[Rezension] Ein Streuner kehrt heim

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Titel Ein Streuner kehrt heim
Reihe
Band Einzelband
Autor Nick Trout
Übersetzer Christine Heinzius
Illustrator
Verlag Page&Turner Verlag
Erschienen als Hardcover mit Schutzumschlag
Genre Humor, Roman, Belletristik
Preis 14,99€ [RE]
Seitenzahl 384
Bewertung ....

Ein Streuner kehrt heim in drei Worten?

Tierisch, unterhaltsam, angenehm.

Das Cover von Ein Streuner kehrt heim?

Das Cover zu Ein Streuner kehrt heim ist unglaublich süß! Ich persönlich bin ja ein absoluter Hundemensch und habe mich spontan und sofort in den kleinen Golden Retriver verliebt, der auf dem Cover vor der Tür sitzt. Passend ist es ja, auch wenn es in der Geschichte nicht um einen Welpen geht. Auch die etwas zugewuchert aussehende Tür passt perfekt zur Tierarztpraxis. Ein hübsches Cover.

Die Handlung/Das Setting von Ein Streuner kehrt heim?

Die Geschichte um den Tierarzt Dr. Cyrus Mills hat mir größtenteils wirklich gut gefallen. Ich liebe Geschichten, in denen der Protagonist nach einem Zwischenfall und langer Abwesenheit wieder nach Hause zurückkehrt. Und genau das habe ich hier bekommen. Cyrus muss sich nicht nur einer neuen Arbeit stellen, sondern auch seiner Vergangenheit, worüber ich ja sehr gerne lese, weil es in der Regel ein Charakterwachstum verspricht. Hier hatte ich eine ausgewogene Selbstfindung mit ordentlich Humor und Ironie. Ich mag solche Bücher sehr gerne.

Der Schreibstil von Nick Trout?

Nick Trout schreibt sehr angenehm. Er hat ein angemessenes Maß zwischen Sachlichkeit und Unterhaltung gefunden. Dabei will er nicht wissenschaftlich korrekt sein, obwohl es stark danach klingt. Auch Wortwahl, Satz- und Kapitellänge haben meinen Geschmack genau getroffen.

Die Figuren in Ein Streuner kehrt heim?

Cyrus Mills ist ein eigenbrötlerischer Mensch, dem es aufgrund seiner Vergangenheit schwer fällt, mit Menschen in Kontakt zu kommen. Zugegeben, die Menschen in seiner Heimatstadt sind teilweise ein wenig merkwürdig, aber zu abgekapselt und isoliert sollte der Mensch nicht leben. Dementsprechend gefreut habe ich mich, als Cyrus anfing, sich weiterzuentwickeln. Er wird nicht von heute auf morgen spontaner oder menschenoffener, sondern in einem vertretbaren Rahmen. Ein wenig mehr erzählte Zeit hätte mir gut gefallen, um seine Veränderung ein wenig glaubwürdiger zu gestalten, spielt das Buch doch innerhalb einer Woche. Die Nebenfiguren, allen voran Dr. Lewis, ein sehr emotionaler und liebevoller älterer Doktor, konnten mich überzeugen. Der Rest der Figuren war ein wenig blasser gezeichnet, was angesichts ihrer Rolle im Buch nicht weiter tragisch war.

Positives über Ein Streuner kehrt heim?

Mir hat gefallen, dass das Buch mich unterhalten konnte. Es hat genau einen Nerv getroffen, was Charakterentwicklung, Setting und Figuren angeht. Auch die Geschichte rund um Frieda fand ich sehr unterhaltsam. Vor allem unter dem Aspekt der Unterhaltung ist das Buch für mich überaus lesenwert.

Kritik an Ein Streuner kehrt heim?

Ich hatte ja erwähnt, dass ich dem Buch einen größeren Erzählzeitraum gewünscht hätte. Eine Woche war wirklich sehr knapp bemessen, eine solche Entwicklung anzustoßen. Außerdem hätte ich gerne erfahren, wie es mit Cyrus weitergeht. Ein kleiner Epilog hätte den Roman für mich abgerundet.

Empfehlungen zu Ein Streuner kehrt heim?

Ich kann das Buch allen Tierliebhabern empfehlen. Der Autor stellt dabei jedoch keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit, was ich sehr erwähnenswert finde. Wer einen unterhaltsamen und humoristischen Roman mit Charakterentwicklung, sollte sich Ein Streuner kehrt heim näher ansehen. Ein herzliches Dankeschön an den Page&Turner Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu Ein Streuner kehrt heim.


Montagsfrage & Bücher der Woche

2 Kommentare

montagsfrage_bannerWELCHE(S) BUCH/BÜCHER WÜRDEST DU GERNE MAL IN DER ORIGINALSPRACHE LESEN, WENN DU KÖNNTEST?

Oh je, über diese Frage habe ich mir noch  nie Gedanken gemacht. Ich würde aber gerne einiges in der Originalsprache lesen. Zum Beispiel „Harry Potter“, bei dem die einzige Hürde der Besitz der Originalbücher ist. Ich denke, dass mein Englisch gut genug ist, um die Bücher zu lesen. Ich gehe da jetzt einfach mal von aus. Ich werde definitiv nicht in der Lage sein, Wortspiele und geniale Gedankengäng zu verstehen, aber mein Englisch aufpolieren würde es.Ich würde auch gerne „Den kleinen Prinzen“ auf Französisch lesen, allerdinge habe ich ständig die deutsche Übersetzung im Kopf, die ich seit Kindesbeinen an auswendig kann. Ansonsten fiele mit nur Lyrik im allgemeinen ein, die am besten in ihrer Muttersprache klingt. Einige italienische Bücher würde ich auch gerne im Original lesen können. Das wäre auch mal was. Aber ein bestimmtes, mir unbekanntes Buch, habe ich nicht auf meine Liste. Wie sieht es bei euch aus?

Bücher der Woche

Ich habe letzte Woche 6 Bücher gelesen. Beziehungsweise 5 gelesen und einen Sammelband mit Dramen von der Liste gestrichen. Dafür habe ich einfach gerade keine Muse. Ich bin nun bei 15/25 (bzw. 16/26) Büchern und kann ein Ende erkennen. Die verbleibenden Bücher sind nun eher wissenschaftlicher Natur. Dennoch sollen sie diese Woche weiter voran gebracht werden. Doch auch die einen oder anderen Belletristikwerke sind noch auf meinem Stapel. Was ich lesen werde, weiß ich noch nicht genau. Diese Woche werde ich mich spontan entscheiden. Bei 10 Büchern aber auch kein Problem!