[Rezension] Das Versprechen der Wüste

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Titel Das Versprechen der Wüste
Reihe
Band Einzelband
Autor Katherine Webb
Übersetzer Babette Schröder, Katharina Volk
Illustrator
Verlag Diana Verlag
Erschienen als Hardcover mit Schutzumschlag
Genre Roman
Preis 19,99€ [RE]
Seitenzahl 544 Seiten
Bewertung .....

Das Versprechen der Wüste in drei Worten?

Fesselnd, abwechslungsreich, exotisch.

Cover & Gestaltung von Das Versprechen der Wüste?

Dieses Cover! Diese Farben auf dem Cover! Das Versprechen der Wüste ist einfach ein wahnsinniger Hingucker. Ich habe mich direkt in das Cover verliebt. Es verspricht einem Abenteuer, Reisen, Emotionen und genau das habe ich hier auch bekommen. Ein Cover, das einfach all das verspricht, was die Handlung auch halten kann. Sehr schön!

Worum geht es in Das Versprechen der Wüste?

In Das Versprechen der Wüste werden die Geschichten von Maude V. Vickery und Joan Seabrook erzählt. Zwei Frauen, die unterschiedlicher in ihrem Charakter nicht sein können, geeint in der Tatsache, dass sie ihre Leben endlich selbst in die Hand nehmen. Man erfährt in Rückblicken und Perspektivwechseln viel über die Lebensgeschichten der beiden Frauen, die mich sehr begeistern und fesseln konnten. Hinzu kommt eine unbändige Abenteuerlust und Fernweh, die Katherine Webb in diesen Roman eingebaut hat, die allgegenwärtig spürbar sind. I like!

Der Schreibstil von Katherine Webb?

Katherine Webb schreibt einfach göttlich gut. Ihr Schreibstil ist flüssig, angenehm, temporeich ohne hektisch zu werden, bildhaft und beschreibend ohne zu ermüden – schlichtweg einfach perfekt. Ich bin in die Geschichte eingetaucht und war direkt Teil der Handlung. Weder die Perspektiv-, noch die Zeitwechsel haben mich aus dem Lesefluss gebracht. Im Gegensatz, Katherine Webb setzt die Wechsel gekonnt ein, um die Spannung zu steigern. Was stellenweise reichlich fies war.

Das Figurenpersonal in Das Versprechen der Wüste?

Das Figurenpersonal in Das Versprechen der Wüste ist ein wenig üppiger, wobei ich mich in der Rezension auf die wichtigsten Figuren konzentrieren will. Alle Figuren haben jedoch eine gewisse Tiefe und liebevolle Gestaltung gemein, die ihnen ihren eigenen Charakter gibt. Keine der Figuren wirkt platt oder hingeworfen, nur um eine Figur zu haben. Besonders imponiert haben mir jedoch Maude und Joan, weil man aus ihren Perspektiven an eine Geschichte herangeführt wird. Joan war mit charakterlich dabei ein wenig lieber, da Maude eine verschrobene alte Dame ist, mit der ich nicht immer zurechtkam. Die junge Maude hingegen konnte mich sehr berühren. Beide Frauen sind charakterstark und mutig, wenngleich sie nicht von Beginn an so sind. Sie entwickeln sich, machen Erfahrungen und gehen gestärkt aus ihnen hervor. Dabei sind die Charakterentwicklungen durchaus nachvollziehbar, authentisch und realistisch. Daniel, Rory und Charles konnten mich auch von sich überzeugen, wobei sie nicht ganz so häufig auftauchen, wie die beiden Frauen.

Positives über Das Versprechen der Wüste?

Ich liebe es! Muss ich mehr sagen? Ich liebe Romane mit Perspektiv- und Zeitwechseln, mit starken Figuren, die sich erst noch entwickeln müssen, die ihre Schwächen haben, kantig sind und auch Fehler machen. Die Handlung ist super ausgewogen, spannend, temporeich und fesselnd. Ich liebe dieses Buch einfach. Lest rein, verliebt euch und genießt es.

Empfehlung zu Das Versprechen der Wüste?

Ich glaube, sehr viel mehr muss ich gar nicht sagen. Ich bin schwer begeistert. Tolle Figuren, tolle Handlung, toller Schreibstil, tolle Atmosphäre, super recherchiert – Nina ist happy. Ich danke dem Diana Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Das Versprechen der Wüste.


[Rezension] Black Dagger – Vishous & Jane

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Titel Black Dagger – Vishous & Jane
Reihe Black Dagger
Band 5. Band
Autor J.R. Ward
Übersetzer Astrid Finke
Illustrator
Verlag Heyne Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Fantasy, Erotik
Preis 9,99€
Seitenzahl 736 Seiten
Bewertung .....

Black Dagger – Vishous & Jane in drei Worten?

Knisternd, traurig-schön, spannend.

Cover & Gestaltung von Black Dagger – Vishous & Jane?

Wie alle Bände der Sonderausgabe auch, ist Band 5 der Reihe um die Krieger der Black Dagger in schwarz gehalten. Lediglich der Reihen- und Untertitel sind in auffallenden Farben gestaltet. Bei Black Dagger – Vishous & Jane handelt es sich dabei um einen wunderschönen Grünton, der ein wenig ins Türkis geht. Der Reihentitel ist wie immer erhaben und in Glanzoptik gearbeitet.

Worum geht es in Black Dagger – Vishous & Jane?

In Band 5 der Reihe geht es um den Krieger Vishous und seine erschütternde Vergangenheit sowie seine Zukunft. Dass keine Lebensgeschichte der Brüder sonderlich rosig und glücklich ist, sollte als gegeben betrachtet werden. Dennoch hat man es mit Vishous mit einem besonderen Bruder zu tun, der sich erst über seine eigenen Gefühle und Persönlichkeit bewusst werden muss. Jane ist dabei ein wichtiger Bestandteil, hat aber auch ihr eigenes Familienschicksal.

Der Schreibstil von J.R. Ward?

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich es noch anders sagen soll, denn ich mag ihren Schreibstil. Und da es noch so viele Bücher über die Bruderschaft gibt, werde ich mir wohl mit der Zeit einen festen Text überlegen, denn so langsam kann ich es nicht mehr anders in Worte fassen. Ich mag ihre Schreibe unwahrscheinlich gerne. Sie passt sich immer an den jeweiligen Charakter an, trifft mit ihrer Wortwahl ins Schwarze, drückt sich sehr angenehm und nicht obszön aus – was vor allem bei den Erotikszenen sehr wichtig für mich ist, da das schnell billig wirken kann – und hat ein gutes Gleichgewicht zwischen Dialog und Beschreibung. Einfach super.

Das Figurenpersonal in Black Dagger – Vishous & Jane?

Die bisherigen Figuren der Bruderschaft tauchen nach wie vor in der Geschichte auf. Nicht immer ist jede Figur auch als Protagonist ausgewählt, weshalb der ein oder andere liebgewonnene Charakter der vorherigen Bücher ins Hintertreffen gerät. Dafür lernt man neue Figuren kennen, die von ihrer Randposition mitten ins Geschehen gezogen werden. Vishous war für mich eine Figur, deren Geschichte mich sehr überrascht hat. Aus den vorherigen Büchern ist er mir als Superhirn im Gedächtnis geblieben, das viele Sprachen spricht und sehr viel Wissen anhäuft. Über seine Geschichte wurde nicht allzu viel bekannt, sodass ich umso geschockter war, seine Geschichte mit seinem gebildeten Wesen überein zu bekommen. Jane hat mir, als zweite Figur im Fokus der Geschichte, sehr gefallen. Sie ist resolut, weiß was sie will und ist nicht auf den Mund gefallen. Sie hat mir sehr imponiert. Gemeinsam geben die beiden ein wundervolles Team ab.
Wie immer bin ich sehr zufrieden mit den Figuren, da sie mehrere Ebenen und Tiefe haben. Zwar gibt es auch die typischen Klischees, die aber sehr gut eingebaut sind. Jeder Charakter hat seine Eigenheit, wodurch sie greifbar und real wirken.

Positives über Black Dagger – Vishous & Jane?

Ich bin nur so durch das Buch geflogen! Ich kann die Bücher über die Bruderschaft momentan kaum aus der Hand legen, so schnell inhaliere ich sie. Der Plot, der trotz der persönlichen Geschichte eines Bruders, immer weiter vorangetrieben wird, ist spannend und abwechslungsreich. Es gibt viele Nebenschauplätze und -handlungen, die nach und nach in die Haupthandlung eingebunden werden. Meist auf eine Weise, die ich so nicht erwartet hätte. Die Figuren und Charakterentwicklung gefällt mir in den Büchern sehr gut und auch der Umgang mit Erotikszenen sucht seinesgleichen.

Kritik an Black Dagger – Vishous & Jane?

Ja, es ist das erste Mal, dass ich an einem Buch der Reihe etwas zu mäkeln habe. Aus Gründen der Spannung werde ich euch nicht verraten, was mich gestört hat. Aber ich war doch sehr entzürnt darüber, was gegen Ende des Romans passiert ist. Warum? Das war und ist die Frage, die mich auch jetzt noch beschäftigt. Ich finde das nicht fair und protestiere, wenngleich ein Protest nicht unbedingt etwas an den Geschehnissen ändert. Aber trotzdem, es geht ums Prinzip!

Empfehlung zu Black Dagger – Vishous & Jane?

Ich kann Band 5, trotz meines kleinen Protests, wieder Leserinnen ans Herz legen, die einen super strukturierten, spannenden und emotionalen Vampirroman lesen wollen. In Black Dagger – Vishous & Jane wird alles geboten, was ich an einem guten Fantasy-Erotikroman schätze, ohne dabei platt oder obszön zu werden. Eine Leseempfehlung für alle Fans der Black Dagger und die, die es noch werden wollen.


[Rezension] Black Dagger – Butch & Marissa

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Titel Black Dagger – Butch & Marissa
Reihe Black Dagger
Band 4. Band
Autor J.R. Ward
Übersetzer Astrid Finke
Illustrator
Verlag Heyne Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Fantasy, Roman, Erotik
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 704 Seiten
Bewertung .....

Black Dagger – Butch & Marissa in drei Worten?

Emotional, abwechslungsreich, prickelnd.

Cover & Gestaltung von Black Dagger – Butch & Marissa?

Die Sonderausgaben von Black Dagger sind alle passend in schwarz gestaltet. Dadurch passen die Romane sehr gut zueinander und zur Bruderschaft. Farbtupfer sind einzig die blassgrauen Muster im Hintergrund und der farbig und erhaben gestaltete Reihentitel, im Fall des vierten Bands in einem dunklen lila. Alles in allem sind die Cover sehr zurückhaltend aber stilvoll gestaltet.

Worum geht es in Black Dagger – Butch & Marissa?

Die Bücher der Reihe Black Dagger handeln von einer geheimen Bruderschaft der Vampire, die die Zivilbevölkerung gegen die Vampirjäger, die Lesser, beschützt. Im Vordergrund steht in jedem Band ein anderer Vampir, dessen Geschichte und Liebe. Im vierten Band der Reihe geht es um Butch, der eine Sonderstellung innerhalb der Bruderschaft innehat. Seine Geschichte war für mich von besonderer Bedeutung, weil er mir von Beginn an sympathisch war und er die wohl spannendste Entwicklung durchmacht.

Der Schreibstil von J. R. Ward?

Ich mag ihren Schreibstil sehr gerne. Die meisten erotischen Romane sind in ihrer Wortwahl oder Darstellungsweise meist nicht sehr gewählt oder stilvoll. J. R. Ward hingegen schafft es, selbst pikante Stellen sehr gut darzustellen und sich gewählt auszudrücken. Dabei passt sie sich perfekt an die unterschiedlichen Perspektiven an, aus denen heraus die Situation geschildert wird. Je nach Figur, Charakter und Herkunft variiert sie dabei ihre Wortwahl, was ich als sehr wichtig und gelungen empfinde.

Das Figurenpersonal in Black Dagger – Butch & Marissa?

Wie in den Vorgängerbänden auch, steht in jedem Band ein anderes Figurenpaar im Vordergrund. Im vierten Band geht es um Butch und Marissa, die dem Leser in derselben Konstellation schon aus den vorangegangenen Büchern bekannt sind. Im vierten Band der Reihe werden die Kindheitsgeschichten beider Figuren und ihre Liebesgeschichte näher beleuchtet. Marissa musste mich dabei mehr von sich überzeugen als Butch, da sie mir von ihren Auftritten innerhalb der anderen Bände nicht sonderlich sympathisch war. Aber wie auch Butch, der eine nicht wiederholbare Veränderung durchmacht, hat auch sie sich stark weiterentwickelt. Der Rest des Figurenpersonals ist in stetiger Bewegung, wobei einige Veränderungen wirklich traurig sind.

Positives über Black Dagger – Butch & Marissa?

Ich mochte diesen Band genauso gerne wie die ersten drei Bände. Man lernt Butch von einer anderen Seite kennen und auch Marissa konnte mich positiv überraschen. Der Plot wurde indes mit großen Schritten weitergeführt, wobei eine Überraschung die nächste jagte. An einer Stelle war mir eine Sache, die Butch betrifft, bereits vorab klar, was der Spannung aber keinen Abbruch tat.

Empfehlung zu Black Dagger – Butch & Marissa?

Ich bin begeistert und kann euch den vierten Band der Reihe um die geheime Bruderschaft wärmstens empfehlen. Die Reihe bietet eine Mischung aus Spannung, Emotionen, Handlung und Tiefe, die mir zu 100% zusagt. Ich danke dem Bloggerportal und dem Heyne Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Black Dagger – Butch & Marissa.


[Rezension] Black Dagger – Zsadist & Bella

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Titel Black Dagger – Zsadist & Bella
Reihe Black Dagger
Band 3. Band
Autor J. R. Ward
Übersetzer Astrid Finke
Illustrator
Verlag Heyne Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Erotik, Roman, Fantasy
Preis 9,99€
Seitenzahl 623 Seiten
Bewertung .....

Black Dagger – Zsadist & Bella in drei Worten?

Spannend, bedrohlich, überraschend.

Cover & Gestaltung von Black Dagger – Zsadist & Bella?

Die Sonderausgaben von Black Dagger sind alle passend in schwarz gestaltet. Dadurch passen die Romane sehr gut zueinander und zur Bruderschaft. Farbtupfer sind einzig die blassgrauen Muster im Hintergrund und der farbig und erhaben gestaltete Reihentitel, in diesem Fall in eisblau. Alles in allem sind die Cover sehr zurückhaltend aber stilvoll gestaltet.

Worum geht es in Black Dagger – Zsadist & Bella?

Die Bücher der Reihe Black Dagger handeln von einer geheimen Bruderschaft der Vampire, die die Zivilbevölkerung gegen die Vampirjäger, die Lesser, beschützt. Im Vordergrund steht in jedem Band ein anderer Vampir, dessen Geschichte und Liebe. In diesem Teil der Reihe geht es um den Furcht einflößenden Zsadist, der der wohl gefährlichste Bruder der Black Dagger ist. Im dritten Band der Reihe darf man als Leser einen tiefen Einblick in Zs Gefüle und Gedanken werfen, was mir sehr gut gefallen hat.

Der Schreibstil von J. R. Ward?

Ich mag ihren Schreibstil sehr gerne. Die meisten erotischen Romane sind in ihrer Wortwahl oder Darstellungsweise meist nicht sehr gewählt oder stilvoll. J. R. Ward hingegen schafft es, selbst pikante Stellen sehr gut darzustellen und sich gewählt auszudrücken. Dabei passt sie sich perfekt an die unterschiedlichen Perspektiven an, aus denen heraus die Situation geschildert wird. Je nach Figur, Charakter und Herkunft variiert sie dabei ihre Wortwahl, was ich als sehr wichtig und gelungen empfinde.

Das Figurenpersonal in Black Dagger – Zsadist & Bella?

Das Figurenpersonal in Black Dagger wird mit jedem Band ein kleinwenig erweitert. Die im Titel genannten Figuren bilden dabei die Hauptpersonen, aus deren Perspektive die Handlung erzählt wird. Allerdings werden auch andere Figuren der Bruderschaft, Vampirgesellschaft oder der Lesser eingebunden. Somit entsteht viel Abwechslung innerhalb der Erzählperspektive. Wenngleich sich die Brüder in ihrem Aggressionspotential und ihrer Kampfkraft recht ähnlich sind, haben sie alle ihre eigenen Fehler und Schwächen. Von puren Stereotypen kann an dieser Stelle nicht gesprochen werden. Vor allem die Frauen der Brüder gefallen mir immer wieder gut, da sie selbstbewusste Frauen verkörpern, die für ihr Recht kämpfen. Durch die besondere Konzentration auf zwei Figuren pro Band, lernt man Stück für Stück alle Figuren kennen, wobei auch die Brüder außerhalb des Erzählfokus‘ nicht vergessen werden.

Positives über Black Dagger – Zsadist & Bella?

Mir gefällt an der Reihe der Black Dagger die Mischung aus Spannung, Liebe und Erotik. Die erotischen Szenen sind sehr gewählt und stilvoll geschrieben, die Figuren treffen meinen Geschmack und der die Bände umfassende Plot sagt mir ebenfalls zu. Dabei ist die Handlung sehr detailreich und vielschichtig. Handlungsstränge verschiedener Bände werden aufgenommen, weitergeführt oder pausiert, wobei der Plot immer weiter vorangetrieben wird.

Empfehlung zu Black Dagger – Zsadist & Bella?

Wer Interesse an einem erotischen Roman mit spannendem Plot hat, sollte unbedingt in Black Dagger reinlesen. Fans der Reihe kann ich Black Dagger – Zsadist & Bella unbedingt weiterempfehlen.


[Rezension] Rette mich vor dir

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Titel Rette mich vor dir
Reihe Shatter me
Band 2. Band
Autor Tahereh Mafi
Übersetzer Mara Henke
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Dystopie, Jugendbuch, YA, Fantasy
Preis 9,99€
Seitenzahl 432 Seiten
Bewertung ....

Das Buch in drei Worten?

Spannend, kämpferisch, gefühlsintensiv.

Das Cover?

Das Cover des zweiten Bandes der Juliette-Trilogie ähnelt der Aufmachung des ersten Bandes sehr. Auf beiden Büchern sieht man dieselbe Skyline, lediglich Kleidung und Positionierung der Frau auf dem Cover haben sich verändert. Ich finde, dass das Cover immer noch sehr stimmig ist und auf den Inhalt einer Dystopie schließen lässt.

Die Handlung/das Setting?

Die Handlung setzt nahtlos an das Geschehen des ersten Buches an. Juliette hat immer noch mit den Folgen ihrer früheren Entführung zu kämpfen und weiß nicht so wirklich, woran sie ist. Schwere Selbstzweifel und Schuldgefühle machen ihr zu schaffen. Vor allem in Bezug auf Adam und Warner wird es noch einiges zu entdecken geben. Zudem verkompliziert sich Juliettes Beziehung zu Adam auf höchst unangenehme Weise.
Das Setting ist gleichbleibend düster und hoffnungslos. Das Wetter spielt verrückt, Tiere gibt es kaum noch und auch Flora und Fauna scheinen aufgegeben zu haben. Das perfekte Setting für eine Weltuntergangsvision. Dabei fühlte ich mich an keine andere Dystopie erinnert, von denen ich zugegebenermaßen auch noch nicht so viele gelesen habe. Unterbewusst atmosphärisch war das Grauen der unbekannten Zukunft immer zugegen, was mich sowohl begeistern als auch beunruhigen konnte. Begeistern, weil es der Autorin gelang, ein ständiges Unwohlsein des Lesers aufgrund der gegenwärtigen Situation der Figuren zu schaffen. Beunruhigt, weil ich mich ziemlich gut in die Figuren einfühlen konnte.

Der Schreibstil?

Mit dem Schreibstil kam ich teilweise nicht so gut klar. Schon im ersten Buch hat mich Juliettes krankhafte dreifach Wiederholung und Ausstreichung von Worten, Satzteilen und ganzen Sätzen ziemlich gestört. Aber da schob ich es auf ihre labile Konstitution und ihre gegenwärtige Situation. Diese verändert sich im zweiten Band allerdings stark. Und dennoch ließ ihr Tick nur schleichend nach. Versteht mich nicht falsch, ich finde das auf der einen Seite sehr gut, da realistisch gezeichnet. Aber irgendwann haben mich ihre Gedankenmonologe und Ticks ein klein wenig gestört. Vor allem dann, wenn es spannend wurde. Ansonsten haben mir Wortwahl, Satz- und Kapitellänge sehr gut gefallen.

Die Figuren?

Ich muss ja sagen, dass ich mit Juliette teilweise richtige Probleme hatte. Ich kann durchaus nachvollziehen, dass die neue Situation nicht leicht ist. Und dass sie sich nicht bessert, ist mir auch bewusst. Aber so sehr in Selbstmitleid zu versinken, dass man andere um sich herum nicht mehr wahrnimmt, fand ich dann doch ziemlich schade. Vor allem, weil sie gegen Ende des ersten Buches so etwas wie Kampfgeist entwickelt hatte. Zudem war sie glücklich. Auch Adam muss einiges durchmachen. Er tat mir in diesem Band ziemlich leid. Neben Dingen, die er anderen verheimlicht, die jedoch trotzdem ans Licht kommen gibt es vieles, das er nicht weiß. Ich fürchte mich vor dem Moment im dritten Buch, wenn alles rauskommt. Und Kenji war mitunter mein Highlight. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, ist aber dennoch ein guter Kerl. Ich wüsste nicht, ob das Buch ohne ihn weitergegangen, oder ob Juliette komplett in ihrem Selbstmitleid versunken wäre. Und Warner, das ist so eine ganz spezielle Sache. Wirklich überrascht hat mich nur wenig. Denn ein Teil der Entwicklung war abzusehen. Dennoch war es sehr gut umgesetzt. Die anderen Wendungen hatte ich nun aber wirklich gar nicht erwarten, beziehungsweise in diese Richtung denken können.

Positives?

Mit hat die Stimmung im Buch sehr gut gefallen. Und auch die Idee der Mutationen der Menschen als Reaktion auf ihre Umwelt. Eine wirklich tolle Idee. Auch, dass die Figuren sich weiterentwickeln und es Wendungen gab, die (ob absehbar oder nicht) gut eingebaut und auch ausgebaut wurden. Ich hatte beim Lesen ständig das unterschwellige Gefühl von Bedrohung, und das finde ich enorm gut umgesetzt. Wenn Juliette im dritten Buch so bleibt, wie am Ende des zweiten, dann habe ich viel im nächsten Buch zu erwarten.

Negatives?

Dass ich mit Juliettes Tick nicht so gut zu Recht kam wie noch im ersten Buch, ist mein ganz persönlicher Leseeindruck. Ich hatte einfach das Gefühl, dass Juliette weiter hätte sein müssen. Stattdessen hat sie für jeden Schritt vorwärts zehn zurück gemacht. So kam es mir jedenfalls vor. Für den Plot ist das nicht hinderlich, aber einige Wiederholungen haben mich einfach aus dem Lesefluss gebracht.

Empfehlung?

Definitiv. Ich bin ein kleiner Dystopie-Neuling, wenn man bedenkt, dass ich ziemlich wenige bisher gelesen habe. Dennoch finde ich, dass Rette mich vor dir ein Gefühl der ständigen Gefahr und unterschwelligen Bedrohung vermittelt, die gut in das Setting passt. Auch die besonderen Fähigkeiten der Menschen, die an sich nichts Neues sind, finde ich sehr gut eingearbeitet und eingesetzt. Wer sich mal an Dystopien versuchen will oder sogar schon ein Fan ist, sollte unbedingt in die Juliette-Trilogie reinschnuppern.


[Rezension] Frostkiller

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Frostkiller von Jennifer Estep
16,99€ als broschiertes Taschenbuch
Erschienen bei Piper
432 Seiten
5 Punkte

Das Buch in drei Worten?

Spannung, Kampf, Triumph.

Wie war die Handlung?

Gwen und dem Pantheon steht der letzte große Kampf bevor. Der Gott Loki will den zweiten Chaoskrieg beginnen und das Pantheon vernichten, um die Weltherrschaft zu erringen und Gwen, die ihn besiegen soll, hat immer noch keine Ahnung wie sie das schaffen soll. Doch die Ereignisse überschlagen sich und Gwen wird gezwungen zu handeln. Am Ende steht Gwens Kampf gegen Loki und dessen Ausgang bestimmt das Schicksal der Welt. Mehr als einmal hatte ich in ausweglosen Situationen ein Tränchen in den Augen.

Wie waren die Figuren?

Ich liebe die Figuren der Mythos Academy. In jedem Buch entdeckt man eine neue Seite an einem oder mehreren von ihnen und der letzte Band macht es mir wirklich nicht leicht. Man muss Abschied von liebgewonnenen Freunden nehmen und sie ziehen lassen.
Gwen geht im sechsten Band der Reihe den letzten Schritt zur selbstlosen Heldin. Sie ist zielgerichtet und in einigen Situationen fast schon ein wenig egoistisch, was ich an ihrer Stelle allerdings auch gewesen wäre. Dennoch behält sie selbst dann das große Ganze im Visier und gibt ihr Möglichstes, Loki zu stürzen.
Auch Daphne, Carson und Logan bleiben sich treu und entwickeln neue Fähigkeiten. AuchLogan kommt über eine gewisse Tatsache hinweg und findet zu sich selbst.
Besonders schön fand ich die Geschichte zwischen Metis und Nickamedes. Der Bibliothekar ist mir unglaublich ans Herz gewachsen und in Band sechs hat er mich mehr als nur einmal überrascht.

Wie war der Schreibstil?

Der Schreistil ist gewohnt flüssig. Wenn man über die regelmäßigen Wiederholungen und Rückblicke hinwegsehen kann, was mir sehr leicht fällt, bleibt ein toller, angenehmer und Spannung aufbauender Schreibstil übrig.

Was war gut?

Man hat gespürt, dass Jennifer Estep ihr Herzblut in die Geschichte hineingesteckt hat. Das Ende ist kein Neues, aber wer will das Rad gleich neu erfinden, dafür aber mit einigen tollen und unvorhersehbaren Wendungen bestückt, die das Ende besonders machen.
Generell haben auch die Figuren einen großen Anteil daran, dass mir die Reihe so gut gefallen hat. Die Reihe ist spannend und lustig, liebevoll und traurig – einfach voll von Emotionen.

Was war nicht so gut?

Ich finde es absolut nicht gut, dass die Reihe nach diesem Band beendet sein soll. Das gefällt mir absolut nicht!
Zudem fand ich einige Verluste innerhalb der großen Schlacht wirklich traurig. Schade, dass es so kommen musste, wenn es auch für den Plot zuträglich war.

Gibt es etwas Außergewöhnliches?

Der gesamte Band ist außergewöhnlich. Das Ende hat es mir sehr angetan. Die Wirrungen und Wendungen waren klasse. Es steckt spürbar viel Herzblut im Abschluss der Reihe und das macht es mir ein wenig leichter, liebgewonnene Figuren ziehen zu lassen.
Vor allem das Einweben von so vielen verschieden Gottheiten, Mythen und Sagen finde ich bewundernswert. Zumal diese gut und glaubhaft in die Geschichte eingewoben wurden, ohne aufzufallen. Man nimmt es hin und taucht in eine mythologische Welt ab.

Kann ich das Buch empfehlen?

Ja. Definitiv. An alle, die die Reihe schon bis zum fünften Band gelesen haben: Ihr müsst dieses Buch lesen. Ich weiß, man sträubt sich davor die Reihe zu beenden, aber ihr werdet es nicht bereuen. Gwen und ihre Freunde geben noch mal alles und das spürt man.
Für Menschen, die diese Reihe noch nicht gelesen haben: Lest sie. Ihr verpasst ansonsten eine tolle Geschichte, mit viel Witz, Humor und Charme.


[Leseeindruck] Harry Potter

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Die Harry Potter-Reihe und mich verbindet eine jahrelange Freundschaft. Obwohl ich recht spät erst in den Hogwarts-Express zusteigen durfte, der zu diesem Zeitpunkt bereits die halbe Welt in seinen Bann gezogen hatte, bin ich unendlich froh darüber.
Ich möchte meine Kindheit mit Harry, Ron und Hermine nicht missen. Die drei und ihre Abenteuer haben meine Welt bereichert, mich gelehrt, dass Freundschaft wichtiger ist als Einfluss oder Macht. Wenn man gute Freunde an seiner Seite hat, braucht man sich vor nichts zu fürchten. Liebe ist stärker als Hass und kann alles überdauern.
Und ich muss sagen: Es stimmt. Als Gruppe fühlt man sich stark, und sollte in seiner Stärke auch gerecht handeln. Wer liebt, kann hassen, aber auch verzeihen. Und wo wäre die Menschheit ohne Vergebung?

Joanne K. Rowlings Schreibstil nimmt mich immer unmittelbar nach der ersten Überschrift gefangen. Er ist bildhaft und umgarnt mich. Er macht es mir einfach, in die Welt des Zauberlehrlings abzutauchen, derer ich so gerne Teil wäre, dass ich sogar noch heute davon träume meinen Brief zu erhalten. Und nicht nur der Schreibstil, vor allem die liebevollen und tollen Figuren leisten einen großen Beitrag. Was ist es, das uns so an Harry und seinem Schicksal teilhaben lässt? Liebe und Mitgefühl. Wir sehen in dem Jungen, der so neu in diese Welt kommt, berühmt und doch ein Außenseiter ist eine Person, mit der wir gerne befreundet wären.
Wir würden ihm, sofern wir bereits älter sind als 11 Jahre, gerne eine Hand reichen, um ihm zu helfen oder ihn sogar gerne knuddeln wie Molly Weasley es macht.
Und als er endlich seinen Platz in der Welt und Freunde findet, durchströmt uns das massive Gefühl von Glück. Aber auch Trauer ist allgegenwärtig. Sei es, wenn wir Harrys Schicksal bedenken, an seine Zukunft denken oder all die Todesfälle innerhalb der Reihe miterleben müssen; es wird nicht einfacher, egal wie oft man die Stellen liest.

Die einfachste Antwort auf die Frage, warum ich so gerne Harry Potter lese, ist diese: Wegen der Magie. Sie ist allgegenwärtig. Natürlich zum einen im Thema, immerhin geht es um einen jungen Zauberer. Aber auch die Magie, die Joanne K. Rowling mit ihren Worten heraufbeschwört. Die Bilder bilden sich von alleine, der Fantasie sind keine Zügel anzulegen. Die Magie, die bereits erwacht, wenn man das Buch nur ansieht und aus dem Regal holt. Es bleibt einem einfach nichts anderes übrig, als Harry, seine Freunde und seine Geschichte zu lieben.


[Rezension] Obsidian – Schattendunkel

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Obsidian – Schattendunkel von Jennifer L. Armentrout, 18,90€ als gebundene Ausgabe.
Erschienen bei Carlsen.

Meine Meinung

Obsidian war ein Buch, das ich einfach lesen musste. Die Autorin Jennifer L. Armentrout hat bereits unter dem Pseudonym J. Lynn einige New Adult Romane herausgebracht, die mir alle sehr gut gefallen hatten. Demnach muss auch Obsidian von mir gelesen werden.

Der Reihenauftakt rund um die Lux hat mir sehr gut gefallen. Der Leser taucht in die Geschichte von Kat, Daemon und Dee ein, die mich gefangen nahm und mich nach mehr lechzen lässt.
Beginnen wir mit den Charakteren. Als erstes lernt der Leser Kat kennen. Sie hat mir aus mehreren Gründen direkt gefallen: 1. Sie ist eine Leseeule 2. Sie ist Buchbloggerin und 3. Sie ist eine starke Persönlichkeit.
Als ich realisierte, dass die Protagonistin einen Buchblog führt, habe ich einen kleinen Freudentanz aufgeführt. Ihr Dasein als Bloggerin, so nebensächlich es für die Geschichte auch sei, macht ihre Persönlichkeit aus, ist realistisch geschildert und gibt somit einen guten Einblick in die Welt der Blogger. Als dann noch Daemon und Dee hinzukamen, war ich vollkommen glücklich.
Dee ist eine unglaublich liebenswürdige Persönlichkeit. Sie ist harmoniebedürftig und liebevoll. Ihr Bruder Daemon ist das absolute Gegenteil. Er ist, mit Verlaub, ein Arschloch. Und gerade hier liegt der Reiz der Geschichte. Alle Charaktere sind realistisch und glaubwürdig gestaltet. Auch die Nebencharaktere haben mich von sich überzeugen können.

Der Plot hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Während man Kats und Daemons Streitereien belustigt verfolgt, fragt man sich immer im Hintergrund, was der Auslöser für solch ein Verhalten sein kann. Gelangt man an den Punkt, an dem man es erfährt, ergeht es einem in etwa wie Kat: Man ist überrascht. Natürlich habe ich mitgerätselt und habe eine ähnliche Vermutung gehabt wie Kat, dennoch war es sehr faszinierend zu lesen, was die Autorin sich so ausgedacht hat.

In Punkto Spannung bin ich auch mehr als zufrieden gestellt worden. Es gibt gute Plot Twists, spannende Verfolgungen und schockierende Geständnisse. Dennoch gibt es auch Passagen, in denen es ruhiger wird, ohne die Spannung abreißen zu lassen. Alles in allem ein sehr angenehmer Wechsel.

Emotional wird dem Leser ebenfalls viel geboten. Es reicht von Streitereien, über lustige Wortwitze oder -gefechte, romantischer Stimmung bis hin zum Teenie-Zicken-Drama. Es ist alles dabei.

Alles in allem hat mir Obsidian – Schattendunkel sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist ausführlich genug, um sich ein gutes Bild der Umgebung machen zu können, jedoch nicht zu detailliert, dass man sich darin verliert. Die Figuren haben ihre Macken, sind jedoch sehr lebensnah gestaltet. Der Plot hat mich umgehauen und mir Lust auf mehr gemacht. Eine eindeutige Leseempfehlung und 5/5 Punkten.