[Montagsartikel] #22

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Guten Morgen ihr Lieben und willkommen zum neuen Montagsartikel!

Ab dieser Woche wird sich der Montagsartikel ein wenig verändern. In Zukunft möchte ich dieses Format nicht nur dazu nutzen, Bücherfresserchens Montagsfrage zu beantworten, sondern auch meine vergangene und kommende Woche vorstellen. Daher wird sich dieses Format nun in drei Abschnitte gliedern.

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Bücherfresserchen Montagsfrage im Montagsartikel

 

Magst du Bücher mit Gruselfaktor oder Horror und was gefällt dir daran?

Ich muss zugeben, einem guten Thriller gegenüber war ich in der Vergangenheit nicht abgeneigt. Allerdings zählen Horror, Psycho oder Thriller nun nicht unbedingt zu meinen liebsten Genre. Ich bin nämlich ein kleiner Angsthase. Vor allem gut geschriebene Thriller bringen mich nachts um meinen Schlaf. Das kann dann so weit gehen, dass ich mich nicht auf den Flur traue, aus Angst, jemand kommt unter meinem Bett oder aus meinem Schrank gekrochen. Dann muss der Thriller aber wirklich gut sein und auch von der Thematik passen. Leider gibt es Thriller, die von sich aus nicht wirklich gruselig oder spannend sind. Da fehlt der Nervenkitzel, die Angst und das Spiel mit der Psyche des Lesers. Bücher, die ich damals als gute Vertreter dieser Thematik ansah, sind die Bücher von Jilliane Hoffmann. Ich finde sie unheimlich gelungen. Allerdings kann ich über die aktuellen Bücher dieser Genre nichts sagen. Ein gewisser Gruselfaktor in Psychothrillern ist also definitiv enthalten.
Was ich dann schon eher weniger lese, ist Horror. Ich traue mich einfach nicht dran. Der Thriller ist für mich schon an der Grenze, Horror darüber hinaus. Ich schaue schon keine Horrorfilme, Bücher sind noch viel schlimmer. Bei einem Film ist das Gruseligste immer die Musik – und die kann man abschalten. Bei einem Buch kannst du die Umgebungsgeräusche deiner Wohnung nicht abschalten. Jedes Knarren wird verräterisch, jeder Schatten gefährlich. Dafür bin ich dann leider ein zu großer Angsthase.

Wie steht es mit euch? Lest ihr Horrorbücher?

Meine Woche vom 24.-30.10.2016

Diese Woche war wieder blogintensiver. Endlich mal wieder. Ich konnte euch einige Rezensionen hochladen, die schon seit einer Weile auf ihre Veröffentlichung warteten oder ganz frisch entstanden. Dennoch startet die Blogwoche mit der Ankündigung einer recht langen Leserunde, die sich als taugliche Challenge zum TBR-Abbau präsentiert: Die Messeblues-Challenge. In einem Zeitraum vom 24.10. bis zum 17.12.2016 darf gelesen werden bis zum Abwinken. Um die Challenge ein wenig spannender zu gestalten, gibt es kleinere Aufgaben, die das Lesen ein wenig prickelnder gestalten. Wer sich anmelden will schaut bei Philip vorbei.
Am Freitag und Sonntag konnte ich dann zwei Rezensionen zu Büchern veröffentlichen, die mir außerordentlich gut gefallen haben. Wer noch ein gutes Buch mit Flair sucht, kann sich die Rezensionen gerne anschauen.
Zum Lesen kam ich auch endlich wieder. Nachdem ich Falkenherz innerhalb der Woche beendet und rezensiert habe, griff ich zum zweiten Band der neuen Black Daggerausgabe und hatte ihn binnen 24 Stunden durchgelesen. Direkt im Anschluss habe ich dann das neuste Werk von Daniel Wolf begonnen, das ich erfreulicherweise auch schon zu 1/3 gelesen habe. Die Woche endete dann mit zwei Neuzugängen, die für die nächste Woche auch schon auf der imaginären Leseliste stehen.

Blogplan vom 31.-06.10.2016

Die Woche startet mit dem neuen Montagsartikel. Ansonsten wird es heute auf dem Blog ruhiger sein. Ich arbeite diese Woche dann an meinem Notizbuchrunden-Beitrag, der schon geraume Zeit geschrieben werden will. Diesen werde ich vermutlich an einem nicht-Rezensionstag veröffentlichen. Für Mittwoch, Freitag und Sonntag habe ich bereits Rezensionen fertig, die Rezensionen zu Black Dagger 2 und dem dritten Band der Fleury-Saga werde ich diese Woche schreiben. Ansonsten möchte ich meine Challengeseiten weiterhin aktualisieren und bei euch rumstöbern.

Was habt ihr diese Woche so geplant?


[Rezension] Falkenherz – Bewährung der Schildmaid

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Titel Falkenherz – Bewährung der Schildmaid
Reihe Schildmaid-Saga
Band 2. Band
Autor Katharina Münz
Übersetzer
Illustrator
Verlag Selfpublish von Katharina Münz
Erschienen als E-Book, Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 3,49€ (e-book) [RE]
Seitenzahl 408 Seiten
Bewertung .....

Falkenherz – Bewährung der Schildmaid in drei Worten?

Authentisch, emotional, fesselnd.

Cover & Gestaltung von Falkenherz – Bewährung der Schildmaid?

Ich finde ja, dass die Bücher von Katharina Münz sehr liebevoll gestaltet sind. Sie sind einzigartig und individuell. Man kennt ja die typischen Cover von historischen Romanen, auf denen zumeist eine junge Frau in einem wunderschönen Kleid vor einem Palais zu sehen ist. Bei Falkenherz sieht man, wie auch beim Vorgängerband, die Protagonistin Melwyn. Im Gegensatz zum ersten Band, ist Melwyn hier bereits deutlich sichtbar eine Schildmaid, was perfekt zum Inhalt und ihrem Charakter passt. Die Gestaltung im Inneren ist ein wenig schlichter, allerdings gibt es am Ende jeden Kapitels eine Art Runenzeichen, das ich als liebevoll gestaltet und passend empfinde.

Worum geht`s in Falkenherz – Bewährung der Schildmaid?

Da die Handlung unmittelbar an das Ende des ersten Bands anschließt, möchte ich Neuleser nicht spoilern. Nur so viel: Melwyns Geschichte geht weiter, ebenso fesselnd, wie im ersten Band. Der Beginn des zweiten Teils ist zunächst ein wenig ruhiger. Romantikerinnen wie ich kommen dabei voll auf ihre Kosten. Ich hätte das ewig so weiterlesen können. Gegen Mitte des Romans kommt dann ordentlich Spannung auf und die Romanhandlung nimmt deutlich an Fahrt auf. Es ergeben sich Wendungen, die ich niemals erwartet hätte. Stellenweise war ich versucht, durch den Bildschirm zu greifen und einige Figuren zu schütteln.
Das Setting ist das eines historischen Romans rund um das Thema Wikinger. Es spielt im 9. Jahrhundert und ist ziemlich authentisch gestaltet.

Der Schreibstil von Katharina Münz?

Hach ja, Katharina Münz schreibt wirklich angenehm und fesselnd. Stellenweise hatte ich bei diesem Roman kurze Bedenken, ob das eine oder andere Wort dem Figurenpersonal wirklich bekannt sein könnte, aber das ist Meckern auf höchstem Niveau. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm leicht zu lesen. Je nach Figur variieren Wortwahl und Ausdruckweise. Besonders schön fand ich die Darstellung von Melwyns Gedanken. Vor allem aber schätze ich den Witz und Humor der Schreibe von Katharina Münz, die Melwyns Gedanken immer wieder bereichern.

Das Figurenpersonal in Falkenherz – Bewährung der Schildmaid?

Ich bin ja ein Fan erster Stunde. Melwyn hat sich in mein Herz geschummelt. Und ihr Falke auch. Und dessen Familie. Und weitere Figuren, die man erst im Laufe des zweiten Buchs kennen lernt. Ich hätte mich am liebsten nie von ihnen getrennt. Die Figuren haben eines gemeinsam: Sie alle haben einen starken Willen. Etwas, das mir sehr imponiert. Grundsätzlich sind die Figuren sehr realistisch gehalten; sie haben Fehler und Stärken. Für so manchen Fehler hätte ich vor allem zwei Figuren nur zu gerne miteinander in einen Raum gesperrt, aber da kann ich leider nichts machen.

Positives über Falkenherz – Bewährung der Schildmaid?

Was soll ich nur sagen? Zu allererst: Ich bin unglaublich glücklich, dass ich den zweiten Band lesen konnte. Ich hatte mir so sehr eine Fortsetzung gewünscht, dass ich mir nur kleine Leseeinheiten gegönnt habe. Zu groß war die Angst, dass das Buch zu schnell endet und ich mich von meinen Buchfreunden trennen muss. Das nächste positive: Es wird einen weiteren Band geben. Und auf den freue ich mich mindestens ebenso sehr!
Das Buch selbst ist eine gelungene Fortsetzung. Die Handlung entwickelt sich zu Beginn langsam, was ich sehr begrüßt habe. Dafür kommt der spannende Teil der Handlung dann umso heftiger um die Ecke. Es passt alles zusammen, nichts stört das Leseempfinden. Ein rundum gelungenes Buch.

Empfehlung zu Falkenherz – Bewährung der Schildmaid?

Ich kann euch das Buch wärmstens empfehlen. Nicht nur, weil ich authentische historische Romane liebe, sondern auch, weil ich diese Reihe als gelungen empfinde. Man spürt die Liebe und Mühe, die hinter den Worten steckt. Das Herzblut. Eine absolute Leseempfehlung! Ich danke der Autorin Katharina Münz herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Falkenherz – Bewährung der Schildmaid.


[Rezension] Die 13. Jungfrau

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Titel Die 13. Jungfrau
Reihe
Band 1. Band
Autor Katharina Münz
Übersetzer
Illustrator
Verlag Schruf & Stipetic
Erschienen als e-Book
Genre Historischer Roman, Liebesroman
Preis 8,99€ [RE]
Seitenzahl 450 Seiten
Bewertung .....

Das Buch in drei Worten?

Historisch, knisternd, emotional.

Das Cover?

Das Cover fand ich auf den ersten Blick ziemlich süß. Es passt im Nachhinein aber perfekt zum Buchinhalt. Man sieht eine junge Frau mit Schwert oder Stab, so genau kann ich das leider nicht erkennen, im Kupferstich anmutenden Stil dargestellt. Die Darstellung hätte so von der künstlerischen Gestaltung aus dem Mittelalter stammen können, da einige Elemente der heutigen Kunst darin fehlen. Der hellorange leuchtende Hintergrund in Kombination mit einer Stadt, ich vermute Köln, lässt auf eine Stelle circa in der Mitte des Romans deuten. Alles in allem ist das Cover sehr stimmungsvoll und passend.

Die Handlung/Das Setting?

Wer meinen Blog schon länger liest, weiß, dass ich historische Romane in jeglicher Art sehr gerne habe. Egal ob Mittelalter oder 20. Jahrhundert, ich liebe es einfach in andere Zeiten abzutauchen. Auch bei der 13. Jungfrau konnte ich dies sehr gut. Katharina Münz schildert ein durchaus historisch korrektes Bild, angereichert mit ein wenig Phantasie, die die Leerstellen der historischen Geschichtsschreibung ausfüllt. Besonders toll fand ich, wie die Autorin es geschafft hat, historische Größen einzubauen, die mir noch viel mehr das Gefühl gegeben haben, eine Legende zu lesen. Das hat mir sehr gut gefallen. Ab circa der Hälfte verändern sich jedoch die Stimmung und das Gesamtgefüge. Ich verrate euch nicht, was passiert, aber der zweite Teil konnte mich dann so richtig von sich überzeugen.

Der Schreibstil?

Mir hat der Schreibstil gut gefallen. Die Autorin hat glücklicherweise darauf verzichtet mittelalterliche Syntax und Ausdrucksweise zu verwenden. Ich habe Bücher gelesen, die auf diese Weise versuchen, das Mittelalter auch in der Sprache zu imitieren. Es funktioniert einfach nicht. Dieses antikisierende Moment kann man viel besser durch das Setting transportieren. Von daher habe ich mich in Die 13. Jungfrau sehr wohlgefühlt. Es wurden keine stark modernen Worte verwendet, aber auch kein Anspruch auf Altertümlichkeit gestellt. Somit fällt es dem Leser sehr leicht, in die Geschichte einzutauchen. Eine kleine Gewöhnungszeit braucht man aber für die Namen, bei denen ich mich oft gefragt habe, wie sie ausgesprochen werden. Ich hatte da so einiges aus der Mediävistik im Hinterkopf, dennoch habe ich bei den Namen geknobelt. Gut eingearbeitet waren Fremdwörter und Melwyns Wechsel innerhalb der Sprachen.

Die Figuren?

Melwyn konnte mich von Anfang an von sich überzeugen. Was ich schade fand, war ihr mangelndes Selbstbewusstsein, aber da habe ich einen durchaus modernen Standpunkt, das weiß ich. In ihrer Zeit und mit ihrer Herkunft wird sie vermutlich nicht anders gedacht haben können, aber genau wissen wir das nicht. Sehr gut dargestellt fand ich auch ihre Religiosität. Sie ruft in Notsituationen um Hilfe an, ist gottesfürchtig aber nicht auf den Kopf gefallen. Zudem ist sie unendlich loyal und familienbewusst. Auch einige Stellen mit Kevern kann ich mir ziemlich gut vorstellen, wobei ich dort ziemliches Mitleid mit ihr hatte. Und der zweite Teil des Romans hat dann schließlich meine Wünsche für Melwyn erfüllt. Ich mag Ifill einfach so sehr! Er ist ein so unendlich netter Kerl, nicht, dass Kevern nicht nett sei, aber Ifill ist schon eine andere Klasse Mann. Kein Krieger, kein tumber Tor, sondern ein liebevoller Mensch, der genug Kämpfe gesehen hat, ohne feige zu sein. Die Nebenfiguren haben mir auch gefallen, wobei sie alle immer recht kurz nur in der Geschichte verweilen. Am besten fand ich aber die Metbrauerin Hallbjörg. Sie hat es mir angetan.

Positives?

Es wird ein durchaus realistisches Bild des Mittelalters entworfen. Zudem funktioniert die Geschichte auch nur im Mittelalter gut, wodurch das Mittelalter selbst nicht nur schnödes Beiwerk ist. Die Figuren und ihre Schicksale konnten mich sehr berühren. Vor allem der zweite Teil des Romans hat dann mein Leserherz höher schlagen lassen, da dort dann die richtig großen Emotionen aufkommen. Immerhin hatte ich mich gefragt, ob das alles ist, was Melwyn bekommen sollte. Glücklicherweise kommt eine spannende Wende, die dem romantischen Leser einige Wünsche erfüllt.

Negatives?

Es ist nicht wirklich negativ, nur Motzen auf höchstem Niveau: Ich hätte gerne bereits jetzt den Folgeband! (Zumindest wurde getwitter, dass es einen weiteren Band gäbe :O) Man merkt es dem Ende an, zumindest weckt es im Leser diese Hoffnung, dass das Ende nicht der Schluss der Geschichten um Melwyn ist. Ich würde gerne noch so viel mehr über Melwyn erfahren. Immerhin schreit ihr Dasein als Schildmaid nur so nach Abenteuern!

Empfehlung?

Jeder, der historische Romane, Liebesgeschichten und das ganz große Glück kombiniert mit Schicksalsschlägen mag, wird hier alles finden. Ein stimmiges Gesamtpaket, das mir tolle Lesestunden bereitet hat. Ich danke dem Schruf & Stipetic Verlag, Katharina Münz und auch Sarahsuperwoman herzlich für die Vermittlung, Bereitstellung des Rezensionsexemplars und den super netten Austausch darüber.