[Rezension] Selection – Die Krone

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Titel Selection – Die Krone
Reihe Selection-Reihe
Band 5. Band
Autor Kiera Cass
Übersetzer Susann Friedrich und Marieke Heimburger
Illustrator
Verlag Fischer Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Jugendbuch, Dystopie
Preis 16,99€
Seitenzahl 352 Seiten
Bewertung

Selection – Die Krone in drei Worten?

Leicht, unterhaltend, schön.

Cover & Gestaltung von Selection – Die Krone?

Die Selection-Cover haben mir bisher ausnahmslos gut gefallen. Ein Model, das America darstellen könnte, stand im Zentrum des Bildes, die Farben waren hell. Das Cover des 5. Bands ist erneut in dunkleren Lilatönen gehalten, was gut zum Vorgängerband passt. Damit schließt sich der 5. Band optisch super an den Vorgängerband an; gemeinsam heben sie sich von den Vorgängerromanen ab. Wieder ein wunderschönes Cover.

Worum geht es in Selection – Die Krone?

Der Abschlussband der Selection-Reihe fährt einiges an Wendungen auf, die ich so nicht kommen gesehen habe. Eadlyn führt noch immer das Casting, das in die letzten Züge geht. Zudem muss sie mit politischen Unruhen kämpfen.

Der Schreibstil von Kiera Cass?

Kiera Cass‘ Schreibstil ist gewohnt leicht und luftig. Ich kam gut im Buch voran, konnte tolle Dialoge und Wortwechsel genießen und hatte einfach Spaß am Lesen.

Das Figurenpersonal in Selection – Die Krone?

Während mich Eadlyn mit ihrer gefühlskalten und egozentrischen Art im vierten Band noch enorm genervt hat, macht sie im fünften Buch eine wundervolle Wandlung durch. Das Casting beginnt sie zu berühren und auch abseits ihrer Familie erkennt man erste Gefühlsregungen.
Da ich euch nicht spoilern möchte, werde ich nichts über die Jungs im Einzelnen schreiben, sondern im Kollektiv von ihnen reden. Während das Casting voranschreitet, lernt man als Leser auch die Teilnehmer besser kennen. Es kristallisieren sich Lieblinge heraus, die nette Charakterzüge haben, stellenweise aber dennoch recht blass konstruiert sind. Im Vergleich zum vierten Band treten sie jedoch sehr viel deutlicher in den Vordergrund.

Positives über Selection – Die Krone?

Es gibt einige Wendungen, die ich so nicht habe kommen sehen und die mich überraschen konnten. Vor allem wird der Cliffhanger des Vorgängerbands gelöst und man bekommt auch mehr Kontakt zum Casting und dessen Teilnehmern. Eadlyn taut deutlich auf, wenngleich sie nicht das Level von America und Maxon erreicht.

Kritik an Selection – Die Krone?

Stellenweise ging es mir ein wenig zu schnell. Eadlyn hatte zu wenig Zeit, sich zu entfalten und zu entwickeln, einige Wendungen kamen aus heiterem Himmel. Sie wirken dadurch ein wenig zu gezwungen. Auch bin ich mit dem Ende nicht hundert Prozent glücklich, da es zu früh ist und der Leser nicht mehr über die Zukunft erfährt, aber wann bin ich das schon?

Empfehlung zu Selection – Die Krone?

Ich bereue es nicht, den Abschlussband der Selection-Reihe gelesen zu haben. Das Ende ist zufriedenstellend, wenngleich es mich nicht glücklich macht. Eadlyn hat sich zu einer netten Protagonistin gemausert, der man gerne über die Schulter schaut. Alles in allem ein befriedigender Abschluss einer wundervollen Reihe.


[Rezension] Selection – Die Kronprinzessin

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Titel Selection – Die Kronprinzessin
Reihe Selection-Reihe
Band 4. Band
Autor Kiera Cass
Übersetzer Lisa-Marie Rust und Susann Friedrich
Illustrator
Verlag Fischer Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Jugendbuch, Dystopie
Preis 16,99€
Seitenzahl 400 Seiten
Bewertung

Selection – Die Kronprinzessin in drei Worten?

Leicht, locker, fluffig.

Cover & Gestaltung von Selection – Die Kronprinzessin?

Die Selection-Cover haben mir bisher ausnahmslos gut gefallen. Ein Model, das America darstellen könnte, stand im Zentrum des Bildes, die Farben waren hell. Das Cover des 4. Bands ist in dunkleren Lilatönen gehalten, während ein neues Model im Zentrum steht, vermutlich Eadlyn. Damit bleibt der Reihencharakter erhalten, der Protagonistenwechsel wird jedoch auch optisch direkt deutlich. Alles in allem ein hübsches Cover.

Worum geht es in Selection – Die Kronprinzessin?

Wie auch in den ersten drei Bänden steht ein Casting im Vordergrund der Geschichte. Allerdings ist es kein Prinz, der seine Prinzessin sucht, sondern die Kronprinzessin, die ihren Prinzgemahl sucht. Und von der Idee überhaupt nicht begeistert ist. Da ist Stress doch vorprogrammiert.

Der Schreibstil von Kiera Cass?

Kiera Cass schreibt gewohnt flüssig und locker. Man kommt schnell voran, das Buch ist einfach zu lesen und gut verständlich. Es gibt eine angenehme Balance aus Dialogen und Beschreibungen, die Dialoge sind oft lustig und spritzig.

Das Figurenpersonal in Selection – Die Kronprinzessin?

Ich konnte selten eine Protagonistin so wenig leiden wie in Selection – Die Kronprinzessin. Eadlyns Wahlspruch ist Ich bin Eadlyn Schreave und keiner ist mächtiger als ich. Ich hätte ihr am liebsten den Hals umgedreht. Sie ist dadurch so unnahbar und gefühlskalt, dass es zu Beginn nicht immer schön war ihr zu folgen. Zwar hat sie durchaus ihre schönen Momente, vor allem mit ihrer Familie, die sind jedoch sehr selten.
Die 35 Bewerber bleiben in Band vier recht farblos, was ich unfassbar schade finde. Der Fokus liegt auf anderen Aspekten aus Eadlyns Leben, sodass die Jungs kaum Zeit bekommen, sich wirklich vorzustellen. Auch die Familie – allen voran Maxon und America – bleiben recht zurückhaltend im Hintergrund.

Positives über Selection – Die Kronprinzessin?

Es ist ein kurzweiliges Buch zum Entspannen und Abschalten. Es macht Spaß wieder Teil der Welt von Illéa zu sein, alte Bekannte zu entdecken und ihren Werdegang nachzuvollziehen. Das Ende ist ungemein spannend, da ein fieser Cliffhanger den Leser bei der Stange hält und mich schnellstens zum nächsten Buch greifen lies.

Kritik an Selection – Die Kronprinzessin?

Leider kommt die Stimmung des vierten Bands nicht an die Atmosphäre der ersten drei Bücher heran. Dies liegt vor allem an der veränderten Situation und der grundlegenden Konstellation. Eadlyn und America wollten zwar beide nicht am Casting teilnehmen, allerdings macht America das Beste aus ihrer Situation. Eadlyn hingegen ist anfangs auf ihren eigenen Vorteil aus. Auch kommt das Casting gefühlt nicht richtig in Gang.

Empfehlung zu Selection – Die Kronprinzessin?

Trotz einiger Kritikpunkte hat mir das Lesen Spaß gemacht. Ich bin nur so durch den vierten Band geflogen und habe die Seiten inhaliert. Das Casting hat zwar nicht dieselbe Bedeutung wie in den ersten drei Bänden, dennoch ist eine Entwicklung erkennbar. Freunde der vorigen Selection-Bände können Band vier gerne lesen.


Montagsartikel Nr. 36

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Guten Morgen ihr Lieben und willkommen zu Montagsartikel Nr. 36!

Ich habe mit Schrecken feststellen müssen, dass ich in der vergangenen Woche nichts gepostet habe. Die letzte Woche war im privaten Bereich sehr aufschlussreich, spannend und lehrreich, da musste der Blog ein wenig zurückstehen. Diese Woche startet sehr anregend und spannend, da ich heute Morgen einen vielversprechenden und sehr schönen Termin hatte und Buchpost auspacken durfte. Besser kann ein Montagmorgen doch kaum starten! Legen wir los mit dem Montagsartikel.

Welche Neuerscheinung auf die du dich freust, erscheint als nächstes?

Die Einzahl in der heutigen Montagsfrage schränkt meine Antworten drastisch ein. Denn ich kann euch nicht nur eine Neuerscheinung nennen, sondern viele Neuerscheinungen. Aber heute wollen wir uns doch mal an die Montagsfrage halten, schließlich habe ich bereits letzte Woche die Grenzen der Fragen ein wenig sehr ausgedehnt.

Entschieden habe ich mich für „Das Labyrinth der Lichter“ von Carlos Ruiz Zafón.

Spanien in den dunklen Tagen des Franco-Regimes: Ein Auftrag der Politischen Polizei führt die eigenwillige Alicia Gris von Madrid zurück in ihre Heimatstadt Barcelona. Unter größter Geheimhaltung soll sie das plötzliche Verschwinden des Ministers Mauricio Valls aufklären, dessen dunkle Vergangenheit als Direktor des Gefängnisses von Montjuïc ihn nun einzuholen scheint. In seinem Besitz befand sich ein geheimnisvolles Buch aus der Serie ›Das Labyrinth der Lichter‹, das Alicia auf schmerzliche Weise an ihr eigenes Schicksal erinnert. Es führt sie in die Buchhandlung Sempere & Söhne, tief in Barcelonas Herz. Der Zauber dieses Ortes schlägt sie in seinen Bann, und wie durch einen Nebel steigen Bilder ihrer Kindheit in ihr auf. Doch die Antworten, die Alicia dort findet, bringen nicht nur ihr Leben in allerhöchste Gefahr, sondern auch das der Menschen, die sie am meisten liebt.

© S. Fischer Verlag

 

Ich liebe die Bücher von Carlos Ruiz Zafón seit ich „Im Schatten des Windes“ zur Hand genommen habe. Er hat mich in eine literarische Welt entführt, die ich nicht mehr missen möchte. Daher freue ich mich wahnsinnig auf den 16. März 2017 und werde mir das Buch direkt am selben Tag noch kaufen. Ich kann es kaum erwarten, da mich die Inhaltsangabe, die ihr durch klicken auf den Spoilerbutton lesen könnt, sehr anspricht. Ich sehe mich vor meinem geistigen Auge schon vor dem Schaufenster meiner Lieblingsbuchhandlungen stehen, genau wie der kleine Junge: Die Nase und Hände an das Schaufenster gedrückt, vor Freude auf- und abhüpfend. Wir werden sehen.

Durch klicken auf das Bild landet ihr auf der Fischer Verlagsseite, hier gelangt ihr zur Leseprobe.

 

 

 

Wie war deine Woche?

Wie ich euch oben schon verraten habe, war meine vergangene Woche sehr spannend und lehrreich. Leider war sie dadurch sehr lesearm und wenig blogreich. Dafür wurde am Wochenende der Blog aktualisiert – glücklicherweise funktioniert noch alles. Meine größte Sorge war nämlich, dass das Design mit dem Blogupdate nicht mehr funktioniert. Ansonsten bin ich gerade fleißig dabei, ältere Artikel nachträglich im Hinblick auf SEO zu überarbeiten. Wie ich mit den ältesten Rezensionen und Beiträgen umgehen werde, habe ich noch nicht beschlossen. Aber ich denke, es wird einen guten Weg geben, die Beiträge beizubehalten wie sie sind und sie mit SEO zu kombinieren.

Lesetechnisch war diese Woche auch recht zurückhaltend. Mit „Black Dagger – Vishous & Jane“ konnte ich immerhin ein Buch verschlingen, wobei ich hier zum ersten Mal an der Reihe von J.R. Ward etwas auszusetzen habe. Ich war nämlich leider mit einer Entwicklung gegen Ende des Buchs überhaupt nicht glücklich. Aber dazu mehr in meiner kommenden Rezension.

Für die nächste Woche habe ich ein paar Buchleckerbissen geplant, möchte euch die beiden ausstehenden Rezensionen der zuletzt gelesenen Bücher vorstellen und ein wenig im Hintergrund weiterarbeiten. Neben der SEO-Aktualisierung älterer Artikel möchte ich nun auch endlich meine Rezensionen mit Bildern versehen. Da habe ich auch schon ein paar Ideen und werde mich bei den neueren Rezensionen zuerst austoben und mir gerne konstruktive Kritik zu Herzen nehmen. Wer also Tipps hat, immer her damit!

Gehst du auf die Leipziger Buchmesse? An welchen Tagen wirst du da sein? Und falls nicht: Wie vertreibst du dir die messefreie Zeit?

Geplant ist es für dieses Jahr leider nicht, aber ich würde nur zu gerne mal auf die Leipziger Buchmesse. Für 2018 ist es fest in Planung. So richtig schön mit Hotel, Messebesuch und Stadtbummel. Der Freund muss, als Buchsuchti in Ausbildung, natürlich auch mit auf die Messe. Ich werde mir die messefreie Zeit vermutlich mit vielen tollen Büchern versüßen, während ich in euren Messeberichten schwelgen werde. Wer von euch geht denn auf die Leipziger Buchmesse und plant einen Artikel dazu? Und wer von euch wird über die sozialen Medien live berichten?

Was war dein Wochenhighlight?

Mein Wochenhighlight war der Geburtstag einer meiner liebsten Mitmenschen. Dazu soll erwähnt sein, dass wir es hier mit einem kleinen Geburtstagsmuffel zu tun haben, für mich Geburtstage aber das absolut Größte sind. Dementsprechend erfreut war ich dann auch, dass gefeiert wurde. Als anständiger Buchsuchti war mein Geschenk stark buchlastig, schließlich will man auch andere Menschen mit Lesen infizieren – wobei das Geburtstagskind selbst ein bibliophiler Mensch ist. Zum Glück! Lange Rede, kurzer Sinn: Das strahlende Gesicht meines Geburtstagskindes war das Highlight meiner Woche. Nichts ist so erfreulich wie das Strahlen eines Menschen, den man soeben glücklich gemacht hat.


[Rezension] Einen Scheiß muss ich

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Titel Einen Scheiß muss ich
Reihe
Band Einzelband
Autor Tommy Jaud
Übersetzer
Illustrator
Verlag Fischer Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Humoristischer Roman, Anti-Ratgeber
Preis 16,99€ [LE]
Seitenanzahl 320 Seiten
Bewertung ...

Das Buch in drei Worten?

Anti-Ratgeber, ironisch, ungewohnt.

Das Cover?

Tommy Jauds neustes Werk strahlt den Leser in einem unglaublich schönen Blauton an. Kontrastreich in Gelb gehalten stehen Autorname und rhetorische Fragen der Kapitel auf dem Cover. In Weiß gehalten und erhaben ist der Titel zu lesen.

Die Handlung/Das Setting?

Tommy Jaud spielt in Einen Scheiß muss ich mit einer fiktiven Autorrolle, die die Position der Erzählinstanz einnimmt. Dadurch entsteht eine vielschichtige Kommunikationssituation, die mich am meisten interessierte.

Von einer Handlung zu sprechen wäre in diesem Fall unpassend, da der fiktive Autor Sean Brummel einen Anti-Ratgeber geschrieben hat, der dem Leser das schlechte Gewissen austreiben soll, wenn es um gesellschaftliche Konventionen geht. Die Idee an sich finde ich klasse, die Umsetzung war nicht schlecht, konnte mich leider aber nicht vom Hocker hauen. Dies lag zum einen an Sean Brummel, zum anderen an meinen enorm hohen Erwartungen, da Tommy Jauds Hummeldumm die Latte wirklich hoch gelegt hatte. Leider blieb Einen Scheiß muss ich unter meinen Erwartungen. Versteht mich nicht falsch, das Buch hat eine Aussage, die ich stellenweise ganz gut finde, aber nicht immer blind unterschreiben kann. Auch war das Buch humorvoll. Es konnte mich aber einfach nicht so mitreißen, wie ich es mir gewünscht hätte.

Der Schreibstil?

Der Schreibstil ist typisch Tommy Jaud. Er ist knackig, frisch und auf den Punkt. Der Ton schwankt zwischen Ernsthaftigkeit, Ironie und Sarkasmus. Hier gab es für mich absolut nichts auszusetzen.

Die Figuren?

Sean Brummel konnte ich überhaupt nicht ab. Ich kann es nicht mal genau benennen warum, aber der Protagonist ist mir einfach unsympathisch gewesen. Stellenweise empfand ich die dargestellten Meinungen unter all ihrer Satire als gesellschaftskritisch, die dann durch Gedanken und Ansichten des Protagonisten zunichte gemacht wurden. Interessant fand ich allerdings, dass Tommy Jaud Fußnoten in seinen Roman eingebaut hat, was diesem in Bezug auf einige Aussagen die Fiktionalität raubt und einen interessanten Nebenaspekt bietet.

Positives?

Tommy Jaud trifft einen Nerv: Er zeigt satirisch unsinnige Konventionen und Erwartungen der Gesellschaft auf, die ich selbst als unsinnig erachte und die Darstellung im Buch gut nachvollziehen konnte. Auch der Schreibstil war gewohnt auf den Punkt.

Negatives?

Sean Brummel und ich, das wird keine Liebesgeschichte. Auch einige Kapitel des Buchs konnten mich nicht überzeugen. Satire schön und gut, einige Stellen konnte ich einfach nicht mehr als Satire verbuchen.

Empfehlung?

Stellenweise war ich kurz davor, das Buch abzubrechen. Das Buch bietet Kurzweil und kann auch zum Nachdenken anregen, leider zieht sich das nicht durch das gesamte Buch. Vielleicht gefällt es Lesern besser, die neutral an das Buch herantreten können, mir war dies leider nicht möglich. Dafür konnte mich Tommy Jaud mit Hummeldumm einfach zu sehr begeistern und zum Lachen bringen. Schnuppert einfach mal rein!


[Rezension] Seiten der Welt – Nachtland

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Titel Seiten der Welt – Nachtland
Reihe Seiten der Welt
Band 2. Band
Autor Kai Meyer
Übersetzer
Illustrator
Verlag FJB
Erschienen als Hardcover
Genre Phantastik, Fantasy, Jugendbuch
Preis 19,99€
Seitenanzahl 591 Seiten
Bewertung ....

Das Buch in drei Worten?

Bibliomantisch, düsterer, eigenständig.

Das Cover?

Ganz anders als der Titel Seiten der Welt –Nachtland zunächst vermuten lässt, ist das Cover wunderschön hell. Es bildet mit seiner weiß-blauen Optik einen starken Kontrast zum dunkelbraun/schwarzen mit Gold verziertem Vorgänger und ist dabei ebenso schön. Gemeinsam sehen sie einfach großartig im Regal aus. Ein durchaus gelungenes Cover.

Die Handlung/Das Setting?

Wir bewegen uns mit den Büchern der Seiten der Welt-Reihe in der Phantastik. Es gibt zwei Welten, eine reale und eine magische, zwischen denen unsere Protagonistin Furia wechseln kann. Dabei ist der Anteil der magischen Sekundärwelt in diesem Band durchaus höher als noch im Vorgängerband, was mir sehr gut gefallen hat. Anders als Band 1 wurde es in Nachtland eine Spur düsterer. Furia und ihre Freunde erkunden die Unterwelt der bibliomantischen Welt und geraten in neuerliche spannende Abenteuer. Vor allem das Ende hat es ziemlich in sich, wie es einen so vollkommen ahnungslos und auch atemlos zurück lässt.

Der Schreibstil?

Es ist Kai Meyer von dem wir hier reden. Ich liebe seinen Schreibstil und entdecke gerade Stück für Stück all seine Werke für mich. Wie gut, dass ich damit auch zeitgleich meine Uni-Leseliste abarbeite. Kein Scherz!

Die Figuren?

Es sind alle bekannten und geliebten Figuren wieder mit dabei, auch wenn wir auch in diesem Band einige schwere Verluste erleiden müssen. Mit Furia kann ich mich immer noch ziemlich gut identifizieren und habe mit ihr gelitten. Vor allem die Episode um Isis hat mich mitgenommen, sehe ich die ganze Sache doch ähnlich wie Furia. Leider hatte ich ein wenig Probleme, alle Veränderungen und deren Folgen aus Furias schwerwiegendem Eingriff innerhalb des ersten Buchs nachzuvollziehen, ist man sich doch nicht immer so sicher, ob es sich bei einigen Figuren um Exlibri, Bibliomanten oder eine Mischung handelt.

Positives?

Ich konnte wieder in die Welt um Furia und ihr Schnabelbuch abtauchen. Es geht handlungsreich weiter. Viele neue Handlungsstränge werden eingeführt, die neue Fragen aufwerfen. Zeitgleich werden einige Fragen beantwortet. Dennoch wurden mehr neue Fragen aufgeworfen als alte beantwortet, was mich sehr neugierig auf Band 3 macht, der im Frühjahr 2016 erscheinen wird. Auch der Cliffhanger am Ende tut sein Übriges.

Negatives?

Man sollte Band 2 nicht zu lange nach dem ersten Band lesen. Leider ist mir genau das zum Verhängnis geworden. Ich konnte mich nicht mehr an alles ganz genau erinnern, musste Seiten zurückblättern und war beim Lesen, aus privaten Gründen, recht abgelenkt. Nachtland ist detaillierte und braucht mehr Aufmerksamkeit als andere Bücher. Abgelenkt sein kommt diesem Buch nicht an. Deswegen freue ich mich schon auf meinen persönlichen Reread an Weihnachten.

Empfehlung?

Auf jeden Fall. Ich habe Seiten der Welt – Nachtland sehr gerne gelesen. Ich bin gerne in Furias Welt abgetaucht und habe mir mit jeder Seite mein eigenes Seelenbuch gewünscht. Möglich eines, das ebenso frech und vorlaut ist wie Furias Schnabelbuch. Wer also Phantastik liebt, Kai Meyers Bücher verschlingt und Bücher mit Büchern zum Thema gern hat, ist hier goldrichtig. Und auch die, die sich nicht angesprochen fühlen, sollten in dieser Reihe einmal hineinschnuppern.