[Rezension] Black Dagger – Rehvenge & Ehlena

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Titel Black Dagger – Rehvenge & Ehlena
Reihe Black Dagger
Band 7. Band
Autor J.R. Ward
Übersetzer Corinna Vierkant
Illustrator
Verlag Heyne Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Roman, Fantasy, Erotikroman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 928 Seiten
Bewertung .....

Black Dagger – Rehvenge & Ehlena in drei Worten?

Düster, überraschend, fesselnd.

Cover & Gestaltung von Black Dagger – Rehvenge & Ehlena?

Band 7 reiht sich perfekt in die Covergestaltung der Vorgängerbücher an. Schwarzer Hintergrund, graue Musterung und ein erhabener, farblich gestalteter Titel. Im Fall von Black Dagger – Rehvenge & Ehlena in pink. Die gesamte Reihe der Sonderausgaben in ihrem düsteren Schwarz wirkt edel und aufgeräumt. Mir gefällt das schlichte Design sehr viel besser als die typischen Cover des Erotikgenres mit halbnackten Frauen und Männern. Geschmackvoll, stilvoll und edel heben sich die Bänder der Black Dagger in meinem Bücherregal ab.

Worum geht es in Black Dagger – Rehvenge & Ehlena?

Band 7 handelt, wie der Titel es schon erahnen lässt, von Rehvenge und Ehlena. Strenggenommen ist Rehvenge kein Teil der Bruderschaft, steht den Brüdern allerdings durch seine Schwester Bella sehr nahe. Daher freut es mich, ein wenig mehr über den stillen und geheimnisvollen Rehvenge zu erfahren, dessen größtes Geheimnis bereits in früheren Bänden gelüftet wurde. Im Fokus des Romans steht – vor allem im Vergleich zu den anderen Büchern – nicht nur die Beziehung von Rehvenge und Ehlena, sondern auch die Weiterentwicklung der Hauptgeschichte. Von Band zu Band verschiebt sich der Fokus zu einem ausgeglichenen Verhältnis aus Fokussierung auf das angekündigte Paar und dem Rest der Figuren sowie den Plot. Mit gefällt diese Balance sehr gut, da sie Spannung erzeugt und mich dadurch zum Weiterlesen animiert.

Der Schreibstil von J.R. Ward?

Da sich der Schreibstil kaum verändert (was auch an der Übersetzung liegen kann) habe ich nichts zu beanstanden. In wenigen Worten: Ich bin absolut begeistert von Schreibstil, Wortwahl und Perspektivwechsel sowie angepasster Ausdrucksweise je nach Figur. Einfach perfekt.

Das Figurenpersonal in Black Dagger – Rehvenge & Ehlena?

Von Buch zu Buch wird das Figurenpersonal der Black Dagger größer und größer. Aber dabei wird es nicht unübersichtlich. Es herrscht eine tolle Balance aus neuen Figuren, aktuellen Protagonisten und bereits näher behandelten Figuren, die alle ihre Position innerhalb der Gesamthandlung haben und unabdingbar sind. Rehvenge ist eine sehr interessante Figur. Bei früheren Auftritten hatte er mich bereits interessiert und nach diesem Band kann ich euch sagen, dass er eine wahrhaft fesselnde Figur ist. Besonders schön finde ich seine fürsorgliche Seite, die bereits im Band um seine Schwester Bella deutlich zu Tage tritt. Ehlena hingegen ist mir vorher nie bewusst aufgefallen, umso schöner war es, sie als Figur wahrzunehmen. Sie hat eine große innere Stärke, ist eine besonnene Figur und konnte mich vollauf von sich überzeugen.

Positives als Black Dagger – Rehvenge & Ehlena?

Ich kann mich hier nur wiederholen: Black Dagger wird unter anderem als Erotikroman ausgeschrieben. Im Gegensatz zu vielen anderen Werken des Genres, die ich bereits gelesen habe, hebt sich J.R. Wards Reihe deutlich ab. Die Männer mögen zwar klischeehaft gestaltet sein, was Ehre, Stärke, Kraft und Mut angeht, auch sind sie alle natürlich – genrespezifisch – sehr nett anzuschauen, aber keinesfalls wird die Frau als Objekt angesehen. Hat einer der Brüder seine wahre Gefährtin gefunden, geht er für sie durchs Feuer. Die Gefährtin ist das wichtigste Gut des Bruders, schützens- und liebenswert. Sie werden nicht diskriminiert oder untergeordnet. Im Gegenteil: Die Frauenfiguren in Black Dagger sind starke und selbstbewusste Frauen. Natürlich gibt es das Klischee des gebrochenen Kämpfers, der viele schlimme Dinge durchgemacht hat und alle Welt mies behandelt und durch die wahre Liebe geheilt wird, aber eben auf andere Art. Die Frauen in Black Dagger lassen sich nicht als Eigentum behandeln. Sie animieren Frauenfiguren ohne diesen Antrieb dazu, so zu werden. Dabei findet allerdings auch kein Männerbashing statt. Beide Parteien behandeln einander mit größtem Respekt und Zuneigung, was der Grund dafür ist, dass sich diese Reihe so abhebt.

Empfehlung zu Black Dagger – Rehvenge & Ehlena?

Ich kann auch Band 7 uneingeschränkt allen Fans von Fantasyromanen mit Vampiren, Action und Liebe empfehlen. Der Erotikanteil der Reihe schwankt von Buch zu Buch, ist dabei aber immer sehr geschmack- und stilvoll. Wer die Reihe noch nicht kennt, sollte mit Band 1 beginnen und eine neue Welt des Erotikgenres für sich entdecken. Ich danke dem Heyne Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal herzlich für die Breitstellung eines Rezensionsexemplars von Black Dagger – Rehvenge & Ehlena.

Weitere Rezensionen zu Black Dagger:

Black Dagger – Nachtjagd
Black Dagger – Blutopfer
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Black Dagger – Zsadist & Bella
Black Dagger – Butch & Marissa
Black Dagger – Vishous & Jane
Black Dagger – Phury & Cormia


[Rezension] Gezeichnete des Schicksals

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Titel Gezeichnete des Schicksals
Reihe Midnight Breed
Band 7. Band
Autor Lara Adrian
Verlag LYX
Erschienen als Taschenbuch
Genre Fantasy, Mystery
Preis 9,95€
Seitenzahl 384
Bewertung ....

Das Buch in drei Worten?

Wild, überraschend, Zwillingsschicksal.

Wie war die Handlung?

In diesem Band stand einer der neueren Krieger im Vordergrund: Kade. Er muss in seine Heimat zurück, um bestialische Morde zu untersuchen, die ins Schema der Rouges passen. Doch als er auf Alex, die Augenzeugin trifft, läuft alles aus dem Ruder. Sie weiß nicht nur genau, was passiert ist, sondern auch was es war. Doch Kades Vermutung um den Täter dreht sich im Kreis.

Wie waren die Figuren?

Kade konnte mich überraschen. Nicht nur, dass er eine abgefahrene Fähigkeit hat, er hat auch noch einen Zwillingsbruder, den er hinter den brutalen Morden vermutet. Er erweist sich als überraschend einfühlsam und emphatisch, was ich am Anfang gar nicht erwartet hätte.
Auch Alex hat mir gut gefallen. Sie arbeitet als Pilotin und bringt eine unglaubliche Kraft auf. Nachdem ihre Mutter und ihr Bruder von Vampiren bestialisch abgeschlachtet wurden, bauten sie und ihr Vater sich ein neues Leben auf. Jeden Tag mit einem solchen Wissen weitermachen zu können, erfordert Kraft. Doch Kade zeigt ihr, dass nicht alle Vampire schreckliche Monster sind.

Wie war der Schreibstil?

Lara Adrians Schreibstil gefällt mir sehr gut. Sie schreibt flüssig und nicht vulgär, wobei mir ab und zu die Wortwahl nicht hundertprozentig zusagt. Trotzdem lässt sich das Buch schnell und gut durchlesen. Es gibt keine Längen, sodass man förmlich durch das Buch fliegt.

Was war gut?

Die Haupthandlung schreitet immer weiter voran und weißt neue Facetten auf. Sie bleibt nicht abrupt stehen und die Krieger erledigen nicht alle Feinde direkt. Sie haben mit Rückschlägen und Problemen zu kämpfen, was zu weiteren Verstrickungen führt.

Was war nicht so gut?

Der grundlegende Aufbau bleibt gleich, auch wenn das Hauptaugenmerk auf mehr Tiefe für die Figuren gelegt wird.

Kann ich das Buch weiterempfehlen?

Mir gefällt die Reihe immer noch ausnehmend gut. Ich störe mich nicht daran, dass die Bücher einem bestimmten Schema folgen. Im Zuge der weitreichenden Haupthandlung, die immer mehr an Raum gewinnt, treten anfänglich geschilderte sexuelle Szenen aus den ersten Bänden immer weiter in den Hintergrund. Die Geschichten gewinnen an Tiefe und entwickeln sich weiter.