[Rezension] Die Zitronenschwestern

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Titel Die Zitronenschwestern
Reihe
Band Einzelband
Autor Valentina Cebeni
Übersetzer Sylvia Spatz und Brigitte Lindecke
Illustrator
Verlag Penguin Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Roman
Preis 10,00€ [RE]
Seitenzahl 448 Seiten
Bewertung
Die Zitronenschwestern
Die Zitronenschwestern

Bücher, die wie Die Zitronenschwestern, in Italien spielen treffen ja alleine schon wegen des Handlungsortes meinen Geschmack. Wenn dann aber noch Geheimnisse und in der Vergangenheit liegende Ereignisse hinzukommen, bin ich selig.

Der Prolog des Romans entführt den Leser in das Italien im Jahr 1940. Zwei junge Frauen und ihre enge Freundschaft stehen im Fokus der Betrachtung. Als Setting wird ein Kloster auf einer italienischen Insel vorgestellt, in dem die beiden jungen Frauen leben. Die eine Frau als Novizin, die andere als Bäckerin. Es folgt ein Zeitsprung von über 40 Jahren. Die Protagonistin von Die Zitronenschwestern, die Tochter der Bäckerin, steht vor den Scherben ihrer Existenz und macht sich auf eine Reise auf der Suche nach ihrer Mutter und sich selbst.

Mein Leserherz war in Die Zitronenschwestern hin und her gerissen zwischen Verständnis und Unglauben

Elettra hat mir als Protagonistin nur bedingt gefallen. Ich verstehe die Verbitterung und die Wut, die sie ihrer Mutter tief in ihrem Inneren wegen all der Geheimnisse gegenüber hegt, aber nicht alles lässt sich so einfach darauf abwälzen. In meinen Augen hat es sich Elettra stellenweise zu einfach gemacht, indem sie ihre Mutter als Schuldige inszenierte. Selbst dann, wenn es Elettras eigenes Verhalten war, das alles ruinierte. An diesen Stellen hätte ich sie gerne geschüttelt. Mein Leserherz war an dieser Stelle aber hin und her gerissen zwischen Verständnis und Unglauben.

Die Handlung führt Elettra auf den Lebensweg ihrer Mutter zurück zu jenem besonderen Kloster. Die Bewohnerinnen der Gegenwart der Handlung haben mir alle gut gefallen. Auch sie hüten viele Geheimnisse, die für spannende Momente aber auch unnötiges Leid sorgen. Interessant ist die Auflösung all dieser Geschichten, die stückchenweise das große Ganze freilegen.

Besonders toll an Die Zitronenschwestern fand ich im Übrigen die Bedeutung von Gebäck und Essen. Elettra ist ebenso wie ihre Mutter Edda eine herausragende Bäckerin und ihre Rezepte sind zwischen den Kapiteln abgedruckt. Bei Gelegenheit muss ich man einige davon ausprobieren und nachbacken.

Alles in allem bin ich mit dem Roman zufrieden. An einigen Stellen hätte mir Elettra ein wenig gradliniger und weniger engstirnig sein können, dennoch konnte mich die Geschichte vierer Frauen sehr gut gefallen.


[Rezension] Die Fährmannstochter

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Titel Die Fährmannstochter
Reihe Myntha-Romane
Band 1. Band
Autor Andrea Schacht
Übersetzer
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 9,99€
Seitenzahl 432 Seiten
Bewertung
Die Fährmannstochter
Die Fährmannstochter

Mir Bücher zu schenken, die ich nicht schon selbst gelesen, von ihnen gehört oder sie ungelesen zu Hause rumliegen habe, ist ziemlich schwer. Mein Freund hat es mit Die Fährmannstocher aber geschafft, mir einen aktuellen historischen Roman zu schenken, der mich von sich begeistern konnte. Der Vorteil für ihn – und mich! – Die Fährmannstocher ist der Auftaktband einer Reihe!

Protagonistin der Geschichte ist die junge Fährmannstochter Myntha, die nach einer Rettung aus den Fluten des Rheins als Wiedergängerin gefürchtet wird. Als dann während Mynthas Anwesenheit das Kloster, in dem sie untergebracht war, brennt, stehen die Schuldigen für die Gemeinschaft schnell fest. Dass hinter dem Brand jedoch mehr steckt, als alle ahnen, entdeckt Myntha im Verlauf der Handlung.

Die Fährmannstochter bietet einen breit gefächerten Plot mit facettenreichen Figuren

Generell bietet Die Fährmannstochter einen sehr weit gefassten Plot, der nicht nur Myntha in die Erzählperspektive rückt, sondern auch weitere Figuren, die mir beim Lesen gut gefallen haben. Vor allem der Rabenmeister konnte mein Leserherz mit seiner mürrischen Art und Weise von sich überzeugen. Die Romantikerin in mir hofft ja insgeheim, dass der geheimnisvolle Rabenmeister und die eigenwillige Myntha sich im nächsten Teil ein wenig näher kommen.

Aus Sicht der historischen Authentizität bin ich voll auf meine Kosten gekommen. Die Lebensumstände der Menschen sind sehr realistisch dargestellt und vor allem die abergläubischen Vorurteile der Bevölkerung und Kirchengemeinde sind sehr gut dargestellt. Auch sprachlich konnte mich Die Fährmannstochter von sich überzeugen, da die Ausdrucks- und Denkweise der Menschen sehr ansprechend gestaltet waren. Statt erzwungen altertümliche Begriffe zu verwenden hat die Autorin die perfekte Balance aus älteren Worten, angemessenem Satzbau und modernen Ausdrücken gefunden. Somit war das Lesen des Romans aus keiner Sicht befremdlich, sondern angenehm leicht und flüssig.

Myntha ist eine perfekte Mischung aus Moderne und Mittelalter

Myntha ist eine Protagonistin, die mir persönlich sehr gut gefallen hat. Sie ist ebenso wie die Sprache der Geschichte eine perfekte Mischung aus Moderne und Mittelalter. Modern deshalb, weil sie eigenwillig und selbstbewusst ist, mittelalterlich, weil sie sich trotz allem in ihre Rolle als Frau und Tochter fügt.

Alles in allem habe ich Die Fährmannstochter sehr genossen und freue mich schon darauf, das nächste Buch mit Myntha als Protagonistin in Händen zu halten.

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[Rezension] Die Liste der vergessenen Wünsche

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Titel Die Liste der vergessenen Wünsche
Reihe
Band Einzelband
Autor Robin Gold
Übersetzer Carolin Müller
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Roman
Preis 8,99€
Seitenzahl 352 Seiten
Bewertung
Die Liste der vergessenen Wünsche
Die Liste der vergessenen Wünsche

Als ich bei einem Buchausverkauf Die Liste der vergessenen Bücher sah, musste ich es einfach mitnehmen. Für vier Euro kann man schon keinen Fehler machen, dachte ich mir und befreite das Buch aus seinem Dasein als Mängelexemplar. Nur, um es dann einige Monate auf meinem TBR schlummern zu lassen. Nun habe ich es endlich zur Hand genommen und bin begeistert.

Das Cover von Die Liste der vergessenen Bücher sieht sehr farbenfroh aus und hat mit der Grundsitutation zu Beginn des Buchs rein gar nichts zu tun. Vielmehr assoziiere ich das in Pink- und Türkistönen gehaltene Cover mit Claras Bucket List, die eine zentrale Rolle innerhalb des Romans erfüllt. Auf der Liste stehen 30 Wünsche, die Clara vor ihrem 35. Geburtstag erfüllt haben wollte.

In Die Liste der vergessenen Wünsche beobachten wir Clara, wie sie sich ins Leben zurückkämpft

Clara hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Sie hat einen schweren Verlust erlitten, als ihr Verlobter kurz vor der Hochzeit bei einem Unfall ums Leben kommt. Danach bricht für Clara eine Welt zusammen. Nach mehreren Monaten der Trauer tritt Claras Wunschliste in ihr Leben und bietet ihr eine Möglichkeit, sich zurück ins Leben zu kämpfen.

Die Liste der vergessenen Bücher ist ein emotionaler Roman. Nicht nur die leisen, traurigen Gefühle werden geweckt, ich konnte auch erstaunlich oft lachen. Claras Wunschliste wird zum Symbol ihrer Rückkehr ins Leben. Und die Punkte auf ihrer Liste reichen von kindlich-naiv bis zu skurril, sodass ich beim Lesen viel Freude hatte.

Die anderen Figuren haben mir ebenfalls viel Freude bereitet. Claras Familie, bestehend aus ihrer Mutter Libby und ihrem Bruder Leo, sind mir sehr ans Herz gewachsen. Sie haben eine chaotisch-liebenswerte Art, die man einfach gerne haben muss. Vor allem Claras Sandkastenfreund Lincoln hat mir gefallen. Er hat eine warme und einfühlsame Art, die einfach beruhigend wirkte. Aber auch Todd hat für unterhaltsame Seiten gesorgt.

Die Liste der vergessenen Wünsche ist ein Roman mit melancholischer Note

Die Liste der vergessenen Bücher ist ein Roman, der perfekt für regnerische Tage und eine leicht melancholische Stimmung geeignet ist. Er macht einem Mut und gute Laune und lässt einen daran denken, welche Wünsche man selbst hatte und nie verfolgte. Und da Bucket Lists sich noch immer größter Beliebtheit erfreuen, ist das Thema des Romans topaktuell.


[Rezension] Das Orchideenhaus

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Titel Das Orchideenhaus
Reihe
Band Einzelband
Autor Lucinda Riley
Übersetzer Sonja Hauser
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 9,99€
Seitenzahl 560 Seiten
Bewertung
Das Orchideenhaus
Das Orchideenhaus

Die Bücher von Lucinda Riley sind für mich aus vielerlei Gründen besonders unterhaltsam. Zum einen gefallen mir ihre Plots, Figuren und zeitlichen Settings immer sehr gut. Grund genug, Das Orchideenhaus endlich zu lesen, das eine ganze Weile auf meinem TBR schmachten musste.

An Lucinda Rileys Romanen fasziniert mich am meisten, dass mich nicht nur die historischen Handlungsstränge fesseln können, sondern auch die der Gegenwart. In Das Orchideenhaus führt ein schwerer Schicksalsschlag die Protagonistin Julia zurück an die Orte ihrer Kindheit, die erschütternde Geheimnisse bergen. Geheimnisse, die im historischen Handlungsstrang verborgen liegen und eine bewegende Geschichte eröffnen.

Julia hat mir als Protagonistin der Gegenwart in Das Orchideenhaus sehr gut gefallen

Julia hat mir als Protagonistin der Gegenwart sehr gut gefallen. Ihre Geschichte ist sehr verzwickt und erfährt am Ende eine überraschende Wandlung, die ich nicht habe kommen sehen. Nachdem sie bei einem Unfall ihre Familie verlor, muss sie den Weg zurück in ihr Leben finden. Dabei unterstützt sie Kit, der mir außerordentlich gut gefallen hat. Er ist ein warmherziger und hilfsbereiter Charakter, der mir beim Lesen viel Freude bereitet hat.

Die Figuren der Vergangenheit der Jahre des Zweiten Weltkriegs sind vielfältig. Am bedeutsamsten sind jedoch Harry, Olivia, Bill und dessen Frau Elsie. Wobei die Handlung nur aus der Perspektive von Harry und Olivia berichtet wird. Olivia ist zu Beginn der Geschichte ein zauberhaftes Mädchen, das ich unheimlich gerne hatte. Ihre Geschichte und Schicksalsschläge haben mich bewegt. Es war stellenweise nicht angenehm ihre Geschichte zu begleiten, da sie gleich an mehreren Stellen von ihr wichtigen Personen hintergangen wird. Harry hingegen war mir anfangs recht sympathisch, wirkte ein wenig zurückhaltend aber sehr fürsorglich. Den Verlauf seiner Geschichte habe ich als ambivalent empfunden, da er einige Entscheidungen trifft, die ich nicht gut heiße, wenngleich ich ihn in gewisser Weise verstehen kann.

In Das Orchideenhaus wurden Vergangenheit und Gegenwart sehr gut zusammengefügt

Die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart wurde sehr überzeugend umgesetzt. Das Orchideenhaus konnte alle offenen Fragen bei mir klären, mich mit einer in sich schlüssigen und konsistenten Lösung überzeugen und zufriedenstellen. Nichts ist unbefriedigender als ein Ende, das im Angesicht des Plots keinen Sinn ergibt. Lucinda Riley konnte aber alle Fäden bündeln und miteinander verweben. Es blieben keine Fragen offen.

Mein Romantikerinnenherz ist ebenfalls voll auf seine Kosten gekommen. Ob allerdings in der Vergangenheit oder Gegenwart, das müsst ihr selbst herausfinden. Mit Das Orchideenhaus habe ich einen facettenreichen und schillernden historischen Roman gelesen, der lebendige Figuren, tolle Handlungsstränge und spannende Plottwists besitzt. Für Freunde von historischen Romanen oder speziell den Romanen von Lucinda Riley eine volle Leseempfehlung!


[Rezension] Black Blade – Das eisige Feuer der Magie

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Titel Black Blade – Das eisige Feuer der Magie
Reihe Black Blade #1
Band 1. Band
Autor Jennifer Estep
Übersetzer Vanessa Lamatsch
Illustrator
Verlag Ivi Verlag
Eschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Fantasy, Jugendbuch
Preis 14,99€
Seitenzahl 368 Seiten
Bewertung
Black Blade – Das eisige Feuer der Magie
Black Blade – Das eisige Feuer der Magie

Als ich in der Buchhandlung dann Black Blade – Das eisige Feuer der Magie entdeckt habe, musste ich es einfach besitzen. Und meiner Neugier sei Dank, musste der erste Band der der Reihe nicht lange auf dem TBR vor sich hin schmollen. Wer diesem Blog schon länger folgt, kennt vermutlich meine Lobeshymnen an Jennifer Esteps Mythos Academy-Reihe. Ich habe ihre Reihe um Gwen Frost förmlich verschlungen und fiebere seitdem jedem neuen Roman entgegen. Spinnenkuss steht ebenfalls gelesen in meinem Regal, der Folgeband wartet bereits in meinem TBR auf mich.

Wenn ich ein Jugendbuch von Jennifer Estep aufschlage, dann erwarte ich eine sympathische, sarkastisch veranlagte und schlagfertige Protagonistin, die oftmals ein Außenseiter ist und besondere Fähigkeiten hat. Klingt auf den ersten Blick ein wenig stereotypisch, nicht wahr? Aber auch nur in der Theorie. In der Praxis hatte ich an keiner Stelle das Gefühl, eine stereotypische Protagonistin vor mir zu haben, die nur eine große Klappe hat. Lila ist eine tolle Protagonistin, die zwar hart tut, aber auch ihre verletzliche Seite hat.

Lila ist eine tolle Protagonistin, die Black Blade – Das eisige Feuer der Magie bereichert

Lilas Familiengeschichte ist nicht sehr schön. In jungen Jahren hat sie ihre Mutter verloren und schlägt sich alleine durch. Wendepunkt ihrer Geschichte ist ein Angriff auf einen jungen Mann, durch den sich ihr gesamtes Leben umkrempelt. Aber nicht, weil sie sich Hals über Kopf in ihn verliebt, sondern weil sie seine Leibwächterin wird. Damit beginnt eine humorvolle Geschichte mit lustigen Wortwechseln, ernsten Untertönen und einer versteckten Melancholie, die mich so in ihren Bann zog, dass ich den Roman binnen drei Tagen durchgelesen hatte.

Lilas Zuhause könnte faszinierender nicht sein, da es dort vor Magie nur so wimmelt. Jennifer Estep hat es mit ihrer Weltkonstruktion und ihrer Idee von Magie geschafft, mich zu begeistern. Ihre Idee ist erfrischend anders und spannend zu entdecken, weshalb ich viel Spaß mit Lila und den anderen Figuren hatte.

Black Blade hat einige überraschende Figuren auf Lager

Das Figurenpersonal ist überschaubar und sehr realistisch konstruiert. Lila hatte mich von der ersten Minute überzeugt. Sie weiß wer sie ist und was sie vom Leben will, ist aber auch realistisch und bodenständig genug, um ihre Lage genau zu kennen. Ihre bissig-sarkastische Art hat mir sehr gut gefallen. Devon hatte mich auch von der ersten Sekunde an überzeugt. In ihm steckt mehr als man zunächst meint. Bei Felix war ich ein wenig ambivalent. Schreibt’s mir gerne in die Kommentare, wenn ihr Black Blade schon gelesen habt und es euch ähnlich ging.

Die Antagonisten der Geschichte haben mir ebenfalls richtig gut gefallen. Sie sind als gefühlskalte Killer sehr gut getroffen, was zur gesamten Mafia-Stimmung passt, die durch den Weltenaufbau initiiert wird.

Insgesamt ist Black Blade – Das eisige Feuer der Magie ein in sich stimmiges Gesamtpaket, das ein tolles Setting, eine super Atmosphäre, interessante Figuren und ein ausgeklügeltes Magiesystem mit sich bringt. Ich bin auf den zweiten Band der Reihe schon mehr als gespannt.


[Rezension] Als der Himmel uns gehörte

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Titel Als der Himmel uns gehörte
Reihe
Band Einzelband
Autor Charlotte Roth
Übersetzer
Illustrator
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Verlag Doemer Knaur Verlag
Genre Historischer Roman
Preis 9,99€
Seitenzahl 608 Seiten
Bewertung
Als der Himmel uns gehörte
Als der Himmel uns gehörte

Ich bin ja eine absolut begeisterte Leserin von historischen Romanen wie Als der Himmel uns gehörte. Besonders das 20. und 21. frühe Jahrhundert haben es mir angetan. Von Charlotte Roth habe ich bisher nur Als wir unsterblich waren gelesen und war absolut begeistert.  Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis ich ein weiteres Werk aus der Feder der Autorin lesen würde.

Okay, ich gebe es zu, die Frage der Zeit hat doch ein wenig länger gedauert als ich es eigentlich wollte. Am 21. Juni 2014 habe ich meine Rezension zu Als wir unsterblich waren veröffentlicht und wartete gespannt auf einen weiteren Band. Jetzt bin ich, auch im Zuge meines TBR-Abbaus, endlich dazu gekommen, Als der Himmel uns gehörte zu lesen. Bereits am Titel lässt sich eine Nähe zwischen den Büchern erkennen, die auch in der Struktur der Bücher zu erkennen ist. Trotz aller Parallelen handelt es sich um zwei eigenständige und sehr unterschiedliche Geschichten.

Inspire a Generation ist der Leitgedanke von Als der Himmel uns gehörte

Die Geschichte von Charlotte Roths Roman teilt sich in zwei Handlungsstränge auf: Der Rahmenhandlung im London aus 2012 und der Binnenhandlung in Berlin während des Dritten Reichs. Wer jetzt schon erschrocken ausrufen will, dass er nicht noch einen Kriegsroman lesen möchte, kann beruhigt sein. In beiden Handlungssträngen geht es hauptsächlich um Sport. Zwar spielt der Zweite Weltkrieg zeitlich in die Geschichte mit ein, ist aber nicht von zentraler Bedeutung. Der Fokus der Handlungen in beiden Zeitachsen liegt auf den Olympischen Spielen.

Die moderne Zeitachse erlebt der Leser mit Jennifer, einer jungen Langstreckenläuferin, die gegen ihre eigenen Dämonen zu kämpfen hat. Leider wurde ich mit Jenny nicht so richtig warm und kam mit ihrer pessimistischen Art nicht so gut klar. Umso glücklicher war ich bei jedem Perspektivwechsel. Es überwiegt ohnehin Albertas Perspektive, die aus meinem Blickwinkel die interessantere Geschichte war.

Die historische Handlung um Alberta war die faszinierendere.

Albertas Geschichte ist sehr speziell. Sie ist eine junge Sportlerin, die sich in einer Zeit größten Wandels – politisch, gesellschaftlich und moralisch – zu Recht finden muss und zeitgleich ihre Träume verfolgen will. Man begleitet sie als Leser auf ihrem Lebensweg, trifft so manch schlechte und gute Entscheidung mit ihr und bangt permanent mit ihr. Vor allem in Liebesangelegenheiten hätte ich Alberta gerne an die Hand genommen, da die Liebesgeschicke der jungen Frau recht kompliziert sind. Ich sage nur: Beziehungskiste lässt grüßen!

Die restlichen Figuren in Albertas Umfeld waren interessant und gut konstruiert. Es gibt eine Menge Figuren, die unerwartete Wendungen mit sich bringen und die Geschichte nachhaltig beeinflussen. Vor allem eine Figur hat mich dabei mehr als nur überrascht.

In Jennifers Umfeld hatte ich nur Interesse an zwei Figuren, Alberta und einem geheimnisvollen Fremden, der für die Geschichte der Rahmenhandlung eine besondere Rolle spielt. Vor allem im Vergleich mit eben jenen Figuren wirkte Jennifer sehr weinerlich und kindlich.

Alles in allem ist Als der Himmel uns gehörte eine Leseempfehlung

Die Zusammenführung beider Stränge war schlüssig und zufriedenstellend, wenngleich mein kleines romantisches Herz ein wenig traurig war. Ich habe eine ehrliche und spannende Binnenerzählung erhalten, die in ihrer Gewichtung die Gegenwart deutlich überwog. Mit Alberta erhält man eine patente und zielstrebige Protagonistin, mit der ich gut zu Recht kam. Alles in allem bin ich mit Als der Himmel uns gehörte sehr zufrieden und kann es Liebhabern von historischen Romanen des 20 und 21. Jahrhundert nur empfehlen.


[Rezension] Bourbon Sins

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Titel Bourbon Sins
Reihe Bourbon-Reihe
Band 2. Band
Autor J.R. Ward
Übersetzer Marion Herbert und Katrin Kremmler
Illustrator
Verlag LYX Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Roman
Preis 12,90€ [RE]
Seitenzahl 540 Seiten
Bewertung
Bourbon Sins
Bourbon Sins

Bourbon Sins, den zweiten Band der Bourbon-Reihe von J.R. Ward, habe ich im Blogger-Newsletter des LYX Verlags gesehen. Ich dachte mir, ich versuche mal mein Glück und frage Boubon Sins an und hatte ein paar Tage später tatsächlich ein Rezensionsexemplar im Briefkasten. Und ich freue mich so unheimlich darüber!

Band zwei der Bourbon-Reihe ist in einem angenehmen Grünton gehalten. Darauf zu sehen ist derselbe junge Mann, der bereits auf dem Cover des ersten Bands zu sehen war. Den Reihencharakter erkennt man deutlich an der Gestaltung des Covers, da der geprägte Titel im Zentrum der Gestaltung steht.

Am Ende von Bourbon Kings ist ein Vorschaukapitel untergebracht, das eine der spannendsten Stellen des Beginns von Band zwei anschneidet und das Interesse des Lesers weckt. Da Band eins jedoch einige Tage vor der Vorschau endet, beginnt Band zwei entsprechend früher, da

die Bücher nahtlos ineinander übergehen. Dementsprechend neugierig war ich, wie und in welcher Weise der Anreißer aus Band eins vorkommt.

Bourbon Sins bietet eine spannende Handlung, vielseitige Figuren

Das Figurenpersonal hat sich im Vergleich zu Bourbon Kings kaum verändert, dafür nimmt die Handlung deutlich an Fahrt auf. Lane entdeckt immer mehr Einzelheiten und auch innerhalb der Familie kommt einiges ins Rollen. Intrigen und Lügen stehen an der Tagesordnung. Vor allem Gins Handlungsstrang hat mich bewegt. Man lernt die luxusliebende junge Frau ein wenig besser kennen, was mich dazu brachte, meine Meinung von ihr um einige Facetten ihrer Persönlichkeit zu ergänzen. Vor allem in Bezug auf ihre Tochter konnte sie mich für sich gewinnen.

Der Handlungsstrang um William Baldwin nimmt gleichermaßen an Fahrt auf wie der um das Familienunternehmen, da beide untrennbar miteinander verwoben sind. Die neuen Erkenntnisse und Wendungen haben mich überrascht, aber nicht schockiert, da Andeutungen vorhanden und erkennbar waren.

Dennoch ist es nicht so, dass man eine übertrieben schnelle Entwicklung hat. Die Geschehnisse sind glaubwürdig und bedingen einander so, dass sie eine durchaus überzeugende Kettenreaktion entstehen lassen, die sich durch den gesamten Roman zieht.

Bourbon Sins überzeugt mit Sprache, Plot und Figuren

Sprachlich konnte mich J.R. Ward in Boubon Sins wieder einmal vollkommen von sich überzeugen. Sie drückt sich gewählt und passend aus, ihre Perspektivwechsel bringen Abwechslung in den Roman und die Beschreibungen passen perfekt. Ihre Figuren sind ebenso stimmig wie Setting und Plot, sodass ich mich sehr auf Band drei freue, der im Dezember erscheinen wird.

Einen kleinen Wehrmutstropfen gab es allerdings und der betrifft Edward. Ich fand seine Entwicklung an einigen Stellen an wenig zu rasant und einfach, weshalb sie mir nicht so schlüssig und passend vorkam.

Alles in allem konnte mich die Fortsetzung der Bourbon-Reihe sehr von sich überzeugen. Ich hatte beim Lesen viel Spaß und bin gespannt, welche Erkenntnisse in Band drei auf uns warten. Besonders spannend finde ich den Handlungsstrang um die Firma der Familie sowie Gins weitere Geschichte. Ich danke dem LYX Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von J.R. Wards Bourbon Sins.


[Rezension] Bourbon Kings

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Titel Bourbon Kings
Reihe Bourbon-Reihe
Band 1. Band
Autor J.R. Ward
Übersetzer Marion Herbert und Katrin Kremmler
Illustrator
Verlag LYX Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Roman, YA
Preis 12,90€
Seitenzahl 528 Seiten
Bewertung

Als ich gesehen habe, dass J.R. Ward eine neue Reihe beginnt, war ich direkt elektrisiert. Bei der besagten Reihe handelt es sich um die Bourbon Kings, deren ersten Band ich innerhalb weniger Tage verschlungen habe und nun für euch besprechen werde.

Der erste Band der Bourbon Kings-Reihe kommt in einem satten Lilaton daher. Zu sehen ist ein gut gekleideter, attraktiver Mann, der vermutlich Lane, den Protagonisten der Reihe, darstellen soll. In erhabenen Buchstaben ist der Titel geprägt, darunter der Autorenname. Vom Aussehen her passt Band eins der Bourbon Kings perfekt zu den Sonderausgaben der Black Dagger-Reihe von J.R. Ward aus dem Heyne Verlag, wodurch die Bücher im Regal perfekt zueinanderpassen werden.

Bourbon Kings
Bourbon Kings

Inhaltlich bewegt sich J.R. Ward mit ihrer neusten Reihe nicht im Fantasybereich, was ihrer Schreibkunst aber keinen Abbruch tut. Die Erzählweise ist gewohnt flüssig und ansprechend, wenngleich der Fokus ein wenig verschoben ist. Während in Black Dagger vor allem Kämpfe und Waffen beschrieben werden, liegt der Fokus bei Bourbon Kings auf Reichtum und der High Society. Dieser Fokus wurde sehr detailliert und glaubwürdig dargestellt und passt perfekt zu den Figuren.

Bourbon Kings ist ein fesselnder Auftaktband

Im ersten Band lernt man gleich eine ganze Menge Figuren kennen. Zunächst wäre da Lane, der nach zwei Jahren Abwesenheit in den Schoß seiner Familie zurückkehrt. Aber keineswegs freiwillig, sondern aufgrund eines Krankheitsfalls. Danach überschlagen sich die Ereignisse. Er trifft auf Lizzie, seine Exfreundin, die auf dem Grundstück seiner Familie als Gartenbauexpertin angestellt ist. Die Chemie zwischen den beiden hat mir von Anfang an gefallen, wobei ich Lizzie zu Beginn noch ein wenig überzeugender fand, da sie gegen Ende ein wenig geschwächelt hat.
Gin, Lanes Schwester, ist eine verwöhnte reiche Tochter, die nicht einen Tag für ihren Lebensstil arbeiten musste und das merkt man ganz deutlich. Dennoch war sie mir nicht unsympathisch. Vielmehr mausert sie sich mit ihrer frechen Art zu meinem heimlichen Liebling.

Im Laufe der Geschichte lernt man noch einige Figuren kennen, die alle ihre Daseinsberechtigung haben. Es würde an dieser Stelle allerdings zu lange dauern, jede Figur zu besprechen. Die Figuren sind in ihrer Konstruktion in sich schlüssig und für das Genre und Setting sehr passend. Keine Figur wirkt unpassend oder deplatziert.

Die Handlung von Bourbon Kings konnte mich ebenfalls überzeugen. Die Handlung entrollt sich kontinuierlich und in einem angenehmen Tempo. Im Zentrum der Handlung steht dabei nicht die Geschichte einer oder zweier ausgewählter Figuren, sondern das Schicksal einer kompletten Familie. So hat man mehrere Figuren, aus deren Blickwinkeln man die Geschichte auch erzählt bekommt und mit denen man hoffen, bangen und lachen kann. Selbst die Antagonisten der Geschichte sind glaubwürdig gestaltet, was für mich immer ein wichtiges Kriterium ist.

Alles in allem bin ich von J.R. Wards neustem Streich begeistert und überzeugt. Sie liefert ein gewohnt begeisterndes und solides Werk ab. Dabei sind Figuren, Setting und Beschreibungen top aufeinander abgestimmt und glaubwürdig. Man muss mit dem Thema High Society kompatibel sein, da einem ansonsten die detaillierten Darstellungen von Reichtum und Luxus in Bourbon Kings abschrecken könnten, da sie doch bei einigen Figuren tief verankert sind.


[Rezension] Muchachas – Nur ein Schritt zum Glück

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Titel Muchachas – Nur ein Schritt zum Glück
Reihe Muchachas-Trilogie
Band 3. Band
Autor Katherine Pancol
Übersetzer Nathalie Lemmens
Illustrator
Verlag Carl’s Books Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Frauenroman
Preis 14,99€
Seitenzahl 514 Seiten
Bewertung
Muchachas - Nur ein Schritt zum Glück
Muchachas – Nur ein Schritt zum Glück

Muchachas – Nur ein Schritt zum Glück in drei Worten?

Lebensbejahend, positiv, bereichernd.

Cover & Gestaltung von Muchachas – Nur ein Schritt zum Glück?

Der Abschlussband der Muchachas-Trilogie ist in einem farbenfrohen Orange gehalten. Die Gesamtoptik passt zu den Vorgängerbänden und ist ebenfalls mit Blüten und den Silhouetten von Frauen verziert. Im Zentrum des Covers stehen Titel und Autorin in einem orangefarbenen Kreis.

Worum geht es in Muchachas – Nur ein Schritt zum Glück?

Da es sich um einen Abschlussband handelt, werde ich an dieser Stelle nicht zu sehr ins Detail gehen. Im Allgemeinen geht es in der Muchachas-Reihe um die Lebensgeschichte mehrere Frauen. Der Leser begleitet die Frauen auf ihrem Lebensweg, trifft mit ihnen gemeinsame Entscheidungen und entschlüsselt, wie die Frauen mehr oder weniger zusammengehören. Im Laufe der Reihe wechseln sich die Erzählperspektiven und Protagonistinnen unregelmäßig ab, gegen Ende wurden aber alle Geschichten erzählt.

Der Schreibstil von Katherine Pancol?

Katherine Pancol verzichtet in ihrer Reihe auf eine klassische Kapitelunterteilung, sodass die Geschichte nahtlos erzählt wird. Durch die Perspektiv- und Figurenwechsel kommt Dynamik auf, die durch den Plot ergänzt und durch die intensive Erzählweise der Autorin zusätzlich unterstützt wird. Katherine Pancol schafft es, eindrücklich die Lebensgeschichten ihrer Protagonistinnen zu erzählen und dabei eine gewisse Leichtigkeit zu bewahren.

Das Figurenpersonal in Muchachas – Nur ein Schritt zum Glück?

Die Figuren in der Muchachas-Reihe sind so vielfältig und unterschiedlich wie das Leben. Sie wirken beim Lesen so echt und realistisch, dass ich das Gefühl hatte, ihnen gegenüber zu sitzen und ihren Geschichten zu lauschen. Dabei ist für jede Leserin eine Protagonistin zum Identifizieren vorhanden, da jede Figur ihren ganz eigenen Charakter hat. Dadurch wird die Erzählung facettenreich und besonders. Besonders spannend finde ich die Entwicklung der Figuren vom Beginn der Geschichte bis zu ihrem Ende. Es ist faszinierend, wie die Handlung Auswirkungen auf viele Figuren hat, wie die Frauen zusammenhängen und was sich im Allgemeinen bei den Figuren entwickelt. Katherine Pancol hat ein dichtes Netz aus Figuren konstruiert, das für einige Überraschungen gut ist.

Positives zu Muchachas – Nur ein Schritt zum Glück?

Mir gefällt an der Reihe, dass die Geschichten und Figuren so real sind, dass sie im Leben tatsächlich vorkommen könnten. Mit haben vor allem der Mut und die Lebensfreude der Figuren imponiert, die sie selbst in schweren Situationen nicht vergessen. Als Leser erhält man so viele unterschiedliche Blickwinkel, Denkweisen und Meinungen, dass der eigene Horizont augenblicklich erweitert wird. Die Reihe regt zum Nachdenken an. Außerdem habe ich tiefe Dankbarkeit für meine Situation empfunden, vor allem im Vergleich mit Stella und ihrer Mutter.

Empfehlung zu Muchachas – Nur ein Schritt zum Glück?

Die Muchachas-Reihe ist eine sehr besondere Buchreihe wie man sie nur selten in den Händen hält. Sie ist unfassbar gut konstruiert, hat tolle Figuren, bewegende Geschichten und bietet einen Mehrwert. Auch regt sie einen zum Denken an. Hier meine Rezension zu Band eins, hier findet ihr Band zwei.

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[Rezension] Der Gaukler und die Tänzerin

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Titel Der Gaukler und die Tänzerin
Reihe
Band Einzelband
Autor Nicole Steyer
Übersetzer
Illustrator
Verlag Knaur Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 10,99€ [LE]
Seitenzahl 544 Seiten
Bewertung
Der Gaukler und die Tänzerin
Der Gaukler und die Tänzerin

Der Gaukler und die Tänzerin in drei Worten?

Begeisternd, spannend, historisch.

Cover & Gestaltung von Der Gaukler und die Tänzerin?

Das Cover von Der Gaukler und die Tänzerin wirkt sehr passend historisch, sodass von Anfang an klar ist, in welcher Epoche der Leser sich bewegt. Die kombinierten Bilder ergeben gemeinsam ein stimmiges Gesamtbild, das alle wichtigen Aspekte des Romans auf dem Cover abbildet. Die Farbgebung ist typisch für das Genre und sehr angenehm.

Worum geht es in Der Gaukler und die Tänzerin?

Im Roman geht es um die junge Zigeunerin Suni, die ein dunkles Geheimnis birgt. Ihre Vergangenheit kommt Stück für Stück ans Licht und sie muss sich entscheiden, ob sie sich ihr stellt oder flüchtet. Als dann ein Freund aus Kindertagen auf der Bildfläche erscheint, beginnt für Suni ein gefährlicher Abschnitt, da sie wieder in den Fokus alter Feinde gerät.

Der Schreibstil von Nicole Steyer?

Nicole Steyer erweckt das 18. Jahrhundert in ihrem Roman so gekonnt zum Leben, dass ich mir ihre anderen Werke auch gleich auf die Wunschliste setzen musste. Die Ausdrucksweise der Figuren, ihre Gedankengänge, die Städtenamen, die Beschreibungen – einfach alles ist historisch korrekt dargestellt ohne gewollt altertümlich und antiquiert zu wirken. Mir hat die Balance aus historischen Personen und Begebenheiten und fiktiven Figuren und Handlungen sehr gefallen. Dabei schafft es die Autorin, ihrem Werke eine gewisse Leichtigkeit zu geben.

Das Figurenpersonal in Der Gaukler und die Tänzerin?

Für mich war Protagonistin Suni eine sehr diffizile Persönlichkeit. Was nicht zuletzt an ihrer Geschichte liegt. Ich habe sie direkt ins Herz geschlossen und wollte, dass sie den richtigen Weg geht und die Wahrheit ans Licht bringt. Ihr Weg und ihre Entwicklung innerhalb des Romans sind sehr realistisch gehalten und ich muss sagen, dass mir ihr Ich am Ende sehr gut gefallen hat.
Mathis ist ebenfalls ans Herz gewachsen. Zwar entwickelt er sich weniger stark als Suni, aber dennoch sieht man einen deutlichen Unterschied.
Die Nebenfiguren wie Sunis Familien, Mathis‘ Zirkuskumpanen und Sunis Reisegesellschaft haben mir alle außerordentlich gut gefallen. Die Antagonisten waren sehr schön beschrieben und dargestellt, was auch für alle anderen Figuren gilt.

Positives zu Der Gaukler und die Tänzerin?

Mir hat gefallen, dass Der Gaukler und die Tänzerin sehr angenehm zu lesen war und dennoch historisch korrekt ist. Namen, Ausdrucksweisen, Beschreibungen, einfach alles ist stimmig und ansprechend. Dabei werden historische Figuren gekonnt eingebracht und im Rahmen der Handlung eingebunden. Man hat zu keiner Zeit das Gefühl, dass das Buch gewollt mittelalterlich oder antiquiert ist. Man kommt gut voran und wird durch die spannende Handlung angespornt weiterzulesen.

Empfehlung zu Der Gaukler und die Tänzerin?

Ich kann Der Gaukler und die Tänzerin allen treuen Lesern historischer Romane empfehlen. Die Handlung ist spannend und facettenreich, dabei historisch genau und unterhaltsam. Ich danke Lovelybooks und dem Droemer-Knaur Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Leseexemplars für die Leserunde von Der Gaukler und die Tänzerin auf Lovelybooks.