[Rezension] Die Liste der vergessenen Wünsche

Keine Kommentare
Titel Die Liste der vergessenen Wünsche
Reihe
Band Einzelband
Autor Robin Gold
Übersetzer Carolin Müller
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Roman
Preis 8,99€
Seitenzahl 352 Seiten
Bewertung
Die Liste der vergessenen Wünsche
Die Liste der vergessenen Wünsche

Als ich bei einem Buchausverkauf Die Liste der vergessenen Bücher sah, musste ich es einfach mitnehmen. Für vier Euro kann man schon keinen Fehler machen, dachte ich mir und befreite das Buch aus seinem Dasein als Mängelexemplar. Nur, um es dann einige Monate auf meinem TBR schlummern zu lassen. Nun habe ich es endlich zur Hand genommen und bin begeistert.

Das Cover von Die Liste der vergessenen Bücher sieht sehr farbenfroh aus und hat mit der Grundsitutation zu Beginn des Buchs rein gar nichts zu tun. Vielmehr assoziiere ich das in Pink- und Türkistönen gehaltene Cover mit Claras Bucket List, die eine zentrale Rolle innerhalb des Romans erfüllt. Auf der Liste stehen 30 Wünsche, die Clara vor ihrem 35. Geburtstag erfüllt haben wollte.

In Die Liste der vergessenen Wünsche beobachten wir Clara, wie sie sich ins Leben zurückkämpft

Clara hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Sie hat einen schweren Verlust erlitten, als ihr Verlobter kurz vor der Hochzeit bei einem Unfall ums Leben kommt. Danach bricht für Clara eine Welt zusammen. Nach mehreren Monaten der Trauer tritt Claras Wunschliste in ihr Leben und bietet ihr eine Möglichkeit, sich zurück ins Leben zu kämpfen.

Die Liste der vergessenen Bücher ist ein emotionaler Roman. Nicht nur die leisen, traurigen Gefühle werden geweckt, ich konnte auch erstaunlich oft lachen. Claras Wunschliste wird zum Symbol ihrer Rückkehr ins Leben. Und die Punkte auf ihrer Liste reichen von kindlich-naiv bis zu skurril, sodass ich beim Lesen viel Freude hatte.

Die anderen Figuren haben mir ebenfalls viel Freude bereitet. Claras Familie, bestehend aus ihrer Mutter Libby und ihrem Bruder Leo, sind mir sehr ans Herz gewachsen. Sie haben eine chaotisch-liebenswerte Art, die man einfach gerne haben muss. Vor allem Claras Sandkastenfreund Lincoln hat mir gefallen. Er hat eine warme und einfühlsame Art, die einfach beruhigend wirkte. Aber auch Todd hat für unterhaltsame Seiten gesorgt.

Die Liste der vergessenen Wünsche ist ein Roman mit melancholischer Note

Die Liste der vergessenen Bücher ist ein Roman, der perfekt für regnerische Tage und eine leicht melancholische Stimmung geeignet ist. Er macht einem Mut und gute Laune und lässt einen daran denken, welche Wünsche man selbst hatte und nie verfolgte. Und da Bucket Lists sich noch immer größter Beliebtheit erfreuen, ist das Thema des Romans topaktuell.


[Rezension] Das Orchideenhaus

Keine Kommentare
Titel Das Orchideenhaus
Reihe
Band Einzelband
Autor Lucinda Riley
Übersetzer Sonja Hauser
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 9,99€
Seitenzahl 560 Seiten
Bewertung
Das Orchideenhaus
Das Orchideenhaus

Die Bücher von Lucinda Riley sind für mich aus vielerlei Gründen besonders unterhaltsam. Zum einen gefallen mir ihre Plots, Figuren und zeitlichen Settings immer sehr gut. Grund genug, Das Orchideenhaus endlich zu lesen, das eine ganze Weile auf meinem TBR schmachten musste.

An Lucinda Rileys Romanen fasziniert mich am meisten, dass mich nicht nur die historischen Handlungsstränge fesseln können, sondern auch die der Gegenwart. In Das Orchideenhaus führt ein schwerer Schicksalsschlag die Protagonistin Julia zurück an die Orte ihrer Kindheit, die erschütternde Geheimnisse bergen. Geheimnisse, die im historischen Handlungsstrang verborgen liegen und eine bewegende Geschichte eröffnen.

Julia hat mir als Protagonistin der Gegenwart in Das Orchideenhaus sehr gut gefallen

Julia hat mir als Protagonistin der Gegenwart sehr gut gefallen. Ihre Geschichte ist sehr verzwickt und erfährt am Ende eine überraschende Wandlung, die ich nicht habe kommen sehen. Nachdem sie bei einem Unfall ihre Familie verlor, muss sie den Weg zurück in ihr Leben finden. Dabei unterstützt sie Kit, der mir außerordentlich gut gefallen hat. Er ist ein warmherziger und hilfsbereiter Charakter, der mir beim Lesen viel Freude bereitet hat.

Die Figuren der Vergangenheit der Jahre des Zweiten Weltkriegs sind vielfältig. Am bedeutsamsten sind jedoch Harry, Olivia, Bill und dessen Frau Elsie. Wobei die Handlung nur aus der Perspektive von Harry und Olivia berichtet wird. Olivia ist zu Beginn der Geschichte ein zauberhaftes Mädchen, das ich unheimlich gerne hatte. Ihre Geschichte und Schicksalsschläge haben mich bewegt. Es war stellenweise nicht angenehm ihre Geschichte zu begleiten, da sie gleich an mehreren Stellen von ihr wichtigen Personen hintergangen wird. Harry hingegen war mir anfangs recht sympathisch, wirkte ein wenig zurückhaltend aber sehr fürsorglich. Den Verlauf seiner Geschichte habe ich als ambivalent empfunden, da er einige Entscheidungen trifft, die ich nicht gut heiße, wenngleich ich ihn in gewisser Weise verstehen kann.

In Das Orchideenhaus wurden Vergangenheit und Gegenwart sehr gut zusammengefügt

Die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart wurde sehr überzeugend umgesetzt. Das Orchideenhaus konnte alle offenen Fragen bei mir klären, mich mit einer in sich schlüssigen und konsistenten Lösung überzeugen und zufriedenstellen. Nichts ist unbefriedigender als ein Ende, das im Angesicht des Plots keinen Sinn ergibt. Lucinda Riley konnte aber alle Fäden bündeln und miteinander verweben. Es blieben keine Fragen offen.

Mein Romantikerinnenherz ist ebenfalls voll auf seine Kosten gekommen. Ob allerdings in der Vergangenheit oder Gegenwart, das müsst ihr selbst herausfinden. Mit Das Orchideenhaus habe ich einen facettenreichen und schillernden historischen Roman gelesen, der lebendige Figuren, tolle Handlungsstränge und spannende Plottwists besitzt. Für Freunde von historischen Romanen oder speziell den Romanen von Lucinda Riley eine volle Leseempfehlung!


[Rezension] Black Blade – Das eisige Feuer der Magie

Keine Kommentare
Titel Black Blade – Das eisige Feuer der Magie
Reihe Black Blade #1
Band 1. Band
Autor Jennifer Estep
Übersetzer Vanessa Lamatsch
Illustrator
Verlag Ivi Verlag
Eschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Fantasy, Jugendbuch
Preis 14,99€
Seitenzahl 368 Seiten
Bewertung
Black Blade – Das eisige Feuer der Magie
Black Blade – Das eisige Feuer der Magie

Als ich in der Buchhandlung dann Black Blade – Das eisige Feuer der Magie entdeckt habe, musste ich es einfach besitzen. Und meiner Neugier sei Dank, musste der erste Band der der Reihe nicht lange auf dem TBR vor sich hin schmollen. Wer diesem Blog schon länger folgt, kennt vermutlich meine Lobeshymnen an Jennifer Esteps Mythos Academy-Reihe. Ich habe ihre Reihe um Gwen Frost förmlich verschlungen und fiebere seitdem jedem neuen Roman entgegen. Spinnenkuss steht ebenfalls gelesen in meinem Regal, der Folgeband wartet bereits in meinem TBR auf mich.

Wenn ich ein Jugendbuch von Jennifer Estep aufschlage, dann erwarte ich eine sympathische, sarkastisch veranlagte und schlagfertige Protagonistin, die oftmals ein Außenseiter ist und besondere Fähigkeiten hat. Klingt auf den ersten Blick ein wenig stereotypisch, nicht wahr? Aber auch nur in der Theorie. In der Praxis hatte ich an keiner Stelle das Gefühl, eine stereotypische Protagonistin vor mir zu haben, die nur eine große Klappe hat. Lila ist eine tolle Protagonistin, die zwar hart tut, aber auch ihre verletzliche Seite hat.

Lila ist eine tolle Protagonistin, die Black Blade – Das eisige Feuer der Magie bereichert

Lilas Familiengeschichte ist nicht sehr schön. In jungen Jahren hat sie ihre Mutter verloren und schlägt sich alleine durch. Wendepunkt ihrer Geschichte ist ein Angriff auf einen jungen Mann, durch den sich ihr gesamtes Leben umkrempelt. Aber nicht, weil sie sich Hals über Kopf in ihn verliebt, sondern weil sie seine Leibwächterin wird. Damit beginnt eine humorvolle Geschichte mit lustigen Wortwechseln, ernsten Untertönen und einer versteckten Melancholie, die mich so in ihren Bann zog, dass ich den Roman binnen drei Tagen durchgelesen hatte.

Lilas Zuhause könnte faszinierender nicht sein, da es dort vor Magie nur so wimmelt. Jennifer Estep hat es mit ihrer Weltkonstruktion und ihrer Idee von Magie geschafft, mich zu begeistern. Ihre Idee ist erfrischend anders und spannend zu entdecken, weshalb ich viel Spaß mit Lila und den anderen Figuren hatte.

Black Blade hat einige überraschende Figuren auf Lager

Das Figurenpersonal ist überschaubar und sehr realistisch konstruiert. Lila hatte mich von der ersten Minute überzeugt. Sie weiß wer sie ist und was sie vom Leben will, ist aber auch realistisch und bodenständig genug, um ihre Lage genau zu kennen. Ihre bissig-sarkastische Art hat mir sehr gut gefallen. Devon hatte mich auch von der ersten Sekunde an überzeugt. In ihm steckt mehr als man zunächst meint. Bei Felix war ich ein wenig ambivalent. Schreibt’s mir gerne in die Kommentare, wenn ihr Black Blade schon gelesen habt und es euch ähnlich ging.

Die Antagonisten der Geschichte haben mir ebenfalls richtig gut gefallen. Sie sind als gefühlskalte Killer sehr gut getroffen, was zur gesamten Mafia-Stimmung passt, die durch den Weltenaufbau initiiert wird.

Insgesamt ist Black Blade – Das eisige Feuer der Magie ein in sich stimmiges Gesamtpaket, das ein tolles Setting, eine super Atmosphäre, interessante Figuren und ein ausgeklügeltes Magiesystem mit sich bringt. Ich bin auf den zweiten Band der Reihe schon mehr als gespannt.


[Rezension] Als der Himmel uns gehörte

Keine Kommentare
Titel Als der Himmel uns gehörte
Reihe
Band Einzelband
Autor Charlotte Roth
Übersetzer
Illustrator
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Verlag Doemer Knaur Verlag
Genre Historischer Roman
Preis 9,99€
Seitenzahl 608 Seiten
Bewertung
Als der Himmel uns gehörte
Als der Himmel uns gehörte

Ich bin ja eine absolut begeisterte Leserin von historischen Romanen wie Als der Himmel uns gehörte. Besonders das 20. und 21. frühe Jahrhundert haben es mir angetan. Von Charlotte Roth habe ich bisher nur Als wir unsterblich waren gelesen und war absolut begeistert.  Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis ich ein weiteres Werk aus der Feder der Autorin lesen würde.

Okay, ich gebe es zu, die Frage der Zeit hat doch ein wenig länger gedauert als ich es eigentlich wollte. Am 21. Juni 2014 habe ich meine Rezension zu Als wir unsterblich waren veröffentlicht und wartete gespannt auf einen weiteren Band. Jetzt bin ich, auch im Zuge meines TBR-Abbaus, endlich dazu gekommen, Als der Himmel uns gehörte zu lesen. Bereits am Titel lässt sich eine Nähe zwischen den Büchern erkennen, die auch in der Struktur der Bücher zu erkennen ist. Trotz aller Parallelen handelt es sich um zwei eigenständige und sehr unterschiedliche Geschichten.

Inspire a Generation ist der Leitgedanke von Als der Himmel uns gehörte

Die Geschichte von Charlotte Roths Roman teilt sich in zwei Handlungsstränge auf: Der Rahmenhandlung im London aus 2012 und der Binnenhandlung in Berlin während des Dritten Reichs. Wer jetzt schon erschrocken ausrufen will, dass er nicht noch einen Kriegsroman lesen möchte, kann beruhigt sein. In beiden Handlungssträngen geht es hauptsächlich um Sport. Zwar spielt der Zweite Weltkrieg zeitlich in die Geschichte mit ein, ist aber nicht von zentraler Bedeutung. Der Fokus der Handlungen in beiden Zeitachsen liegt auf den Olympischen Spielen.

Die moderne Zeitachse erlebt der Leser mit Jennifer, einer jungen Langstreckenläuferin, die gegen ihre eigenen Dämonen zu kämpfen hat. Leider wurde ich mit Jenny nicht so richtig warm und kam mit ihrer pessimistischen Art nicht so gut klar. Umso glücklicher war ich bei jedem Perspektivwechsel. Es überwiegt ohnehin Albertas Perspektive, die aus meinem Blickwinkel die interessantere Geschichte war.

Die historische Handlung um Alberta war die faszinierendere.

Albertas Geschichte ist sehr speziell. Sie ist eine junge Sportlerin, die sich in einer Zeit größten Wandels – politisch, gesellschaftlich und moralisch – zu Recht finden muss und zeitgleich ihre Träume verfolgen will. Man begleitet sie als Leser auf ihrem Lebensweg, trifft so manch schlechte und gute Entscheidung mit ihr und bangt permanent mit ihr. Vor allem in Liebesangelegenheiten hätte ich Alberta gerne an die Hand genommen, da die Liebesgeschicke der jungen Frau recht kompliziert sind. Ich sage nur: Beziehungskiste lässt grüßen!

Die restlichen Figuren in Albertas Umfeld waren interessant und gut konstruiert. Es gibt eine Menge Figuren, die unerwartete Wendungen mit sich bringen und die Geschichte nachhaltig beeinflussen. Vor allem eine Figur hat mich dabei mehr als nur überrascht.

In Jennifers Umfeld hatte ich nur Interesse an zwei Figuren, Alberta und einem geheimnisvollen Fremden, der für die Geschichte der Rahmenhandlung eine besondere Rolle spielt. Vor allem im Vergleich mit eben jenen Figuren wirkte Jennifer sehr weinerlich und kindlich.

Alles in allem ist Als der Himmel uns gehörte eine Leseempfehlung

Die Zusammenführung beider Stränge war schlüssig und zufriedenstellend, wenngleich mein kleines romantisches Herz ein wenig traurig war. Ich habe eine ehrliche und spannende Binnenerzählung erhalten, die in ihrer Gewichtung die Gegenwart deutlich überwog. Mit Alberta erhält man eine patente und zielstrebige Protagonistin, mit der ich gut zu Recht kam. Alles in allem bin ich mit Als der Himmel uns gehörte sehr zufrieden und kann es Liebhabern von historischen Romanen des 20 und 21. Jahrhundert nur empfehlen.


[Rezension] Bourbon Sins

Keine Kommentare
Titel Bourbon Sins
Reihe Bourbon-Reihe
Band 2. Band
Autor J.R. Ward
Übersetzer Marion Herbert und Katrin Kremmler
Illustrator
Verlag LYX Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Roman
Preis 12,90€ [RE]
Seitenzahl 540 Seiten
Bewertung
Bourbon Sins
Bourbon Sins

Bourbon Sins, den zweiten Band der Bourbon-Reihe von J.R. Ward, habe ich im Blogger-Newsletter des LYX Verlags gesehen. Ich dachte mir, ich versuche mal mein Glück und frage Boubon Sins an und hatte ein paar Tage später tatsächlich ein Rezensionsexemplar im Briefkasten. Und ich freue mich so unheimlich darüber!

Band zwei der Bourbon-Reihe ist in einem angenehmen Grünton gehalten. Darauf zu sehen ist derselbe junge Mann, der bereits auf dem Cover des ersten Bands zu sehen war. Den Reihencharakter erkennt man deutlich an der Gestaltung des Covers, da der geprägte Titel im Zentrum der Gestaltung steht.

Am Ende von Bourbon Kings ist ein Vorschaukapitel untergebracht, das eine der spannendsten Stellen des Beginns von Band zwei anschneidet und das Interesse des Lesers weckt. Da Band eins jedoch einige Tage vor der Vorschau endet, beginnt Band zwei entsprechend früher, da

die Bücher nahtlos ineinander übergehen. Dementsprechend neugierig war ich, wie und in welcher Weise der Anreißer aus Band eins vorkommt.

Bourbon Sins bietet eine spannende Handlung, vielseitige Figuren

Das Figurenpersonal hat sich im Vergleich zu Bourbon Kings kaum verändert, dafür nimmt die Handlung deutlich an Fahrt auf. Lane entdeckt immer mehr Einzelheiten und auch innerhalb der Familie kommt einiges ins Rollen. Intrigen und Lügen stehen an der Tagesordnung. Vor allem Gins Handlungsstrang hat mich bewegt. Man lernt die luxusliebende junge Frau ein wenig besser kennen, was mich dazu brachte, meine Meinung von ihr um einige Facetten ihrer Persönlichkeit zu ergänzen. Vor allem in Bezug auf ihre Tochter konnte sie mich für sich gewinnen.

Der Handlungsstrang um William Baldwin nimmt gleichermaßen an Fahrt auf wie der um das Familienunternehmen, da beide untrennbar miteinander verwoben sind. Die neuen Erkenntnisse und Wendungen haben mich überrascht, aber nicht schockiert, da Andeutungen vorhanden und erkennbar waren.

Dennoch ist es nicht so, dass man eine übertrieben schnelle Entwicklung hat. Die Geschehnisse sind glaubwürdig und bedingen einander so, dass sie eine durchaus überzeugende Kettenreaktion entstehen lassen, die sich durch den gesamten Roman zieht.

Bourbon Sins überzeugt mit Sprache, Plot und Figuren

Sprachlich konnte mich J.R. Ward in Boubon Sins wieder einmal vollkommen von sich überzeugen. Sie drückt sich gewählt und passend aus, ihre Perspektivwechsel bringen Abwechslung in den Roman und die Beschreibungen passen perfekt. Ihre Figuren sind ebenso stimmig wie Setting und Plot, sodass ich mich sehr auf Band drei freue, der im Dezember erscheinen wird.

Einen kleinen Wehrmutstropfen gab es allerdings und der betrifft Edward. Ich fand seine Entwicklung an einigen Stellen an wenig zu rasant und einfach, weshalb sie mir nicht so schlüssig und passend vorkam.

Alles in allem konnte mich die Fortsetzung der Bourbon-Reihe sehr von sich überzeugen. Ich hatte beim Lesen viel Spaß und bin gespannt, welche Erkenntnisse in Band drei auf uns warten. Besonders spannend finde ich den Handlungsstrang um die Firma der Familie sowie Gins weitere Geschichte. Ich danke dem LYX Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von J.R. Wards Bourbon Sins.


[Rezension] Bourbon Kings

Keine Kommentare
Titel Bourbon Kings
Reihe Bourbon-Reihe
Band 1. Band
Autor J.R. Ward
Übersetzer Marion Herbert und Katrin Kremmler
Illustrator
Verlag LYX Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Roman, YA
Preis 12,90€
Seitenzahl 528 Seiten
Bewertung

Als ich gesehen habe, dass J.R. Ward eine neue Reihe beginnt, war ich direkt elektrisiert. Bei der besagten Reihe handelt es sich um die Bourbon Kings, deren ersten Band ich innerhalb weniger Tage verschlungen habe und nun für euch besprechen werde.

Der erste Band der Bourbon Kings-Reihe kommt in einem satten Lilaton daher. Zu sehen ist ein gut gekleideter, attraktiver Mann, der vermutlich Lane, den Protagonisten der Reihe, darstellen soll. In erhabenen Buchstaben ist der Titel geprägt, darunter der Autorenname. Vom Aussehen her passt Band eins der Bourbon Kings perfekt zu den Sonderausgaben der Black Dagger-Reihe von J.R. Ward aus dem Heyne Verlag, wodurch die Bücher im Regal perfekt zueinanderpassen werden.

Bourbon Kings
Bourbon Kings

Inhaltlich bewegt sich J.R. Ward mit ihrer neusten Reihe nicht im Fantasybereich, was ihrer Schreibkunst aber keinen Abbruch tut. Die Erzählweise ist gewohnt flüssig und ansprechend, wenngleich der Fokus ein wenig verschoben ist. Während in Black Dagger vor allem Kämpfe und Waffen beschrieben werden, liegt der Fokus bei Bourbon Kings auf Reichtum und der High Society. Dieser Fokus wurde sehr detailliert und glaubwürdig dargestellt und passt perfekt zu den Figuren.

Bourbon Kings ist ein fesselnder Auftaktband

Im ersten Band lernt man gleich eine ganze Menge Figuren kennen. Zunächst wäre da Lane, der nach zwei Jahren Abwesenheit in den Schoß seiner Familie zurückkehrt. Aber keineswegs freiwillig, sondern aufgrund eines Krankheitsfalls. Danach überschlagen sich die Ereignisse. Er trifft auf Lizzie, seine Exfreundin, die auf dem Grundstück seiner Familie als Gartenbauexpertin angestellt ist. Die Chemie zwischen den beiden hat mir von Anfang an gefallen, wobei ich Lizzie zu Beginn noch ein wenig überzeugender fand, da sie gegen Ende ein wenig geschwächelt hat.
Gin, Lanes Schwester, ist eine verwöhnte reiche Tochter, die nicht einen Tag für ihren Lebensstil arbeiten musste und das merkt man ganz deutlich. Dennoch war sie mir nicht unsympathisch. Vielmehr mausert sie sich mit ihrer frechen Art zu meinem heimlichen Liebling.

Im Laufe der Geschichte lernt man noch einige Figuren kennen, die alle ihre Daseinsberechtigung haben. Es würde an dieser Stelle allerdings zu lange dauern, jede Figur zu besprechen. Die Figuren sind in ihrer Konstruktion in sich schlüssig und für das Genre und Setting sehr passend. Keine Figur wirkt unpassend oder deplatziert.

Die Handlung von Bourbon Kings konnte mich ebenfalls überzeugen. Die Handlung entrollt sich kontinuierlich und in einem angenehmen Tempo. Im Zentrum der Handlung steht dabei nicht die Geschichte einer oder zweier ausgewählter Figuren, sondern das Schicksal einer kompletten Familie. So hat man mehrere Figuren, aus deren Blickwinkeln man die Geschichte auch erzählt bekommt und mit denen man hoffen, bangen und lachen kann. Selbst die Antagonisten der Geschichte sind glaubwürdig gestaltet, was für mich immer ein wichtiges Kriterium ist.

Alles in allem bin ich von J.R. Wards neustem Streich begeistert und überzeugt. Sie liefert ein gewohnt begeisterndes und solides Werk ab. Dabei sind Figuren, Setting und Beschreibungen top aufeinander abgestimmt und glaubwürdig. Man muss mit dem Thema High Society kompatibel sein, da einem ansonsten die detaillierten Darstellungen von Reichtum und Luxus in Bourbon Kings abschrecken könnten, da sie doch bei einigen Figuren tief verankert sind.


[Rezension] Muchachas – Nur ein Schritt zum Glück

Keine Kommentare
Titel Muchachas – Nur ein Schritt zum Glück
Reihe Muchachas-Trilogie
Band 3. Band
Autor Katherine Pancol
Übersetzer Nathalie Lemmens
Illustrator
Verlag Carl’s Books Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Frauenroman
Preis 14,99€
Seitenzahl 514 Seiten
Bewertung
Muchachas - Nur ein Schritt zum Glück
Muchachas – Nur ein Schritt zum Glück

Muchachas – Nur ein Schritt zum Glück in drei Worten?

Lebensbejahend, positiv, bereichernd.

Cover & Gestaltung von Muchachas – Nur ein Schritt zum Glück?

Der Abschlussband der Muchachas-Trilogie ist in einem farbenfrohen Orange gehalten. Die Gesamtoptik passt zu den Vorgängerbänden und ist ebenfalls mit Blüten und den Silhouetten von Frauen verziert. Im Zentrum des Covers stehen Titel und Autorin in einem orangefarbenen Kreis.

Worum geht es in Muchachas – Nur ein Schritt zum Glück?

Da es sich um einen Abschlussband handelt, werde ich an dieser Stelle nicht zu sehr ins Detail gehen. Im Allgemeinen geht es in der Muchachas-Reihe um die Lebensgeschichte mehrere Frauen. Der Leser begleitet die Frauen auf ihrem Lebensweg, trifft mit ihnen gemeinsame Entscheidungen und entschlüsselt, wie die Frauen mehr oder weniger zusammengehören. Im Laufe der Reihe wechseln sich die Erzählperspektiven und Protagonistinnen unregelmäßig ab, gegen Ende wurden aber alle Geschichten erzählt.

Der Schreibstil von Katherine Pancol?

Katherine Pancol verzichtet in ihrer Reihe auf eine klassische Kapitelunterteilung, sodass die Geschichte nahtlos erzählt wird. Durch die Perspektiv- und Figurenwechsel kommt Dynamik auf, die durch den Plot ergänzt und durch die intensive Erzählweise der Autorin zusätzlich unterstützt wird. Katherine Pancol schafft es, eindrücklich die Lebensgeschichten ihrer Protagonistinnen zu erzählen und dabei eine gewisse Leichtigkeit zu bewahren.

Das Figurenpersonal in Muchachas – Nur ein Schritt zum Glück?

Die Figuren in der Muchachas-Reihe sind so vielfältig und unterschiedlich wie das Leben. Sie wirken beim Lesen so echt und realistisch, dass ich das Gefühl hatte, ihnen gegenüber zu sitzen und ihren Geschichten zu lauschen. Dabei ist für jede Leserin eine Protagonistin zum Identifizieren vorhanden, da jede Figur ihren ganz eigenen Charakter hat. Dadurch wird die Erzählung facettenreich und besonders. Besonders spannend finde ich die Entwicklung der Figuren vom Beginn der Geschichte bis zu ihrem Ende. Es ist faszinierend, wie die Handlung Auswirkungen auf viele Figuren hat, wie die Frauen zusammenhängen und was sich im Allgemeinen bei den Figuren entwickelt. Katherine Pancol hat ein dichtes Netz aus Figuren konstruiert, das für einige Überraschungen gut ist.

Positives zu Muchachas – Nur ein Schritt zum Glück?

Mir gefällt an der Reihe, dass die Geschichten und Figuren so real sind, dass sie im Leben tatsächlich vorkommen könnten. Mit haben vor allem der Mut und die Lebensfreude der Figuren imponiert, die sie selbst in schweren Situationen nicht vergessen. Als Leser erhält man so viele unterschiedliche Blickwinkel, Denkweisen und Meinungen, dass der eigene Horizont augenblicklich erweitert wird. Die Reihe regt zum Nachdenken an. Außerdem habe ich tiefe Dankbarkeit für meine Situation empfunden, vor allem im Vergleich mit Stella und ihrer Mutter.

Empfehlung zu Muchachas – Nur ein Schritt zum Glück?

Die Muchachas-Reihe ist eine sehr besondere Buchreihe wie man sie nur selten in den Händen hält. Sie ist unfassbar gut konstruiert, hat tolle Figuren, bewegende Geschichten und bietet einen Mehrwert. Auch regt sie einen zum Denken an. Hier meine Rezension zu Band eins, hier findet ihr Band zwei.

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken


[Rezension] Der Gaukler und die Tänzerin

Keine Kommentare
Titel Der Gaukler und die Tänzerin
Reihe
Band Einzelband
Autor Nicole Steyer
Übersetzer
Illustrator
Verlag Knaur Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 10,99€ [LE]
Seitenzahl 544 Seiten
Bewertung
Der Gaukler und die Tänzerin
Der Gaukler und die Tänzerin

Der Gaukler und die Tänzerin in drei Worten?

Begeisternd, spannend, historisch.

Cover & Gestaltung von Der Gaukler und die Tänzerin?

Das Cover von Der Gaukler und die Tänzerin wirkt sehr passend historisch, sodass von Anfang an klar ist, in welcher Epoche der Leser sich bewegt. Die kombinierten Bilder ergeben gemeinsam ein stimmiges Gesamtbild, das alle wichtigen Aspekte des Romans auf dem Cover abbildet. Die Farbgebung ist typisch für das Genre und sehr angenehm.

Worum geht es in Der Gaukler und die Tänzerin?

Im Roman geht es um die junge Zigeunerin Suni, die ein dunkles Geheimnis birgt. Ihre Vergangenheit kommt Stück für Stück ans Licht und sie muss sich entscheiden, ob sie sich ihr stellt oder flüchtet. Als dann ein Freund aus Kindertagen auf der Bildfläche erscheint, beginnt für Suni ein gefährlicher Abschnitt, da sie wieder in den Fokus alter Feinde gerät.

Der Schreibstil von Nicole Steyer?

Nicole Steyer erweckt das 18. Jahrhundert in ihrem Roman so gekonnt zum Leben, dass ich mir ihre anderen Werke auch gleich auf die Wunschliste setzen musste. Die Ausdrucksweise der Figuren, ihre Gedankengänge, die Städtenamen, die Beschreibungen – einfach alles ist historisch korrekt dargestellt ohne gewollt altertümlich und antiquiert zu wirken. Mir hat die Balance aus historischen Personen und Begebenheiten und fiktiven Figuren und Handlungen sehr gefallen. Dabei schafft es die Autorin, ihrem Werke eine gewisse Leichtigkeit zu geben.

Das Figurenpersonal in Der Gaukler und die Tänzerin?

Für mich war Protagonistin Suni eine sehr diffizile Persönlichkeit. Was nicht zuletzt an ihrer Geschichte liegt. Ich habe sie direkt ins Herz geschlossen und wollte, dass sie den richtigen Weg geht und die Wahrheit ans Licht bringt. Ihr Weg und ihre Entwicklung innerhalb des Romans sind sehr realistisch gehalten und ich muss sagen, dass mir ihr Ich am Ende sehr gut gefallen hat.
Mathis ist ebenfalls ans Herz gewachsen. Zwar entwickelt er sich weniger stark als Suni, aber dennoch sieht man einen deutlichen Unterschied.
Die Nebenfiguren wie Sunis Familien, Mathis‘ Zirkuskumpanen und Sunis Reisegesellschaft haben mir alle außerordentlich gut gefallen. Die Antagonisten waren sehr schön beschrieben und dargestellt, was auch für alle anderen Figuren gilt.

Positives zu Der Gaukler und die Tänzerin?

Mir hat gefallen, dass Der Gaukler und die Tänzerin sehr angenehm zu lesen war und dennoch historisch korrekt ist. Namen, Ausdrucksweisen, Beschreibungen, einfach alles ist stimmig und ansprechend. Dabei werden historische Figuren gekonnt eingebracht und im Rahmen der Handlung eingebunden. Man hat zu keiner Zeit das Gefühl, dass das Buch gewollt mittelalterlich oder antiquiert ist. Man kommt gut voran und wird durch die spannende Handlung angespornt weiterzulesen.

Empfehlung zu Der Gaukler und die Tänzerin?

Ich kann Der Gaukler und die Tänzerin allen treuen Lesern historischer Romane empfehlen. Die Handlung ist spannend und facettenreich, dabei historisch genau und unterhaltsam. Ich danke Lovelybooks und dem Droemer-Knaur Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Leseexemplars für die Leserunde von Der Gaukler und die Tänzerin auf Lovelybooks.


[Rezension] Ein Buchladen zum Verlieben

Keine Kommentare
Titel Ein Buchladen zum Verlieben
Reihe
Band Einzelband
Autor Katarina Bivald
Übersetzer Gabriele Haefs
Illustrator
Verlag btb Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Roman
Preis 19,99€
Seitenzahl 448 Seiten
Bewertung
Ein Buchladen zum Verlieben
Ein Buchladen zum Verlieben

Ein Buchladen zum Verlieben in drei Worten?

Buchig, gemütlich, außergewöhnlich.

Cover & Gestaltung von Ein Buchladen zum Verlieben?

Das Cover von Ein Buchladen zum Verlieben hat mich zunächst nur wegen seiner Farbgebung angesprochen. Das rote Banner ist sehr aufmerksamkeitsheischend, der Rest der Gestaltung ist sehr zurückhaltend und schlicht. Im Vergleich zu Hinguckern wie Ich gebe dir die Sonne ein sehr ruhiges Buchcover.

Worum geht’s in Ein Buchladen zum Verlieben?

In Ein Buchladen zum Verlieben gibt es einige Handlungsstränge, die zusammen ein schönes Ganzes ergeben. In einem Handlungsstrang geht es um die Brieffreundschaft der jungen Schwedin Sara mit der älteren Amerikanerin Amy. Der zweite große Handlungsstrang handelt von einer Kleinstadt, die wiederbelebt wird und eine Buchhandlung zum Verlieben erhält. Und natürlich gibt es jede Menge Buchzitate und Einblicke in Bücher, die jedes bibliophile Herz höher schlagen lassen.

Der Schreibstil von Katarina Bivald?

Ich muss zugeben, dass ich am Anfang ganz schön mit dem Roman zu kämpfen hatte, weil ich zuvor Bücher aus dem Jugendbuchbereich gelesen hatte, die unglaublich fesselnd waren. Daher  kann es gut sein, dass der Genrewechsel seinen Teil dazu beigetragen hat. Allerdings gab es meiner Meinung nach ein paar Längen im Roman, die durch Saras Gedankenmonologe entstanden oder Umgebungsbeschreibungen entstanden, die ich mir ein wenig knackiger gewünscht hätte. Aber irgendwann war ich Teil der Handlung und kam sehr gut voran.

Das Figurenpersonal in Ein Buchladen zum Verlieben?

Im Roman gibt es ein ganzes Dorf voller Figuren, die alle eine mehr oder weniger wichtige Rolle spielen. Amy und Sara, die beiden Protagonistinnen, sind allerdings von besonderer Bedeutung. Amy lernt man hauptsächlich durch ihre Briefe und durch Erzählungen anderer Figuren kennen, während Sara im Roman die agierende Figur ist. Während Amy eine sehr umsichtige Frau ist, die ein Gespür für Zwischenmenschliches hat, ist Sara eher eine Einzelgängerin, die gerne liest und recht menschenscheu zu sein scheint. Doch sie versteckt eine wundervolle Seite, die erst zum Vorschein gebracht werden muss. Die anderen Bewohner der Kleinstadt haben alle so ihre Macken und Verschrobenheiten, wie man es sich von typischen Figuren einer amerikanischen Kleinstadt vorstellt. Jeder kennt die Geheimnisse des anderen, es wird getratscht und geredet. Jede der Figuren ist für ihren Anteil im Buch genug ausgearbeitet. Vor allem Tom und Andy haben es mir angetan.

Positives über Ein Buchladen zum Verlieben?

Man merkt, dass die Autorin eine Bibliophile von Herzen ist. Ihre Protagonistinnen reden viel über Bücher und haben ein unglaubliches Wissen. Leider wurde ich ungewollt bei einigen Klassikern, die ich noch nicht lesen konnte, gespoilert, weshalb ich solche Passagen schnell quergelesen habe. Man spürt die Liebe zum Buch auf jeder Seite und in jeder Diskussion über Bücher. Das hat mir sehr gut gefallen. Zudem kann man seine Buchwunschliste super erweitern, da Amy und Sara über ihre Lieblingsbücher und Buchempfehlungen schreiben.

Kritik an Ein Buchladen zum Verlieben?

Dass ich gelegentlich das Gefühl von Längen hatte, habe ich oben bereits erwähnt. Auch die Spoilergefahr habe ich genannt und möchte sie euch nicht verschweigen. Ansonsten habe ich einen wundervollen Roman bekommen, der sich mit der Thematik Bücher oder Menschen auseinandersetzt und einige interessante Themen anschneidet.

Empfehlung zu Ein Buchladen zum Verlieben?

Ich kann euch diesen Roman ans Herz legen, wenn ihr Geschichten über Bücher und Bibliophile mögt. Ein Buchladen zum Verlieben ist kein aufregendes oder spannendes Buch. Es ist auf eine ruhige Art und Weise ergreifend und erzählt eine Geschichte über das Leben, die so vielleicht sogar stattfinden könnte.


[Rezension] Ich gebe dir die Sonne

5 Kommentare
Titel Ich gebe dir die Sonne
Reihe
Band Einzelband
Autor Jandy Nelson
Übersetzer Catrin Frischer
Illustrator
Verlag cbt Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Jugendbuch, Roman
Preis 17,99€ [RE]
Seitenzahl 480 Seiten
Bewertung

Ich gebe dir die Sonne in drei Worten?

Lebendig, abwechslungsreich, anders.

Cover & Gestaltung von Ich gebe dir die Sonne?

Das Cover von Ich gebe dir die Sonne ist so hell und freundlich, dass ich es einfach haben musste. Es ist einfach ein freundliches und farbenfrohes Cover, das man gerne Anschaut. Unter dem Schutzumschlag ist das Buch in einem wunderschönen Lila gehalten, im Inneren in einem strahlenden Orange. Von den Farben her ein absolutes gute Laune Buch!

Worum geht es in Ich gebe dir die Sonne?

So lebensfroh und fröhlich das Cover und die Farbgebung von Ich gebe dir die Sonne sind, so tief und beinahe dunkel ist der Inhalt. Ihr solltet euch bewusst sein, dass es sich bei Ich gebe dir die Sonne nicht um ein fröhliches Sommerbuch handelt, sondern um ein komplexes Werk, das sich stark mit Emotionen und zwischenmenschlichen Beziehungen auseinandersetzt. Es hat teilweise Phasen, die Leichtigkeit versprechen, aber dunklere Zwischentöne besitzen, die einen zum Nachdenken anregen. Ein sehr besonderes Werk.

Der Schreibstil von Jandy Nelson?

Der Schreibstil der Autorin ist sehr besonders. Und ich meine mit besonders nicht schlecht, sondern exorbitant. Zu Beginn hatte ich so meine Probleme, vor allem durch Noahs wirre und schnell wandelnde Gedanken. Jude war für mich sehr viel einfacher zu verstehen, was nicht heißen soll, dass ich Noahs Darstellung schwierig fand. Beide Darstellungsweisen von Gedanken und Emotionen sind so besonders und bewegend, dass ich es noch nirgendwo besser gelesen habe. Durch ihre Ausdrucksweise und die bildhaften Darstellungen schafft es die Autorin, die Geschichte ihrer Figuren direkt in meinen Kopf zu malen. Ein außerordentliches Talent, das mich sehr begeistert hat. Als ich mich dann an Noahs bunte Ausdrucksweise gewöhnt hatte, kam ich schnell voran.

Das Figurenpersonal in Ich gebe dir die Sonne?

In der Hauptsache geht es um Noah und Jude, die Zwillinge sind und in der Phase der erzählten Zeit des Romans unterschiedlicher nicht sein könnten. Da die Geschichte der beiden in zwei Perspektiven erzählt wird, die zudem zeitlich getrennt ist, lernt man die beiden auf zwei Weisen kennen: Jude und Noah mit 13/14 und mit 16. Es ist unfassbar, wie sehr sich die beiden innerhalb weniger Jahre verändert haben und noch spannender, wie es dazu kam. Denn während Jude als 16jährige berichtet, erzählt Noah seine Geschichte als 13/14jähriger. Dadurch erlebt man die Veränderung der Figuren direkt mit, kann einen Blick in ihre Gedanken und Emotionen werfen und sich wünschen, dass alles anders kommt.

Jandy Nelsons Figuren sind dabei so intensiv gestaltet, dass ich das Gefühl hatte, eine echte Geschichte zu erleben. Auch die Nebenfiguren, die ihren Teil zur Geschichte beitragen haben eine ganz eigene Tiefe, wie sie mir bisher nur selten begegnet ist.

Positives zu Ich gebe dir die Sonne

Der Schreibstil, die Erzählweise, die Figuren, die Geschichte und die Aussage dahinter. All das macht Ich gebe dir die Sonne so einzigartig und wundervoll. Es ist ein Buch, das man so schnell nicht vergisst und das seines gleichen sucht. Ich bin einfach sprachlos und baff, selbst Tage nach dem Lesen. Die Erzählweise mit zwei unterschiedlichen, zudem zeitlich versetzten Perspektiven erzeugt Spannung, da jede Perspektive neue Einzelheiten ans Licht bringt, die am Ende ein großes Ganzes ergeben. Eine Geschichte von Verlust, Ängsten und Fehlern.

Empfehlung zu Ich gebe dir die Sonne?

Ich kann Ich gebe dir die Sonne allen Lesern empfehlen, die ein außergewöhnliches Buch suchen. Allerdings ist es, anders als es durch die Covergestaltung den Anschein macht, kein leichtes Sommerbuch, sondern ein Buch mit Tiefe und Emotion. Ich danke dem Bloggerportal und dem cbt Verlag von Herzen für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Ich gebe dir die Sonne.