[Blogtalk am Wochenende] #2

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blogtalk-wochenende_logo01Guten Morgen ihr Lieben!
Der Blogtalk am Wochenende hat eine Veränderung erfahren. Statt wöchentlich bei Sandra zu erscheinen, wird der Blogtalk nun von Sandra und Philip im wöchentlichen Wechsel veröffentlicht. Das neue Banner könnt ihr schon sehen. Beim Draufklicken werdet ihr zum aktuellen Artikel, sprich zum jeweiligen Blogger kommen. Ich freue mich auf jeden Fall sehr, dass der Blogtalk am Wochenende weiterhin wöchentlich erscheint. Alle zwei Wochen hätte ich sehr schade gefunden, habe ich das Format doch auf Anhieb so lieb gewonnen. Und neue Blogger kennenzulernen ist doch ein super Nebeneffekt! Allerdings gibt es eine weitere Neuerung: Statt der kürzlich auf 5 erhöhten Beitragsteile gibt es nun nur noch drei. Und der dritte variiert von Woche zu Woche.

#1 Offlinegeplauder

Ich habe bisher leider nur recht wenig vom sonnigen Wochenende mitbekommen. Arbeit und Uni haben gerufen und so war ich bisher ein wenig gefangen. Auch heute werde ich das tolle Wetter wohl nur durch das Fenster bewundern können. Was natürlich nicht heißt, dass ich nicht draußen gewesen wäre. Mein Freund und ich haben uns ein super leckeres Eis gegönnt und haben ein wenig die Sonne genossen. Nach der Univorbereitung heute sollte sich auch noch die eine oder andere Minute finden lassen, in der man rausgehen und die Sonne genießen kann.

Meine Woche war ansonsten recht ereignislos, sieht man von einer super Veranstaltung ab, auf der ich am Donnerstag mit meinem Freund war. Die Rede ist von #watch22, einer Ausstellung, die sich mit den Themen Datenschutz, Kunst und Kultur auseinandersetzt. Vom 09.05.2015 bis zum 07.06.2015 hatte die Ausstellung ihre Pforten geöffnet. Mitten in meiner Heimatstadt Mainz im 22. Stockwerk der höchsten Gebäude der Stadt wurden 22 Künstler mit unterschiedlichsten Kunstwerken ausgestellt. Thematisch drehte sich alles um den Datenschutz, allerdings hätten die Kunstwerke unterschiedlicher nicht sein können.

Die Ausstellung war als Rundgang angelegt, der mit einem eindrucksvollen Exponat begann: Nora Peters „Eye could see“. Der Besucher sieht zunächst nur eine elektronische Strickmaschine, die Teil einer interaktiven Installation ist. Interaktiv deshalb, weil die Maschine die Iris des Besuchs scannt und dann zu stricken beginnt. Beendete Strickaugen lagen bereits am Boden, sodass man die Detailgetreuheit der Stickereien bewundern konnte.

Das zweite Exponat konnte mich sehr von sich einnehmen: Gregor Kuschmirz „Die scheue Kamera“. Kameras nehmen alles und jeden auf, doch diese nicht. Die Installation ist schlicht und einfach. Nur eine Kamera in einem kleinen Raum. Nähert man sich dieser Kamera jedoch, so tut sie alles, um den Eindringling nicht zu filmen. Da mein Freund und ich beide in der Nähe der Kamera standen war die kleine ziemlich überfordert, keinen von uns aufzuzeichnen. Meinen Freund hat es dann doch ab und zu erwischt.

Eine dritte Idee, die ich ebenfalls sehr gelungen finde, ist Michael Wolffs „Die Tränen des Narziss“. Viele kennen die Geschichte von Narziss, der, von einem Pfeil des Eros getroffen, sich an einem See in sein eigenes Spiegelbild verliebt und, unfähig sich zu rühren, dort schließlich stirbt und zu einer Blume wird. Gekreuzt mit dem Thema Datenschutz und Privatsphäre erhält man eine simple wie auch eindrucksvolle Installation. Zu sehen ist lediglich eine Tür mit Schlüsselloch. Die Faszination, durch ein Schlüsselloch zu spähen, dürfe jedem bekannt sein. Und wenn es nur am Weihnachtsabend als Kind war, wenn man das Christkind erwischen wollte. Doch die Installation überrascht: Der Spähende erspäht sich selbst. Durch eine geschickte Spiegelanordnung erhält man einen Blick auf sich selbst wie man gerade durch das Schlüsselloch schaut. Doch der Spiegel zerrt das Bild so, dass man sich selbst beobachtet fühlt. Eine wahrhaft meisterhafte Installation.

Auch die restlichen Ausstellungen waren faszinierend und regen einen zum Denken an. Was hinterlasse ich alles im Internet? Wie sicher gehe ich mit meinen Daten um?

#2 Netzfundstücke der Woche

Dieses Mal habe ich in dieser Kategorie zwei Videos. Nachdem die Woche unter dem Stern des Datenschutzes stand, passen auch die beiden Videos ganz gut ins Gesamtbild. Beide Videos thematisieren YouTuber, aber auch Blogger, und ihre Auswirkung auf ihre junge Fanbase. Verstehen Jugendliche Produktplazierung, wenn sie nicht angezeigt wird? Wie gehen die Jugendlichen damit um, dass jemand ein bestimmtes Produkt empfiehlt? Da macht man sich auch so seine Gedanken, wie das mit dem eigenen Buchblog ist. Ich kennzeichne alle Rzensionsexemplare in meinen Rezensionen mit einem [RE] bei der Preisangabe und danke dem jeweiligen Verlag für die Bereitstellung. Ist das dann schon Productplacement? Ich hoffe nicht. Wobei man Bücher und Make-Up wohl kaum miteinander vergleichen kann, oder doch?

Das erste Video, das ich euch zu sehen ans Herz lege, stammt von der Internetseite GründerSzene. Es geht dabei um den neuen Film über YouTuber und bildet einen wunderbaren Konstrast zum nachfolgenden Thema. Es hat mir gefallen, dass YouTuber mal privater beleuchtet und auch Probleme angesprochen werden. Wie gehen die Menschen hinter den Kanälen mit dem Rummel um ihre Person um? Was halten sie von dem ständigen „Du musst aber“ ihrer Zuschauer um?

Das zweite Fundstück ist weniger schön. Es handelt von Schleichwerbung im Netz, die sowohl auf YouTube als auch auf Blogs immer weiter zu nimmt. In der ZDF Sendung Frontal21 wurde darüber bereichtet. Hier findet ihr den Ausschnitt über Schleichtwerbung, Produktplacement und die Wirkung auf Jugendliche, was ich im Allgemeinen alles sehr interessant finde.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir eure Meinung zu diesem Thema darlegen würdet. Findet ihr, dass Rezensionsexemplare Produktplazierungen sind? Müssen sie deutlicher gekennzeichnet werden? Wann ist ein Blogger für euch gekauft? Eure Meinung dazu bitte in die Kommentare!

#3 Video der Woche

Zum Abschluss gibt es mein absolutes Lieblingsvideo. Ich mag die Minions so sehr und kann ihren ersten eigenen Film kaum noch erwarten. Daher zum Abschluss der Woche ein Minions-Video.


[Blogtalk am Wochenende] #1

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blogtalk-wochenende#1 Offlinegeplauder

Da ich heute zum ersten Mal mitmache, und auch in Zukunft plane, den Blogtalk am Wochenende als eine Art Wochenrückblick zu gestalten, werdet ihr heute nichts über meine Wochenendplanung erfahren, sondern über mein erlebtes Wochenende.

Die Buchmesse in Mainz dominierte meine Planung der vergangenen Woche. Am Wochenende war es dann endlich soweit und gemeinsam mit meinem Freund besuchte ich die regionalorientierte, knuffige Buchmesse in meiner Heimat. Dabei kam auch ein sehr angenehmes Bloggertreffen zustande, durch das ich einige Blogger, die ich schon länger online kenne und auch einige unbekannte Gesichter kennenlernen konnte. Der Messetag war wirklich angenehm und stressfrei, da die recht kleine Mainzer Messe einem viel Raum für Gespräche und Entdeckungen lieferte.

#2 Netzfundstück der Woche

Zugegeben, mit dieser Kategorie werde ich mich wohl in Zukunft ein wenig herumschlagen. Für diese Woche habe ich nur ein Netzfundstück, da ich diesen Artikel recht spontan schreibe. Mein Netzfundstück ist ein Artikel, beziehungsweise ein Video zur Herstellung von Knuspermüsli. Ich war es leid, überteuerte und zu süße Produkte zu kaufen, die ich schlussendlich nicht zu Ende esse und anderweitig verarbeiten muss. Da kam die Idee des selbstgemachten Knuspermüslis gerade recht. Individualisierbar, an alle Allergien und Unverträglichkeiten anpassbar hat mich dieses Müslirezept überzeugen können: Knuspermüsli!

Zum anderen hat heute ein von mir sehr gerne gelesener Blog Geburtstag, der sein 5jähriges Jubiläum mit einer tollen Verlosung feiert. Herzlichen Glückwunsch Kleinrbrina!

#3 Video der Woche

Wenn ich mit Themengebiet #2 ab und an in Bedrängnis geraten werde, so wird dieser Themenbereich das absolute Sorgenkind sein. Im Videobereich bewege ich mich stark bei den Let’s Plays und kann weniger mit Dokumentationen oder interessanten Videos aufwarten. Daher möchte ich euch auf das von Sandra verlinkte Video über Astrid Lindgren aufmerksam machen, deren wunderbare Geniusgestalt Pippi Langstrumpf vor kurzem 70 Jahre alt wurde. Und das, ohne auch nur ein bisschen zu altern! In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch!

#4 Diskussionsstoff der Woche

Bevor ich auf den aktuellen Diskussionsstoff der Woche von Sandra, Socialmedia und ihre Benutzung, eingehe, würde ich gerne etwas zum Thema der vergangenen Wochen schreiben, das die Bloggerszene noch immer bewegt.
Immer wieder werden Diskussionen laut, in denen es um die Rolle der Buchblogger, neuerdings auch die der „Literaturblogger“ geht. Blogger gewinnen an Bedeutung für Verlage und deren Bücher, und je mehr sie in den Fokus der Verlage rücken, desto stärker werden sie auch kritisch beäugt. Gerade die Diskussion um die Objektivität und Professionalität der Blogger, gerade im Vergleich zu Literaturkritikern, stand im Vordergrund jüngster Dispute.

Ich persönlich blogge, da es für mich ein Hobby ist. Es ist Teil meines Lebensmittelpunktes geworden, weil ich den Austausch zwischen den verschiedenen Bloggern sehr zu lieben und schätzen gelernt habe. Es macht mir Spaß, Rezensionen anderer Blogger zu lesen, ihre Buchempfehlungen zu durchstöbern und mich durch ihre Blogs zu klicken. Warum muss dann dieser Konkurrenz- und Machtkampf entstehen? Mich persönlich kümmert es nicht, wie groß ein Blog ist, wie viele Leser er hat, welchen Radius er erreicht. Mir ist wichtig, dass der Blog mit Liebe und Spaß geführt wird. Dass der Blogger auch Interesse an einem Austausch mit mir hat. Ich bin nicht gerne Klickvieh, das nicht weiter beachtet wird. Ja, ich brauche auch Zeit, um auf meinem Blog hinterlassene Kommentare zu beantworten und das tut mir leid. Aber manchmal ist das Privatleben einfach so umfangreich und vollgepackt, dass der Blog ruhen muss. Das kommt vor. Dennoch passiert es, dass man gar keine Antwort erhält, was ich sehr schade finde.
Mir persönlich ist es ebenfalls nicht wichtig, wie professionell oder objektiv ein Blogger ein Buch bewertet und rezensiert. Wir bloggen über Bücher aus Leidenschaft, weil wir gerne lesen und uns mit anderen darüber austauschen. Was ist falsch daran, wenn man sagt, dass einem ein Buch aus bestimmten, teils auch persönlichen Gründen nicht zusagen konnte? Wir sind alle Menschen. Ich bemühe mich in meinen Rezensionen stets, ein gutes Gleichgewicht aus objektiver Analyse, angelehnt an mein Studium, und subjektiver Wahrnehmung zu erlangen. Ich will selbst keine formelhafte Analyse des Buchs lesen, ich will wissen, ob mir das Buch gefallen könnte. Ich will schließlich von meinem analysereichen Studium abschalten und mich bei einem guten Buch entspannen können. Und ein gutes Buch bedeutet nicht immer nur didaktisch wertvoll, sondern ist auch eines, das mit unterhalten und mir beim Entspannen helfen kann. Und das liefern natürlich sowohl die professionellen Kritiker als auch die Blogger. Warum dann diese Rivalitäten? Ich lese beides gerne. Ich lese oft mehrere Meinungen zu ein und demselben Buch, bis ich es dann schlussendlich wirklich selbst lese. Auch die für mich erst kürzlich entdeckte Unterteilung in Literatur- und Buchblogger leuchtet mir nicht ein. Bücher sind Literatur. Der Grad an didaktischem Anspruch variiert und auch ihr Gehalt für die Persönlichkeitsbildung kann durchaus diskutiert werden. Aber gerade dafür gibt es die Unterteilung in Genre. Ist ein Buch keine Literatur, nur weil es Fantasyliteratur ist? Wo ziehe ich dann den Grad? Ist alles, was Unterhaltungsliteratur ist, nicht lesenswert? Und wer bestimmt so etwas? Wenn Unterhaltungsliteratur keine Literatur ist, warum wird sie dann in Buchform gedruckt, von Verlagen vertrieben und gelesen? So ziemlich alles auf der Welt hat seinen Platz, und es gibt durchaus wichtigeres, worüber man sich den Kopf zerbrechen kann.

Auch die Übersetzer-Diskussion ist nicht an mir vorüber gegangen. Übersetzer leisten wichtige Arbeit. Und auch oftmals sehr gute Arbeit. Andernfalls könnten wir einen Großteil der Literatur auf dem deutschen Markt nicht lesen. Im Zuge meines Studiums dufte ich in einigen Übersetzungsseminaren selbst literarische Texte übersetzen und kann die Schwierigkeiten dessen ein wenig erahnen. Bereits damals hatte ich überlegt, Übersetzer und Illustratoren in meinen Rezensionen zu nennen. Die Idee wurde dann jedoch durch Uni und andere Dinge in den Hintergrund verdrängt und erst vor ein paar Tagen durch die Aktualität des Themas wieder aufgegriffen. Übersetzer und Illustratoren leisten großartige Arbeit. Auch wenn ich persönlich keinen Lieblingsübersetzer nennen kann, so viele Gedanken hatte ich mir über das Thema bisher noch nicht gemacht und sortiere auch meine Leseliste nicht an ihren Übersetzern, so weiß ich doch, dass ich die Arbeit der Übersetzer nicht unterschätzen darf. Aktuell darf „Der kleine Prinz“ neuübersetzt werden. Ich hatte einige der neuen Übersetzungen in der Hand, die alle gut gemacht sind, an mein Kindheitsideal der Übersetzung von Grete und Josef Leitgeb, die ich stellenweise auswendig aufsagen kann, nicht erreichen können. Daher möchte ich Übersetzern und Illustratoren in meinen Rezensionen einen Platz geben und werde sie unterhalb der Autoren in meinen Rezensionsboxen aufführen und nennen. Meine Art der Hommage an einen wichtigen, aber recht wenig betrachteten Berufszweig.

Ich wollte einmal meine Meinung zu diesen Themen darstellen. Ich freue mich immer gerne über eure Meinungen und würde mich über einen Kommentar zum Austausch freuen. Ich persönlich bin gerne Bloggerin, liebe den Austausch mit anderen Bloggern und Lesern und freue mich über jede neue Buchempfehlung, und sei sie noch so subjektiv geschrieben.

Sandra hat diese Woche die Socialmedia-Plattformen zur Diskussion freigegeben. Ich persönlich tummele mich, ähnlich wie Sandra, ebenfalls mehr auf Twitter als auf Facebook. Twitter ist für mich direkter, kommunikativer, offener und schnelllebiger als Facebook. Facebook mag auch seine positiven Seiten haben, dennoch nutze ich vor allem auch für meinen Blog hauptsächlich Twitter. Ich setze mir dabei keine Followergrenze, jedoch sortiere ich ab und zu schon aus, wem ich noch folgen möchte. Ich entwickele mich weiter, ebenso wie die Menschen, denen ich folge. Und manchmal passt es dann einfach nicht mehr. Dann sortiere ich einige Accounts gegebenenfalls auch mal aus. Es ist eher selten, kommt aber dennoch vor.

Wie handhabt ihr Socialmedia?

#5 Currently reading: Was liest du gerade?

Diese Woche habe ich so einiges gelesen. Neben „Dunkelsprung“ von Leonie Swann, das ich direkt durchgelesen und geliebt habe, verschlang ich gestern an nur einem Tag „Addicted to you – Atemlos“ von M. Leighton und inhaliere gerade „Amokspiel“ von Sebastian Fitzek. Für ein Uniseminar durfte ich dann, passend zum Geburtstag der Protagonstin Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ lesen. Eine wirklich lesereiche Woche!

Was habt ihr so gelesen, bzw. was lest ihr gerade?