[Rezension] Eden Summer

4 Kommentare
Titel Eden Summer
Reihe
Band Einzelband
Autor Liz Flanagan
Übersetzer Sabine Schulte
Illustrator
Verlag Aladin Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Roman, YA
Preis 14,95€ [RE]
Seitenzahl 368
Bewertung ....

Eden Summer in drei Worten?

Nachdenklich, berührend, besonders.

Cover & Gestaltung von Eden Summer?

Das Cover von Eden Summer ist so fröhlich und sommerlich gestaltet, dass man die dahinter steckende Geschichte auf den ersten Blick nicht erwartet. Lediglich die von Gewitterwolken verdecken Sonne lässt auf einen kritischeren Inhalt schließen. Die bunten Farben hingegen sprechen wieder für einen fröhlichen Roman, den man allerdings nicht bekommt. Stattdessen erhält man einen wundervoll und nachdenklich stimmenden Roman, der sehr lesenswert ist.

Worum geht es in Eden Summer?

In Eden Summer geht es um Eden, die von jetzt auf gleich spurlos verschwindet. Ihre beste Freundin Jess beginnt die Suche nach Eden, während der der Leser Näheres über Jess, Eden und die Freundschaft der beiden Mädchen erfährt. Durch viele Einschübe und Rückblicke erfährt man einiges über das Seelenleben der Mädchen, woraus letztlich die Spannung resultiert. Da man als Leser den Grund für Edens Verschwinden nicht kennt, treibt einen die Ungewissheit drängend voran.

Der Schreibstil von Liz Flanagan?

Liz Flanagan schreibt sehr angenehm. Ihre Wortwahl ist sehr passend für Jugendliche, die Atmosphäre ist aufgrund des Verschwindens von Eden und einiger nicht so schöner Ereignisse in der Vergangenheit der Mädchen sowohl angespannt als auch fesselnd. Alles in allem bin ich nur so durch den Roman geflogen, was auf einen flüssigen und schlüssigen Schreibstil schließen lässt. Rückblickend hat mich nichts gestört oder aufgehalten.

Das Figurenpersonal in Eden Summer?

Fangen wir doch mal mit Eden an. Über sie erfährt man, da sie in großen Teilen des Romans gar nicht wirklich anwesend ist, vor allem in Form von Rückblicken Näheres. Sie ist eine starke Person, die stets zu ihrer Freundin Jess steht und das auch nach schweren Schicksalsschlägen. Aufgrund eigener Schicksalsschläge verändert sich Eden jedoch, was im Roman sehr gut dargestellt wurde. Die Charakterentwicklung ist realistisch gezeichnet und konnte mich vollauf überzeugen.
Jess hat mir mit ihrer Beharrlichkeit sehr gut gefallen. Sie entwickelt sich innerhalb der erzählten Zeit sehr weiter, überwindet Ängste und eigene Schranken und wächst über sich hinaus. Die Freundschaft der beiden unterschiedlichen Mädchen hat mich berührt, ihre Schicksale haben mich zum Nachdenken gebracht.

Positives an Eden Summer?

Da ich über den Inhalt bereits Bescheid wusste, war ich nicht allzu sehr irritiert, dass ich kein fröhliches gute Laune Buch lese. Stattdessen erhält man ein Buch, auf das am ehesten die Beschreibung eines durchwachsenen Sommergewitters passt: Zeitweise gibt es fröhliche Phasen und Abschnitte voller Sonnenschein, die dann plötzlich und gewittersturmartig von negativen Ereignissen überschattet werden. Die Suche nach Eden war spannend gestaltet, die Atmosphäre war ansteckend und realistisch und durch die häufigen Rückblicke kann man die Protagonistinnen sehr gut kennenlernen. Eden Summer ist zudem dafür geeignet, ein wenig über Freundschaften und Beziehungen nachzudenken. Was sehen wir wirklich? Wie gut kennen wir unsere Freunde eigentlich? Merken wir es wirklich, wenn es anderen schlecht geht?

Empfehlung zu Eden Summer?

Ich habe Eden Summer innerhalb eines Wochenendes verschlungen. Die Handlung ist spannend und anregend, die Atmosphäre ist fesselnd und die Figuren realistisch gestaltet. Eden Summer ist ein beeindruckendes Buch über Freundschaft, Verlust und Entwicklung, das ich euch wärmstens ans Herz legen kann. Ich danke dem Aladin Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Eden Summer.

Weitere Meinungen zu Eden Summer:


[Rezension] Glennkill – Ein Schafskrimi

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Glennkill – Ein Schafskrimi
Leonie Swann
ISBN: 978-3-442-46415-9
Goldmann Verlag
9,99 Euro als Taschenbuch

 

InhaltGlennkill – Ein Schafskrimi

Leblos liegt der Schäfer George Glenn im irischen Gras, ein Spaten ragt aus seiner Brust. Seine Schafe sind entsetzt: Wer kann den alten Schäfer umgebracht haben? Und warum? Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, beginnt sich für den Fall zu interessieren. Glücklicherweise hat George seinen Schafen vorgelesen, und so trifft sie das kriminalistische Problem nicht ganz unvorbereitet. Unerbittlich folgen sie der Spur des Täters und kommen den Geheimnissen der Menschenwelt dabei nach und nach auf die Schliche – bis es ihnen schließlich gelingt Licht ins Dunkel zu bringen und en rätselhaften Tod ihres Schäfers aufzuklären.

Meine Meinung von Glennkill – Ein Schafskrimi

Ich habe das Buch ja sehr ans Herz gelegt bekommen. Mein erster Eindruck von dem Buch war folgender: nein wie süß. Ich fand die Idee, einen Krimi aus der Sicht von Schafen zu schreiben wunderbar erfrischend. Die Art wie in der gesamten Geschichte die Schafe an die Lösung des Todes ihres Schäfers rangehen ist einfach unbeschreiblich süß.

Sie erklären sich die Welt viel einfacher und man taucht schnell in ihre Sicht der Dinge ein.
Wenn man einmal angefangen hat zu lesen, kann man es auch, wenn man denn genug Zeit hat, auch recht flott zu Ende lesen.
Der Schreibstil behindert einen dabei nicht. Das Buch ist in 24 Kapitel eingeteilt und diese wiederum in kleinere Abschnitte, die einem eine Pause auch leicht machen.

Jedes Schaf in der Geschichte hat eine klare Aufgabe, die zur Übersicht auf noch mal auf einer Doppelseite im Buch aufgezählt werden. Auch wird jede vorkommende Person auf einfachste Weise vorgestellt und wieder erkannt. Eben auf Schafsweise.
Auch wenn neue Personen, oder Schafe, erscheinen kommt man nicht durcheinander.
Es gibt auch keinen klaren Protagonisten, der die Hauptrolle übernimmt. Der rote Faden findet sich in dem Herdenverhalten der Schafe. Getreu dem Motto Gemeinsam ist man stark lösen die Schafe zusammen den Fall, auch wenn das eine oder andere Schaf mehr oder weniger viel zur Lösung des Falls beiträgt.

Durch das Drängen einiger Freunde, die das Buch klasse fanden, es auch mal zu lesen, war ich anfangs ein wenig skeptisch. Je mehr Erwartungen man an einen für einen selbst unbekannten Autor hat, desto mehr kann der Schuss nach hinten losgehen, aber ich bin restlos begeistert.
Ein wunderbares Debüt von Leonie Swann.

Ich fand es wirklich erfrischend dieses Buch zu lesen, weil es einfach aus einer vollkommen unbekannten und super süßen Sicht geschrieben ist.
Dabei werden die Schafe aber nicht vermenschlicht. Zumindest nicht aus meiner Sicht. Die Schafe wundern sich das ganze Buch über, über den Geruchssinn der Menschen und ihre Beschränktheit in der Wahrnehmung von Stimmungen und Gefühlen.

Philosophische Fragen erklären sich Schafe beispielsweise über ihren Geruchssinn. Gibt es eine Seele und wenn ja wie groß ist die der Menschen? Was ist Gott?

Ich kann jedem Glennkill – Ein Schafskrimi nur empfehlen.