[Rezension] Ein Buchladen zum Verlieben

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Titel Ein Buchladen zum Verlieben
Reihe
Band Einzelband
Autor Katarina Bivald
Übersetzer Gabriele Haefs
Illustrator
Verlag btb Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Roman
Preis 19,99€
Seitenzahl 448 Seiten
Bewertung
Ein Buchladen zum Verlieben
Ein Buchladen zum Verlieben

Ein Buchladen zum Verlieben in drei Worten?

Buchig, gemütlich, außergewöhnlich.

Cover & Gestaltung von Ein Buchladen zum Verlieben?

Das Cover von Ein Buchladen zum Verlieben hat mich zunächst nur wegen seiner Farbgebung angesprochen. Das rote Banner ist sehr aufmerksamkeitsheischend, der Rest der Gestaltung ist sehr zurückhaltend und schlicht. Im Vergleich zu Hinguckern wie Ich gebe dir die Sonne ein sehr ruhiges Buchcover.

Worum geht’s in Ein Buchladen zum Verlieben?

In Ein Buchladen zum Verlieben gibt es einige Handlungsstränge, die zusammen ein schönes Ganzes ergeben. In einem Handlungsstrang geht es um die Brieffreundschaft der jungen Schwedin Sara mit der älteren Amerikanerin Amy. Der zweite große Handlungsstrang handelt von einer Kleinstadt, die wiederbelebt wird und eine Buchhandlung zum Verlieben erhält. Und natürlich gibt es jede Menge Buchzitate und Einblicke in Bücher, die jedes bibliophile Herz höher schlagen lassen.

Der Schreibstil von Katarina Bivald?

Ich muss zugeben, dass ich am Anfang ganz schön mit dem Roman zu kämpfen hatte, weil ich zuvor Bücher aus dem Jugendbuchbereich gelesen hatte, die unglaublich fesselnd waren. Daher  kann es gut sein, dass der Genrewechsel seinen Teil dazu beigetragen hat. Allerdings gab es meiner Meinung nach ein paar Längen im Roman, die durch Saras Gedankenmonologe entstanden oder Umgebungsbeschreibungen entstanden, die ich mir ein wenig knackiger gewünscht hätte. Aber irgendwann war ich Teil der Handlung und kam sehr gut voran.

Das Figurenpersonal in Ein Buchladen zum Verlieben?

Im Roman gibt es ein ganzes Dorf voller Figuren, die alle eine mehr oder weniger wichtige Rolle spielen. Amy und Sara, die beiden Protagonistinnen, sind allerdings von besonderer Bedeutung. Amy lernt man hauptsächlich durch ihre Briefe und durch Erzählungen anderer Figuren kennen, während Sara im Roman die agierende Figur ist. Während Amy eine sehr umsichtige Frau ist, die ein Gespür für Zwischenmenschliches hat, ist Sara eher eine Einzelgängerin, die gerne liest und recht menschenscheu zu sein scheint. Doch sie versteckt eine wundervolle Seite, die erst zum Vorschein gebracht werden muss. Die anderen Bewohner der Kleinstadt haben alle so ihre Macken und Verschrobenheiten, wie man es sich von typischen Figuren einer amerikanischen Kleinstadt vorstellt. Jeder kennt die Geheimnisse des anderen, es wird getratscht und geredet. Jede der Figuren ist für ihren Anteil im Buch genug ausgearbeitet. Vor allem Tom und Andy haben es mir angetan.

Positives über Ein Buchladen zum Verlieben?

Man merkt, dass die Autorin eine Bibliophile von Herzen ist. Ihre Protagonistinnen reden viel über Bücher und haben ein unglaubliches Wissen. Leider wurde ich ungewollt bei einigen Klassikern, die ich noch nicht lesen konnte, gespoilert, weshalb ich solche Passagen schnell quergelesen habe. Man spürt die Liebe zum Buch auf jeder Seite und in jeder Diskussion über Bücher. Das hat mir sehr gut gefallen. Zudem kann man seine Buchwunschliste super erweitern, da Amy und Sara über ihre Lieblingsbücher und Buchempfehlungen schreiben.

Kritik an Ein Buchladen zum Verlieben?

Dass ich gelegentlich das Gefühl von Längen hatte, habe ich oben bereits erwähnt. Auch die Spoilergefahr habe ich genannt und möchte sie euch nicht verschweigen. Ansonsten habe ich einen wundervollen Roman bekommen, der sich mit der Thematik Bücher oder Menschen auseinandersetzt und einige interessante Themen anschneidet.

Empfehlung zu Ein Buchladen zum Verlieben?

Ich kann euch diesen Roman ans Herz legen, wenn ihr Geschichten über Bücher und Bibliophile mögt. Ein Buchladen zum Verlieben ist kein aufregendes oder spannendes Buch. Es ist auf eine ruhige Art und Weise ergreifend und erzählt eine Geschichte über das Leben, die so vielleicht sogar stattfinden könnte.


[Rezension] „Harry Potter and the Philosopher’s Stone“

2 Kommentare
Titel „Harry Potter and the Philosopher’s Stone“
Reihe Harry Potter
Band 1. Band
Autor Joanne K. Rowling
Übersetzer
Illustrator
Verlag Bloomsbury
Erschienen als Taschenbuch
Genre Fantasy, Jugendbuch
Preis 7,99€
Seitenzahl 340 Seiten
Bewertung

„Harry Potter and the Philosopher’s Stone“ in drei Worten?

Magisch, charmant, zauberhaft.

Cover & Gestaltung von „Harry Potter and the Philosopher’s Stone“?

Ich muss ja sagen, dass mir die deutschen Cover bisher immer noch ziemlich gut gefallen. Allerdings ist das englische Cover von „Harry Potter and the Philosopher’s Stone“ so niedlich und zauberhaft, dass ich es einfach haben musste. Die Zeichnungen auf den Covern sind so liebevoll und detailliert gestaltet, dass man die Bücher optisch einfach lieben muss!

Worum geht es in „Harry Potter and the Philosopher’s Stone“?

Ich glaube, dass es kaum einen Menschen gibt, der die Geschichte von Harry Potter noch nicht kennt. Band eins stellt uns den berühmtesten Magier der modernen Literatur vor: Harry Potter. Man begleitet ihn auf seiner Reise in die Zaubererwelt, beobachtet seine Streifzüge durch Hogwarts und hat die gesamte Zeit über Fernweh.

Der Schreibstil von Joanne K. Rowling?

Mir gefiel die Übersetzung von Klaus Fritz schon so überaus gut, weil sie liebevoll und charmant ist. Hätte ich gewusst, wie süß und magisch der Schreibstil von Frau Rowling ist, hätte ich mich wohl viel früher an die Originalversion getraut. Denn eines kann ich euch versprechen: Ihr könnt diese Geschichte problemlos im Original lesen, selbst wenn ihr nicht besonders fit im Englischen seid. Die Geschichte ist so herzallerliebst erzählt, so bildhaft und schön geschrieben, dass es eine Freude ist, die Geschichte auf Englisch zu entdecken. Natürlich gibt es Worte, die man nicht kennt, aber die versteht man super aus dem Kontext.

Das Figurenpersonal in „Harry Potter and the Philosopher’s Stone“?

Ich liebe alle Figuren in Harry Potter. Okay, beinahe alle. Die Dursleys sind auf Englisch genauso schwer zu ertragen wie auch Deutsch, wenn nicht sogar noch hochnäsiger. Besonders überrascht haben  mich die Weasleys und Hagrid, da mit den englischen Akzenten vielmehr Spielraum besteht, als im Deutschen. Es war ein wahres Fest, die unterschiedlichen Akzente zu lesen und neue Worte zu entdecken. Leider kenne ich mich noch zu wenig aus, um festzustellen, woher die Akzente stammen. Wer mehr weiß, immer her mit den Informationen!

Positives zu „Harry Potter and the Philosopher’s Stone“?

Am Anfang hatte ich wirklich Angst, dass ich an der englischen Sprache scheitern würde. Tatsächlich lässt sich der Auftaktband auf Englisch sehr leicht und flüssig lesen. Dabei hat „Harry Potter and the Philosopher’s Stone“ einen besonderen Charme, der den der deutschen Bücher noch übersteigt. Es ist magisch und zauberhaft, niedlich und begeisternd. Ich hatte großen Spaß beim Lesen und war überrascht, dass ich neue Seiten an lang bekannten Figuren entdecken konnte.

Empfehlung zu „Harry Potter and the Philosopher’s Stone“?

Absolut! Für jeden Fan, der Harry Potter bisher noch nicht im Original gelesen hat. Probiert es aus, es ist gar nicht so schwer wie man zu Beginn meint.


[Rezension] „Der Geschmack von Salz und Honig“

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Titel „Der Geschmack von Salz und Honig“
Reihe
Band Einzelband
Autor Hannah Tunnicliffe
Übersetzer Hanne Hammer
Illustrator
Verlag Diana Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Roman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 368 Seiten
Bewertung

„Der Geschmack von Salz und Honig“ in drei Worten?

Schmackhaft, bewegend, emotional.

Cover & Gestaltung von „Der Geschmack von Salz und Honig“?

Das Cover von „Der Geschmack von Salz und Honig“ ist so unheimlich atmosphärisch, dass ich direkt davon begeistert war. Die Blau- und Gelbtöne, die einander gegenseitig zum Strahlen bringen, das hübsche und ansprechende Cover mit Zitronen und Blaubeeren, all das passt gut zum Inhalt des Buchs (indem es oft um Essen geht). Die Kapitel werden durch unregelmäßig eingeschobene Rezepte aufgelockert, die mir persönlich sehr gut gefallen haben, da sie alle der italienischen Küche entstammen.

Worum geht’s in „Der Geschmack von Salz und Honig“?

Frankies Verlobter Alex verstirbt wenige Tage vor der Hochzeit. Außerdem entdeckt Frankie Dinge, von denen sie nie dachte, dass sie möglich sein könnten und beginnt alles zu hinterfragen. Der Leser begleitet Frankie auf ihrem Weg zurück ins Leben, bei dem ihre italienische Familie, viel Essen und tolle Figuren eine wichtige Rolle spielen.

Der Schreibstil von Hannah Tunnicliffe?

Hannah Tunnicliffe hat einen ruhigen und dennoch bewegenden Schreibstil. Obwohl ihr Schreibstil sehr zurückhaltend und neutral ist, schafft sie es dennoch sehr bewegend die Gefühle ihrer Figuren – allen voran Frankies – zu schildern. „Der Geschmack von Salz und Honig“ war eine wundervolle Abwechslung, da Hannah Tunnicliffe in der dritten Person erzählt ohne Wissen vorwegzunehmen oder in andere Figuren überzublenden.

Das Figurenpersonal in „Der Geschmack von Salz und Honig“?

In „Der Geschmack von Salz und Honig“ gibt es ein sehr großes Figurenpersonal, was nicht zuletzt an Frankies Herkunft liegt. Als Spross einer italienischen Familie hat man eben viel Verwandtschaft, die auch vorgestellt und einbezogen wird, aber glücklicherweise eine Nebenrolle spielt. Ihre laute, lebensfrohe, dickköpfige und (lebens-)hungrige Familie ist aber dennoch immer dabei und von besonderer Bedeutung. Im Zentrum der Handlung stehen Frankie, ihr toter Verlobter Alex und Frankies Schwester Bella, zudem Jack, seine Tochter Huia und Merriem. Frankie ist eine ruhige und durchschnittliche Frau, die mit ihrem Leben zufrieden war. Alex war mir von Beginn an ein wenig unsympathisch und schaffte es auch im weiteren Verlauf nicht, mich vom Gegenteil zu überzeugen. Bella hingegen konnte ich direkt in mein Herz schließen, genau wie Jack, Huia und Merriem. Die vier Figuren sind so liebevoll, positiv und motivierend. Die Figuren, die eine tragende Rolle haben, sind gut ausgearbeitet und konstruiert, die Nebenfiguren sind kräftig genug gezeichnet, um sie wahrzunehmen, ohne sich in den Vordergrund zu drücken.

Positives zu „Der Geschmack von Salz und Honig“?

Mir hat das Tempo des Romans gefallen. Es ist kein schnelllebiger oder spannender Roman. Auch die schlimme Wendung kann man sich bereits nach wenigen Seiten gut ausmalen. Dennoch habe ich das Buch genossen, mich dabei entspannt und ein wenig über die Dinge nachgedacht, die innerhalb der Handlung angesprochen werden. Der unaufgeregte Schreibstil ist sehr angenehm, zudem waren die Darstellungen von Familienbanden und sozialen Gefügen sehr realistisch. Ich hatte das Gefühl, der Geschichte einer Freundin zu lauschen.

Empfehlung zu „Der Geschmack von Salz und Honig“?

„Der Geschmack von Salz und Honig“ ist ein trauriger und dennoch lebensbejahender Roman. Es geht um eine junge Frau, die ihren Weg zurück ins Leben findet und diesen für sich definiert. Ein besonderer Roman für ruhige und besonnene Lesestunden. Ich danke dem Diana Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Der Geschmack von Salz und Honig“.


[Rezension] „Foy und der Ring des Mauren“

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Titel „Foy und der Ring des Mauren“
Reihe
Band Einzelband
Autor Katharina Münz
Übersetzer
Illustrator
Verlag Selfpublish
Erschienen als E-Book
Genre Historischer Roman
Preis 3,75€ [RE]
Seitenzahl 454 Seiten
Bewertung

„Foy und der Ring des Mauren“ in drei Worten?

Spannend, historisch, begeisternd.

Cover & Gestaltung zu „Foy und der Ring des Mauren“?

Das Foto, das das Cover von „Foy und der Ring des Mauren“ ziert, gefällt mir sehr gut. Schriftart und Farbe passen zu den zuvor erschienenen Werken von Katharina Münz, während das Cover an sich dieses Mal eine Fotografie ist. Ob die Frau auf dem Cover Foy darstellen soll, kann ich nicht gänzlich sagen, da die Heldin des Romans in meiner Vorstellung ein paar Nuancen dunkler war als das Model. Alles in allem gefällt mir das Cover aber sehr gut.

Worum geht’s in „Foy und der Ring des Mauren“?

In „Foy und der Ring des Mauren“ geht es um die starke und herzliche Foy, die als dunkelhäutige Magd ein hartes Leben bei ihren Herren in Worms führt. An einem schicksalhaften Tag trifft Foy auf den gutaussehenden Bjørgyn, einen Dänen, der ein Auge auf die hübsche Magd geworfen hat. Was Foy zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß: Der Wikinger hat noch mehr im Sinn als Foy. Es beginnt eine spannende Reise, deren Ausgang ihr am besten selbst in Erfahrung bringt.

Der Schreibstil von Katharina Münz?

Ich mag an Katharina Münz‘ Büchern neben ihrer historischen Genauigkeit vor allem auch den Schreibstil. Katharina schreibt sehr emotional, bildhaft und detailliert, aber nicht überfrachtet. Sie schafft es, historische Bezüge in ihren Plot einzubetten, ohne dass sie stören oder auffallen. Dabei passt sie vor allem auch die Ausdrucksweise der Figuren an die gegebene Zeit an, ohne dadurch aber anachronistisch zu klingen. Es entsteht eine angenehme Balance aus historischer Korrektheit und moderne Interpretation.

Das Figurenpersonal in „Foy und der Ring des Mauren“?

Leser, die Katharinas Werke ein wenig länger verfolgen, kennen Foy aus „Falkenherz“, in dem Melwyn auf Foy trifft. Daher war sie keine gänzlich Unbekannte und ich brannte darauf, mehr über sie zu erfahren. Foy ist eine starke und doch sehr herzliche Frau. Ihre Sichtweise konnte ich gut nachvollziehen und konnte mich direkt mit ihr identifizieren. Vor allem am Anfang habe ich mit ihr gelitten und gebangt. Im Verlauf des Romans macht sie eine nachvollziehbare Veränderung durch und entwickelt sich sehr positiv. Vor allem die Darstellung ihrer Gefühle empfand ich als sehr reflektiert, realistisch und erwähnenswert, da diese ihre Charakterentwicklung spiegeln und mir überaus gut gefallen haben.
Bjørgyn hat mich sehr erheitert. Seine hartnäckige Art hat mir gut gefallen, wenngleich ich ein wenig überrascht war, wie schnell er Foy seine Gefühle offenbart. Vor allem seine verschiedenen Charaktereigenschaften im Kampf und gegenüber Foy, die gegensätzlicher nicht sein könnten, fand ich sehr ansprechend. Seine Familie gefiel mir im Übrigen genauso gut.
Foy und Bjørgyn gemeinsam haben mir unheimlich Spaß gemacht, sodass ich gerne noch viel mehr von ihnen lesen würde.

Positives über „Foy und der Ring des Mauren“?

Die Bücher von Katharina Münz gefallen mir aus mehreren Gründen so gut. Zum ersten gefällt mir, dass die Autorin historisch korrekt schreibt. Sie nutzt Löcher der Geschichtsschreibung, ihr Wissen über die Zeit und schafft somit ein Leseerlebnis, das eine mögliche realistische Geschichte erzählt. Auch passt sie ihre Schreibweise und den Ausdruck der Figuren an die historischen Begebenheiten an. Sie schafft darüber hinaus kein weichgezeichnetes Bild der damaligen Zeit, sondern ein sehr fundiertes, das weder bewertet noch klassifiziert. Ihre Figuren passen sich ebenfalls sehr gut in das Setting ein, wobei man eher davon sprechen muss, dass sich Setting und Figuren gegenseitig bedingen.

Empfehlung zu „Foy und der Ring des Mauren“?

Ich kann „Foy und der Ring des Mauren“ allen Leserinnen und Lesern empfehlen, die gut geschriebene und super recherchierte historische Romane schätzen, die Spannung und Emotionen liefern. Ich danke Katharina Münz von Herzen für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Foy und der Ring des Mauren“.


[Rezension] „Das Lied der Hugenotten“

6 Kommentare
Titel „Das Lied der Hugenotten“
Reihe Die Hugenotten
Band 1. Band
Autor Deana Zinßmeister
Übersetzer
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 576 Seiten
Bewertung

„Das Lied der Hugenotten“ in drei Worten?

Fesselnd, emotional, begeisternd.

Cover & Gestaltung von „Das Lied der Hugenotten“?

Wie schon so oft habe ich „Das Lied der Hugenotten“ wegen des interessanten Covers näher ins Auge gefasst. Das Buch wartet mit einem typischen Genre-Cover auf, dessen satter Blauton mir direkt ins Auge gesprungen ist. Darüber sieht man eine historische Abbildung auf (vermutlich) Pergament, dazu eine Kette und der erhabene, in Gold gehaltene Titel. Alles in allem ein hübsch anzuschauendes Cover.

Worum geht’s in „Das Lied der Hugenotten“?

Im Roman geht es um den Glashersteller Jacon und seine Familie, die während der Bartholomäusnacht 1572 aus ihrer Heimatstadt Paris flüchten. Der Roman handelt im Weiteren vom Schicksal der Familie nach ihrer Flucht und die Wirrungen, die durch diese entstanden. „Das Lied der Hugenotten“ ist der Auftaktband zu einer Familiensaga.

Der Schreibstil von Deana Zinßmeister?

Ich liebe gut geschriebene und recherchierte historische Romane. Und mit „Das Lied der Hugenotten“ habe ich genau das erhalten. Deana Zinßmeister schreibt unglaublich flüssig und emotional. Sie schafft es, den Leser mit ihrer flüssigen und angenehmen Schreibweise zu packen, die Spannung des Plots sorgt dann dafür, dass einen das Buch nicht mehr loslässt. Deana Zinßmeisters Ausdruck ist historisch passend und dennoch nicht anachronistisch, sodass man leicht vorankommt.

Das Figurenpersonal in „Das Lied der Hugenotten“?

Jacon und seine Familie haben mich direkt in mein Herz gestohlen. Pierre und Magali sind auch herzallerliebst und die Kräuterfrau Fleur hat mir besonders gut gefallen. Die Figuren sind sehr schön konzipiert. Sie haben Tiefe, ihre Eigenheiten und entwickeln sich innerhalb ihrer Möglichkeiten sehr realistisch weiter. Das Schicksal der Familie hat mich ans Buch gefesselt, da sie vom Glück stellenweise gebeutelt werden. Besonders schön war dann aber die familiäre Interaktion zwischen den Figuren, die so greifbar wirkte. Die Antagonisten waren ebenfalls gut gezeichnet. So gut, dass ich eine tiefe Abneigung gegen sie empfunden habe.

Positives zu „Das Lied der Hugenotten“?

Ich bin begeistert! Schlicht und ergreifend begeistert, weil Plot, Figuren und Schreibstil mir so gut zusagen. Der Roman ist sehr gut recherchiert und schafft es, historische Begebenheiten und fiktive Handlungsstränge gekonnt zusammenzufügen, ohne Brüche zu erzeugen. Ich bin in die Handlung eingetaucht und Teil der Geschichte, der Familie geworden.

Empfehlung zu „Das Lied der Hugenotten“?

Ich empfehle „Das Lied der Hugenotten“ wärmstens allen Liebhabern von historischen Romanen. Der Auftaktband der Hugenotten-Reihe hat mich angeteasert, gefesselt und begeistert. Ich danke dem Goldmann Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal von Herzen für ein Rezensionsexemplar von „Das Lied der Hugenotten“.


[Rezension] „Die Feder eines Greifen“

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Titel „Die Feder eines Greifen“
Reihe Drachenreiter
Band 2. Band
Autor Cornelia Funke
Übersetzer
Illustrator
Verlag Dressler Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Fantasy, Jugendbuch
Preis 18,99€
Seitenzahl 416 Seiten
Bewertung .....

„Die Feder eines Greifen“ in drei Worten?

Zauberhaft, bewegend, liebevoll.

Cover & Gestaltung von „Die Feder eines Greifen“?

Das Cover von „Die Feder eines Greifen“ ist genauso liebevoll und detailverliebt gearbeitet wie die Neuauflage des ersten Bandes. Zu sehen ist ein wunderschöner Greif, der eine wichtige Rolle innerhalb der Geschichte innehat. Seine Farbgestaltung ist ein echter Hingucker. Besonders schön finde ich das passende Logo der Reihe, das sich auch auf der Neuauflage findet. Band zwei steht seinem Vorgängerband in Sachen Gestaltung in nichts nach.
Wie auch Band eins, so ist auch „Die Feder eines Greifen“ im Inneren wieder mit wunderschönen Zeichnungen von Cornelia Funke versehen. Einige Zeichnungen kannte ich bereits aus Band eins, wobei auch hier viele neue und wunderschöne Bilder dazukommen. Ein rundum gelungenes Design.

Worum geht’s in „Die Feder eines Greifen“?

„Die Feder eines Greifen“ schließt nicht nahtlos an die Handlung von „Drachenreiter“ an. Zwischen den beiden Werken gibt es einen geringen Zeitsprung von zwei Jahren, in denen sich die Wiesengrunds einen Wunsch erfüllt und ein Domizil für Fabelwesen erschaffen haben. Nachdem im ersten Band Drachen das Fabelwesen der Wahl waren, geht es in „Die Feder eines Greifen“ nun vor allem um die Beziehung zwischen Drachen, Pegasi und Greifen. Ben stürzt sich Kopfüber in ein spannendes Abenteuer, über das ich euch aber an dieser Stelle nicht zu viel verraten möchte.

Der Schreibstil von Cornelia Funke?

Wie auch beim „Drachenreiter“ und anderen ihrer Bücher wurde ich dank des Schreibstils direkt in die Geschichte gesogen. Cornelia Funke schreibt bildhaft und detailliert genug, um beim Lesen ein deutliches Bild vor Augen zu haben. Allerdings schafft sie es, ihren Schreibstil luftig und leicht zu halten; er ist weder überladen noch stockend. Unterstützend wirken die Zeichnungen der Autorin, die die Phantasie des Lesers beflügeln und einen versonnen die Seiten betrachten lassen.

Das Figurenpersonal in „Die Feder eines Greifen“?

Das Figurenpersonal hat sich im Vergleich zum „Drachenreiter“ nur unwesentlich erweitert. Die wichtigsten Protagonisten sind nach wie vor Lung, sein Reiter Ben, Schwefelfell und die restliche Familie Wiesengrund. Allerdings treten Lung und Ben deutlich hervor, was mir sehr gut gefallen hat.

Ich muss leider zugeben, dass ich zu Beginn recht skeptisch war, wie gut die Fortsetzung zum ersten Band passen würde. Ob die Figuren denselben Charme versprühen können wie zuvor. Und ich muss sagen, dass es Cornelia Funke bestens gelungen ist. Die Romanhandlung setzt zwei Jahre nach den Geschehnissen aus „Drachenreiter“ ein, sodass man eine gewisse Entwicklung der Figuren voraussetzen kann, die es einem leichter macht, Veränderungen zu akzeptieren. Dennoch finde ich, dass die Figuren in ihrem Wesen und Kern auch in „Die Feder eines Greifen“ sehr gut getroffen und dargestellt wurden. Sie alle stimmten mit den heißgeliebten Figuren des ersten Bandes überein, wirken aber gereifter und facettenreicher. Vor allem mit Ben konnte ich mich super identifizieren, der in „Die Feder eines Greifen“ ein Gefühlschaos nach dem anderen durchlebt.

Positives zu „Die Feder eines Greifen“?

„Die Feder eines Greifen“ ist ein gelungener und würdiger Nachfolger des „Drachenreiter“. Alle innig geliebten Figuren kommen darin vor, dank eines Zeitsprungs zwischen den beiden Büchern ist ein kleiner Bruch vorhanden, der den Vorzug hat, nicht nahtlos an die Handlung des ersten Buchs anknüpfen zu müssen. Zudem bleibt Raum für Veränderungen und Entwicklungen, mit denen der zweite Band direkt beginnen kann. So hat sich Bens gegenwärtige Situation zu Beginn der Fortsetzung im Vergleich zum Ende des ersten Buchs deutlich verbessert. Als störend empfand ich den Zeitsprung noch die Entwicklungen innerhalb nicht.
Besonders gefallen hat mir, dass Cornelia Funke es geschafft hat, dieselbe spannende und emotionale Atmosphäre aufkommen zu lassen, die mir an „Drachenreiter“ schon so gefallen hatte. Die wundervollen Zeichnungen der Autorin tun ihr Übriges.

Empfehlung zu „Die Feder eines Greifen“?

Ich kann Band 2 der Drachenreiter-Reihe wärmstens allen Cornelia Funke-Fans ans Herz legen, die bereits „Drachenreiter“ verschlungen und geliebt haben. Funke-Fans, die die Drachenreiterbücher noch nicht kennen, sollten schnellstens zu ihnen greifen. Und Leser, die Cornelia Funke bisher noch nicht kannten, können mit „Drachenreiter“ und „Die Feder eines Greifen“ einen gelungenen Einstieg wagen.


[Rezension] „Drachenreiter“

Keine Kommentare
Titel „Drachenreiter“
Reihe Drachenreiter
Band 1. Band
Autor Cornelia Funke
Übersetzer
Illustrator
Verlag Dressler Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Fantasy, Jugendbuch
Preis 18,99€
Seitenzahl 448 Seiten
Bewertung .....

„Drachenreiter“ in drei Worten?

Phantastisch, begeisternd, wundervoll.

Cover & Gestaltung von „Drachenreiter“?

Vor ab sollte ich vielleicht erwähnen, dass ich mit der alten Ausgabe zu lesen angefangen habe und aufgrund einer Montagsproduktion zur Neuauflage wechseln musste. Daher werde ich beide Cover vergleichen, die Innengestaltung ist dieselbe. Grundsätzlich kann man über die beiden Cover sagen, dass sie einander recht ähnlich sind. Auf beiden sieht man einen Drachen, vermutlich Lung, darauf einen Jungen, bei dem es sich um Ben handeln könnte und etwas, das bei der Originalausgabe aussieht wie ein Fuchs. Leser wissen, dass es sich hierbei um Schwefelfell, Lungs Freundin, handelt. Auf dem Cover der Neuausgabe ist Schwefelfell viel besser zu erkennen, allerdings gefällt mir der etwas verrauscht wirkenden Stil der Originalausgabe besser, da sie mehr zur Gestaltung im inneren des Buchs passt. Beide Cover sind aber ausnehmend schön anzusehen, transportieren die wichtigsten Informationen und die grundlegende Stimmung des Buchs.
Die Gestaltung im Inneren des Werks ist einfach zauberhaft und gewohnt Cornelia Funkeesque. Die kleinen Zeichnungen der Autorin regen die Fantasie an, erzeugen eine wundervolle Atmosphäre und haben ihren eigenen Flair, den ich von einem Funke-Buch aber auch erwarte (und liebe!).

Worum geht’s in „Drachenreiter“?

In „Drachenreiter“ geht es um den Silberdrachen Lung, seine Koboldfreundin Schwefelfell und den Menschenjungen Ben, die sich gemeinsam auf die abenteuerliche Reise machen, das Fortbestehen der Drachen zu sichern.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich mich selbst als Cornelia Funke Leserin bezeichne und dabei einige ihrer Werke nicht kenne. So zum Beispiel „Drachenreiter“, über das ich im Laufe meiner Masterarbeit zum Thema Drachen gestolpert bin. Angeregt durch die Gegenüberstellung eines gutmütigen Silberdrachen und eines bösartigen Golddrachen, wollte ich das Buch nun endlich selbst lesen und bin schwer begeistert!

Der Schreibstil von Cornelia Funke?

Absolut begeisternd. Cornelia Funke schreibt anregend, flüssig und so schön, dass ich mir beim Lesen alles vorstellen konnte. Besonders hilfreich waren dabei auch die Zeichnungen, die im Buch enthalten sind, sodass ich mich mehr auf die Darstellung der wunderschönen Landschaften konzentrieren konnte. Das Funke-Fangirl kam voll auf seine Kosten!

Das Figurenpersonal in „Drachenreiter“?

Fangen wir doch mit dem Koboldmädchen Schwefelfell an. Die junge Koboldin ist frech, aber loyal, nicht auf den Kopf gefallen und nimmt kein Blatt vor den Mund. Für ihre Freunde würde sie durch die Hölle gehen, aber nicht ohne sie auf ihre Fehler und Fehlentscheidungen hinzuweisen.
Lung hingegen ist sanft und beständig. Er ist wie ein Fels in der Brandung, ist aber mindestens ebenso loyal wie Schwefelfell und mutig. Ben, der Menschenjunge, ist intelligent und zurückhaltend. Er lässt sich von Schwefelfell nichts bieten, bleibt aber dennoch ruhig und besonnen. Fliegenbein ist eine besondere Figur für mich, da ich den kleinen Homunkulus trotz allem direkt in mein Herz geschlossen habe. Er zeichnet sich durch Belesenheit und Intelligenz aus.
Der Antagonist Nesselbrand ist ein grausamer Drache, der einzig auf Rache, Jagd und Hass aus ist. Sein Ziel ist es, auch den letzten der Silberdrachen zu jagen und zu erlegen.
Besonders erwähnen möchte ich an dieser Stelle noch die Familie Wiesengrund, die mir unheimlich gut gefallen hat.

Positives zu „Drachenreiter“?

Ich liebe dieses Buch! Bereits im Zuge meiner Recherchen zum Thema Drachen im Mittelalter bin ich auf Funkes Werk gestoßen, dass ein sehr authentisches und realistisches Drachenbild vermittelt. Realistisch und authentisch natürlich in Bezug auf die überlieferten Informationen, die unser heutiges Drachenbild prägen. Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis ich dieses Werk aus der Feder meiner liebsten Kindheitsautorin lesen würde. Und ich muss sagen, dass ich, ob der Tatsache, dass ich durch meine Recherche das Ende schon kannte, gefesselt und begeistern von Funkes „Drachenreiter“ bin.

Empfehlung zu „Drachenreiter“?

Als riesen Funke-Fan kann ich euch jedes ihrer Bücher ans Herz legen, ob ich es gelesen habe oder nicht. Wer schöne und atmosphärische Drachenbücher sucht, ist mit „Drachenreiter“ vollkommen richtig beraten. Die wunderschönen Illustratoren der Autorin runden das Leseerlebnis ab.


[Rezension] „Geradeaus ist keine Himmelsrichtung“

4 Kommentare
Titel „Geradeaus ist keine Himmelsrichtung“
Reihe
Band Einzelband
Autor Irene Zimmermann
Übersetzer
Illustrator
Verlag Diana Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Humor, Roadtripp
Preis 9,99€
Seitenzahl 367 Seiten
Bewertung  ....

„Geradeaus ist keine Himmelsrichtung“ in drei Worten?

Humoristisch, abwechslungsreich, knuffig.

Cover & Gestaltung von „Geradeaus ist keine Himmelsrichtung“?

„Geradeaus ist keine Himmelsrichtung“ sieht aus wie ein absolutes Gute-Laune-Buch. Die Farben auf dem Cover sind unheimlich fröhlich und wecken das Fernweh in mir. Dabei hat der Inhalt des Buchs nur wenig mit dem Cover gemein; zumindest aber bildet die auf dem Cover abgebildete Situation die Grundlage des Romans.

Worum geht’s in „Geradeaus ist keine Himmelsrichtung“?

In „Geradeaus ist keine Himmelrichtung“ geht es um Karola, Regine und Guilia, die sich auf eine abenteuerliche Reise begeben. Die drei Damen sollen ein Auto von Zürich nach Deutschland überführen und geraten dabei in dubiose Machenschaften. Ihre Reise und die Abwege, auf die sie dabei geraten, verfolgt man im Buch auf humoristische Weise hautnah mit.

Der Schreibstil von Irene Zimmermann?

Der Schreibstil von Irene Zimmermann ist sehr humoristisch. Sie schafft es, eine grundlegend witzige Atmosphäre zu schaffen, die immer wieder durch spannende Passagen unterbrochen wird. Die Dialoge haben mir sehr gefallen, vor allem die wirren Gedankenspiele der drei Damen. Auch die Landschaftsbeschreibungen haben mir gefallen, wenngleich ich die Dialoge ansprechender fand.

Das Figurenpersonal in „Geradeaus ist keine Himmelsrichtung“?

Karla, Regine, Guilia und der Rest der Truppe sind wundervoll komisch und angenehm. Jede der Damen hat ihre Eigenheiten, die sie besonders liebenswert machen. Guilia ist ein kleiner Hypochonder, Regine stellenweise zu rational und Karola ist mit einem gesunden Galgenhumor gesegnet. Gemeinsam geben die drei Frauen ein prima Trio ab, das mich zum Lachen gebracht hat. Da die Handlung im Roman nur gute 6 Monate umfasst, entwickeln sich die Figuren nicht allzu stark. Allerdings brauche ich auch nicht bei jedem Buch bahnbrechende Entwicklung und tiefschürfende Charakter. Einfach mal mit tollen Figuren abschalten zu können ist ebenso wichtig.

Positives in „Geradeaus ist keine Himmelsrichtung“?

Mir hat das Buch großen Spaß gemacht. Der unfreiwillige Roadtrip des Trios ist urkomisch, aber auch spannend und überraschend. Da ich mir die Inhaltsangabe zuvor nicht durchgelesen hatte, wurde ich vollkommen vom Inhalt des Buchs überrascht. An mehreren Stellen hatte ich ganz falsche Vorstellungen davon, wie das Buch weitergeht oder endet. Die Autorin konnte mich dann doch immer wieder positiv überraschen, wenngleich ich nicht das Buch erhalten habe, das ich zunächst erwartet hatte. Was ich bekommen habe, hat mir dann aber mindestens genauso gut gefallen, wenn nicht sogar besser. Vor allem das Ende und die überraschenden Wendungen haben mir gefallen. Gleich an zwei Stellen des Buchs war ich felsenfest sicher, den weiteren Ausgang zu kennen und bin doch überrascht worden.

Empfehlung zu „Geradeaus ist keine Himmelsrichtung“?

Ich kann „Geradeaus ist keine Himmelsrichtung“ allen empfehlen, die ein lustiges Buch zum Abschalten und Entspannen suchen. Es hat (für mich) überraschende Wendungen, lustige Dialoge und einen tollen Plot. Ich danke dem Diana Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu „Geradeaus ist keine Himmelsrichtung“.


[Rezension] „Die Krone der Sterne“

3 Kommentare
Titel „Die Krone der Sterne“
Reihe
Band 1. Band
Autor Kai Meyer
Übersetzer
Illustrator Jens Maria Weber
Verlag Fischer Tor
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Science Fantasy
Preis 14,99€
Seitenzahl 464 Seiten
Bewertung .....

„Die Krone der Sterne“ in drei Worten?

Packend, überzeugend, großartig.

Cover & Gestaltung von „Die Krone der Sterne“?

„Die Krone der Sterne“ ist ein Hingucker schlechthin! Seit ich das Buch zum ersten Mal gesehen habe, wollte ich es haben. Zum einen wegen des Covers, zum anderen wegen des Autors. Besonders hinreißend finde ich die Zeichnungen im Inneren des Buchs, die einem so viele Dinge zeigen, die man sich mit reiner Fantasie kaum genauso hätte vorstellen können. Ein rundum gelungenes, optisches Meisterwerk.

Worum geht’s in „Die Krone der Sterne“?

„Die Krone der Sterne“ ist eine Mischung aus Fantasy und Science Fiction, was ich erst gegen Ende gelesen habe, Science Fantasy. Eine interessante Mischung. Im Vordergrund der Geschichte stehen Iniza, ihr Freund Glanis, der Kopfgeldjäger Kranit und die Alleshändlerin Shara. Gemeinsam begeben sie sich auf eine außerordentlich spannende Reise, mehr Überraschungen bietet, als ich zunächst erwartet hätte. Gepaart mit einem tollen Plot, exzentrischen Nebenfiguren, spannenden Wendungen und einem einzigartigen Setting kann man dieses Buch nur mögen.

Der Schreibstil von Kai Meyer?

Kai Meyer ist ein Schreibmeister. Ich liebe seine spritzigen Dialoge, seine ausgefallenen Figuren, die temporeichen Wendungen und seinen Plotaufbau. Seine Schreibweise ist flüssig, fesselnd und unterhaltend. Er schafft es, dass ich mir gewisse Szenen bildlich ausmalen konnte. Alles wirkt so plastisch. Vor allem die Balance aus Beschreibung und Dialog gefällt mir an Kai Meyers Werken so gut.

Das Figurenpersonal in „Die Krone der Sterne“?

Iniza ist eine Wucht! Zunächst dachte ich mir, dass sie ein süßes kleines Prinzesschen ist, das behütet werden muss. Und sie hat mich so überrascht. Ihre Art und Weise, ihr Kampfgeist, ihre Verbissenheit. Sie hat Ecken und Kanten, hat Biss, Witz und Charme. Sie ist ein gutes Vorbild für junge Frauen. Auch ihr kleines Geheimnis findet bei mir Anklang, weil damit besonders umgegangen wird. Glanis mochte ich vom ersten Moment an. Er ist fürsorglich, nett und einfühlsam, kann sich und andere aber sehr gut verteidigen. Kranit ist mein heimlicher Favorit. Er ist kratzbürstig, eigensinnig, starrsinnig und doch sympathisch – auf seine ganz eigene Weise. Shara komplettiert diese Runde. Sie ist sehr verbissen, nicht sonderlich vertrauensselig und mindestens genauso sarkastisch wie Kranit. Und hat sich damit bei ins Herz geschlichen.

Positives an „Die Krone der Sterne“?

Mir hat das Buch großen Spaß gemacht. Es hat Tempo, überraschende Wendungen, tolle Figuren, ein klasse (und sehr fieses) offenes Ende, das Lust auf mehr macht. „Die Krone der Sterne“ hat mir beim Lesen einfach großen Spaß gemacht, vor allem das Setting hat mich überzeugt. Normalerweise kann ich mit Science Fiction nicht viel anfangen, das neue Crossover Science Fantasy hingegen konnte mich voll überzeugen. Ich bin gespannt auf Band 2!

Empfehlung zu „Die Krone der Sterne“?

Ich kann das Buch allen Leseratten voll empfehlen, die Fantasy, Science Fiction oder Kai Meyer lieben. Mit „Die Krone der Sterne“ habt ihr alles auf einen Streich!

Weitere Meinungen zu „Die Krone der Sterne“:

 


[Rezension] „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“

12 Kommentare
Titel „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“
Reihe
Band Einzelband
Autor Abbi Waxman
Übersetzer Katharina Neumann
Illustrator
Verlag Rowohlt Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Belletristik, Roman
Preis 9,99€ [LE]
Seitenzahl 368 Seiten
Bewertung .....

„Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ in drei Worten?

Liebevoll, humorvoll, emotional.

Cover & Gestaltung von „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“?

Der Grund, weshalb ich auf „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ und die Leserunde aufmerksam wurde, war das wunderschöne Cover. Es sieht ein wenig rustikaler aus und auf den ersten Blick glaubte ich, in den Süden Deutschlands zu gelangen. Weit gefehlt, es verschlug mich in den sonnigen Teil der USA! Das Cover passt sehr gut zum Inhalt des Romans, spiegelt den Anteil des Liebesromans gut wider und ist ein echter Hingucker. Vor allem die Farbgebung hat mir zugesagt.

Worum geht es in „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“?

Würde man „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ schlichtweg nur als Liebesroman bezeichnen, würde man dem Roman nicht gerecht werden. „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ ist eine Mischung aus humoristischem Roman, Liebesroman, Ratgeber, Gute-Laune-Buch und Lebensgeschichte. Es ist ein wundervoll sarkastisches Buch voller Galgenhumor, hat aber auch weiche und verletzliche Seiten, die einen zu Tränen rühren können.

Der Schreibstil von Abbi Waxman?

Ich mag Abbi Waxmans Art zu schreiben. Der Ton „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ ist grundsätzlich sarkastischer Natur, aber sie kann auch liebevoll und ruhig schreiben. Die Dialoge sind spritzig und humorvoll, die emotionalen Parts treffen ins Schwarze. Die Beschreibungen im Roman sind detailliert genug, um sie sich vorstellen zu können, dominieren aber die Handlung nicht. „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ schafft einen Spagat zwischen Humor und Trauer, Emotionen, die im Roman allgegenwärtig sind.

Das Figurenpersonal in „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“?

Die Figuren der Geschichte haben mir durch die Bank weg gut gefallen. Ob das nun Teilnehmer des Gärtnerkurses sind, die man immer nur während der Kurszeiten erlebt, Lilis Arbeitskollegen oder die Familienmitglieder, alle konnten mich von sich überzeugen. Keine der Figuren war mir unsympathisch, nicht einmal Lilis Mutter (obwohl sie durchaus grenzwertig war!), alle wurden liebevoll konstruiert und sind mir ans Herz gewachsen. Besonders aber Lili und ihre Schwester Rachel sowie Lilis Töchter konnten mich vollkommen verzaubern. Lili ist eine bemerkenswerte Protagonistin, die mit viel Galgenhumor durch die Handlung geht. Ihre Entwicklung hat mich am meisten erfreut. Rachel ist eine treue Seele, die alles Glück der Welt verdient. Und die beiden Kleinen sind einfach putzig. Ich hatte an vielen Stellen das Gefühl, die Erzählung einer Freundin zu hören, statt von fiktiven Figuren.

Positives über „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“?

„Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ ist ein erfrischender Roman, der mit viel Humor an schmerzhafte Themen heranführt. Tod, Trauer und Verlust sind allgegenwärtig, dominieren die Handlung aber nicht. Dadurch wird auch der Anteil des Liebesromans ein wenig gedrückt, sodass es eine sehr angenehme Liebesgeschichte gibt, die nicht überladen oder schnulzig ist. Was ich zur Abwechslung sehr erfrischend finde! Die dritte Komponente bildet der allgegenwärtige Humor, ohne den kaum eine Figur im Roman auskommt. Als letzten Aspekt möchte ich den Stellenwert der Familie nennen, der in dieser Handlung wirklich hoch ist.

Empfehlung zu „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“?

Ich kann das Buch allen Lesern empfehlen, die Lust auf eine erfrischende und humorvolle Liebesgeschichte haben. Oben drauf gibt es hilfreiche Pflanztipps für Gemüse, die man auch gut überblättern kann, falls man sie nicht sofort lesen möchte. „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ hat mir Spaß gemacht, mich zum Lachen und Weinen gebracht und mir tolle Lesestunden bereitet. Ich möchte mich bei Lovelybooks und dem Rowohlt Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Leseexemplars im Zuge der Leserunde bedanken.