[Rezension] Der Duft nach Glück und Rosen

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Titel Der Duft nach Glück und Rosen
Reihe
Band Einzelband
Autor Alexandra Markus
Übersetzer
Illustrator
Verlag books-2-read-Verlag
Erschienen als e-book
Genre Liebesroman, Kurzgeschichte
Preis 1,99€ [RE]
Seitenzahl 87 Seiten
Bewertung ....

Der Duft nach Glück und Rosen in drei Worten?

Gefühlvoll, schön, begeisternd.

Cover & Gestaltung von Der Duft nach Glück und Rosen?

Das Cover ist wunderschön gestaltet. Wundervolle Rosen schmücken es, die Farbtöne aus Rosa und Weiß harmonieren einfach perfekt. Die vom Cover kreierte Stimmung und Atmosphäre passen perfekt zum Inhalt, ebenso wie der Buchtitel. Ein wahrer Hingucker. Schade nur, dass es leider ein e-book ist.

Worum geht es in Der Duft nach Glück und Rosen?

In Der Duft nach Glück und Rosen geht es um Gwen, die ihrer kranken Adoptivmutter Rose zur Seite steht und sie auf ihrer schwersten Reise begleitet. Um diese Begebenheit herum entwickelt sich ein wundervoller Kurzroman, leider ist es eher eine Kurzgeschichte denn ein Roman, um Gwens Leben und Liebe.

Der Schreibstil von Alexandra Markus?

Ich habe mich pudelwohl gefühlt. Anders kann ich es nicht ausdrücken. Die Landschaftsbeschreibungen sind wundervoll detailliert, ohne zu überbordend zu werden. Alexandra Markus hat ein Talent dafür, die Dialoge echt und lebhaft zu gestalten. Man fliegt nur so durch ihren Kurzroman, da ihre Schreibe unheimlich locker und angenehm ist und den Roman voranbringt.

Das Figurenpersonal in Der Duft nach Glück und Rosen?

Ich liebe die Figuren. Selbst die Figuren, die man nicht leiden kann, sind perfekt ausgearbeitet. Und das finde ich für 87 Seiten Geschichte unheimlich beeindruckend. Man spürt, dass die Figuren liebevoll und lange ausgearbeitet wurden. Sie haben Tiefe, wirken beeindruckend echt und gewinnen die Leserherzen. Vor allem Rose ist mein geheimer Liebling des Romans. Selten habe ich auf so wenigen Seiten so tolle Figuren kennen lernen dürfen.

Positives an Der Duft nach Glück und Rosen?

Ich schwebe hier auf Wolke 7, bin unheimlich zufrieden mit den Figuren, dem Plot und dem Schreibstil. Sogar die Krankheitsthematik von Rose passt super in den Plot – und normalerweise lese ich solche Handlungen eher ungern. In diesem Fall jedoch hat es die Autorin geschafft, Roses Krankheit einzubauen, zu einem Hauptpfeiler der Geschichte zu machen, ohne jedoch den Fokus auf andere Handlungsstränge zu verlieren. Die Krankheit wird nicht übermächtig, sie wird auch eher angerissen. Der Leser weiß immer, was es ist und wie es um Rose steht, aber dennoch stehen positive Gefühle und Erlebnisse im Vordergrund.

Kritik an Der Duft nach Glück und Rosen?

Einen Kritikpunkt habe ich dann aber doch: Die Länge des Romans. In der Leserunde wurde ein Roman ausgeschrieben, keine Kurzgeschichte. Die Handlung selbst bleibt wundervoll und schön, lediglich an der Länge könnte man arbeiten. Ich hätte nämlich zu gerne so viele Stunden mehr mit Gwen und Co verbracht, dass mir 87 Seiten einfach viel zu wenig sind. Deswegen Gemecker auf höchstem Niveau, etwas anderes habe ich nämlich nicht auszusetzen.

Empfehlung zu Der Duft nach Glück und Rosen?

Unbedingt lesen! Selbst wenn ihr Krankheitsthemen, so wie ich, nicht gerne in Büchern lest, dieses ist wundervoll. Ich habe jede Seite genossen, mich mit den Figuren angefreundet und gelacht, geweint und gehofft. Ich danke dem books-2-read-Verlag und Lovelybooks für die Bereitstellung eines Leseexemplars im Rahmen der Leserunde zu Der Duft nach Glück und Rosen.

Andere Meinungen zu Der Duft nach Glück und Rosen?


[Rezension] Ruht das Licht

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Titel Ruht das Licht
Reihe Mercy Falls Wölfe
Band 2. Band
Autor Maggie Stiefvater
Übersetzer Sandra Knuffinke, Jessika Komina
Illustrator
Verlag Script 5 Verlag
Erschienen als Hardcover im Schuber
Genre Fantasy, YA, Romantasy
Preis 29,95€ (Schuberpreis)
Seitenzahl 400 Seiten
Bewertung .....

Ruht das Licht in drei Worten?

Wendung, überraschend, emotional.

Cover & Gestaltung von Ruht das Licht?

An meiner Sicht der Dinge zum Thema Cover und Gestaltung der Reihe hat sich nicht verändert. Ich schaue die Reihe noch immer gerne an, die Farbgebung trifft genau meinen Geschmack und die kleinen liebevollen Details machen alles unheimlich schön.

Worum geht es in Ruht das Licht?

Nachdem Band 1 der Reihe mit einem Kliffhanger endet, schließt Band 2 ein paar Monate nach Band 1 an. Die Begebenheiten haben sich verändert, nichts ist mehr so, wie es vorher war. Umso spannender gestaltet sich der Plot in etwa der Mitte des Buchs, doch davon solltet ihr besser selbst lesen. Es ist nun nicht so, dass es gänzlich überraschend und unvorhergesehen käme, aber es passt sehr gut in den Plot und bringt Spannung rein.

Der Schreibstil von Maggie Stiefvater?

Auch in diesem Band konnte mich Maggie Stiefvater wieder begeistern. Ihr Schreibstil ist flüssig, geschmeidig und fesselnd. Man kommt sehr gut voran, die Dialoge und Beschreibungen sind sehr schön und man fühlt sich einfach wohl in ihren Büchern.

Das Figurenpersonal in Ruht das Licht?

Das Figurenpersonal in Ruht das Licht hat sich gegenüber Nach dem Sommer drastisch erweitert. Es kommen zwei neue Perspektiven hinzu, die das Romangeschehen unglaublich erweitern und neue Blickwinkel eröffnen. Alle vier haben mir gefallen und mich begeistert. Neben den somit vier Hauptfiguren gibt es noch einige Nebenfiguren, die ihren Beitrag zum Plot haben und die Figuren zu drastischen Maßnahmen zwingen. Von ihrer Detailverliebtheit haben die Figuren nichts verloren, auch wirken sie genauso liebevoll und echt wie im ersten Band.

Positives über Ruht das Licht?

Normalerweise sind Füllbände immer ein wenig schwächer als Auftakt- oder Schlussbände. Doch in diesem Fall hatte Ruht das Licht wirklich etwas zur Handlung beizutragen. Der Plot wurde vorangetrieben und zugespitzt. Es wurden neue Figuren im Hauptfigurenpersonal eingeführt, neue Handlungsstränge entwickelt und alte weitergeführt. Alles in allem ist Ruht das Licht ein sehr starker zweiter Band, der dem ersten kaum nachsteht. Besonders interessant und toll fand ich die (plotbedingte) Verlagerung von Grace auf Sam, die mir unendlich gut gefallen hat.

Empfehlung zu Ruht das Licht?

Ich bin verliebt in Band 2 der Trilogie und kann die Reihe weiterhin allen Buchliebhabern empfehlen, die Liebesgeschichten mit ein wenig Drama mögen, dabei auch auf eine spannende Handlung nicht verzichten wollen. Ruht das Licht führt die Handlung aus Band 1 fort, entwickelt sie weiter und bereitet den Leser auf das Finale in Band 3 In deinen Augen vor.

Andere Meinungen zu Ruht das Licht:


[Rezension] Eleanor & Park

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Titel Eleanor & Park
Reihe
Band Einzelband
Autor Rainbow Rowell
Übersetzer Brigitte Jakobeit
Illustrator
Verlag Hanser Verlag
Erschienen als Hardcover m it Schutzumschlag
Genre Jugendroman, YA
Preis 16,90€
Seitenzahl 368 Seiten
Bewertung .....

Eleanor & Park in drei Worten?

Süß, humorvoll, Lieblingsbuch.

Cover & Gestaltung von Eleanor & Park?

Das Cover von Eleanor & Park ist mit seiner schlichten und recht einfach wirkenden Gestaltung sehr hübsch anzusehen. Es ist ohne unnötigen Schnickschnack und passt perfekt zu den beiden Protagonisten der Geschichte. Besonders angetan hat es mir der Farbton des Buchs, der in einem strahlenden Blauton gehalten ist. Die Schriftart der Kapitelanfänge ist im selben Stil wie der Buchtitel gehalten. Alles in allem ein sehr stimmiges und hübsches Ergebnis.

Worum geht es in Eleanor & Park?

Dieser Plot! Gemeinerweise bekommt der Leser schon zu Beginn der Geschichte das Ende des Buchs offenbart, was die Geschichte von Eleanor und Park zu einer Wie passiert es-Geschichte macht, im Gegensatz zu Romanen, in denen man sich fragt, Was wohl passieren wird. Das finde ich grundsätzlich nicht schlimm, denn meist ist es ja der Weg zum Ziel, der das Erzählte erst spannend macht. Und das war es bei den beiden auf jeden Fall. Man wusste, dass etwas passiert, aber nicht wie und wann. Umso gespannter war ich dann beim Lesen, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Figuren und Schreibstil taten ihr Übriges. Vom Plot selbst möchte ich euch daher nicht zu viel verraten, da diese Information genau das ist, was der Leser selbst entdecken sollte.

Der Schreibstil von Rainbow Rowell?

Rainbow Rowell und ich, das ist Leser-Autor-Liebe auf den ersten Buchstaben. Ich liebe ihren Schreibstil! Ich hatte an keiner Sekunde des Buchs das Gefühl, dass ich hier einen Roman in Händen halte, so realistisch sind Wortwahl und Ausdruck der Autorin. Sie hat es perfekt hinbekommen, ihren Figuren passende Worte und Gedanken zu geben, an keiner Stelle hatte ich das Gefühl, lediglich eine konzipierte Romanfigur vor mir zu haben.

Das Figurenpersonal in Eleanor & Park?

Eleanor und Park habe ich als Figuren in mein Herz geschlossen. Sie kamen mir so fürchterlich real vor, dass ich manchmal einige Sekunden brauchte, um zu realisieren, dass ich lese. Und das passiert mir nur äußerst selten. Dies hing vor allem mit der extrem guten Gestaltung der Figuren zusammen – unabhängig davon, ob Haupt- oder Nebenfigur. Es war einfach klasse. Beide Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein, haben ihre stimmigen Gedanken und Gefühle, ihre eigene Art zu reden und Dinge zu empfinden. Und das kam mir so unheimlich real vor, dass ich nach dem Lesen das Gefühlt hatte, gemeinsam mit Park einen besonderen Menschen verloren zu haben. Und auch die Nebenfiguren empfand ich als sehr realistisch angelegt. Sie hatten zwar nicht dieselbe Tiefe wie die Protagonisten, aber das war auch überhaupt nicht notwendig. Sie waren detailliert genug dargestellt, um ihr Handeln zu motivieren, was oftmals bei anderen Werken schon nicht der Fall ist.

Positives über Eleanor & Park?

Ich habe mich in Eleanor und Park verliebt. Die beiden wurden für eine kurze Lesezeitspanne meine Freunde, Teil meines Lebens und erholsamer Ausgleich. Ihre Geschichte hat mich gefesselt und verzaubert. Mit der Geschichte bin ich fast komplett glücklich, die Romantikerin in mir hätte sich ein anderes Ende gewünscht, aber auch das passt super in die Geschichte. Dennoch wäre ich einem Folgeband nicht abgeneigt.

Empfehlung zu Eleanor & Park?

Ich kann das Buch uneingeschränkt an jeden Lesehamster mit Herz empfehlen, der Lust auf die etwas andere Liebesgeschichte hat. Eleanor & Park ist ehrlich, realistisch und nicht romantisch verklärt. Ich hatte oft das Gefühl von Fiktion verloren, so wirklich kam mir das Beschriebene vor. Ich danke Steffi aka Sema ganz herzlich dafür, dass sie mir Eleanor & Park geschenkt hat, denn ohne sie hätte ich diese Geschichte vermutlich erst viel später entdeckt.

Andere Meinungen zu Eleanor & Park:

 Klein Brina


[Montagsartikel] #22

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Guten Morgen ihr Lieben und willkommen zum neuen Montagsartikel!

Ab dieser Woche wird sich der Montagsartikel ein wenig verändern. In Zukunft möchte ich dieses Format nicht nur dazu nutzen, Bücherfresserchens Montagsfrage zu beantworten, sondern auch meine vergangene und kommende Woche vorstellen. Daher wird sich dieses Format nun in drei Abschnitte gliedern.

Montagsfrage Banner
Bücherfresserchen Montagsfrage im Montagsartikel

 

Magst du Bücher mit Gruselfaktor oder Horror und was gefällt dir daran?

Ich muss zugeben, einem guten Thriller gegenüber war ich in der Vergangenheit nicht abgeneigt. Allerdings zählen Horror, Psycho oder Thriller nun nicht unbedingt zu meinen liebsten Genre. Ich bin nämlich ein kleiner Angsthase. Vor allem gut geschriebene Thriller bringen mich nachts um meinen Schlaf. Das kann dann so weit gehen, dass ich mich nicht auf den Flur traue, aus Angst, jemand kommt unter meinem Bett oder aus meinem Schrank gekrochen. Dann muss der Thriller aber wirklich gut sein und auch von der Thematik passen. Leider gibt es Thriller, die von sich aus nicht wirklich gruselig oder spannend sind. Da fehlt der Nervenkitzel, die Angst und das Spiel mit der Psyche des Lesers. Bücher, die ich damals als gute Vertreter dieser Thematik ansah, sind die Bücher von Jilliane Hoffmann. Ich finde sie unheimlich gelungen. Allerdings kann ich über die aktuellen Bücher dieser Genre nichts sagen. Ein gewisser Gruselfaktor in Psychothrillern ist also definitiv enthalten.
Was ich dann schon eher weniger lese, ist Horror. Ich traue mich einfach nicht dran. Der Thriller ist für mich schon an der Grenze, Horror darüber hinaus. Ich schaue schon keine Horrorfilme, Bücher sind noch viel schlimmer. Bei einem Film ist das Gruseligste immer die Musik – und die kann man abschalten. Bei einem Buch kannst du die Umgebungsgeräusche deiner Wohnung nicht abschalten. Jedes Knarren wird verräterisch, jeder Schatten gefährlich. Dafür bin ich dann leider ein zu großer Angsthase.

Wie steht es mit euch? Lest ihr Horrorbücher?

Meine Woche vom 24.-30.10.2016

Diese Woche war wieder blogintensiver. Endlich mal wieder. Ich konnte euch einige Rezensionen hochladen, die schon seit einer Weile auf ihre Veröffentlichung warteten oder ganz frisch entstanden. Dennoch startet die Blogwoche mit der Ankündigung einer recht langen Leserunde, die sich als taugliche Challenge zum TBR-Abbau präsentiert: Die Messeblues-Challenge. In einem Zeitraum vom 24.10. bis zum 17.12.2016 darf gelesen werden bis zum Abwinken. Um die Challenge ein wenig spannender zu gestalten, gibt es kleinere Aufgaben, die das Lesen ein wenig prickelnder gestalten. Wer sich anmelden will schaut bei Philip vorbei.
Am Freitag und Sonntag konnte ich dann zwei Rezensionen zu Büchern veröffentlichen, die mir außerordentlich gut gefallen haben. Wer noch ein gutes Buch mit Flair sucht, kann sich die Rezensionen gerne anschauen.
Zum Lesen kam ich auch endlich wieder. Nachdem ich Falkenherz innerhalb der Woche beendet und rezensiert habe, griff ich zum zweiten Band der neuen Black Daggerausgabe und hatte ihn binnen 24 Stunden durchgelesen. Direkt im Anschluss habe ich dann das neuste Werk von Daniel Wolf begonnen, das ich erfreulicherweise auch schon zu 1/3 gelesen habe. Die Woche endete dann mit zwei Neuzugängen, die für die nächste Woche auch schon auf der imaginären Leseliste stehen.

Blogplan vom 31.-06.10.2016

Die Woche startet mit dem neuen Montagsartikel. Ansonsten wird es heute auf dem Blog ruhiger sein. Ich arbeite diese Woche dann an meinem Notizbuchrunden-Beitrag, der schon geraume Zeit geschrieben werden will. Diesen werde ich vermutlich an einem nicht-Rezensionstag veröffentlichen. Für Mittwoch, Freitag und Sonntag habe ich bereits Rezensionen fertig, die Rezensionen zu Black Dagger 2 und dem dritten Band der Fleury-Saga werde ich diese Woche schreiben. Ansonsten möchte ich meine Challengeseiten weiterhin aktualisieren und bei euch rumstöbern.

Was habt ihr diese Woche so geplant?


[Rezension] Unsterblich – Tor der Nacht

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Titel Unsterblich – Tor der Nacht
Reihe Unsterblich-Reihe
Band 2. Band
Autor Julia Kagawa
Übersetzer Charlotte Lungstraß
Illustrator
Verlag Heyne Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Fantasy, YA, Jugendbuch, Dystopie
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 544 Seiten
Bewertung .....

Unsterblich – Tor der Nacht in drei Worten?

Unvergesslich, Liebe, Spannung.

Cover & Gestaltung von Unsterblich – Tor der Nacht?

Schon beim ersten Band musste ich das Cover bewundern, und auch bei diesem kann ich nicht anders. Die Gestaltung des Covers ist einfach großartig. Die großflächige dunkle Gestaltung, das strahlende Blau und unten beim Titel ein helles grau. Es schafft die richtige Stimmung. Ich mag die Cover einfach unheimlich gerne.

Worum geht es in Unsterblich – Tor der Nacht?

Von der Handlung möchte ich euch nur so viel verraten, als dass sie nahtlos an den Geschehnissen des Auftaktbands anknüpft. Das Setting ist unverändert dystopisch-düster. Vampire regieren die Städte, nachdem sich eine Seuche ausgebreitet hat, die Menschen in hirnlose Untote verwandelt. In dieser Welt wächst Allie auf, die im ersten Teil der Trilogie von Kanin verwandelt wurde und nun auch ein Vampir ist. Die Stimmung ist recht düster und trostlos, findet durch Allies sarkastische Aussagen und Gedanken immer wieder einen Stimmungsaufheller.

Der Schreibstil von Julie Kagawa?

Julie Kagawa ist eine Göttin unter den Autorinnen. Sie schreibt lebhaft, spannend und fesselnd. Oft habe ich das Gefühl, unmittelbar in Allies Kopf zu stecken. Auch die Umgebungsbeschreibungen sind stimmig, es gibt nichts störendes, das vom Lesen abhält.

Das Figurenpersonal in Unsterblich – Tor der Nacht?

Oh, die Figuren. Ich liebe Allie, Kanin und Co. Allie ist eine durchsetzungsstarke, kluge junge Vampirin, die mich mit ihren sarkastischen Kommentaren von sich überzeugen konnte. Sie kämpft gegen ihre vampirische Seite an, um menschlich bleiben zu können, was sie meiner Meinung nach sehr gut schafft. In Band zwei der Trilogie lernt der Leser einige Figuren näher kennen, allen voran Allies Bruder im Blute Jackal. Ihn finde ich ja unheimlich unterhaltsam. Der Kerl hat es mir mit seinem schrägen Humor und seinen dummen Kommentaren wirklich angetan. Aber auch eine besondere Person taucht wieder auf, über die ich mich unheimlich gefreut habe.

Alles in allem aber kann ich sagen, dass mir Julie Kagawas Figuren sehr gut gefallen. Sie kommen mir realistisch konzipiert vor, haben Tiefe, dadurch auch Ecken und Kanten. Sie fühlen und denken und bieten dadurch eine hohe Identifikationsfläche.

Positives über Unsterblich – Tor der Nacht?

Ich habe mich so unheimlich über das Erscheinen einer Person gefreut, dass ich hüpfend auf dem Sofa saß. Die Verbindung zwischen Person A und einer weiteren finde ich unheimlich toll, da sie der Geschichte so viel gibt. Ich mochte die beiden schon im ersten Teil. Super fand ich auch die Plottwists, vor allem den am Ende. Ich hänge hier in der Luft, weil ich wissen will, wie es weitergeht. Der Cliffhanger hat mich voll im Griff. Dieses Ende ist aber auch einfach zu gemein, weil es einer meiner Lieblingsfiguren trifft.

Empfehlung zu Unsterblich – Tor der Nacht?

Wer Lust auf Vampire und Dystopien hat, ist mit der Unsterblich-Trilogie von Julie Kagawa sehr gut aufgehoben. Es gesellen sich ein spannender Plot, enorm liebevoll konstruierte Figuren und sarkastische Dialoge hinzu, die den zweiten Teil zu einer wahren Lesefreude machen. Ich danke dem Heyne Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Unsterblich – Tor der Nacht.


[Rezension] Weil ich ein Dicker bin

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Titel Weil ich ein Dicker bin
Reihe
Band Einzelband
Autor Bertram Eisenhauer
Übersetzer
Illustrator
Verlag C. Bertelsmann Verlag
Erschienen als Hardcover mit Schutzumschlag
Genre Sachbuch
Preis 19,99€ [RE]
Seitenzahl 336 Seiten
Bewertung ....

Weil ich ein Dicker bin in drei Worten?

Emotional, erleuchtend, eindrücklich.

Cover & Gestaltung von Weil ich ein Dicker bin?

Das Cover im Allgemeinen ist sehr hell und freundlich gestaltet. Zu sehen ist ein Elefant, der auf einer Bank sitzt und den Horizont betrachtet. Neben Fernweh überkommt mich beim Anblick des Buchs eine gewisse Melancholie, die ich vor allem nach der Lektüre des Buchs besser zuordnen kann. Die Gestaltung ist sachlich und klar, ohne überflüssigen Schnickschnack oder Verzierungen.

Worum geht es in Weil ich ein Dicker bin?

Bertram Eisenhauer berichtet in Weil ich ein Dicker bin über sein Leben als Übergewichtiger. Jedem dürften die Gedanken bekannt sein, wenn man ein wenig zugenommen hat, die Lieblingshose nicht mehr passt oder man sich in der Umkleidekabine in ein Teil zu zwängen versucht, das eigentlich die richtige Konfektionsgröße haben sollte, Bertram Eisenhauer kennt diese Probleme in einem stärkeren und viel frustrierendem Ausmaße. Er nimmt den Leser mit auf eine 52 Wochen andauernde Reise durch sein Leben, seine Diätversuche, seine Beziehungen und seinen aktuellen, begleiteten Abnehmversuch. Dabei schildert er mit einer gewissen Selbstironie, viel Charme und Charisma von den Dingen, die ihn zu einem Dicken gemacht haben. Es hat mich tief bewegt, wie ehrlich Bertram Eisenhauer mit seinen Lesern ist. Ich hatte das Gefühl, dass er stellenweise ausblendet, dass das von ihm Geschriebene veröffentlich wird. Es hat den Charakter eines sehr intimen Tagebuchs, das man zum Lesen in die Hand gedrückt bekommt. Er durchleuchtet sich, seine Vergangenheit und seine Gewohnheiten sehr genau, zeigt dabei aber vor allem das Schicksal der Übergewichtigen. Wie es ist, sich nicht mehr alleine richtig anziehen zu können. Wie sehr die abschätzigen Blicke, die einem pummeligen Menschen schon zusetzen, verletzen und nachwirken, teilweise noch Wochenspäter dein Selbstwertgefühl zerstören, sofern davon noch die Rede sein kann, und dich noch tiefer in deine Spirale treiben. Er spricht auch von der Verzweiflung der Verwandten, die mit einem an Übergewicht leidenden Menschen zusammenleben, ihre Hilfs- und Ausweglosigkeit, ohne dabei mitleidheischend zu sein. Er spricht offen und ehrlich über die Folgen und Konsequenzen des Übergewichts und darüber, welchen Anteil die Gesellschaft daran hat.
Ich möchte euch nichts vorweg nehmen, ihr sollt den Inhalt selbst erschließen. Mich jedenfalls hat der Inhalt, seine Lebensgeschichte in Abschnitten, sehr berührt und bewegt.

Der Schreibstil von Bertram Eisenhauer?

Man merkt es Bertram Eisenhauer deutlich an, dass er Redakteur in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist. Sein Schreibstil ist flüssig, sachlich und dennoch packend. Er schreibt humorvoll und emotional, ohne dem Leser ein bestimmtes Gefühl aufzupfropfen. Er lockert einige der Stellen, die mir besonders an die Nieren gingen, gekonnt auf und schafft es, eine Bandbreite von Eindrücken, Gedanken und Gefühlen widerzugeben.

Empfehlung zu Weil ich ein Dicker bin?

Weil ich ein Dicker bin hatte mich von seiner Thematik direkt angesprochen. Bertram Eisenhauer erzählt offen und ehrlich von seinem Erlebnisse, genauer von seinem Leben und eröffnet einem als Leser einen anderen Blickwinkel. Das Thema Gewicht ist für kaum jemanden ein angenehmes Thema, erst recht nicht, wenn es als krankhaft oder abnormal gewertet wird. Wenn es aber wirklich gesundheitsgefährdende Ausmaße annimmt, wird er wahrhaft ernst. Und aus dieser Perspektive wirft Bertram Eisenhauer seine Lebensgeschichte und Eindrücke in die Waagschale. Er hat es bei mir geschafft, ein neues Bewusstsein bezüglich der Thematik Gewicht/Übergewicht zu erlangen. Ich danke dem C. Bertelsmann Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Weil ich ein Dicker bin.


[Monatsstatistik] Lesemonat September 2016

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Hallöchen ihr Lieben!

Wo ist nur der September hin? Ende September habe ich eine wichtige Arbeit abgegeben, weswegen sich nun einiges bei mir ändert. Deswegen kommt auch diese Statistik ein wenig verspätet. Gelesen habe ich im September aufgrund dessen dann auch nicht, aber der Oktober sieht rosiger aus. Buchmesse, jede Menge Neuerungen und hoffentlich viel Positives.

Gelesene Bücher

57. „Die Tuchvilla“ von Anne Jacobs, 704 Seiten, 5/5

Immerhin ein Buch habe ich beendet, und das war auch noch richtig gut und fesselnd. Leseempfehlung! Ansonsten habe ich noch „Bella Germania“ von Daniel Speck begonnen, das ich in den nächsten Tagen auch beenden werde. Vor lauter Stress und Aufgaben bin ich nicht zum Lesen gekommen. Das soll sich wieder ändern. Für den Oktober plane ich einige Bücher, mal sehen, wie viele es wirklich werden.

Neuzugänge

Keine.

Challenges

Die Challenges werde ich am Wochenende nachtragen, seht es mir bitte nach.

Leseliste Oktober

Der Herbst ist da. Nachdem der September unheimlich sonnig und sommerlich war, kommen jetzt grauer Himmel, Regen und Kälte. Die perfekte Lese- und Handarbeitszeit. Momentan stricke ich zwei Decken und plane folgende Bücher:

1. „Nach dem Sommer“ von Maggie Stiefvater
2. „Ruht das Licht“ von Maggie Stiefvater
3. „In deinen Augen“ von
Maggie Stiefvater
4. „Bella Germania“ von Daniel Speck

5. „Erika Mustermann“ von Bettina Peters
6. „Das Gold des Meeres“ von Daniel Wolf

Ich habe mir einiges vorgenommen, wir werden sehen, was ich alles schaffe. Es sind einige Bücher in meiner Liste, die ich schon eine geraume Weile lesen möchte, die aber in der Menge an Büchern untergegangen sind. Das soll sich nun ändern. Neben viel Lesen und Handarbeiten steht für mich dann auch die Frankfurter Buchmesse 2016 an.

Wer von euch ist dabei? Ich würde mich sehr freuen, einige von euch wiederzusehen oder einmal kennen zu lernen. Was habt ihr in diesem Monat gelesen? Habt ihr Buchempfehlungen für mich?


[Rezension] Daughter of Smoke and Bone – Zwischen den Welten 1

8 Kommentare
Titel Daughter of Smoke and Bone – Zwischen den Welten 1
Reihe Zwischen den Welten
Band 1. Band
Autor Laini Taylor
Übersetzer Anna Julia und Christine Strüh
Illustrator
Verlag Fischer Jugendbuch Verlag
Erschienen als Hardcover mit Schutzumschlag
Genre Fantasy, Urban Fantasy, Jugendbuch
Preis 16,99€
Seitenzahl 496 Seiten
Bewertung .....

Daughter of Smoke and Bone – Zwischen den Welten 1 in drei Worten?

Mythisch, magisch, faszinierend.

Cover & Gestaltung von Daughter of Smoke and Bone – Zwischen den Welten 1?

Oh mein Gott, Daughter of Smoke and Bone ist ein wahrer Hingucker! Damit meine ich jetzt nicht den Schutzumschlag, sondern das wirklich hübsche Innenleben des Covers. Nimmt man den Schutzumschlag ab, entdeckt man ein zauberhaft gestaltetes Cover. Und es passt so perfekt zu Karou, der Protagonistin. Es ist einfach unglaublich schön. Ich habe mein Cover für 2016 gerade gefunden.

Worum geht es in Daughter of Smoke and Bone – Zwischen den Welten 1?

Karous Geschichte, von der ich euch hier nichts erzählen möchte – es besteht Spoilergefahr! – spielt hauptsächlich in unserer Welt. Allerdings spielen verschiedene mythologische Einflüsse und Magie eine Rolle, weshalb man als Leser in eine fantastische, zu Beginn jedoch nicht allzu fremdartige Welt entlassen wird. Mit zunehmender Handlung wird auch das Setting magischer und komplizierter. Bis das Buch dann mit einem fiesen Cliffhanger endet.
Die Sekundärwelt, die im Laufe der Handlung entworfen wird, hat mir sehr gut gefallen – zumindest die kurzen Einblicke, die ich gewinnen konnte. Eine wirklich gut konstruierte Welt.

Der Schreibstil von Laini Taylor?

Laini Taylor hat einen sehr eigenen Schreibstil. Sie gibt Karou und Akiva in ihren Kapiteln eine jeweils eigene Erzählinstanz, die sich auch durch ihre Ausdrucksweise unterscheiden. Wortwahl und Ausdrucksweise haben mich von Anfang an begeistern können. Das Buch lässt sich flüssig und gut lesen, sowohl Handlung als auch Schreibstil bauen Spannung auf und halten das Leserinteresse. Besonders gut gefällt mir das Verhältnis von Beschreibung und Dialog. Karou beschreibt ihre Umwelt gut genug, damit man sich als Leser alles bildlich vorstellen kann, ohne dabei zu viel zu beschreiben. Für mich das perfekte Verhältnis.

Das Figurenpersonal in Daughter of Smoke and Bone – Zwischen den Welten 1?

Ich hab Karou mit ihrer ausgeflippten Art und Weise ins Herz geschlossen. Sie ist eine selbstbewusste, kluge Protagonistin, die etwas Besonderes, etwas Magisches an sich hat. Das Magische erschließt sich dem Leser im Verlauf der Geschichte noch, dennoch ist es ihre Persönlichkeit, die mich in ihren Bann gezogen hat. Akiva steht dem aber in Nichts nach. Er hat mir von seinem Charakterdesign sehr gut gefallen, ihn genauer zu beschreiben würde jedoch einiges vorwegnehmen, weshalb ich an dieser Stelle lieber schweigen werde.
Die Nebenfiguren wie Zuzana, Karous bestes Freundin, und Kaz, Karous Ex, konnten mich mehr oder weniger überzeugen. Kaz ist ein Kotzbrocken, der ihr sicherlich noch Ärger machen wird. Zuzana hat das Herz am rechten Fleck und gefällt mir mit ihrer Art genauso gut wie Karou.

Positives über Daughter of Smoke and Bone – Zwischen den Welten 1?

Mir haben Figuren, Plot und Schreibstil sehr gut gefallen. Der Plot ist stellenweise klassisch für die Fantasy-Literatur, positioniert sich Karou doch als Außenseiterin der Gesellschaft, schafft es dann aber, eine neuartige (zumindest für mich) Geschichte zu erzählen, die aus einer sehr interessanten Quelle des Mythos ihre Inspirationen bezieht. Karou als Figur hatte für mich ebenfalls etwas außergewöhnliches, da sie weder klischeehaft hübsch und selbstbewusst, noch ein kluges Mauerblümchen ist. Sie ist eine souveräne junge Frau mit Talent, gutem Aussehen und Selbstbewusstsein, ist stark und in meinen Augen ein gutes Vorbild.

Empfehlung zu Daughter of Smoke and Bone – Zwischen den Welten 1?

Ich kann den ersten Band der Trilogie jedem wärmstens ans Herz legen, der mal eine etwas andere Protagonistin kennenlernen will. Auch die bemühte Mythologie des Fantasyromans ist außergewöhnlich und nicht alltäglich. (Mir fällt nur eine Reihe ein, die mit ähnlichen Mythologien arbeitet, da jedoch auf ganz andere Art und Weise.) Schnuppert rein, macht euch ein Bild und berichtet mir, wie euch Daughter of Smoke and Bone – Zwischen den Welten 1 gefallen hat.


[Monatsstatistik] August 2016

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Hallöchen ihr Lieben!

Und zack – da ist es auch schon September. Die Zeit zerrinnt einem zwischen den Fingern, und das Gefühl ist mehr als unangenehm. Latente Panik schiebt sich ein, das Großprojekt für die Uni will fertig werden. Dafür wird die Zeit langsam eng. Gelesen habe ich daher diesen Monat fast nur solche Bücher, die mir bei meiner Arbeit helfen. Doch auch privat ist das eine oder andere dazu gekommen. Immerhin, der Kopf möchte ja auch entspannen.

Gelesene Bücher

53. Kräuter der Provinz“ von Petra Durst-Benning, 512 Seiten, 4.5/5
54. „Eleanor & Park“ von Rainbow Rowell, 368 Seiten, 5/5
55. „Weil ich ein Dicker bin“ von Bertram Eisenhauer, 336 Seiten, 4/5
56. „Unsterblich – Tor der Nacht“ von Julie Kagawa, 544 Seiten, 5/5

Ich habe euch in diese Liste die mittelalterlichen Romane mal ausgespart, da ich sie ohnehin in keiner Liste führe. Sollte aber Interesse bestehen, kann ich gerne mal eine Reihe zur volkssprachlichen Literatur des Mittelalters verfassen, in der ich die bekanntesten Romane des Mittelalters mal bespreche. Schreibt es mir doch gerne in die Kommentare.

Ansonsten war der August wieder leseintensiver. 4 Bücher privat mit 1760 Seiten, dazu noch 4 versreiche höfische Romane und 1 Epos, damit kann ich mehr als zufrieden sein. In die endgültige Wertung gehen aber nur die privaten Bücher mit ein, die sich – gerade im Vergleich zu den Vormonten – mal wieder auf dem Weg der Besserung zeigt. Für den September kann ich aber vorhersagen, dass die Lesezeit noch weniger werden wird, aber bald ist es vorbei.

Neuzugänge

Hatte ich in den letzten Monaten keine Neuzugänge, so hatte es der August geburtstagsbedingt in sich.

1. „Das Ungeheuer“ von Terézia Mora
2. „Spinnentanz“ von Jennifer Estep
3. „Ein Sams zu viel“ von Paul Maar

4. „Grimms Kinder- und Hausmärchen Band 1“ von Hans und Jakob Grimm

5. „Grimms Kinder- und Hausmärchen Band 2“ von Hans und Jakob Grimm
6. „Grimms Kinder- und Hausmärchen Band 3“ von Hans und Jakob Grimm
7. „Baudolino“ von Umberto Eco
8. „Die tödlichen Talente des Mr. Diehl“ von Bradford Morrow

9. „Unsterblich – Tor der Nacht“ von Julie Kagawa
10. „Bella Germania“ von Daniel Speck

 

Challenges

Meine Challenges müsste ich im Oktober, wenn der ganze letzte Unistresse vorbei ist, mal wieder ordentlich einpflegen und aktualisieren. Momentan ist die Zeit einfach zu strak begrenzt, der Tag zu kurz für alles, was ich mir vornehme. Daher setze ich die Challenges in der Statistik nun mal aus.

Leseliste September

Im September werde ich, so befürchte ich zumindest, kaum zum Lesen kommen. Vielleicht schaffe ich mir kleinere Zeitfenster, in denen ich lesen werde, das wäre jedenfalls sehr wünschenswert. Geplant habe ich, meine noch begonnenen Bücher zu beenden, auch wenn diese nicht zur neuen Sub-Abbau-Extrem Monatsaufgabe passen. Da sie aber bereits vor dem 01. September begonnen waren, sollte das kein Problem sein. Ansonsten werde ich ein wenig nach Lust und Laune lesen.


[Rezension] Der Winterpalast

Keine Kommentare
Titel Der Winterpalast
Reihe
Band Einzelband
Autor Eva Stachniak
Übersetzer Peter Knecht
Illustrator
Verlag Suhrkamp Insel Verlag
Erschienen als Klappbroschur
Genre Historischer Roman
Preis 5€
Seitenzahl 544 Seiten
Bewertung .....

Der Winterpalast in drei Worten?

Intrigen, Spionage, Macht.

Cover & Gestaltung von Der Winterpalast?

Das Cover zu Der Winterpalast hat mich direkt angesprochen. Die helle Gestaltung passt jahreszeitlich sehr gut in das Zarenreich Russland des 18. Jahrhunderts. Vor allem der Palast mit seiner reichlichen Ausgestaltung kommt an die Dekadenz der Zarin im Roman heran. Alles in allem war dieser Kauf ein absoluter Coverkauf, vor allem, da Der Winterpalast zusätzlich reduziert zu kaufen war.

Worum geht es in Der Winterpalast?

In einem Abschnitt von 20 Jahren begleitet man als Leser die junge Polin Barbara, die mit ihren Eltern nach Russland kommt. Nach dem Tod ihrer Eltern findet sich das junge Mädchen am kaiserlichen Hof wieder, wo es direkt in einen unendlichen Strudel aus Intrigen, Macht und Spionage hereingezogen wird. Dabei werden besondere Passagen ihres Lebens gesondert hervorgehoben und erzählt. Dabei wird schillernd eine kaiserliche Welt voller Macht, Reichtum und Dekadenz gezeichnet, der Intrigen und Spionage nicht fremd sind. Besonders im Vordergrund steht die Beziehung von Barbara und Sophie, die zur nächsten Zarin ernannt werden will.

Der Schreibstil von Eva Stachniak?

Mir hat Eva Stachniaks Schreibstil sehr zugesagt. Sie schreibt bildlich und bindet alle Sinne in den Lesevorgang mit ein. Ich konnte das Rascheln der Stofflagen der Kleider der Kaiserin hören, ihr Parfum riechen und den Staub im Licht tanzen sehen, wenn die Kammerdienerinnen putzten. Ihre Wortwahl ist der Handlungszeit angepasst, ohne gewollt zu wirken. Barbaras Gedankenmonologe entwickeln sich parallel zur Handlung. All das habe ich sehr genossen.

Das Figurenpersonal in Der Winterpalast?

Mit Barbara hat man eine Protagonistin, die man gerne mag. Sie entwickelt sich im Laufe des Romans sehr weiter, was auch an der Zeitspanne von 20 Jahren liegt, innerhalb derer der Roman angelegt ist. Man trifft Barbara als junges Mädchen mit ihren Eltern und begleitet sie dann auf ihrem Werdegang am kaiserlichen Hof. Somit durchläuft Barbara viele Phasen, macht viele unschöne Erfahrungen und muss einige Schicksalsschläge aushalten. Unterstützt wird sie dabei von mehr oder weniger vertrauenswürdigen Personen. Vor allem der Kanzler hat mich an den Rand meiner Selbstbeherrschung gebracht, den Grund werde ich euch hier nicht verraten.
Besonders gut hat mir gefallen, dass die Autorin Eva Stachniak historische Persönlichkeiten in ihren Roman eingebunden hat. Dabei waren sie glücklicherweise weder zu flach noch zu gewollt konstruiert. Sie wirkten greifbar und real. Zwar kommen die Monarchen dieser Geschichte nicht durchweg positiv weg, aber das ist eine andere Geschichte.
Gestaltet waren die wichtigsten Figuren des Romans sehr gut, Nebenfiguren fielen stellenweise flach aus, was an diesen Stellen aber nicht gestört hat.

Positives über Der Winterpalast?

Ich mag historische Romane sehr gerne. Dabei müssen sie für mich keinen Anspruch auf Authentizität oder Historizität stellen. Natürlich ist es schön, wenn das Setting, Plot und Figuren gut zusammenpassen und ein stimmiges Bild ergeben. Da kann eine Figur ruhig von ihrem historischen Vorbild abweichen, wenn es dafür zur Geschichte passt. Es soll unterhaltende Literatur sein, keine Geschichtsschreibung. Besonders begeistert bin ich aber immer dann, wenn Autoren sich schwarze Löcher der Biografien historischer Persönlichkeiten zunutze machen, diese ausfüllen und mit historischen Begebenheiten untermauern. Und genau ein solches Buch bekommt man mit Der Winterpalast.

Kritik an Der Winterpalast?

Ich hatte ein Problem mit dem Ende des Buchs. Es kam mir zu schnell und abrupt, war zu offen und ließ mich irgendwie unzufrieden zurück. Zwar bewundere ich Barbara für ihre Entwicklung und ihren Mut, unklar bleiben allerdings dennoch ein paar Dinge. Aber das ist mein ganz persönliches Empfinden. Während ich diese Rezension schreibe, habe ich meinen Unwillen dem Ende gegenüber beinahe komplett vergessen. Zurückbleibt ein gutes Gefühl, das Buch gelesen und genossen zu haben.

Empfehlung zu Der Winterpalast?

Wer Intrigen, kaiserliche Machtspiele, historische Romane, Spione und starke Frauenfiguren mag, wird mit Der Winterpalast ein gutes Buch für angenehme Lesestunden bekommen. Das Buch lässt sich schnell und flüssig lesen, das Setting macht es zu etwas Besonderem und die Figuren tun ihr übriges.