[Rezension] Unser Platz in dieser Welt

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Titel Unser Platz in dieser Welt
Reihe
Band Einzelband
Autor Luisa Strunk
Übersetzer
Illustrator Laura Newman
Verlag Selfpublish
Erschienen als Taschenbuch, E-Book
Genre YA
Preis 14,99€
Seitenzahl 444 Seiten
Bewertung
Unser Platz in dieser Welt
Unser Platz in dieser Welt

Als ich durch den Facebook-Aufruf der Autorin Luisa Strunk auf ihr Erstlingswerk Unser Platz in dieser Welt aufmerksam wurde, wusste ich noch nicht, dass mich ein unheimlich emotionaler und realistischer Roman erwarten würde. Da mich die Thematik des Buchs sehr interessierte, versuchte ich mein Glück und durfte Unser Platz in dieser Welt tatsächlich lesen!

Unser Platz in dieser Welt ist ein Buch, das einem im Hier und Jetzt abholt

Die Grundidee von Unser Platz in dieser Welt könnte gar nicht realistischer sein – wodurch viel Raum für Identifikation entsteht. Denn die Protagonistin Marie wird in der Schule von allen geschnitten und gemobbt. Auch Gespräche mit den Lehrern führen zu nichts, sehen diese doch die Schuld für ihre Isolation in Maries zurückhaltendem Verhalten. Doch dieses Buch ist in erster Linie kein Anti-Mobbing-Buch, sondern ein Buch darüber, was wahre Freundschaft bewirken und verändern kann.

Schön war es unter anderem auch, eine Protagonistin mit realistischen und alltäglichen Problemen zu haben. Kein Mauerblümchen, das nur nicht weiß, wie hübsch es in Wahrheit ist, sondern ein Mädchen, das sich Mobbing ausgesetzt sieht und seinen wahren Platz in der Welt sucht. Auch braucht Unser Platz in dieser Welt keine aufwendige Fantasywelt, sondern überzeugt mit Emotionen und Tiefe.

Getragen wird die Handlung vor allem durch Maries Gedanken und Gefühlen, die wir aus erster Hand miterleben. Durch einige Rückblicke und Einschübe wird klarer, wie es zu Maries Situation kam. Dabei schafft es Luisa Strunk, sehr emotional zu schreiben, ohne übertrieben oder gewollt zu wirken. Ich hatte das Gefühl, dass Marie mir ihre Lebensgeschichte persönlich erzählt, wodurch ich nochmal stärker berührt wurde.

Protagonistin Marie bietet eine hohe Identifikationsmöglichkeit für eine Vielzahl an Leserinnen

Dies liegt zu einem großen Teil an den liebevoll gestalteten und sehr gelungenen Figuren. Allen voran Marie wirkt sehr echt, emotional und greifbar. Besonders schön finde ich, dass Marie eine Leseratte und Serienjunkie ist. Die vielen Buchanspielungen sind sehr gelungen integriert und passen perfekt zu Marie. Als Vielleserin konnte ich mich direkt mit Marie identifizieren, da ihre Liebe zu den Büchern und die Vergleiche mit Buchcharakteren sie direkt sympathisch machen. Auch zeigen die intertextuellen Bezüge die große Liebe der Autorin zu Büchern.

Aber auch Pia mit ihrer direkten Art und Gwen, mit ihrer versteckten Melancholie, die im Verlauf des Buchs beide noch wichtig werden, konnten mich mit ihrer Tiefe überzeugen. Die anderen Figuren bleiben, ihrer Rolle in der Romanhandlung bedingt, etwas blasser, ohne dabei aber flach zu wirken. Ich hatte stellenweise wirklich das Gefühl, zurück in die neunte Klasse gebeamt worden zu sein, in der das Thema Mobbing besonders heikel war.

Aber wie gesagt: Unser Platz in dieser Welt ist ein Buch, in dem es um Freundschaft geht. Um große Gefühle, die erste Liebe und darüber, das Freundschaft Berge versetzen kann. Unser Platz in dieser Welt ist unfassbar emotional, sodass ich das Buch nicht nur in Rekordzeit verschlingen musste, sondern während der Zugfahrt mehrfach den Tränen oder einem Lachanfall nahe war.  Vor allem beim Ende bin ich voll auf meine Kosten gekommen. Warum, das verrate ich euch nicht. Das findet ihr am besten selbst heraus.

Ihr merkt es, ich habe Unser Platz in dieser Welt von Luisa Strunk ins Herz geschlossen. Oder mit anderen Worten: Das Buch hat mich mitten ins Herz getroffen. Plot, Idee, Figuren, Sprache und Umsetzung, es hat einfach alles gepasst. Ich kann also gar nicht anders, als euch Unser Platz in dieser Welt als absolute Leseempfehlung ans Herz zu legen. Ich möchte mich auch auf diesem Wege noch mal bei der Autorin Luisa Strunk für die Möglichkeit bedanken, Unser Platz in dieser Welt vor der offiziellen Erscheinung am 25.04.208 lesen zu dürfen.


[Rezension] Verliere mich. Nicht.

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Titel Verliere mich. Nicht.
Reihe Sage-Dilogie
Band 2. Band
Autor Laura Kneidl
Übersetzer
Illustrator
Verlag Bastei Lübbe
Erschienen als Taschenbuch
Genre YA
Preis 12,90€
Seitenzahl 469 Seiten
Bewertung

Von Laura Kneidls Berühre mich. Nicht. war ich letztes Jahr super begeistert.  Umso gespannter war ich auf den zweiten Teil der Dilogie Verliere mich. Nicht. Was ich von Verliere mich. Nicht. denke, verrate ich euch heute.

Der gemeine Cliffhanger am Ende des ersten Teils hatte mich sehr rat- und rastlos zurückgelassen. Mit anderen Worten: Ich musste den nächsten Band unbedingt in die Finger bekommen, um das Ende zu erfahren. Glücklicherweise beginnt der zweite Teil der Romanhandlung unmittelbar an dem Punkt, an dem Band eins endete.

Verliere mich. Nicht. beginnt mit großen Emotionen

Gefühlsmäßig startet man in den Abschlussband der Dilogie mit sehr viel Verzweiflung. Denn Sages Glück mit Luca war nur von kurzer Dauer. Umso härter trifft Sage die derzeitige Situation. Denn in Folge ihrer Probleme verliert sie sämtliche Entwicklungsschritte, die sie im ersten Band so hart erkämpfte. In meinen Augen war dies zu einem Stück weit gut dargestellt und nachvollziehbar – Hand aufs Herz: Wer von euch war nach einer Trennung noch nicht am Boden zerstört? – zumal Sage mit einer Angststörung zu kämpfen hat. An einigen Stellen tendierte ihr Verhalten doch ein wenig ins Melodramatische, was ich ihr aber durchaus verzeihen konnte.

Luca war, wie auch schon im ersten Band, mein heimlicher Liebling. Dass sein Ego verletzt ist hindert ihn nicht daran, ein unglaublich liebevoller Mensch zu bleiben und mein Leserinnenherz zum Hüpfen zu bringen. Wenn ich mir einen heimlichen Book-Boyfriend aussuchen müsste, es wäre Luca.

Einen kleinen Wehmutstropfen gibt es doch…

Der Plot des zweiten Teils konnte mich mitreißen und überzeugen, was man nicht zuletzt auch an der Lesezeit bemerkt. Verliere mich. Nicht. habe ich binnen kürzester Zeit verschlungen und konnte es kaum aus der Hand legen. Für mich hatte die Handlung viele spannende und temporeiche Momente, die mich zum Weiterlesen animierten. Vor allem Sages Familiensituation interessierte mich, da sie doch einen sehr wichtigen Teil ihrer Persönlichkeit ausmacht. Ich muss an dieser Stelle leider auch einen kleinen Negativpunkt anmerken: Denn exakt dieser Handlungsstrang wurde mir ein wenig zu schnell abgehandelt. Ein paar Seiten mehr und ein bisschen weniger Tempo hätten meiner Meinung nach der Entwicklung gut getan, um sie realistischer wirken zu lassen.

Alles in allem bin ich mit Verliere mich. Nicht. sehr zufrieden und kann mich mit dem Ende super arrangieren. Als kleine Romantikerin hatte ich auch hier wieder emotionale Hach-Momente, die mich überzeugen konnten. Die Stimmung, gerade zu Beginn des Romans, ist ein wenig dunkler als in Band eins, was ich themenbedingt aber sehr passend fand. Trotz kleinerer Schwächen ist Verliere mich. Nicht. eine absolute Leseempfehlung für alle YA-Fans.

Weitere Lesemeinungen zu Verliere mich. Nicht.:

Verliere mich. Nicht. konnte Kleinbrina ebenso begeistern, wie Band 1. Weiterlesen!


[Rezension] Bourbon Lies

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Titel Bourbon Lies
Reihe Bourbon-Trilogie
Band 3. Band
Autor J.R. Ward
Übersetzer Marion Herbert und Katrin Kremmler
Illustrator
Verlag LYX Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Roman
Preis 12,90€
Seitenzahl 447 Seiten
Bewertung

Nachdem ich die ersten beiden Teile, Bourbon Sins & Bourbon Kings, der Reihe mit großer Freude weggelesen habe, konnte ich mich beim Abschluss der Trilogie kaum zurückhalten. Kaum hatte ich Bourbon Lies gekauft, hatte ich es auch schon begonnen und in einem Rutsch durchgelesen.

Bourbon Lies wartet mit einigen unerwarteten Geheimnissen auf

Im Abschlussband laufen alle Fäden aus den ersten beiden Bänden zusammen und ergeben ein großes Ganzes. Es werden weitere Geheimnisse offenbart, die ich so nicht hatte kommen sehen. Vor allem Miss Aurora spielt eine entscheidende Rolle, die mich sowohl überrascht hat als auch nicht. Auch Lanes Mutter konnte mich mit so einigen Geheimnissen überraschen.

Während Lane weiterhin damit beschäftig ist, sein Familienunternehmen zu retten und seinen Bruder Edward aus dem Gefängnis zu holen, übt seine Schwester Gin sich darin, eine gute Mutter zu sein. Sie klärt nicht nur ihre Tochter und deren Vater über ihre wahre Verbindung auf, sie akzeptiert auch ihre Rolle in diesem Gefüge beispiellos erwachsen. Ihre Ehe mit Richard hingegen entwickelt sich in immer extremeren Bahnen. Ich war wirklich glücklich über einige Entwicklungen, die Gins Eheleben betreffen.

Liebgewonnene Figuren entwickeln sich glaubwürdig weiter

Die Figuren in Bourbon Lies sind gewohnt ausgewogen. Alle handelnden Charaktere haben ihre Ecken und Kanten, aber auch ihre positiven Seiten. Gerade Gin kommt in diesem Band richtig gut weg. Lanes Entwicklung war von Beginn an die beeindruckendste, wenngleich sie stellenweise auch ein wenig stereotypisch war – allerdings nur auf eine gewisse Ebene, die rasch verflog. Edwards Geschichte konnte mich auch überzeugen, da ich eine kleine Romantikerin bin, die immer noch an das Gute im Menschen glaubt. Daher ging mir bei seiner Geschichte das Herz auf.

Alles in allem ist Bourbon Lies ein gelungener Abschluss der Trilogie. Am Ende fügt sich alles wie ein perfektes Puzzle zusammen und hinterließ bei mir keine offenen Fragen. Die Lösung ist schlüssig und wirkt nicht zu konstruiert. Viele Entwicklungen und Wendungen konnten mich zufrieden stimmen, da das Leserherz voll auf seine Kosten kommt. Ich kann euch Bourbon Lies und dessen Vorgänger wärmstens empfehlen.


[Rezension] The Blinds

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Titel The Blinds – Es ist ein Spiel, also spiel
Reihe The Blinds
Band 1. Band
Autor Emma Marten
Übersetzer
Illustrator
Verlag BoD
Erschienen als E-book und Taschenbuch
Genre Dystopie, Jugendbuch
Preis 4,99€ (E-Book [RE]), 12,99€ Taschenbuch
Seitenzahl 412 Seiten
Bewertung

Als ich nach einer Weile Lovelybooks-Abstinenz mal wieder am Stöbern kommender Leserunden war, fiel mir The Blinds auf. Nicht nur, dass das Cover unfassbar schön ist, auch die Zusammenfassung sprach mich an. Daher versuchte ich mein Glück und durfte tatsächlich an der Leserunde zu The Blinds teilnehmen.

Ihr alle kennt diese Bücher, die euch schon nach den ersten Sätzen zeigen, das sie euch gefallen werden. Genauso erging es mir mit The Blinds. Die Figuren, die Idee, das Setting  –  einfach alles stimmte.

Das Setting von The Blinds erinnert an Panem und Selection

Die Protagonistin der Dilogie Riley lebt in einer dystopischen Version der USA, die in Distrikte aufgeteilt ist. Während sie in den Slums in Armut lebt, schwelgen die Bewohner des Zentrums in Reichtum. Highlight der Unterhaltung ist eine Castingshow – Die Blinds. Stellenweise habe ich mich beim Weltenaufbau an Panem oder Selection erinnert gefühlt. Allerdings schafft es Emma Marten, die Idee für ihren Plot zu adaptieren und zu ihrer eigenen Idee zu machen. Denn sein wir mal ehrlich: Die zugrundeliegende Idee ist nicht das wichtigste, sondern die Ausführung. Und die ist rundum gelungen.

Riley ist eine tolle Protagonistin. Sie ist eigensinnig, sarkastisch, gefühlvoll und vieles mehr. Ich mochte sie vom ersten Moment an und habe es genossen, ihre Entwicklung mit zu verfolgen. Denn  wo Anfangs Widerwillen gegen das Leben im Zentrum herrscht, treten gegen Ende des ersten Teils andere Gefühle. Denn Riley weiß, was sie von ihrem Leben will.

Ihre Hintergrundgeschichte, die man als Leser durch Rückblicke erfährt, ist sehr berührend. Ebenso die zarte Liebesgeschichte, die sich zum Loveinterest entwickelt. An dieser Stelle will ich allerdings nicht zu viel verraten. Ihr sollt ja auch noch euren Spaß haben. Die anderen Figuren haben mir ebenfalls sehr zugesagt. Allen voran Duke und seine Schwester. Ihre herzliche und ehrliche Art habe ich sehr genossen.

Die Blinds sind eine Castingshow der etwas anderen Art

Die Blinds selbst spielen im Roman eine wichtige Rolle. Von Runde zu Runde begleiten wir Riley auf ihrem Weg. Aufgrund der schieren Masse an Teilnehmern liegt der Fokus zu Beginn der Geschichte lediglich auf Riley, um sich gegen Ende auch auf die enge Teilnehmerrunde auszudehnen. Das habe ich sehr begrüßt, denn zum einen lernt man Riley somit schneller kennen und zum anderen wird das Buch dann nicht durch zu viele Namen überladen.

Ihr merkt, The Blinds hat es mir angetan. Ich habe die Leserunde sehr genossen und kann euch das Buch wärmstens empfehlen. Der zweite Band der Dilogie ist bereits in der Schreibphase und wird von mir sehnlichst erwartet, denn der Cliffhanger am Ende war unfassbar gemein! Ich danke Emma Marten und Lovelybooks herzlich für die Bereitsstellung eines e-books von The Blinds im Rahmen der Leserunde.


[Rezension] Der italienische Garten

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Titel Der italienische Garten
Reihe
Band Einzelband
Autor Alyson Richman
Übersetzer Norbert Möllemann
Illustrator
Verlag Diana Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Frauenroman, historischer Roman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 432 Seiten
Bewertung
Der italienische Garten
Der italienische Garten

Mit Familie in Italien interessiert mich die Geschichte Italiens natürlich genauso sehr, wie die Deutschlands. Wenn ich nun historischen Roman mit Handlungsort in Italien, faszinierenden Figuren und authentischen Begebenheiten bekomme, schwebe ich auf meiner Lesewolke ganz weit oben. Nichts weniger habe ich mit Der italienische Garten von Alyson Richman bekommen.

Als Leser begleiten wir die junge Cellistin Elodie, die 1943 in Portofino von Bord eines Schiffes geht. In regelmäßigen Rückblicken erfahren wir die Geschichte der jungen Frau, die mit gefälschten Papieren ein neues Leben beginnen muss, nachdem ihr altes sie beinahe das Leben kostete.

Alyson Richmans Der italienische Garten ist voll historischer Authentizität

Als Liebhaberin von historischen Romanen und Geschichtsfan lege ich großen Wert auf historische Authentizität von Romanen. Bei Der italienische Garten hatte ich stellenweise das Gefühl, Zeitzeugenberichte zu lesen und keinen Roman. Alyson Richman schafft es, historische Begebenheiten mit fiktiven Ereignissen zu kombinieren und ihrer Geschichte somit eine tiefere Ebene zu verleihen. Vor allen Dingen hat sie es aber geschafft, ihre Figuren so authentisch zu kreieren, dass ich zu keiner Zeit Zweifel hatte, ebenjenen Menschen zu dieser Zeit auf der Straße begegnen zu können.

Die Figuren, allen voran Elodie, haben mich tief berührt. Ihre Gestaltung ist realistisch und glaubwürdig. Vor allem Elodies Verwandlung und ihre Tätigkeiten für den Widerstand haben mir sehr gut gefallen. Besonders schön empfand ich natürlich die Liebesgeschichten im Roman, die mein Herz berühren konnten.

Der italienische Garten  entwickelte einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte

Aufgrund der Thematik von Der italienische Garten kam nicht nur stellenweise richtig Spannung auf. Der Plot entwickelt sich zu Beginn gemächlich und langsam, um dann immer weiter an Fahrt aufzunehmen. Genau wie die historischen Begebenheiten, überschlagen sich plötzlich die Ereignisse – in vielerlei Hinsicht. Mit zunehmender Spannung konnte ich das Buch immer seltener aus der Hand legen. Der italienische Garten  entwickelte einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte.

Ich kann Der italienische Garten allen empfehlen, die gut recherchierte und spannende historische Romane mit Emotionen, tollen Figuren und spannendem Plot zu schätzen wissen.


[Rezension] Wintersterne

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Titel Wintersterne
Reihe
Band Einzelband
Autor Isabelle Broom
Übersetzer Uta Rupprecht
Illustrator
Verlag Diana Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Frauenroman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 448 Seiten
Bewertung
Wintersterne
Wintersterne

Ich liebe Geschichten, die ans Herz gehen. Als ich Wintersterne zu lesen anfing, wollte ich genau ein solches Herzensbuch. Bekommen habe ich die Geschichte dreier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten aber dennoch eines gemeinsam haben: Die Liebe.

Als Leserin von Wintersterne lässt man sich in das winterliche Prag der heutigen Zeit entführen. Tatsächlich fühlte ich mich während des Lesens die gesamte Zeit so, als wäre ich in Prag. Ich muss nicht erwähnen, dass das Buch derartiges Fernweh in mir geweckt hat, dass mein nächster Urlaub nach Prag geht, oder?

Isabelle Broom schreibt mit einer solchen Liebe und mit so viel Details, dass ich gar nicht anders konnte, als alles bildlich vor mir zu sehen und Teil der Geschichte zu werden. Ich war auf jeder Seite, in jeder Situation und Handlung dabei. Der winterliche Zauber der Stadt und die liebevoll gestalteten Figuren entwickelten einen solchen Sog, dass ich Wintersterne beinahe inhaliert habe.

Drei Frauen. Drei Liebesgeschichten. Eine unvergessliche Stadt.

Im Kern der Geschichte stehen die Lebens- und Liebesgeschichten dreier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und sich in Prag durch Zufall treffen. Man könnte von einer schicksalshaften Begegnung sprechen.  Besonders herzzerreißend war die Liebesgeschichte von Sophie. Ich hatte die gesamte Zeit über ein ungutes Gefühl, konnte aber den Finger nicht recht darauf legen. Dennoch war ich von der Enthüllung überrascht und schockiert. Umso mehr habe ich mich über die positiveren Geschichten von Megan und Hope gefreut, wobei auch die beiden ihre Hürden hatten.

Als besonders schön und liebevoll habe ich die Charaktergestaltung und Stadtbeschreibungen empfunden. Man spürt auf jeder Seite, wie viel Mühe sich Isabelle Broom mit ihrem Roman gegeben hat. Keine der Figuren wirkt platt oder leblos, sie alle haben gute und weniger gute Eigenschaften, stehen für sich ein und haben Gefühle.

Daher kann ich euch Wintersterne bedingungslos ans Herz legen. Vor allem bei diesem Wetter mit Buch, Keksen und Tee ins Bett gepackt und sich von Wintersterne davontragen lassen. Für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Wintersterne möchte ich mich ganz herzlich beim Diana Verlag und dem Bloggerportal bedanken.

Weitere Rezensionen zu Wintersterne:

Warum Lady Smartypants sich in Wintersterne verliebt hat? Weiterlesen!


[Rezension] Evermore – Das dunkle Feuer

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Titel Evermore – Das dunkle Feuer
Reihe Evermore
Band 4. Band
Autor Alyson Noël
Übersetzer Marie-Lusie Bezzenberger
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Fantasy, Jugendbuch
Preis 8,99€
Seitenzahl 384 Seiten
Bewertung
Evermore - Das dunkle Feuer
Evermore – Das dunkle Feuer

Als ich zum letzten der vier im Set gekauften Bücher der Evermore-Reihe griff, war ich komplett angefixt. Vor allem nach dem Ende von Evermore – Das Schattenland musste ich unbedingt erfahren, welche Konsequenzen Evers Handlung in Evermore – Das dunkle Feuer haben würde.

Ich muss schon sagen, nachdem Drina im ersten Band als Antagonisten recht schnell wieder weg vom Fenster war, hatte ich mich über Romans lange Anwesenheit wirklich gefreut. Er ist immer für eine Überraschung gut und ich hatte durchgehend das Gefühl, das er noch lange nicht alles von sich gezeigt hat. Dementsprechend habe ich mich ungemein über die Rückblenden seiner Kindheit und Jugend gefreut, die ihn als Figur noch greifbarer werden ließen. Ein wenig Spannung hat die besondere Beziehung zwischen Ever und Roman in diesem Band eingebracht, die auch Evers Magieversuchen resultierte.

Stellenweise hätte ich Ever für ihre unbesonnenen, wenig bis gar nicht durchdachten und dummen Aktionen gerne geschüttelt. Nicht nur, dass sie sich per Magie an Roman bindet, sie schlägt auch noch jegliche Hilfe in den Wind, die sie bekommen kann. Und statt sich ordentlich um Haven zu kümmern, bringt sie ihre beste Freundin vollends gegen sich auf.

Leider muss ich sagen, dass die neusten Wendungen in Evermore – Das dunkle Feuer nicht immer nach meinem Geschmack waren. Auf großen Teilen ging mir Ever mit ihrer kurzsichtigen Art auf die Nerven, ihre Einzelkämpferhaltung tat ihr Übriges. Die Handlung wirkte stellenweise einfach zu gewollt und erzwungen auf mich, um noch die Leichtigkeit der vorherigen Bücher zu haben.

Das Ende ist dann wieder gewohnt überraschend und präsentiert einen neuen Cliffhanger, da Evers eigentliches Problem, der Berührungsfluch, noch immer auf ihr und Damon lastet. Die Chance auf eine Heilung ist nach den Geschehnissen in Evermore – Das dunkle Feuer allerdings verschwindend gering.

Alles in allem bin ich aber sehr gespannt, wie die Evermore-Reihe weitergeht. Die beiden letzten Bücher warten bereits sehnsuchtsvoll in meinem Regal. Zwar war Band vier der Reihe nicht mehr so gut wie noch der zweite, bietet dennoch genug Potential und Spannung, um die Reihe beenden zu wollen.


[Rezension] Evermore – Das Schattenland

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Titel Evermore – Das Schattenland
Reihe Evermore
Band 3. Band
Autor Alyson Noël
Übersetzer Marie-Lusie Bezzenberger
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Fantasy
Preis 8,99€
Seitenzahl 416 Seiten
Bewertung
Evermore - Das Schattenland
Evermore – Das Schattenland

Wer Evermore – Der blaue Mond gelesen hat weiß um den gemeinen Cliffhanger, mit dem das Buch endet und die gesamte Reihe verändert. Kein Wunder also, dass ich direkt im Anschluss nach Band drei Evermore – Das Schattenland greifen musste, um in Erfahrung zu bringen, wie Ever das Berührungeproblem mit Damon löst.

Nachdem wir Damon im zweiten Band größtenteils in seiner ohne-Ever-Charaktereinstellung erlebt haben, verändert er sich in Evermore – Das Schattenland komplett. Zwar ist er wieder der liebevolle und gutherzige Kerl, den ich in Band eins so mochte, hält Romans Eingriff allerdings für Karma und entsagt zunächst einmal allem. Ever, die alles in ihrer Macht stehende unternimmt, den Berührungsfluch aufzuheben, versteht die Welt nicht mehr. Noch heikler wird die Situation, als Damon Ever ein Geständnis macht: Es könnte sein, dass Damon gar nicht Evers Seelenverwandter ist.

Denn Ever, die zwischenzeitlich einen Nebenjob angenommen hat, um ihre skeptische Tante zu beruhigen, trifft dort auf Jude. Und der ist niemand anderes, als Evers vermeintlicher Seelenverwandter. Entsprechend geht es zwischen dem neuen Beziehungsdreieck hoch her, da Jude und Damon einander nicht leiden können und eine ebenso lange Geschichte haben, wie Damon und Ever.

Das Ende von Evermore – Das Schattenland ist ebenso spannend und gemein, wie in den vorangegangenen Büchern, denn Ever wird durch Roman eine Entscheidung abverlangt, die alles verändert.

Alles in allem ist Band drei der Evermore-Reihe eine gute Fortsetzung, die weiterhin spannende Wendungen und Neuerungen präsentiert.


[Rezension] Evermore – Der blaue Mond

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Titel Evermore – Der blaue Mond
Reihe Evermore
Band 2. Band
Autor Alyson Noël
Übersetzer Ariane Böckler
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschinen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Fantasy, Jugendbuch
Preis 8,99€
Seitenzahl 369 Seiten
Bewertung
Evermore - Der blaue Mond
Evermore – Der blaue Mond

Nachdem ich Evermore – Die Unsterblichen in einem Rutsch beendet hatte, wollte ich wissen, wie es mit Ever, Damen und den anderen so weitergeht. Was lag da näher, als direkt zu Evermore – Der blaue Mond zu greifen?

Am Ende des ersten Band musste sich Ever Damens Vergangenheit stellen – im wahrsten Sinne des Wortes. Da mir aufgrund der Anzahl weiterer Teile klar war, dass das märchenhafte Ende aus Band eins nicht alles sein kann, war ich umso gespannter, wie sich die Geschichte entwickeln wird. Zu meiner Freunde kann ich sagen, dass sich Alyson Noel einige hat einfallen lassen, um Spannung in die Reihe zu bringen, wenngleich nicht alle Wendungen für mich überraschend kamen.

Kernhandlung dieses Bands ist die Beziehung zwischen Damen und Ever, die auf eine harte Probe gestellt wird. Alles beginnt damit, dass ein neuer Schüler – Roman – auf die Schule wechselt. Kurz danach beginnt Damons merkwürdige Veränderung, auf die sich Ever keinen Reim machen kann. Dass sich kurz darauf die gesamte Schulgemeinschaft verändert, bringt das Fass zum Überlaufen.

Stück für Stück kommt Ever hinter das große Geheimnis und enttarnt dabei auch den künftigen Antagonisten als solchen. Die Intrigen und das doppelte Spiel innerhalb von Evermore – Der blaue Mond haben mir sehr zugesagt, da sie dezent eingebaut waren. Dem Leser ist recht schnell klar, wer hinter all den Veränderungen steckt, das Wie und Warum bleiben allerdings Fragen, die erst gegen Ende des Buchs aufgeklärt werden. Darin steckte für mich auch die Spannung des Plots. Vor allem das Ende des zweiten Buchs hat mich getriggert: Ein fieser Cliffhanger, der einen sofort nach dem nächsten Teil verlangen lässt.

Charakterlich hat mich Damon sehr überrascht. Ich war schon daran interessiert, seine andere Seite zu entdecken. Kein Mensch kann so lieb und großherzig sein, und aus dem Auftaktband wusste ich bereits um Damons andere Seite. Mit Roman tritt eine Figur in Erscheinung, die ich weder greifen noch beurteilen kann. Er hat viele Facetten und dürfte noch für die eine oder andere Überraschung gut sein.

Alles in allem ist Evermore – Der blaue Mond eine solide Fortsetzung, die mich mit neuen Figuren, Wendungen und einem richtig gemeinen Cliffhanger begeistern konnte.


[Rezension] Evermore – Die Unsterblichen

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Titel Evermore – Die Unsterblichen
Reihe Evermore
Band 1. Band
Autor Alyson Noël
Übersetzer Marie-Luise Bezzenberger
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Fantasy, Jugendbuch
Preis 8,99€
Seitenzahl 384 Seite
Bewertung
Evermore - Die Unsterblichen
Evermore – Die Unsterblichen

Als ich mir die ersten vier Bände von Evermore gebraucht als Set erstand, wusste ich noch nicht, dass ich einen faszinierenden Plot mit einer Dreiecksbeziehung der etwas anderen Art bekommen würde. Band eins der Reihe – Evermore – Die Unsterblichen – ist ein grandioser Auftaktband, der mich tief in den Sog der Geschichte um Ever und Damen zog.

Seit Ever in einem Autounfall ihre gesamte Familie verlor ist nichts mehr wie es war. Nicht nur, weil sie von heute auf morgen eine Waise ist und zu ihrer Tante ziehen musste, sondern weil Ever seit dem Unfall die Gedanken ihrer Mitmenschen hören kann. Was zunächst nett klingt, wird zur Qual für Ever, die sich mehr und mehr zurückzieht und kaum jemanden an sich heranlässt. Ihren Alltag bewältigt sich nur aufgrund ihrer Rüstung: Kapuzenpulli und iPod. Und dann erscheint Damen auf der Bildfläche.

Es ist wie im Märchen: Liebe auf den ersten Blick!

Was danach kommt mutet zunächst ziemlich klischeehaft an. Sie sieht ihn und ist auf den ersten Blick in ihn verliebt, will es ihrer einzigen Freundin gegenüber aber nicht zugeben, weil diese ebenfalls an dem neuen und super attraktiven Kerl interessiert ist. Was sich dahinter verbirgt ist nicht wirklich neu, denn der neue und super attraktive Kerl hat natürlich ein Geheimnis. Und dieses Geheimnis lüftet Ever.

Trotz all der Klischeehaftigkeit hat mir Evermore – Die Unsterblichen wirklich gut gefallen. Alyson Noel hat es geschafft, klassische Motive zusammenzufügen und ihnen ihre Klischeehaftigkeit zu nehmen. Auch die mittlerweile abgestrafte Dreiecksbeziehung hat sie neuinszeniert und mit viel Spannung aufbereitet. Mir hat es jedenfalls viel Freude bereitet, hinter Damens Geheimnis zu kommen und Ever dabei zu begleiten. Vor allem die Abschnitte mit Drina haben mir aufgrund ihrer Dynamik zugesagt.

Evermore – Die Unsterblichen überzeugt mit tollen Figuren und einer packenden Handlung

Tatsächlich bin ich nur so durch Band eins geflogen und war positiv überrascht, als ich das Buch zuklappte. Ich hatte lockere und leichte Unterhaltung erwartet und habe ein spannendes Jungendbuch mit Fantasy-Anteil bekommen, das mich durch und durch begeistern konnte. Die Figuren haben genau die richtige Mischung aus Humor, Biss und Emotionen, sodass ich viel Freude beim Lesen und Mitfiebern hatte. Vor allem gegen Ende konnte ich das Buch genau aus diesem Grund nicht aus der Hand legen.