richtiger Hingucker.

Worum geht es in Römische Ermittlungen?

In der Kurzbeschreibung wird dem Leser ein spannender Krimi versprochen, der im vorweihnachtlichen Rom und der Opernszene spielt. Tatsächlich treffen die letzten beiden Punkte vollauf zu, wobei der Krimi sich mitsamt seiner Spannung erst in der zweiten Hälfte des Buchs entwickelt. Der erste Teil des Buchs dient der Entfaltung aller Handlungsebenen, die später wichtig werden.

Der Schreibstil von Bianca Palma?

Der Schreibstil von Bianca Palma ist flüssig. Stellenweise kommen Parataxen vor, die dem Krimi seinen ganz besonderen Stil geben, den ich so noch nie gelesen habe. Ich empfand diese Parataxen sehr passend, wobei sie nicht mein Mittel der Wahl sind. Dennoch kommt man sehr gut durch den Krimi.

Das Figurenpersonal in Römische Ermittlungen?

Das Figurenpersonal ist groß, aber übersichtlich. Es kommen im Verlauf des Krimis immer neue Figuren hinzu, die wichtig für die weitere Handlung sind. Die Figuren sind doppeldeutig kreiert, keine Figur ist so wie sie auf den ersten Blick zu sein scheint. Alle Figuren bergen Geheimnisse oder versteckte negative Eigenschaften, die man so nicht erwartet hätte. Wirklich identifizieren konnte ich mich leider mit kaum einer Figur. Wenn ich eine Figur wählen sollte, dann den Kommissar Caselli. Er wirkte mit seinem Charakter auf mich am sympathischsten, ist gut beschrieben und sehr gut zu imaginieren.

Positives an Römische Ermittlungen?

Die zweite Hälfte des Krimis hat mir sehr viel besser gefallen, als die erste. Hier kommt endlich die Krimistimmung auf, die ich erwartet hatte. Der Krimi ist dabei aber auf subtile Weise anders, als andere Krimis, da er sich  vor allem auf der Beziehungsebene zwischen den einzelnen Figuren abspielt. Im Vordergrund steht die junge Musikerin Geraldine Dvorsky, um deren Geschicke herum sich der Krimi entspinnt. Ich habe geraten im Laufe des Krimis oftmals den Täter getippt und falsch gelegen, erst gegen Ende lag ich mit meinen Vermutungen zum Teil richtig. Der Krimi ist wunderbar undurchsichtig, verstrickt und vielschichtig, wie ich es mag. Miträtseln wird ermöglicht. Auch erfährt der Leser enorm viel über die Opernszene, Rom und diverse philosophische Themen, was sehr schön aber auch sehr überfordernd sein kann. Mir persönlich haben diese Informationen sehr gefallen. Hier muss ich jedoch darauf hinweisen, dass der Krimi vor allem etwas für Opern- und Musikliebhaber ist, die mit den reichhaltigen Details noch mehr anfangen können als ich.

Kritik an Römische Ermittlungen?

Ich muss leider sagen, dass mir die Entfaltung des Krimis in der ersten Hälfte leider zu lang war. Die typische Krimistimmung kommt erst nach gut 50% auf, was ich sehr schade finde. Der Krimi liest sich bis dato sehr angenehm und schnell, lediglich um einen Krimi handelt es sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Auch enorm schade fand ich die Fixierung auf Geraldine Dvorsky als handelnde Figur. Der Kommissar steht ein wenig außerhalb der Handlung, obwohl er in drei Mordfällen ermittelt. Erst in der zweiten Hälfte des Krimis ändert sich dies. Die erste Hälfte dreht sich vollkommen um Geraldine Dvorsky und ihre Liebesbeziehungen, die zwar wichtig sind, aber durchaus hätten kürzer gefasst werden können.

Empfehlung zu Römische Ermittlungen?

Römische Ermittlungen ist ein Krimi der besonderen Art. Ich kann diesen Krimi jenen Lesern empfehlen, die an Krimis interessiert sind, die sich langsam entfalten und sehr detailliert sind. Die Autorin hat einen vielschichtigen Krimi entwickelt, der ein Miträtseln seitens der Leser ermöglicht. Ich möchte jedoch anmerken, dass dieser Krimi nichts für Leser ist, die sich nicht für die Oper interessieren, da beides hier sehr eng verknüpft ist. Ich danke dem BeTHRILLED (Bastei Lübbe)-Verlag und Lovelybooks für die Bereitstellung eines Leseexemplars von Römische Ermittlungen.

Andere Meinungen zu Römische Ermittlungen:


[Monatsstatistik] Dezember 2016

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Hallöchen ihr Lieben und willkomen zur [Monatsstatistik] Dezember 2016!

Der Dezember war sehr arbeitsintensiv, was sich eindeutig an meiner Leseliste zeigt. 3 gelesene Bücher kann ich verzeichnen, der Januar gestaltet sich da schon besser. Dafür waren die Bücher im Dezember wirklich gut, sodass sich die drei Bücher wirklich gelohnt haben. Qualität statt Quantität war das Motto des Monats.

Gelesene Bücher

69. „Friesenherzen und Winterzauber“ von Tanja Lanz, 304 Seiten
70. „Coffee to go in Togo“ von Markus Maria Weber, 448 Seiten
71. „Der Duft von Glück und Rosen“ von Alexandra Markus, 87 Seiten

Eine durchscnittliche Bewertung von 4 Punkten kann sich durchaus sehen lassen. Meine Leseliste habe ich damit zwar nicht mal ansatzweise geschafft, aber nun gut.

Neuzugänge

Bei den Neuzugängen war ich dafür umso aktiver. Unglaublich, aber

1. „Der Ruf des Kuckucks“ von Robert Galbraith
2.
„Ein Buchladen zum Verlieben“ von Katharina Bivald
3. „Wir Kassettenkinder“ von Stefan Bonner und Anne Weiss
4. „Das Erbe der Tuchvilla“ von Anne Jacobs
5. „Der Duft von Glück und Rosen“ von Alexandra Markus
6. „Im Schatten des roten Stieres“ von Sylvia Klinzmann
7. „Römische Ermittlungen“ von Bianca Palma
8. „Blut will Blut“ von André Kussmaul
9. „Harry Potter und das verwunschene Kind“ von Joanne K. Rowling
10. „Eine Liebe in Edenfield“ von William Nicholson
11. „Theodor Heuss – Biografie“ von Peter Merseburger
12. „Agnes Grey“ von Anne Brontë
13. „Die Fährmannstochter“ von Andrea Schacht
14. „Honigmilchtage“ von Julia Rogasch

14 Neuzugänge, das ist schon eine Hausnummer. Immerhin konnte ich „Der Duft von Glück und Rosen“ von Alexandra Markus noch im Dezember weglesen (lest die Kurzgeschichte, sie ist traumhaft schön!). Der Rest ist Weihnachten und gehört zu Leserunden auf Lovelybooks. Ich bin momentan sehr zufrieden, was meine Lesezeit angeht. Aktuell bin ich fleißig dabei, meine Neuzugänge zu vermindern und auch andere Werke aus meinem TBR zur Hand zu nehmen.

Challenges

A Cup of English Reads: Abgebrochen!
Gegenwartsliteratur und Klassiker-Challenge: + 0 Bücher = 26/150 Büchern
Golden Backlist-Challenge: Gescheitert!
Serienkiller-Challenge: Gescheitert, aber die Runde in 2017 habe ich wieder mitgemacht!
Spar-Challenge: + 1,50€ = 36,00€
Weltenbummler-Challenge: + 9 Punkte = 226 Punkte – Auch hier nehme ich an der nächsten Runde teil!
100 Bücher-Challenge: + 0 Bücher = 37/100 Büchern

Leseliste Januar

Der Januar ist erfahrungsgemäß der Monat im Jahr, in dem ich am meisten zum Lesen komme. Ob sich das auch diesen Monat wieder bewahrheiten wird, zeigt sich in ein paar Wochen, bisher sieht es jedoch ganz gut aus. Hier nun meine Liste:

1. „Wir Kassettenkinder“ von Stefan Bonner und Anne Weiss
2. „Das Erbe der Tuchvilla“ von Anne Jacobs
3. „Im Schatten des roten Stieres“ von Sylvia Klinzmann
4. „Römische Ermittlungen“ von Bianca Palma
5. „Blut will Blut“ von André Kussmaul
6. „Die Fährmannstochter“ von Andrea Schacht
7. „Honigmilchtage“ von Julia Rogasch
8. „Die Töchter der Tuchvilla“ von Anne Jacobs
9. „Für dich solls Tausend Tode regnen“ von Anne Pfeffer
10. „Mieses Karma hoch zwei“ von David Safier
11. „Die Versuchung der Pestmagd“ von Brigitte Riebe
12. „Ich gebe dir die Sonne“ von Jandy Nelson
13. „Black Dagger – Zsadist & Bella“ von J.R. Ward
14. „Black Dagger – Butch & Marissa“ von J.R. Ward

So, die Januarliste steht und ist enorm lang. Aber „Römische Ermittlungen“ von Bianca Palma konnte ich bereits beenden, die Rezension folgt die Tage. Begonnen habe ich bereits „Wir Kassettenkinder“ von Stefan Bonner und Anne Weiss, das ein super lustiges und entspannendes Sachbuch ist. Lachen ist vorprogrammiert. Somit habe ich nur noch 12 Bücher auf der Liste, von denen ich auf einige enorm gespannt bin. Mit David Safiers „Mieses Karma hoch zwei“ habe ich mir ein Buch mit Lachgarantie ins Boot geholt. Ansonsten ist die Mischung sehr ausgeglichen und bunt. Ich wittere spannende und faszinierende Lesestunden!


[Rezension] Gone Cat

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Titel Gone Cat
Reihe
Band Einzelband
Autor Sam Gasson
Übersetzer Ann-Kathrin Schwarz
Illustrator
Verlag LYX Egmont
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Krimi
Preis 14,99€
Seitenzahl 352 Seiten
Bewertung ....

Gone Cat in drei Worten?

Abwechslungsreich, überraschend, spannend.

Das Cover?

Ist das Cover von Gone Cat nicht ein absoluter Blickfang? Und der rote Buchschnitt erst, absolut bezaubernd. Ich muss zugeben, ich mag die Gestaltung des Covers von Gone Cat. Zwar ist es sehr schlicht, wenn man genauer hinsieht findet man jedoch verspielte Details. Am genialsten finde ich die Schnurrhaare von Mildred, der verschollenen Katze des Romantitels.

Die Handlung/Das Setting von Gone Cat?

Jim Glew ist Privatdetektiv im Ruhestand. Sein Sohn Bruno tritt in seine Fußstapfen als seine Katze Mildred verschwindet als eine Nachbarin brutal ermordet wird. Der Clou an der Sache ist: Brunos Katze trägt ein Kamerahalsband und war am Tatort.

Mir hat die Grundidee der Geschichte unglaublich gut gefallen, weshalb ich mich direkt für die Leserunde auf Lovelybooks bewerben musste. Der Leser erfährt eine spannende Detektivgeschichte in einem ruhigen Vorort mitten in England. Gemeinsam mit Bruno, seinem Vater und der Polizei geht der Leser auf Tätersuche und geht damit so mancher falschen Fährte auf den Leim. Zumindest ging es mir jedes Mal so.

Der Schreibstil von Sam Gasson?

Der Schreibstil ist erfrischend und leicht. Er ist recht sachlich und zurückgenommen, wirkt stellenweise angemessen kindlich – da einige Passagen aus der Sicht des 11jährigen Bruno erzählt werden. Allerdings lag genau da für mich stellenweise ein Problem: Bruno schwankt zwischen extremer Sachlichkeit und normaler Kindlichkeit. Der Schreibstil in seiner Wortwahl passte für mich nicht mit der Denk- und Sichtweise eines Kindes zusammen. Ansonsten konnte mich der Schreibstil jedoch mitreißen und zum Weiterlesen animieren.

Die Figuren in Gone Cat?

Mit Bruno hatte ich leider so meine Probleme. Bruno ist die Hauptfigur des Romans, zumindest fühlte es sich für mich so an. Leider war Bruno für mich eine Art Kippfigur, vor allem im Gegensatz zu seinem Vater Jim. Bruno fehlte an einigen Stellen die Kindlichkeit. Welcher normale Junge steckt es einfach so weg, der Ermittler eines brutalen Mordes zu werden? Er erfährt und sieht Dinge, die andere Kinder traumatisieren würde – und bleibt dabei vollständig gelassen. Das hat für mich einfach nicht zu seinem Alter gepasst. Wäre er so um die 17 Jahre alt gewesen, hätte ich das leicht akzeptieren können. Umso deutlicher wird dieser Bruch, wenn Bruno sich Dinge, die er nicht kennt, typisch kindlich erklärt. Sein Vater Jim hatte dafür Züge von Kindlichkeit, die seinem Sohn fehlten. Daher kamen mir die beiden wie Kippfiguren vor: Während der Vater in den sicheren Schoß der Familie zurückkehrt und seinen Beruf des Privatdetektivs aufgibt, setzt sich sein Sohn an dessen Stelle. Leider konnte die Mutter auch nicht so wirklich bei mir punkten, beschwert sie sich doch über die Aktivitäten ihres Sohnes ohne etwas auszurichten. Dennoch konnten die Figuren mich von sich überzeugen.

Positives über Gone Cat?

Ich fand es klasse, dass ich jeder falschen Fährte auf den Leim gegangen bin. Es gibt einige Wendepunkte innerhalb der Geschichte, die ich jedes Mal vollkommen falsch gedeutet habe. Zwar haben mich einige Aktionen der Figuren verstört zurückgelassen – anderen Teilnehmern der Leserunde mag es eventuell bei dem Videomaterial der Mordnacht ähnlich gegangen sein – allerdings konnten mich der Plot und die Wendungen von sich überzeugen. Gone Cat ist ein Krimi, daher gibt es keine Nerven zerfetzende Spannung, dafür mehrere kleinere Spannungsbögen, die dazu führen, dass man das Buch weiterlesen muss, um den Mörder zu entlarven.

Kritik an Gone Cat?

Für mich haben einige Dinge im Schreibstil und der Verhaltensweise der Figuren nicht zusammengepasst. Leider hat mich das stellenweise aus dem Lesefluss gerissen, da ich ziemlich irritiert von einigen Unstimmigkeiten war. Ansonsten bekommen Krimiliebhaber mit Gone Cat einen gut recherchierten und cleveren Krimi.

Empfehlung zu Gone Cat?

Trotz persönlicher Irritationen konnte mich Gone Cat von sich überzeugen. Mir haben vor allem Bruno und sein Vater gefallen, die mit viel Scharfsinn und Witz dem Mörder auf die Schliche kommen. Vor allem Bruno begleitet den Leser auf so manche falsche Fährte, sodass ich mir nicht allzu unwissend vorkam. Durch spannende Wendungen und einige kleinere Überraschungen schafft es Gone Cat, den Leser auf eine abenteuerliche Mordaufklärung mitzunehmen.


[Rezension] Amokspiel

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Titel Amokspiel
Reihe
Band Einzelband
Autor Sebastian Fitzek
Übersetzer
Illustrator
Verlag Knaur Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Psychothriller
Preis 9,99€
Seitenzahl 448 Seiten
Bewertung ....

Das Buch in drei Worten?

Anfangs spannend, abgekartert, wirr.

Wie ist das Cover?

Das Cover ist recht düster und hoffnungslos. Thematisch passt es damit super in das Genre Psychothriller, aber weniger zum eigentlichen Inhalt des Buchs. Der dunkle Hintergrund, die wenigen hellen Flächen und der dunkle Schatten einer vermutlich weiblichen Person passen besser zu einer Entführung in einem verlassenen, abrissreifen Bürokomplex, als zu einer Radiogeiselnahme.

Wie war die Handlung?

Die Handlung startete wirklich vielversprechend. Auf mehreren Ebenen wird die Geschichte einer alkoholkranken Kriminalbeamten und eines Geißelnehmers erzählt, hinter der viel mehr steckt als man anfangs vermutet. Zur Mitte hin werden immer neue Wandlungsstränge offenbart, hinzugefügt und offengelegt, die am Ende das große Ganze ergeben. Dennoch bot die Handlung ab dem zweiten Drittel für mich kaum noch Spannung.

Wie waren die Figuren?

Ira Samin, Kriminalbeamte und Psychologin, die in diesem Fall die Unterhändlerin spielt, hat mir sehr gut gefallen. Bereits zu Beginn des Buchs erhält man einen guten Einblick in ihren Charakter, erfährt von ihren Familienverhältnissen und Plänen. Alles, was am Anfang erwähnt wird, spielt eine tragende Rolle in allen Abschnitten der Geschichte, gewinnt an Tiefe und wird schlussendlich vollständig erzählt und aufgedeckt.
Jan konnte mich teilweise überzeugen. Er ist der Geiselnehmer, der gebildet und klug ist, mehr weiß, als die Polizei ihm zutraut und hinter dem mehr steckt. Phasenweise tat er mir richtig leid.
Auch die Nebenfiguren passten gut ins Bild. Hier gibt es eine erwähnenswerte Figur: Dr. Johannes Faust, Oberstaatsanwalt. Mehr sage ich dazu einfach nicht.

Wie war der Schreibstil?

Der Schreibstil ist flüssig und eloquent. Das Buch lässt sich leicht lesen und fliegt nur so dahin. Die Wortwahl passt sich an die jeweiligen Figuren an, ist dabei jedoch nie übertrieben oder unangenehm.

Was war gut?

Mit hat die Grundidee sehr gut gefallen und auch die Tatsache, dass hinter allem mehr steckte, als man zunächst annahm. Auch der Schreibstil und die Figurenkonstellation haben mich überzeugen können. Bei der Auflösung war ich überrascht, dass ich aufs falsche Pferd gesetzt und mich in die Irre habe führen lassen. Das hat mir gefallen.

Was war nicht so gut?

Wo soll ich nur anfangen? Ich wollte so gerne von Sebastian Fitzek als König der Psychothriller begeistert werden, leider hat es nicht geklappt. Mir fehlte streckenweise die Spannung. Zu Beginn war ich interessiert, wie es mit Ira weitergeht, danach am Schicksal der Geiseln und später an der Geschichte rund um Jan. Und auch die Auflösung hatte mir einigermaßen zugesagt. Dass es sich so einfach auflösen ließ, konnte mich nicht vollends überzeugen. Ab circa der Hälfte des Buchs war es dann mit der Spannung vorüber. Das Buch plätscherte ab diesem Zeitpunkt nur noch dahin. Und das fand ich wirklich schade. Ich liebe es, wenn Psychothriller mit meinen Ängsten und meine Psyche spielen. Das konnte Amokspiel leider nicht erreichen. Schade.

Kann ich das Buch weiterempfehlen?

Ja. Es war mein erstes und sicherlich nicht letztes Buch von Sebastian Fitzek. Vermutlich bin ich einfach mit zu hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen, feiert man den Autor doch als versierten Schreiber von Psychothrillern. Amokspiel war in meinen Augen mehr ein moderner Krimi denn ein Thriller und konnte mich als solcher leider wenig von sich überzeugen. Ich bin mir jedoch sicher, dass das Buch mich unter einer anderen Genrebezeichnung sicherlich mehr hätte zufriedenstellen können.


[Monatsstatistik] Mai

12 Kommentare

Gelesene Bücher

42. „Die Frauen der Rosenvilla“ von Teresa Simon
43. „Das ewige Kind“ von E. T. A. Hoffmann
44. „Heidis Lehr- und Wanderjahre“ von Johanna Spyri
45. „Heidi kann brauchen, was es gelernt hat“ von Johanna Spyri
46. „Griechische Mythologie – Die Götter des Olymp“ von Menelaos & Jannis Stefanides
47. „Der kleine Lord“ von Frances Hodgson Burnett
48. „Katzenjammer“ von Frauke Scheunemann
49. „Der Marquis von Keith“ von Frank Wedekind
50. „Das Feuermädchen“ von Martina Fussel
51. „Das italienische Mädchen“ von Lucinda Riley
52. „Dunkelsprung“ von Leonie Swann
53. „Pippi Langstrumpf“ von Astrid Lindgren
54. „Addicted to you – Atemlos“ von M. Leighton
55. „Amokspiel“ von Sebastian Fitzek

Der Mai war ein mehr als perfekter Lesemonat. Ich habe 14 Bücher von meinem Sub abgebaut und bin unglaublich stolz auf mich. Auch in meiner Bewertung verändert sich momentan einiges, hatte ich im Mai doch eine durchschnittliche Bewertung von 3,86 Punkten. Gelesen habe ich 4349 Seiten, was 311 Seiten pro Buch und 140 Seiten pro Tag macht. Als Highlights kann ich „Die Frauen der Rosenvilla“ von Teresa Simon, „Das italienische Mädchen“ von Lucinda Riley und „Dunkelsprung“ von Leonie Swann küren. „Addicted to you – Atemlos“ von M. Leighton war ziemlich nah dran. Mein Flop war leider „Amokspiel“ von Sebastian Fitzek, von dem ich mir einfach sehr viel mehr erwartet hatte.

Neuzugänge

„Addicted to you – Atemlos“ von M. Leighton

Ein Neuzugang, der mir vom Verlag zugeschickt wurde und bereits gelesen ist.

Challenges

Spar-Challenge 2.0 2014: + 14€ ➩ 101€
Coversuch-Challenge 2015: + 13 Bücher ➩ 16/19 Büchern
100 Bücher-Challenge Jugend: + 0 Bücher ➩33/100 Büchern
Serienkiller-Challenge 2015: + 1 Reihe ➩ 8/22 Reihen aktualisiert/beendet
Sub-Abbau-Extrem 2015: 14 Bücher abgebaut, Aufgabe geschafft
Weltenbummler-Challenge 2015: + 35 Punkte ➩ 156 Punkte
Im.press Lesechallenge: +1 Buch ➩ 2/25 Büchern
Jane Auten-Challenge: + 0 Bücher ➩ 0 Bücher
Rory Gillmore-Challenge:+ 0 Buch ➩ 1 Buch

Die ABC-Challenge ist, Gott sei dank, Ende Mai beendet worden. Ich bin einfach nicht gut in solchen Challenges und werde künftig auch nicht mehr an solchen teilnehmen. Martinas Coversuch-Challenge bietet da glücklicherweise eine Ausnahme, da man Buchstaben auch durch freie Assoziation einem vorgegebenen Buchstaben zuordnen kann, und nicht auf den Titel des Buchs angewiesen ist. Ansonsten war der Monat recht erfolgreich, vor allem beim Sub-Abbau.

Leseliste Juni

Seit die Kategorie „Bücher der Woche“ so langsam Einzug in meine Leseplanung hält, die abgesehen von der eben genannten Aktion recht ungeplant ist, komme ich ganz gut zum strukturierten Sub-Abbau. Für den kommenden Lesemonat habe ich neben meinen Unibüchern, die wirklich zahlreich sind und meinen Sub ganz schön erhöhen würden, würde ich sie mitzählen, noch einiges vor:

1. „Green Detox“ von Andrea Nossem
2. „Chlockwork Angel“ von Cassandra Clare -bereits begonnen-
3. „Blut an deinen Händen“ von Jaye Ford
4. „Griechische Myhtologie – Herakles“ -bereits begonnen-
5. „Griechische Myhtologie – Ilias“
6. „Griechische Myhtologie – Odyssee“
7. „Jane Eyre“ Charlotte Bronte
8. „Der Mann, der ins KZ einbrach“ von Dennis Avey & Rob Broomby
9. „Sherlock Holmes – Der Klub der Rothaarigen“ von Sir Arthur Conan Doyle
10. „The curious Incident of the Dog in the Night-Time“ von Mark Haddon


[Rezension] Blinde Sekunden

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Blinde Sekunden von Sonja Rüther
Erschienen bei dot.books
5,99€ als E-Book
438 Seiten
3 Punkte

Das Buch in drei Worten?

Ich kann das Buch gar nicht in drei Worte packen und dem Buch dabei gerecht werden. Das Buch hat mich recht durchwachsen zurück gelassen. Es hat definitiv viel Potential, vor allem am Anfang, und tolle Figuren. Leider kam der Mörder unspektakulär ans Licht, zudem hat sich auch meine Vermutung bezüglich des Mörders sehr schnell bestätigt. Zudem wurde es gegen Ende ziemlich vorhersehbar. Ich hatte das Ende genauso im Kopf, wie es dann schlussendlich kam. Sehr schade.

Wie war die Handlung?

Die Handlung hatte mir zunächst wirklich gut gefallen. Eine junge Frau wird entführt. Und das von einem Serienkiller. Die Suche nach ihr beginnt und es gibt verschiedene Handlungsstränge, die ich alle durchaus interessant fand. Leider hat sich mein Interesse immer mehr verflüchtigt. Nachdem der Mörder schließlich gefunden wurde, war es dann leider mit der Spannung vorbei.
Dennoch haben mir der Plot und vor allem die Figuren unglaublich gut gefallen.

Wie waren die Figuren?

Vor allem Kommissar Rieckers und dessen Familie haben mir gefallen. Die anderen Figuren hatten, passend zu ihrer Rolle, alle ihre Probleme. Dadurch konnte die Familie des Kommissars sich noch besser in mein Herz stehlen. Besonders gruselig, aber durchaus sehr gelungen, fand ich eine Person, die ich hier nicht nennen kann. Immerhin möchte ich euch nichts vorweg nehmen. Auf eine solche Idee zu kommen, der Figur eine solch kranke Denkweise zu verpassen, verdient meine Hochachtung. Dieser Kerl hat mich wirklich gegruselt. Wie kann man denn nur? Da bekomme ich noch immer Gänsehaut.

Wie war der Schreibstil?

Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen. Er ist flüssig und hat mich gut durchs Buch geführt. Es gab keine Unregelmäßigkeiten oder Ähnliches. Sehr angenehm.

Was war gut?

Sehr gut fand ich einige der Figuren. Kommissar Rieckers und dessen Frau und eine gewisse weitere Person. Ich hatte mir kurz vor Schluss zwar schon das Ende gedacht, war aber dennoch von der krankhaften Gedankenwelt der Figur überrascht. Eine solche Figur ist mir bislang noch nicht untergekommen und hatte durchaus Thriller-Charakter.

Was war nicht so gut?

Leider ist mir die Spannung zu schnell abhandengekommen. Am Anfang war noch Spannung dabei, wenn es um die Frage nach der Vermissten ging. Leider wurde mir der Mörder zu schnell und unspektakulär entdeckt. Danach war die Spannung leider weg. Ich habe das Buch dennoch zu Ende gelesen, weil mich der Plot, die Figuren und die endgültige Auflösung interessierten. Leider hat mir der letzte verblüffende Kniff gefehlt, den ich mir bei einem Thriller erwarte. Es kommt zwar ein Plot Twist, aber für mich leider zu spät.

Gibt es etwas Außergewöhnliches?

Für mich war die Geschichte rund um den Doktor außergewöhnlich. Ziemlich krank, aber sehr außergewöhnlich. Da hat es mich wirklich gegruselt. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es in dem Kopf einer solchen Person aussieht. Einfach krank. Wie kann man nur auf solche Ideen kommen? Dieser Teil war für mich eindeutig der Thrillerteil des Buchs. Die Suche nach der Vermissten hatte für mich mehr was von einem Krimi. Vielleicht konnte ich mich deshalb nicht richtig mit einem Teil des Buchs anfreunden.

Kann ich das Buch empfehlen?

Natürlich. Nur weil ich meine Problemchen mit dem Buch hatte, heißt das nicht, dass es anderen Lesern der Leserunde nicht besser gefallen hat. Ich fand es sehr schade, dass ich mich nicht gänzlich auf den Thriller einlassen konnte. Die Figuren sind gut, der Plot ebenfalls und auch meine liebste Person bringt einen deutlichen Gruselfaktor rein. Lest euch einfach in die Leseprobe, denn das Buch sollte von jedem eine eigene Chance bekommen. Danke für die Bereitstellung im Rahmen der Lovelybooks Leserunde.


[Rezension] Spielende

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Spielende von Silke Nowak
Erschienen bei Victoria Publishing
0,99€ als E-Book
273 Seiten
5 Punkte

Das Buch in drei Worten?

Mysteriös, spannend, unerwartet.

Wie war die Handlung?

Über die Handlung werde ich hier keinen Ton verlieren. Immerhin lebt ein Krimi davon, dass die Handlung spannend bleibt. Und das war sie bei Spielende meiner Meinung nach durchweg. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Immer wieder wurde ich zu falschen Annahmen und Verdächtigungen verführt, immer lag ich falsch und habe mir meine Version der Lösung zusammen gesponnen, mit der ich doch meilenweit entfernt lag.
Ein wirklich guter Krimi.

Wie waren die Figuren?

Die Figuren waren alle ein wenig seltsam. Aber das soll keine Kritik sein, denn so passten sie prima ins Gesamtbild. Jeder hatte etwas zu verbergen. Keiner hat sein wahres Gesicht gezeigt. Das hat mich verwirrt, an der Täterfindung gehindert und unterhalten. Keine der Figuren ist nur gut oder nur böse. Jeder hat so seine Schattenseiten, wenn auch der ein oder andere mehr als der Rest.
Ich konnte mich vor allem in Clara sehr gut hineinfühlen. Sie hat mir von allen Figuren am besten gefallen.

Wie war der Schreibstil?

Ich kann nicht meckern. Er war flüssig und angenehm. Er hat mich auf jeden Fall nicht gestört. Dennoch muss ich zugeben, dass ich mehr auf den Inhalt denn auf den Schreibstil geachtet habe. Was ein sehr gutes Zeichen ist, denn so kann er mir ja nur gefallen und dazu beigetragen haben, dass ich nur so durch das Buch flog.

Was war gut?

Die Fallauflösung hat mir gut gefallen. Ich wurde mehrmals hinters Licht geführt, selbst als ich dachte, dass nun alle Fragen geklärt seien konnte ich nochmals überrascht werden. Das hat mir wirklich gut gefallen. Und auch, wie die Autorin ihre Figuren einsetzt, damit man sich als Leser direkt auf eine Figur als Täter festlegt, obwohl es noch mögliche andere Täter gibt.

Gibt es etwas Außergewöhnliches?

Ich bin leider keine Krimivielleserin, deswegen kann ich nicht sagen, ob das Buch unter all den anderen Krimis heraussticht. Für mich war es aber als Gesamtpaket außergewöhnlich. Ich liebe Bücher, bei denen ich miträtseln darf. Und es wurde mir nicht einfach gemacht. Nicht einmal lag ich richtig. Ich hatte zwar kurzer Zeit den richtigen Täter im Visier, habe mich dann aber von der Stimmung der anderen Figuren mitreißen lassen. Grandios!

Kann ich das Buch weiterempfehlen?

Ja, auf jeden Fall. Ich bin so froh, dass ich das Buch im Rahmen einer Lovelybooks Leserunde gewonnen habe, denn ansonsten wäre mir dieser gute Krimi durch die Lappen gegangen. Ich habe mich mehr als einmal verschätzt, wurde überrascht und konnte das Ende schließlich nur erkennen, als es mir auf dem Silbertablett präsentiert wurde. Danke für die Bereitstellung im Rahmen der Lovelybooks Leserunde.