[Rezension] #Bandstorys: Bitter Beats

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Titel #Bandstorys: Bitter Beats
Reihe #Bandstorys
Band 1. Band
Autor Ina Taus
Übersetzer
Illustrator
Verlag Carlsen Impress
Erschienen als E-Book
Genre YA, NA, Jugendbuch
Preis 3,99€ [LE]
Seitenzahl 343 Seiten
Bewertung .....

#Bandstorys: Bitter Beats in drei Worten?

Authentisch, musikalisch, emotional.

Cover & Gestaltung von #Bandstorys: Bitter Beats?

Das Cover von #Bandstorys: Bitter Beats passt perfekt zu den anderen Carlsen Impress Titeln und ebenso gut zum Inhalt des Romans. Der junge Mann mit Hut passt gut zu Max, wobei die Phantasie sich ihn in meinem Kopf ein wenig anders vorgestellt hat, das blonde Mädchen könnte Anna verkörpern. Der Regen, der eine zentrale Bedeutung im Roman hat, darf natürlich auch nicht fehlen. Von daher ein inhaltlich sehr stimmiges Cover.

Worum geht es in #Bandstorys: Bitter Beats?

Durch einen Autounfall verliert Anna, Frontsängerin der Band Anna falls, ihre große Liebe und danach ist die Welt nicht mehr dieselbe. Im ersten Band der Reihe geht es um Anna und ihren Weg zurück ins Leben und die Liebe. Eingeigelt geht das Leben an ihr vorüber, bis sie auf den jungen und charmanten Musiker Max trifft, der ihr Leben auf den Kopf stellt. Der Leser wird auf eine turbulente Reise durch die Musik mitgenommen, die mich persönlich sehr begeistert hat.

Der Schreibstil von Ina Taus?

Ich liebe den Schreibstil von Ina Taus. Ich kann es nicht anders sagen. Sie schreibt so flüssig und locker, dass es ein Genuss ist. Die Wortwahl ist locker-leicht, die Dialoge sind humorvoll, die Innensicht sehr reichhaltig und emotional. Sie schafft es, emotionale Situationen real und detailliert darzustellen, sodass ich aufgrund der Bildhaftigkeit oft das Gefühl hatte, live dabei zu sein. Das Verhältnis von Dialog und Beschreibung ist sehr ausgewogen. Ich bin rundum glücklich und zufrieden.

Das Figurenpersonal in #Bandstorys: Bitter Beats?

Ich habe mich in Anna und Max verliebt, die im ersten Band der #Bandstorys im Vordergrund stehen. Anna ist eine toughe, sarkastische, humorvolle und begeisterungsfähige Protagonistin, mit der ich mich sehr gut identifizieren konnte. Sie ist sehr realistisch dargestellt und macht eine tolle Entwicklung gut. Max hat mir ebenfalls vom ersten Moment an gefallen, der ebenfalls eine tolle Wandlung durchmacht. Wobei ich bei ihm von Anfang an das Gefühl hatte, dass er mehr ist als das Klischee, das er selbst glaubt zu sein. Die anderen Bandmitglieder sind alle sehr süß und lustig. Ich habe sie alle in mein Herz geschlossen, weil hinter ihrem Image viel mehr steckt, als auf den ersten Blick zu erkennen ist. Deswegen freue ich mich schon sehr auf die weiteren Bücher, in denen ich die anderen Figuren näher kennen lernen darf.

Positives über #Bandstorys: Bitter Beats?

Allein der Prolog war so intensiv und emotional, dass der Einstieg ins Buch ein Leichtes war. Direkt vom ersten Moment an war ich getriggert und konnte das Buch nicht mehr aus meinen Gedanken streichen. Die Geschichte von Anna und Max fühlte sich so echt und greifbar an, dass ich einfach weiterlesen musste. Sie entwickelt sich stetig und in einem für mich perfekten Tempo, ist dabei etwas eigenes und neues, nichts Klischeehaftes und verzauberte mich. Die Perspektivwechsel zeigen die Emotionen der Protagonisten auf direkte Weise und bringen Spannung in die Geschichte. Der plötzliche Plotwechsel hat mich sehr überrascht, obwohl ich die Zeichen früher hätte deuten können. Umso überraschter war ich dann. Als kleine Romantikerin liebe ich vor allem das Ende samt Prolog, das schöner nicht hätte sein können.

Empfehlung zu #Bandstorys: Bitter Beats?

Ina Taus‘ Debüt #Bandstorys: Bitter Beats ist einen Blick wert. Schaut euch die Reihe an. Sie bietet alles, was ich an einer tollen Reihe schätze: Tolle Figuren, viel Emotion, einen spannenden Plot und eine super Atmosphäre. Dabei sticht vor allem auch die Schreibe der Autorin hervor. Eine absolute Leseempfehlung! Ich danke dem Carlsen Impress Verlag und Lovelybooks herzlich für die Bereitstellung eines Leseexemplars im Zuge der Leserunde zu #Bandstorys: Bitter Beats.


[Rezension] Nach dem Sommer

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Titel Nach dem Sommer
Reihe Mercy Falls Wölfe
Band 1. Band
Autor Maggie Stiefvater
Übersetzer Jessika Komina, Sandra Knuffinke
Illustrator
Verlag Script 5
Erschienen als Hardcover im Schuber
Genre Fantasy, YA, Romantasy
Preis 29,95€ (Schuberpreis)
Seitenzahl 424 Seiten
Bewertung .....

Nach dem Sommer in drei Worten?

Phantastisch, wundervoll, greifbar.

Cover & Gestaltung von Nach dem Sommer?

Ich muss sagen, ich bin in die Gestaltung der Mercy Falls-Trilogie verliebt. Die Pastelltöne, die Schriftart auf den Büchern, der Wolf und das Mädchen. Die Bücher sind einfach perfekt gestaltet und sprechen mich jedes Mal an, wenn ich sie sehe. Endlich habe ich sie auch zur Hand genommen. Das Innere der Bücher hingegen ist ein wenig schlichter gehalten, was sehr gut zueinander passt.

Worum geht es in Nach dem Sommer?

Nach dem Sommer ist der Auftaktband der Trilogie um die Wölfe von Mercy Falls. In dieser Reihe wird das typische Bild des Werwolfs modernisiert und verändert, was mich sehr angesprochen hat. In der Trilogie geht es natürlich hauptsächlich um die Thematik der Werwölfe. Als Jugendbuch darf aber auch eine gewisse Romantik nicht fehlen, und die ist wirklich herzallerliebst. Sam und Grace, super süß!

Der Schreibstil von Maggie Stiefvater?

Ich mag die Bücher von Maggie Stiefvater, was vor allem an ihrem tollen Schreibstil liegt. Alles ist so bildhaft und real, die Dialoge sind so echt. Es fühlt sich einfach so an, als wäre man Teil der Geschichte, als sei man in ihr. Absolut grandios.

Das Figurenpersonal in Nach dem Sommer?

Hach ja, die Figuren. Ich liebe sie alle. Wirklich alle. Im ersten Band liegt der Fokus auf Grace und Sam. Grace ist eine Pragmatikerin durch und durch, während Sam der Romantiker in der Beziehung ist. Ich finde die Konstellation der beiden unheimlich süß und liebevoll. Und all die anderen Figuren sind mir mindestens genauso ans Herz gewachsen. Mit Ausnahme von Grace‘ Eltern, die ich irgendwie nicht leiden kann. Sie sind mir zu verrückt und abwesend gewesen. Dennoch sind alle Figuren realistisch gestaltet und gehalten, sehr detailliert ausgearbeitet und wirken wie echte Menschen. Man kann sagen, dass ich Freund in Mercy Falls gefunden habe.

Positives über Nach dem Sommer?

Ich bin voll und ganz in dem Buch aufgegangen. Dass es ein Reread war, war überhaupt nicht schlimm. Ich konnte mich, trotz der langen Zeit, an alle wichtigen Ereignisse erinnern und Kleinigkeiten neuentdecken, die mir vorher nicht aufgefallen waren. Das finde ich immer wieder vorteilhaft. Zudem bekommt man nicht das klassische Klischeebild eines Werwolfs serviert, sondern Maggie Stiefvaters eigenes Bild, was ich ebenfalls sehr positiv finde. Darüber hinaus gefällt mir auch die Liebesgeschichte im Roman überaus gut, da sie zwar ein wichtiger Punkt ist, aber nicht über die Maßen kitschig oder raumgreifend ist.

Empfehlung zu Nach dem Sommer?

Ich kann euch Nach dem Sommer wärmstens ans Herz legen. Ob Fantasyfan oder nicht, dieses Jugendbuch hat das Potential euer nächster Pageturner zu sein. Er hat den gewissen Romantikcharme ohne kitschig zu sein. Einfach ein Buch zum aufschlagen, reinlesen und wohlfühlen. Nach dem Sommer erhält eine absolute Leseempfehlung!

Andere Meinungen zu Nach dem Sommer:

Rezension von Umblättern
Rezension von Leseträume


[Rezension] Kräuter der Provinz

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Titel Kräuter der Provinz
Reihe
Band Einzelband
Autor Petra Durst-Benning
Übersetzer
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Klappbroschur
Genre Humor, Liebesroman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 512 Seiten
Bewertung .....

Kräuter der Provinz in drei Worten?

Provinzentspannung, Freundschaft, Natur.

Cover & Gestaltung von Kräuter der Provinz?

Das Cover ist angenehm anzuschauen. Die Farben sind sehr stimmungsvoll, hell und freundlich und passen gut zur Atmosphäre des Buchs. Die Blumen passen ebenfalls gut zum Buch, da diese im Roman eine gesonderte Stellung einnehmen. Ansonsten ist das Cover recht zurückhaltend und schlicht gehalten.
Die Gestaltung im Roman selbst ist ebenfalls recht zurückhaltend. An jedem Kapitelanfang findet man eine kleine Blumenzeichnung.

Worum geht es in Kräuter der Provinz?

In Kräuter der Provinz geht es um viele kleinere Blickwinkel auf dieselbe Handlung, was das Buch sehr abwechslungsreich und interessant macht. Im Großen und Ganzen geht es darum, dass Bürgermeisterin Therese ihre Heimat vor dem Verfall retten will. Wie viele kleine Dörfer ist seine Existenz gefährdet, da immer mehr Menschen fortziehen. Doch wie kann das Dorf gerettet werden? Diese Frage wird im Laufe des Romans beantwortet.
Das Setting ist wunderschön. Mitten im Alpenvorland, mit grünen Wiesen, Bauernhöfen, Wäldern, Weihern, Äckern und Bergen spielt die Geschichte in einer Idylle. Schon beim Lesen konnte ich mir alles genau vorstellen und habe Fernweh bekommen.

Der Schreibstil von Petra Durst-Benning?

Petra Durst-Benning schreibt sehr angenehm. Es ist sehr leicht, in ihren Schreibstil einzusteigen, keine große Gewöhnungsphase wird benötigt. Es besteht ein ausgewogenes Verhältnis von Dialogen, Monologen und Beschreibungen. Alles in allem wirkt der Schreibstil sehr lebendig. Die Beschreibungen sind so gut, dass vor meinem geistigen Auge das Dorf Meierhofen aufgetaucht ist und ich Fernweh bekommen habe. Und auch die Figuren habe ich beinahe greifen können.

Das Figurenpersonal in Kräuter der Provinz?

Die Figuren haben mich ebenso überzeugen können, wie alle bisher besprochenen Punkte. Man erlebt die Geschichte um Maierhofen aus mehreren unterschiedlichen Blickwinkeln, wodurch Abwechslung und Spannung in die Geschichte kommt. Spannung insoweit, dass man erfahren will, wie ein bestimmter Handlungsstrang weitergeht. So ging es zumindest mir. Stellenweise konnte ich, beispielweise bei Greta, erahnen, in welche Richtung ihre Entwicklung abzielen wird, aber bei allen anderen Figuren konnte ich doch überrascht werden. Und Gretas Entwicklung war mir äußerst erwünscht. Die Figuren sind liebevoll gestaltet und durchdacht, jede hat ihre Stärken und Schwächen. Vor allem die Darstellung einer dynamischen Dorfgemeinschaft hat mir gefallen.

Positives über Kräuter der Provinz?

Das Buch weckt die Reiselust in mir. Es hat mich zum Lachen gebracht und wollte in einem Stück ausgelesen werden. Ich konnte es also gar nicht aus der Hand legen. Der Schreibstil animiert zum Lesen und auch die Aufteilung der Geschichte auf mehrere Sichtweisen hat den Leseprozess beschleunigt und interessanter gemacht. Der Plot ist gut angelegt und das Setting sehr stimmungsvoll. Petra Durst-Benning ist eine Autorin, die ich nun häufiger lesen möchte.

Kritik an Kräuter der Provinz?

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich jedoch. Der betrifft Therese, wobei ich mich nicht genau äußern will, da ich andernfalls zu viel verrate. Es gab jedoch einen Punkt, den ich in anderen Büchern bewusst scheue. Glücklicherweise hat dieser Punkt jedoch eine untergeordnete Rolle gespielt.

Empfehlung zu Kräuter der Provinz?

Wer sich von einem Buch gerne Fernweh machen möchte, Ferienidylle in Buchform erleben und Teil einer Dorfgemeinschaft sein will, ist hiermit goldrichtig. Das Buch macht Spaß, es ist stimmungsvoll und entspannt einen. Lehnt euch in der Sonne zurück, nehmt dieses Buch und genießt ein wenig die Idylle einer voralpenländischen Natur. Ich danke dem Blanvalet Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Kräuter der Provinz.

 


[Rezension] Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem IKEA-Schrank feststeckte

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Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem IKEA-Schrank feststeckte von Romain Puértoles, 16,99€ als gebundene Ausgabe. Erschienen bei Fischer.

Meine Meinung

Als ich Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem IKEA-Schrank feststeckte auf Amazon entdeckte, musste ich einfach direkt reinlesen. Alleine der Titel ist ein Eye Catcher. Glücklicherweise kam ich nun in den Genuss, das Buch zu lesen und bin noch begeisterter als zuvor.

Das Debüt von Romain Puértoles ist eine Mischung aus Komik, Satire und Gesellschaftskritik, zumindest machte das Werk einen solchen Eindruck auf mich.
Der komische/satirische Aspekt fand sich bereits auf der ersten Seite, nämlich in der Namensgebung der Figuren. Während die Schreibweise der Namen unaussprechbar erscheinen mag, lädt die in Klammern angefügte Übersetzung oder Aussprache selbiger zum Lachen ein.
Auch der Plot wirkt auf den ersten Blick lustig und locker, offenbart jedoch gegen Ende eine Tiefe und Traurigkeit, die mir zu Anfang des Buchs noch nicht bewusst war.

Der Plot entwickelt sich direkt. Der Leser wird mitten ins Geschehen geworfen und erlebt, ebenso wie der Protagonist, eine unglaubliche Reise. Und diese entwickelt sich Schlag auf Schlag. Somit gab es in diesem Buch kaum Längen, ständig überschlägt sich die Handlung ohne dass sie unüberblickbar würde. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich beim Lesen nicht dasaß und mit dem Kopf schüttelte, so unglaublich ist die Geschichte des Fakirs.
Was folgt, ist eine turbulente Reise zu sich selbst. Es findet eine wundervolle Charakterentwicklung statt, die mich persönlich sehr bewegt hat.

Die zuvor angesprochene Gesellschaftskritik muss keine Intention des Autors oder des Erzählers gewesen sein. Dennoch wurde die Aussage des Romans von mir als solche aufgefasst. Es wird eine Kritik auf zu tiefst menschliche und weitreichende Art ausgeübt. Ich möchte an dieser Stelle nicht über die Gesellschaft und ihre Unterschiede philosophieren, hätte aber eine Bitte an alle, die dieses Buch lesen werden oder es gelesen haben: Ging es euch ebenso wie mir? Das würde mich wirklich sehr interessieren.

Alles in allem hat mich Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem IKEA-Schrank feststeckte sehr positiv überrascht. Es startet als sehr humoristisches Buch, mit tollen Satireelementen, die zum Lachen einladen und entwickelt sich im Fortlauf des schier unglaublichen Plots zu einem tiefgreifenden und bewegenden Buch. Selbstfindung und Nächstenliebe sind Begriffe, die zum Ende der Geschichte hin eine Bedeutung für unseren Protagonisten erlangen.
Ich gebe Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem IKEA-Schrank feststeckte 5/5 Punkten und eine Leseempfehlung.


[Leseeindruck] Der kleine Prinz

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Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry begleitet mich bereits seit meiner Kindheit. Erstmals 1943 in Frankreich erschienen, landete das Buch einige Jahrzente später in Form eines wunderschönen und durch sehr liebevoll gestaltete Zeichnungen versehenen Taschenbuchs samt Hörspielkassette in meinem Kinderzimmer. Zusammen mit meiner Mutti habe ich den kleinen Prinzen auf seiner abenteuerlichen Reise begleitet, die Kassette rauf und runter gehört und konnte schließlich nicht mehr genug von der zauberhaften Geschichte bekommen.
Als wir das Buch in der 7. Klasse im Französischunterricht besprachen, glaubte meine damalige Lehrerin mir einfach nicht, dass ich ein solches Buch bereits in der Grundschule gelesen hätte. Dass meine Mutti mir alle unbekannten Worte und Abläufe erklärte, da sie das Buch beim ersten Mal mit mir zusammen las, tat nichts weiter zur Sache. Dennoch, dieses Buch ist ein unabdingbares Stück Kindheit für mich.

 

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Als dann in unserer Stadt ein Theaterstück über den kleinen Prinzen aufgeführt wurde, zögerte meine Mutter nicht lange und kaufte zwei Karten. Auch sie wurde vom kleinen Prinzen, seiner Rose und seinem Schaf verzaubert. Dort erstand ich dann meine erste gebundene Ausgabe des geliebten Werks, das ich sogar von den Hauptdarstellern des Theaterstücks unterschrieben bekam. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen wie stolz ich darüber war, Unterschriften von dem kleinen Prinzen und dem Flieger bekommen zu haben.

Was mich neben den Zeichnungen wirklich in seinen Bann gezogen hat, ist die wundervolle Sprache des Buchs. Ich habe die Geschichte so oft gelesen, dass ich einige Stellen auswendig aufsagen kann, dennoch verblüfft mich die Poesie des Werks jedes Mal aufs Neue. Der Schreibstil, der so fließend und melodisch ist, der greifbar im Raum steht und dabei so lebhaft und leicht wirkt, verzaubern den Leser zusätzlich.

Selbst Jahre später hat meine Begeisterung für das Buch noch immer nicht nachgelassen, weshalb Geschenke rund um den kleinen Prinzen an mich sich recht großer Häufigkeit erfreuen. Neben der Hörspielkassette, einem Taschenbuch, der gebundenen Ausgabe und einer Hörspiel-CD habe ich nun noch ein Gute Nacht-Geschichten Buch und einen Zitatekalender.

 

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Ich habe euch einfach mal die erste Seite fotografiert, da sie bereits die wundervolle Botschaft des gesamten Buchs inne hat. Ich kann mir nur schwerlich vorstellen, dass ich dieses Büchleich jemals ermüdent oder gar langweilig finden könnte, zusehr berührt mich dafür die Aussage der Geschichte. Ich hoffe, dass diejenigen unter euch, die diesem Buch noch keine Chance geben konnte, denen diese Begegnung also noch aussteht, dass ihr sobald wie möglich dem kleinen Prinzen begegnet und die Zeit mit ihm mindestens geauso sehr genießt, wie ich es kann.


[Rezension] Der Schatten des Windes

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Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón, 5,00 Euro als Taschenbuch.
Erschienen bei Suhrkamp.

Meine Meinung

Als ich damals beim Kauf dieses Herzensbuch zum ersten Mal in Händen hielt, war ich bereits vom Cover begeistert. Erst nach dem Lesen kann ich sagen, dass Cover und Inhalt miteinander zu tun haben; etwas, das ich sehr schätze.
Über 10 Kapitel, genauer 563 Seiten, begleiten wir Daniel Sempere, der eine wirklich anrührende Geschichte zu erzählen hat.

Ich möchte euch nicht zu viel verraten, aber Bücher spielen in dieser Geschichte eine große Rolle. Alles dreht und wendet sich um ein spezielles Buch und unser Protagonist, sowie dessen Vater, sind Buchhändler. Wenn das Leserherzen nicht bereits höher schlagen lässt, weiß ich auch nicht weiter.
Ich könnte euch unzählige Gründe nennen, warum genau ich mich in diesem Buch verloren habe. Es ist unwahrscheinlich schön, liebevoll und gefühlvoll. Man lacht, weint, bangt, fleht und hofft, um Sekunden später Himmelhochjauchzend oder zu Tode betrübt zu sein.
Dieses Buch schenkt einem neben der Achterbahnfahrt der Gefühle eine sehr imposante Botschaft. Man erlebt bedingungslose Freundschaft, man sieht zu wie Feindschaften entstehen, man fühlt sich beinahe als Voyeur, wenn eine junge Liebe erblüht.
Besonders gut hat mir gefallen, dass das Buch neben Daniels Handlungsstrang noch mehrere kleine, aber auch einen weiteren Haupthandlungsstrang vorweisen kann. Dieser zweite Handlungsstrang hatte es so richtig in sich. Man erahnt was kommt und wird am Ende des Kapitels in der Luft hängen gelassen, um dann, Kapitel später, eine ungeahnte Wendung zu erfahren.

Ich war sehr überrascht, welche Wendung dieses großartige Buch genommen hat. Immer wieder habe ich neue Vermutungen angestellt und jedes Mal lag ich daneben. Wenn dieses Buch eines ist, dann aber nicht vorhersehbar.

Fazit

Ein wunderbares Buch mit dem man Lachen, Weinen, Hoffen und Flehen kann. Es gibt herzerweichende Stellen, wunderbare und humorvolle Dialoge, zuckersüße und tiefe Figuren, die mich berühren konnten. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und als ich es beendete fühlte es sich an, als würde man sich von einem alten Freund verabschieden. 5/5 Punkten und eine absolute Leseempfehlung!