[Rezension] „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“

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Titel „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“
Reihe
Band
Autor Stefan Bonner & Anne Weiss
Übersetzer
Illustrator
Verlag Knaur Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Sachbuch
Preis 16,99€
Seitenzahl 272 Seiten
Bewertung ....

„Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“ in drei Worten?

Begeisternd, humorvoll, liebevoll.

Cover & Gestaltung von „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“?

„Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“ ist die Verkörperung der Achtziger: Schrille Farben, abgefahrene Mischungen, eine Kassette als Cover und unheimlich liebevolle Bilder im Inneren. Das Äußere des Buchs ist ein absoluter Hingucker, das Buch ist einfach nicht zu übersehen. Mit seinen knalligen Farben springt das Buch einen bereits optisch an. Der Inhalt ist genauso liebevoll und passend gestaltet, wie das Cover. Was steht mehr für die Achtziger als eine Kassette? Wem hier noch mehr Dinge wie Rollschuhe, Joysticks und ähnliches einfällt, darf sich auf einige Details innerhalb des Buchs freuen, da viele kleine Bildchen den Text zieren.

Worum geht es in „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“?

Der Titel sagt es bereits, die Autoren Stefan Bonner und Anne Weiss schreiben in ihrem Sachbuch eine Liebeserklärung an die Achtziger, die stellenweise sehr humorvoll, aber durch und durch ehrlich gestaltet ist. Man spürt die Liebe zu ihrem Lieblingsjahrzehnt, aber auch die Hoffnungen, Ängste und Entwicklungen der Zeit. Das Buch schildert authentisch die Sichtweise einiger Kassettenkinder, die ich als Kind der Neunzigerjahre bedingt aus der eigenen Kindheit kenne und unterschreiben kann. Somit eignet sich „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“ nicht nur für wahre Kassettenkinder, sondern auch Spät-Kassettenkinder.

Der Schreibstil von Stefan Bonner und Anne Weiss?

Die beiden Autoren haben einen sehr angenehmen Schreibstil. Das Buch ist locker und flockig geschrieben, die Wortwahl ist angenehm leicht. Das Buch fließt dadurch nur so dahin. Besonders toll fand ich die vielen geistreichen kleinen Anmerkungen und Kommentare, die eingebauten Zitate und die Leichtigkeit, die das Buch durch den Schreibstil mit sich bringt.

Positives an „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“?

Das Buch ist eine einzige Zeitreise. Zwar bin ich kein Kind der Achtziger, aber auch ich konnte einige Dinge meiner Kindheit entdecken, in ihnen schwelgen und mich in der Zeit zurücksetzen lassen. Ich habe einiges über dieses einzigartige Jahrzehnt gelernt, was mich im Nachhinein sehr gefreut hat. Das Buch hilft einem stellenweise auch dabei, einige Entwicklungen der heutigen Zeit besser zu verstehen, da man ihren Ursprung findet, sowie sich über einige Dinge mehr Gedanken zu machen. Es ist dennoch ein wirklich unterhaltendes und humoristisches Sachbuch, das einem schöne und lustige Lesestunden beschert. Die Gestaltung des Buchs mit kleinen Zeichnungen und Zitaten aus den Achtzigern zeigt die liebevolle Arbeitsweise.

Empfehlung zu „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“?

Ich kann dieses Buch natürlich allen echten Kassettenkindern empfehlen. Aber auch Kassettenkindeskinder wie ich können dieses Buch problemlos lesen, lieben und nachvollziehen. Ich danke Tanja! sehr dafür, denn ohne ihr Gewinnspiel hätte dieses Schätzchen nie den Weg in mein Bücherregal gefunden.


[Rezension] „Erika Mustermann“

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Titel „Erika Mustermann“
Reihe
Band Einzelband
Autor Bettina Peters
Übersetzer
Illustrator
Verlag Eden Books Verlag
Erschienen als Taschenbuch, e-book
Genre Humor, Roman
Preis 9,95€ [RE]
Seitenzahl 262 Seiten
Bewertung ....

„Erika Mustermann“ in drei Worten?

Humorvoll, charmant, sarkastisch.

Cover & Gestaltung von „Erika Mustermann“?

Sowohl Cover als auch Gestaltung von „Erika Mustermann“ ist vor allem eines: typisch Deutsch! Gartenzwerge, ein perfekt getrimmter Rasen, blauer Himmel und eine perfekte Hecke. Das Bild des deutschen Schrebergartens. Wäre das nicht eine perfekt manikürte Hand, die einen Hammer auf den überrascht schauenden Gartenzwerg niedersausen lässt. Das Innere des Buchs ist recht schlicht gehalten. Die Kapitelüberschriften greifen den Stil des Titels auf, was die Gestaltung in sich stimmig erscheinen lässt.

Worum geht`s in „Erika Mustermann“?

Wer kennt sie nicht, Erika Mustermann? Überall lächelt sie uns an, wenn es um Personalausweise zur Altersabfrage im Supermarkt geht oder Verträge geht. Doch wie sieht es hinter der perfektesten Frau Deutschlands aus? Dieser Frage hat sich Bettina Peters angenommen, die in ihrem Roman „Erika Mustermann“ eine humorvolle Geschichte erzählt, die bereits im Prolog unheimlich belustigend beginnt. Wenn Gartenzwerge fliegen lernen, gibt es Scherben. Diese Scherben wieder zusammenzusetzen, darum geht es gewissermaßen im Romangeschehen.

Der Schreibstil von Bettina Peters?

„Erika Mustermann“ ist das erste Buch, das ich von Bettina Peters lese. Aber ich bin sehr von ihrer Art zu schreiben begeistert. Sie schreibt erfrischend, sarkastisch und schafft es, ihrer Geschichte eine gewisse Geschwindigkeit zu geben. Der Roman liest sich flüssig und problemlos. Wortwahl und Satzlänge variieren je nach Figur, was ich persönlich immer sehr schön finde.

Das Figurenpersonal in „Erika Mustermann“?

Ich mag ja sarkastische Protagonisten und Figuren, weshalb ich mit Erika unheimlich gut zu Recht kam. Besonders in Kombination mit einem gewissen Mann innerhalb der Romanhandlung konnte ich mich vor Lachen kaum halten. Die beiden Figuren verbindet eine gewisse Spannung, die sehr vielversprechend ist.
Besonders gut gefallen hat mir die Verbindung zwischen eigener Figur und weitbekannter Werbefigur in Erika. Sie wandelt auf einem schmalen Grat zwischen Statistik und eigener Persönlichkeit. Sehr angenehm ist auch der Ausgang des Balanceaktes, der der Hauptaspekt des Romans ist.

Positives über „Erika Mustermann“?

Ich konnte mich köstlich über den Roman amüsieren. Überall begegnet man Statistiken und Erika als fleischgewordener Bestätigung selbiger. Dass das zu humorvollen Begegnungen mit Erikas Umwelt führt, ist nur eine Frage von Sekunden. Auch der Plot und vor allem das Ende des Romans konnten mich für sich begeistern.

Empfehlung zu „Erika Mustermann“?

„Erika Mustermann“ ist genau das richtige Buch für eine Leseflaute, trübe oder triste Tage, wenn man dringend etwas zum Lachen braucht. Mich persönlich hat es aus einer Leseflaute gerettet und mir die Lesezeit versüßt. Ich danke dem Eden Books Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Leseexemplars innerhalb der Lovelybooks Leserunde zu „Erika Mustermann“.


[Monatsstatistik] Oktober 2016

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Hallöchen ihr Lieben und willkommen zu einer neuen Monatsstatistik!

Der Oktober stand ganz im Sinne Zukunft. Es gab einiges einzuleiten, loszuschicken und abzuwarten, was sich stellenweise noch in die kommenden Wochen ziehen wird. Ich hoffe sehr, dass mein Warten sich lohnt und ich bald mein Zeugnis und einiges mehr in Händen halten darf. Mit neuer Freizeit ausgestattet, kam ich endlich wieder richtig zum Lesen. Entspannende Lesephasen wechselten sich mit ebenso entspannenden Strickphasen ab. Alles in allem stand der Oktober ganz im Sinne der inneren Ruhe.

Gelesene Bücher

58. „Bella Germania“ von Daniel Speck, 622 Seiten, 5/5
59. „Erika Mustermann“ von Bettina Peters, 262 Seiten, 4/5
60. „Falkenherz – Bewährung der Schildmaid“ von Katharina Münz, 408 Seiten, 5/5

61. „Black Dagger – Rhage & Mary“ von J.R. Ward, 608 Seiten, 5/5

So wurden es dann doch 4 Bücher, von denen einige wirklich seitenstark sind. Gefallen haben sie mir alle ziemlich gut. Ich habe also nichts zu bemängeln und bin rundum glücklich. Die beiden Leserundenbücher haben mir tolle und fruedige Lesestunden bereitet, mit Falkenherz habe ich ein heiß ersehntes Rezensionsexemplar verschlungen und mit Black Dagger ein Buch von TBR befreit, das bereits länger ein Schattendasein fristen musste.

Neuzugänge

1. „Muchachas – Tanz in den Tag“ von Katherine Pancol
2.
„Die Töchter der Tuchvilla“ von Anne Jacobs

Zwei Neuzugänge, die mich sehr freuen. Den ersten Band der Tuchvilla-Saga hat mir ausgesprochen gut gefallen, sodass ich auf den zweiten Teil der Trilogie sehr gespannt bin. Ich kann es kaum abwarten, mich darin zu vertiefen. Das zweite Buch ist ein Auftaktband einer weiteren Trilogie, deren dritten Teil ich vor geraumer Zeit gewonnen habe. Der Ordnung halber möchte ich die Reihe natürlich von vorne beginnen.

Challenges

A Cup of English Reads: Abgebrochen!
Gegenwartsliteratur und Klassiker-Challenge: + 2 Bücher = 26/150 Büchern
Golden Backlist-Challenge: + 0 Bücher = Muss noch aktualisiert werden!
Serienkiller-Challenge: +1 Reihe fortgeführt = 1 beendete, 4 aktive Reihen
Spar-Challenge: + 2€ = 31€
Weltenbummler-Challenge: + 14 Punkte = 173 Punkte
100 Bücher-Challenge: + 0 Bücher = 37/100 Büchern

Ich habe endlich meine Challenges aktualisiert. In den letzten Unimonaten war es einfach zu stressig, um jede Challenge im Auge behalten zu können. Allerdings kann ich mit Sicherheit sagen, dass die Englischlese-Challenge katastrophal in die Hose gegangen ist. Ich habe dieses Jahr nicht ein englisches Buch gelesen, dafür aber aktuell sehr viele Mangas. Mein Ziel für das kommende Lesejahr ist es, auch Bücher auf Englisch zu lesen. Zu gerne würde ich einige Klassiker in ihrer Originalsprache lesen.

Leseliste November

Draußen wird es nun früh dunkel und sehr kalt. Die perfekte Zeit für Bett, Buch, Tee und Kekse. Von meiner Leseliste aus dem letzten Monat habe ich nur ein Drittel geschafft, da mein Stimmungslesebauch mir dazwischen gefunkt hat. Für den November steht einiges auf dem Plan:

1. „Nach dem Sommer“ von Maggie Stiefvater
2. „Ruht das Licht“ von Maggie Stiefvater
3. „In deinen Augen“ von
Maggie Stiefvater
4. „Das Gold des Meeres“ von Daniel Wolf

5. „Astrid Lindgren“ von Jens Andersen
6. „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“ von Jonas Jonasson
7. „Muchachas – Tanz in den Tag“ von Katherine Pancol
8. „Die Töchter der Tuchvilla“ von Anne Jacobs

Ich bin gespannt, wieviele der Bücher ich schaffen werde. „Das Gold des Meeres“ habe ich bereits begonnen und verschlinge Seite um Seite. „Astrid Lindgren“ und „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“ habe ich vor längerem einmal begonnen, denke aber, dass ich unmittelbar anknüpfen und weiterlesen kann. Die Mercyfalls-Reihe steht weiterhin auf der Liste, zudem dann auch meine beiden Neuzugänge.


[Rezension] „Weil ich ein Dicker bin“

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Titel „Weil ich ein Dicker bin“
Reihe
Band Einzelband
Autor Bertram Eisenhauer
Übersetzer
Illustrator
Verlag C. Bertelsmann Verlag
Erschienen als Hardcover mit Schutzumschlag
Genre Sachbuch
Preis 19,99€ [RE]
Seitenzahl 336 Seiten
Bewertung ....

„Weil ich ein Dicker bin“ in drei Worten?

Emotional, erleuchtend, eindrücklich.

Cover & Gestaltung von „Weil ich ein Dicker bin“?

Das Cover im Allgemeinen ist sehr hell und freundlich gestaltet. Zu sehen ist ein Elefant, der auf einer Bank sitzt und den Horizont betrachtet. Neben Fernweh überkommt mich beim Anblick des Buchs eine gewisse Melancholie, die ich vor allem nach der Lektüre des Buchs besser zuordnen kann. Die Gestaltung ist sachlich und klar, ohne überflüssigen Schnickschnack oder Verzierungen.

Worum geht es in „Weil ich ein Dicker bin“?

Bertram Eisenhauer berichtet in „Weil ich ein Dicker bin“ über sein Leben als Übergewichtiger. Jedem dürften die Gedanken bekannt sein, wenn man ein wenig zugenommen hat, die Lieblingshose nicht mehr passt oder man sich in der Umkleidekabine in ein Teil zu zwängen versucht, das eigentlich die richtige Konfektionsgröße haben sollte, Bertram Eisenhauer kennt diese Probleme in einem stärkeren und viel frustrierendem Ausmaße. Er nimmt den Leser mit auf eine 52 Wochen andauernde Reise durch sein Leben, seine Diätversuche, seine Beziehungen und seinen aktuellen, begleiteten Abnehmversuch. Dabei schildert er mit einer gewissen Selbstironie, viel Charme und Charisma von den Dingen, die ihn zu einem Dicken gemacht haben. Es hat mich tief bewegt, wie ehrlich Bertram Eisenhauer mit seinen Lesern ist. Ich hatte das Gefühl, dass er stellenweise ausblendet, dass das von ihm Geschriebene veröffentlich wird. Es hat den Charakter eines sehr intimen Tagebuchs, das man zum Lesen in die Hand gedrückt bekommt. Er durchleuchtet sich, seine Vergangenheit und seine Gewohnheiten sehr genau, zeigt dabei aber vor allem das Schicksal der Übergewichtigen. Wie es ist, sich nicht mehr alleine richtig anziehen zu können. Wie sehr die abschätzigen Blicke, die einem „pummeligen“ Menschen schon zusetzen, verletzen und nachwirken, teilweise noch Wochenspäter dein Selbstwertgefühl zerstören, sofern davon noch die Rede sein kann, und dich noch tiefer in deine Spirale treiben. Er spricht auch von der Verzweiflung der Verwandten, die mit einem an Übergewicht leidenden Menschen zusammenleben, ihre Hilfs- und Ausweglosigkeit, ohne dabei mitleidheischend zu sein. Er spricht offen und ehrlich über die Folgen und Konsequenzen des Übergewichts und darüber, welchen Anteil die Gesellschaft daran hat.
Ich möchte euch nichts vorweg nehmen, ihr sollt den Inhalt selbst erschließen. Mich jedenfalls hat der Inhalt, seine Lebensgeschichte in Abschnitten, sehr berührt und bewegt.

Der Schreibstil von Bertram Eisenhauer?

Man merkt es Bertram Eisenhauer deutlich an, dass er Redakteur in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist. Sein Schreibstil ist flüssig, sachlich und dennoch packend. Er schreibt humorvoll und emotional, ohne dem Leser ein bestimmtes Gefühl aufzupfropfen. Er lockert einige der Stellen, die mir besonders an die Nieren gingen, gekonnt auf und schafft es, eine Bandbreite von Eindrücken, Gedanken und Gefühlen widerzugeben.

Empfehlung zu „Weil ich ein Dicker bin“?

„Weil ich ein Dicker bin“ hatte mich von seiner Thematik direkt angesprochen. Bertram Eisenhauer erzählt offen und ehrlich von seinem Erlebnisse, genauer von seinem Leben und eröffnet einem als Leser einen anderen Blickwinkel. Das Thema Gewicht ist für kaum jemanden ein angenehmes Thema, erst recht nicht, wenn es als krankhaft oder abnormal gewertet wird. Wenn es aber wirklich gesundheitsgefährdende Ausmaße annimmt, wird er wahrhaft ernst. Und aus dieser Perspektive wirft Bertram Eisenhauer seine Lebensgeschichte und Eindrücke in die Waagschale. Er hat es bei mir geschafft, ein neues Bewusstsein bezüglich der Thematik Gewicht/Übergewicht zu erlangen. Ich danke dem C. Bertelsmann Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Weil ich ein Dicker bin“.


[Monatsstatistik] August 2016

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Hallöchen ihr Lieben!

Und zack – da ist es auch schon September. Die Zeit zerrinnt einem zwischen den Fingern, und das Gefühl ist mehr als unangenehm. Latente Panik schiebt sich ein, das Großprojekt für die Uni will fertig werden. Dafür wird die Zeit langsam eng. Gelesen habe ich daher diesen Monat fast nur solche Bücher, die mir bei meiner Arbeit helfen. Doch auch privat ist das eine oder andere dazu gekommen. Immerhin, der Kopf möchte ja auch entspannen.

Gelesene Bücher

53. Kräuter der Provinz“ von Petra Durst-Benning, 512 Seiten, 4.5/5
54. „Eleanor & Park“ von Rainbow Rowell, 368 Seiten, 5/5
55. „Weil ich ein Dicker bin“ von Bertram Eisenhauer, 336 Seiten, 4/5
56. „Unsterblich – Tor der Nacht“ von Julie Kagawa, 544 Seiten, 5/5

Ich habe euch in diese Liste die mittelalterlichen Romane mal ausgespart, da ich sie ohnehin in keiner Liste führe. Sollte aber Interesse bestehen, kann ich gerne mal eine Reihe zur volkssprachlichen Literatur des Mittelalters verfassen, in der ich die bekanntesten Romane des Mittelalters mal bespreche. Schreibt es mir doch gerne in die Kommentare.

Ansonsten war der August wieder leseintensiver. 4 Bücher privat mit 1760 Seiten, dazu noch 4 versreiche höfische Romane und 1 Epos, damit kann ich mehr als zufrieden sein. In die endgültige Wertung gehen aber nur die privaten Bücher mit ein, die sich – gerade im Vergleich zu den Vormonten – mal wieder auf dem Weg der Besserung zeigt. Für den September kann ich aber vorhersagen, dass die Lesezeit noch weniger werden wird, aber bald ist es vorbei.

Neuzugänge

Hatte ich in den letzten Monaten keine Neuzugänge, so hatte es der August geburtstagsbedingt in sich.

1. „Das Ungeheuer“ von Terézia Mora
2. „Spinnentanz“ von Jennifer Estep
3. „Ein Sams zu viel“ von Paul Maar

4. „Grimms Kinder- und Hausmärchen Band 1“ von Hans und Jakob Grimm

5. „Grimms Kinder- und Hausmärchen Band 2“ von Hans und Jakob Grimm
6. „Grimms Kinder- und Hausmärchen Band 3“ von Hans und Jakob Grimm
7. „Baudolino“ von Umberto Eco
8. „Die tödlichen Talente des Mr. Diehl“ von Bradford Morrow

9. „Unsterblich – Tor der Nacht“ von Julie Kagawa
10. „Bella Germania“ von Daniel Speck

 

Challenges

Meine Challenges müsste ich im Oktober, wenn der ganze letzte Unistresse vorbei ist, mal wieder ordentlich einpflegen und aktualisieren. Momentan ist die Zeit einfach zu strak begrenzt, der Tag zu kurz für alles, was ich mir vornehme. Daher setze ich die Challenges in der Statistik nun mal aus.

Leseliste September

Im September werde ich, so befürchte ich zumindest, kaum zum Lesen kommen. Vielleicht schaffe ich mir kleinere Zeitfenster, in denen ich lesen werde, das wäre jedenfalls sehr wünschenswert. Geplant habe ich, meine noch begonnenen Bücher zu beenden, auch wenn diese nicht zur neuen Sub-Abbau-Extrem Monatsaufgabe passen. Da sie aber bereits vor dem 01. September begonnen waren, sollte das kein Problem sein. Ansonsten werde ich ein wenig nach Lust und Laune lesen.


[Rezension] „Gone Cat“

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Titel „Gone Cat“
Reihe
Band Einzelband
Autor Sam Gasson
Übersetzer Ann-Kathrin Schwarz
Illustrator
Verlag LYX Egmont
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Krimi
Preis 14,99€
Seitenzahl 352 Seiten
Bewertung ....

„Gone Cat“ in drei Worten?

Abwechslungsreich, überraschend, spannend.

Das Cover?

Ist das Cover von „Gone Cat“ nicht ein absoluter Blickfang? Und der rote Buchschnitt erst, absolut bezaubernd. Ich muss zugeben, ich mag die Gestaltung des Covers von „Gone Cat“. Zwar ist es sehr schlicht, wenn man genauer hinsieht findet man jedoch verspielte Details. Am genialsten finde ich die Schnurrhaare von Mildred, der verschollenen Katze des Romantitels.

Die Handlung/Das Setting von „Gone Cat“?

Jim Glew ist Privatdetektiv im Ruhestand. Sein Sohn Bruno tritt in seine Fußstapfen als seine Katze Mildred verschwindet als eine Nachbarin brutal ermordet wird. Der Clou an der Sache ist: Brunos Katze trägt ein Kamerahalsband und war am Tatort.

Mir hat die Grundidee der Geschichte unglaublich gut gefallen, weshalb ich mich direkt für die Leserunde auf Lovelybooks bewerben musste. Der Leser erfährt eine spannende Detektivgeschichte in einem ruhigen Vorort mitten in England. Gemeinsam mit Bruno, seinem Vater und der Polizei geht der Leser auf Tätersuche und geht damit so mancher falschen Fährte auf den Leim. Zumindest ging es mir jedes Mal so.

Der Schreibstil von Sam Gasson?

Der Schreibstil ist erfrischend und leicht. Er ist recht sachlich und zurückgenommen, wirkt stellenweise angemessen kindlich – da einige Passagen aus der Sicht des 11jährigen Bruno erzählt werden. Allerdings lag genau da für mich stellenweise ein Problem: Bruno schwankt zwischen extremer Sachlichkeit und normaler Kindlichkeit. Der Schreibstil in seiner Wortwahl passte für mich nicht mit der Denk- und Sichtweise eines Kindes zusammen. Ansonsten konnte mich der Schreibstil jedoch mitreißen und zum Weiterlesen animieren.

Die Figuren in „Gone Cat“?

Mit Bruno hatte ich leider so meine Probleme. Bruno ist die Hauptfigur des Romans, zumindest fühlte es sich für mich so an. Leider war Bruno für mich eine Art Kippfigur, vor allem im Gegensatz zu seinem Vater Jim. Bruno fehlte an einigen Stellen die Kindlichkeit. Welcher normale Junge steckt es einfach so weg, der Ermittler eines brutalen Mordes zu werden? Er erfährt und sieht Dinge, die andere Kinder traumatisieren würde – und bleibt dabei vollständig gelassen. Das hat für mich einfach nicht zu seinem Alter gepasst. Wäre er so um die 17 Jahre alt gewesen, hätte ich das leicht akzeptieren können. Umso deutlicher wird dieser Bruch, wenn Bruno sich Dinge, die er nicht kennt, typisch kindlich erklärt. Sein Vater Jim hatte dafür Züge von Kindlichkeit, die seinem Sohn fehlten. Daher kamen mir die beiden wie Kippfiguren vor: Während der Vater in den sicheren Schoß der Familie zurückkehrt und seinen Beruf des Privatdetektivs aufgibt, setzt sich sein Sohn an dessen Stelle. Leider konnte die Mutter auch nicht so wirklich bei mir punkten, beschwert sie sich doch über die Aktivitäten ihres Sohnes ohne etwas auszurichten. Dennoch konnten die Figuren mich von sich überzeugen.

Positives über „Gone Cat“?

Ich fand es klasse, dass ich jeder falschen Fährte auf den Leim gegangen bin. Es gibt einige Wendepunkte innerhalb der Geschichte, die ich jedes Mal vollkommen falsch gedeutet habe. Zwar haben mich einige Aktionen der Figuren verstört zurückgelassen – anderen Teilnehmern der Leserunde mag es eventuell bei dem Videomaterial der Mordnacht ähnlich gegangen sein – allerdings konnten mich der Plot und die Wendungen von sich überzeugen. „Gone Cat“ ist ein Krimi, daher gibt es keine Nerven zerfetzende Spannung, dafür mehrere kleinere Spannungsbögen, die dazu führen, dass man das Buch weiterlesen muss, um den Mörder zu entlarven.

Kritik an „Gone Cat“?

Für mich haben einige Dinge im Schreibstil und der Verhaltensweise der Figuren nicht zusammengepasst. Leider hat mich das stellenweise aus dem Lesefluss gerissen, da ich ziemlich irritiert von einigen Unstimmigkeiten war. Ansonsten bekommen Krimiliebhaber mit „Gone Cat“ einen gut recherchierten und cleveren Krimi.

Empfehlung zu „Gone Cat“?

Trotz persönlicher Irritationen konnte mich „Gone Cat“ von sich überzeugen. Mir haben vor allem Bruno und sein Vater gefallen, die mit viel Scharfsinn und Witz dem Mörder auf die Schliche kommen. Vor allem Bruno begleitet den Leser auf so manche falsche Fährte, sodass ich mir nicht allzu unwissend vorkam. Durch spannende Wendungen und einige kleinere Überraschungen schafft es „Gone Cat“, den Leser auf eine abenteuerliche Mordaufklärung mitzunehmen.


[Monatsstatistik] April 2016

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Hallöchen ihr Lieben!

Der April hatte für mich gute Bücher, neue Buchzugänge ohne TBR-Zählung und tolles Wetter bereit gehalten. Zwar gab es auch unschöne Momente, aber die gehören einfach zum Leben dazu. Wie war euer (Lese-)Monat so?

Gelesene Bücher

33. „Das Flugverhalten der Schmetterlinge“ von Barbara Kingsolver, 464 Seiten, 4/5
34. „Ranma 1/2 Happosais Rache“ von Rumiko Takahashi, 192 Seiten, 5/5
35. „Ranma 1/2 Ranmas Wiedergeburt“ von Rumiko Takahashi, 192 Seiten, 5/5
36. „Ranma 1/2 Der letzte Wunsch“ von Rumiko Takahashi, 192 Seiten, 5/5
37. „Der Winterpalast“ von Eva Stachniak, 544 Seiten, 4.5/5
38. „Der Tod des Iwan Iljitsch“ von Leo Tolstoi, 96 Seiten, 3/5
39. „Ranma 1/2 Die letzte Wahl“ von Rumiko Takahashi, 192 Seiten, 5/5
40. „Ranma 1/2 Nabikis Falle“ von Rumiko Takahashi, 192 Seiten, 5/5
41. „Gone Cat – Die stumme Zeugin“ von Sam Gasson, 352 Seiten, 4/5

9 Bücher, 2416 gelesene Seiten, aber nur 7 Bücher zählen für die Sub-Abbau-Challenge. Uni-Bücher möchte ich einfach nicht auf meinen Mount TBR aufhäufen, ich schaffe sie ja nicht freiwillig an, und auch Leserundenbücher nehme ich von der Zählung aus. Diese sind zeitlich gebunden, haben einen besonderen Stellenwert und gehen oft mit Gewinnen einher. Daher zähle ich sie werde als Zu- noch als Abgang. Die Aufgabe habe ich diesen Monat auch schaffen können, da ich meine begonnenen Bücher beendet und nur Bücher unter 300 Seiten angefangen bzw. durchgelesen habe. Vor allem bei meiner Reihenanschaffung Ranma konnte ich große Fortschritte erzielen.

Neuzugänge

1. „Mörder Anders nebst seinen Freunden und dem einen oder anderen Feind“ von Jonas Jonasson [RE]
2. „Kräuter der Provinz“ von Petra Durst-Benning [RE]

Nur zwei Neuzugänge diesen Monat, auf die ich mich wirklich gefreut habe. Ein Neuzugang ist sogar schon direkt gelesen worden, der andere kommt auch bald dran.

Challenges

Bücherkultur-Challenge: +0 Bücher = 25/150 Büchern gelesen
Cup of English Reads: +0 Bücher = 0 gelesene Bücher
Golden Backlist: +1 Buch = 22 gelesene Bücher
Serienkiller-Challenge: +1 Reihe weitergelesen = 3 beendete Reihen
Spar-Challenge: +4,50€ = 20,50€
Weltenbummler-Challenge: +29 Punkte = 116 Punkte

Leseliste Mai

Die Sub-Abbau-Challenge Aufgabe für den April erlaubt uns einen Buchkauf pro Tag oder Shoppingtour, allerdings müssen diese außerhalb der digitalen Bücherwelt stattfinden. Eine sehr schöne Aufgabe, wie ich finde. Im Mai werde ich, trotz zu beginnender Masterarbeit und dazugehörigen Unibüchern, verstärkt versuchen zu lesen. Auf dem Plan stehen meine Leserunden-Bücher, die einen besonderen Stellenwert innehaben, dazu noch ein paar Bücher meiner aktuellen Mangareihe Ranma 1/2, Biografien von Astrid Lindgren und Marcel Reich-Ranicki und phantastische Jugendbücher. Letztere dann für schöne Leseabende zuhause im Bett.

Was habt ihr im April gelesen? Was plant ihr für den Mai? Unternehmt ihr schöne Dinge, wenn das Wetter mitspielt? Lest ihr draußen?


[Rezension] „Das Flugverhalten der Schmetterlinge“

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Titel „Das Flugverhalten der Schmetterlinge“
Reihe
Band Einzelband
Autor Barbara Kingsolver
Übersetzer Sylvia Spatz
Illustrator
Verlag C. Bertelsmann Verlag
Erschienen als Hardcover mit Schutzumschlag
Genre Belletristik
Preis 19,99€ [RE]
Seitenzahl 464 Seiten
Bewertung ....

„Das Flugverhalten der Schmetterlinge“ in drei Worten?

Wissenschaftlich, nachdenklich, positiv.

Das Cover von „Das Flugverhalten der Schmetterlinge“?

Das Cover von „Das Flugverhalten der Schmetterlinge“ ist sehr schön anzuschauen. Darauf kann man die Monarchfalter, die heimlichen Protagonisten des Werks, sehen. Sie sind einfach wunderschön anzuschauen. Der Hintergrund ist hell gehalten, die Schriftzüge in rot und blau, das Buch selbst erstrahlt in einem warmen Orangeton.

Die Handlung/Das Setting von „Das Flugverhalten der Schmetterlinge“?

Der Leser landet in der wenig aufregenden Welt der Dellarobia Turnbow, Hausfrau und Mutter. Ihre Ehe und ihr Leben engen sie ein, also beschließt sie, fortzugehen. Doch dann entdeckt sie die Monarchfalter und tritt eine Welle los, die niemand hätte vorhersehen können. An diesem Punkt setzt dann langsam die eigentliche Handlung ein. Versteckt hinter einer Familiengeschichte spielt sich die wahre Handlung ab: Die Folgen der Verunreinigung der Erde durch alles, was der Mensch herstellt. Es geht um das diffizile Gleichgewicht der Welt und dass es bereits fünf nach zwölf ist. Der Mensch hat den Weckruf verpasst, andere müssen dafür bezahlen.
Vermittelt wird diese Botschaft durch Dellarobia, die im Laufe des Buchs immer mehr zu sich selbst zurückfindet.

Der Schreibstil von Barbara Kingsolver?

Mir hat Barbara Kingsolvers Schreibstil sehr gefallen. Das Buch ist etwas Besonderes, für das man eine besondere Lesestimmung braucht, ansonsten funktioniert es einfach nicht. Zumindest bei mir, weshalb ich tatsächlich fünf Leseansätze brauchte, um das Buch dann auch endlich zu Ende zu lesen. Das liegt an der besonderen Atmosphäre, die vor allem auch durch den Schreibstil getragen wird. Er ist flüssig und ruhig, nicht aufregend oder spannungsgeladen, aber auch nicht wissenschaftlich Dröge. Er ist bildlich, vor allem wenn Dellarobia Ovid in Alltagssprache übersetzt. Auch die wissenschaftlichen Teile haben mir gefallen. Sie waren gut eingebunden und für Menschen ohne Ahnung von Biologie sehr gut transkribiert.

Die Figuren „Das Flugverhalten der Schmetterlinge“?

Ich bin ehrlich, nicht alle Figuren fand ich sympathisch. Einige kamen mir recht flach vor, was aber auch daran liegen kann, dass die Protagonistin Dellarobia keine wirkliche Bindung zu ihnen hat. Oder aber es liegt daran, dass die Schmetterlinge die eigentlichen Protagonisten sind, was andere Figuren zu unwichtigen Statisten macht, die nicht genauer ausgearbeitet und betrachtet werden müssen. Diese Frage sollte aber jeder für sich klären. Dellarobia war mir zu Beginn ein wenig unsympathisch, empfand ich sie doch als anstrengend und schwierig. Schwierig fand ich auch die restlichen Bewohner, die als streng religiös beschrieben werden, alles als Gottes Wille hinnehmen und nichts hinterfragen. Aus diesen Menschen sticht Dellarobia jedoch deutlich hervor. Sie hinterfragt, will Dinge wissen und nicht nur glauben. Das hat mir sehr geholfen, sie immer mehr zu mögen. Letztendlich konnte Dellarobia mich mit ihrer Entwicklung überzeugen, verkörpert sie gegen Ende des Romans doch eine gänzlich andere Lebensweise und Einstellung.

Positives über „Das Flugverhalten der Schmetterlinge“?

Ich hatte zunächst etwas ganz anderes erwartet, als ich im Anschluss bekommen habe. Doch darüber bin ich sehr froh. Ich habe ein Buch mit kritischen Tönen und schönen Farben bekommen, das einem klarmacht, dass es so nicht weitergehen kann, die Hoffnung jedoch noch nicht aufgegeben werden muss. Es regt zum Nachdenken an, veranschaulicht viele Dinge, die für manch einen schwer zu fassen sind und lässt einen doch die Hoffnung nicht aufgeben. Die menschliche Tragödie im Vordergrund, tritt stellenweise gekonnt hinter der versteckten Botschaft zurück – zumindest habe ich dies so empfunden.

Ebenfalls gut fand ich den Einbezug der Wissenschaft. Wissenschaft wird hier als etwas vermittelt, dass es sich zu verstehen versuchen lohnt. Es ist nichts Eitles oder Abgehobenes daran, Wissenschaftler zu sein. Vor allem Dellarobia trägt dazu bei, dass Ovids Aussagen allgemeinverständlich werden.

Empfehlung zu „Das Flugverhalten der Schmetterlinge“?

Ich kann „Das Flugverhalten der Schmetterlinge“ allen empfehlen, die ernsthaftere Töne in Büchern gern haben, da nicht nur die Geschichte von Dellarobia, sondern auch die der Monarchfalter leider nicht allzu positiv und fröhlich ist. Allerdings besteht in beiden Fällen Hoffnung auf ein Happyend, weshalb es zwar zum Nachdenken anregt, einen aber nicht in Depressionen verfallen lässt. Lest bitte einfach in dieses Buch rein, denn es bietet euch mehr, als ihr auf dem ersten Blick erahnen könnt.

Ich danke dem C. Bertelsmann Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Das Flugverhalten der Schmetterlinge“.


[Monatsstatistik] März 2016

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Hallöchen ihr Lieben und willkommen zur [Monatsstatistik] März 2016!

Der März war noch weniger lesereich als der März. Unglaublicherweise ist es sonst genau umgekehrt. Aber diesen März hatte ich zwei Abgaben und zwei vorzubereitende Arbeiten, die erledigt oder begonnen werden wollten, da muss man dann eben mal auch Abstriche machen. Dafür hatte ich tolle Bücher, die mir den Tag versüßen konnten!

Gelesene Bücher

28. „Ein Streuner kehrt heim“ von Andy Trout, 384 Seiten, 4/5
29. „Der Herr der Diebe“ von Cornelia Funke, 400 Seiten, 5/5
30. „Die Buchspringer“ von Mechthild Gläser, 384 Seiten, 4/5
31. „Talon – Drachenzeit“ von Julie Kagawa, 560 Seiten, 5/5
32. „Unsterblich – Tor der Dämmerung“ von Julia Kagawa, 608, 4/5

2336 Seiten konnte ich meinem Lesekonte verbuchen. Das sind fast so viele wie im Februar, trotz 2 Büchern weniger. Für den April wird es in der ersten Hälfte vermutlich nicht besser werden, da noch immer eine Abgabe und zwei vorzubereitende Arbeiten auf meinem Soll stehen, aber abends will ich jetzt immer ein wenig lesen, zudem kommen die Fahrten zur Uni ja wieder hinzu, wobei ich sicherlich die eine oder andere Seite lesen werde.

Neuzugänge

1. „Unsterblich – Tor der Dämmerung“ von Julia Kagawa [RE]
2. „Weil ich ein Dicker bin“ von Bertram Eisenhauer [RE]

Nur zwei Neuzugänge diesen Monat, auf die ich mich wirklich gefreut habe. Ein Neuzugang ist sogar schon direkt gelesen worden, der andere kommt auch bald dran.

Challenges

Bücherkultur-Challenge: +0 Bücher = 25/150 Büchern gelesen
Cup of English Reads: +0 Bücher = 0 gelesene Bücher
Golden Backlist: +1 Buch = 21 gelesene Bücher
Serienkiller-Challenge: +2 Reihe begonnen = 3 beendete Reihen
Spar-Challenge: +2,50€ = 16,00€
Weltenbummler-Challenge: +15 Punkte = 87 Punkte

Leseliste April

Die Sub-Abbau-Challenge Aufgabe für den März regt uns dazu an, Bücher mit weniger als 300 Seiten zu lesen. Die habe ich, muss sie nur in dem riesigen Stapel finden. Deswegen finde ich die Aufgabe wirklich gut. Zudem kann ich dünnere Bücher mit Leichtigkeit in meine Unitasche stecken. Ein dünnes Büchlein fällt da nicht weiter ins Gewicht. Allerdings werde ich erst die aus dem März mitgenommenen Bücher beenden, die es von der Seitenzahl gesehen schon in sich haben. Aber danach wird radikal gelesen!


[Rezension] „Unsterblich – Tor der Dämmerung“

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Titel „Unsterblich – Tor der Dämmerung“
Reihe Unsterblich
Band 1. Band
Autor Julia Kagawa
Übersetzer Charlotte Lungstraß
Illustrator
Verlag Heyne Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Phantastik, Dystopie, Jugendbuch
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 608 Seiten
Bewertung ....

„Unsterblich – Tor der Dämmerung“ in drei Worten?

Anders, spannend, dystopisch.

Das Cover von „Unsterblich – Tor der Dämmerung“?

Julia Kagawas Vampirroman „Unsterblich – Tor der Dämmerung“ erschien zunächst als Hardcover mit einem wesentlich helleren Cover, auf dem man Allie, die Protagonistin des Buchs erkennen konnte. Das Taschenbuchcover ist wesentlich düsterer. Der größte Teil des Covers ist schwarz, man sieht an rotes Auge in Nahaufnahme. Und ich finde, das es von der Atmosphäre, die durch das Cover verbreitet wird, wesentlich besser zum Inhalt der Geschichte passt.

Die Handlung/Das Setting von „Unsterblich – Tor der Dämmerung“?

Wir befinden uns in einer dystopischen Welt mit phantastischen Elementen. Die Menschen sind versklavt, Vampire herrschen und Verseuchte stiften Angst und Unruhe. In dieser Welt lernen wir Allie kennen, die am Rande der Zivilisation lebt. Der Weltaufbau hat mir gefallen. Die dystopische Stimmung ist greifbar und gut durchdacht. Hoffnung ist ein Fremdwort für die Protagonistin, weshalb es für mich besonders spannend war, sie auf ihrem Abenteuer zu begleiten. Als dann etwas Schreckliches passiert, nimmt die Geschichte erst ihren Lauf.

Der Schreibstil von Julie Kagawa?

Nachdem ich „Talon – Drachenzeit“ von Julie Kagawa gelesen hatte, war ich so in ihrer Art zu schreiben und zu erzählen gefangen, dass ich einfach nicht anders konnte, als das einzig andere Werk der Autorin von meinem Mount TBR zu befreien. Ich konnte in der Welt aufgehen, abtauchen und habe es geschafft, den Löwenanteil des Buch binnen eines Tages zu verschlingen. So viel zum Thema angenehmer Schreibstil. Fesselnd wäre die passendere Bezeichnung.

Die Figuren in „Unsterblich – Tor der Dämmerung“?

Allie war für mich ein faszinierender Charakter. Ihre toughe Seite hat mir imponiert, ihr Schicksal mein Mitgefühl geweckt. Der erste Abschnitt der Geschichte war für mich dennoch nur eine Art Einführung und Vorbereitung für das, was da noch kommen sollte. Denn erst im Laufe der Geschichte konnte ich so richtig mit Allie warm werden. Natürlich hatte sie vorher Schicksalsschläge zu erdulden gehabt, und ihr Leben war bei weitem nicht einfach, aber erst die Begegnung mit Kanin hat sie mir nahebringen können. Und Kanin selbst ist mein heimlicher Liebling der Geschichte. Von Selbsthass zerfressen, einzelgängerisch aber dennoch menschlich konnte er mich einfach von sich begeistern. Ich mag ihn. Und sein Schicksal brennt mir unter den Nägeln, sodass ich momentan am liebsten den zweiten Teil in Händen halten würde.
Ansonsten konnten mich Zeke, Caleb und Darren überzeugen. Der kleine Caleb ist einfach zuckersüß, Darren ein cooler Kerl und Zeke, der ist ein ganz anderes Thema. Er konnte mich charakterlich vollkommen überzeugen. Ruth und Jeb hingegen machten es mir sehr schwer. Jeb sollte im Laufe des Buchs seine Chance bekommen, aber Ruth… sie und ich, das wurde nichts.

Positives über „Unsterblich – Tor der Dämmerung“?

Mir hat der komplett andere Plot dieses Vampirromans außerordentlich gut gefallen. Julie Kagawas Vampire sind eine Mischung aus Mythen und moderner Interpretation, ohne in Klischees abzurutschen. Sie sind mächtig, brutal, machthungrig und unersättlich, können aber auch ganz anders. Dass Vampire nicht stereotyp das Böse waren, Figuren sich entwickeln durften, zudem wurde deutlich Abstand von der romantisch-morbiden Kitschversion von Vampiren genommen. Das hat mich wirklich ungeheuer begeistert. Auch, dass die Welt düster und beinahe komplett hoffnungslos ist, war für mich etwas Neues. Ich begrüße jede Plotidee, die neu, erfrischend und außergewöhnlich ist.

Empfehlung zu „Unsterblich – Tor der Dämmerung“?

Ich kann das Buch allen Lesern empfehlen, die Interesse an einer gut ausgearbeiteten Vampirdystopie haben. Eine leichte Liebesgeschichte gibt es, die jedoch nicht zu viel Raum einnimmt. Zudem gibt es genug Raum für Charakterentwicklung, da sich der Plot stellenweise ein wenig langsamer aufbaut. Dennoch ist das Buch spannend und fesselnd. Ich danke dem Heyne Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Unsterblich – Tor der Dämmerung“.