[Rezension] Die Zitronenschwestern

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Titel Die Zitronenschwestern
Reihe
Band Einzelband
Autor Valentina Cebeni
Übersetzer Sylvia Spatz und Brigitte Lindecke
Illustrator
Verlag Penguin Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Roman
Preis 10,00€ [RE]
Seitenzahl 448 Seiten
Bewertung
Die Zitronenschwestern
Die Zitronenschwestern

Bücher, die wie Die Zitronenschwestern, in Italien spielen treffen ja alleine schon wegen des Handlungsortes meinen Geschmack. Wenn dann aber noch Geheimnisse und in der Vergangenheit liegende Ereignisse hinzukommen, bin ich selig.

Der Prolog des Romans entführt den Leser in das Italien im Jahr 1940. Zwei junge Frauen und ihre enge Freundschaft stehen im Fokus der Betrachtung. Als Setting wird ein Kloster auf einer italienischen Insel vorgestellt, in dem die beiden jungen Frauen leben. Die eine Frau als Novizin, die andere als Bäckerin. Es folgt ein Zeitsprung von über 40 Jahren. Die Protagonistin von Die Zitronenschwestern, die Tochter der Bäckerin, steht vor den Scherben ihrer Existenz und macht sich auf eine Reise auf der Suche nach ihrer Mutter und sich selbst.

Mein Leserherz war in Die Zitronenschwestern hin und her gerissen zwischen Verständnis und Unglauben

Elettra hat mir als Protagonistin nur bedingt gefallen. Ich verstehe die Verbitterung und die Wut, die sie ihrer Mutter tief in ihrem Inneren wegen all der Geheimnisse gegenüber hegt, aber nicht alles lässt sich so einfach darauf abwälzen. In meinen Augen hat es sich Elettra stellenweise zu einfach gemacht, indem sie ihre Mutter als Schuldige inszenierte. Selbst dann, wenn es Elettras eigenes Verhalten war, das alles ruinierte. An diesen Stellen hätte ich sie gerne geschüttelt. Mein Leserherz war an dieser Stelle aber hin und her gerissen zwischen Verständnis und Unglauben.

Die Handlung führt Elettra auf den Lebensweg ihrer Mutter zurück zu jenem besonderen Kloster. Die Bewohnerinnen der Gegenwart der Handlung haben mir alle gut gefallen. Auch sie hüten viele Geheimnisse, die für spannende Momente aber auch unnötiges Leid sorgen. Interessant ist die Auflösung all dieser Geschichten, die stückchenweise das große Ganze freilegen.

Besonders toll an Die Zitronenschwestern fand ich im Übrigen die Bedeutung von Gebäck und Essen. Elettra ist ebenso wie ihre Mutter Edda eine herausragende Bäckerin und ihre Rezepte sind zwischen den Kapiteln abgedruckt. Bei Gelegenheit muss ich man einige davon ausprobieren und nachbacken.

Alles in allem bin ich mit dem Roman zufrieden. An einigen Stellen hätte mir Elettra ein wenig gradliniger und weniger engstirnig sein können, dennoch konnte mich die Geschichte vierer Frauen sehr gut gefallen.


[Rezension] Die Fährmannstochter

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Titel Die Fährmannstochter
Reihe Myntha-Romane
Band 1. Band
Autor Andrea Schacht
Übersetzer
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 9,99€
Seitenzahl 432 Seiten
Bewertung
Die Fährmannstochter
Die Fährmannstochter

Mir Bücher zu schenken, die ich nicht schon selbst gelesen, von ihnen gehört oder sie ungelesen zu Hause rumliegen habe, ist ziemlich schwer. Mein Freund hat es mit Die Fährmannstocher aber geschafft, mir einen aktuellen historischen Roman zu schenken, der mich von sich begeistern konnte. Der Vorteil für ihn – und mich! – Die Fährmannstocher ist der Auftaktband einer Reihe!

Protagonistin der Geschichte ist die junge Fährmannstochter Myntha, die nach einer Rettung aus den Fluten des Rheins als Wiedergängerin gefürchtet wird. Als dann während Mynthas Anwesenheit das Kloster, in dem sie untergebracht war, brennt, stehen die Schuldigen für die Gemeinschaft schnell fest. Dass hinter dem Brand jedoch mehr steckt, als alle ahnen, entdeckt Myntha im Verlauf der Handlung.

Die Fährmannstochter bietet einen breit gefächerten Plot mit facettenreichen Figuren

Generell bietet Die Fährmannstochter einen sehr weit gefassten Plot, der nicht nur Myntha in die Erzählperspektive rückt, sondern auch weitere Figuren, die mir beim Lesen gut gefallen haben. Vor allem der Rabenmeister konnte mein Leserherz mit seiner mürrischen Art und Weise von sich überzeugen. Die Romantikerin in mir hofft ja insgeheim, dass der geheimnisvolle Rabenmeister und die eigenwillige Myntha sich im nächsten Teil ein wenig näher kommen.

Aus Sicht der historischen Authentizität bin ich voll auf meine Kosten gekommen. Die Lebensumstände der Menschen sind sehr realistisch dargestellt und vor allem die abergläubischen Vorurteile der Bevölkerung und Kirchengemeinde sind sehr gut dargestellt. Auch sprachlich konnte mich Die Fährmannstochter von sich überzeugen, da die Ausdrucks- und Denkweise der Menschen sehr ansprechend gestaltet waren. Statt erzwungen altertümliche Begriffe zu verwenden hat die Autorin die perfekte Balance aus älteren Worten, angemessenem Satzbau und modernen Ausdrücken gefunden. Somit war das Lesen des Romans aus keiner Sicht befremdlich, sondern angenehm leicht und flüssig.

Myntha ist eine perfekte Mischung aus Moderne und Mittelalter

Myntha ist eine Protagonistin, die mir persönlich sehr gut gefallen hat. Sie ist ebenso wie die Sprache der Geschichte eine perfekte Mischung aus Moderne und Mittelalter. Modern deshalb, weil sie eigenwillig und selbstbewusst ist, mittelalterlich, weil sie sich trotz allem in ihre Rolle als Frau und Tochter fügt.

Alles in allem habe ich Die Fährmannstochter sehr genossen und freue mich schon darauf, das nächste Buch mit Myntha als Protagonistin in Händen zu halten.

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[Rezension] Das Erbe der Tuchvilla

10 Kommentare
Titel Das Erbe der Tuchvilla
Reihe Tuchvilla-Saga
Band 3. Band
Autor Anne Jacobs
Übersetzer
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 9,99€
Seitenzahl 670 Seiten
Bewertung .....

Das Erbe der Tuchvilla in drei Worten?

Begeisternd, emotional, zufriedenstellend.

Cover & Gestaltung von Das Erbe der Tuchvilla?

Die Cover der Tuchvilla-Saga sind alle wunderschön und passen super zusammen. Auf jedem Cover kann man eine Frau sehen, die auf ein herrschaftliches Gebäude zugeht, das gut die Tuchvilla sein kann. Bei der jungen Frau vermute ich, dass sie Marie darstellen soll, die eine zentrale Rolle innerhalb der Saga innehat. Die Farben sind warm und kraftvoll, ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Vor allem in Kombination sehen die Cover wundervoll aus.

Worum geht es in Das Erbe der Tuchvilla?

Die Tuchvilla-Saga behandelt die Geschichte der Tuchfabrikantenfamilie Melzer, die in Augsburg lebt. Im Laufe der Reihe ereilt die Familie einige Schicksalsschläge, die auf drei Bände verteilt erzählt werden. Band 3 spielt in 1924, wodurch die Wirren nach dem Krieg, die Weimarer Republik und einiges an Augsburger Zeitgeschichte von besonderer Bedeutung sind. Was genau bei Familie Melzer im Abschlussband der Trilogie geschieht, werde ich euch aus Spoilergefahr natürlich nicht verraten.

Der Schreibstil von Anne Jacobs?

Man fühlt sich als Teil der Geschichte. Anne Jacobs schafft es, ihre Geschichten so zu schreiben, dass man das Gefühl hat, mitten in ihr zu stecken. Man taucht ein und kehrt erst am Ende der Handlung in die Realität zurück. Das schafft sie vor allem durch ihren Schreibstil. Sie mischt Augsburger Mundart mit Hochsprache, hält die Balance zwischen Anachronismen und Neologismen, damit der Leser sich heimisch fühlt, ohne über Worte zu stolpern. Die Monologe sind spritzig, die Beschreibungen plastisch. An keiner Stelle will man Überblättern, alles ist angenehm und flüssig zu lesen.

Das Figurenpersonal in Das Erbe der Tuchvilla?

Marie ist mir mitunter die liebste Figur aus der Tuchvilla-Saga. Sie ist von Anfang an eine wichtige Protagonistin, sie ist Dreh- und Angelpunkt der Tuchvilla. Ihre Entwicklung innerhalb des letzten Buchs sowie der gesamten Trilogie hat mir sehr gut gefallen. Sie ist erwachsener geworden, ist aber weiterhin standfest und treu in ihren Überzeugungen. Und diese werden im Abschlussband weiß Gott auf eine harte Probe gestellt.
Kitty mag ich auch sehr gerne. Sie ist quirlig und fröhlich, bringt frischen Wind in jede Gesellschaft und berührte mein Herz an einigen Stellen. Besonders das Ende hat mich für sie sehr gefreut. Da schlägt das Leserherz höher. Sie ist sich selbst sehr treu geblieben.
Mit Paul hatte ich in diesem Buch durchaus meine Probleme. Am liebsten hätte ich ihn und Marie gepackt und geschüttelt! Das konnte man sich ja stellenweise nicht mitansehen. Zum Glück konnte er seine Stellung in meinem Leseherzen bewahren, weil er eine positive Entwicklung durchmacht.
Lisa taucht auch mal wieder stärker auf. Was sich bei ihr so alles entwickelt fand ich wirklich toll. Sie hat es so verdient! Ich freue mich einfach für sie. Von der unsympathischen Figur aus Band 1 ist nichts zurückgeblieben.
Die restlichen Figuren – das tolle Personal, die zuckersüßen Kinder und weitere Nebenfiguren – waren alle gekonnt konstruiert, wirkten lebensecht, realistisch und greifbar. Die Antagonistin des Buchs wollte ich einfach fressen, so wenig sympathisch war sie mir – was aber für den Entwurf spricht! Die Figuren konnten sich innerhalb ihrer Charaktere super entwickeln, alles wirkte lebensecht und greifbar. Toll!

Positives über Das Erbe der Tuchvilla?

Ich liebe diese Reihe! Ich bin so unfassbar froh und traurig zugleich. Traurig, da die Saga nun vorbei ist. Glücklich, weil ich eine wundervolle Geschichte zu lesen bekam, tolle Figuren begleiten durfte und um eine großartige Leseerfahrung reifer bin.
Was mir an der Trilogie besonders gut gefällt, ist die Balance zwischen Fiktionalem und Historischem. Anne Jacobs versteht sich darauf, historische Ereignisse in eine fiktive Handlung einzubauen, sie zu deren Rahmen zu machen und die Schicksale ihrer Figuren darum zu weben. Man spürt dabei keinen Übergang zwischen historischen Begebenheiten und fiktionalen Einschüben, alles passt sich ineinander. Ich könnte euch noch stundenlang von dem tollen Plot, den super Figuren, der exzellenten Schreibe und meiner Begeisterung vorschwärmen, aber das würde den Rahmen dieser Rezension sprengen.

Empfehlung zu Das Erbe der Tuchvilla?

Ich kann diese Trilogie allen Lesern empfehlen, die historische Romane mit starken Frauenfiguren, tollem Setting, super Plot, exzellenter Schreibe und viel Genauigkeit lieben. Lest diese Reihe!


[Rezension] Eden Summer

4 Kommentare
Titel Eden Summer
Reihe
Band Einzelband
Autor Liz Flanagan
Übersetzer Sabine Schulte
Illustrator
Verlag Aladin Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Roman, YA
Preis 14,95€ [RE]
Seitenzahl 368
Bewertung ....

Eden Summer in drei Worten?

Nachdenklich, berührend, besonders.

Cover & Gestaltung von Eden Summer?

Das Cover von Eden Summer ist so fröhlich und sommerlich gestaltet, dass man die dahinter steckende Geschichte auf den ersten Blick nicht erwartet. Lediglich die von Gewitterwolken verdecken Sonne lässt auf einen kritischeren Inhalt schließen. Die bunten Farben hingegen sprechen wieder für einen fröhlichen Roman, den man allerdings nicht bekommt. Stattdessen erhält man einen wundervoll und nachdenklich stimmenden Roman, der sehr lesenswert ist.

Worum geht es in Eden Summer?

In Eden Summer geht es um Eden, die von jetzt auf gleich spurlos verschwindet. Ihre beste Freundin Jess beginnt die Suche nach Eden, während der der Leser Näheres über Jess, Eden und die Freundschaft der beiden Mädchen erfährt. Durch viele Einschübe und Rückblicke erfährt man einiges über das Seelenleben der Mädchen, woraus letztlich die Spannung resultiert. Da man als Leser den Grund für Edens Verschwinden nicht kennt, treibt einen die Ungewissheit drängend voran.

Der Schreibstil von Liz Flanagan?

Liz Flanagan schreibt sehr angenehm. Ihre Wortwahl ist sehr passend für Jugendliche, die Atmosphäre ist aufgrund des Verschwindens von Eden und einiger nicht so schöner Ereignisse in der Vergangenheit der Mädchen sowohl angespannt als auch fesselnd. Alles in allem bin ich nur so durch den Roman geflogen, was auf einen flüssigen und schlüssigen Schreibstil schließen lässt. Rückblickend hat mich nichts gestört oder aufgehalten.

Das Figurenpersonal in Eden Summer?

Fangen wir doch mal mit Eden an. Über sie erfährt man, da sie in großen Teilen des Romans gar nicht wirklich anwesend ist, vor allem in Form von Rückblicken Näheres. Sie ist eine starke Person, die stets zu ihrer Freundin Jess steht und das auch nach schweren Schicksalsschlägen. Aufgrund eigener Schicksalsschläge verändert sich Eden jedoch, was im Roman sehr gut dargestellt wurde. Die Charakterentwicklung ist realistisch gezeichnet und konnte mich vollauf überzeugen.
Jess hat mir mit ihrer Beharrlichkeit sehr gut gefallen. Sie entwickelt sich innerhalb der erzählten Zeit sehr weiter, überwindet Ängste und eigene Schranken und wächst über sich hinaus. Die Freundschaft der beiden unterschiedlichen Mädchen hat mich berührt, ihre Schicksale haben mich zum Nachdenken gebracht.

Positives an Eden Summer?

Da ich über den Inhalt bereits Bescheid wusste, war ich nicht allzu sehr irritiert, dass ich kein fröhliches gute Laune Buch lese. Stattdessen erhält man ein Buch, auf das am ehesten die Beschreibung eines durchwachsenen Sommergewitters passt: Zeitweise gibt es fröhliche Phasen und Abschnitte voller Sonnenschein, die dann plötzlich und gewittersturmartig von negativen Ereignissen überschattet werden. Die Suche nach Eden war spannend gestaltet, die Atmosphäre war ansteckend und realistisch und durch die häufigen Rückblicke kann man die Protagonistinnen sehr gut kennenlernen. Eden Summer ist zudem dafür geeignet, ein wenig über Freundschaften und Beziehungen nachzudenken. Was sehen wir wirklich? Wie gut kennen wir unsere Freunde eigentlich? Merken wir es wirklich, wenn es anderen schlecht geht?

Empfehlung zu Eden Summer?

Ich habe Eden Summer innerhalb eines Wochenendes verschlungen. Die Handlung ist spannend und anregend, die Atmosphäre ist fesselnd und die Figuren realistisch gestaltet. Eden Summer ist ein beeindruckendes Buch über Freundschaft, Verlust und Entwicklung, das ich euch wärmstens ans Herz legen kann. Ich danke dem Aladin Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Eden Summer.

Weitere Meinungen zu Eden Summer:


[Rezension] Black Dagger – Rehvenge & Ehlena

6 Kommentare
Titel Black Dagger – Rehvenge & Ehlena
Reihe Black Dagger
Band 7. Band
Autor J.R. Ward
Übersetzer Corinna Vierkant
Illustrator
Verlag Heyne Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Roman, Fantasy, Erotikroman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 928 Seiten
Bewertung .....

Black Dagger – Rehvenge & Ehlena in drei Worten?

Düster, überraschend, fesselnd.

Cover & Gestaltung von Black Dagger – Rehvenge & Ehlena?

Band 7 reiht sich perfekt in die Covergestaltung der Vorgängerbücher an. Schwarzer Hintergrund, graue Musterung und ein erhabener, farblich gestalteter Titel. Im Fall von Black Dagger – Rehvenge & Ehlena in pink. Die gesamte Reihe der Sonderausgaben in ihrem düsteren Schwarz wirkt edel und aufgeräumt. Mir gefällt das schlichte Design sehr viel besser als die typischen Cover des Erotikgenres mit halbnackten Frauen und Männern. Geschmackvoll, stilvoll und edel heben sich die Bänder der Black Dagger in meinem Bücherregal ab.

Worum geht es in Black Dagger – Rehvenge & Ehlena?

Band 7 handelt, wie der Titel es schon erahnen lässt, von Rehvenge und Ehlena. Strenggenommen ist Rehvenge kein Teil der Bruderschaft, steht den Brüdern allerdings durch seine Schwester Bella sehr nahe. Daher freut es mich, ein wenig mehr über den stillen und geheimnisvollen Rehvenge zu erfahren, dessen größtes Geheimnis bereits in früheren Bänden gelüftet wurde. Im Fokus des Romans steht – vor allem im Vergleich zu den anderen Büchern – nicht nur die Beziehung von Rehvenge und Ehlena, sondern auch die Weiterentwicklung der Hauptgeschichte. Von Band zu Band verschiebt sich der Fokus zu einem ausgeglichenen Verhältnis aus Fokussierung auf das angekündigte Paar und dem Rest der Figuren sowie den Plot. Mit gefällt diese Balance sehr gut, da sie Spannung erzeugt und mich dadurch zum Weiterlesen animiert.

Der Schreibstil von J.R. Ward?

Da sich der Schreibstil kaum verändert (was auch an der Übersetzung liegen kann) habe ich nichts zu beanstanden. In wenigen Worten: Ich bin absolut begeistert von Schreibstil, Wortwahl und Perspektivwechsel sowie angepasster Ausdrucksweise je nach Figur. Einfach perfekt.

Das Figurenpersonal in Black Dagger – Rehvenge & Ehlena?

Von Buch zu Buch wird das Figurenpersonal der Black Dagger größer und größer. Aber dabei wird es nicht unübersichtlich. Es herrscht eine tolle Balance aus neuen Figuren, aktuellen Protagonisten und bereits näher behandelten Figuren, die alle ihre Position innerhalb der Gesamthandlung haben und unabdingbar sind. Rehvenge ist eine sehr interessante Figur. Bei früheren Auftritten hatte er mich bereits interessiert und nach diesem Band kann ich euch sagen, dass er eine wahrhaft fesselnde Figur ist. Besonders schön finde ich seine fürsorgliche Seite, die bereits im Band um seine Schwester Bella deutlich zu Tage tritt. Ehlena hingegen ist mir vorher nie bewusst aufgefallen, umso schöner war es, sie als Figur wahrzunehmen. Sie hat eine große innere Stärke, ist eine besonnene Figur und konnte mich vollauf von sich überzeugen.

Positives als Black Dagger – Rehvenge & Ehlena?

Ich kann mich hier nur wiederholen: Black Dagger wird unter anderem als Erotikroman ausgeschrieben. Im Gegensatz zu vielen anderen Werken des Genres, die ich bereits gelesen habe, hebt sich J.R. Wards Reihe deutlich ab. Die Männer mögen zwar klischeehaft gestaltet sein, was Ehre, Stärke, Kraft und Mut angeht, auch sind sie alle natürlich – genrespezifisch – sehr nett anzuschauen, aber keinesfalls wird die Frau als Objekt angesehen. Hat einer der Brüder seine wahre Gefährtin gefunden, geht er für sie durchs Feuer. Die Gefährtin ist das wichtigste Gut des Bruders, schützens- und liebenswert. Sie werden nicht diskriminiert oder untergeordnet. Im Gegenteil: Die Frauenfiguren in Black Dagger sind starke und selbstbewusste Frauen. Natürlich gibt es das Klischee des gebrochenen Kämpfers, der viele schlimme Dinge durchgemacht hat und alle Welt mies behandelt und durch die wahre Liebe geheilt wird, aber eben auf andere Art. Die Frauen in Black Dagger lassen sich nicht als Eigentum behandeln. Sie animieren Frauenfiguren ohne diesen Antrieb dazu, so zu werden. Dabei findet allerdings auch kein Männerbashing statt. Beide Parteien behandeln einander mit größtem Respekt und Zuneigung, was der Grund dafür ist, dass sich diese Reihe so abhebt.

Empfehlung zu Black Dagger – Rehvenge & Ehlena?

Ich kann auch Band 7 uneingeschränkt allen Fans von Fantasyromanen mit Vampiren, Action und Liebe empfehlen. Der Erotikanteil der Reihe schwankt von Buch zu Buch, ist dabei aber immer sehr geschmack- und stilvoll. Wer die Reihe noch nicht kennt, sollte mit Band 1 beginnen und eine neue Welt des Erotikgenres für sich entdecken. Ich danke dem Heyne Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal herzlich für die Breitstellung eines Rezensionsexemplars von Black Dagger – Rehvenge & Ehlena.

Weitere Rezensionen zu Black Dagger:

Black Dagger – Nachtjagd
Black Dagger – Blutopfer
Black Dagger – Rhage & Mary
Black Dagger – Zsadist & Bella
Black Dagger – Butch & Marissa
Black Dagger – Vishous & Jane
Black Dagger – Phury & Cormia


[Rezension] Die Kleidermacherin

2 Kommentare
Titel Die Kleidermacherin
Reihe
Band Einzelband
Autor Núria Pradas
Übersetzer Sonja Hagemann
Illustrator
Verlag Penguin Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Roman
Preis 10,00€ [RE]
Seitenzahl 401 Seiten
Bewertung ....

Die Kleidermacherin in drei Worten?

Berührend, historisch, wechselhaft.

Cover & Gestaltung von Die Kleidermacherin?

Ich bin ja eine kleine Coverästhetikerin. Schöne Cover erfreuen mein Herz. Vor allem Cover im Stil von Die Kleidermacherin: Klar, hell und freundlich, stilvoll, aufgeräumt und einladend. Die Farben des Covers passen super zueinander, die Frau und der Titel stechen deutlich hervor. Alles in allem ein sehr gelungenes Cover. Der kleine Aufkleber, auf dem ein Kurzzitat meiner aktuell liebsten Autorin in Punkto Familiensaga zu lesen ist, verleitete mich endgültig dazu, das Buch haben zu wollen.

Worum geht es in Die Kleidermacherin?

Die Kleidermacherin passt thematisch recht gut zu den Werken von Anne Jacobs, die mit ihrer Tuchvilla-Saga mein Leserherz für sich gewinnen konnte. Allerdings dreht es sich hier weniger um die Geschicke einer Familie als die eines Modehauses, das in den Wirren des Bürgerkriegs in Barcelona sein Fortbestehen sichern muss. In enger Verbindung werden die Schicksale und Geschichten der Menschen erzählt, die mit Santa Eulalia zusammenhängen.

Der Schreibstil von Núria Pradas?

Núria Pradas erzählt lebhaft, bildlich und dialogreich die Schicksale diverser fiktiver Figuren, die sie gekonnt um historische Ereignisse gesponnen hat. Die Autorin wird zur Texterin im Wortsinne: Nicht nur, dass sie ein enges Textgewebe aus Wörtern erstellt, sie erweist sich als Meisterin darin, Fiktionales und Historisches spannend und fesselnd zusammenzubringen. Dabei ist der Schreibstil flüssig und leicht zu lesen. Man erhält geschichtliche Informationen, ohne darüber zu stolpern. Ein rundum gelungenes Werk.

Das Figurenpersonal in Die Kleidermacherin?

Ich muss zugeben, dass ich über das Figurenpersonal nicht allzu viel im Detail schreiben kann. Zu groß ist das Figurenpersonal, das Núria Pradas in ihrem Roman entwirft. Alle Figuren wirken greifbar und echt, sie haben durchaus Ecken und Kanten. Bei manchen war ich begeistert, andere konnte ich hingegen nicht in mein Herz schließen. Doch das ist nicht schlimm, denn die Vielfalt al Figuren und Perspektiven bereichert die Geschichte. Man erhält einen Rundumblick der Geschichte von Santa Eulalia, das Schicksal der Menschen zur Zeit des Bürgerkrieges in Barcelona und hat mit einigen wiederkehrenden Figuren einen sicheren Hafen. Die Perspektivwechsel und Eindrücke sind bunt wechselhaft wie das Leben selbst. Daher verzeiht es mir, wenn ich an dieser Stelle nicht auf Charakterentwicklung und -eigenschaften der Protagonisten eingehen kann – dafür ist das Figurenpersonal schlicht und ergreifend zu groß, die Perspektivwechsel zu ausgewogen, um einige wenige Protagonisten auszumachen.

Positives zu Die Kleidermacherin?

Mir hat Die Kleidermacherin mit ihren vielen Perspektiven, der historischen Zeitgeschichte, dem perfekten Verweben von Fiktionalem und Historischen und der Flair der Epoche sehr gut gefallen. Das Buch bietet einem aufgeschlossenen Leser tiefe Einblicke in eine turbulente Zeit, ist abwechslungsreich und spannend, da es viele Perspektiven auf eine zentrale Konstante, in diesem Fall das Modehaus, vereint.
Als besonders gelungen empfinde ich die Darstellung der Atmosphäre um 1900: Alles ist in Begriff, sich zu verändern. Die Moderne kommt und reißt althergebrachte Traditionen mit sich. Krieg und Hoffnung wechseln sich ab. Alles in allem wurde diese wechselhafte Zeit und Stimmung im Roman sehr gut eingefangen.

Kritik an Die Kleidermacherin?

Ein wenig hat mir eine eindeutige Bezugsperson dann stellenweise doch ein wenig gefehlt, vor allem in Bezug auf den Titel des Werks. Es ist ja die Rede von einer Kleidermacherin, allerdings wurde mir im Verlauf des Romans nicht klar, welche der vielen tollen Frauenfiguren damit anzitiert wurde. Zumal es im Endeffekt ein Mann ist, der Entwürfe für das Modehaus anfertigt. Dass Titel und Roman somit nicht ganz übereinkommen, finde ich sehr schade.

Empfehlung zu Die Kleidermacherin?

Ich kann das Buch offenen Lesern empfehlen, die Geschichten mit Perspektivwechseln und einem großen Figurenpersonal schätzen. Zudem sollte man eine gewisse Freude am Modethema und der Zeit um 1917 mitbringen, da man ansonsten von den thematischen Strömungen des frühen 20. Jahrhunderts gelangweilt sein könnte. Ich danke dem Penguin Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Die Kleidermacherin.


[Rezension] Das Versprechen der Wüste

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Titel Das Versprechen der Wüste
Reihe
Band Einzelband
Autor Katherine Webb
Übersetzer Babette Schröder, Katharina Volk
Illustrator
Verlag Diana Verlag
Erschienen als Hardcover mit Schutzumschlag
Genre Roman
Preis 19,99€ [RE]
Seitenzahl 544 Seiten
Bewertung .....

Das Versprechen der Wüste in drei Worten?

Fesselnd, abwechslungsreich, exotisch.

Cover & Gestaltung von Das Versprechen der Wüste?

Dieses Cover! Diese Farben auf dem Cover! Das Versprechen der Wüste ist einfach ein wahnsinniger Hingucker. Ich habe mich direkt in das Cover verliebt. Es verspricht einem Abenteuer, Reisen, Emotionen und genau das habe ich hier auch bekommen. Ein Cover, das einfach all das verspricht, was die Handlung auch halten kann. Sehr schön!

Worum geht es in Das Versprechen der Wüste?

In Das Versprechen der Wüste werden die Geschichten von Maude V. Vickery und Joan Seabrook erzählt. Zwei Frauen, die unterschiedlicher in ihrem Charakter nicht sein können, geeint in der Tatsache, dass sie ihre Leben endlich selbst in die Hand nehmen. Man erfährt in Rückblicken und Perspektivwechseln viel über die Lebensgeschichten der beiden Frauen, die mich sehr begeistern und fesseln konnten. Hinzu kommt eine unbändige Abenteuerlust und Fernweh, die Katherine Webb in diesen Roman eingebaut hat, die allgegenwärtig spürbar sind. I like!

Der Schreibstil von Katherine Webb?

Katherine Webb schreibt einfach göttlich gut. Ihr Schreibstil ist flüssig, angenehm, temporeich ohne hektisch zu werden, bildhaft und beschreibend ohne zu ermüden – schlichtweg einfach perfekt. Ich bin in die Geschichte eingetaucht und war direkt Teil der Handlung. Weder die Perspektiv-, noch die Zeitwechsel haben mich aus dem Lesefluss gebracht. Im Gegensatz, Katherine Webb setzt die Wechsel gekonnt ein, um die Spannung zu steigern. Was stellenweise reichlich fies war.

Das Figurenpersonal in Das Versprechen der Wüste?

Das Figurenpersonal in Das Versprechen der Wüste ist ein wenig üppiger, wobei ich mich in der Rezension auf die wichtigsten Figuren konzentrieren will. Alle Figuren haben jedoch eine gewisse Tiefe und liebevolle Gestaltung gemein, die ihnen ihren eigenen Charakter gibt. Keine der Figuren wirkt platt oder hingeworfen, nur um eine Figur zu haben. Besonders imponiert haben mir jedoch Maude und Joan, weil man aus ihren Perspektiven an eine Geschichte herangeführt wird. Joan war mit charakterlich dabei ein wenig lieber, da Maude eine verschrobene alte Dame ist, mit der ich nicht immer zurechtkam. Die junge Maude hingegen konnte mich sehr berühren. Beide Frauen sind charakterstark und mutig, wenngleich sie nicht von Beginn an so sind. Sie entwickeln sich, machen Erfahrungen und gehen gestärkt aus ihnen hervor. Dabei sind die Charakterentwicklungen durchaus nachvollziehbar, authentisch und realistisch. Daniel, Rory und Charles konnten mich auch von sich überzeugen, wobei sie nicht ganz so häufig auftauchen, wie die beiden Frauen.

Positives über Das Versprechen der Wüste?

Ich liebe es! Muss ich mehr sagen? Ich liebe Romane mit Perspektiv- und Zeitwechseln, mit starken Figuren, die sich erst noch entwickeln müssen, die ihre Schwächen haben, kantig sind und auch Fehler machen. Die Handlung ist super ausgewogen, spannend, temporeich und fesselnd. Ich liebe dieses Buch einfach. Lest rein, verliebt euch und genießt es.

Empfehlung zu Das Versprechen der Wüste?

Ich glaube, sehr viel mehr muss ich gar nicht sagen. Ich bin schwer begeistert. Tolle Figuren, tolle Handlung, toller Schreibstil, tolle Atmosphäre, super recherchiert – Nina ist happy. Ich danke dem Diana Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Das Versprechen der Wüste.


[Rezension] Die rote Löwin

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Titel Die rote Löwin
Reihe
Band Einzelband
Autor Thomas Ziebula
Übersetzer
Illustrator
Verlag Bastei Lübbe
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 10,00€ [RE]
Seitenzahl 385 Seiten
Bewertung ....

Die rote Löwin in drei Worten?

Durchwachsen, spannend, langatmig.

Cover & Gestaltung von Die rote Löwin?

Das Cover des Romans ist super gelungen. Es ist düster, man sieht die Protagonistin und verspricht eine authentische Geschichte. Als ich das Cover auf Twitter sah, Stehlblüten hat ein Exemplar verschenkt, war ich direkt angefixt. Leider konnte das Buch nicht halten, was das Cover verspricht.

Worum geht es in Die rote Löwin?

Protagonistin in Die rote Löwin ist Runja, die nach einem tragischen Angriff mit ihrem Bruder nach Magdeburg flüchtet. Dort gerät sie in Verwicklungen, die sie bald sämtlicher Kontrolle berauben und in eine Zwickmühle bringen: Sie muss sich zwischen denen, die sie liebt, entscheiden. Mehr möchte ich euch an dieser Stelle nicht verraten, da es euch die spannenden Momente vorwegnehmen würde.

Der Schreibstil von Thomas Ziebula?

Thomas Ziebulas Schreibstil hat mir gerade am Anfang noch sehr gut gefallen. Der erste Teil der Handlung ist spannend, packend und temporeich. Danach leider eher weniger. Runjas Wortwahl steht im krassen Gegensatz zu der Funktion, die sie ausfüllt. Ihre Wortwahl ist kindlich bis naiv, während sie auf der anderen Seite flucht und kämpft wie ein Mann. Das passte für mich einfach nicht zusammen. Das empfinde ich als extrem schade. Ansonsten ist der Schreibstil angenehm zu lesen. Man bleibt nicht an irgendwelchen Schachtelsätzen hängen, nichts bringt einen aus dem Lesefluss.

Das Figurenpersonal in Die rote Löwin?

Das Figurenpersonal in Die rote Löwin ist recht schwer zu greifen, da es stark fluktuiert. Den Grund dafür werde ich euch nicht verraten. Runja, die die Protagonistin der Geschichte ist, war für mich nicht immer einfach zu greifen. Am Anfang war ich Feuer und Flamme, sie war stark, mutig und entschlossen. Im Laufe der Geschichte verliert sie diese Eigenschaften teilweise. Es ist, als hätte man die Figur ausgetauscht, nur um gegen Ende noch einmal kurz aufzuflammen und dann zu erlöschen. Die anderen Figuren sind da kontinuierlicher in ihrer Rolle, bleiben sich selbst treu. Thomas Ziebula schafft es dabei, wirklich verachtenswerte Antagonisten zu erschaffen, Hut ab. Die haben mir nämlich zum Teil besser gefallen als die Protagonistin.

Positives über Die rote Löwin?

Der Anfang war einfach super. Er hatte alles, was ich mir von einer kämpferischen Protagonistin im Mittelalter wünschen würde. Die Darstellung, das Tempo, die Spannung – alles war da. Thomas Ziebula hatte eine tolle Ausgewogenheit aus Kampf, Dialog und Beschreibung. Der Plot hat mir im Großen und Ganzen auch sehr gut gefallen, wenngleich das Buch gegen Ende schwächer wird.

Kritik an Die rote Löwin?

So toll der Einstieg ins Buch war, so schwach war der Mittelteil. Gegen Ende gab es ein kurzes Aufwallen von Spannung und der Runja zu Beginn des Romans, aber es dauerte nicht lange an. Ich hatte mir von der Thematik einer weiblichen Auftragsmörderin mehr erhofft. Leider entwickelte sich die Handlung in eine andere Richtung, die nicht viel mit der Spannung vom Anfang des Romans gemein hatte. Versteht mich  nicht falsch, es war gut zu lesen, aber eben nicht mehr das, was ich vom Anfang erwartet hatte.

Empfehlung zu Die rote Löwin?

Die rote Löwin ist nicht durch und durch schlecht. Es hat seine Stärken und Schwächen, ist also ein solides Buch für angenehme Lesestunden. Ich würde das Buch unter dem Aspekt empfehlen, dass ihr einfach mal selbst reinlest, um euch eine Meinung zu bilden. Ich danke Bella von Stehlblüten und Bastei Lübbe herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.


[Rezension] Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen

2 Kommentare
Titel Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen
Reihe Ja, Titel unbekannt
Band 1. Band
Autor Lars Simon
Übersetzer
Illustrator
Verlag dtv
Erschienen als Taschenbuch
Genre Humor, Fantasy
Preis 9,95€
Seitenzahl 432 Seiten
Bewertung ....

Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen in drei Worten?

Skurril, zauberhaft, außergewöhnlich.

Cover & Gestaltung von Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen?

Ich muss euch sagen, als ich Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen das erste Mal zur Hand nahm, tat ich es wegen des Covers. Ich meine, man sieht die Beine einer Person, einen seltsamen Mops und die Farbgebung tut ihr übriges. Das Buch ist ein Hingucker, das mich optisch sofort von sich überzeugen konnte. Es sieht nicht nur außergewöhnlich aus, es ist es auch.

Worum geht es in Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen?

Lars Simon hat mit Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen ein außerordentlich lustiges Buch geschrieben, das jenseits der Norm liegt. Es dreht sich um Bölthorn, den ziemlich seltsamen Mops, Buri Bolmen, dem ebendieser Mops gehört, und Lennart Malmkvist, der in ein Abenteuer gezogen wird, auf das er niemals vorbereitet war. Im Auftaktband wird der Leser zunächst in die Thematik ein- und in eine magische Welt entführt.

Der Schreibstil von Lars Simon?

Lars Simons Bücher konnten mich in der Vergangenheit eher weniger von sich überzeugen. Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen hingegen hat mich so sehr begeistert, dass ich die Folgebände auf jeden Fall lesen möchte. Der Schreibstil ist recht schlicht, dafür aber humoristisch und mit einer Spur Sarkasmus versehen, die mir gut gefallen hat. Es gab eine ausgewogene Balance aus Beschreibungen und Dialogen, sodass man gut im Buch vorankommt. Zudem ist die Sprache sehr angenehm und die Wortwahl bildhaft, sodass man sich alles vor seinem geistigen Auge vorstellen kann.

Das Figurenpersonal in Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen?

Ja, die Figuren in Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen sind einfach traumhaft skurril, außergewöhnlich und magisch. Lennart Malmkvist ist ein Realist und Skeptiker. Er war mir vom ersten Moment an zwar sympathisch, hatte aber eine Neigung ins unsympathische, die sich im Laufe der Handlung veränderte. Buri Bolmen konnte man als Leser leider weniger kennenlernen, was ich sehr schade fand. Aufgrund der Tatsache, dass die Geschichte für mehrere Bücher angelegt ist, hat man einige Figuren gerade erst angerissen, sodass ich mir noch keine Meinung über sie bilden konnte. Das trifft vor allem auf die schöne Polizistin zu. Besonders toll fand ich auch einen figurengebundenen Plottwist, der mich schon überraschen konnte. Eine letzte, herausragend tolle Figur findet sich im Mops Bölthorn, der wirklich ein ziemlich seltsamer aber sehr unterhaltsamer Mops ist. Ich würde in den nächsten Büchern gerne herausfinden, was es mit ihm auf sich hat.

Positives über Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen?

Es gibt gleich mehrere Dinge, die mich an Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen positiv überrascht haben. Zum einen hatte ich mit den Büchern von Lars Simon bisher so meine Probleme. Beim Kauf des Buchs – ich hatte in die ersten Seiten reingelesen – war ich vollkommen unwissend über die anderen Werke des Autors. Erst nach dem Lesen habe ich mir die Autorbiografie angesehen. Daher eine tolle Überraschung, dass mich ein Buch des Autors endlich so richtig begeistern konnte. Eine weitere Überraschung war die Tatsache, dass es sich um eine Reihe handelt. Noch ist nicht klar, wie viele Bücher es geben wird oder wann sie erscheinen, aber ich freue mich darauf. Zu guter Letzt konnte mich der Inhalt des Romans positiv überraschen, weil ich durch den Prolog eine etwas andere Handlung erwartet hatte. Daher, tolles Leseerlebnis.

Empfehlung zu Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen?

Ich kann euch Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen wärmstens empfehlen. Lars Simon hat ein abgedrehtes Werk geschaffen, das euch in eine magische Welt entführt, die einfach herrlich verrückt und anders ist. Deshalb möchte ich euch Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen einfach ans Herz legen. Lest rein, am besten über den Prolog hinaus, und taucht in eine magische Welt der besonderen Art ein.


[Rezension] Muchachas – Kopfüber ins Leben

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Titel Muchachas – Kopfüber ins Leben
Reihe Muchachas
Band 2. Band
Autor Katherine Pancol
Übersetzer Nathalie Lemmens
Illustrator
Verlag Carl’s Books Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Frauenroman
Preis 14,99€ [RE]
Seitenzahl 352 Seiten
Bewertung .....

Muchachas – Kopfüber ins Leben in drei Worten?

Sprunghaft, abwechslungsreich, ermutigend.

Cover & Gestaltung von Muchachas – Kopfüber ins Leben?

Die Cover der Muchachas-Reihe sind grundlegend ähnlich gestaltet, immer sind die Silhouetten von vier Frauen und Blumen zu sehen, lediglich die Farbe variiert. Während Band eins in Pink gehalten ist, strahlt der zweite Teil in Blau, das auch auf dem Buchrücken zu sehen ist. Das Zentrum des Covers ist blau hinterlegt, im Vordergrund stehen Titel und Autorname. Besonders schön ist die Klappbroschur, die wirklich traumhaft gestaltet ist.

Worum geht es in Muchachas – Kopfüber ins Leben?

Der zweite Band der Muchachas-Trilogie führt die Geschichten der Frauen aus dem ersten Teil fort. Dabei wechselt die Perspektive fröhlich von einer Frauenfigur zur nächsten, um in ihre Gedanken- und Gefühlswelt einzusteigen. Im Vordergrund stehen die Geschichten der Frauen, ihr Leben, ihr Schicksal und ihr Umgang damit. Sie suchen ihr Glück, kämpfen darum und arbeiten hart, um ihre Träume zu erreichen. Es werden verschiedenste Themen angesprochen, sodass sich eine Vielzahl von Frauen mit ihren ganz eigenen Problemen in den Protagonistinnen wiederfinden kann. Dabei wird zwischen den Frauenfiguren nicht gewichtet, jede Frau ist gleichbedeutend wichtig.

Der Schreibstil von Katherine Pancol?

Katherine Pancol schreibt fluffig und locker. Sie unterteilt ihre Geschichte nicht in Kapitel, wechselt fröhlich und sehr fließend zwischen den unterschiedlichen Erzählperspektiven. Sie schwankt zwischen Innensicht und Erzählperspektive. Man braucht nur eine kurze Eingewöhnungsphase, um sich an ihren lebendigen Schreibstil zu gewöhnen. Danach hat man keine Probleme mehr mit den schnellen Wechseln. Ihr Schreibstil ist wie das Leben selbst: unberechenbar, fließend und wunderschön.

Das Figurenpersonal in Muchachas – Kopfüber ins Leben?

Ich muss sagen, ich habe die Frauen aus Muchachas – Kopfüber ins Leben wirklich ins Herz geschlossen. Nicht mit jeder kann ich mich identifizieren, aber jede von ihnen würde ich gerne einmal kennenlernen und mich mit ihr unterhalten. Keine der Frauen gleicht der andere, sie alle sind sehr gut konstruiert und wirken einfach echt. Sie haben ihre Schwächen und Stärken, suchen Trost und Rat bei ihren Freundinnen und packen das Leben doch unbeirrt an. Diese Frauenfiguren holen die Leserinnen ab, zeigen ihnen, dass sie mit ihrem Schicksal nicht alleine sind und welche Wege ihnen offen stehen. Sie leben. Und das imponiert mir. Katherine Pancol hat faszinierende Figuren erschaffen, die mich begeistern konnten. Ob man die zielstrebige und von sich überzeugte Hortense nimmt, die in sich gekehrte aber talentierte Calypso oder die unglücklich verliebte Shirley, alle Frauen sind etwas Besonderes, haben ein Ziel vor Augen, ein Problem, das sie überwinden müssen und doch gehen sie ihren Weg.

Positives an Muchachas – Kopfüber ins Leben?

Ich finde die Aussage der Reihe unwahrscheinlich faszinierend, bewegend und nachahmungswürdig. Jeder Mensch sollte versuchen, sein Leben bestmöglich zu genießen und zu nutzen. Keiner von uns ist mit seinen Problemen alleine. Das Leben ist einfach zu kurz, um sich nur zu sorgen. Natürlich sind solche Weisheiten schnell daher gesagt und oft nur schwer zu befolgen, die Muchachas von Katherine Pancol machen es uns vor. Sie sind Wegbereiterinnen, Vorbilder und Freundinnen.

Empfehlung zu Muchachas – Kopfüber ins Leben?

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der ein wundervolles Buch voller toller Figuren und Mut machender Worte lesen möchte. Das Buch regt zum Nachdenken an, erweitert den eigenen Horizont und zeigt einem, das nichts so heiß gegessen wird wie es serviert wird. Ich danke dem Carls’s Books Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Muchachas – Kopfüber ins Leben.