[Rezension] Die Fährmannstochter

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Titel Die Fährmannstochter
Reihe Myntha-Romane
Band 1. Band
Autor Andrea Schacht
Übersetzer
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 9,99€
Seitenzahl 432 Seiten
Bewertung
Die Fährmannstochter
Die Fährmannstochter

Mir Bücher zu schenken, die ich nicht schon selbst gelesen, von ihnen gehört oder sie ungelesen zu Hause rumliegen habe, ist ziemlich schwer. Mein Freund hat es mit Die Fährmannstocher aber geschafft, mir einen aktuellen historischen Roman zu schenken, der mich von sich begeistern konnte. Der Vorteil für ihn – und mich! – Die Fährmannstocher ist der Auftaktband einer Reihe!

Protagonistin der Geschichte ist die junge Fährmannstochter Myntha, die nach einer Rettung aus den Fluten des Rheins als Wiedergängerin gefürchtet wird. Als dann während Mynthas Anwesenheit das Kloster, in dem sie untergebracht war, brennt, stehen die Schuldigen für die Gemeinschaft schnell fest. Dass hinter dem Brand jedoch mehr steckt, als alle ahnen, entdeckt Myntha im Verlauf der Handlung.

Die Fährmannstochter bietet einen breit gefächerten Plot mit facettenreichen Figuren

Generell bietet Die Fährmannstochter einen sehr weit gefassten Plot, der nicht nur Myntha in die Erzählperspektive rückt, sondern auch weitere Figuren, die mir beim Lesen gut gefallen haben. Vor allem der Rabenmeister konnte mein Leserherz mit seiner mürrischen Art und Weise von sich überzeugen. Die Romantikerin in mir hofft ja insgeheim, dass der geheimnisvolle Rabenmeister und die eigenwillige Myntha sich im nächsten Teil ein wenig näher kommen.

Aus Sicht der historischen Authentizität bin ich voll auf meine Kosten gekommen. Die Lebensumstände der Menschen sind sehr realistisch dargestellt und vor allem die abergläubischen Vorurteile der Bevölkerung und Kirchengemeinde sind sehr gut dargestellt. Auch sprachlich konnte mich Die Fährmannstochter von sich überzeugen, da die Ausdrucks- und Denkweise der Menschen sehr ansprechend gestaltet waren. Statt erzwungen altertümliche Begriffe zu verwenden hat die Autorin die perfekte Balance aus älteren Worten, angemessenem Satzbau und modernen Ausdrücken gefunden. Somit war das Lesen des Romans aus keiner Sicht befremdlich, sondern angenehm leicht und flüssig.

Myntha ist eine perfekte Mischung aus Moderne und Mittelalter

Myntha ist eine Protagonistin, die mir persönlich sehr gut gefallen hat. Sie ist ebenso wie die Sprache der Geschichte eine perfekte Mischung aus Moderne und Mittelalter. Modern deshalb, weil sie eigenwillig und selbstbewusst ist, mittelalterlich, weil sie sich trotz allem in ihre Rolle als Frau und Tochter fügt.

Alles in allem habe ich Die Fährmannstochter sehr genossen und freue mich schon darauf, das nächste Buch mit Myntha als Protagonistin in Händen zu halten.

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[Rezension] Die Liste der vergessenen Wünsche

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Titel Die Liste der vergessenen Wünsche
Reihe
Band Einzelband
Autor Robin Gold
Übersetzer Carolin Müller
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Roman
Preis 8,99€
Seitenzahl 352 Seiten
Bewertung
Die Liste der vergessenen Wünsche
Die Liste der vergessenen Wünsche

Als ich bei einem Buchausverkauf Die Liste der vergessenen Bücher sah, musste ich es einfach mitnehmen. Für vier Euro kann man schon keinen Fehler machen, dachte ich mir und befreite das Buch aus seinem Dasein als Mängelexemplar. Nur, um es dann einige Monate auf meinem TBR schlummern zu lassen. Nun habe ich es endlich zur Hand genommen und bin begeistert.

Das Cover von Die Liste der vergessenen Bücher sieht sehr farbenfroh aus und hat mit der Grundsitutation zu Beginn des Buchs rein gar nichts zu tun. Vielmehr assoziiere ich das in Pink- und Türkistönen gehaltene Cover mit Claras Bucket List, die eine zentrale Rolle innerhalb des Romans erfüllt. Auf der Liste stehen 30 Wünsche, die Clara vor ihrem 35. Geburtstag erfüllt haben wollte.

In Die Liste der vergessenen Wünsche beobachten wir Clara, wie sie sich ins Leben zurückkämpft

Clara hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Sie hat einen schweren Verlust erlitten, als ihr Verlobter kurz vor der Hochzeit bei einem Unfall ums Leben kommt. Danach bricht für Clara eine Welt zusammen. Nach mehreren Monaten der Trauer tritt Claras Wunschliste in ihr Leben und bietet ihr eine Möglichkeit, sich zurück ins Leben zu kämpfen.

Die Liste der vergessenen Bücher ist ein emotionaler Roman. Nicht nur die leisen, traurigen Gefühle werden geweckt, ich konnte auch erstaunlich oft lachen. Claras Wunschliste wird zum Symbol ihrer Rückkehr ins Leben. Und die Punkte auf ihrer Liste reichen von kindlich-naiv bis zu skurril, sodass ich beim Lesen viel Freude hatte.

Die anderen Figuren haben mir ebenfalls viel Freude bereitet. Claras Familie, bestehend aus ihrer Mutter Libby und ihrem Bruder Leo, sind mir sehr ans Herz gewachsen. Sie haben eine chaotisch-liebenswerte Art, die man einfach gerne haben muss. Vor allem Claras Sandkastenfreund Lincoln hat mir gefallen. Er hat eine warme und einfühlsame Art, die einfach beruhigend wirkte. Aber auch Todd hat für unterhaltsame Seiten gesorgt.

Die Liste der vergessenen Wünsche ist ein Roman mit melancholischer Note

Die Liste der vergessenen Bücher ist ein Roman, der perfekt für regnerische Tage und eine leicht melancholische Stimmung geeignet ist. Er macht einem Mut und gute Laune und lässt einen daran denken, welche Wünsche man selbst hatte und nie verfolgte. Und da Bucket Lists sich noch immer größter Beliebtheit erfreuen, ist das Thema des Romans topaktuell.


[Rezension] Die Töchter der Tuchvilla

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Titel Die Töchter der Tuchvilla
Reihe Die Tuchvilla-Saga
Band 2. Band
Autor Anne Jacobs
Übersetzer
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 736 Seiten
Bewertung .....

Die Töchter der Tuchvilla in drei Worten?

Dramatisch, abwechslungsreich, erfreulich.

Cover & Gestaltung von Die Töchter der Tuchvilla?

Die Cover der Tuchvilla-Reihe finde ich unwahrscheinlich schön. Während im ersten Band Marie als einfaches Küchenmädchen schüchtern auf die Tuchvilla zugeht, sieht man sie im zweiten Band als Dame der Gesellschaft auf die wunderschöne Villa zuschreiten. Die Cover der Bücher passen damit sehr gut zusammen, sind stimmig und passen super zur Grundatmosphäre der Geschichte, wenngleich die Atmosphäre im zweiten Band plotbedingt ein wenig gedrückt ist.

Worum geht es in Die Töchter der Tuchvilla?

Der zweite Band der Reihe führt die Familie Melzer in einen neuen Abschnitt. Die glückliche Phase zum Ende des ersten Buchs geht allmählich zuneige, als die Familie einige Schicksalsschläge hinnehmen muss. Zeitlich springt die Handlung in die Jahre 1916 bis 1920, wobei innerhalb der Geschichte einige Zeitsprünge und Zeitraffungen stattfinden. Doch man braucht nicht zu befürchten, wichtige Veränderungen zu verpassen, da diese gekonnt in die Dialoge und Gedankenmonologe der Figuren eingebaut werden. Thematisch dreht sich die Plot aufgrund der Zeitgeschichte stark um den ersten Weltkrieg und dessen Verarbeitung.

Der Schreibstil von Anna Jacobs?

Ich liebe ihren Schreibstil. Sie drückt sich so gewählt und absolut passend aus, dass man meint, in der Zeit zurückversetzt zu sein. Dabei schafft sie es, dennoch modern zu klingen, wodurch man als Leser sehr gut und schnell vorankommt. Vor allem im Unterschied der Generationen wird das Können der Wortwahl der Autorin deutlich, da sie es meisterhaft versteht, die Feinheiten der Sprache zwischen den Generationen zu treffen.

Das Figurenpersonal in Die Töchter der Tuchvilla?

Ich liebe jede einzelne der Figuren in Die Töchter der Tuchvilla. Umso schmerzlicher war es für mich, so viele Figuren leiden zu sehen. Jede auf ihre eigene Art, aber dennoch hat es mich tief getroffen. Die Figuren machen dabei allesamt eine Entwicklung durch. Ob sie nun selbstbewusster werden, wie Marie und Elisabeth, oder nachsichtiger, die Entwicklungen sind allesamt sehr realistisch gehalten und nachvollziehbar. Besonders Humberts und Pauls Schicksale haben mich gebannt weiterlesen lassen. Doch auch an anderer Stelle wurde gebangt und gehofft, sodass man jederzeit am Schicksal einer der Figuren teilhatte. Anne Jacobs schafft es, ihre Figuren realistisch und echt darzustellen. Keine Figur ist durch und durch schlecht, alle haben ihre Ecken und Kanten, entwickeln sich, machen Fort- oder Rückschritte und berühren mein Herz.

Positives über Die Töchter der Tuchvilla?

Ich liebe diese Reihe einfach so sehr. Die Zeitgeschichte wurde gekonnt eingearbeitet, sodass ich stellenweise das Gefühl hatte, einen Bericht zu lesen. Die Emotionen der Figuren (und auch die Figuren) sind so detailliert und realistisch dargestellt, dass ich einfach mitleiden, hoffen und jubeln musste. Vor allem das Ende hat mich zum Weinen gebracht, wobei ich während des Lesens noch an drei weiteren Stellen tieftraurig war. Imponiert hat mir in diesem Band vor allem Elisabeth, die es endlich schaffen konnte, mich von ihr zu überzeugen.

Empfehlung zu Die Töchter der Tuchvilla?

Absolute Leseempfehlung. Freunde von historischen Romanen unserer Zeitgeschichte sollten unbedingt einen Blick in Band 1 werfen, um dann möglichst bald mit Die Töchter der Tuchvilla ihre Lesezeit zu verbringen. Ich danke dem Blanvalet Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Die Töchter der Tuchvilla.


[Rezension] Die Tuchvilla

2 Kommentare
Titel Die Tuchvilla
Reihe Die Tuchvilla-Saga
Band 1. Band
Autor Anne Jacobs
Übersetzer
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman, Liebesroman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 704 Seiten
Bewertung .....

Die Tuchvilla in drei Worten?

Bewegend, spannend, fesselnd.

Cover & Gestaltung von Die Tuchvilla?

Ich habe mich direkt auf den ersten Blick in das Cover verliebt. Es ist einfach so unfassbar schön. Es strahl eine gewisse Eleganz aus, ein Versprechen längst vergangener Tage. Das Buch bringt eine Atmosphäre herrlicher Feste und Bälle mit sich, und kann eben dieses Versprechen auch halten. Das Innere des Buchs ist recht schlicht gehalten.

Worum geht`s in Die Tuchvilla?

In der Geschichte geht es um Marie und Familie Melzer, die das junge Mädchen als Küchenhilfe angestellt haben. Die Familie selbst besitzt eine Tuchfabrik. Im Laufe des Romans entdeckt der Leser viele Lebensgeschichten, Geheimnisse und Intrigen, die ein großes und in sich stimmiges Gesamtbild ergeben.
Zeitlich angesiedelt ist die Handlung im Jahre 1913, wobei die Geschichte einige Monate Erzählzeit umfasst. Dabei wird die Geschichte aus diversen Erzählperspektiven gezählt, die der Leser dann zusammensetzen kann, um mögliche Enden zu gestalten. Ich muss hierbei zugeben, dass ich mich ganz schön in die Irre habe führen lassen.

Der Schreibstil von Anne Jacobs?

Anne Jacobs schreibt göttlich. Ich bin ihrer flüssigen und atmosphärischen Schreibe direkt verfallen. Sie schafft es, mit ihrer Wortwahl jeder Figur das besondere Etwas zu geben. Dabei spielt sie vor allem mit Dialekten und Umgangssprache, zumindest was das Personal des Hauses angeht. Ich habe diese Detailverliebtheit sehr positiv empfunden.

Das Figurenpersonal in Die Tuchvilla?

Die Figuren der Tuchvilla sind allesamt sehr gut gestaltet. Es gibt durchaus Figuren, die ich auf den Tod nicht ausstehen konnte, wobei eben das eine gute Charaktergestaltung ausmacht. Am liebsten hätte ich stellenweise durchs Buch gegriffen, um ungeliebte Figuren zu schütteln. Dafür gibt es mit Marie, Kitty und Paul unheimlich liebenswerte Figuren, die ich nur zu gerne im Folgeband wieder auf ihrem Weg begleite. Insgesamt kam mir das Figurenpersonal in Die Tuchvilla sehr realistisch vor, mit Ecken und Kanten; zudem gibt es geliebte und verhasste Figuren.

Positives über Die Tuchvilla?

Ich mochte alles. Die Stimmung, die Geschichte, die Wendungen, die Figuren, den Schreibstil, das Setting… ich bin unheimlich gerne Teil der Tuchvilla gewesen. Ich habe mit den Figuren gelitten, ihre Freude geteilt, ihren Schmerz empfunden. Ich habe gerätselt und kolossal danebengelegen.

Empfehlung zu Die Tuchvilla?

Wer mir eine Weile folgt, weiß, dass ich historische Romane liebe. Und Die Tuchvilla ist nun zu einer meiner liebsten Reihen avanciert. Sie hat Melodrama, tolle Figuren, Spannung und ereignisreiche Wendungen. Kurzum: Ich kann diese Reihe bedingungslos empfehlen. Ich danke dem Blanvalet Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Die Tuchvilla.


[Rezension] Kräuter der Provinz

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Titel Kräuter der Provinz
Reihe
Band Einzelband
Autor Petra Durst-Benning
Übersetzer
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Klappbroschur
Genre Humor, Liebesroman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 512 Seiten
Bewertung .....

Kräuter der Provinz in drei Worten?

Provinzentspannung, Freundschaft, Natur.

Cover & Gestaltung von Kräuter der Provinz?

Das Cover ist angenehm anzuschauen. Die Farben sind sehr stimmungsvoll, hell und freundlich und passen gut zur Atmosphäre des Buchs. Die Blumen passen ebenfalls gut zum Buch, da diese im Roman eine gesonderte Stellung einnehmen. Ansonsten ist das Cover recht zurückhaltend und schlicht gehalten.
Die Gestaltung im Roman selbst ist ebenfalls recht zurückhaltend. An jedem Kapitelanfang findet man eine kleine Blumenzeichnung.

Worum geht es in Kräuter der Provinz?

In Kräuter der Provinz geht es um viele kleinere Blickwinkel auf dieselbe Handlung, was das Buch sehr abwechslungsreich und interessant macht. Im Großen und Ganzen geht es darum, dass Bürgermeisterin Therese ihre Heimat vor dem Verfall retten will. Wie viele kleine Dörfer ist seine Existenz gefährdet, da immer mehr Menschen fortziehen. Doch wie kann das Dorf gerettet werden? Diese Frage wird im Laufe des Romans beantwortet.
Das Setting ist wunderschön. Mitten im Alpenvorland, mit grünen Wiesen, Bauernhöfen, Wäldern, Weihern, Äckern und Bergen spielt die Geschichte in einer Idylle. Schon beim Lesen konnte ich mir alles genau vorstellen und habe Fernweh bekommen.

Der Schreibstil von Petra Durst-Benning?

Petra Durst-Benning schreibt sehr angenehm. Es ist sehr leicht, in ihren Schreibstil einzusteigen, keine große Gewöhnungsphase wird benötigt. Es besteht ein ausgewogenes Verhältnis von Dialogen, Monologen und Beschreibungen. Alles in allem wirkt der Schreibstil sehr lebendig. Die Beschreibungen sind so gut, dass vor meinem geistigen Auge das Dorf Meierhofen aufgetaucht ist und ich Fernweh bekommen habe. Und auch die Figuren habe ich beinahe greifen können.

Das Figurenpersonal in Kräuter der Provinz?

Die Figuren haben mich ebenso überzeugen können, wie alle bisher besprochenen Punkte. Man erlebt die Geschichte um Maierhofen aus mehreren unterschiedlichen Blickwinkeln, wodurch Abwechslung und Spannung in die Geschichte kommt. Spannung insoweit, dass man erfahren will, wie ein bestimmter Handlungsstrang weitergeht. So ging es zumindest mir. Stellenweise konnte ich, beispielweise bei Greta, erahnen, in welche Richtung ihre Entwicklung abzielen wird, aber bei allen anderen Figuren konnte ich doch überrascht werden. Und Gretas Entwicklung war mir äußerst erwünscht. Die Figuren sind liebevoll gestaltet und durchdacht, jede hat ihre Stärken und Schwächen. Vor allem die Darstellung einer dynamischen Dorfgemeinschaft hat mir gefallen.

Positives über Kräuter der Provinz?

Das Buch weckt die Reiselust in mir. Es hat mich zum Lachen gebracht und wollte in einem Stück ausgelesen werden. Ich konnte es also gar nicht aus der Hand legen. Der Schreibstil animiert zum Lesen und auch die Aufteilung der Geschichte auf mehrere Sichtweisen hat den Leseprozess beschleunigt und interessanter gemacht. Der Plot ist gut angelegt und das Setting sehr stimmungsvoll. Petra Durst-Benning ist eine Autorin, die ich nun häufiger lesen möchte.

Kritik an Kräuter der Provinz?

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich jedoch. Der betrifft Therese, wobei ich mich nicht genau äußern will, da ich andernfalls zu viel verrate. Es gab jedoch einen Punkt, den ich in anderen Büchern bewusst scheue. Glücklicherweise hat dieser Punkt jedoch eine untergeordnete Rolle gespielt.

Empfehlung zu Kräuter der Provinz?

Wer sich von einem Buch gerne Fernweh machen möchte, Ferienidylle in Buchform erleben und Teil einer Dorfgemeinschaft sein will, ist hiermit goldrichtig. Das Buch macht Spaß, es ist stimmungsvoll und entspannt einen. Lehnt euch in der Sonne zurück, nehmt dieses Buch und genießt ein wenig die Idylle einer voralpenländischen Natur. Ich danke dem Blanvalet Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Kräuter der Provinz.

 


[Rezension] Das süße Leben der Sugar Wallace

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Titel Das süße Leben der Sugar Wallace
Reihe
Band Einzelband
Autor Sarah-Kate Lynch
Übersetzer Christoph Göhler
Illustrator
Verlag blanvalet Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Liebesroman, Frauenroman
Preis 8,99€ [Leihbuch]
Seitenzahl 416 Seiten
Bewertung ....

Das Buch in drei Worten?

Zuckersüß, traumhaft, bienig.

Das Cover?

Das Cover ist wirklich schön gestaltet. Farblich ist es in Creme-, Rosa- und Türkistönen, die stimmig zusammenpassen und eine angenehme Atmosphäre erschaffen. Man sieht eine Skyline, Blumen und – ganz wichtig – Bienen. Ein wirklich tolles Cover.

Die Handlung/das Setting?

In dem Buch geht es um die junge Sugar Wallace und ihre Bienen. Genauer gesagt wird Sugars Lebensgeschichte Stück für Stück offenbart, mit all ihren Höhen und Tiefen. Dabei lernen wir gemeinsam mit Sugar eine Menge Leute kennen, die ihre eigenen Päckchen zu tragen haben. Und Sugar, die immer allen anderen hilft, bekommt selbst geholfen. Die Geschichte selbst spielt größtenteils in New York und entwirft ein ganz anderes, schöneres und netteres Bild von New York, das mir sehr gut gefallen hat.

Der Schreibstil?

Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Das Buch ist aus der dritten Person geschrieben, schildert jedoch auch Gedankengänge einzelner Personen und auch Bienen, ja wirklich Bienen. Dabei ist das gesamte Buch sehr angenehm zu lesen. Die Wortwahl hat mir außerordentlich gut gefallen. Auch Satz- und Kapitellänge waren gut bemessen. Perspektivwechsel, fiese Cliffhanger und ein schönes Ende runden das Gesamtpaket ab.

Die Figuren?

Ich mag Wallace. Und Theo. Und die restlichen Hausbewohner. Aber vor allem Elizabeth VI. Sugar sticht deutlich vor, gefolgt von Theo und Sugars Bienen. Ja, die Bienen waren mir sehr sympathisch. Die Hausbewohner haben ihre Ecken und Kanten, einige waren mir einen Ticken zu eckig. Sugar besticht mit ihrem fröhlichen, freundlichen und aufgeschlossenen Wesen und nimmt den Leser komplett für sich ein. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass diese Fröhlichkeit nicht jedem gefallen kann.

Positives?

Ich mochte Sugars Art, ihre besondere Liebe und Fürsorge für ihre Bienen und ihr stoisches Wesen. Und Theo ist auch so niedlich. Ich wollte Sugar an manchen Stellen ein wenig schütteln, und zur Besinnung bringen. Letzten Endes ist ja noch mal alles gut gegangen.

Negatives?

Ich finde, dass der Plot Twist am Ende ein wenig zu undramatisch ist. Ich hätte eine große Wende erwartet, etwas das schwerer wiegt als das, was Sugar widerfahren ist. Sie bauscht ihre Schandtat ziemlich auf, dafür, dass es nach meinen Maßstäben gar nicht so schlimm ist. Nun gut, dennoch hat mit der Plot sehr gut gefallen.

Empfehlung?

Definitiv. Wer Bienen, Frauenromane, Liebesgeschichten und super liebe Südstaaten-Frauen als Figuren mag, der wird mit diesem Buch gut zurechtkommen. Alle anderen, die keine und sie lebten glücklich bis ans Ende der Zeit-Geschichte lesen möchte, sollte lieber die Finger davon lassen, denn es ist wirklich märchenhaft schön.


[Rezension] Blut an ihren Händen

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Titel Blut an ihren Händen
Reihe
Band Einzelband
Autor Jaye Ford
Übersetzer Christiane Winkler
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Thriller
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 448 Seiten
Bewertung ....

Das Buch in drei Worten?

Stimmungsvoll, packend, bedrückend.

Wie ist das Cover?

Die Cover von Thrillern ähneln sich meist schon ein wenig. Oft hat man eine fliehende Person im Vordergrund, in vielen Fällen Frauen, und die Farbgebung bereitet mit seinen eher düsteren Farben auf den Buchinhalt vor. So auch bei Blut an ihren Händen. Die Frau mit ihrer roten Jacke ist der Blickfang im eher bläulich-kühlen Cover. Der weiße, ein wenig zerkratzte Titel ist ebenfalls ein Blickfang.

Wie war die Handlung?

Von der Handlung möchte ich euch gar nicht groß erzählen. Ihr wisst, ich spoilere nicht und gerade bei einem Thriller kann und möchte ich euch nichts vorweg nehmen. Immerhin leben Thriller von ihren Wendungen und überraschenden Eingebungen. Ich kann euch allerdings sagen, dass das Buch stellenweise enorm spannend war, zwischenzeitliche Zeitsprünge diese Spannung ein wenig rausnehmen, ich allerdings nichtsdestotrotz weiterhin im Buch gefangen war. Das Buch hat etwas an sich, dass einen packt und nicht mehr loslässt. Bis zum Schluss. Nur so viel sei verraten: Rennies Freund Max verschwindet und keiner will so recht an ein Verbrechen glauben.

Wie waren die Figuren?

Wir haben eine Handvoll wichtiger Figuren: Rennie, Max, dessen Bruder James und Max‘ Sohn Hayden. Zudem spielt Rennies Vergangenheit eine gewichtige Rolle, die sich zu einer Art Parallelhandlung neben Max‘ Verschwinden entwickelt. Rennie ist eine sehr interessante Protagonistin. Sie hat zwei Charaktere und führt eine Art Doppelleben. Dabei unterscheidet sie selbst zwischen ihrer Vergangenheit und Gegenwart, obwohl ich selbst beide in einem harmonischen Zusammenhang sah. Harmonisch hier nicht im Sinne von schön, sondern unterstützend. Max ist in vielen Punkten der Gegensatz zu Rennie. Er ist humorvoll, lebensbejahend und weltoffen. Rennie dagegen ist vorsichtig, geheimnisvoll und still. Doch irgendwie haben alle Figuren ihre kleinen Geheimnisse…

Wie war der Schreibstil?

Der Schreibstil war abwechslungsreich und passend. An spannenden Stellen wurde, dank der guten Wortwahl, noch mehr Spannung aufgebaut. Der Text floss nur so dahin. Die ruhigeren Stellen zeichneten sich durch einen gemächlicheren Schreibstil aus, wenn man das so sagen kann. Die Wortwahl hat mir außerordentlich gut gefallen und auch die Atmosphäre stimmte einfach.

Was war gut?

Ich bin ja keine belesene Thiller-Kennerin. Dennoch hatte mir Blut an ihren Händen wesentlich besser gefallen als Amokspiel, das zudem als Psychothriller deklariert wurde. Mir hat es gefallen, dass sich packende Szenen mit ruhigen abwechselten, ohne den Thriller langweilig werden zu lassen. Es wurde mit Emotionen gearbeitet und gespielt, die eine gewisse Nähe zwischen Leser und Protagonist entstehen ließen. Vor allem das Ende konnte mich begeistern und von sich überzeugen. Ich liebe schlüssige Enden und wurde hier mit einem wirklich guten belohnt.

Was war nicht so gut?

Wirklich viel habe ich nicht auszusetzen. Mit hat stellenweise ein wenig der Panikeffekt gefehlt, wenn ihr versteht, was ich meine. Mir hat der Nervenkitzel gefehlt, vor allem wenn es an einigen Stellen um Rennies Vergangenheit ging.

Kann ich das Buch weiterempfehlen?

Der Thriller hat mich gepackt und dazu verführt, das Buch am Stück auszulesen. Ein plausibles und angenehmes Ende, Spannung und viel Emotion haben das Buch beinahe an mir vorbeifliegen lassen. Wer einen guten Thriller sucht, der nicht blutig, aber dennoch spannend und gut zu lesen ist, sollte es mit Blut an ihren Händen probieren.
Ich danke Blanvalet für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Blut an ihren Händen.