[Rezension] Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt

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Titel Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt
Reihe
Band Einzelband
Autor Patrick Pankow
Übersetzer
Illustrator
Verlag Dot Books
Erschienen als E-Book
Genre Krimi
Preis 4,99€ [LE]
Seitenzahl 226 Seiten
Bewertung ...

Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt in drei Worten?

Derb, temporeich, verwirrend.

Cover & Gestaltung von Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt?

Das Cover des Krimis wirkt aufgrund der bläulichen Farbgebung unstet, bedrohlich und panisch. Es transportiert dieselbe düstere Stimmung, die auch dem Krimi eigen ist. Zu sehen sind der Berliner Fernsehturm und ein Mann, der die Treppen einer U-Bahnstation hinauf rennt. Definitiv ein sehr passendes Cover.

Worum geht es in Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt?

Der Titel des Krimis ist Programm. Kommissar Ratt ist ein Kommissar der besonderen Sorte wie man ihn aus guten Krimis im Fernsehen kennt. Er ist nicht immer ganz gesetzestreu, wenn es darum geht, einen Verbrecher zu einem Geständnis zu bringen. Raubeinig und direkt nimmt er sich einer brutalen Mordserie an, in der Prostituierte ermordet werden. Der Fall ist undurchsichtig, verwirrend und temporeich. Ein Ereignis jagt das nächste, wodurch für Spannung gesorgt ist.

Der Schreibstil von Patrick Pankow?

Der Autor, der unter dem Pseudonym Patrick Pankow schreibt, hat einen für diesen dunklen Krimi sehr passenden Schreibstil. Er ist direkt, unverblümt, ein wenig derb und erinnerte mich stellenweise an den Telegrammstil. Die Wortwahl und Ausdrucksweise passt perfekt zu Ratt und er Szene, in der er ermitteln muss, weshalb auf mich alles sehr authentisch gewirkt hat. An dieser Stelle möchte ich deutlich machen, dass die derbe Sprache vorherrscht, wer mit Kraftausdrücken Probleme hat, sollte nicht zu diesem Buch greifen.

Das Figurenpersonal in Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt?

Kommissar Ratt ist ein gewöhnungsbedürftiger Charakter. Er ist verbissen, klug und direkt, kann aber auch ziemlich unangenehm werden. Er ist ein schwieriger Charakter, der nicht immer den Regeln des Gesetzgebers folgt und stattdessen seine eigenen Regeln aufstellt. Aber er bleibt sich treu. Seine raubeinige Art war für mich im ersten Moment gewöhnungsbedürftig, nach einer kurzen Weile hatte ich mich aber mit ihm angefreundet. Die anderen Figuren des Krimis bleiben recht blass und unscheinbar, sie nehmen nur Randpositionen ein, die sie nur selten verlassen, was ich an einigen Stellen recht schade fand.

Positives über Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt?

Patrick Pankow hat mit diesem Krimi ein absolut authentisches Buch geschrieben. Alles passt zusammen, nichts wirkt deplatziert oder zu gewollt. Es ist in sich stimmig, man hat Lust weiterzulesen. Der Krimi ist verworren und verwirrend. Man glaubt, auf der richtigen Spur zu sein, nur um dann eines besseren belehrt zu werden.

Kritik an Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt?

Leider habe ich auch ein wenig Kritik an diesem Krimi. So gerne ich undurchsichtig konstruierte Fälle auch mag, Ratts erste Intuition, deren er sich so sicher war, ging mit zu schnell. Der Leser wurde an dieser Stelle ausgesperrt, was ich persönlich sehr schade fand. Auch ziemlich irritiert hat mich die Beziehung zu einer weiteren Figur im Krimi, die plötzlich da war, nicht erklärt und auch nicht aufgelöst wurde. Diese Beziehung war für mich unverständlich und ein wenig störend.

Empfehlung zu Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt?

Dieser Krimi ist absolut nichts für zarte Gemüter, da die Wortwahl recht derb und direkt ist. Wer sich davon aber nicht abschrecken lässt erhält einen spannenden und verworrenen Kriminalfall, der absolut authentisch ist. Ich danke dot.books und Lovelybooks herzlich für die Bereitstellung eines Leseexemplars von Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt im Zuge der Leserunde.


[Rezension] #Bandstorys: Bitter Beats

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Titel #Bandstorys: Bitter Beats
Reihe #Bandstorys
Band 1. Band
Autor Ina Taus
Übersetzer
Illustrator
Verlag Carlsen Impress
Erschienen als E-Book
Genre YA, NA, Jugendbuch
Preis 3,99€ [LE]
Seitenzahl 343 Seiten
Bewertung .....

#Bandstorys: Bitter Beats in drei Worten?

Authentisch, musikalisch, emotional.

Cover & Gestaltung von #Bandstorys: Bitter Beats?

Das Cover von #Bandstorys: Bitter Beats passt perfekt zu den anderen Carlsen Impress Titeln und ebenso gut zum Inhalt des Romans. Der junge Mann mit Hut passt gut zu Max, wobei die Phantasie sich ihn in meinem Kopf ein wenig anders vorgestellt hat, das blonde Mädchen könnte Anna verkörpern. Der Regen, der eine zentrale Bedeutung im Roman hat, darf natürlich auch nicht fehlen. Von daher ein inhaltlich sehr stimmiges Cover.

Worum geht es in #Bandstorys: Bitter Beats?

Durch einen Autounfall verliert Anna, Frontsängerin der Band Anna falls, ihre große Liebe und danach ist die Welt nicht mehr dieselbe. Im ersten Band der Reihe geht es um Anna und ihren Weg zurück ins Leben und die Liebe. Eingeigelt geht das Leben an ihr vorüber, bis sie auf den jungen und charmanten Musiker Max trifft, der ihr Leben auf den Kopf stellt. Der Leser wird auf eine turbulente Reise durch die Musik mitgenommen, die mich persönlich sehr begeistert hat.

Der Schreibstil von Ina Taus?

Ich liebe den Schreibstil von Ina Taus. Ich kann es nicht anders sagen. Sie schreibt so flüssig und locker, dass es ein Genuss ist. Die Wortwahl ist locker-leicht, die Dialoge sind humorvoll, die Innensicht sehr reichhaltig und emotional. Sie schafft es, emotionale Situationen real und detailliert darzustellen, sodass ich aufgrund der Bildhaftigkeit oft das Gefühl hatte, live dabei zu sein. Das Verhältnis von Dialog und Beschreibung ist sehr ausgewogen. Ich bin rundum glücklich und zufrieden.

Das Figurenpersonal in #Bandstorys: Bitter Beats?

Ich habe mich in Anna und Max verliebt, die im ersten Band der #Bandstorys im Vordergrund stehen. Anna ist eine toughe, sarkastische, humorvolle und begeisterungsfähige Protagonistin, mit der ich mich sehr gut identifizieren konnte. Sie ist sehr realistisch dargestellt und macht eine tolle Entwicklung gut. Max hat mir ebenfalls vom ersten Moment an gefallen, der ebenfalls eine tolle Wandlung durchmacht. Wobei ich bei ihm von Anfang an das Gefühl hatte, dass er mehr ist als das Klischee, das er selbst glaubt zu sein. Die anderen Bandmitglieder sind alle sehr süß und lustig. Ich habe sie alle in mein Herz geschlossen, weil hinter ihrem Image viel mehr steckt, als auf den ersten Blick zu erkennen ist. Deswegen freue ich mich schon sehr auf die weiteren Bücher, in denen ich die anderen Figuren näher kennen lernen darf.

Positives über #Bandstorys: Bitter Beats?

Allein der Prolog war so intensiv und emotional, dass der Einstieg ins Buch ein Leichtes war. Direkt vom ersten Moment an war ich getriggert und konnte das Buch nicht mehr aus meinen Gedanken streichen. Die Geschichte von Anna und Max fühlte sich so echt und greifbar an, dass ich einfach weiterlesen musste. Sie entwickelt sich stetig und in einem für mich perfekten Tempo, ist dabei etwas eigenes und neues, nichts Klischeehaftes und verzauberte mich. Die Perspektivwechsel zeigen die Emotionen der Protagonisten auf direkte Weise und bringen Spannung in die Geschichte. Der plötzliche Plotwechsel hat mich sehr überrascht, obwohl ich die Zeichen früher hätte deuten können. Umso überraschter war ich dann. Als kleine Romantikerin liebe ich vor allem das Ende samt Prolog, das schöner nicht hätte sein können.

Empfehlung zu #Bandstorys: Bitter Beats?

Ina Taus‘ Debüt #Bandstorys: Bitter Beats ist einen Blick wert. Schaut euch die Reihe an. Sie bietet alles, was ich an einer tollen Reihe schätze: Tolle Figuren, viel Emotion, einen spannenden Plot und eine super Atmosphäre. Dabei sticht vor allem auch die Schreibe der Autorin hervor. Eine absolute Leseempfehlung! Ich danke dem Carlsen Impress Verlag und Lovelybooks herzlich für die Bereitstellung eines Leseexemplars im Zuge der Leserunde zu #Bandstorys: Bitter Beats.


[Monatsstatistik] Januar 2017

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Hallöchen ihr Lieben und willkommen zur [Monatsstatistik] Januar 2017.

Unglaublich, der erste Monat des Jahres ist vorbei und ich habe 10 Bücher gelesen. Der Januar ist dabei erfahrungsgemäß der lesereichste Monat des gesamten Jahres, so zumindest in den letzten Jahren. Ob das auch in 2017 so bleibt, wird sich zeigen. Im Januar waren wirklich einige tolle Bücher dabei. Vor allem die Anzahl der gelesenen Bücher hat mich hoch erfreut, da die letzen Monate des Lesejahres 2016 eindeutig weniger lesereich waren. Nun aber ist die Leseflaute vorbei und der TBR Abbau kann kommen!

Gelesene Bücher

001. „Römische Ermittlungen“ von Bianca Palma
002. „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“ von Stefan Bonner & Anne Weiss
003. „Im Schatten des roten Stieres“ von Sylvia Klinzmann
004. „Blut will Blut“ von André Kussmaul
005. „Mieses Karma²“ von David Safier
006. „Black Dagger – Zsadist & Bella“ von J.R. Ward
007. „Black Dagger – Butch & Marissa“ von J.R. Ward
008. „Heiße Liebe – Kalter Tod“ von Pia Hepke
009. „Die Töchter der Tuchvilla“ von Anne Jacobs
010. „Bandstorys: Bitter Beats“ von Ina Taus

10 Bücher habe ich im Januar verschlungen. Das macht 133 Seiten pro Tag. Durchschnittlich habe ich meine Bücher mit 4.45 Punkten bewertet, was für eine gute Auswahl meiner Bücher und deren Qualität steht. Mit meinen im Januar gelesenen Büchern konnte ich meinem Lesekonto 4118 Seiten zufügen. Von meiner Leseliste für den Januar habe ich unglaubliche 8 von 14 Büchern tatsächlich gelesen. Zusätzlich habe ich meinen TBR im Januar digitalisiert und dabei gleich sechs Bücher aussortiert, sodass ich auf -4 Bücher komme, die von meinem TBR befreit wurden.

Mein Monatshighlight ist nicht so einfach zu küren. Neben Ina Taus‘ Debüt „Bandstorys: Bitter Beats“ konnten mich „Mieses Karma²“ von David Safier, „Black Dagger – Zsadist & Bella“ und „Black Dagger – Butch & Marissa“ von J.R. Ward, „Die Töchter der Tuchvilla“ von Anne Jacobs, „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“ von Stefan Bonner & Anne Weiss und „Im Schatten des roten Stieres“ von Sylvia Klinzmann begeistern. Da ich aber ein Highlight küren will, entscheide ich mich für „Bandstorys: Bitter Beats“ von Ina Taus. Ihr Debüt hat mich genauso begeistern können wie einige der anderen Bücher, allerdings möchte ich an dieser Stelle ein besonders gelungenes Debüt hervorheben, das einen Blick wert ist. Absolute Leseempfehlung!

Mein Monatsflop ist leider „Heiße Liebe – Kalter Tod“ von Pia Hepke. Das Buch war nicht schlecht, keine Frage. Leider fehlte es der ersten Hälfte des Romans an Spannung und Geschwindigkeit, daher konnte es leider – trotz der liebevollen Charaktergestaltung und der tollen Idee – nicht mit den anderen mithalten.

Neuzugänge

001. „Glückskatzen“ von Kirsten Klein [BV]
002. „Wüstenblues“ von Gerhard von Kapff [LR]
003. „Heiße Liebe – kalter Tod“ von Pia Hepke [LR]
004. „Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen“ von Lars Simon
005. „Die Musik der verlorenen Kinder“ von Mary Morris [BV]
006. „Plötzlich Fee – Herbstnacht“ von Julie Kagawa
007. „Plötzlich Fee – Frühlingsnacht“ von Julie Kagawa
008. „Bandstories – Bitter Beats #1“ von Ina Taus [LR]
009. „Der Nuttenmörder“ von Patrick Pankow [LR]
010. „Run boy, run girl“ von Nadine Gersberg [LR]
011. „Elefant“ von Martin Suter
012. „Talon – Drachenherz“ von Julie Kagawa

Diesen Monat sind einige – 12! – neue Bücher bei mir eingezogen. Gemeinsam sehen meine Schätze richtig schön aus. Deswegen mussten sie einfach bei mir einziehen. Mit „Plötzlich Fee“ habe ich mir einen lang ersehnten Wunsch erfüllt, da ich die ersten beiden Teile schon seit Jahren gelesen in den Regalen stehen habe. Band 3 und 4 mussten im Januar dann unbedingt bei mir einziehen und warten nun darauf, in nächster Zeit gelesen zu werden. „Glückskatzen“ und „Die Musik der verlorenen Kinder“ habe ich im Rahmen von Buchverlosungen auf Lovelybooks gewonnen und möchte sie ebenfalls zeitnah lesen. Der Januar war zudem der Monat der Leserunden, da ich fünf meiner zwölf Neuzugänge im Zuge von Leserunden auf Lovelybooks erhalten habe. Zwei konnte ich direkt weglesen, die anderen drei werden im Februar gelesen. „Elefant“ von Martin Suter und „Talon – Drachenherz“ von Julie Kagawa waren Spontankäufe – sofern man sie so bezeichnen kann. Mit „Talon – Drachenherz“ liebäugele ich schon seit es erschien und „Elefant“ von Martin Suter geistert gerade so sehr auf Instagram rum, dass ich direkt getriggert war und es haben musste. Schande über mein Haupt, aber nun sind die ganzen Schätze bei mir eingezogen. Nur dank meiner Sortieraktion, bei der 6 Bücher aussortiert wurden, konnte ich einen Abbau meines TBR verzeichnen. Nächten Monat muss das besser werden!

Challenges

100 Bücher-Challenge: unverändert!
Buchkultur-Challenge: unverändert!
Rory Gilmore-Challenge: unverändert!
Carlsen-Challenge 2017: + 1 Buch gelesen // + 0 Rezensionen
Heyne Challenge: 2/20 Bücher gelesen // 2/4 Monatsaufgaben erfüllt = 5 Punkte
Jahr der ersten Sätze: unverändert!
Serienkiller-Challenge: 2 Reihen weitergelesen // 1 Reihe begonnen
S. Fischer-Challenge: unverändert!
Weltenbummler-Challenge: 28 Punkte
Wortmagies High-Fantasy-Challenge: 3/30 Aufgaben gelöst

Ja, bei den Challenges habe ich mir so einiges aufgebürdet. Inwieweit ich die Monatsaufgaben immer zu erfüllen vermag, kann ich an dieser Stelle nicht sagen. Für solche Vorgaben bin ich einfach eine zu große Stimmungsleserin. Glücklicherweise haben nur sehr wenige meiner Challenges solche Monatsaufgaben, sodass es vernachlässigbar sein wird. In diesem Monat habe ich aber 5 meiner 10 Challenges voranbringen können, sodass ich guter Dinge bin, dass ich Ende 2017 eine zufriedenstellende Statistik erhalten werde.

Leseliste Februar

001. „Wüstenblues“ von Gerhard von Kapff
002. „Der Nuttenmörder“ von Patrick Pankow
003. „Run boy, run girl“ von Nadine Gersberg
004. „Das Erbe der Tuchvilla“ von Anne Jacobs
005. „Ich geb dir die Sonne“ von Jandy Nelson
006. „Die Kleidermacherin“ von Núria Pradas

Für den Februar habe ich meine Liste ein wenig eingekürzt, da sowohl der Monat kürzer ist, als auch meine Liste für den Januar zu ambitioniert war. 8 von 14 ist ein überaus gutes Ergebnis. Wären nicht die verführerischen Leserunden auf Lovelybooks gewesen, bei denen ich momentan ein unwahrscheinlich glückliches Händchen habe, hätte ich vermutlich auch die gesamte Liste geschafft. Für den Februar nehme ich mir vor, mich bei den Leserundenverlosungen zurückzuhalten und vermehrt meinen TBR zu reduzieren. Weiß Gott, genug zu lesen habe ich ja.

Wie war denn euer Monat so? Habt ihr absolute Leseempfehlungen an mich?


[Rezension] Heiße Liebe – Kalter Tod

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Titel Heiße Liebe – Kalter Tod
Reihe
Band
Autor Pia Hepke
Übersetzer
Illustrator
Verlag Papierverzierer Verlag
Erschienen als Ebook
Genre Märchenadaption, Roman, Phantastik
Preis 1,99€ [LE]
Seitenzahl 184 Seiten
Bewertung ...

Heiße Liebe – Kalter Tod in drei Worten?

Märchenhaft, klassisch, modern.

Cover & Gestaltung von Heiße Liebe – Kalter Tod?

Das Cover ist überaus passend gestaltet. Zu sehen ist eine junge Frau in heller Kleidung, deren Accessoires und Makeup stark winterlich wirken. Das Herz, das sie in Händen hält, passt perfekt zur Thematik der Märchenadaption rund um die Schneekönigin.

Worum geht es in Heiße Liebe – Kalter Tod?

Heiße Liebe – Kalter Tod ist eine moderne Märchenadaption der Schneekönigin von Hans Christian Andersen und weiteren winterlichen Figuren der Mythensage. Hierbei mischen sich klassische Märchenelemente mit moderner Phantastik und Figurenkonzeption. Der Beginn des Romans ist durch und durch modern, während hingegen der Hauptteil der Handlung stark an den Märchenklassiker von Hans Christian Andersen angelehnt ist, diesen allerdings modernisiert und auf ganz eigene Weise adaptiert.

Der Schreibstil von Pia Hepke?

Pia Hepke schreibt sehr bildlich und detailliert. Dass bedeutet jedoch nicht, dass die Umgebung bis ins kleinste Detail beschrieben wird, sondern dass das Innenleben der Protagonistin Elsa sehr genau dargestellt ist. Leser, die längere Passagen innerer Sicht nicht so schätzen, sollten vorsichtig in diesen Roman hineinlesen, mir hingegen hat der sehr bildhafte Stil gut gefallen. Die Wortwahl und die Ausdrucksweise der Autorin reichen von klassisch-hochsprachlich bis umgangssprachlich, die sich – je nach Figur – an den Charakter und die Situation anpassen.

Das Figurenpersonal in Heiße Liebe – Kalter Tod?

Heiße Liebe – Kalter Tod kommt mit wenigen Figuren auf. Neben der Protagonistin Elsa, deren Alter nicht wirklich festgestellt werden kann, wie es sich für Märchen üblicherweise gehört, gibt es noch Jack Frost, die Schneekönigin, Väterchen Frost, den süßen Jack Russel James und Elsas Schwester Aurora. Es kommen noch einige Figuren vor, die ich euch allerdings nicht spoilern will. Sehr viel mehr Figuren braucht die Handlung jedoch nicht. Zudem konnten mich die meisten Figuren von sich überzeugen. Elsa ist eine niedliche Protagonistin, die mir direkt sympathisch war und auch Jack Frost mochte ich. Die Entwicklung einiger Figuren konnte mich überzeugen und begeistern, da sie eine Modernisierung und Adaption der klassischen Märchenfiguren bedeuteten. Lediglich Elsas Schwester Aurora war ein wenig außen vor.

Positives an Heiße Liebe – Kalter Tod?

Pia Hepke hat mit ihrem Märchenroman einen Spagat zwischen Original und Adaption geschaffen, der mir gut gefallen hat. Sie nutzt klassische und in meinen Augen unabdingbare Elemente, transferiert sie und baut sie in ein neues Setting ein. Dabei überzeugt sie. Ihre Geschichte ist authentisch und angenehm zu lesen, bereitet einem Freude und macht einem Lust darauf, in den alten Märchenbüchern zu schmökern. Darüber hinaus modernisiert sie klassische Märchenfiguren auf ihre ganz eigene Weise und gibt ihnen somit etwas Besonderes.

Kritik an Heiße Liebe – Kalter Tod?

Ich fand es sehr schade, dass die eigentliche Haupthandlung erst recht spät im Roman anläuft. Der Plot ist gegen Ende nämlich sehr flott und spannend, was nicht zu dem – im Vergleich dazu – recht langen und langatmig wirkenden ersten Teil des Romans passt. Vor allem am Ende hätte ich mich über einen kleinen Ausblick gefreut, beziehungsweise Passagen während der Reise weiter ausgebaut, die viel Potential haben.

Empfehlung zu Heiße Liebe – Kalter Tod?

Heiße Liebe – Kalter Tod ist eine wundervoll Märchenadaption, die ein Mittel zwischen Märchen und Roman findet, dabei aber seine eigene Märchenhaftigkeit entwickelt. Trotz kleinerer Schwächen bin ich sehr froh, diesen Roman gelesen zu haben, da er einen in eine wundervoll winterliche Märchenwelt entführt. Nicht nur Märchenfans sollten einen Blick in Pia Hepkes Heiße Liebe – Kalter Tod werfen. Ich danke dem Papierverzierer Verlag und Lovelybooks herzlich für die Bereitstellung eines Leseexemplars im Zuge der Leserunde von Heiße Liebe – Kalter Tod.


[Rezension] Blut will Blut

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Titel Blut will Blut
Reihe Ja
Band 1. Band
Autor André Kussmaul
Übersetzer
Illustrator
Verlag Piper Fahrenheit
Erschienen als ebook
Genre Thriller
Preis 6,99€ [LE]
Seitenzahl 244 Seiten
Bewertung .....

Blut will Blut in drei Worten?

Verwirrend, fesselnd, verunsichernd.

Cover & Gestaltung von Blut will Blut?

Das Cover von Blut will Blut wirkt bereits auf den ersten Blick düster, bedrohlich und bedrückend. Das ist auch genau die Atmosphäre, die sich durch den Thriller zieht. Der dargestellte Wald ist zudem von tieferer Bedeutung, da einige wichtige Szenen des Thrillers in Wäldern spielen. Das Cover trifft perfekt die Stimmung des Thirllers.

Worum geht es in Blut will Blut?

Da dieses Buch ein Thriller ist, der von seiner Spannung lebt, werde ich euch an dieser Stelle nichts über den konkreten Inhalt verraten. Nur so viel: Es geht um vier Frauen und deren geheimnisvolle Vergangenheit. Der Leser wird auf eine verworrene Reise mitgenommen, auf der ich mich stellenweise nicht mehr darauf verlassen konnte, zwischen Wahr und Falsch zu unterscheiden. Der Leser wird hin und her geworfen, Realität und Wirklichkeit innerhalb des Thrillers verlieren an Konsistenz. Das Ende des Thrillers ist ebenso verworren und verwirrend wie der gesamte Thriller.

Der Schreibstil von André Kussmaul?

André Kussmauls Schreibstil ist wie für Thriller gemacht. Die Wortwahl und Kapitellänge, die schnellen Perspektivwechsel und der Plot gehen Hand in Hand. Alles passt perfekt zusammen, ergänzt einander und schaukelt das Leseempfinden hoch. Kussmaul schreibt sehr sachlich und zeitgleich fesselnd. Sein Thriller bekommt dadurch einen einzigartigen Ton, der mich sehr begeistert hat. Die Wortwahl passt perfekt zur eher sachlichen Protagonistin Hannah.

Das Figurenpersonal in Blut will Blut?

Innerhalb des Thrillers werden einige Figuren eingeführt, die alle wichtig für den Verlauf der Geschichte sind. Vor allem Hannah, die man während des Thrillers als Protagonistin näher kennenlernt, hat mir besonders gefallen. Sie hat eine sehr eigene Art, was nach ihrer Geschichte jedoch allzu verständlich ist. Auch die anderen Figuren haben mir, sofern man sie kennenlernen konnte, sehr gut gefallen. Konstruiert sind die Figuren alle ziemlich gut. Jede der vier Frauen hat ihre eigene Art, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Auch der Antagonist hat meinen Geschmack getroffen, da er wunderbar zweischneidig konstruiert ist.

Positives über Blut will Blut?

Der Thriller wirft den Leser hin und her. Ich wusste stellenweise gar nicht mehr, was wahr und was falsch ist. In jedem Kapitel werden neue Fragen aufgeworfen, man zweifelt nicht nur an der Zurechnungsfähigkeit einiger Figuren, sondern auch an der eigenen. Der Autor versteht es meisterhaft, als geklärt geltende Fragen wieder zu hinterfragen. Nichts ist so, wie es zu sein scheint. Hinter jedem Detail könnte etwas Verborgenes stecken. Und das habe ich enorm genossen. Vor allem das Ende passt zum Inhalt des Thrillers, da es den Leser noch verwirrter, unsicherer und irritierter zurücklässt als zu Beginn. Ein weiterer Pluspunkt: Der Cliffhanger ist nur der Auftakt zu einem Folgeband!

Empfehlung zu Blut will Blut?

Ich vergebe für Blut will Blut eine uneingeschränkte Leseempfehlung. Hier kommen nicht nur Thriller-Liebhaber auf ihre Kosten, auch Beginner haben mit Blut will Blut einen fesselnden und spannenden Thriller an der Hand. Ich danke dem Piper Fahrenheit Verlag und Lovelybooks herzlich für die Bereitstellung eines Leseexemplars von Blut will Blut im Zuge der Leserunde.


[Rezension] Im Schatten des roten Stieres

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Titel Im Schatten des roten Stieres
Reihe
Band
Autor Sylvia Klinzmann
Übersetzer
Illustrator
Verlag books2read Verlag
Erschienen als ebook
Genre Historischer Roman
Preis 5,99€ [LE]
Seitenzahl 373 Seiten
Bewertung .....

Im Schatten des roten Stieres in drei Worten?

Authentisch, fesselnd, recherchiert.

Cover & Gestaltung von Im Schatten des roten Stieres?

Das Cover zu Im Schatten des roten Stieres ist wundervoll. Zu sehen sind Gebäude aus Rom und Florenz im Hintergrund, während im Vordergrund eine Frau in einem roten Kleid zu sehen ist, die der Betrachter jedoch nur von hinten sieht. Hierbei kann es sich um Alessia, eine der wichtigsten Figuren des Romans handeln. Das Cover ist wunderschön anzuschauen und macht mir direkt Fernweh. Nur zu gerne würde ich augenblicklich Rom oder Florenz besuchen.

Worum geht es in Im Schatten des roten Stieres?

Der historische Roman Im Schatten des roten Stieres spielt um 1490 in Rom und Florenz. Im Vordergrund steht die Familie Borgia, denen fiktive Figuren an die Seite gestellt werden und deren Schicksale sich miteinander verbinden. Als Leser wird man mit auf eine authentische und sehr gut recherchierte Reise genommen, entdeckt viele geschichtliche Fakten, die fließend in den Roman eingebaut wurden und wird dennoch von einer fiktionalen Geschichte mitgerissen, die sich perfekt in ihr historisches Setting einbettet. Dabei steht die junge Alessia im Vordergrund der Geschehnisse, die von Intrigen, Geheimnissen und starken Emotionen geprägt sind.

Das Figurenpersonal in Im Schatten des roten Stieres?

In Im Schatten des roten Stieres wird munter zwischen historisch bezeugten Personen und fiktiven Figuren gemischt. Diese Mischung ist aber so gut gelungen, dass die historischen Personen nicht auffallen. Alle Figuren und Personen wirken realistisch und authentisch, sodass es keinen Bruch zwischen beiden Parteien gibt. Die historischen Personen halten sich alle an ihre geschichtlichen Begebenheiten, in deren dunkle Flecken sich die fiktiven Figuren perfekt einfügen. Selbst die Antagonisten sind faszinierend und authentisch getroffen, sodass man sie gar nicht nicht mögen kann. Wobei eine Abneigung aufgrund von Sympathiegründen tatsächlich möglich ist.

Der Schreibstil von Sylvia Klinzmann?

Der Schreibstil von Sylvia Klinzmann ist unfassbar angenehm. Ihre Wortwahl ist authentisch und passend, schlägt aber einen Bogen in die Moderne. Daher wirkt der Schreibstil nicht antiquiert und lässt sich leicht und flüssig lesen. Die eingestreuten italienischen Begriffe erschließen sich aus dem Kontext, wobei es am Ende des Romans einen Glossar gibt. Der Schreibstil trägt die gesamte Atmosphäre und transportiert ebenfalls sehr viel der Authentizität des Romans.

Positives über Im Schatten des roten Stieres?

Ich habe es oben bereits mehrfach gesagt: Dieser Roman ist unglaublich authentisch. Zudem ist er sehr gut recherchiert und historisch begründet. Ich finde es faszinierend, wenn Autoren Flecken in der Geschichtsschreibung mit fiktiven Geschichten ausfüllen und ergänzen. Histoire und Diskurs ergänzen sich hier perfekt. Die fiktive Geschichte ist schillernd und fesselnd, sie fasziniert den Leser vor allem auch durch das spannende Umfeld der Borgia-Familie und das von Intrigen geprägte Leben am Vatikan.

Empfehlung zu Im Schatten des roten Stieres?

Ich kann diesen historischen Roman uneingeschränkt empfehlen. Jeder, der historische Romane schätzt, sollte einen Blick in diesen Roman werfen. Fesselnd, sehr gut recherchiert und absolut authentisch. Ich danke dem books2read-Verlag und Lovelybooks herzlich für die Bereitstellung eines Leseexemplars von Im Schatten des roten Stieres im Zuge der Leserunde.


[Rezension] Römische Ermittlungen

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Titel Römische Ermittlungen
Reihe Commissario Caselli-Reihe
Band 1. Band
Autor Bianca Palma
Übersetzer
Illustrator
Verlag BeTHRILLED (Bastei Lübbe)
Erschienen als E-Book
Genre Krimi
Preis 6,99€ [RE]
Seitenzahl 303 Seiten
Bewertung ....

Römische Ermittlungen in drei Worten?

Verwirrend, vielschichtig, detailliert.

Cover & Gestaltung von Römische Ermittlungen?

Das Cover ist recht dunkel gehalten und passt perfekt zu den beiden weiteren Teilen der Reihe. Sehen kann man, wie ich vermute, die spanische Treppe mit dem davor gelegenen Piazza di Spagna samt Fontana della Barcaccia. Ein sehr schönes Cover, ein richtiger Hingucker.

Worum geht es in Römische Ermittlungen?

In der Kurzbeschreibung wird dem Leser ein spannender Krimi versprochen, der im vorweihnachtlichen Rom und der Opernszene spielt. Tatsächlich treffen die letzten beiden Punkte vollauf zu, wobei der Krimi sich mitsamt seiner Spannung erst in der zweiten Hälfte des Buchs entwickelt. Der erste Teil des Buchs dient der Entfaltung aller Handlungsebenen, die später wichtig werden.

Der Schreibstil von Bianca Palma?

Der Schreibstil von Bianca Palma ist flüssig. Stellenweise kommen Parataxen vor, die dem Krimi seinen ganz besonderen Stil geben, den ich so noch nie gelesen habe. Ich empfand diese Parataxen sehr passend, wobei sie nicht mein Mittel der Wahl sind. Dennoch kommt man sehr gut durch den Krimi.

Das Figurenpersonal in Römische Ermittlungen?

Das Figurenpersonal ist groß, aber übersichtlich. Es kommen im Verlauf des Krimis immer neue Figuren hinzu, die wichtig für die weitere Handlung sind. Die Figuren sind doppeldeutig kreiert, keine Figur ist so wie sie auf den ersten Blick zu sein scheint. Alle Figuren bergen Geheimnisse oder versteckte negative Eigenschaften, die man so nicht erwartet hätte. Wirklich identifizieren konnte ich mich leider mit kaum einer Figur. Wenn ich eine Figur wählen sollte, dann den Kommissar Caselli. Er wirkte mit seinem Charakter auf mich am sympathischsten, ist gut beschrieben und sehr gut zu imaginieren.

Positives an Römische Ermittlungen?

Die zweite Hälfte des Krimis hat mir sehr viel besser gefallen, als die erste. Hier kommt endlich die Krimistimmung auf, die ich erwartet hatte. Der Krimi ist dabei aber auf subtile Weise anders, als andere Krimis, da er sich  vor allem auf der Beziehungsebene zwischen den einzelnen Figuren abspielt. Im Vordergrund steht die junge Musikerin Geraldine Dvorsky, um deren Geschicke herum sich der Krimi entspinnt. Ich habe geraten im Laufe des Krimis oftmals den Täter getippt und falsch gelegen, erst gegen Ende lag ich mit meinen Vermutungen zum Teil richtig. Der Krimi ist wunderbar undurchsichtig, verstrickt und vielschichtig, wie ich es mag. Miträtseln wird ermöglicht. Auch erfährt der Leser enorm viel über die Opernszene, Rom und diverse philosophische Themen, was sehr schön aber auch sehr überfordernd sein kann. Mir persönlich haben diese Informationen sehr gefallen. Hier muss ich jedoch darauf hinweisen, dass der Krimi vor allem etwas für Opern- und Musikliebhaber ist, die mit den reichhaltigen Details noch mehr anfangen können als ich.

Kritik an Römische Ermittlungen?

Ich muss leider sagen, dass mir die Entfaltung des Krimis in der ersten Hälfte leider zu lang war. Die typische Krimistimmung kommt erst nach gut 50% auf, was ich sehr schade finde. Der Krimi liest sich bis dato sehr angenehm und schnell, lediglich um einen Krimi handelt es sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Auch enorm schade fand ich die Fixierung auf Geraldine Dvorsky als handelnde Figur. Der Kommissar steht ein wenig außerhalb der Handlung, obwohl er in drei Mordfällen ermittelt. Erst in der zweiten Hälfte des Krimis ändert sich dies. Die erste Hälfte dreht sich vollkommen um Geraldine Dvorsky und ihre Liebesbeziehungen, die zwar wichtig sind, aber durchaus hätten kürzer gefasst werden können.

Empfehlung zu Römische Ermittlungen?

Römische Ermittlungen ist ein Krimi der besonderen Art. Ich kann diesen Krimi jenen Lesern empfehlen, die an Krimis interessiert sind, die sich langsam entfalten und sehr detailliert sind. Die Autorin hat einen vielschichtigen Krimi entwickelt, der ein Miträtseln seitens der Leser ermöglicht. Ich möchte jedoch anmerken, dass dieser Krimi nichts für Leser ist, die sich nicht für die Oper interessieren, da beides hier sehr eng verknüpft ist. Ich danke dem BeTHRILLED (Bastei Lübbe)-Verlag und Lovelybooks für die Bereitstellung eines Leseexemplars von Römische Ermittlungen.

Andere Meinungen zu Römische Ermittlungen:


[Rezension] Der Duft nach Glück und Rosen

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Titel Der Duft nach Glück und Rosen
Reihe
Band Einzelband
Autor Alexandra Markus
Übersetzer
Illustrator
Verlag books-2-read-Verlag
Erschienen als e-book
Genre Liebesroman, Kurzgeschichte
Preis 1,99€ [RE]
Seitenzahl 87 Seiten
Bewertung ....

Der Duft nach Glück und Rosen in drei Worten?

Gefühlvoll, schön, begeisternd.

Cover & Gestaltung von Der Duft nach Glück und Rosen?

Das Cover ist wunderschön gestaltet. Wundervolle Rosen schmücken es, die Farbtöne aus Rosa und Weiß harmonieren einfach perfekt. Die vom Cover kreierte Stimmung und Atmosphäre passen perfekt zum Inhalt, ebenso wie der Buchtitel. Ein wahrer Hingucker. Schade nur, dass es leider ein e-book ist.

Worum geht es in Der Duft nach Glück und Rosen?

In Der Duft nach Glück und Rosen geht es um Gwen, die ihrer kranken Adoptivmutter Rose zur Seite steht und sie auf ihrer schwersten Reise begleitet. Um diese Begebenheit herum entwickelt sich ein wundervoller Kurzroman, leider ist es eher eine Kurzgeschichte denn ein Roman, um Gwens Leben und Liebe.

Der Schreibstil von Alexandra Markus?

Ich habe mich pudelwohl gefühlt. Anders kann ich es nicht ausdrücken. Die Landschaftsbeschreibungen sind wundervoll detailliert, ohne zu überbordend zu werden. Alexandra Markus hat ein Talent dafür, die Dialoge echt und lebhaft zu gestalten. Man fliegt nur so durch ihren Kurzroman, da ihre Schreibe unheimlich locker und angenehm ist und den Roman voranbringt.

Das Figurenpersonal in Der Duft nach Glück und Rosen?

Ich liebe die Figuren. Selbst die Figuren, die man nicht leiden kann, sind perfekt ausgearbeitet. Und das finde ich für 87 Seiten Geschichte unheimlich beeindruckend. Man spürt, dass die Figuren liebevoll und lange ausgearbeitet wurden. Sie haben Tiefe, wirken beeindruckend echt und gewinnen die Leserherzen. Vor allem Rose ist mein geheimer Liebling des Romans. Selten habe ich auf so wenigen Seiten so tolle Figuren kennen lernen dürfen.

Positives an Der Duft nach Glück und Rosen?

Ich schwebe hier auf Wolke 7, bin unheimlich zufrieden mit den Figuren, dem Plot und dem Schreibstil. Sogar die Krankheitsthematik von Rose passt super in den Plot – und normalerweise lese ich solche Handlungen eher ungern. In diesem Fall jedoch hat es die Autorin geschafft, Roses Krankheit einzubauen, zu einem Hauptpfeiler der Geschichte zu machen, ohne jedoch den Fokus auf andere Handlungsstränge zu verlieren. Die Krankheit wird nicht übermächtig, sie wird auch eher angerissen. Der Leser weiß immer, was es ist und wie es um Rose steht, aber dennoch stehen positive Gefühle und Erlebnisse im Vordergrund.

Kritik an Der Duft nach Glück und Rosen?

Einen Kritikpunkt habe ich dann aber doch: Die Länge des Romans. In der Leserunde wurde ein Roman ausgeschrieben, keine Kurzgeschichte. Die Handlung selbst bleibt wundervoll und schön, lediglich an der Länge könnte man arbeiten. Ich hätte nämlich zu gerne so viele Stunden mehr mit Gwen und Co verbracht, dass mir 87 Seiten einfach viel zu wenig sind. Deswegen Gemecker auf höchstem Niveau, etwas anderes habe ich nämlich nicht auszusetzen.

Empfehlung zu Der Duft nach Glück und Rosen?

Unbedingt lesen! Selbst wenn ihr Krankheitsthemen, so wie ich, nicht gerne in Büchern lest, dieses ist wundervoll. Ich habe jede Seite genossen, mich mit den Figuren angefreundet und gelacht, geweint und gehofft. Ich danke dem books-2-read-Verlag und Lovelybooks für die Bereitstellung eines Leseexemplars im Rahmen der Leserunde zu Der Duft nach Glück und Rosen.

Andere Meinungen zu Der Duft nach Glück und Rosen?


[Rezension] Ein Coffee to go in Togo

2 Kommentare
Titel Ein Coffee to go in Togo
Reihe
Band Einzelband
Autor Markus Maria Weber
Übersetzer
Illustrator
Verlag Conbook Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Sachbuch
Preis 12,95€ [LE]
Seitenzahl 448 Seiten
Bewertung .....

Ein Coffee to go in Togo in drei Worten?

Ehrlich, nahbar, anregend.

Cover & Gestaltung von Ein Coffee to go in Togo?

Die Gestaltung von Ein Coffee to go in Togo ist sehr ansprechend. Sowohl farblich als auch gestalterisch spricht mich das Buch stark an. Die aufeinander abgestimmten Farbtöne ergeben ein stimmiges Gesamtbild, die Piktogramme sind originell. Im Inneren ist das Buch ein wenig schlichter gehalten, was gut zum Sachbuchcharakter des Buchs passt. Die Bilder in der Buchmitte unterstützen die Vorstellungskraft der Leser und bereichern den Bericht.

Worum geht es in Ein Coffee to go in Togo?

Markus Maria Weber nimmt uns mit auf seine abenteuerliche Reise nach Togo. Für einen Coffee to go, den er vor Ort trinken will, um seinem ermüdenden Alltag als Unternehmensberater zu entfliehen. Markus nimmt uns als Leser mit auf eine aufregende Reise, die er auf einem Fahrrad durch 26 Länder unternimmt. Das Buch selbst ist in 6 größere Abschnitte unterteilt: Planung, Osteuropa, Südeuropa, Afrika 1 und 2 und die Heimkehr nach Deutschland. Dabei erhält man einen besonderen Blick auf die durchreisten Länder und bekommt Fernweh.

Der Schreibstil von Markus Maria Weber?

Markus schreibt unwahrscheinlich angenehm. Der Schreibstil ist locker flockig, es stockt nichts und nichts wirkt gestellt. Ich konnte mir beim Lesen vorstellen, dass Markus vor mir sitzt und mir seine Reise persönlich erzählt. Das Buch hat somit seinen ganz eigenen Charme, was mich sehr begeistert hat. Die Kapitel werden teilweise mit Auszügen aus seinem Reiseblog eingeleitet, darüber hinaus erzählt er humoristische Passagen seiner Reise mit viel Humor und Charme.

Positives über Ein Coffee to go in Togo?

Ich war unheimlich gespannt auf dieses Buch und wurde nicht enttäuscht. Ich selbst hätte mich eine solche Reise niemals getraut – aus gleich mehreren Gründen. Daher habe ich enorme Hochachtung vor Markus, dass er seine Reise nicht nur antrat, sondern auch zu Ende brachte. Als Leser erfährt man in Ein Coffee to go in Togo eine ganze Menge. Ich habe viel über Länder gelernt, die mehr oder weniger nah an mir und meiner Heimat liegen. Ich durfte etwas über die Geschichte, die Traditionen und die Bewohner der jeweiligen Länder lernen und bin begierig darauf, einige dieser Länder selbst zu erkunden. Zwar nicht auf dem Fahrrad und auch nicht alleine, aber die Reiselust ist da. Ich hatte zudem die gesamte Zeit über das Gefühl, selbst als Beobachter dort gewesen zu sein, ohne dass meine Bilder zuvor gefiltert und aufbereitet wurden. Ich hatte das Gefühl, ein ehrliches und unverfälschtes Bild zu einigen Ländern zu bekommen. Vor allem die Geschichte der meisten afrikanischen Länder hat mich nachdenklich gemacht.

Empfehlung zu Ein Coffee to go in Togo?

Ich kann euch dieses Buch wärmstens ans Herz legen. Ihr erhaltet eine Bandbreite an Emotionen, lernt faszinierende Menschen und Länder kennen, bekommt Fernweh und werdet Teil einer beeindruckenden Reise. Ich danke dem Conbook Verlag und Lovelybooks herzlich für die Bereitstellung eines Leseexemplars von Ein Coffee to go in Togo.

Weitere Meinungen zu Ein Coffee to go in Togo:


[Rezension] Friesenherzen und Winterzauber

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Titel Friesenherzen und Winterzauber
Reihe
Band Einzelband
Autor Tanja Janz
Übersetzer
Illustrator
Verlag Mira Taschenbuch
Erschienen als Taschenbuch
Genre Liebesroman, Frauenroman
Preis 9,99€ [LE]
Seitenzahl 304 Seiten
Bewertung ...

Friesenherzen und Winterzauber in drei Worten?

Nett, vorhersehbar, kurzweilig.

Cover & Gestaltung von Friesenherzen und Winterzauber?

Das Cover sieht unglaublich heimelig aus. Es ist sehr atmosphärisch und stimmungsvoll. Ein warmer Pulli, eine Regenjacke, eine Tasse heißen Tee und einen Leuchtturm kann man auf dem Cover sehen. Alles Dinge, die ich mit dem Norden Deutschlands verbinde und die auch im Buch Verwendung finden.

Worum geht es in Friesenherzen und Winterzauber?

In Friesenherzen und Winterzauber geht es um Ellen, eine aufstrebende Autorin, die für ihren Verlag einen Liebesroman schreiben soll, deren Leben jedoch zu Beginn des Romans nicht viel Romantikpotential besitzt. Der Roman spielt im Norden Deutschlands auf einer bei Touristen beliebten Insel, die Ellen inspirieren soll. Doch dabei findet sie wesentlich mehr als nur Inspiration für ihren Liebesroman.

Der Schreibstil von Tanja Janz?

Ich fand den Schreibstil eigentlich recht angenehm. Es gab keine großen Schwierigkeiten beim Lesen, weder durch die Wortwahl noch durch große Fehler. Allerdings fand ich die Relation zwischen Beschreibung und Dialogen nicht sonderlich gelungen. Die Dialoge waren stellenweise recht hölzern und plötzlich, die Handlung ist dadurch zwischen ein wenig gesprungen.

Das Figurenpersonal in Friesenherzen und Winterzauber?

In einem kurzen Roman erwarte ich keine große Charakterentwicklung wie in Reihen. Dennoch muss ich sagen, dass ich bei Friesenherzen und Winterzauber mit der Entwicklung der Figuren nicht so zufrieden bin. Einige Dinge geschehen vollkommen übereilt und zu plötzlich, wenn man vom Plot ausgeht. Das fand ich sehr schade. Die Figuren sind zudem recht stereotyp gestaltet. Sie wirken noch ein wenig roh, nicht vollständig ausgeformt. Hier hatte ich bei vielen Figuren einiges an Potential gesehen, das leider nicht ausgenutzt wurde.

Positives über Friesenherzen und Winterzauber?

Ich fand das Buch entspannend und kurzweilig. Ich konnte es gut am Stück weg lesen und dabei entspannen. Das Buch hat eine sehr schöne Atmosphäre und Stimmung kreiert, die vor allem an trüben Tagen unheimlich gut passt. Vor allem habe ich durch die Lektüre des Romans Reise- und Fernweh bekommen.

Negatives über Friesenherzen und Winterzauber?

Es existiert in diesem Buch viel verschenktes Potential. Das Buch wirkt übereilt und nicht fertiggestellt. Stellenweise passieren vorhersehbare Dinge, die beinahe zu klischeehaft sind. Ich kannte das Ende des Romans bereits einige Seiten zuvor. Schade war auch, dass der Handlungsstrang mit den Briefen nicht stärker ausgearbeitet wurde und dann so plötzlich kurz vor Schluss aufgelöst wurde. Auch der abrupte Wechsel des Loveinterest hat mich enorm gestört.

Empfehlung zu Friesenherzen und Winterzauber?

Leider bin ich mit meiner Meinung zu diesem Roman in der Lovelybooks Leserunde nicht alleine gewesen. Dennoch möchte ich euch raten, bei Interesse selbst einen Blick ins Buch zu werfen. Das Buch ist wunderbar geeignet, wenn man einige Stunden abschalten möchte. Ich danke Lovelybooks und Mira Taschenbuch für die Bereitstellung eines Leseexemplars in der Leserunde zum Buch.

Andere Meinungen zu Friesenherzen und Winterzauber:

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