[Rezension] „Die Buchspringer“

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Titel „Die Buchspringer“
Reihe
Band Einzelband
Autor Mechthild Gläser
Übersetzer
Illustrator
Verlag Loewe Verlag
Erschienen als Hardcover mit Schutzumschlag
Genre Phantastik, Jugendbuch
Preis 17,95€ [Leihbuch]
Seitenzahl 384 Seiten
Bewertung ....

„Die Buchspringer“ in drei Worten?

Literarisch, packend, unbefriedigend.

Das Cover von „Die Buchspringer“?

Das Cover von „Die Buchspringer“ hat mich als erstes angesprochen. Seit ich es das erste Mal in der Buchhandlung stehen sah, wollte ich es unbedingt lesen. Die Farbkombination aus Türkis und Rosa, gekoppelt mit den Buchfiguren der Weltliteratur konnten mich optisch auf jeden Fall überzeugen. Ein wirklich angenehmes Cover.

Die Handlung/Das Setting von „Die Buchspringer“?

Kann sich ein bibliophiler Mensch ein besseres Buch wünschen, als eines, das von Büchern handelt? Wohl kaum. Ihr könnt euch also vorstellen, wie zufrieden ich mit den ersten paar Seiten von „Die Buchspringer“ war. Es war, als wäre ein lang gehegter Wunsch wahrgeworden. Nur zu gerne hätte ich mit Amy getauscht und wäre an ihrer statt in die Geschichten gesprungen. Ich meine, sie ist mit Werther befreundet! Ich will auch!
Der Mittelteil war noch spannend und lies sich locker weglesen, das Ende hat mir aber den gesamten Lesespaß genommen und mich unzufrieden und unglücklich zurückgelassen.

Der Schreibstil von Mechthild Gläser?

Mechthild Gläser hat einen angenehmen Schreibstil. Es dauert überhaupt nicht lange, da war ich schon in die Geschichte abgetaucht, was an der Kombination aus Plot und Schreibstil lag. Interessanterweise wechselt Mechthild Gläser zwischen der Innensicht der Protagonistin Amy und der Außensicht auf Will, was im ersten Moment ein wenig irritiert, dann aber sehr schnell normal wurde.

Die Figuren in „Die Buchspringer“?

Ich mag die Figuren von Stormsay. Viele sind es nicht, die vorkommen, gerade mal 14 Stück. Davon mehr oder weniger alle als Nebenfigur eingebaut. Näher kennenlernen darf man als Leser nur Amy und Will, aber auch die lernt man nicht so sehr kennen, wie es in anderen Jugendbüchern schon vorgekommen ist. Dennoch konnten mich Amy und Will von sich überzeugen. Vor allem Amy mochte ich, obwohl der Leser es wieder mit einem Mädchen zu tun hat, das sich selbst nicht als schön oder toll empfindet. Glücklicherweise wurde die Geschichte so gewichtet, dass Amys Aussehen nur bedingt wichtig war. Süß fand ich allerdings die endlich einmal unkomplizierte Liebesbeziehung, die sich anbahnt, allerdings ändert sich auch das gegen Ende. Will tat mir am meisten leid. Er bekommt so ziemlich alles Schlechte der Geschichte ab und leider meint auch das Ende es nicht gut mit ihm.

Positives über „Die Buchspringer“?

Der Plot war für mich wirklich neu und innovativ. Was gibt es für einen bibliophilen Menschen besseres, als in Geschichten springen zu können? Natürlich außer in Geschichten zu leben wie Maggie oder Furia. Auch der Schreibstil konnte mich von dem Buch überzeugen. Spannend war es ebenfalls, zudem konnte mich das Buch begeistern und abschalten lassen.

Kritik an „Die Buchspringer“?

Ich fand, dass Will einfach zu viel Negatives abbekommen hat. Zudem waren mir die Figuren einfach nicht greifbar genug. Mit Amy und Will konnte ich mich ein Stück weit identifizieren, aber ein wenig mehr Tiefe hätte nicht geschadet. Und dann kam das Ende. Bis kurz vor Schluss hatte ich wirklich Spaß an der Geschichte, das Ende aber hat es ruiniert. Ich bin unglaublich unzufrieden und unglücklich zurückgelassen worden. Es ist ja nicht so, dass es nicht schon eine unglückliche Verbindung innerhalb der Geschichte gab, nein, nun musste es auch noch eine Wiederholung finden. Auch Amys Hintergrund wurde nicht genutzt. Es hätte durchaus Chancen auf ein Happy End gegeben, aber die wurden nicht genutzt.

Empfehlung zu „Die Buchspringer“?

„Die Buchspringer“ ist angenehm zu lesen, erfüllt den Traum eines jeden Bibliophilen, aber das Ende hat mich nicht zufriedengestellt. Es hat mich unglücklich zurückgelassen. Das Buch ist empfehlenswert, wenn man spannende Jugendbücher mit leichten Liebesbeziehungen mit extrem offenem Ende mag.


[Monatsstatistik] März 2016

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Hallöchen ihr Lieben und willkommen zur [Monatsstatistik] März 2016!

Der März war noch weniger lesereich als der März. Unglaublicherweise ist es sonst genau umgekehrt. Aber diesen März hatte ich zwei Abgaben und zwei vorzubereitende Arbeiten, die erledigt oder begonnen werden wollten, da muss man dann eben mal auch Abstriche machen. Dafür hatte ich tolle Bücher, die mir den Tag versüßen konnten!

Gelesene Bücher

28. „Ein Streuner kehrt heim“ von Andy Trout, 384 Seiten, 4/5
29. „Der Herr der Diebe“ von Cornelia Funke, 400 Seiten, 5/5
30. „Die Buchspringer“ von Mechthild Gläser, 384 Seiten, 4/5
31. „Talon – Drachenzeit“ von Julie Kagawa, 560 Seiten, 5/5
32. „Unsterblich – Tor der Dämmerung“ von Julia Kagawa, 608, 4/5

2336 Seiten konnte ich meinem Lesekonte verbuchen. Das sind fast so viele wie im Februar, trotz 2 Büchern weniger. Für den April wird es in der ersten Hälfte vermutlich nicht besser werden, da noch immer eine Abgabe und zwei vorzubereitende Arbeiten auf meinem Soll stehen, aber abends will ich jetzt immer ein wenig lesen, zudem kommen die Fahrten zur Uni ja wieder hinzu, wobei ich sicherlich die eine oder andere Seite lesen werde.

Neuzugänge

1. „Unsterblich – Tor der Dämmerung“ von Julia Kagawa [RE]
2. „Weil ich ein Dicker bin“ von Bertram Eisenhauer [RE]

Nur zwei Neuzugänge diesen Monat, auf die ich mich wirklich gefreut habe. Ein Neuzugang ist sogar schon direkt gelesen worden, der andere kommt auch bald dran.

Challenges

Bücherkultur-Challenge: +0 Bücher = 25/150 Büchern gelesen
Cup of English Reads: +0 Bücher = 0 gelesene Bücher
Golden Backlist: +1 Buch = 21 gelesene Bücher
Serienkiller-Challenge: +2 Reihe begonnen = 3 beendete Reihen
Spar-Challenge: +2,50€ = 16,00€
Weltenbummler-Challenge: +15 Punkte = 87 Punkte

Leseliste April

Die Sub-Abbau-Challenge Aufgabe für den März regt uns dazu an, Bücher mit weniger als 300 Seiten zu lesen. Die habe ich, muss sie nur in dem riesigen Stapel finden. Deswegen finde ich die Aufgabe wirklich gut. Zudem kann ich dünnere Bücher mit Leichtigkeit in meine Unitasche stecken. Ein dünnes Büchlein fällt da nicht weiter ins Gewicht. Allerdings werde ich erst die aus dem März mitgenommenen Bücher beenden, die es von der Seitenzahl gesehen schon in sich haben. Aber danach wird radikal gelesen!


[Rezension] „Köstliches aus Hefeteig“

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Titel „Die Schätze aus Omas Backbuch: Köstliches aus Hefeteig“
Reihe Schätze aus Omas Backbuch
Band Hefeteig
Autor Rosenmehl-Team
Übersetzer
Illustrator
Verlag Bassermann Inspiration Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Backbuch, Kochbuch
Preis 14,99€ [RE]
Seitenzahl 160 Seiten
Bewertung .....

„Köstliches aus Hefeteig“ in drei Worten?

Köstlich, verführerisch, wunderschön.

Die Gestaltung von „Köstliches aus Hefeteig“?

Ich habe noch nie ein so schönes Backbuch gesehen. Zunächst sieht das Cover unglaublich appetitanregend aus, zum anderen ist es unglaublich liebevoll und hochwertig hergestellt. Der Buchrücken ist in rotem Stoff eingefasst, allgemein ist das Buch in rot-weiß gehalten. Schon das Inhaltsverzeichnis ist unglaublich liebevoll gestaltet. Bilder, teilweise originale Familienfotos und –rezepte bilden den Hintergrund, auf dem der Text verfasst ist. Somit wird das Backbuch zur Spielwiese für Fotoliebhaber. Das Buch selbst ist in 10 Abschnitte unterteilt, in denen die Rezepte und Tipps zusammengefasst sind. Besonders liebevoll: Es gibt Platz, um eigene Lieblingsrezepte zu verewigen.

Die Rezepte in „Köstliches aus Hefeteig“?

Von süß bis herzhaft, dieses Buch bietet ein breites Spektrum von allem, was das Herz einer jeden Naschkatze höher schlagen lässt. Liebevoll aufbereitet, transkribiert und mit Fotos des fertigen Produkts versehen, machen die Rezepte alleine optisch schon eine Menge her. Ab und zu mit hilfreichen Tipps versehen, warten die Rezepte nur darauf, endlich nachgebacken zu werden. Momentan bin ich noch nicht mit allen Rezepten durch, und werde wohl auch noch eine Weile für alle backen müssen, dennoch bin ich vollauf begeistert.

Hin und wieder jedoch sind die Rezepte ein wenig weit gefasst, sodass man entweder erfahren oder mutig sein muss, um Dinge zu interpretieren. Eine kurze Kategorisierung in einfach, mittel und schwer hätte für mich noch eine Bereicherung dargestellt, aber auch ohne bekommt man durch die Rezepte einen guten Eindruck davon, ob das jeweilige Backlevel ausreichend ist.

Empfehlung zu „Köstliches aus Hefeteig“?

Ich kann dieses Backbuch uneingeschränkt einer jeden Naschkatze empfehlen, die gerne selbst backt. Wer noch im Anfängerstadium ist, sollte sich eine erfahrene Person an die Seite holen, da ich persönlich einige der ausgewählten Rezepte als sehr fortgeschritten empfunden habe und froh über die Hilfe meiner Mama war. Aber mit ein wenig Übung kann jedes Rezept nachgebacken und genossen werden. Und das Beste daran: Es gibt noch zwei weitere Backbücher von Rosenmehl, die ebenfalls außerordentlich vielversprechend aussehen. Ich danke dem Bassermann Inspiration Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Die Schätze aus Omas Backbuch: Köstliches aus Hefeteig“.


[Montagsartikel] #15

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Guten Morgen ihr Lieben!

Habt ihr dieses wundervolle Wetter gesehen? Die Sonne scheint, endlich wieder Sonne! Zwar ist es bei uns noch recht kalt, aber der strahlend blaue Himmel und die Sonne entschädigen dafür reichlich. ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr mich das Wetter freut.

montagsfrage_bannerWas haltet ihr von Büchern, die auf Filmen basieren, also erst nach dem Film geschrieben worden sind?

Diese Frage ist eine, die mich mal wieder ins Schwitzen bringt. Ich kann mich nicht mal erinnern, ob ich solche Bücher überhaupt jemals in den Händen gehalten hätte. Bücher, die ich auf jeden Fall gelesen habe und momentan auch besitze, sind solche, die nach Erscheinen des Films neuaufgelegt wurden. In der Regel ist der Text derselbe, aber das Cover wird in eine passende Filmversion verändert, zudem gibt es oftmals auch Filmbilder in der Mitte des Buchs. Solche Bücher besitze ist, finde sie aber nicht sonderlich interessant. Die andere Richtung, also vom Film zum Buch, habe ich wirklich nicht im Regal stehen. Ich wüsste auch nicht, ob sich solche Bücher lohnen. Habt ihr diese Version von Büchern schon gelesen? Könnt ihr mir gute Bücher vorschlagen? Ich bin auf eure Meinung gespannt.

blogger-aphabet-900x266D wie Design

Wir haben es fast geschafft, noch ein Beitrag und meine Antworten stimmen mit den aktuellen Fragen überein! Mein Design verdanke ich meinem Freund. Ihm habe ich freie Hand gelassen, was die Gestaltung meines Blogs anging. Ein paar Eckpunkte hatte ich zwar – die Sidebar rechts, der Banner oben im Blumendesign und mein Hamster – der Rest basiert auf Ideen und Vorschlägen meines Freundes. Als grober Orientierungspunkt diente mein altes Blogdesign aus wordpress Zeiten, wurde aber größtenteils überholt und durch neue Ideen ergänzt. Von meinem ursprünglichen Blog ist vor allem das Farbkonzept übernommen worden, rot-weiß. Momentan gibt es noch einige Raffinessen, die ich schon eine Weile zur Verfügung habe, aber noch nicht nutzen will, weil kleinere Funktionen am Blog noch gebastelt werden. Aktuell mein neuer Reziindex und die Bildfunktion für die Rezensionen. Ich bin so gespannt!

Wichtig war mir bei meinem Design eigentlich nur, dass es hell und übersichtlich ist, zu mir und meinem Blog passt und einen aufgeräumten eindruck macht. Es ist durch einige Schriftarten ein wenig verspielter, allerdings recht modern, da einige Elemente aktuell öfter zu sehen sind. Aber mir gefällt es sehr. Satt gesehen habe ich mich an meinem Blogdesign noch lange nicht. Schön finde ich, dass vor allem mein Bloghamster jeden Umzug und neues Design mitgemacht hat. Egal wie oft mir vorgeschlagen wurde, den Hamster aus Gründen der „Professionalität“ zu löschen, er ist geblieben. Dies hier ist mein zuhause im Internet, wenn man es so will, und da muss ich mich doch wohlfühlen. Und dazu gehört der kleine Hamster, der glücklicherweise nicht überfüttert werden kann und schon so einigen Besuchern Minuten an Lesezeit gestohlen hat. 😀


[Blogtalk am Wochenende] #4

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Hallöchen ihr Lieben!

Statt wie seit letzter Woche eigentlich für den Samstag vorgesehen, gibt es den Blogtalk am Wochenende heute nochmals am Sonntag. Der gestrige Tag war recht zeitintensiv und so bin ich nicht wirklich zum Tippen gekommen. Die Klausur und Hausarbeiten stehen an, wundervoll Bücher wollen gelesen und das Wetter schließlich auch genossen werden. Das Wetter ist in den letzten Tagen wieder richtig schön geworden! Perfektes Lese- und Badewetter.

#1 Offlinegeplauder

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was ich euch diese Woche so berichten soll. Es passiert momentan nicht viel Außergewöhnliches. Die Uni verlangt meine Aufmerksamkeit, ich habe noch immer den besten Job der Welt und bin einfach rund um glücklich. Als ich vor ein paar Tagen mit dem Bus in die Stadt fuhr, bin ich am Streik der Post- und Paketzusteller vorbeigefahren. Und Recht haben sie! Wenn ich mir ansehe, wie viele Menschen für zu wenig Geld zu viel Arbeit erledigen müssen, die eigentlich für zwei reichen würde, wird mir übel. Ich weiß nicht, wie ihr das seht, aber ich finde, jeder Angestellte ist es wert, gerecht bezahlt zu werden. Natürlich ist so ein Streik unangenehm und auch ich warte auf Pakete. Aber was es da für Reaktionen überall gibt! Auf einer Seite eines Versandriesen beispielsweise bewerten Käufer einen Verkäufer schlechter, weil der Poststreik stattfindet. Statt Verständnis und ein wenig mehr Geduld gibt es nur Druck. Die Mentalität, alles sofort nach Hause geliefert haben zu wollen, am besten aber dann, wenn ich da bin, stinkt wirklich zum Himmel. Ja, es ist bequemer, wenn man etwas liefern lässt. Aber warum sich aufregen, wenn der Zusteller da war, wenn ich arbeiten bin? Er oder sie hat ebenso einen Job wie ich ihn habe. Wenn ich allerdings da bin und dann ein Zettel an der Tür klebt, das ist wiederum ein anderes Thema… Ich kann sie verstehen, die fleißigen Bienen der Post, die bei Wind und Wetter draußen für unsere Briefe, unsere Pakete unterwegs sind und oftmals nicht mal einen schönen Tag gewünscht bekommen. In Zeiten, in denen nur der günstigste Preis zählt, bleibt einiges auf der Strecke: Menschlichkeit, Freundlichkeit und Verständnis.

#2 Netzfundstück der Woche

Diese Woche wimmelt es in meiner Timeline auf Twitter nur so von Liebe. Grund dafür sind die Herzenstage einiger Verlage. Ich sehe unzählige Aktionen, Artikel und Tweets über die Aktion und komme doch gar nicht hinterher. Deswegen kann ich euch kein einzelnes Fundstück nahelegen. Schaut doch selbst mal auf Twitter und sucht euch eure persönlichen Links und Favoriten aus, ich wäre wirklich gespannt, was ihr toll findet. Schreibt sie mir doch einfach in die Kommentare!

Ein negatives Fundstück der Woche bildet die Schließung einer Buchhandlung, die schon eine Instutition war. Die Gutenbergbuchhandlung in der Mainzer Innenstadt schließt nach 60 Jahren. Die weiteren Filialen sind davon jedoch nicht betroffen. Ich finde es immer schade, wenn Buchhandlungen oder generell Geschäfte schließen müssen. Zumal aus einem solchen Grund wie mangelnder Vertragsverlängerung. Wirklich schade, denn ich habe dort gerne im damals großen Fundus der Buchhandlung meine Reclamhefte gekauft. Eine bessere Auswahl von Titeln, die man direkt mitnehmen kann im Bereich Lektüre hatte man sonst nirgendwo.

#3 Zuletzt gesehene Literaturverfilmung?

Die letzte Literaturverfilmung, die ich gesehen habe? Wow, das ist keine leichte Frage. Mir fällt so spontan nur Harry Potter ein, wobei da noch einiges gewesen sein müsste. Ich weiß, dass ich Panem gesehen habe, zumindest zum Teil, aber wann das war, das weiß ich leider nicht mehr. Ich erinnere mich jedoch daran, dass ich die Verfilmung gut fand. Und das soll bei mir was heißen. Eigentlich bin ich recht schnell zufriedenzustellen. Ein Buch oder Film muss mich unterhalten können. Handelt es sich jedoch um einen Film, der auf einem Buch basiert, sieht das schon ganz anders aus. Besonders dann, wenn ich das Buch gut kenne und sogar geliebt habe. Es gibt nichts schlimmeres für mich als Buchmenschen, als eine schlechte Buchverfilmung. Und seien wir doch mal ehrlich: So richtig gut finden wird doch nur selten eine Buchverfilmung unserer Lieblingswerke. Ich weiß noch, dass ich damals im Kino in der Verfilmung der Tintentrilogie war. Drei Bücher in einen Film, das kann ja nichts werden. Hätte ich mir das doch nur früher gedacht. Der Film war grauenhaft. Ich ärgere mich heute noch über das aus dem Fenster geschmissene Geld. Dabei waren die Bücher so klasse! Welche Literaturverfilmung habt ihr zuletzt gesehen?


[Rezension] „Das Meer der Seelen – Nur ein Leben“

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Titel „Das Meer der Seelen – Nur ein Leben“
Reihe Das Meer der Seelen
Band 1. Band
Autor Jodi Meadows
Übersetzer Michaela Link
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Fantasy, Dystopie, YA, Jugendbuch
Preis 12,99€ [RE]
Seitenzahl 352 Seiten
Bewertung .....

Das Buch in drei Worten?

Überraschend neu, impulsiv, intensiv.

Wie ist das Cover?

Das Cover ist so wunderschön! Eigentlich sieht man nur das Gesicht einer jungen Frau, und auch nur zur Hälfte, aber die verspielten Details machen das Cover zu einem Hingucker. Wirbel, Blumen und Schmetterlinge passen gut zum Inhalt des Buchs – nein, es geht nicht um Blumen und Schmetterlinge, aber der Schmetterling ist eine Art Symbol – und lassen das Cover verspielt wirken. Auch im Inneren finden wir die Schmetterlinge zu jedem Kapitelbeginn wieder.

Wie war die Handlung?

Die Handlung gefiel mir außerordentlich gut. Wir lernen Ana, unsere Protagonistin, kennen, als sie von zu Hause auszieht. Doch das Zuhause ist kein gewöhnliches und liebevolles Haus und auch die Welt, in die Ana nun geschickt wird, ist alles andere als normal. Die Welt, in der Ana lebt, konnte mich begeistern, ist neu und aufregend und doch alt. Ana ist die Einzige, die noch nie wiedergeboren wurde. Sie ist die einzige neugeborene Seele, in einem Meer aus alteingesessenen Seelen. Und die Probleme, die entstehen, wenn Neues in Althergebrachtes dringt, kann man sich vorstellen…

Wie waren die Figuren?

Ich liebe Ana. Und Sam. Und Stef. Und so viele andere, das hier gar nicht genug Platz ist, um euch von allen zu erzählen. Außerdem würde ich euch die ganze Spannung vorwegnehmen, was nun wirklich nicht mein Ziel ist. Ana ist ein Mensch, den ich gerne in den Arm genommen hätte. Sie ist die Außenseiterin, die niemand kennenlernen will, die niemand mag. Glaubt sie. Und dann ist da Sam. Er ist großherzig, liebevoll und freundlich und kommt mit Anas sarkastischen Art, ihrem Zynismus und ihren verborgenen Ängsten klar, denn auch in ihm schlummern Ängste.
Sams Freunde wollte ich einfach nur knuddeln. Sie sind alle so lieb und vorurteilsfrei, dass ich selbst gerne Teil dieser Gemeinschaft gewesen wäre.

Wie war der Schreibstil?

Ich habe den Schreibstil sehr genossen. Er ist jugendlich, frisch, aber nicht gewollt jung oder Ähnliches. Der Schreibstil ist unauffällig genug, um tief in die Geschichte einzutauchen, aber eigen genug, um einen Unterschied zu anderen Büchern zu machen. Durch die Ich-Erzählinstanz, fühlt man sich Ana näher und auch einige ihrer Eigenarten sind in den Schreibstil mit eingeflossen. Solche Anpassungen finde ich immer sehr vorteilhaft für eine Geschichte, da man so den Protagonisten noch näher kennenlernen kann. Und Ana macht es einem nicht immer leicht, sie kennenzulernen, doch der Schreibstil leidet nicht darunter.

Was war gut?

Ich mochte die Idee, ich mochte Ana und Sam und die anderen Figuren, ich mochte auch die Antagonisten, die Schwung in die Geschichte brachten, ich mochte das Setting der Welt – schlicht: Ich mag alles an diesem Buch. Es gibt nichts, woran ich etwas auszusetzen hätte. Ana ist zu Beginn keine ganz einfache Protagonistin, aber wer will es ihr verdenken? Sie ist dabei aber nicht verbohrt und stur, sie lernt dazu. Langsam, realistisch. Es war einfach glaubwürdig.

Gibt es etwas Außergewöhnliches?

Ich finde die Idee, der unsterblichen Seelen wirklich sehr außergewöhnliches. Und dass dann in diese Welt plötzlich eine neue Person kommt, birgt viel Potenzial. Man merkt, dass „Das Meer der Seelen – Nur ein Leben“ der Auftaktband ist. Der Spannungsboden wird kontinuierlich, nicht zu schnell oder zu langsam aufgebaut, die Welt wird ausführlich erläutert und die Protagonistin wächst an sich und vor allem auch dem Leser ans Herz.

Kann ich das Buch weiterempfehlen?

Ja! Ganz oft ja! Dieses Buch hat Suchtpotential, und wenn ich könnte, wie ich wollte, würde ich jetzt bereits Band 2 lesen und Band 3 bereits genüsslich kraulen. Die Geschichte hat alles, was ich brauche: Eine geniale Grundidee, die super ausgearbeitet wurde, tolle Protagonisten, die sich weiterentwickeln, Antagonisten, die mich auch überzeugen konnten und überraschende Wendungen. Auch emotional wird kein Stein auf dem anderen gelassen. Ich danke dem Goldmann Verlag herzlichst für das Rezensionsexemplar von „Das Meer der Seelen – Nur ein Leben“.


[Rezension] „Dunkelsprung – Vielleicht kein Märchen“

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Titel „Dunkelsprung – Vielleicht kein Märchen“
Reihe
Band Einzelband
Autor Leonie Swann
Übersetzer
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Fantasy, YA, Jugendliteratur
Preis 19,99€ [RE]
Seitenzahl 384 Seiten
Bewertung .....

Das Buch in drei Worten?

Flohtastisch, märchenhaft, phantasievoll.

Wie ist das Cover?

Das Cover ist wunder, wunder, wunderschön! Der Buchumschlag hat ein erhabenes Muster, das sich unwahrscheinlich gut unter meinen Leserfingern anfühlt. Die harmonischen Farben – ein wundervoller Grünton auf beigem Hintergrund – strahlen. Der Grünton ist definitiv drauf gedruckt, da er glatt und glänzend ist. Die märchenhafte Gestaltung passt sehr gut zum Inhalt des Buchs, macht Lust, die Geschichte zu entdecken und ist doch nicht zu überladen. Auch einen Floh kann man im Zentrum, oberhalb des Titels entdecken.

Wie war die Handlung?

Zu Beginn war ich ziemlich verwirrt. Wie gehören „Vorspiel“, „Spät im September“ und das erste Kapitel bloß zusammen? Existieren Zeitspünge in Vergangenheit oder gar die Zukunft? Wo befinde ich mich und, am wichtigsten, wie bekomme ich die beiden Versionen des Protagonisten unter einen Hut? Die erste Verwirrung ist recht bald verschwunden und machte der puren Leselust Platz. Die Handlung ist voller märchenhafter Wendungen, zauberhafter Einschübe und phantasievollen Wesen. Ich konnte einfach eintauchen und abschalten.
Hauptsächlich geht es in „Dunkelsprung – Vielleicht kein Märchen“ um Julius, seinen Flohzirkus und eine ganze Schar bunter Figuren, die unterschiedlicher und vor allem merkwürdiger nicht sein könnten. Aber gerade in diesen Merkwürdigkeiten liegen Charme und Witz der Geschichte.

Wie waren die Figuren?

Selten habe ich differenziertere und merkwürdigere Charaktere kennenlernen dürfen als die von Leonie Swanns neustem Buch. Julius hat mir unglaublich gut gefallen und auch seine skurrile Verwandlung bis zum Ende des Buchs hat mir unglaublich gut gefallen.
Toll fand ich auch Elizabeth und Frank Green, die mir beide ans Herz wachsen konnten. Vor allem Das Legulas hat mich, wenn auch eher passiv als aktiv, oft zum Lachen gebracht.
Die Charaktere bieten eine Bandbreite an Charakterzügen, die unglaublich komisch und auch lustig sind. Eine Übersicht erhält man zu Beginn des Buchs in einem Dramatis Creaturae. Eine gute Hilfestellung, sollte man die Funktion der einen oder anderen Figur kurzzeitig vergessen.
Am schönsten fand ich dabei, dass die Figuren sich verändern, an Erfahrung gewinnen und an dieser wachsen dürfen.

Wie war der Schreibstil?

Der Schreibstil ist erfrischend, leicht und voller Witz. Voller Charme und mit viel Liebe schreibt Leonie Swann „Dunkelsprung – Vielleicht kein Märchen“, das für mich durchaus Märchencharakter hat. Es erinnert mich mehr an die Sparte der Kunstmärchen.

Was war gut?

Ich habe mich direkt im Buch wohlgefühlt. Bereits die anfängliche Verwirrung hatte mich in ihren Bann ziehen können, sorgte sie doch dafür, dass ich unbedingt erfahren wollte, wie der Bruch entstehen konnte. Ich wurde mit einer bunten und turbulenten Geschichte belohnt, in der Flöhe, Nixen und andere Fabelwesen zu Gast sind.
Vor allem die Figuren waren außergewöhnlich und liebevoll konstruiert. Man hatte nicht das Gefühl, dass sie nur für eine bestimmte Aufgabe entworfen wurden – sie fühlten sich real an.

Gibt es etwas Außergewöhnliches?

Das ganze Buch ist außergewöhnlich. Ein modernes Märchen im Stile der Kunstmärchen, das nicht auf „Es war einmal“ und „Und wenn sie nicht gestorben sind“ warten will und diese Kniffe auch nicht braucht. Turbulent und abwechslungsreich, voller Phantasie und liebevoller Gestaltung erlebt man eine Geschichte, die ihresgleichen sucht.
Und erst Julius‘ Entwicklung! Wer das Buch gelesen hat, weiß wovon ich spreche. Ich konnte mich vor lauter Lachen nicht mehr halten. Grandios!

Kann ich das Buch weiterempfehlen?

Auf jeden Fall. Ich hatte unglaublichen Spaß beim Lesen, konnte abschalten und in die Geschichte eintauchen, Lachen und mitfiebern. „Dunkelsprung – Vielleicht kein Märchen“ hat alles, was ich von einem mitreißenden Buch erwarte. Es hat mich abgeholt, begeistert und sich in mein Herz geschlichen. Hätte ich „Glennkill“ und „Garou“ nicht schon vorher gekannt, hätte ich die beiden Bücher der Autorin direkt hinterher gekauft und gelesen.
Vielen Dank an den Goldmann Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Dunkelsprung – Vielleicht kein Märchen“.


[Rezension] „Das Feuermädchen“

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Titel „Das Feuermädchen“
Reihe Bändiger-Reihe
Band 1. Band
Autor Martina Fussel
Übersetzer
Illustrator
Verlag Carlsen Im.Press
Erschienen als E-Book
Genre Fantasy, Jugendliteratur, YA
Preis 3,99€
Seitenzahl 525 Seiten
Bewertung ....

Das Buch in drei Worten?

Mystisch, detailliert, abwechslungsreich.

Wie ist das Cover?

Im.Press überzeugt mich ja wieder mit wahnsinnig schönen Covern. Auch das Cover zu „Das Feuermädchen“ ist schön und träumerisch, passt aber nicht so gut zum Inhalt. Man erkennt einen Wald, der ganz gut zu Shaanis Lebensumfeld passt, das Mädchen auf dem Cover kann ich mir aber nur bedingt als Shaani vorstellen. Dennoch ist das Cover wunderschön und stimmungsvoll.

Wie war die Handlung?

Die Handlung hatte es ganz schön in sich. Erst nach dem Lesen habe ich herausgefunden, dass „Das Feuermädchen“ der 1. Teil einer Trilogie ist. In der Regel sind Auftaktbücher von Reihen mit weniger Informationen versehen, doch „Das Feuermädchen“ strotzt nur so vor Handlung. Die gegen Ende häufiger werdenden Perspektivwechsel sorgen beim Leser zwar für ein allumfassendes Wissen der Geschehnisse, sorgt allerdings auch für Überforderung, da man recht viel Info auf einmal erhält. Dennoch konnte mich die Geschichte rund um Shaani und Faro sehr gut gefallen, wenn auch die Wendungen für mich nicht ganz so überraschend waren.

Wie waren die Figuren?

Aufgrund der Fülle der ganzen Figuren, werde ich nicht jede Figur im Einzelnen besprechen. Mit der Zeit werden es immer mehr Figuren, die eine tragende Rolle innerhalb der Geschichte einnehmen, sodass man leicht den Überblick verlieren kann. Shaani, die wir zunächst kennenlernen, hat mir sehr gut gefallen. Es wird früh im Buch klar, dass sie etwas Besonderes ist. In ihrem Dorf ist sie eine Außenseiterin und hat kaum Freunde. Die Dörfler meiden sie, da sie anders ist. Die Gründe dafür werden später klar, wenn sie mich auch nicht so überraschen konnten, wie wohl von der Autorin angedacht. Faro hat mich auch für sich gewonnen. Ich mag ihn mit seiner charismatischen und grüblerischen Art. Barein konnte ich auch ins Herz schließen, vor allem nach der Sache mit der Schenkung.

Wie war der Schreibstil?

Der Schreibstil war frisch und angenehm. Es wurden genug Details geschildert, um eine allumfassende Vorstellung der Gegend haben zu können, ohne zu überladen zu sein. Die Wortwahl hat mir auch sehr zugesagt, ebenso wie der Anteil an Dialogen.

Was war gut?

Mir gefiel die Idee des Bändigens sehr gut. Es erinnerte mich phasenweise an „Der Avatar“ (nicht der Film, sondern die Serie auf Nickelodeon!), doch das störte mich nicht. Ich habe mich vielmehr darüber gefreut, mal eine Adaption der Idee zu lesen und fühlte mich darin sehr wohl.

Was war nicht so gut?

Es waren zu viele Figuren mit zu vielen Perspektivwechseln. Irgendwann muss man zurückblättern, um nachzuschauen, wer zu wem gehört und wann auftaucht und warum. Es ist zwar gut, dass dadurch die Handlung der nächsten Teile eingeführt wird, dennoch ist es ein wenig wuchtig. Dass ich Shaanis Besonderheit bereits vor der Auflösung durch die Erzählinstanz erahnt hatte, war schade, aber nicht besonders schlimm.

Gibt es etwas Außergewöhnliches?

Die Idee des Elementebändigens ist eine außergewöhnliche. Bisher durfte ich noch kein Buch darüber lesen. Die Bändigungskräfte haben nichts mit Magie zu tun, sind aber nicht minder mystisch.

Kann ich das Buch weiterempfehlen?

Auf jeden Fall. Das Buch konnte mich begeistern, auch wenn es sich stellenweise ein wenig schwierig gestaltete, der Handlung zu folgen. Zu viele Figuren wurden eingeführt, zu häufig die Perspektive gewechselt, um noch locker der Handlung folgen zu können. Dafür wird der Leser mit einer mystischen Welt belohnt, die voller Überraschungen steckt.


[Blogtalk am Wochenende] #1

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blogtalk-wochenende#1 Offlinegeplauder

Da ich heute zum ersten Mal mitmache, und auch in Zukunft plane, den Blogtalk am Wochenende als eine Art Wochenrückblick zu gestalten, werdet ihr heute nichts über meine Wochenendplanung erfahren, sondern über mein erlebtes Wochenende.

Die Buchmesse in Mainz dominierte meine Planung der vergangenen Woche. Am Wochenende war es dann endlich soweit und gemeinsam mit meinem Freund besuchte ich die regionalorientierte, knuffige Buchmesse in meiner Heimat. Dabei kam auch ein sehr angenehmes Bloggertreffen zustande, durch das ich einige Blogger, die ich schon länger online kenne und auch einige unbekannte Gesichter kennenlernen konnte. Der Messetag war wirklich angenehm und stressfrei, da die recht kleine Mainzer Messe einem viel Raum für Gespräche und Entdeckungen lieferte.

#2 Netzfundstück der Woche

Zugegeben, mit dieser Kategorie werde ich mich wohl in Zukunft ein wenig herumschlagen. Für diese Woche habe ich nur ein Netzfundstück, da ich diesen Artikel recht spontan schreibe. Mein Netzfundstück ist ein Artikel, beziehungsweise ein Video zur Herstellung von Knuspermüsli. Ich war es leid, überteuerte und zu süße Produkte zu kaufen, die ich schlussendlich nicht zu Ende esse und anderweitig verarbeiten muss. Da kam die Idee des selbstgemachten Knuspermüslis gerade recht. Individualisierbar, an alle Allergien und Unverträglichkeiten anpassbar hat mich dieses Müslirezept überzeugen können: Knuspermüsli!

Zum anderen hat heute ein von mir sehr gerne gelesener Blog Geburtstag, der sein 5jähriges Jubiläum mit einer tollen Verlosung feiert. Herzlichen Glückwunsch Kleinrbrina!

#3 Video der Woche

Wenn ich mit Themengebiet #2 ab und an in Bedrängnis geraten werde, so wird dieser Themenbereich das absolute Sorgenkind sein. Im Videobereich bewege ich mich stark bei den Let’s Plays und kann weniger mit Dokumentationen oder interessanten Videos aufwarten. Daher möchte ich euch auf das von Sandra verlinkte Video über Astrid Lindgren aufmerksam machen, deren wunderbare Geniusgestalt Pippi Langstrumpf vor kurzem 70 Jahre alt wurde. Und das, ohne auch nur ein bisschen zu altern! In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch!

#4 Diskussionsstoff der Woche

Bevor ich auf den aktuellen Diskussionsstoff der Woche von Sandra, Socialmedia und ihre Benutzung, eingehe, würde ich gerne etwas zum Thema der vergangenen Wochen schreiben, das die Bloggerszene noch immer bewegt.
Immer wieder werden Diskussionen laut, in denen es um die Rolle der Buchblogger, neuerdings auch die der „Literaturblogger“ geht. Blogger gewinnen an Bedeutung für Verlage und deren Bücher, und je mehr sie in den Fokus der Verlage rücken, desto stärker werden sie auch kritisch beäugt. Gerade die Diskussion um die Objektivität und Professionalität der Blogger, gerade im Vergleich zu Literaturkritikern, stand im Vordergrund jüngster Dispute.

Ich persönlich blogge, da es für mich ein Hobby ist. Es ist Teil meines Lebensmittelpunktes geworden, weil ich den Austausch zwischen den verschiedenen Bloggern sehr zu lieben und schätzen gelernt habe. Es macht mir Spaß, Rezensionen anderer Blogger zu lesen, ihre Buchempfehlungen zu durchstöbern und mich durch ihre Blogs zu klicken. Warum muss dann dieser Konkurrenz- und Machtkampf entstehen? Mich persönlich kümmert es nicht, wie groß ein Blog ist, wie viele Leser er hat, welchen Radius er erreicht. Mir ist wichtig, dass der Blog mit Liebe und Spaß geführt wird. Dass der Blogger auch Interesse an einem Austausch mit mir hat. Ich bin nicht gerne Klickvieh, das nicht weiter beachtet wird. Ja, ich brauche auch Zeit, um auf meinem Blog hinterlassene Kommentare zu beantworten und das tut mir leid. Aber manchmal ist das Privatleben einfach so umfangreich und vollgepackt, dass der Blog ruhen muss. Das kommt vor. Dennoch passiert es, dass man gar keine Antwort erhält, was ich sehr schade finde.
Mir persönlich ist es ebenfalls nicht wichtig, wie professionell oder objektiv ein Blogger ein Buch bewertet und rezensiert. Wir bloggen über Bücher aus Leidenschaft, weil wir gerne lesen und uns mit anderen darüber austauschen. Was ist falsch daran, wenn man sagt, dass einem ein Buch aus bestimmten, teils auch persönlichen Gründen nicht zusagen konnte? Wir sind alle Menschen. Ich bemühe mich in meinen Rezensionen stets, ein gutes Gleichgewicht aus objektiver Analyse, angelehnt an mein Studium, und subjektiver Wahrnehmung zu erlangen. Ich will selbst keine formelhafte Analyse des Buchs lesen, ich will wissen, ob mir das Buch gefallen könnte. Ich will schließlich von meinem analysereichen Studium abschalten und mich bei einem guten Buch entspannen können. Und ein gutes Buch bedeutet nicht immer nur didaktisch wertvoll, sondern ist auch eines, das mit unterhalten und mir beim Entspannen helfen kann. Und das liefern natürlich sowohl die professionellen Kritiker als auch die Blogger. Warum dann diese Rivalitäten? Ich lese beides gerne. Ich lese oft mehrere Meinungen zu ein und demselben Buch, bis ich es dann schlussendlich wirklich selbst lese. Auch die für mich erst kürzlich entdeckte Unterteilung in Literatur- und Buchblogger leuchtet mir nicht ein. Bücher sind Literatur. Der Grad an didaktischem Anspruch variiert und auch ihr Gehalt für die Persönlichkeitsbildung kann durchaus diskutiert werden. Aber gerade dafür gibt es die Unterteilung in Genre. Ist ein Buch keine Literatur, nur weil es Fantasyliteratur ist? Wo ziehe ich dann den Grad? Ist alles, was Unterhaltungsliteratur ist, nicht lesenswert? Und wer bestimmt so etwas? Wenn Unterhaltungsliteratur keine Literatur ist, warum wird sie dann in Buchform gedruckt, von Verlagen vertrieben und gelesen? So ziemlich alles auf der Welt hat seinen Platz, und es gibt durchaus wichtigeres, worüber man sich den Kopf zerbrechen kann.

Auch die Übersetzer-Diskussion ist nicht an mir vorüber gegangen. Übersetzer leisten wichtige Arbeit. Und auch oftmals sehr gute Arbeit. Andernfalls könnten wir einen Großteil der Literatur auf dem deutschen Markt nicht lesen. Im Zuge meines Studiums dufte ich in einigen Übersetzungsseminaren selbst literarische Texte übersetzen und kann die Schwierigkeiten dessen ein wenig erahnen. Bereits damals hatte ich überlegt, Übersetzer und Illustratoren in meinen Rezensionen zu nennen. Die Idee wurde dann jedoch durch Uni und andere Dinge in den Hintergrund verdrängt und erst vor ein paar Tagen durch die Aktualität des Themas wieder aufgegriffen. Übersetzer und Illustratoren leisten großartige Arbeit. Auch wenn ich persönlich keinen Lieblingsübersetzer nennen kann, so viele Gedanken hatte ich mir über das Thema bisher noch nicht gemacht und sortiere auch meine Leseliste nicht an ihren Übersetzern, so weiß ich doch, dass ich die Arbeit der Übersetzer nicht unterschätzen darf. Aktuell darf „Der kleine Prinz“ neuübersetzt werden. Ich hatte einige der neuen Übersetzungen in der Hand, die alle gut gemacht sind, an mein Kindheitsideal der Übersetzung von Grete und Josef Leitgeb, die ich stellenweise auswendig aufsagen kann, nicht erreichen können. Daher möchte ich Übersetzern und Illustratoren in meinen Rezensionen einen Platz geben und werde sie unterhalb der Autoren in meinen Rezensionsboxen aufführen und nennen. Meine Art der Hommage an einen wichtigen, aber recht wenig betrachteten Berufszweig.

Ich wollte einmal meine Meinung zu diesen Themen darstellen. Ich freue mich immer gerne über eure Meinungen und würde mich über einen Kommentar zum Austausch freuen. Ich persönlich bin gerne Bloggerin, liebe den Austausch mit anderen Bloggern und Lesern und freue mich über jede neue Buchempfehlung, und sei sie noch so subjektiv geschrieben.

Sandra hat diese Woche die Socialmedia-Plattformen zur Diskussion freigegeben. Ich persönlich tummele mich, ähnlich wie Sandra, ebenfalls mehr auf Twitter als auf Facebook. Twitter ist für mich direkter, kommunikativer, offener und schnelllebiger als Facebook. Facebook mag auch seine positiven Seiten haben, dennoch nutze ich vor allem auch für meinen Blog hauptsächlich Twitter. Ich setze mir dabei keine Followergrenze, jedoch sortiere ich ab und zu schon aus, wem ich noch folgen möchte. Ich entwickele mich weiter, ebenso wie die Menschen, denen ich folge. Und manchmal passt es dann einfach nicht mehr. Dann sortiere ich einige Accounts gegebenenfalls auch mal aus. Es ist eher selten, kommt aber dennoch vor.

Wie handhabt ihr Socialmedia?

#5 Currently reading: Was liest du gerade?

Diese Woche habe ich so einiges gelesen. Neben „Dunkelsprung“ von Leonie Swann, das ich direkt durchgelesen und geliebt habe, verschlang ich gestern an nur einem Tag „Addicted to you – Atemlos“ von M. Leighton und inhaliere gerade „Amokspiel“ von Sebastian Fitzek. Für ein Uniseminar durfte ich dann, passend zum Geburtstag der Protagonstin Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ lesen. Eine wirklich lesereiche Woche!

Was habt ihr so gelesen, bzw. was lest ihr gerade?


[Rezension] „Katzenjammer“

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Titel „Katzenjammer“
Reihe Herkules-Reihe
Band 2. Band
Autor Frauke Scheunemann
Verlag Page&Turner
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Haustierroman, Liebesroman
Preis 3,49€ [Mängelexemplar]
Seitenzahl 286 Seiten
Bewertung ....

Das Buch in drei Worten?

Tierisch-gut, kuschelig, treu.

Wie ist das Cover?

Das Cover fügt sich perfekt in die anderen Bücher der Reihe ein. Durch einen dummen Zufall habe ich Band 3 vor Band 2 ergattert und gelesen – der 2. Band steht als Taschenbuch in meinem Regal und fällt etwas aus der Formatreihe – daher unterscheiden sich Band 1&2 in Format und Gestaltung ein wenig. Auf allen Covern ist immer ein süßer Hund zu sehen, der mit seinem Hundeblick Steine erweichen könnte. So auch im Falle des 2. Bands. In Kombination mit einer Katze, die Herr Beck sein könnte, trifft das Cover den Inhalt des Buchs.

Wie war die Handlung?

Leider hatte ich mich selbst ja gespoilert, las ich doch den 3. Band direkt nach dem 1. Buch. Ich wusste es nicht besser, und statt mich zu informieren, habe ich das Buch einfach gelesen. Ein wenig verwundert war ich bei Herkules‘ kleinem Rückblick zu Beginn des 3. Bands ja schon, habe mir aber nichts Weiteres dabei gedacht. Die Bücher kann man auch gut einzeln lesen. Trotzdem ich mich gespoilert hatte und den Ausgang des Buchs schon kannte, konnte mich „Katzenjammer“ begeistern. Die Handlung ist keine überladene, sondern eine angenehm leichte. Sie könnte so auch in der Realität geschehen – zieht man Herkules als denkenden Protagonisten ab. Insgesamt konnte mich die Handlung rund um Herkules, Herrn Beck, Caro und Marc wieder einmal begeistern.

Wie waren die Figuren?

Ich liebe ja Herkules und Herrn Beck. Die beiden passen einfach perfekt zusammen. Herkules ist ein wenig naiv, weltoffen und wissbegierig. Herr Beck eher zynisch, erfahren und altklug. Ich kugele mich vor Lachen, wenn die beiden wieder ihre Pläne aushecken oder sich einfach nur über die Unarten der Menschen unterhalten. Und auch die menschlichen Figuren konnten mich unterhalten.

Wie war der Schreibstil?

Der Schreibstil ist sehr angenehm. Es gibt keine störenden Ausreiser, man bleibt also beständig im Lesefluss, was mir persönlich ziemlich wichtig ist.

Was war gut?

Ich mag Herkules und seine Geschichten ja gerade weil er ein Hund ist. Es ist mal was Erfrischendes. Die Geschichte hat keine enorme Tiefe, braucht sie aber auch gar nicht. „Katzenjammer“ ist eine Geschichte zum Füße hochlegen und abschalten. Eine Geschichte, von der man sich berieseln lassen und ordentlich lachen kann.

Gibt es etwas Außergewöhnliches?

Herkules ist ein außergewöhnlicher Protagonist. Bisher hatte ich noch keinen Roman gelesen, in dem ein Tier der Protagonist ist. Und ich bin schwer von Herkules begeistert. Einen 4. Band gibt es noch, danach folgt wohl eine Katzenreihe der Autorin.

Kann ich das Buch weiterempfehlen?

Ich kann das Buch an all diejenigen weiterempfehlen, die nach einer gemütlichen Geschichte mit einigen Lachern suchen, die Tiere mögen und Spaß an tierischen Protagonisten und ihrer Sicht der Welt haben. Menschen, die tiefenpsychologische Texte suchen, werden hier nicht unbedingt fündig, dafür alle, die Geschichten lieben, die realitätsnah sind.