[Rezension] „Foy und der Ring des Mauren“

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Titel „Foy und der Ring des Mauren“
Reihe
Band Einzelband
Autor Katharina Münz
Übersetzer
Illustrator
Verlag Selfpublish
Erschienen als E-Book
Genre Historischer Roman
Preis 3,75€ [RE]
Seitenzahl 454 Seiten
Bewertung

„Foy und der Ring des Mauren“ in drei Worten?

Spannend, historisch, begeisternd.

Cover & Gestaltung zu „Foy und der Ring des Mauren“?

Das Foto, das das Cover von „Foy und der Ring des Mauren“ ziert, gefällt mir sehr gut. Schriftart und Farbe passen zu den zuvor erschienenen Werken von Katharina Münz, während das Cover an sich dieses Mal eine Fotografie ist. Ob die Frau auf dem Cover Foy darstellen soll, kann ich nicht gänzlich sagen, da die Heldin des Romans in meiner Vorstellung ein paar Nuancen dunkler war als das Model. Alles in allem gefällt mir das Cover aber sehr gut.

Worum geht’s in „Foy und der Ring des Mauren“?

In „Foy und der Ring des Mauren“ geht es um die starke und herzliche Foy, die als dunkelhäutige Magd ein hartes Leben bei ihren Herren in Worms führt. An einem schicksalhaften Tag trifft Foy auf den gutaussehenden Bjørgyn, einen Dänen, der ein Auge auf die hübsche Magd geworfen hat. Was Foy zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß: Der Wikinger hat noch mehr im Sinn als Foy. Es beginnt eine spannende Reise, deren Ausgang ihr am besten selbst in Erfahrung bringt.

Der Schreibstil von Katharina Münz?

Ich mag an Katharina Münz‘ Büchern neben ihrer historischen Genauigkeit vor allem auch den Schreibstil. Katharina schreibt sehr emotional, bildhaft und detailliert, aber nicht überfrachtet. Sie schafft es, historische Bezüge in ihren Plot einzubetten, ohne dass sie stören oder auffallen. Dabei passt sie vor allem auch die Ausdrucksweise der Figuren an die gegebene Zeit an, ohne dadurch aber anachronistisch zu klingen. Es entsteht eine angenehme Balance aus historischer Korrektheit und moderne Interpretation.

Das Figurenpersonal in „Foy und der Ring des Mauren“?

Leser, die Katharinas Werke ein wenig länger verfolgen, kennen Foy aus „Falkenherz“, in dem Melwyn auf Foy trifft. Daher war sie keine gänzlich Unbekannte und ich brannte darauf, mehr über sie zu erfahren. Foy ist eine starke und doch sehr herzliche Frau. Ihre Sichtweise konnte ich gut nachvollziehen und konnte mich direkt mit ihr identifizieren. Vor allem am Anfang habe ich mit ihr gelitten und gebangt. Im Verlauf des Romans macht sie eine nachvollziehbare Veränderung durch und entwickelt sich sehr positiv. Vor allem die Darstellung ihrer Gefühle empfand ich als sehr reflektiert, realistisch und erwähnenswert, da diese ihre Charakterentwicklung spiegeln und mir überaus gut gefallen haben.
Bjørgyn hat mich sehr erheitert. Seine hartnäckige Art hat mir gut gefallen, wenngleich ich ein wenig überrascht war, wie schnell er Foy seine Gefühle offenbart. Vor allem seine verschiedenen Charaktereigenschaften im Kampf und gegenüber Foy, die gegensätzlicher nicht sein könnten, fand ich sehr ansprechend. Seine Familie gefiel mir im Übrigen genauso gut.
Foy und Bjørgyn gemeinsam haben mir unheimlich Spaß gemacht, sodass ich gerne noch viel mehr von ihnen lesen würde.

Positives über „Foy und der Ring des Mauren“?

Die Bücher von Katharina Münz gefallen mir aus mehreren Gründen so gut. Zum ersten gefällt mir, dass die Autorin historisch korrekt schreibt. Sie nutzt Löcher der Geschichtsschreibung, ihr Wissen über die Zeit und schafft somit ein Leseerlebnis, das eine mögliche realistische Geschichte erzählt. Auch passt sie ihre Schreibweise und den Ausdruck der Figuren an die historischen Begebenheiten an. Sie schafft darüber hinaus kein weichgezeichnetes Bild der damaligen Zeit, sondern ein sehr fundiertes, das weder bewertet noch klassifiziert. Ihre Figuren passen sich ebenfalls sehr gut in das Setting ein, wobei man eher davon sprechen muss, dass sich Setting und Figuren gegenseitig bedingen.

Empfehlung zu „Foy und der Ring des Mauren“?

Ich kann „Foy und der Ring des Mauren“ allen Leserinnen und Lesern empfehlen, die gut geschriebene und super recherchierte historische Romane schätzen, die Spannung und Emotionen liefern. Ich danke Katharina Münz von Herzen für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Foy und der Ring des Mauren“.


[Rezension] „Das Erbe der Tuchvilla“

10 Kommentare
Titel „Das Erbe der Tuchvilla“
Reihe Tuchvilla-Saga
Band 3. Band
Autor Anne Jacobs
Übersetzer
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 9,99€
Seitenzahl 670 Seiten
Bewertung .....

„Das Erbe der Tuchvilla“ in drei Worten?

Begeisternd, emotional, zufriedenstellend.

Cover & Gestaltung von „Das Erbe der Tuchvilla“?

Die Cover der Tuchvilla-Saga sind alle wunderschön und passen super zusammen. Auf jedem Cover kann man eine Frau sehen, die auf ein herrschaftliches Gebäude zugeht, das gut die Tuchvilla sein kann. Bei der jungen Frau vermute ich, dass sie Marie darstellen soll, die eine zentrale Rolle innerhalb der Saga innehat. Die Farben sind warm und kraftvoll, ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Vor allem in Kombination sehen die Cover wundervoll aus.

Worum geht es in „Das Erbe der Tuchvilla“?

Die Tuchvilla-Saga behandelt die Geschichte der Tuchfabrikantenfamilie Melzer, die in Augsburg lebt. Im Laufe der Reihe ereilt die Familie einige Schicksalsschläge, die auf drei Bände verteilt erzählt werden. Band 3 spielt in 1924, wodurch die Wirren nach dem Krieg, die Weimarer Republik und einiges an Augsburger Zeitgeschichte von besonderer Bedeutung sind. Was genau bei Familie Melzer im Abschlussband der Trilogie geschieht, werde ich euch aus Spoilergefahr natürlich nicht verraten.

Der Schreibstil von Anne Jacobs?

Man fühlt sich als Teil der Geschichte. Anne Jacobs schafft es, ihre Geschichten so zu schreiben, dass man das Gefühl hat, mitten in ihr zu stecken. Man taucht ein und kehrt erst am Ende der Handlung in die Realität zurück. Das schafft sie vor allem durch ihren Schreibstil. Sie mischt Augsburger Mundart mit Hochsprache, hält die Balance zwischen Anachronismen und Neologismen, damit der Leser sich heimisch fühlt, ohne über Worte zu stolpern. Die Monologe sind spritzig, die Beschreibungen plastisch. An keiner Stelle will man Überblättern, alles ist angenehm und flüssig zu lesen.

Das Figurenpersonal in „Das Erbe der Tuchvilla“?

Marie ist mir mitunter die liebste Figur aus der Tuchvilla-Saga. Sie ist von Anfang an eine wichtige Protagonistin, sie ist Dreh- und Angelpunkt der Tuchvilla. Ihre Entwicklung innerhalb des letzten Buchs sowie der gesamten Trilogie hat mir sehr gut gefallen. Sie ist erwachsener geworden, ist aber weiterhin standfest und treu in ihren Überzeugungen. Und diese werden im Abschlussband weiß Gott auf eine harte Probe gestellt.
Kitty mag ich auch sehr gerne. Sie ist quirlig und fröhlich, bringt frischen Wind in jede Gesellschaft und berührte mein Herz an einigen Stellen. Besonders das Ende hat mich für sie sehr gefreut. Da schlägt das Leserherz höher. Sie ist sich selbst sehr treu geblieben.
Mit Paul hatte ich in diesem Buch durchaus meine Probleme. Am liebsten hätte ich ihn und Marie gepackt und geschüttelt! Das konnte man sich ja stellenweise nicht mitansehen. Zum Glück konnte er seine Stellung in meinem Leseherzen bewahren, weil er eine positive Entwicklung durchmacht.
Lisa taucht auch mal wieder stärker auf. Was sich bei ihr so alles entwickelt fand ich wirklich toll. Sie hat es so verdient! Ich freue mich einfach für sie. Von der unsympathischen Figur aus Band 1 ist nichts zurückgeblieben.
Die restlichen Figuren – das tolle Personal, die zuckersüßen Kinder und weitere Nebenfiguren – waren alle gekonnt konstruiert, wirkten lebensecht, realistisch und greifbar. Die Antagonistin des Buchs wollte ich einfach fressen, so wenig sympathisch war sie mir – was aber für den Entwurf spricht! Die Figuren konnten sich innerhalb ihrer Charaktere super entwickeln, alles wirkte lebensecht und greifbar. Toll!

Positives über „Das Erbe der Tuchvilla“?

Ich liebe diese Reihe! Ich bin so unfassbar froh und traurig zugleich. Traurig, da die Saga nun vorbei ist. Glücklich, weil ich eine wundervolle Geschichte zu lesen bekam, tolle Figuren begleiten durfte und um eine großartige Leseerfahrung reifer bin.
Was mir an der Trilogie besonders gut gefällt, ist die Balance zwischen Fiktionalem und Historischem. Anne Jacobs versteht sich darauf, historische Ereignisse in eine fiktive Handlung einzubauen, sie zu deren Rahmen zu machen und die Schicksale ihrer Figuren darum zu weben. Man spürt dabei keinen Übergang zwischen historischen Begebenheiten und fiktionalen Einschüben, alles passt sich ineinander. Ich könnte euch noch stundenlang von dem tollen Plot, den super Figuren, der exzellenten Schreibe und meiner Begeisterung vorschwärmen, aber das würde den Rahmen dieser Rezension sprengen.

Empfehlung zu „Das Erbe der Tuchvilla“?

Ich kann diese Trilogie allen Lesern empfehlen, die historische Romane mit starken Frauenfiguren, tollem Setting, super Plot, exzellenter Schreibe und viel Genauigkeit lieben. Lest diese Reihe!


[Rezension] „Die Kleidermacherin“

2 Kommentare
Titel „Die Kleidermacherin“
Reihe
Band Einzelband
Autor Núria Pradas
Übersetzer Sonja Hagemann
Illustrator
Verlag Penguin Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Roman
Preis 10,00€ [RE]
Seitenzahl 401 Seiten
Bewertung ....

„Die Kleidermacherin“ in drei Worten?

Berührend, historisch, wechselhaft.

Cover & Gestaltung von „Die Kleidermacherin“?

Ich bin ja eine kleine Coverästhetikerin. Schöne Cover erfreuen mein Herz. Vor allem Cover im Stil von „Die Kleidermacherin“: Klar, hell und freundlich, stilvoll, aufgeräumt und einladend. Die Farben des Covers passen super zueinander, die Frau und der Titel stechen deutlich hervor. Alles in allem ein sehr gelungenes Cover. Der kleine Aufkleber, auf dem ein Kurzzitat meiner aktuell liebsten Autorin in Punkto Familiensaga zu lesen ist, verleitete mich endgültig dazu, das Buch haben zu wollen.

Worum geht es in „Die Kleidermacherin“?

„Die Kleidermacherin“ passt thematisch recht gut zu den Werken von Anne Jacobs, die mit ihrer Tuchvilla-Saga mein Leserherz für sich gewinnen konnte. Allerdings dreht es sich hier weniger um die Geschicke einer Familie als die eines Modehauses, das in den Wirren des Bürgerkriegs in Barcelona sein Fortbestehen sichern muss. In enger Verbindung werden die Schicksale und Geschichten der Menschen erzählt, die mit Santa Eulalia zusammenhängen.

Der Schreibstil von Núria Pradas?

Núria Pradas erzählt lebhaft, bildlich und dialogreich die Schicksale diverser fiktiver Figuren, die sie gekonnt um historische Ereignisse gesponnen hat. Die Autorin wird zur Texterin im Wortsinne: Nicht nur, dass sie ein enges Textgewebe aus Wörtern erstellt, sie erweist sich als Meisterin darin, Fiktionales und Historisches spannend und fesselnd zusammenzubringen. Dabei ist der Schreibstil flüssig und leicht zu lesen. Man erhält geschichtliche Informationen, ohne darüber zu stolpern. Ein rundum gelungenes Werk.

Das Figurenpersonal in „Die Kleidermacherin“?

Ich muss zugeben, dass ich über das Figurenpersonal nicht allzu viel im Detail schreiben kann. Zu groß ist das Figurenpersonal, das Núria Pradas in ihrem Roman entwirft. Alle Figuren wirken greifbar und echt, sie haben durchaus Ecken und Kanten. Bei manchen war ich begeistert, andere konnte ich hingegen nicht in mein Herz schließen. Doch das ist nicht schlimm, denn die Vielfalt al Figuren und Perspektiven bereichert die Geschichte. Man erhält einen Rundumblick der Geschichte von Santa Eulalia, das Schicksal der Menschen zur Zeit des Bürgerkrieges in Barcelona und hat mit einigen wiederkehrenden Figuren einen sicheren Hafen. Die Perspektivwechsel und Eindrücke sind bunt wechselhaft wie das Leben selbst. Daher verzeiht es mir, wenn ich an dieser Stelle nicht auf Charakterentwicklung und -eigenschaften der Protagonisten eingehen kann – dafür ist das Figurenpersonal schlicht und ergreifend zu groß, die Perspektivwechsel zu ausgewogen, um einige wenige Protagonisten auszumachen.

Positives zu „Die Kleidermacherin“?

Mir hat „Die Kleidermacherin“ mit ihren vielen Perspektiven, der historischen Zeitgeschichte, dem perfekten Verweben von Fiktionalem und Historischen und der Flair der Epoche sehr gut gefallen. Das Buch bietet einem aufgeschlossenen Leser tiefe Einblicke in eine turbulente Zeit, ist abwechslungsreich und spannend, da es viele Perspektiven auf eine zentrale Konstante, in diesem Fall das Modehaus, vereint.
Als besonders gelungen empfinde ich die Darstellung der Atmosphäre um 1900: Alles ist in Begriff, sich zu verändern. Die Moderne kommt und reißt althergebrachte Traditionen mit sich. Krieg und Hoffnung wechseln sich ab. Alles in allem wurde diese wechselhafte Zeit und Stimmung im Roman sehr gut eingefangen.

Kritik an „Die Kleidermacherin“?

Ein wenig hat mir eine eindeutige Bezugsperson dann stellenweise doch ein wenig gefehlt, vor allem in Bezug auf den Titel des Werks. Es ist ja die Rede von einer Kleidermacherin, allerdings wurde mir im Verlauf des Romans nicht klar, welche der vielen tollen Frauenfiguren damit anzitiert wurde. Zumal es im Endeffekt ein Mann ist, der Entwürfe für das Modehaus anfertigt. Dass Titel und Roman somit nicht ganz übereinkommen, finde ich sehr schade.

Empfehlung zu „Die Kleidermacherin“?

Ich kann das Buch offenen Lesern empfehlen, die Geschichten mit Perspektivwechseln und einem großen Figurenpersonal schätzen. Zudem sollte man eine gewisse Freude am Modethema und der Zeit um 1917 mitbringen, da man ansonsten von den thematischen Strömungen des frühen 20. Jahrhunderts gelangweilt sein könnte. Ich danke dem Penguin Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Die Kleidermacherin“.


[Rezension] „Das Versprechen der Wüste“

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Titel „Das Versprechen der Wüste“
Reihe
Band Einzelband
Autor Katherine Webb
Übersetzer Babette Schröder, Katharina Volk
Illustrator
Verlag Diana Verlag
Erschienen als Hardcover mit Schutzumschlag
Genre Roman
Preis 19,99€ [RE]
Seitenzahl 544 Seiten
Bewertung .....

„Das Versprechen der Wüste“ in drei Worten?

Fesselnd, abwechslungsreich, exotisch.

Cover & Gestaltung von „Das Versprechen der Wüste“?

Dieses Cover! Diese Farben auf dem Cover! „Das Versprechen der Wüste“ ist einfach ein wahnsinniger Hingucker. Ich habe mich direkt in das Cover verliebt. Es verspricht einem Abenteuer, Reisen, Emotionen und genau das habe ich hier auch bekommen. Ein Cover, das einfach all das verspricht, was die Handlung auch halten kann. Sehr schön!

Worum geht es in „Das Versprechen der Wüste“?

In „Das Versprechen der Wüste“ werden die Geschichten von Maude V. Vickery und Joan Seabrook erzählt. Zwei Frauen, die unterschiedlicher in ihrem Charakter nicht sein können, geeint in der Tatsache, dass sie ihre Leben endlich selbst in die Hand nehmen. Man erfährt in Rückblicken und Perspektivwechseln viel über die Lebensgeschichten der beiden Frauen, die mich sehr begeistern und fesseln konnten. Hinzu kommt eine unbändige Abenteuerlust und Fernweh, die Katherine Webb in diesen Roman eingebaut hat, die allgegenwärtig spürbar sind. I like!

Der Schreibstil von Katherine Webb?

Katherine Webb schreibt einfach göttlich gut. Ihr Schreibstil ist flüssig, angenehm, temporeich ohne hektisch zu werden, bildhaft und beschreibend ohne zu ermüden – schlichtweg einfach perfekt. Ich bin in die Geschichte eingetaucht und war direkt Teil der Handlung. Weder die Perspektiv-, noch die Zeitwechsel haben mich aus dem Lesefluss gebracht. Im Gegensatz, Katherine Webb setzt die Wechsel gekonnt ein, um die Spannung zu steigern. Was stellenweise reichlich fies war.

Das Figurenpersonal in „Das Versprechen der Wüste“?

Das Figurenpersonal in „Das Versprechen der Wüste“ ist ein wenig üppiger, wobei ich mich in der Rezension auf die wichtigsten Figuren konzentrieren will. Alle Figuren haben jedoch eine gewisse Tiefe und liebevolle Gestaltung gemein, die ihnen ihren eigenen Charakter gibt. Keine der Figuren wirkt platt oder hingeworfen, nur um eine Figur zu haben. Besonders imponiert haben mir jedoch Maude und Joan, weil man aus ihren Perspektiven an eine Geschichte herangeführt wird. Joan war mit charakterlich dabei ein wenig lieber, da Maude eine verschrobene alte Dame ist, mit der ich nicht immer zurechtkam. Die junge Maude hingegen konnte mich sehr berühren. Beide Frauen sind charakterstark und mutig, wenngleich sie nicht von Beginn an so sind. Sie entwickeln sich, machen Erfahrungen und gehen gestärkt aus ihnen hervor. Dabei sind die Charakterentwicklungen durchaus nachvollziehbar, authentisch und realistisch. Daniel, Rory und Charles konnten mich auch von sich überzeugen, wobei sie nicht ganz so häufig auftauchen, wie die beiden Frauen.

Positives über „Das Versprechen der Wüste“?

Ich liebe es! Muss ich mehr sagen? Ich liebe Romane mit Perspektiv- und Zeitwechseln, mit starken Figuren, die sich erst noch entwickeln müssen, die ihre Schwächen haben, kantig sind und auch Fehler machen. Die Handlung ist super ausgewogen, spannend, temporeich und fesselnd. Ich liebe dieses Buch einfach. Lest rein, verliebt euch und genießt es.

Empfehlung zu „Das Versprechen der Wüste“?

Ich glaube, sehr viel mehr muss ich gar nicht sagen. Ich bin schwer begeistert. Tolle Figuren, tolle Handlung, toller Schreibstil, tolle Atmosphäre, super recherchiert – Nina ist happy. Ich danke dem Diana Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Das Versprechen der Wüste“.


[Rezension] „Die rote Löwin“

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Titel „Die rote Löwin“
Reihe
Band Einzelband
Autor Thomas Ziebula
Übersetzer
Illustrator
Verlag Bastei Lübbe
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 10,00€ [RE]
Seitenzahl 385 Seiten
Bewertung ....

„Die rote Löwin“ in drei Worten?

Durchwachsen, spannend, langatmig.

Cover & Gestaltung von „Die rote Löwin“?

Das Cover des Romans ist super gelungen. Es ist düster, man sieht die Protagonistin und verspricht eine authentische Geschichte. Als ich das Cover auf Twitter sah, Stehlblüten hat ein Exemplar verschenkt, war ich direkt angefixt. Leider konnte das Buch nicht halten, was das Cover verspricht.

Worum geht es in „Die rote Löwin“?

Protagonistin in „Die rote Löwin“ ist Runja, die nach einem tragischen Angriff mit ihrem Bruder nach Magdeburg flüchtet. Dort gerät sie in Verwicklungen, die sie bald sämtlicher Kontrolle berauben und in eine Zwickmühle bringen: Sie muss sich zwischen denen, die sie liebt, entscheiden. Mehr möchte ich euch an dieser Stelle nicht verraten, da es euch die spannenden Momente vorwegnehmen würde.

Der Schreibstil von Thomas Ziebula?

Thomas Ziebulas Schreibstil hat mir gerade am Anfang noch sehr gut gefallen. Der erste Teil der Handlung ist spannend, packend und temporeich. Danach leider eher weniger. Runjas Wortwahl steht im krassen Gegensatz zu der Funktion, die sie ausfüllt. Ihre Wortwahl ist kindlich bis naiv, während sie auf der anderen Seite flucht und kämpft wie ein Mann. Das passte für mich einfach nicht zusammen. Das empfinde ich als extrem schade. Ansonsten ist der Schreibstil angenehm zu lesen. Man bleibt nicht an irgendwelchen Schachtelsätzen hängen, nichts bringt einen aus dem Lesefluss.

Das Figurenpersonal in „Die rote Löwin“?

Das Figurenpersonal in „Die rote Löwin“ ist recht schwer zu greifen, da es stark fluktuiert. Den Grund dafür werde ich euch nicht verraten. Runja, die die Protagonistin der Geschichte ist, war für mich nicht immer einfach zu greifen. Am Anfang war ich Feuer und Flamme, sie war stark, mutig und entschlossen. Im Laufe der Geschichte verliert sie diese Eigenschaften teilweise. Es ist, als hätte man die Figur ausgetauscht, nur um gegen Ende noch einmal kurz aufzuflammen und dann zu erlöschen. Die anderen Figuren sind da kontinuierlicher in ihrer Rolle, bleiben sich selbst treu. Thomas Ziebula schafft es dabei, wirklich verachtenswerte Antagonisten zu erschaffen, Hut ab. Die haben mir nämlich zum Teil besser gefallen als die Protagonistin.

Positives über „Die rote Löwin“?

Der Anfang war einfach super. Er hatte alles, was ich mir von einer kämpferischen Protagonistin im Mittelalter wünschen würde. Die Darstellung, das Tempo, die Spannung – alles war da. Thomas Ziebula hatte eine tolle Ausgewogenheit aus Kampf, Dialog und Beschreibung. Der Plot hat mir im Großen und Ganzen auch sehr gut gefallen, wenngleich das Buch gegen Ende schwächer wird.

Kritik an „Die rote Löwin“?

So toll der Einstieg ins Buch war, so schwach war der Mittelteil. Gegen Ende gab es ein kurzes Aufwallen von Spannung und der Runja zu Beginn des Romans, aber es dauerte nicht lange an. Ich hatte mir von der Thematik einer weiblichen Auftragsmörderin mehr erhofft. Leider entwickelte sich die Handlung in eine andere Richtung, die nicht viel mit der Spannung vom Anfang des Romans gemein hatte. Versteht mich  nicht falsch, es war gut zu lesen, aber eben nicht mehr das, was ich vom Anfang erwartet hatte.

Empfehlung zu „Die rote Löwin“?

„Die rote Löwin“ ist nicht durch und durch schlecht. Es hat seine Stärken und Schwächen, ist also ein solides Buch für angenehme Lesestunden. Ich würde das Buch unter dem Aspekt empfehlen, dass ihr einfach mal selbst reinlest, um euch eine Meinung zu bilden. Ich danke Bella von Stehlblüten und Bastei Lübbe herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.


[Rezension] „Die Töchter der Tuchvilla“

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Titel „Die Töchter der Tuchvilla“
Reihe Die Tuchvilla-Saga
Band 2. Band
Autor Anne Jacobs
Übersetzer
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 736 Seiten
Bewertung .....

„Die Töchter der Tuchvilla“ in drei Worten?

Dramatisch, abwechslungsreich, erfreulich.

Cover & Gestaltung von „Die Töchter der Tuchvilla“?

Die Cover der „Tuchvilla“-Reihe finde ich unwahrscheinlich schön. Während im ersten Band Marie als einfaches Küchenmädchen schüchtern auf die Tuchvilla zugeht, sieht man sie im zweiten Band als Dame der Gesellschaft auf die wunderschöne Villa zuschreiten. Die Cover der Bücher passen damit sehr gut zusammen, sind stimmig und passen super zur Grundatmosphäre der Geschichte, wenngleich die Atmosphäre im zweiten Band plotbedingt ein wenig gedrückt ist.

Worum geht es in „Die Töchter der Tuchvilla“?

Der zweite Band der Reihe führt die Familie Melzer in einen neuen Abschnitt. Die glückliche Phase zum Ende des ersten Buchs geht allmählich zuneige, als die Familie einige Schicksalsschläge hinnehmen muss. Zeitlich springt die Handlung in die Jahre 1916 bis 1920, wobei innerhalb der Geschichte einige Zeitsprünge und Zeitraffungen stattfinden. Doch man braucht nicht zu befürchten, wichtige Veränderungen zu verpassen, da diese gekonnt in die Dialoge und Gedankenmonologe der Figuren eingebaut werden. Thematisch dreht sich die Plot aufgrund der Zeitgeschichte stark um den ersten Weltkrieg und dessen Verarbeitung.

Der Schreibstil von Anna Jacobs?

Ich liebe ihren Schreibstil. Sie drückt sich so gewählt und absolut passend aus, dass man meint, in der Zeit zurückversetzt zu sein. Dabei schafft sie es, dennoch modern zu klingen, wodurch man als Leser sehr gut und schnell vorankommt. Vor allem im Unterschied der Generationen wird das Können der Wortwahl der Autorin deutlich, da sie es meisterhaft versteht, die Feinheiten der Sprache zwischen den Generationen zu treffen.

Das Figurenpersonal in „Die Töchter der Tuchvilla“?

Ich liebe jede einzelne der Figuren in „Die Töchter der Tuchvilla“. Umso schmerzlicher war es für mich, so viele Figuren leiden zu sehen. Jede auf ihre eigene Art, aber dennoch hat es mich tief getroffen. Die Figuren machen dabei allesamt eine Entwicklung durch. Ob sie nun selbstbewusster werden, wie Marie und Elisabeth, oder nachsichtiger, die Entwicklungen sind allesamt sehr realistisch gehalten und nachvollziehbar. Besonders Humberts und Pauls Schicksale haben mich gebannt weiterlesen lassen. Doch auch an anderer Stelle wurde gebangt und gehofft, sodass man jederzeit am Schicksal einer der Figuren teilhatte. Anne Jacobs schafft es, ihre Figuren realistisch und echt darzustellen. Keine Figur ist durch und durch schlecht, alle haben ihre Ecken und Kanten, entwickeln sich, machen Fort- oder Rückschritte und berühren mein Herz.

Positives über „Die Töchter der Tuchvilla“?

Ich liebe diese Reihe einfach so sehr. Die Zeitgeschichte wurde gekonnt eingearbeitet, sodass ich stellenweise das Gefühl hatte, einen Bericht zu lesen. Die Emotionen der Figuren (und auch die Figuren) sind so detailliert und realistisch dargestellt, dass ich einfach mitleiden, hoffen und jubeln musste. Vor allem das Ende hat mich zum Weinen gebracht, wobei ich während des Lesens noch an drei weiteren Stellen tieftraurig war. Imponiert hat mir in diesem Band vor allem Elisabeth, die es endlich schaffen konnte, mich von ihr zu überzeugen.

Empfehlung zu „Die Töchter der Tuchvilla“?

Absolute Leseempfehlung. Freunde von historischen Romanen unserer Zeitgeschichte sollten unbedingt einen Blick in Band 1 werfen, um dann möglichst bald mit „Die Töchter der Tuchvilla“ ihre Lesezeit zu verbringen. Ich danke dem Blanvalet Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Die Töchter der Tuchvilla“.


[Monatsstatistik] Januar 2017

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Hallöchen ihr Lieben und willkommen zur [Monatsstatistik] Januar 2017.

Unglaublich, der erste Monat des Jahres ist vorbei und ich habe 10 Bücher gelesen. Der Januar ist dabei erfahrungsgemäß der lesereichste Monat des gesamten Jahres, so zumindest in den letzten Jahren. Ob das auch in 2017 so bleibt, wird sich zeigen. Im Januar waren wirklich einige tolle Bücher dabei. Vor allem die Anzahl der gelesenen Bücher hat mich hoch erfreut, da die letzen Monate des Lesejahres 2016 eindeutig weniger lesereich waren. Nun aber ist die Leseflaute vorbei und der TBR Abbau kann kommen!

Gelesene Bücher

001. „Römische Ermittlungen“ von Bianca Palma
002. „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“ von Stefan Bonner & Anne Weiss
003. „Im Schatten des roten Stieres“ von Sylvia Klinzmann
004. „Blut will Blut“ von André Kussmaul
005. „Mieses Karma²“ von David Safier
006. „Black Dagger – Zsadist & Bella“ von J.R. Ward
007. „Black Dagger – Butch & Marissa“ von J.R. Ward
008. „Heiße Liebe – Kalter Tod“ von Pia Hepke
009. „Die Töchter der Tuchvilla“ von Anne Jacobs
010. „Bandstorys: Bitter Beats“ von Ina Taus

10 Bücher habe ich im Januar verschlungen. Das macht 133 Seiten pro Tag. Durchschnittlich habe ich meine Bücher mit 4.45 Punkten bewertet, was für eine gute Auswahl meiner Bücher und deren Qualität steht. Mit meinen im Januar gelesenen Büchern konnte ich meinem Lesekonto 4118 Seiten zufügen. Von meiner Leseliste für den Januar habe ich unglaubliche 8 von 14 Büchern tatsächlich gelesen. Zusätzlich habe ich meinen TBR im Januar digitalisiert und dabei gleich sechs Bücher aussortiert, sodass ich auf -4 Bücher komme, die von meinem TBR befreit wurden.

Mein Monatshighlight ist nicht so einfach zu küren. Neben Ina Taus‘ Debüt „Bandstorys: Bitter Beats“ konnten mich „Mieses Karma²“ von David Safier, „Black Dagger – Zsadist & Bella“ und „Black Dagger – Butch & Marissa“ von J.R. Ward, „Die Töchter der Tuchvilla“ von Anne Jacobs, „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“ von Stefan Bonner & Anne Weiss und „Im Schatten des roten Stieres“ von Sylvia Klinzmann begeistern. Da ich aber ein Highlight küren will, entscheide ich mich für „Bandstorys: Bitter Beats“ von Ina Taus. Ihr Debüt hat mich genauso begeistern können wie einige der anderen Bücher, allerdings möchte ich an dieser Stelle ein besonders gelungenes Debüt hervorheben, das einen Blick wert ist. Absolute Leseempfehlung!

Mein Monatsflop ist leider „Heiße Liebe – Kalter Tod“ von Pia Hepke. Das Buch war nicht schlecht, keine Frage. Leider fehlte es der ersten Hälfte des Romans an Spannung und Geschwindigkeit, daher konnte es leider – trotz der liebevollen Charaktergestaltung und der tollen Idee – nicht mit den anderen mithalten.

Neuzugänge

001. „Glückskatzen“ von Kirsten Klein [BV]
002. „Wüstenblues“ von Gerhard von Kapff [LR]
003. „Heiße Liebe – kalter Tod“ von Pia Hepke [LR]
004. „Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen“ von Lars Simon
005. „Die Musik der verlorenen Kinder“ von Mary Morris [BV]
006. „Plötzlich Fee – Herbstnacht“ von Julie Kagawa
007. „Plötzlich Fee – Frühlingsnacht“ von Julie Kagawa
008. „Bandstories – Bitter Beats #1“ von Ina Taus [LR]
009. „Der Nuttenmörder“ von Patrick Pankow [LR]
010. „Run boy, run girl“ von Nadine Gersberg [LR]
011. „Elefant“ von Martin Suter
012. „Talon – Drachenherz“ von Julie Kagawa

Diesen Monat sind einige – 12! – neue Bücher bei mir eingezogen. Gemeinsam sehen meine Schätze richtig schön aus. Deswegen mussten sie einfach bei mir einziehen. Mit „Plötzlich Fee“ habe ich mir einen lang ersehnten Wunsch erfüllt, da ich die ersten beiden Teile schon seit Jahren gelesen in den Regalen stehen habe. Band 3 und 4 mussten im Januar dann unbedingt bei mir einziehen und warten nun darauf, in nächster Zeit gelesen zu werden. „Glückskatzen“ und „Die Musik der verlorenen Kinder“ habe ich im Rahmen von Buchverlosungen auf Lovelybooks gewonnen und möchte sie ebenfalls zeitnah lesen. Der Januar war zudem der Monat der Leserunden, da ich fünf meiner zwölf Neuzugänge im Zuge von Leserunden auf Lovelybooks erhalten habe. Zwei konnte ich direkt weglesen, die anderen drei werden im Februar gelesen. „Elefant“ von Martin Suter und „Talon – Drachenherz“ von Julie Kagawa waren Spontankäufe – sofern man sie so bezeichnen kann. Mit „Talon – Drachenherz“ liebäugele ich schon seit es erschien und „Elefant“ von Martin Suter geistert gerade so sehr auf Instagram rum, dass ich direkt getriggert war und es haben musste. Schande über mein Haupt, aber nun sind die ganzen Schätze bei mir eingezogen. Nur dank meiner Sortieraktion, bei der 6 Bücher aussortiert wurden, konnte ich einen Abbau meines TBR verzeichnen. Nächten Monat muss das besser werden!

Challenges

100 Bücher-Challenge: unverändert!
Buchkultur-Challenge: unverändert!
Rory Gilmore-Challenge: unverändert!
Carlsen-Challenge 2017: + 1 Buch gelesen // + 0 Rezensionen
Heyne Challenge: 2/20 Bücher gelesen // 2/4 Monatsaufgaben erfüllt = 5 Punkte
Jahr der ersten Sätze: unverändert!
Serienkiller-Challenge: 2 Reihen weitergelesen // 1 Reihe begonnen
S. Fischer-Challenge: unverändert!
Weltenbummler-Challenge: 28 Punkte
Wortmagies High-Fantasy-Challenge: 3/30 Aufgaben gelöst

Ja, bei den Challenges habe ich mir so einiges aufgebürdet. Inwieweit ich die Monatsaufgaben immer zu erfüllen vermag, kann ich an dieser Stelle nicht sagen. Für solche Vorgaben bin ich einfach eine zu große Stimmungsleserin. Glücklicherweise haben nur sehr wenige meiner Challenges solche Monatsaufgaben, sodass es vernachlässigbar sein wird. In diesem Monat habe ich aber 5 meiner 10 Challenges voranbringen können, sodass ich guter Dinge bin, dass ich Ende 2017 eine zufriedenstellende Statistik erhalten werde.

Leseliste Februar

001. „Wüstenblues“ von Gerhard von Kapff
002. „Der Nuttenmörder“ von Patrick Pankow
003. „Run boy, run girl“ von Nadine Gersberg
004. „Das Erbe der Tuchvilla“ von Anne Jacobs
005. „Ich geb dir die Sonne“ von Jandy Nelson
006. „Die Kleidermacherin“ von Núria Pradas

Für den Februar habe ich meine Liste ein wenig eingekürzt, da sowohl der Monat kürzer ist, als auch meine Liste für den Januar zu ambitioniert war. 8 von 14 ist ein überaus gutes Ergebnis. Wären nicht die verführerischen Leserunden auf Lovelybooks gewesen, bei denen ich momentan ein unwahrscheinlich glückliches Händchen habe, hätte ich vermutlich auch die gesamte Liste geschafft. Für den Februar nehme ich mir vor, mich bei den Leserundenverlosungen zurückzuhalten und vermehrt meinen TBR zu reduzieren. Weiß Gott, genug zu lesen habe ich ja.

Wie war denn euer Monat so? Habt ihr absolute Leseempfehlungen an mich?


[Rezension] „Im Schatten des roten Stieres“

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Titel „Im Schatten des roten Stieres“
Reihe
Band
Autor Sylvia Klinzmann
Übersetzer
Illustrator
Verlag books2read Verlag
Erschienen als ebook
Genre Historischer Roman
Preis 5,99€ [LE]
Seitenzahl 373 Seiten
Bewertung .....

„Im Schatten des roten Stieres“ in drei Worten?

Authentisch, fesselnd, recherchiert.

Cover & Gestaltung von „Im Schatten des roten Stieres“?

Das Cover zu „Im Schatten des roten Stieres“ ist wundervoll. Zu sehen sind Gebäude aus Rom und Florenz im Hintergrund, während im Vordergrund eine Frau in einem roten Kleid zu sehen ist, die der Betrachter jedoch nur von hinten sieht. Hierbei kann es sich um Alessia, eine der wichtigsten Figuren des Romans handeln. Das Cover ist wunderschön anzuschauen und macht mir direkt Fernweh. Nur zu gerne würde ich augenblicklich Rom oder Florenz besuchen.

Worum geht es in „Im Schatten des roten Stieres“?

Der historische Roman „Im Schatten des roten Stieres“ spielt um 1490 in Rom und Florenz. Im Vordergrund steht die Familie Borgia, denen fiktive Figuren an die Seite gestellt werden und deren Schicksale sich miteinander verbinden. Als Leser wird man mit auf eine authentische und sehr gut recherchierte Reise genommen, entdeckt viele geschichtliche Fakten, die fließend in den Roman eingebaut wurden und wird dennoch von einer fiktionalen Geschichte mitgerissen, die sich perfekt in ihr historisches Setting einbettet. Dabei steht die junge Alessia im Vordergrund der Geschehnisse, die von Intrigen, Geheimnissen und starken Emotionen geprägt sind.

Das Figurenpersonal in „Im Schatten des roten Stieres“?

In „Im Schatten des roten Stieres“ wird munter zwischen historisch bezeugten Personen und fiktiven Figuren gemischt. Diese Mischung ist aber so gut gelungen, dass die historischen Personen nicht auffallen. Alle Figuren und Personen wirken realistisch und authentisch, sodass es keinen Bruch zwischen beiden Parteien gibt. Die historischen Personen halten sich alle an ihre geschichtlichen Begebenheiten, in deren dunkle Flecken sich die fiktiven Figuren perfekt einfügen. Selbst die Antagonisten sind faszinierend und authentisch getroffen, sodass man sie gar nicht nicht mögen kann. Wobei eine Abneigung aufgrund von Sympathiegründen tatsächlich möglich ist.

Der Schreibstil von Sylvia Klinzmann?

Der Schreibstil von Sylvia Klinzmann ist unfassbar angenehm. Ihre Wortwahl ist authentisch und passend, schlägt aber einen Bogen in die Moderne. Daher wirkt der Schreibstil nicht antiquiert und lässt sich leicht und flüssig lesen. Die eingestreuten italienischen Begriffe erschließen sich aus dem Kontext, wobei es am Ende des Romans einen Glossar gibt. Der Schreibstil trägt die gesamte Atmosphäre und transportiert ebenfalls sehr viel der Authentizität des Romans.

Positives über „Im Schatten des roten Stieres“?

Ich habe es oben bereits mehrfach gesagt: Dieser Roman ist unglaublich authentisch. Zudem ist er sehr gut recherchiert und historisch begründet. Ich finde es faszinierend, wenn Autoren Flecken in der Geschichtsschreibung mit fiktiven Geschichten ausfüllen und ergänzen. Histoire und Diskurs ergänzen sich hier perfekt. Die fiktive Geschichte ist schillernd und fesselnd, sie fasziniert den Leser vor allem auch durch das spannende Umfeld der Borgia-Familie und das von Intrigen geprägte Leben am Vatikan.

Empfehlung zu „Im Schatten des roten Stieres“?

Ich kann diesen historischen Roman uneingeschränkt empfehlen. Jeder, der historische Romane schätzt, sollte einen Blick in diesen Roman werfen. Fesselnd, sehr gut recherchiert und absolut authentisch. Ich danke dem books2read-Verlag und Lovelybooks herzlich für die Bereitstellung eines Leseexemplars von „Im Schatten des roten Stieres“ im Zuge der Leserunde.


[Monatsstatistik] Dezember 2016

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Hallöchen ihr Lieben und willkomen zur [Monatsstatistik] Dezember 2016!

Der Dezember war sehr arbeitsintensiv, was sich eindeutig an meiner Leseliste zeigt. 3 gelesene Bücher kann ich verzeichnen, der Januar gestaltet sich da schon besser. Dafür waren die Bücher im Dezember wirklich gut, sodass sich die drei Bücher wirklich gelohnt haben. Qualität statt Quantität war das Motto des Monats.

Gelesene Bücher

69. „Friesenherzen und Winterzauber“ von Tanja Lanz, 304 Seiten
70. „Coffee to go in Togo“ von Markus Maria Weber, 448 Seiten
71. „Der Duft von Glück und Rosen“ von Alexandra Markus, 87 Seiten

Eine durchscnittliche Bewertung von 4 Punkten kann sich durchaus sehen lassen. Meine Leseliste habe ich damit zwar nicht mal ansatzweise geschafft, aber nun gut.

Neuzugänge

Bei den Neuzugängen war ich dafür umso aktiver. Unglaublich, aber

1. „Der Ruf des Kuckucks“ von Robert Galbraith
2.
„Ein Buchladen zum Verlieben“ von Katharina Bivald
3. „Wir Kassettenkinder“ von Stefan Bonner und Anne Weiss
4. „Das Erbe der Tuchvilla“ von Anne Jacobs
5. „Der Duft von Glück und Rosen“ von Alexandra Markus
6. „Im Schatten des roten Stieres“ von Sylvia Klinzmann
7. „Römische Ermittlungen“ von Bianca Palma
8. „Blut will Blut“ von André Kussmaul
9. „Harry Potter und das verwunschene Kind“ von Joanne K. Rowling
10. „Eine Liebe in Edenfield“ von William Nicholson
11. „Theodor Heuss – Biografie“ von Peter Merseburger
12. „Agnes Grey“ von Anne Brontë
13. „Die Fährmannstochter“ von Andrea Schacht
14. „Honigmilchtage“ von Julia Rogasch

14 Neuzugänge, das ist schon eine Hausnummer. Immerhin konnte ich „Der Duft von Glück und Rosen“ von Alexandra Markus noch im Dezember weglesen (lest die Kurzgeschichte, sie ist traumhaft schön!). Der Rest ist Weihnachten und gehört zu Leserunden auf Lovelybooks. Ich bin momentan sehr zufrieden, was meine Lesezeit angeht. Aktuell bin ich fleißig dabei, meine Neuzugänge zu vermindern und auch andere Werke aus meinem TBR zur Hand zu nehmen.

Challenges

A Cup of English Reads: Abgebrochen!
Gegenwartsliteratur und Klassiker-Challenge: + 0 Bücher = 26/150 Büchern
Golden Backlist-Challenge: Gescheitert!
Serienkiller-Challenge: Gescheitert, aber die Runde in 2017 habe ich wieder mitgemacht!
Spar-Challenge: + 1,50€ = 36,00€
Weltenbummler-Challenge: + 9 Punkte = 226 Punkte – Auch hier nehme ich an der nächsten Runde teil!
100 Bücher-Challenge: + 0 Bücher = 37/100 Büchern

Leseliste Januar

Der Januar ist erfahrungsgemäß der Monat im Jahr, in dem ich am meisten zum Lesen komme. Ob sich das auch diesen Monat wieder bewahrheiten wird, zeigt sich in ein paar Wochen, bisher sieht es jedoch ganz gut aus. Hier nun meine Liste:

1. „Wir Kassettenkinder“ von Stefan Bonner und Anne Weiss
2. „Das Erbe der Tuchvilla“ von Anne Jacobs
3. „Im Schatten des roten Stieres“ von Sylvia Klinzmann
4. „Römische Ermittlungen“ von Bianca Palma
5. „Blut will Blut“ von André Kussmaul
6. „Die Fährmannstochter“ von Andrea Schacht
7. „Honigmilchtage“ von Julia Rogasch
8. „Die Töchter der Tuchvilla“ von Anne Jacobs
9. „Für dich solls Tausend Tode regnen“ von Anne Pfeffer
10. „Mieses Karma hoch zwei“ von David Safier
11. „Die Versuchung der Pestmagd“ von Brigitte Riebe
12. „Ich gebe dir die Sonne“ von Jandy Nelson
13. „Black Dagger – Zsadist & Bella“ von J.R. Ward
14. „Black Dagger – Butch & Marissa“ von J.R. Ward

So, die Januarliste steht und ist enorm lang. Aber „Römische Ermittlungen“ von Bianca Palma konnte ich bereits beenden, die Rezension folgt die Tage. Begonnen habe ich bereits „Wir Kassettenkinder“ von Stefan Bonner und Anne Weiss, das ein super lustiges und entspannendes Sachbuch ist. Lachen ist vorprogrammiert. Somit habe ich nur noch 12 Bücher auf der Liste, von denen ich auf einige enorm gespannt bin. Mit David Safiers „Mieses Karma hoch zwei“ habe ich mir ein Buch mit Lachgarantie ins Boot geholt. Ansonsten ist die Mischung sehr ausgeglichen und bunt. Ich wittere spannende und faszinierende Lesestunden!


[Rezension] „Das Gold des Meeres“

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Titel „Das Gold des Meeres“
Reihe Fleury-Saga
Band 3. Band
Autor Daniel Wolf
Übersetzer
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 672 Seiten
Bewertung .....

„Das Gold des Meeres“ in drei Worten?

Authentisch, faszinierend, fesselnd.

Cover & Gestaltung von „Das Gold des Meeres“?

Ich finde ja, dass alle Teile der Fleury-Saga kleine Hingucker sind. Der Umschlag sieht aus wie dickes Pergament und auch die Gestaltung des Covers ist passend mittelalterlich. Der erste Buchstabe ist kunstvoll verziert, der restliche Titel erhaben. Die Farben Rot und Grün, in denen Titel und Autorname gehalten sind, bilden einen schönen Kontrast. Die Kapitel werden von einer kleinen schlichten Verzierung eingeleitet.

Worum geht es in „Das Gold des Meeres“?

Im dritten Band der Fleury-Saga geht es um die neue Generation der Fleury Handelsfamilie, bestehend aus Michel, Balian und Blanche. Nach einem tragischen Unglück steht die Zukunft der Familie Fleury auf dem Spiel. Der Leser begleitet die Protagonisten bei ihrem Versuch, ihre Familie vor dem Ruin zu bewahren, weshalb ich euch auch nicht mehr verraten werde.
Das Setting hingegen ist gewohnt authentisch, sehr gut recherchiert und lebhaft dargestellt. Es wirkt, als wäre Geschichte lebendig geworden.

Der Schreibstil von Daniel Wolf?

Daniel Wolf schreibt sehr angenehm. Er schafft es, typisch mittelalterliche Begriffe gekonnt mit modernen Worten zu kombinieren und den Ton dennoch ein wenig mittelalterlich zu gestalten. Mit seiner Figurenrede trifft er den Ton der von ihm dargestellten Zeit unglaublich gut. Der Schreibstil ist flüssig und unwahrscheinlich angenehm. Es gibt keine unangenehmen Brüche, sodass ein schnelles Vorankommen sicher ist.

Das Figurenpersonal in „Das Gold des Meeres“?

Ich muss ja sagen, die Familie Fleury habe ich unheimlich gerne. Umso mehr schmerzt es mich immer, mich von liebgewonnenen Figuren trennen zu müssen. Die neu eingeführten Figuren konnten mich im Sturm erobern. Jede Figur hat ihre Eigenheiten, keine zwei Figuren sind gleich. Zwar teilen sich die Mitglieder der Familie Fleury einen gewissen Sturkopf, darüber hinaus sind die Figuren sehr detailverliebt und realistisch dargestellt. Man merkt den Figuren auch eine gewisse Tiefe an, die später in ihrer Figurenentwicklung zum Tragen kommt. Sollte ich meine Lieblingsfigur dieses Bands wählen müssen, käme ich stark in Bedrängnis, denn ich mochte sie alle – zumindest diejenigen Figuren, die als Sympathieträger erdacht zu sein scheinen. Aber auch die Antagonisten sind gut ausgearbeitet, da sie mir so unheimlich unsympathisch waren, als hätte ich sie selbst getroffen.

Positives über „Das Gold des Meeres“?

Ich liebe Daniel Wolfs historische Romane. Sie sind wie lebendig gewordene Geschichte. Eingeweihte Leser entdecken in seinen Romanen historische Begebenheiten, Personen und Ereignisse, die der Autor gekonnt in seine Handlung einbaut und deutet. Dabei ist die Darstellung aller Dinge immer unglaublich authentisch. Es wird nicht das Klischeebild des dunklen Mittelalters heraufbeschworen, sondern ein sehr realitätsnahes Bild gezeichnet. Die fiktive Stadt Varennes bietet die Möglichkeit, eine eigene Geschichte zu schreiben, ohne zu sehr an historische Begebenheiten gebunden zu sein. Darauf ergibt sich die Möglichkeit vielfältig aus historischen Geschehen zu wählen und diese einzubauen. Dabei geht Daniel Wolf äußerst akribisch vor. Er füllt Leerstellen der Historien mit Leben aus, wie es mittelalterliche Chronisten taten. Ganz großes Kino!

Empfehlung zu „Das Gold des Meeres“?

Ich kann euch die Fleury-Saga uneingeschränkt ans Herz legen. Leser, die authentische und sehr gut recherchierte historische Romane schätzen, werden hier vollkommen auf ihre Kosten kommen. Allerdings sollten die Bücher zum besseren Verständnis ihrer Reihenfolge entsprechend gelesen werden, da sonst bestimmte Ereignisse vorweggenommen werden oder unter Umständen nicht richtig nachvollzogen werden können. Ich danke dem Goldmann Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Das Gold des Meeres“.