[Rezension] Töchter einer neuen Zeit

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Titel Töchter einer neuen Zeit
Reihe Jahrhundert-Trilogie
Band 1. Band
Autor Carmen Korn
Übersetzer
Illustrator
Verlag Rowohlt Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 10,99€
Seitenzahl 560 Seiten
Bewertung

Historische Romane und ich, das ist eine gute Kombination. Vor allem, wenn sie im deutschsprachigen Raum oder dem 20. Jahrhundert spielen. Carmen Korns Töchter einer neuen Zeit ist ein eindrucksvolles Beispiel für einen sehr gut recherchierten und authentischen Roman über die jüngere Geschichte Deutschlands.

Carmen Korn schreibt über eine ganze Generation von Frauen

Die vier Protagonistinnen des Romans könnten unterschiedlicher nicht sein: Sei es die Herkunft, politische Gesinnung oder persönliche Einstellung. Gemeinsam haben die Frauen, dass sie in einer unsteten Zeit derselben Generation junger Frauen Hamburgs angehören und ihren Weg im Leben finden müssen.

Carmen Korn schafft es dabei gekonnt, die Lebensgeschichte vierer Frauen mit der Zeitgeschichte Deutschlands zu verknüpfen und dabei die Geschichte einer gesamten Generation zu erzählen. Besonders spannend habe ich die unterschiedlichen Perspektiven der Frauen empfunden, die wirklich komplett andere Sichtweisen haben und mich während des Lesens zum Denken anregten. Vor allem Henny, die stoischen ihren Weg als Krankenschwester geht und sich nicht beirren lässt, die immer einen kühlen Kopf bewahrt und viele Schicksalsschläge hinnehmen muss, hat mir imponiert.

Töchter einer neuen Zeit spielt in einer Zeit, die politisch unstet und gefährlich war

Carmen Korn schafft es, eine sehr authentische Darstellung Deutschlands im 20. Jahrhundert zu präsentieren, die weder voreingenommen noch entschuldigend ist. Durch ihre facettenreichen und vielen Figuren ist es möglich, sämtliche Blickwinkel auf die Zeit zwischen ersten und zweiten Weltkrieg zuzulassen, ohne mahnend oder zensierend zu sein. Dadurch gewinnt der Roman stark an Authentizität.

Alles in allem kann ich euch Töchter einer neuen Zeit wärmstens empfehlen. Das Buch ist eine eindrückliche Schilderung einer wirren und unsteten Zeit, die sich tief in das deutsche kollektive Gedächtnis brannte. Aufgrund des Facettenreichtums der vier Frauen ist dem Leser nicht nur eine Perspektive geboten, was für mich den Reiz des Werkes ausmacht.


[Rezension] Bourbon Lies

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Titel Bourbon Lies
Reihe Bourbon-Trilogie
Band 3. Band
Autor J.R. Ward
Übersetzer Marion Herbert und Katrin Kremmler
Illustrator
Verlag LYX Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Roman
Preis 12,90€
Seitenzahl 447 Seiten
Bewertung

Nachdem ich die ersten beiden Teile, Bourbon Sins & Bourbon Kings, der Reihe mit großer Freude weggelesen habe, konnte ich mich beim Abschluss der Trilogie kaum zurückhalten. Kaum hatte ich Bourbon Lies gekauft, hatte ich es auch schon begonnen und in einem Rutsch durchgelesen.

Bourbon Lies wartet mit einigen unerwarteten Geheimnissen auf

Im Abschlussband laufen alle Fäden aus den ersten beiden Bänden zusammen und ergeben ein großes Ganzes. Es werden weitere Geheimnisse offenbart, die ich so nicht hatte kommen sehen. Vor allem Miss Aurora spielt eine entscheidende Rolle, die mich sowohl überrascht hat als auch nicht. Auch Lanes Mutter konnte mich mit so einigen Geheimnissen überraschen.

Während Lane weiterhin damit beschäftig ist, sein Familienunternehmen zu retten und seinen Bruder Edward aus dem Gefängnis zu holen, übt seine Schwester Gin sich darin, eine gute Mutter zu sein. Sie klärt nicht nur ihre Tochter und deren Vater über ihre wahre Verbindung auf, sie akzeptiert auch ihre Rolle in diesem Gefüge beispiellos erwachsen. Ihre Ehe mit Richard hingegen entwickelt sich in immer extremeren Bahnen. Ich war wirklich glücklich über einige Entwicklungen, die Gins Eheleben betreffen.

Liebgewonnene Figuren entwickeln sich glaubwürdig weiter

Die Figuren in Bourbon Lies sind gewohnt ausgewogen. Alle handelnden Charaktere haben ihre Ecken und Kanten, aber auch ihre positiven Seiten. Gerade Gin kommt in diesem Band richtig gut weg. Lanes Entwicklung war von Beginn an die beeindruckendste, wenngleich sie stellenweise auch ein wenig stereotypisch war – allerdings nur auf eine gewisse Ebene, die rasch verflog. Edwards Geschichte konnte mich auch überzeugen, da ich eine kleine Romantikerin bin, die immer noch an das Gute im Menschen glaubt. Daher ging mir bei seiner Geschichte das Herz auf.

Alles in allem ist Bourbon Lies ein gelungener Abschluss der Trilogie. Am Ende fügt sich alles wie ein perfektes Puzzle zusammen und hinterließ bei mir keine offenen Fragen. Die Lösung ist schlüssig und wirkt nicht zu konstruiert. Viele Entwicklungen und Wendungen konnten mich zufrieden stimmen, da das Leserherz voll auf seine Kosten kommt. Ich kann euch Bourbon Lies und dessen Vorgänger wärmstens empfehlen.


[Rezension] Berühre mich. Nicht.

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Titel Berühre mich. Nicht.
Reihe Ja
Band 1. Band
Autor Laura Kneidl
Übersetzer
Illustrator
Verlag LYX Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre YA
Preis 12,90€
Seitenzahl 464 Seiten
Bewertung

Berühre mich. Nicht.

Aufmerksame Leser meines Blog wissen, dass ich gute YA sehr schätze. Vor allem, wenn sie aus der Feder von Laura Kneidl stammt, deren Elemente der Schattenwelt-Trilogie mich vollkommen von ihrem schriftstellerischem Talent überzeugen konnten. Daher musste ich ihrem neusten Werk Berühre mich. Nicht. einfach eine Chance geben.

Und was soll ich euch sagen? Ich habe es nicht bereut, mir Berühre mich. Nicht. spontan zu kaufen. Innerhalb weniger Tage hatte ich Berühre mich. Nicht. ausgelesen und war geflasht. Nicht nur von den interessanten Figuren und dem realistischen Plot, sondern vor allem von dem unheimlichen fiesen Cliffhanger, der den Leser am Ende von Band eins erwartet und die Tage bis zum Erscheinen von Band zwei zählen lässt.

Die Figuren in Berühre mich. Nicht. sind realistisch konstruiert und liebevoll gestaltet

Die Protagonistin des Romans, Sage, hat keinen einfachen Stand im Leben. Als sie zu Beginn der Handlung in Nevada ankommt, besitzt sie außer ihrem kleinen Wagen und ihrem eisernen Willen, ihren Neubeginn zu nutzen, nichts. Aufgrund ihrer Vergangenheit, die im Verlauf der Handlung immer mehr ans Licht kommt, fällt es Sage auch nicht leicht, neue Freundschaften zu knüpfen. Vor allem ihr neuer Job verwandelt sich in eine Zerreißprobe, die sie immerzu mit ihren Problemen konfrontiert.

Mit April und Luca hat Laura Kneidl zwei wundervolle Nebenfiguren gestaltet, die mir die Lesestunden zusätzlich versüßt haben. Vor allem Luca mit seiner feinfühligen Art ist mir dabei im Gedächtnis geblieben.

Die Handlung baut sich langsam auf, ebenso die Spannung. Mit jeder Erwähnung und jedem Rückblick ist das Interesse an Sages Vergangenheit bei mir gewachsen. Und je mehr Informationen offenbar wurden, desto mehr wollte ich über alle Figuren wissen. Einen großen Anteil an diesem Interesse hat auch der gemeine Cliffhanger, der exakt am Klimax der Handlung gesetzt wurde.

Berühre mich. Nicht. ist ein fulminanter Auftaktband, der das Interesse der Leser schürt

Ihr merkt, es fällt mir schwer, meine Begeisterung im Zaum zu halten. Aktuell zähle ich die Tage bis zum Erscheinen von Band zwei, damit ich endlich herausfinden kann, wie Sages Geschichte ausgeht und ob ihre gesamte Vergangenheit offenbart wird. Vor allem aber brenne ich auf eine Antwort auf meine dringendste Frage, die ich euch aus Spoiler-Gründen hier nicht nennen werde. Leserinnen des Romans werden wissen, worauf ich hinaus möchte.

Alles in allem kann ich Berühre mich. Nicht. eine eindeutige Leseempfehlung aussprechen. Lest. Dieses. Buch! Ich kann es euch vor allem dann wärmstens empfehlen, wenn ihr YA mit Tiefgang und angenehmen, wenn auch nicht unkomplizierten, Protagonisten interessiert seid.


[Rezension] The Blinds

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Titel The Blinds – Es ist ein Spiel, also spiel
Reihe The Blinds
Band 1. Band
Autor Emma Marten
Übersetzer
Illustrator
Verlag BoD
Erschienen als E-book und Taschenbuch
Genre Dystopie, Jugendbuch
Preis 4,99€ (E-Book [RE]), 12,99€ Taschenbuch
Seitenzahl 412 Seiten
Bewertung

Als ich nach einer Weile Lovelybooks-Abstinenz mal wieder am Stöbern kommender Leserunden war, fiel mir The Blinds auf. Nicht nur, dass das Cover unfassbar schön ist, auch die Zusammenfassung sprach mich an. Daher versuchte ich mein Glück und durfte tatsächlich an der Leserunde zu The Blinds teilnehmen.

Ihr alle kennt diese Bücher, die euch schon nach den ersten Sätzen zeigen, das sie euch gefallen werden. Genauso erging es mir mit The Blinds. Die Figuren, die Idee, das Setting  –  einfach alles stimmte.

Das Setting von The Blinds erinnert an Panem und Selection

Die Protagonistin der Dilogie Riley lebt in einer dystopischen Version der USA, die in Distrikte aufgeteilt ist. Während sie in den Slums in Armut lebt, schwelgen die Bewohner des Zentrums in Reichtum. Highlight der Unterhaltung ist eine Castingshow – Die Blinds. Stellenweise habe ich mich beim Weltenaufbau an Panem oder Selection erinnert gefühlt. Allerdings schafft es Emma Marten, die Idee für ihren Plot zu adaptieren und zu ihrer eigenen Idee zu machen. Denn sein wir mal ehrlich: Die zugrundeliegende Idee ist nicht das wichtigste, sondern die Ausführung. Und die ist rundum gelungen.

Riley ist eine tolle Protagonistin. Sie ist eigensinnig, sarkastisch, gefühlvoll und vieles mehr. Ich mochte sie vom ersten Moment an und habe es genossen, ihre Entwicklung mit zu verfolgen. Denn  wo Anfangs Widerwillen gegen das Leben im Zentrum herrscht, treten gegen Ende des ersten Teils andere Gefühle. Denn Riley weiß, was sie von ihrem Leben will.

Ihre Hintergrundgeschichte, die man als Leser durch Rückblicke erfährt, ist sehr berührend. Ebenso die zarte Liebesgeschichte, die sich zum Loveinterest entwickelt. An dieser Stelle will ich allerdings nicht zu viel verraten. Ihr sollt ja auch noch euren Spaß haben. Die anderen Figuren haben mir ebenfalls sehr zugesagt. Allen voran Duke und seine Schwester. Ihre herzliche und ehrliche Art habe ich sehr genossen.

Die Blinds sind eine Castingshow der etwas anderen Art

Die Blinds selbst spielen im Roman eine wichtige Rolle. Von Runde zu Runde begleiten wir Riley auf ihrem Weg. Aufgrund der schieren Masse an Teilnehmern liegt der Fokus zu Beginn der Geschichte lediglich auf Riley, um sich gegen Ende auch auf die enge Teilnehmerrunde auszudehnen. Das habe ich sehr begrüßt, denn zum einen lernt man Riley somit schneller kennen und zum anderen wird das Buch dann nicht durch zu viele Namen überladen.

Ihr merkt, The Blinds hat es mir angetan. Ich habe die Leserunde sehr genossen und kann euch das Buch wärmstens empfehlen. Der zweite Band der Dilogie ist bereits in der Schreibphase und wird von mir sehnlichst erwartet, denn der Cliffhanger am Ende war unfassbar gemein! Ich danke Emma Marten und Lovelybooks herzlich für die Bereitsstellung eines e-books von The Blinds im Rahmen der Leserunde.


[Rezension] Der Ruf des Kuckucks

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Titel Der Ruf des Kuckucks
Reihe Coromoran Strikes-Reihe
Band 1. Band
Autor Robert Galbraith
Übersetzer Wulf Bergner,‎ Christoph Göhler,‎ Kristof Kurz  
Illustrator  –
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Krimi
Preis 10,99€
Seitenzahl 656 Seiten
Bewertung
Der Ruf des Kuckucks
Der Ruf des Kuckucks

Ich kann euch gar nicht sagen, wie lange J.K. Rowlings aka Robert Galbraiths Der Ruf des Kuckucks auf meinem TBR ein trauriges Dasein fristen musste – und das auch noch völlig zu Unrecht, wie ich euch versichern kann. Ich bin hin und weg von diesem Krimi und das obwohl ich das Genre des Krimis nur sehr selten zur Hand nehme.

Dass J.K. Rowling gut schreiben kann, wusste ich bereits aus ihren magischen Harry Potter Büchern, die mich in meiner Kindheit begleiteten. Dass sie allerdings fernab von Kinder- und Jugendliteratur aus dem Fantasy-Genre angenehm und flüssig schreiben kann, stellte ich während der Lektüre von Der Ruf des Kuckucks fest. Kombiniert mit tollen Figuren und einem fesselnden Plot, bescherte mir ihr erster Krimi angenehme Lesestunden.

Der Ruf des Kuckucks kombiniert tolle Figuren mit einem fesselnden Plot

Die Hauptfigur des Krimis, der Privatdetektiv Cormoran Strike, hat mir direkt gefallen. Etwas eigenbrötlerisch, speziell, klug und sehr gradlinig – damit sammelte er bei mir direkt Sympathiepunkte. Als Ermittler im Todesfall der prominenten Lula Landry hat er sich durch ermittlerisches Fingerspitzengefühl und eine sehr gute Intuition hervorgetan, worin für mich auch die Spannung des Krimis lag.

Der Plot mit seiner Idee war grundlegend natürlich nicht neu, dafür aber schön aufbereitet und mit passenden Figuren ausgestattet. Kombiniert wurde der Plot zudem mit einigen Wendungen, die ich als unerfahrene Krimileserin nicht habe kommen sehen. Mehr als einmal konnte ich mich dabei ertappen, wie ich auch falschen Fährten umherirrte, nur um dann von Cormorans rotem Faden wieder auf die richtige Spur geführt zu werden.

Das Herzstück des Krimis, seine Auflösung, fand ich in Ordnung und passend zur Handlung. Es muss ja auch nicht immer ein nervenstrapazierendes Ende sein, bei dem man sich die Fingernägel zerkaut. Vor allem dann nicht, wenn es nicht zum gesetzteren Grundton der Handlung passt. Alles in allem bin ich von Der Ruf des Kuckucks sehr positiv überrascht. Besonders begeistert hat mich die Tatsache, dass Der Ruf des Kuckucks der Auftaktband zu einer Reihe ist.


[Rezension] Mythos Academy Colorado – Bitterfrost

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Titel Mythos Academy Colorado – Bitterfrost
Reihe Mythos Academy Colorado
Band 1. Band
Autor Jennifer Estep
Übersetzer Michaela Link
Illustrator
Verlag ivi Piper Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Fantasy, Jugendbuch
Preis 16,99€
Seitenzahl 384 Seiten
Bewertung
Bitterfrost
Bitterfrost

Als eingefleischter Fan der Mythos Academy, musste ich Jennifer Ersteps neuestes Werk Mythos Academy Colorado – Bitterfrost unbedingt haben. Als ich es dann endlich in meinen Händen hielt war es nur noch eine Frage der Zeit, bis ich den neuesten Streich aus Jennifer Esteps Feder verschlingen würde.

Meine Erwartungen an Mythos Academy Colorado – Bitterfrost waren gewohnt hoch – immerhin hatte mich Jennifer Estep bisher noch nie mit einem Buch enttäuscht.  Und ich muss sagen, dass ich in den ersten Tagen nach der Lektüre wirklich begeistert und glückselig war. Und dann begann ich, andere Rezensionen zum Buch zu lesen, die mich zum Nachdenken brachten. Versteht mich nicht falsch, weder das Buch noch die Rezensionen sind schlecht, aber sie brachten mich eben zum Nachdenken.

Die erste Begeisterung verflog nach den ersten Rezensionen von Mythos Academy Colorado – Bitterfrost

Ich hatte wirklich großen Spaß beim Lesen des neuen Auftaktbands und freue mich auch nach wie vor über die folgenden Bücher, allerdings bin ich nicht mehr so übertrieben euphorisch, wie direkt nach dem Lesen. Es liegt nicht daran, dass mich Jennifer Esteps Schreibstil nicht packen konnte oder die Welt mir fremd vorkam. Denn sowohl ihr Schreibstil als auch das Setting konnten mich wieder in ihren Bann ziehen. Vielmehr störte mich die starke Parallelität, die mir unterschwellig schon während des Lesens aufgefallen war und die massive Heldenverehrung von Gwen, die mir bereits während des Lesens gegen den Strich ging.

Da ich über die Parallelen zwischen den beiden Reihen hinwegsehen kann – immerhin musste ich erst bewusst darauf hingewiesen werden – kann ich die permanent überhöhte Anwesenheit Gwens nicht so einfach ignorieren. Gwen, die mir als Figur sehr gut gefallen hat, verliert in meinen Augen dadurch an Glaubwürdigkeit und lässt die aktuelle Heldin zu gewollt in einem schlechten Licht dastehen, gegen das sie ankämpfen muss – natürlich zusätzlich zu ihren eigentlichen Problemen.

Alles in allem hatte ich beim Lesen von Mythos Academy Colorado – Bitterfrost großen Spaß und freue mich sehr auf einen zweiten Teil, wenngleich ich nun etwas mehr auf Parallelen und Unterschiede zwischen den Reihen achten werde. Guten Gewissens kann ich den Auftaktband allen Freunden von Jennifer Esteps Büchern und solchen, die es werden wollen, empfehlen.


Rezension] Das Lied von Eis und Feuer – Die Herren von Winterfell

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Titel Das Lied von Eis und Feuer – Die Herren von Winterfell
Reihe Das Lied von Eis und Feuer
Band 1. Band
Autor George R.R. Martin
Übersetzer Jörn Ingwersen
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Fantasy
Preis 16,00€
Seitenzahl 576 Seiten
Bewertung
Die Herren von Winterfell
Die Herren von Winterfell

Game of Thrones ist in aller Munde und ich bin gefühlt wohl die Letzte, die die Reihe zu lesen beginnt, um sie anschließend schauen zu können. Daher wurde es langsam aber sicher Zeit, dass ich mit Das Lied von Eis und Feuer – Die Herren von Winterfell beginne und eine neue Welt erobere.

Wer mich kennt weiß, dass ich historische Romane mit mittelalterlichem Setting gerne lese. Vor allem, wenn sie authentisch dargestellt sind. Daher bin ich mit Das Lied von Eis und Feuer – Die Herren von Winterfell genau richtig bedient, denn der Auftaktband ist einfach grandios! Zwar gibt es bereits zu Beginn wahnsinnig viele Figuren und Charaktere, Intrigen, Hintergrundgeschichten und nette Kleinigkeiten, dennoch findet man sich gut in die Handlung ein und kann auch die Namen der Figuren problemlos zuordnen.

Zunächst war ich jedoch ein wenig erschlagen. Erschlagen wegen der vielen Figuren, Namen, Herrscherhäuser, Geschichten und Bündnisse. Allerdings entwickelte sich eben daraus ein faszinierender Sog, der mich tief in die Geschichte hineinzog und tagelang an das Haus der Starks band.

Die Perspektivwechsel unterstützten den spannenden Plot so gut, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die geheimen Verbindungen und Bündnisse, die Handlungen und Konsequenzen, die daraus resultierten und die allgegenwärtige Bedrohung durch das Haus der Targaryen, haben mir große Freude bereitet. Apropos Targaryen: Ich habe Dany von Beginn an in mein Herz geschlossen. Ich kenne die Verkörperung ihrer Figur von Bildern aus der Serie und bin bereits jetzt von der Khaleesi begeistert. Ansonsten bin ich dem Haus der Starks sehr zugetan und habe gespannt mit Brans Schicksal gebangt.

Nach der Lektüre des Auftaktbands war ich paralysiert. Es hat sich mir eine Reihe eröffnet, deren Welt so enorm viel Potential besitzt, dass schier alles möglich erscheint. Ich wurde bestens unterhalten, flog förmlich durch die Seiten und habe eine authentisch erbaute Welt erhalten, die sich an mittelalterlichen Gepflogenheiten orientiert. Der Plot der Rahmenhandlung ist spannend und nur so mit Binnengeschichten gespickt. Ich bin mir sicher, dass es mir mit den künftigen Bänden des Liedes von Eis und Feuer niemals langweilig wird.

Dementsprechend kann ich allen, die Das Lied von Eis und Feuer – Die Herren von Winterfell noch nicht gelesen haben nur eines empfehlen: Lest diese Reihe! Wenn ihr Kämpfe, mittelalterliche Settings, viele Figuren und Intrigen mögt, werdet ihr diesen Auftaktband lieben!


[Rezension] Evermore – Das dunkle Feuer

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Titel Evermore – Das dunkle Feuer
Reihe Evermore
Band 4. Band
Autor Alyson Noël
Übersetzer Marie-Lusie Bezzenberger
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Fantasy, Jugendbuch
Preis 8,99€
Seitenzahl 384 Seiten
Bewertung
Evermore - Das dunkle Feuer
Evermore – Das dunkle Feuer

Als ich zum letzten der vier im Set gekauften Bücher der Evermore-Reihe griff, war ich komplett angefixt. Vor allem nach dem Ende von Evermore – Das Schattenland musste ich unbedingt erfahren, welche Konsequenzen Evers Handlung in Evermore – Das dunkle Feuer haben würde.

Ich muss schon sagen, nachdem Drina im ersten Band als Antagonisten recht schnell wieder weg vom Fenster war, hatte ich mich über Romans lange Anwesenheit wirklich gefreut. Er ist immer für eine Überraschung gut und ich hatte durchgehend das Gefühl, das er noch lange nicht alles von sich gezeigt hat. Dementsprechend habe ich mich ungemein über die Rückblenden seiner Kindheit und Jugend gefreut, die ihn als Figur noch greifbarer werden ließen. Ein wenig Spannung hat die besondere Beziehung zwischen Ever und Roman in diesem Band eingebracht, die auch Evers Magieversuchen resultierte.

Stellenweise hätte ich Ever für ihre unbesonnenen, wenig bis gar nicht durchdachten und dummen Aktionen gerne geschüttelt. Nicht nur, dass sie sich per Magie an Roman bindet, sie schlägt auch noch jegliche Hilfe in den Wind, die sie bekommen kann. Und statt sich ordentlich um Haven zu kümmern, bringt sie ihre beste Freundin vollends gegen sich auf.

Leider muss ich sagen, dass die neusten Wendungen in Evermore – Das dunkle Feuer nicht immer nach meinem Geschmack waren. Auf großen Teilen ging mir Ever mit ihrer kurzsichtigen Art auf die Nerven, ihre Einzelkämpferhaltung tat ihr Übriges. Die Handlung wirkte stellenweise einfach zu gewollt und erzwungen auf mich, um noch die Leichtigkeit der vorherigen Bücher zu haben.

Das Ende ist dann wieder gewohnt überraschend und präsentiert einen neuen Cliffhanger, da Evers eigentliches Problem, der Berührungsfluch, noch immer auf ihr und Damon lastet. Die Chance auf eine Heilung ist nach den Geschehnissen in Evermore – Das dunkle Feuer allerdings verschwindend gering.

Alles in allem bin ich aber sehr gespannt, wie die Evermore-Reihe weitergeht. Die beiden letzten Bücher warten bereits sehnsuchtsvoll in meinem Regal. Zwar war Band vier der Reihe nicht mehr so gut wie noch der zweite, bietet dennoch genug Potential und Spannung, um die Reihe beenden zu wollen.


[Rezension] Evermore – Das Schattenland

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Titel Evermore – Das Schattenland
Reihe Evermore
Band 3. Band
Autor Alyson Noël
Übersetzer Marie-Lusie Bezzenberger
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Fantasy
Preis 8,99€
Seitenzahl 416 Seiten
Bewertung
Evermore - Das Schattenland
Evermore – Das Schattenland

Wer Evermore – Der blaue Mond gelesen hat weiß um den gemeinen Cliffhanger, mit dem das Buch endet und die gesamte Reihe verändert. Kein Wunder also, dass ich direkt im Anschluss nach Band drei Evermore – Das Schattenland greifen musste, um in Erfahrung zu bringen, wie Ever das Berührungeproblem mit Damon löst.

Nachdem wir Damon im zweiten Band größtenteils in seiner ohne-Ever-Charaktereinstellung erlebt haben, verändert er sich in Evermore – Das Schattenland komplett. Zwar ist er wieder der liebevolle und gutherzige Kerl, den ich in Band eins so mochte, hält Romans Eingriff allerdings für Karma und entsagt zunächst einmal allem. Ever, die alles in ihrer Macht stehende unternimmt, den Berührungsfluch aufzuheben, versteht die Welt nicht mehr. Noch heikler wird die Situation, als Damon Ever ein Geständnis macht: Es könnte sein, dass Damon gar nicht Evers Seelenverwandter ist.

Denn Ever, die zwischenzeitlich einen Nebenjob angenommen hat, um ihre skeptische Tante zu beruhigen, trifft dort auf Jude. Und der ist niemand anderes, als Evers vermeintlicher Seelenverwandter. Entsprechend geht es zwischen dem neuen Beziehungsdreieck hoch her, da Jude und Damon einander nicht leiden können und eine ebenso lange Geschichte haben, wie Damon und Ever.

Das Ende von Evermore – Das Schattenland ist ebenso spannend und gemein, wie in den vorangegangenen Büchern, denn Ever wird durch Roman eine Entscheidung abverlangt, die alles verändert.

Alles in allem ist Band drei der Evermore-Reihe eine gute Fortsetzung, die weiterhin spannende Wendungen und Neuerungen präsentiert.


[Rezension] Evermore – Der blaue Mond

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Titel Evermore – Der blaue Mond
Reihe Evermore
Band 2. Band
Autor Alyson Noël
Übersetzer Ariane Böckler
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschinen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Fantasy, Jugendbuch
Preis 8,99€
Seitenzahl 369 Seiten
Bewertung
Evermore - Der blaue Mond
Evermore – Der blaue Mond

Nachdem ich Evermore – Die Unsterblichen in einem Rutsch beendet hatte, wollte ich wissen, wie es mit Ever, Damen und den anderen so weitergeht. Was lag da näher, als direkt zu Evermore – Der blaue Mond zu greifen?

Am Ende des ersten Band musste sich Ever Damens Vergangenheit stellen – im wahrsten Sinne des Wortes. Da mir aufgrund der Anzahl weiterer Teile klar war, dass das märchenhafte Ende aus Band eins nicht alles sein kann, war ich umso gespannter, wie sich die Geschichte entwickeln wird. Zu meiner Freunde kann ich sagen, dass sich Alyson Noel einige hat einfallen lassen, um Spannung in die Reihe zu bringen, wenngleich nicht alle Wendungen für mich überraschend kamen.

Kernhandlung dieses Bands ist die Beziehung zwischen Damen und Ever, die auf eine harte Probe gestellt wird. Alles beginnt damit, dass ein neuer Schüler – Roman – auf die Schule wechselt. Kurz danach beginnt Damons merkwürdige Veränderung, auf die sich Ever keinen Reim machen kann. Dass sich kurz darauf die gesamte Schulgemeinschaft verändert, bringt das Fass zum Überlaufen.

Stück für Stück kommt Ever hinter das große Geheimnis und enttarnt dabei auch den künftigen Antagonisten als solchen. Die Intrigen und das doppelte Spiel innerhalb von Evermore – Der blaue Mond haben mir sehr zugesagt, da sie dezent eingebaut waren. Dem Leser ist recht schnell klar, wer hinter all den Veränderungen steckt, das Wie und Warum bleiben allerdings Fragen, die erst gegen Ende des Buchs aufgeklärt werden. Darin steckte für mich auch die Spannung des Plots. Vor allem das Ende des zweiten Buchs hat mich getriggert: Ein fieser Cliffhanger, der einen sofort nach dem nächsten Teil verlangen lässt.

Charakterlich hat mich Damon sehr überrascht. Ich war schon daran interessiert, seine andere Seite zu entdecken. Kein Mensch kann so lieb und großherzig sein, und aus dem Auftaktband wusste ich bereits um Damons andere Seite. Mit Roman tritt eine Figur in Erscheinung, die ich weder greifen noch beurteilen kann. Er hat viele Facetten und dürfte noch für die eine oder andere Überraschung gut sein.

Alles in allem ist Evermore – Der blaue Mond eine solide Fortsetzung, die mich mit neuen Figuren, Wendungen und einem richtig gemeinen Cliffhanger begeistern konnte.