[Rezension] Das Orchideenhaus

3 Kommentare
Titel Das Orchideenhaus
Reihe
Band Einzelband
Autor Lucinda Riley
Übersetzer Sonja Hauser
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 9,99€
Seitenzahl 560 Seiten
Bewertung
Das Orchideenhaus
Das Orchideenhaus

Die Bücher von Lucinda Riley sind für mich aus vielerlei Gründen besonders unterhaltsam. Zum einen gefallen mir ihre Plots, Figuren und zeitlichen Settings immer sehr gut. Grund genug, Das Orchideenhaus endlich zu lesen, das eine ganze Weile auf meinem TBR schmachten musste.

An Lucinda Rileys Romanen fasziniert mich am meisten, dass mich nicht nur die historischen Handlungsstränge fesseln können, sondern auch die der Gegenwart. In Das Orchideenhaus führt ein schwerer Schicksalsschlag die Protagonistin Julia zurück an die Orte ihrer Kindheit, die erschütternde Geheimnisse bergen. Geheimnisse, die im historischen Handlungsstrang verborgen liegen und eine bewegende Geschichte eröffnen.

Julia hat mir als Protagonistin der Gegenwart in Das Orchideenhaus sehr gut gefallen

Julia hat mir als Protagonistin der Gegenwart sehr gut gefallen. Ihre Geschichte ist sehr verzwickt und erfährt am Ende eine überraschende Wandlung, die ich nicht habe kommen sehen. Nachdem sie bei einem Unfall ihre Familie verlor, muss sie den Weg zurück in ihr Leben finden. Dabei unterstützt sie Kit, der mir außerordentlich gut gefallen hat. Er ist ein warmherziger und hilfsbereiter Charakter, der mir beim Lesen viel Freude bereitet hat.

Die Figuren der Vergangenheit der Jahre des Zweiten Weltkriegs sind vielfältig. Am bedeutsamsten sind jedoch Harry, Olivia, Bill und dessen Frau Elsie. Wobei die Handlung nur aus der Perspektive von Harry und Olivia berichtet wird. Olivia ist zu Beginn der Geschichte ein zauberhaftes Mädchen, das ich unheimlich gerne hatte. Ihre Geschichte und Schicksalsschläge haben mich bewegt. Es war stellenweise nicht angenehm ihre Geschichte zu begleiten, da sie gleich an mehreren Stellen von ihr wichtigen Personen hintergangen wird. Harry hingegen war mir anfangs recht sympathisch, wirkte ein wenig zurückhaltend aber sehr fürsorglich. Den Verlauf seiner Geschichte habe ich als ambivalent empfunden, da er einige Entscheidungen trifft, die ich nicht gut heiße, wenngleich ich ihn in gewisser Weise verstehen kann.

In Das Orchideenhaus wurden Vergangenheit und Gegenwart sehr gut zusammengefügt

Die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart wurde sehr überzeugend umgesetzt. Das Orchideenhaus konnte alle offenen Fragen bei mir klären, mich mit einer in sich schlüssigen und konsistenten Lösung überzeugen und zufriedenstellen. Nichts ist unbefriedigender als ein Ende, das im Angesicht des Plots keinen Sinn ergibt. Lucinda Riley konnte aber alle Fäden bündeln und miteinander verweben. Es blieben keine Fragen offen.

Mein Romantikerinnenherz ist ebenfalls voll auf seine Kosten gekommen. Ob allerdings in der Vergangenheit oder Gegenwart, das müsst ihr selbst herausfinden. Mit Das Orchideenhaus habe ich einen facettenreichen und schillernden historischen Roman gelesen, der lebendige Figuren, tolle Handlungsstränge und spannende Plottwists besitzt. Für Freunde von historischen Romanen oder speziell den Romanen von Lucinda Riley eine volle Leseempfehlung!


[Rezension] Das Lied der Hugenotten

6 Kommentare
Titel Das Lied der Hugenotten
Reihe Die Hugenotten
Band 1. Band
Autor Deana Zinßmeister
Übersetzer
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 576 Seiten
Bewertung

Das Lied der Hugenotten in drei Worten?

Fesselnd, emotional, begeisternd.

Cover & Gestaltung von Das Lied der Hugenotten?

Wie schon so oft habe ich Das Lied der Hugenotten wegen des interessanten Covers näher ins Auge gefasst. Das Buch wartet mit einem typischen Genre-Cover auf, dessen satter Blauton mir direkt ins Auge gesprungen ist. Darüber sieht man eine historische Abbildung auf (vermutlich) Pergament, dazu eine Kette und der erhabene, in Gold gehaltene Titel. Alles in allem ein hübsch anzuschauendes Cover.

Worum geht’s in Das Lied der Hugenotten?

Im Roman geht es um den Glashersteller Jacon und seine Familie, die während der Bartholomäusnacht 1572 aus ihrer Heimatstadt Paris flüchten. Der Roman handelt im Weiteren vom Schicksal der Familie nach ihrer Flucht und die Wirrungen, die durch diese entstanden. Das Lied der Hugenotten ist der Auftaktband zu einer Familiensaga.

Der Schreibstil von Deana Zinßmeister?

Ich liebe gut geschriebene und recherchierte historische Romane. Und mit Das Lied der Hugenotten habe ich genau das erhalten. Deana Zinßmeister schreibt unglaublich flüssig und emotional. Sie schafft es, den Leser mit ihrer flüssigen und angenehmen Schreibweise zu packen, die Spannung des Plots sorgt dann dafür, dass einen das Buch nicht mehr loslässt. Deana Zinßmeisters Ausdruck ist historisch passend und dennoch nicht anachronistisch, sodass man leicht vorankommt.

Das Figurenpersonal in Das Lied der Hugenotten?

Jacon und seine Familie haben mich direkt in mein Herz gestohlen. Pierre und Magali sind auch herzallerliebst und die Kräuterfrau Fleur hat mir besonders gut gefallen. Die Figuren sind sehr schön konzipiert. Sie haben Tiefe, ihre Eigenheiten und entwickeln sich innerhalb ihrer Möglichkeiten sehr realistisch weiter. Das Schicksal der Familie hat mich ans Buch gefesselt, da sie vom Glück stellenweise gebeutelt werden. Besonders schön war dann aber die familiäre Interaktion zwischen den Figuren, die so greifbar wirkte. Die Antagonisten waren ebenfalls gut gezeichnet. So gut, dass ich eine tiefe Abneigung gegen sie empfunden habe.

Positives zu Das Lied der Hugenotten?

Ich bin begeistert! Schlicht und ergreifend begeistert, weil Plot, Figuren und Schreibstil mir so gut zusagen. Der Roman ist sehr gut recherchiert und schafft es, historische Begebenheiten und fiktive Handlungsstränge gekonnt zusammenzufügen, ohne Brüche zu erzeugen. Ich bin in die Handlung eingetaucht und Teil der Geschichte, der Familie geworden.

Empfehlung zu Das Lied der Hugenotten?

Ich empfehle Das Lied der Hugenotten wärmstens allen Liebhabern von historischen Romanen. Der Auftaktband der Hugenotten-Reihe hat mich angeteasert, gefesselt und begeistert. Ich danke dem Goldmann Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal von Herzen für ein Rezensionsexemplar von Das Lied der Hugenotten.


[Rezension] Das Gold des Meeres

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Titel Das Gold des Meeres
Reihe Fleury-Saga
Band 3. Band
Autor Daniel Wolf
Übersetzer
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 672 Seiten
Bewertung .....

Das Gold des Meeres in drei Worten?

Authentisch, faszinierend, fesselnd.

Cover & Gestaltung von Das Gold des Meeres?

Ich finde ja, dass alle Teile der Fleury-Saga kleine Hingucker sind. Der Umschlag sieht aus wie dickes Pergament und auch die Gestaltung des Covers ist passend mittelalterlich. Der erste Buchstabe ist kunstvoll verziert, der restliche Titel erhaben. Die Farben Rot und Grün, in denen Titel und Autorname gehalten sind, bilden einen schönen Kontrast. Die Kapitel werden von einer kleinen schlichten Verzierung eingeleitet.

Worum geht es in Das Gold des Meeres?

Im dritten Band der Fleury-Saga geht es um die neue Generation der Fleury Handelsfamilie, bestehend aus Michel, Balian und Blanche. Nach einem tragischen Unglück steht die Zukunft der Familie Fleury auf dem Spiel. Der Leser begleitet die Protagonisten bei ihrem Versuch, ihre Familie vor dem Ruin zu bewahren, weshalb ich euch auch nicht mehr verraten werde.
Das Setting hingegen ist gewohnt authentisch, sehr gut recherchiert und lebhaft dargestellt. Es wirkt, als wäre Geschichte lebendig geworden.

Der Schreibstil von Daniel Wolf?

Daniel Wolf schreibt sehr angenehm. Er schafft es, typisch mittelalterliche Begriffe gekonnt mit modernen Worten zu kombinieren und den Ton dennoch ein wenig mittelalterlich zu gestalten. Mit seiner Figurenrede trifft er den Ton der von ihm dargestellten Zeit unglaublich gut. Der Schreibstil ist flüssig und unwahrscheinlich angenehm. Es gibt keine unangenehmen Brüche, sodass ein schnelles Vorankommen sicher ist.

Das Figurenpersonal in Das Gold des Meeres?

Ich muss ja sagen, die Familie Fleury habe ich unheimlich gerne. Umso mehr schmerzt es mich immer, mich von liebgewonnenen Figuren trennen zu müssen. Die neu eingeführten Figuren konnten mich im Sturm erobern. Jede Figur hat ihre Eigenheiten, keine zwei Figuren sind gleich. Zwar teilen sich die Mitglieder der Familie Fleury einen gewissen Sturkopf, darüber hinaus sind die Figuren sehr detailverliebt und realistisch dargestellt. Man merkt den Figuren auch eine gewisse Tiefe an, die später in ihrer Figurenentwicklung zum Tragen kommt. Sollte ich meine Lieblingsfigur dieses Bands wählen müssen, käme ich stark in Bedrängnis, denn ich mochte sie alle – zumindest diejenigen Figuren, die als Sympathieträger erdacht zu sein scheinen. Aber auch die Antagonisten sind gut ausgearbeitet, da sie mir so unheimlich unsympathisch waren, als hätte ich sie selbst getroffen.

Positives über Das Gold des Meeres?

Ich liebe Daniel Wolfs historische Romane. Sie sind wie lebendig gewordene Geschichte. Eingeweihte Leser entdecken in seinen Romanen historische Begebenheiten, Personen und Ereignisse, die der Autor gekonnt in seine Handlung einbaut und deutet. Dabei ist die Darstellung aller Dinge immer unglaublich authentisch. Es wird nicht das Klischeebild des dunklen Mittelalters heraufbeschworen, sondern ein sehr realitätsnahes Bild gezeichnet. Die fiktive Stadt Varennes bietet die Möglichkeit, eine eigene Geschichte zu schreiben, ohne zu sehr an historische Begebenheiten gebunden zu sein. Darauf ergibt sich die Möglichkeit vielfältig aus historischen Geschehen zu wählen und diese einzubauen. Dabei geht Daniel Wolf äußerst akribisch vor. Er füllt Leerstellen der Historien mit Leben aus, wie es mittelalterliche Chronisten taten. Ganz großes Kino!

Empfehlung zu Das Gold des Meeres?

Ich kann euch die Fleury-Saga uneingeschränkt ans Herz legen. Leser, die authentische und sehr gut recherchierte historische Romane schätzen, werden hier vollkommen auf ihre Kosten kommen. Allerdings sollten die Bücher zum besseren Verständnis ihrer Reihenfolge entsprechend gelesen werden, da sonst bestimmte Ereignisse vorweggenommen werden oder unter Umständen nicht richtig nachvollzogen werden können. Ich danke dem Goldmann Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Das Gold des Meeres.


[Rezension] Herz verloren, Glück gefunden

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Titel Herz verloren, Glück gefunden
Reihe
Band Einzelband
Autor Christiane von Leffert
Übersetzer
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Frauenroman, Liebesroman, humoristischer Familienroman
Preis 8,99€ [RE]
Seitenzahl 384 Seiten
Bewertung .....

Herz verloren, Glück gefunden in drei Worten?

Familie, Emotionen, Entwicklung.

Das Cover von Herz verloren, Glück gefunden?

Das Cover von Herz verloren, Glück gefunden hat mich auf Anhieb angesprochen. Zu sehen sind farbenfrohe Muffins, Blumen, Kleidungsstücke und ein Haus – die Inbegriffe von Familie, Glück, Vorstadt und einer abgesicherten Zukunft. Dabei passt das Cover sehr gut zum Inhalt, lassen sich viele der Motive gut mit dem Inhalt des Buchs verknüpfen. Außerdem ist das Cover in seiner fröhlichen Gestaltung ein echter Hingucker.

Die Handlung/Das Setting von Herz verloren, Glück gefunden?

Victoria ist zweifache Mutter, Ehefrau eines erfolgreichen Bankmanagers und lebt in einem schicken Haus in der Vorstadt. Sie wähnt ihr Leben perfekt, bis sie ihre beste Freundin auf eine Arbeitsreise unternimmt und feststellt, dass es in ihrem Leben doch nicht so perfekt ist, wie sie zunächst dachte.

Das Buch hat mir unglaublich gut gefallen, da die Geschichte direkt aus dem Leben gegriffen ist. Victoria macht Erfahrungen, die so jedem beliebigen Menschen passieren könnten. Dabei reihen sich verschiedene Entwicklungen aneinander, die ihr gesamtes Leben Kopfstehen lassen. Und wie Victoria sich ihnen stellt und diese meistert, darum geht es in Christiane von Lafferts gelungenem Debütroman.

Der Schreibstil von Christiane von Leffert?

Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Der Roman lässt sich angenehm und flüssig lesen, es gibt eine gute Balance zwischen Beschreibungen, Gedankenmonologen und Dialogen. Der Schreibstil ist bildhaft und blumig genug, ohne zu detailliert zu werden. Man kann die Seeluft riechen, die Hunde bellen hören und den Sonnenschein auf der Haut fühlen, wenn man Herz verloren, Glück gefunden liest. Einfach ein rundum gelungenes Buch.

Die Figuren in Herz verloren, Glück gefunden?

Hach ja, die Figuren. Mit so einigen Figuren hatte ich einige Probleme, weil ich ganz klar auf Victorias Seite stehe. Leider habe ich persönliche Erfahrungen mit ähnlichen Menschen gemacht, was mich sehr sensibel hat werden lassen. Deswegen kam es vor allem bei Emily und Hubertus stellenweise zu heftigen Differenzen, weil mir Victorias Gefühlswelt in solchen Momenten sehr bekannt vorkam.
Victoria ist eine tolle Protagonistin. Sie macht eine Entwicklung durch, die mir außerordentlich gut gefallen hat. Sie schafft es endlich, sich selbst als Menschen zu entdecken und lieben zu lernen. Dabei ist sie bereit dazu, Menschen aus ihrem Leben ziehen zu lassen. Auch steht sie nach jedem Schicksalsschlag erneut auf, um ihr Glück zu finden. Stellenweise hätte ich sie gerne in den Arm genommen. Besonders gut gefiel sie mir wegen ihrer freundlichen, lebensbejahenden Einstellung. Sie ist einfach ein herzensguter Mensch, der gerne lacht.
Ihr Mann Hubertus hat mich zur Verzweiflung gebracht. Er steht unter großem beruflichen Stress, der ihn leider recht kalt werden lässt. Sein Umgang mit Victoria in solchen Situationen ging mir absolut gegen den Strich. Dafür konnte er mich im Laufe des Romans dennoch von sich überzeugen, was mich sehr überrascht und gefreut hat.
Emily, Victorias beste Freundin, hatte ich leider auch nicht immer ganz so gerne, wie ich sie gerne gehabt hätte. Dabei mag ich sie, abgesehen von ein paar Kleinigkeiten, echt gerne.
Die Herzmenschen aus der WG, Anna, Manni und Kristian mag ich unglaublich gerne. Die drei sind unglaublich toll. Und gerade die Mischung aus allen Figuren hat mir sehr gut gefallen. Ich muss nicht jede Figur lieben, um sie gut konstruiert und ausgestaltet zu finden. Denn das sind alle Figuren im Roman: Real, lebensnah und liebevoll gestaltet. Glücklicherweise konnte ich am Ende mit allen Figuren meinen Frieden machen, was mir kleinen Romantikerin sehr gut gefallen hat.

Positives über Herz verloren, Glück gefunden?

Für mich hat alles gepasst: Plot, Figuren, Wendungen, Entwicklungen und Ende. Ich bin ein absoluter Happyend-Mensch und wurde nicht enttäuscht. Zwar entwickelt das Ende sich in eine völlig andere Richtung, als man zu Beginn erwartet, allerdings bin ich super zufrieden. Vor allem die unterschiedlichen Figuren mit ihren verschiedenen Charakteren bringen Pepp in den Roman und machen ihn realitätsnah und echt. Und gerade solche Bücher liebe ich!

Empfehlung zu Herz verloren, Glück gefunden?

Christiane von Laffert hat mit ihrem Erstlingswerk Herz verloren, Glück gefunden einen humorvollen Roman geschrieben, der Familie, Glück und Selbstfindung thematisiert und den ich absolut empfehlen kann. Vor allem für LeserInnen, die realitätsnahe Romane mit Geschichten aus dem echten Leben bevorzugen, kann ich Herz verloren, Glück gefunden uneingeschränkt empfehlen.


[Rezension] Aprikosenküsse

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Titel Aprikosenküsse
Reihe
Band Einzelband
Autor Claudia Winter
Übersetzer
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Broschertes Taschenbuch
Genre Liebesroman, Humor
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 416 Seiten
Bewertung .....

Aprikosenküsse in drei Worten?

Wundervoll, romantisch, lustig.

Das Cover von Aprikosenküsse?

Das Cover an sich ist sehr zurückhaltend gestaltet. Schöne Blautöne konkurrieren mit reifen Aprikosen, die durch den blauen Hintergrund zu strahlen scheinen. Am interessantesten ist die gewellte Struktur des Umschlags, der dem Buch eine weitere haptische Note verleiht.

Die Handlung/Das Setting von Aprikosenküsse?

Wir befinden uns größtenteils in Bella Italia. In einem eindeutig fiktiven kleinen Dörfchen, wie es in Italien viele davon gibt. Die Atmosphäre passt einfach, ich habe mich beim Lesen direkt wohlgefühlt. Dabei schafft es die Autorin vor allem, den Charme, die Gelassenheit und die Lebensfreude Italiens widerzuspiegeln. Die Handlung konnte mich ebenfalls von sich überzeugen, wobei sie stellenweise vorhersehbar war, aber ich erwarte einfach mein Happy End! Ich hatte mir eine lustige und stellenweise romantische Liebesgeschichte erwartet und genau dies habe ich bekommen.

Der Schreibstil von Aprikosenküsse?

Aprikosenküsse wird aus zwei Perspektiven erzählt, die die Autorin sehr authentisch rüber bringen konnte. Ihr Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, passt sich jedoch an die unterschiedlichen Charaktere der beiden Protagonisten sehr gut an. Je nach Perspektive ändern sich Wortwahl und Struktur des Textes. Diese Unterschiede sind jedoch nicht gravierend, sodass ein Wechsel sehr leicht fällt. Auch italienische Wörter sind passend und unauffällig eingearbeitet.

Die Figuren in Aprikosenküsse?

Hanna und Fabrizio hatte ich direkt ins Herz geschlossen. Und auch Lucia und Rosa-Maria und alle anderen Nebenfiguren hatten unheimlich viel Charme und Herz. Man konnte gar nicht anders, als sie zu mögen. Hanna war meine Identifikationsfigur: Halb Deutsche, halb Italienerin, gefangen zwischen zwei ähnlichen aber doch völlig anderen Kulturen. Sie selbst weiß sich nicht recht zu definieren, Fabrizio fällt dies ungleich leichter. Es kommt zwischen den beiden zu bissigen Dialogen, lustigen Wortspielen und komischen Situationen mit Tendenz ins Romantische. Alles, was ich mir von einem guten Liebesroman erwarte. Dabei ist Hanna nicht auf den Kopf gefallen, klischeebeladen oder ein Mauerblümchen. Sie hat eine gesunde Einstellung zu sich selbst, und das hat mir sehr gut gefallen. Fabrizio hat ebenfalls mehrere Seiten, die man nach und nach erst erkennt. Dies ist auch bei seinem Bruder Marco und Hanna der Fall. Den Figuren wird Raum zur Entwicklung gegeben.

Positives über Aprikosenküsse?

Mir haben Plot, Schreibstil, Setting, Atmosphäre und Figurenkonstellation sehr gut gefallen. Zwar gibt es das typische Hin-und-her-Drama, das Hanna sich mehr einbildet denn es tatsächlich existiert, aber das hat mich überhaupt nicht gestört. Auch das Ende hat mir zugesagt, bekomme ich doch sowohl mein Happy End, als auch eine starke Protagonistin, die trotz Liebe und Mann eigenständig bleiben kann. Zwar hätte sich mein romantisch schmachtendes Herz ein angeschobenes Kapitel gewünscht, aber das darf ich mir ja gerne selbst ausmalen.

Empfehlung zu Aprikosenküsse?

Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die lustige Liebesromane lieben. Es hat Charme, Witz, Humor und Romantik, es bietet Abwechslung und dennoch starke Figuren. Mir hat das Buch unheimliche Freude bereitet, da vor allem das italienische Flair perfekt rüberkommt. Ich danke dem Goldmann Verlag herzlichst für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Aprikosenküsse.


[Rezension] Passion – leidenschaftlich verliebt

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Titel  Passion – leidenschaftlich verliebt
Reihe  Passion
Band  3. Band
Autor  S. Quinn
Übersetzer  Andrea Brandl
Illustrator  –
Verlag  Goldmann Verlag
Erschienen als  Taschenbuch
Genre  Erotischer Roman
Preis  8,99€ [RE]
Seitenanzahl  320 Seiten
Bewertung  ....

Das Buch in drei Worten?

Zusammenführend, begeisternd, romantisch.

Das Cover?

Das Cover des letzten Bands der Trilogie fügt sich gut ins Gesamtbild ein. Wie seine Vorgänger auch, ist auch Band 3 in gesetzten Tönen gehalten, vorwiegend Schwarz-Weiß. Der Schriftzug ist in kupfer-metallic gehalten und glänzt wirklich schön.

Die Handlung/Das Setting?

Seras und Patricks Geschichte findet in diesem Teil der Trilogie ihren Abschluss. Über zwei Bücher hinweg konnte der Plot sich entwickeln, erweitern und verstricken, in diesem Abschlussband wird alles geordnet und zusammengeführt. Kein Handlungsstrang wird ausgelassen und auch ein Ende für romantisch veranlagte Leserinnen darf hier nicht fehlen.

Der Schreibstil?

Der Schreibstil ist gewohnt gut, stimmungs- und niveauvoll. An keiner Stelle habe ich mich beim Lesen unangenehm berührt gefühlt, und auch der Lesefluss kam nicht ins Stocken. Aufgrund der relativ wenigen Seiten des Buchs lässt sich die Geschichte somit flüssig lesen, was auch am Plot selbst lag.

Die Figuren?

Sera hat nichts von ihrer Souveränität eingebüßt. Sie ist keines dieser Liebchen, die ihre Persönlichkeit ändern, nur weil sie in einer Beziehung steckt. Sie ist weiterhin die selbstbewusste junge Frau, allerdings hat auch sie sich entwickelt. Sie ist selbstsicherer geworden und hat für mich an Tiefe gewonnen. Auch Patrick konnte mich von sich überzeugen. Der einstige Chauvinist lässt mehr und mehr positive Seiten an sich entdecken und lässt sich von der resoluten Sera eines Besseren belehren. Auch viele der Nebenfiguren konnten mich erneut begeistern, allen voran Victoria und Seras kleine Schwester. Aufgeregt hat mich in diesem Band erneut Anise. Mit ihrer verträumten und naiven Art konnte sie mich zuvor bereits wenig von sich überzeugen, ihr plötzlicher Sinneswandel in diesem Buch jedoch, war für mich nur wenig nachvollziehbar.

Positives?

Die Geschichte um Sera und Patrick konnte mich von Buch 1 bis 3 vollends unterhalten. Die Reihe hat Spaß gemacht und bietet dem Leser definitiv mehr, als nur einen erotischen Roman. Es gibt verzweigte Handlungsstränge, die ebenso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger sind, als der erotische Anteil der Reihe. Ich empfand den Erotikanteil sogar so gering, dass es für mich nur gesundes Beiwerk einer funktionierenden Beziehung war, und nicht der Hauptaspekt eines Buchs. Diese Reihe hat unheimlich viel mehr zu bieten: Tiefe der Figuren, Charakterentwicklung, niveauvolle Erotikszenen, romantische Interaktionen und einen zum Teil spannenden Plot.

Negatives?

Das Ende kam mir in diesem Band viel zu einfach und zu schnell. Wie durch Zauberhand legt sich bei einer Figur plötzlich ein Schalter um, der sich wieder richtig denken lässt. Das hat einfach nicht gepasst. Auch kam alles dann ein wenig plötzlich, die Kapitellänge wurde zum Ende hin weitestgehend episodenhaft, da kam bei mir leider nicht recht romantische Stimmung auf.

Empfehlung?

Ich kann die Reihe und ihren Abschluss allen ans Herz legen, die knisternde Erotik mit niveauvoller Wortwahl und Szenerie mögen. Zudem bekommt der Leser einen Plot, der weit über einen erotischen Roman hinausgeht. Herzlichen Dank an den Goldmann Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Passion – leidenschaftlich verliebt.


[Rezension] Passion – leidenschaftlich verführt

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Titel Passion – leidenschaftlich verführt
Reihe Passion
Band 2. Band
Autor S. Quinn
Übersetzer Andrea Brandl
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Erotikroman, Frauenroman
Preis 8,99€ [RE]
Seitenanzahl 320 Seiten
Bewertung ....

Das Buch in drei Worten?

Erotisch, spannend, prickelnd.

Das Cover?

Das Cover des zweiten Teils der Geschichte um Sera passt perfekt zum ersten Band der Reihe. Es ist erotisch angehaucht, bleibt aber sehr atmosphärisch. Das Cover ist eindeutig auf den erotischen Teil der Geschichte zugeschnitten, lässt aber durch seine zurückhaltende Gestaltung auch durchaus Raum für andere Handlungsstränge.

Die Handlung/Das Setting?

Der Klappentext gibt nur Ausblick auf die erotische Komponente der Geschichte, was ich sehr schade finde, da durchaus viel mehr Potential in der Geschichte steckt, das auch genutzt wurde. Die spannenderen Handlungsstränge des ersten Teils, die entfernt an eine Detektivgeschichte erinnern, sind auch im zweiten Teil wieder aufgegriffen worden. Die Handlung rund um den kleinen Bertie nimmt auch hier einen großen Spielraum ein, der den erotischen Handlungsstrang bei weitem überragt.

Der Schreibstil?

Der Schreibstil ist genauso angenehm wie der des Vorgängerbandes. S. Quinn schreibt detailliert, nah an Seras Gedankenwelt und mit einer passenden Wortwahl. Ich hatte an keiner Stelle des Buchs das Gefühl, dass mir der Inhalt unangenehm ist. Vor allem die erotischen Szenen weißen Fingerspitzengefühl auf. Sie sind weder plump noch gewollt erotisch beschrieben.

Die Figuren?

Sera, Patrick, Bertie und Willa gefallen mir immer noch sehr gut. Man erfährt in diesem Band mehr über alle Figuren, lernt sie näher kennen und begleitet sie dabei, wie sie wachsen. Vor allem Patrick hat mir hier besser gefallen. Er wirkt ein wenig ruhiger und gezähmter. Er hat ein wenig von seinem Machogehabe verloren, das mich im ersten Teil phasenweise genervt hat. Sera hatte in diesem Band leider ab und zu die Eigenschaft, mich aufzuregen. Sie ist eine tolle Protagonistin, einfühlsam und genau auf meiner Wellenlänge, aber durch ihr Verhalten hat sie ein klein wenig überdramatisiert. Ich neige selbst dazu, mir viele Gedanken zu machen, aber Sera hat das getoppt. Dabei waren ihre Ängste vollkommen unbegründet.

Positives?

Mir gefällt es sehr gut, dass die Geschichte um Sera sehr viel mehr zu bieten hat, als nur erotische Szenen zwischen Sera und Patrick. Die anderen Handlungsstränge sind passend, nicht zu übertrieben und bieten Abwechslung. Der Schreibstil ist vor allem in den erotischen Szenen sehr gut gewählt und macht diese Szenen zu etwas Besonderem. Keine platten Beschreibungen oder unpassende Bezeichnungen. Auch die beginnende Charakterentwicklung einzelner Figuren sagt mir sehr zu.

Empfehlung?

Ich kann Passion – leidenschaftlich verführt allen empfehlen, die gut geschriebene erotische Romane mögen, die auch eine Handlung fernab des Schlafzimmers bieten können. S. Quinn liefert mit ihrem zweiten Band eine spannende Fortsetzung des Auftakts und konnte mich begeistern. Ein toller Schreibstil, angenehme Figuren und ein abwechslungsreicher Plot komplettieren die Leseerfahrung. Ich danke dem Goldmann Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplar zu Passion – leidenschaftlich verführt.


[Rezension] Thoughtless – erstmals verführt

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Titel Thoughtless – erstmals verführt
Reihe Toughtless
Band 1. Band
Autor S.C. Stephens
Übersetzer Sonja Hagemann
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Klappbroschur/Taschenbuch
Genre Erotik-Roman, Chick-Lit
Preis 9,99€ [RE]
Seitenanzahl 640 Seiten
Bewertung ...

Das Buch in drei Worten?

Dreiecksbeziehung, Vertrauen, Emotionschaos.

Das Cover?

Die Gestaltung des Buchs hatte mich zunächst ziemlich angesprochen. Schöne Farben, eine helle Gestaltung und ein, für einen erotisch angehauchten Roman, passendes Cover. Die unausweichliche Kussszene ist hier schön repräsentiert.

Die Handlung/Das Setting?

Mit der Protagonistin Kiera kam ich von Anfang an leider nicht gut zurecht. Kiera und ihr Freund Denny ziehen gemeinsam vom einen Ende Amerikas zum anderen. Dort ziehen sie bei Dennys besten Kumpel ein und gründen eine Wohngemeinschaft. Es kommt zu einigen Entwicklungen, die Kenner der erotischen Frauenromane vermutlich vorhersehen können, den anderen will ich aber nichts verraten. Allerdings wurde das Buch dadurch nicht langweilig. Besonders der Plot kam mir sehr realistisch vor. Lediglich Kiera hat mir den Spaß am Lesen stellenweise geraubt.

Der Schreibstil?

Der Schreibstil war sehr angenehm. Ich kam gut im Buch voran, sieht man von Stellen ab, an denen ich Kiera nicht verstehen wollte. Es werden detailliert genug die Umgebung, Gedanken und Gefühle der Figuren erläutert oder nachvollzogen. Auch die Wortwahl hat mir gut gefallen. Stellenweise war es für den rebellischen Rockstar-Charakter Kellans sogar ein wenig zu zahm, aber gefallen hat mir der Schreibstil auf jeden Fall.

Die Figuren?

Kiera hat mich Nerven gekostet. Ich habe noch nie eine Protagonistin gehabt, mit der ich so auf Kriegsfuß stand. Zunächst dachte ich, sie sei einfach die typische junge Frau, die selbst nicht weiß wie hübsch sie ist und sich selbst im Schatten ihrer wunderhübschen Schwester zurückstehen sieht. Dabei ist sie aber eigentlich total hübsch. Nein, Kiera war zusätzlich auch noch ziemlich verunsichert und klammerte sich enorm an ihren Freund Denny, der, natürlich, unglaublich hübsch ist. Hübsch, nicht attraktiv. Das wird noch wichtig werden. Kiera stammt aus einem überbehüteten Elternhaus und kann Denny nicht mal für 12 Stunden verschmerzen. Gegen Ende macht sie dann eine kleine Wandlung durch, die ich sehr wünschenswert fand. Ihre Taten bereut sie fast das ganze Buch hindurch, ohne wirklich etwas zu ändern. Deswegen gefiel mir ihre erwachsenere Sicht am Ende des Buchs wesentlich besser. Denny hingegen ist ein wahrer Goldschatz. Außer einer Situation am Ende des Buchs gefiel er mir durchweg ziemlich gut. Klug, selbstbewusst, super freundlich und herzensgut. Und auch Kellan, Dennys bester Freund, konnte mich begeistern. Allerdings nicht, weil er als unglaublich gutaussehend beschrieben wurde, sondern weil sein abwechslungsreicher Charakter mir gefallen hatte. Er hat seine Fehler, seine emotionale Seite lernt man allerdings auch kennen. Und die hat mir wirklich gut gefallen. Er war für mich die eigentliche Hauptfigur. Auch Jenny, Anna und einige von Kellans Bandkollegen konnten mich auch durchaus von sich begeistern.

Positives?

Mir hat der Plot gefallen, weil er nicht realitätsfern ist. Auch die Nebenfiguren konnten mich begeistern. Zudem haben es die beiden Jungs ziemlich rausgerissen, was Kiera durcheinander gebracht hat. Gut fand ich auch, dass Kiera die Konsequenzen für ihr Handeln tragen musste, schließlich bleibt kaum eine schlechte Entscheidung im Leben je ungesühnt. Auch der Schreibstil konnte mich von sich überzeugen. Weder Plot noch Sprache waren realitätsfern oder abgehoben, auch, wenn ein „Rockstar“ als WG-Mitbewohner natürlich schon was Besonderes ist.

Negatives?

Ich finde Kieras unmoralisches Verhalten nicht toll. Es ist nicht schlimm, sich in jemand anderen zu verlieben, allerdings sollte man zum anderen ehrlich sein. Und genau das konnte sie nicht. Sie war zu unsicher, und ihr hin und her hat mich einfach enorm gestört. Ich verstehe es, dass eine solche Entscheidung schwer ist, und die Autorin hat diesen inneren Konflikt gut getroffen. Aber all das hätte gestrafft und gekürzt werden können. Kiera hat sich unnötig aufgehalten und sich in meinen Augen nicht richtig verhalten. Dass sie am Ende die Konsequenzen zu tragen hatte, finde ich gut, auch, wenn mir der Ausbruch am Ende so gar nicht gefallen hat. Dennys Reaktion ist irgendwo verständlich, aber auch vollkommen übertrieben. Generell neigen die Figuren ein wenig dazu, von einem Extrem ins andere zu pendeln. Ein wenig mehr Balance wäre hier wünschenswert gewesen.

Empfehlung?

Das Buch ist nicht schlecht, keineswegs. Aber ich konnte einfach nicht mit Kiera klarkommen. Der Schreibstil und auch der Plot hätten mich überzeugen können, wäre Kiera ein wenig selbstsicherer und fairer gewesen. Gegen Ende kam ich dann tatsächlich besser mit Kiera klar – seit dem Zeitpunkt, als sie ihre Taten nicht nur realisiert hatte, sondern auch dazu stand, feige gewesen zu sein. Ab da kam ich wesentlich besser mit ihr klar. Daher würde ich einen Blick in Band 2 riskieren, um zu erfahren, ob sich Kiera wirklich verändert hat. Immerhin kam sie mir nach Band 1 ein wenig erwachsener vor. Ich danke dem Goldmann Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu Thoughtless – erstmals verführt.


[Rezension] Passion – leidenschaftlich begehrt

Keine Kommentare
Titel Passion – leidenschaftlich begehrt
Band 1. Band
Reihe Passion
Autor S. Quinn
Übersetzer Andrea Brandel
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Erotik
Preis 8,99€
Seitenzahl 320 Seiten
Bewertung ....

Das Buch in drei Worten?

Fesselnd, überraschend, rührend.

Das Cover?

Das Cover ist passend zu einem erotischen Roman gestaltet: Schwarz-weiß, weiße Schrift und rot-metallischer Titel. Die Frau in dem Kleid lässt nicht unbedingt auf Sera schließen, ist jedoch auch nicht verkitscht oder überaus dramatisch, weshalb es für mich wieder gut gepasst hat. Inhalt und Aufmachung passen jedoch nicht 100% zusammen, trotz allem ist es ein Hingucker.

Die Handlung/Das Setting?

Wir begleiten die junge Londonerin Sera, die ihre neue Stelle als Kindermädchen bei einem sehr reichen und ziemlich attraktiven Lord in Schottland antritt. Dort begegnet sie den üblichen Problemen, verworrenen Intrigen und einem ganz zauberhaften kleinen Jungen, über den ich euch an dieser Stelle rein gar nichts verraten möchte. Das Buch ist teilweise ein wenig vorhersehbar, liest sich jedoch sehr spannend und konnte mich überraschen und von sich überzeugen.

Der Schreibstil?

Ich schätze erotische Romane, die gut geschrieben sind und eine Handlung fernab der Erotik vorweißen können. Und das kann Passion – leidenschaftlich begehrt auf jeden Fall. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, man fliegt förmlich durch das Buch. Die Erotikszenen sind wirklich geschmackvoll geschrieben, die Wortwahl und auch der Anteil an solchen Szenen in der Gesamtheit des Buchs passen einfach. S. Quinns Schreibstil ist angenehm authentisch und transportiert Seras Gedanken und Emotionen gut. Zudem besteht eine gute Balance aus detaillierten Beschreibungen und realistischen Dialogen.

Die Figuren?

Sera, Patrick und Bertie haben sich in mein Leserherz geschlichen. Allen voran der kleine Bertie, dessen Geschichte mir wirklich ans Herz ging. Verraten werde ich euch über die kleine Persönlichkeit jedoch nichts, da ich euch damit nur unnötig den Lesespaß verderben würde.
Sera und Patrick haben mir gut gefallen. Vor allem Sera ist eine kluge und starke junge Frau. Beide Charaktere wurden gut ausgearbeitet und erscheinen mir nach der Lektüre des ersten Bands wie liebgewonnene Freunde. Patrick ist ein echter Kerl, der manchmal ein wenig übers Ziel hinausschießt, aber Sera kontert gekonnt.

Positives?

Ich mochte an diesem erotischen Roman, dass die Erotikszenen sehr gut ausgearbeitet waren. Sie waren nicht übertrieben oder unangenehm. Auch hat mir gefallen, dass es eine Handlung fernab der erotischen Liebesbeziehung gibt, die erfahrungsgemäß dazugehört. Vor allem der Handlungsstrang um Bertie konnte mich fesseln und zum Weiterlesen animieren. Auch die super ausgearbeiteten Figuren haben mich überrascht und begeistert. Zudem kam ein spannendes Element dazu, das noch nicht vollkommen ergründet wurde. Weitere Detektivarbeit seitens Sera erwarte ich mir von Band 2.

Negatives?

Ich fand, dass die Liebesgeschichte zwischen Sera und Patrick ein wenig zu schnell ging. Die typische innere Diskussion der Protagonistin empfinde ich als obligatorisch, Patricks standhafte Gefühle hingegen haben mich positiv überrascht. Ein wenig zu schnell empfand ich dann aber dennoch Seras Zustimmung, bedenkt man ihre Gedanken und Emotionen. Ich habe das Gefühl, dass ich ein paar Kapitel und Gespräche überblättert hätte. Für mich hätte ein wenig mehr hin und her, geflirte und werben schon sein können. Hoffnungslose Romantikerin eben.

Empfehlung?

Dieses Buch ist nicht für jeden Leser etwas. Wer gut geschriebene Erotikromane schätzt, die sich durch eine Handlung fernab der Liebesgeschichte auszeichnen, ist hier richtig. Stellenweise kann man als gewiefter Leser erahnen wie es weitergehen wird, was mich jedoch nicht gestört hat. Andere Handlungsstränge konnten mich mit ihrer abwechslungsreichen und emotionalen Entwicklung sehr gut an das Buch fesseln. Auch ein tolles Figurensetting und ein sehr angenehmer Schreibstil tragen ihren Teil dazu bei, dass ich binnen eins Tages durch Passion – leidenschaftlich begehrt geflogen bin. Ich danke dem Goldmann Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu Passion – leidenschaftlich begehrt.


[Rezension] Die Mitternachtsrose

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Titel Die Mitternachtsrose
Reihe
Band Einzelband
Autor Lucinda Riley
Übersetzer Sonja Hauser
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Historischer Roman, Liebesroman, Frauenroman
Preis 9,99€
Seitenzahl 576 Seiten
Bewertung .....

Das Buch in drei Worten?

Romantisch, familienhistorisch, begeisternd.

Das Cover?

Ich gebe es zu, ich mag die Cover von Lucinda Rileys Büchern sehr. Auch dieses hat seinen eigenen Charme, der in mir eine wohlige Erwartungshaltung hervorruft. Denn das Cover verspricht Idylle, Historie und Romantik. Und all das habe ich auch bekommen.

Die Handlung/das Setting?

Die Handlung hat mir richtig gut gefallen. In drei Handlungssträngen werden die Geschichten von Rebecca, Ari und Anahita erzählt. Die Rahmenhandlung scheint anfangs Anahitas Geschichte zu sein, startet bei ihr doch der Plot des gesamten Romans. Nebenbei bemerkt fand ich Anahitas Lebensgeschichte ungemein spannend, die sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch zieht und einige Nebenstränge gekonnt einbindet. Ari, ihr Urenkel, tritt dann in die Geschichte ein, weil er Nachforschungen über das Leben seiner Urgroßmutter anstellt. Und schließlich lernt der Leser Rebecca kennen, eine amerikanische Schauspielerin, die für einen Filmdreh auf ein englisches Anwesen kommt. Und dort finden alle Handlungsstränge zusammen und ergeben ein großes Ganzes. Das Setting war ebenfalls sehr atmosphärisch. Durch Lucinda Rileys Beschreibungen habe ich mich gefühlt als sei ich selbst auf dem Anwesen. Sie zeichnet wundervolle Landschaften, ein ruhiges Moor und ein in die Jahre gekommenes Herrenhaus.

Der Schreibstil?

Ich habe erst wenige Bücher von Lucinda Riley gelesen und liebe sie alle. Ihr Schreibstil ist unter anderem daran schuld, dass ich mir ihre Bücher zu sämtlichen Gelegenheiten wünsche. Sie hat eine angenehme Wortwahl, die Satzlänge ist optimal und auch die Kapitellängen sind super. Gelegentliche Unterbrechungen in den spannendsten Teilen steigern die Spannung und Erwartungen des Lesers umso mehr.

Die Figuren?

Anahita ist eine großartige Figur. Sie hat eine enorme Lebensgeschichte, hat einen warmherzigen Charakter und gibt weise Ratschläge. Mir gefiel der Einstieg in die Geschichte mit ihr außerordentlich gut. Ari hat mir anfangs hingegen weniger gefallen. Er hat ein sehr eigennütziges und egozentrisches Wesen an den Tag gelegt, das in mir einfach keine Sympathie hervorrufen konnte. Erst als seine Geschichte sich wendet, konnte ich mich mit ihm anfreunden. Und Rebecca hat mir von Anfang an gefallen. Sie ist die typische Schauspielerin, die von ihrem Agenten und Freund angewiesen wird. Aber sie hat keine Starallüren, im Gegenteil. Dadurch wurde sie mir sehr sympathisch. Interessant war auch, dass die beiden jüngeren Figuren mit der Entdeckung von Anahitas Lebensgeschichte wuchsen und sich weiterentwickelten. Das hat mir sehr gefallen.

Positives?

Einfach so viel! Die Figuren, der Plot, die Wendungen, der Schreibstil, das Setting… Ich mag dieses Buch sehr. Ich konnte in die Geschichte eintauchen, habe mitgerätselt und gebangt, habe gehofft, geweint und gelacht.

Negatives?

Eine Kleinigkeit hat mich dann doch gestört, weil sie einfach zu plötzlich kam und irgendwie nicht wirklich reingepasst hat. Als Stichpunkt nenne ich euch nur den Namen Anthony. Ein wirklich lieber Kerl, aber die Wendung mit ihm hat mich überrascht und nicht so ganz ins Bild gepasst. Sehr schade.

Empfehlung?

Ein klares Ja. Dieses Buch ist spannend, emotional und temporeich. Es überrascht einen mehrfach, nimmt einen auf eine besondere Reise mit. Nicht nur, dass der Leser in die Epoche der Moderne schnuppert, auch wird Indien als Kolonie bereist. Historische Aspekte in Geschichten liebe ich ja. Wer also Liebesromane mit historischen Ausflügen mag, sollte sich Die Mitternachtsrose auf seine Wunschliste setzen.