[Rezension] Eden Summer

4 Kommentare
Titel Eden Summer
Reihe
Band Einzelband
Autor Liz Flanagan
Übersetzer Sabine Schulte
Illustrator
Verlag Aladin Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Roman, YA
Preis 14,95€ [RE]
Seitenzahl 368
Bewertung ....

Eden Summer in drei Worten?

Nachdenklich, berührend, besonders.

Cover & Gestaltung von Eden Summer?

Das Cover von Eden Summer ist so fröhlich und sommerlich gestaltet, dass man die dahinter steckende Geschichte auf den ersten Blick nicht erwartet. Lediglich die von Gewitterwolken verdecken Sonne lässt auf einen kritischeren Inhalt schließen. Die bunten Farben hingegen sprechen wieder für einen fröhlichen Roman, den man allerdings nicht bekommt. Stattdessen erhält man einen wundervoll und nachdenklich stimmenden Roman, der sehr lesenswert ist.

Worum geht es in Eden Summer?

In Eden Summer geht es um Eden, die von jetzt auf gleich spurlos verschwindet. Ihre beste Freundin Jess beginnt die Suche nach Eden, während der der Leser Näheres über Jess, Eden und die Freundschaft der beiden Mädchen erfährt. Durch viele Einschübe und Rückblicke erfährt man einiges über das Seelenleben der Mädchen, woraus letztlich die Spannung resultiert. Da man als Leser den Grund für Edens Verschwinden nicht kennt, treibt einen die Ungewissheit drängend voran.

Der Schreibstil von Liz Flanagan?

Liz Flanagan schreibt sehr angenehm. Ihre Wortwahl ist sehr passend für Jugendliche, die Atmosphäre ist aufgrund des Verschwindens von Eden und einiger nicht so schöner Ereignisse in der Vergangenheit der Mädchen sowohl angespannt als auch fesselnd. Alles in allem bin ich nur so durch den Roman geflogen, was auf einen flüssigen und schlüssigen Schreibstil schließen lässt. Rückblickend hat mich nichts gestört oder aufgehalten.

Das Figurenpersonal in Eden Summer?

Fangen wir doch mal mit Eden an. Über sie erfährt man, da sie in großen Teilen des Romans gar nicht wirklich anwesend ist, vor allem in Form von Rückblicken Näheres. Sie ist eine starke Person, die stets zu ihrer Freundin Jess steht und das auch nach schweren Schicksalsschlägen. Aufgrund eigener Schicksalsschläge verändert sich Eden jedoch, was im Roman sehr gut dargestellt wurde. Die Charakterentwicklung ist realistisch gezeichnet und konnte mich vollauf überzeugen.
Jess hat mir mit ihrer Beharrlichkeit sehr gut gefallen. Sie entwickelt sich innerhalb der erzählten Zeit sehr weiter, überwindet Ängste und eigene Schranken und wächst über sich hinaus. Die Freundschaft der beiden unterschiedlichen Mädchen hat mich berührt, ihre Schicksale haben mich zum Nachdenken gebracht.

Positives an Eden Summer?

Da ich über den Inhalt bereits Bescheid wusste, war ich nicht allzu sehr irritiert, dass ich kein fröhliches gute Laune Buch lese. Stattdessen erhält man ein Buch, auf das am ehesten die Beschreibung eines durchwachsenen Sommergewitters passt: Zeitweise gibt es fröhliche Phasen und Abschnitte voller Sonnenschein, die dann plötzlich und gewittersturmartig von negativen Ereignissen überschattet werden. Die Suche nach Eden war spannend gestaltet, die Atmosphäre war ansteckend und realistisch und durch die häufigen Rückblicke kann man die Protagonistinnen sehr gut kennenlernen. Eden Summer ist zudem dafür geeignet, ein wenig über Freundschaften und Beziehungen nachzudenken. Was sehen wir wirklich? Wie gut kennen wir unsere Freunde eigentlich? Merken wir es wirklich, wenn es anderen schlecht geht?

Empfehlung zu Eden Summer?

Ich habe Eden Summer innerhalb eines Wochenendes verschlungen. Die Handlung ist spannend und anregend, die Atmosphäre ist fesselnd und die Figuren realistisch gestaltet. Eden Summer ist ein beeindruckendes Buch über Freundschaft, Verlust und Entwicklung, das ich euch wärmstens ans Herz legen kann. Ich danke dem Aladin Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Eden Summer.

Weitere Meinungen zu Eden Summer:


[Rezension] Blut will Blut

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Titel Blut will Blut
Reihe Ja
Band 1. Band
Autor André Kussmaul
Übersetzer
Illustrator
Verlag Piper Fahrenheit
Erschienen als ebook
Genre Thriller
Preis 6,99€ [LE]
Seitenzahl 244 Seiten
Bewertung .....

Blut will Blut in drei Worten?

Verwirrend, fesselnd, verunsichernd.

Cover & Gestaltung von Blut will Blut?

Das Cover von Blut will Blut wirkt bereits auf den ersten Blick düster, bedrohlich und bedrückend. Das ist auch genau die Atmosphäre, die sich durch den Thriller zieht. Der dargestellte Wald ist zudem von tieferer Bedeutung, da einige wichtige Szenen des Thrillers in Wäldern spielen. Das Cover trifft perfekt die Stimmung des Thirllers.

Worum geht es in Blut will Blut?

Da dieses Buch ein Thriller ist, der von seiner Spannung lebt, werde ich euch an dieser Stelle nichts über den konkreten Inhalt verraten. Nur so viel: Es geht um vier Frauen und deren geheimnisvolle Vergangenheit. Der Leser wird auf eine verworrene Reise mitgenommen, auf der ich mich stellenweise nicht mehr darauf verlassen konnte, zwischen Wahr und Falsch zu unterscheiden. Der Leser wird hin und her geworfen, Realität und Wirklichkeit innerhalb des Thrillers verlieren an Konsistenz. Das Ende des Thrillers ist ebenso verworren und verwirrend wie der gesamte Thriller.

Der Schreibstil von André Kussmaul?

André Kussmauls Schreibstil ist wie für Thriller gemacht. Die Wortwahl und Kapitellänge, die schnellen Perspektivwechsel und der Plot gehen Hand in Hand. Alles passt perfekt zusammen, ergänzt einander und schaukelt das Leseempfinden hoch. Kussmaul schreibt sehr sachlich und zeitgleich fesselnd. Sein Thriller bekommt dadurch einen einzigartigen Ton, der mich sehr begeistert hat. Die Wortwahl passt perfekt zur eher sachlichen Protagonistin Hannah.

Das Figurenpersonal in Blut will Blut?

Innerhalb des Thrillers werden einige Figuren eingeführt, die alle wichtig für den Verlauf der Geschichte sind. Vor allem Hannah, die man während des Thrillers als Protagonistin näher kennenlernt, hat mir besonders gefallen. Sie hat eine sehr eigene Art, was nach ihrer Geschichte jedoch allzu verständlich ist. Auch die anderen Figuren haben mir, sofern man sie kennenlernen konnte, sehr gut gefallen. Konstruiert sind die Figuren alle ziemlich gut. Jede der vier Frauen hat ihre eigene Art, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Auch der Antagonist hat meinen Geschmack getroffen, da er wunderbar zweischneidig konstruiert ist.

Positives über Blut will Blut?

Der Thriller wirft den Leser hin und her. Ich wusste stellenweise gar nicht mehr, was wahr und was falsch ist. In jedem Kapitel werden neue Fragen aufgeworfen, man zweifelt nicht nur an der Zurechnungsfähigkeit einiger Figuren, sondern auch an der eigenen. Der Autor versteht es meisterhaft, als geklärt geltende Fragen wieder zu hinterfragen. Nichts ist so, wie es zu sein scheint. Hinter jedem Detail könnte etwas Verborgenes stecken. Und das habe ich enorm genossen. Vor allem das Ende passt zum Inhalt des Thrillers, da es den Leser noch verwirrter, unsicherer und irritierter zurücklässt als zu Beginn. Ein weiterer Pluspunkt: Der Cliffhanger ist nur der Auftakt zu einem Folgeband!

Empfehlung zu Blut will Blut?

Ich vergebe für Blut will Blut eine uneingeschränkte Leseempfehlung. Hier kommen nicht nur Thriller-Liebhaber auf ihre Kosten, auch Beginner haben mit Blut will Blut einen fesselnden und spannenden Thriller an der Hand. Ich danke dem Piper Fahrenheit Verlag und Lovelybooks herzlich für die Bereitstellung eines Leseexemplars von Blut will Blut im Zuge der Leserunde.


[Kehrwoche] Tag 3

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Hallöchen ihr Lieben und willkommen zu Tag 3 der Kehrwoche!

logo_kehrwoche16Heute stelle ich euch meine Flops 2015 vor, erzähle euch etwas über quälende Bücher und stelle euch meine pausierten Bücher aus dem letzten Jahr vor. Gestern war ich zudem ein wenig verwirrt, hatte ich doch gesagt, ich hätte es nicht geschafft, meine Bücher zu fotografieren. Fotografiert habe ich sie heute leider noch nicht, gestern wäre ich meinem Plan voraus gewesen, nun bin ich wirklich zu spät. Dafür werdet ihr morgen nun wirklich auf Twitter meine Bücher einsehen können.

So richtig schlechte Bücher hatte ich 2015 wirklich wenig. Unangefochten an der Spitze sind jedoch diese beiden Bücher: „Karlsson vom Dach“ von Astrid Lindgren, 400 Seiten, 1/5 und „Ahnen – Ein Zeitreisetagebuch“ von Anne Weber, 272 Seiten, 1,5/5. Karlsson und ich, das soll einfach nicht. Genauso wie „Pippi Langstrumpf“ von Astrid Lindgren, 389 Seiten, 3/5 und ich. Wir mögen uns einfach nicht. Ich finde, dass Astrid Lindgren eine erstaunliche Persönlichkeit ist, tolle Dinge gemacht hat, aber diese beiden Figuren von ihr kann ich leider gar nicht bis kaum leiden. Pippi geht noch, aber Karlsson… reden wir nicht darüber. EBenfalls in die Sprte quälende Bücher fiel für mich „Heidis Lehr- und Wanderjahre“ von Johanna Spyri, 196 Seiten, 3/5 und „Heidi kann brauchen, was es gelernt hat“ von Johanna Spyri, 140 Seiten, 3/5. Ich mochte Heidi als Serie wirklich sehr, aber irgendwie hat es mir beim Lesen für die Uni kaum gefallen. Ob es nun an der Unisituation lag, oder an mir, wer weiß. Aber irgendwie fiel es mir bei keinem der Bücher leicht, es zu lesen und zu beenden.

Bücher, von denen ich mehr oder etwas gänzlich anderes erwartet habe, hatte ich ein paar mehr in 2015. „Kaimankacke“ von Lars Simon, 320 Seiten, 3/5, „Seth. Als die Sterne fielen“ von Christine Millmann, 348 Seiten, 3/5, „Muffensausen“ von Christoph Dörr, 400 Seiten, 3,5/5, „Holly – Die verschwundene Chefredakteurin“ von Anna Friedrich, 160 Seiten, 3/5, „Von wegen Liebe auf den ersten Blick“ von Andy P. Jones, 352 Seiten, 3/5, „Amokspiel“ von Sebastian Fitzek, 448 Seiten, 3,5/5 und „Blinde Sekunden“ von Sonja Rüther, 438 Seiten, 3/5. Irgendwie hatten diese Bücher keine Saite in mir zum Klingen gebracht, ich hatte andere oder höhere Erwartungen oder fand sie einfach fade. Bei „1984“ von George Orwell, 288 Seiten, 3/5 hatte ich schlicht das Problem, dass ich mir vom Schreibstil etwas anderes erwartet hatte, aber das Buch bekommt noch eine Chance von mir.

Bücher, an die ich mich nicht mehr so wirklich erinnern kann, hatte ich nur eines: „Die Zerrissenen“ von Stephanie Fey, 496 Seiten, 3,5/5. Ich weiß leider gar nicht mehr, worum es geht. Ich musste mir tatsächlich meine Rezension ansehen… Traurig.

Zu guter letzt ein Buch, mit dem ich auf Kriegsfuß stand, weil es so viel Potential hatte, einen tollen Plot, super Nebenfiguren, aber die Protagonistin von „Thoughtless – erstmals verführt“ von S.C. Stephens, 638 Seiten, 3/5 hat mich unglaublich aufgeregt.

Abgebrochen habe ich in 2015 glücklicherweise keine Bücher, unterbrochen jedoch ein paar. Der Zeitpunkt passte einfach nicht. Entweder, weil das Thema nicht zu meiner Stimmung passte, oder, weil das Buch einfach von Unibüchern verdrängt wurde. Traurig, aber wahr, aber 4 Bücher aus 2015 sind noch begonnen auf meinem Nachttisch. „Das Flugverhalten der Schmetterlinge“ von Barbara Kingsolver, „Ludwig II.“ von Oliver Hilmes, „Astrid Lindgren“ von Jens Andersen und „Wohin rollst du Äpfelchen…“ von Leo Perutz.

Aufgeschobene Bücher habe ich viele. Mein TBR steht momentan 104 Büchern. 104 Bücher. Der Sub-Abbau im letzten Jahr hat ja mal so gar nicht funktioniert. Und durch den kontinuiertlichen Aufbau von Neuzugängen sind andere Bücher aus meinem Fokus gerutscht. Dieses Jahr soll also im Zeichen meines TBR stehen. Das bedeutet für mich: Buchkaufverbot. Die nächsten drei Monate werde ich keine Bücher kaufen oder anfragen. Ich werde meinen TBR auch mal durchsehen und aussortieren. Vielleicht ist ja ein Buch dabei, dass nicht mehr gelesen wird. Allerdings wäre das sehr traurig…

Welche Bücher hattet ihr in 2015, die euch aufgehalten, aufgeregt oder genervt haben? Habt ihr vielleicht Bücher abgebrochen?


[Rezension] Die Zerrissenen

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Titel Die Zerrissenen
Reihe Kyreleis-Reihe
Band 3. Band
Autor Stephanie Fey
Übersetzer
Illustrator
Verlag Heyne Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Thriller
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 496 Seiten
Bewertung ....

Das Buch in drei Worten?

Recherchiert, interessant, angenehm.

Wie ist das Cover?

Das Cover entspricht meinen Erwartungen eines Thriller-Covers. Es ist düster, in Grautönen gehalten und lässt Interesse aufkommen. Was der Titel jedoch mit dem Inhalt zu tun hat, kann ich mir nicht so genau vorstellen. Zerrissen im Sinne von hin und her gerissen? Oder weil Aufzeichnungen eine wichtige Rolle spielen? Darauf kann ich euch und mir leider keine Antwort geben.

Wie war die Handlung?

Das Buch beginnt sehr vielversprechend. Wir starten in medias res und lernen über drei Erzählstränge kennen, was in Gegenwart und Vergangenheit vorgefallen ist. Unsere Protagonistin Carina ist Gerichtsmedizinerin, ihr Vater ist Kriminalhauptkommissar und ihre leibliche Mutter ist Geheimagentin. Was eine Mischung. Ein verzwickter Mordfall, eine Reihe exhumierter Leichen und die RAF spielen eine Rolle. Die Haupthandlung rund um Carina, ihren Vater, ihre Mutter und die RAF hat mir sehr gut gefallen. Die Nebenhandlung um die exhumierten Leichen war gut gearbeitet, da eklig – für einen Thriller sehr passend! – aber passte nicht so gut ins Gesamtbild. Ich zumindest verstehe den Zusammenhang nicht ganz. Abgesehen davon, dass der Typ psychische Probleme hat. Ganz gewaltige.

Wie waren die Figuren?

Die Figuren haben mir gut gefallen. Wir haben keine typischen Figuren, die alles perfekt machen. Carina fühlt sich verfolgt, ihr Vater ist überambitioniert – wohl eher ein Kontrollfreak – und ein Bekannter von Carina, der Polizist ist, kann kein Blut sehen. Auch die Familiendynamik wirkt sehr real. Generell gefielen mir die Figuren unheimlich gut. Ich hatte das Gefühl, dass ich mich gut mit Carina verstehen würde. Auch mit ihrem Kollegen hätte ich mich sehr gut anfreunden können.

Wie war der Schreibstil?

Der Schreibstil war angenehm. Er war nicht überladen oder schwierig, aber auch nicht zu einfach. Er war einfach genau richtig. Fachbegriffe wurden gut eingebettet und erklärt, zumindest über ihren Kontext, und ich persönlich störte mich an nichts.

Was war gut?

Ich finde, dass man es spürt, dass die Autorin recherchiert hat. Man spürt auch, dass Herzblut in dieser Geschichte steckt. Die Hintergrundinformationen sind wunderbar ausgewählt und eingearbeitet, sodass man keinen Bruch im Schreibstil erkennt.

Was war nicht so gut?

Leider konnte ich Haupt- und Nebenhandlung überhaupt nicht zusammenbringen. Ich verstehe bis jetzt nicht, wozu es die Nebenhandlung gab. Klar, dadurch wird Ekel erzeugt und das Gefühl eines typischen Thrillers kommt rüber. Mich persönlich hat aber eher die physische Störung des Protagonisten der Nebenhandlung zum Gruseln gebracht. Auch mit dem Ende konnte ich mich nicht anfreunden. Im Gegensatz zum Rest des Buches wirkt es übereilt, zu kurz und zu plötzlich. Ich finde das wirklich schade. Das Buch hat eine Menge guter Punkte, das Ende passte jedoch nicht ins Bild.

Gibt es etwas Außergewöhnliches?

Die Zerrissenen war sowohl mein erster Thriller aus der Sicht einer Gerichtsmedizinerin als auch über die RAF. Die Szenen, in denen es nur um Carinas Arbeit – oder auch die Arbeit der Polizei – ging, haben mir sehr gut gefallen, da sie mir wohl recherchiert vorkamen. Ein gesamter Roman nur über die Nebenhandlung wäre auch möglich gewesen, da diese eindeutig Ekelpotential liefert.

Kann ich das Buch empfehlen?

Für Menschen, die Thriller mögen, die nicht so blutig sind und ihnen Verfolgungsangst einjagen, kann ich Die Zerrissenen empfehlen. Ich finde, dass dieser Thriller einen guten Einstieg ins Genre bietet. Leser, die nur Thriller lesen, werden hier vermutlich nicht auf ihre Kosten kommen, da ihnen dieser Thriller zu brav sein könnte. Trotz des für mich nicht passenden Endes sind mir die einen oder anderen Schauer über den Rücken gelaufen, ichkonnte mich ekeln und bereue es nicht, Die Zerrissenen gelesen zu haben. Ein herzliches Dankeschön an den Heyne Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Die Zerrissenen.


[Montagsartikel] #3

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Hallöle ihr Lieben!

Das Wetter will gerade so gar nicht sommerlich sein, es regnet und stürmt. Was gibt es da besseres, als mit einem Tee und guter Musik ein paar Blogbeiträge zu verfassen? Abgesehen von tollen Büchern, Filmen und Zeit mit den Liebsten verbringen natürlich! Da ich letzte Woche auf Exkursion war, blieb hier auf dem Blog so einiges liegen. Deswegen wird der dieswöchige Montagsartikel ziemlich voll. Zwei Montagsfragen werden beantwortet werden, zwe Bücher, die auf jeden Fall in meinem Regal bleiben werde ich euch zeigen und auch meine Bücher der Woche dürft ihr hier kennenlernen.

montagsfrage_bannerWELCHES BUCH LIEGT AKTUELL AM LÄNGSTEN AUF DEINEM SUB?

Die Frage der vergangen Woche kann ich gar nicht so genau beantworten. Mein ältestes Buch auf dem Sub habe ich bereits vor einer ganzen Weile gelesen, nachdem es 7 Jahre in meinem Regal dämmerte. Aktuell weiß ich allerdings gar nicht, welches Buch nun am längsten ungelesen in meinem Besitz ist. Das müssten dann aber die restlichen Bände von Sherlock Holmes sein, die ich vor drei oder vier Jahren zum Geburtstag bekam. Begonnen habe ich die Reihe bereits und mag sie sehr gerne, allerdings schieben sich immer wieder andere Bücher dazwischen – wie das eben immer so ist.

HAST DU BEVORZUGTE VERLAGE, BEI DENEN DU DICH GERNE NACH NEUEM LESESTOFF UMSCHAUST?

Ich habe keinen bevorzugten Lieblingsverlag. Ich lese breit gefächert und habe von vielen verschiedenen Verlagen Bücher im Regal stehen. Natürlich kann man, wenn sich meine Regale näher anschaut, eine Mehrheit einiger Verlage feststellen, aber das liegt dann an den Büchern, Genre oder Autoren. Ich finde bei jedem Verlag ein passendes Buch, das mich fesseln/begeistern/zum Lachen bringen kann. Da bin ich super pflegeleicht. Und ihr? Schaut ihr bei speziellen Verlagen zuerst? Oder schaut ihr einfach nach Genre/Autor?

Dieses Buch bleibt im Regal-Banner

Kommen wir zu der Premiere auf ninespo.de: Die neue Kategorie im Montagsartikel. Bereits in den vergangenen Wochen wollte ich teilnehmen, allerdings kam ich aus verschiedensten Gründen nicht dazu. Damaris‘ Aktion erscheit zweiwöchig, sodass ihr alle zwei Wochen ein Buch von mir vorgestellt bekommt, dass ich niemals hergeben werde. Zumindest nicht freiwillig.

Da das Licht in meinem Zimmer total streikt, werde ich das Bild nachreichen. Das Buch möchte ich euch dennoch verraten. „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry wird sich niemals von mir trennen müssen. Und das bezieht sich auf alle Versionen, die ich von dem Buch habe. Ich schwanke noch, ob ich alle Bücher auf das Bild packen soll, um mit meiner ziemlich bescheidenen aber sehr schönen Ansammlung werben zu können. Das Buch ist einfach wunderschön! Lest es! Sofort!!

Bücher der Woche

Die Bücher der kommenden Woche sollen eine Mischung aus privatem Lesevergnügen und Hausarbeitslektüre vereinen. Welche Bücher ich für die Hausarbeit lesen werde, weiß ich noch nicht genau und möchte euch überdies nicht mit trockener Sekundärliteratur langweilen. Die Bücher für den privaten Gebrauch dürften euch sehr viel eher reizen. Zunächst möchte ich „Die Zerrissenen“ von Stephanie Fey beenden. Ich weiß noch nicht so genau, was ich von diesem Buch halten soll. Es ist spannend, eklig und gut lesbar, aber irgendwie nimmt es mich nicht so sehr gefangen, wie ich gehofft hatte. Noch habe ich ja ein paar Seiten. Als nächstes möchte ich die Biografie von Marcel Reich-Ranicki lesen. Ich finde es sehr interessant, mehr über den Literaturkritiker Deutschlands schlechthin zu erfahren. Zudem werde ich die nächsten Bücher über das Sams lesen. Der erste Band hat mich so überzeugt und begeistert, dass ich die nächsten Bände auch lesen will. Die Bände 2,3 und 5 wurden von meiner Bibliothek ausgesondert, sodass ich sie nun hier liegen habe. Ich konnte sie doch nicht einfach so da liegen und ihrem Schicksal überlassen! Ich musste sie einfach retten! 😀 Was danach kommt, wird mit offenen Armen freudig begrüßt. Sub-Abbau lässt grüßen. Was werdet ihr diese Woche so lesen?


[Rezension] Blut an ihren Händen

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Titel Blut an ihren Händen
Reihe
Band Einzelband
Autor Jaye Ford
Übersetzer Christiane Winkler
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Thriller
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 448 Seiten
Bewertung ....

Das Buch in drei Worten?

Stimmungsvoll, packend, bedrückend.

Wie ist das Cover?

Die Cover von Thrillern ähneln sich meist schon ein wenig. Oft hat man eine fliehende Person im Vordergrund, in vielen Fällen Frauen, und die Farbgebung bereitet mit seinen eher düsteren Farben auf den Buchinhalt vor. So auch bei Blut an ihren Händen. Die Frau mit ihrer roten Jacke ist der Blickfang im eher bläulich-kühlen Cover. Der weiße, ein wenig zerkratzte Titel ist ebenfalls ein Blickfang.

Wie war die Handlung?

Von der Handlung möchte ich euch gar nicht groß erzählen. Ihr wisst, ich spoilere nicht und gerade bei einem Thriller kann und möchte ich euch nichts vorweg nehmen. Immerhin leben Thriller von ihren Wendungen und überraschenden Eingebungen. Ich kann euch allerdings sagen, dass das Buch stellenweise enorm spannend war, zwischenzeitliche Zeitsprünge diese Spannung ein wenig rausnehmen, ich allerdings nichtsdestotrotz weiterhin im Buch gefangen war. Das Buch hat etwas an sich, dass einen packt und nicht mehr loslässt. Bis zum Schluss. Nur so viel sei verraten: Rennies Freund Max verschwindet und keiner will so recht an ein Verbrechen glauben.

Wie waren die Figuren?

Wir haben eine Handvoll wichtiger Figuren: Rennie, Max, dessen Bruder James und Max‘ Sohn Hayden. Zudem spielt Rennies Vergangenheit eine gewichtige Rolle, die sich zu einer Art Parallelhandlung neben Max‘ Verschwinden entwickelt. Rennie ist eine sehr interessante Protagonistin. Sie hat zwei Charaktere und führt eine Art Doppelleben. Dabei unterscheidet sie selbst zwischen ihrer Vergangenheit und Gegenwart, obwohl ich selbst beide in einem harmonischen Zusammenhang sah. Harmonisch hier nicht im Sinne von schön, sondern unterstützend. Max ist in vielen Punkten der Gegensatz zu Rennie. Er ist humorvoll, lebensbejahend und weltoffen. Rennie dagegen ist vorsichtig, geheimnisvoll und still. Doch irgendwie haben alle Figuren ihre kleinen Geheimnisse…

Wie war der Schreibstil?

Der Schreibstil war abwechslungsreich und passend. An spannenden Stellen wurde, dank der guten Wortwahl, noch mehr Spannung aufgebaut. Der Text floss nur so dahin. Die ruhigeren Stellen zeichneten sich durch einen gemächlicheren Schreibstil aus, wenn man das so sagen kann. Die Wortwahl hat mir außerordentlich gut gefallen und auch die Atmosphäre stimmte einfach.

Was war gut?

Ich bin ja keine belesene Thiller-Kennerin. Dennoch hatte mir Blut an ihren Händen wesentlich besser gefallen als Amokspiel, das zudem als Psychothriller deklariert wurde. Mir hat es gefallen, dass sich packende Szenen mit ruhigen abwechselten, ohne den Thriller langweilig werden zu lassen. Es wurde mit Emotionen gearbeitet und gespielt, die eine gewisse Nähe zwischen Leser und Protagonist entstehen ließen. Vor allem das Ende konnte mich begeistern und von sich überzeugen. Ich liebe schlüssige Enden und wurde hier mit einem wirklich guten belohnt.

Was war nicht so gut?

Wirklich viel habe ich nicht auszusetzen. Mit hat stellenweise ein wenig der Panikeffekt gefehlt, wenn ihr versteht, was ich meine. Mir hat der Nervenkitzel gefehlt, vor allem wenn es an einigen Stellen um Rennies Vergangenheit ging.

Kann ich das Buch weiterempfehlen?

Der Thriller hat mich gepackt und dazu verführt, das Buch am Stück auszulesen. Ein plausibles und angenehmes Ende, Spannung und viel Emotion haben das Buch beinahe an mir vorbeifliegen lassen. Wer einen guten Thriller sucht, der nicht blutig, aber dennoch spannend und gut zu lesen ist, sollte es mit Blut an ihren Händen probieren.
Ich danke Blanvalet für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Blut an ihren Händen.


[Rezension] Amokspiel

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Titel Amokspiel
Reihe
Band Einzelband
Autor Sebastian Fitzek
Übersetzer
Illustrator
Verlag Knaur Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Psychothriller
Preis 9,99€
Seitenzahl 448 Seiten
Bewertung ....

Das Buch in drei Worten?

Anfangs spannend, abgekartert, wirr.

Wie ist das Cover?

Das Cover ist recht düster und hoffnungslos. Thematisch passt es damit super in das Genre Psychothriller, aber weniger zum eigentlichen Inhalt des Buchs. Der dunkle Hintergrund, die wenigen hellen Flächen und der dunkle Schatten einer vermutlich weiblichen Person passen besser zu einer Entführung in einem verlassenen, abrissreifen Bürokomplex, als zu einer Radiogeiselnahme.

Wie war die Handlung?

Die Handlung startete wirklich vielversprechend. Auf mehreren Ebenen wird die Geschichte einer alkoholkranken Kriminalbeamten und eines Geißelnehmers erzählt, hinter der viel mehr steckt als man anfangs vermutet. Zur Mitte hin werden immer neue Wandlungsstränge offenbart, hinzugefügt und offengelegt, die am Ende das große Ganze ergeben. Dennoch bot die Handlung ab dem zweiten Drittel für mich kaum noch Spannung.

Wie waren die Figuren?

Ira Samin, Kriminalbeamte und Psychologin, die in diesem Fall die Unterhändlerin spielt, hat mir sehr gut gefallen. Bereits zu Beginn des Buchs erhält man einen guten Einblick in ihren Charakter, erfährt von ihren Familienverhältnissen und Plänen. Alles, was am Anfang erwähnt wird, spielt eine tragende Rolle in allen Abschnitten der Geschichte, gewinnt an Tiefe und wird schlussendlich vollständig erzählt und aufgedeckt.
Jan konnte mich teilweise überzeugen. Er ist der Geiselnehmer, der gebildet und klug ist, mehr weiß, als die Polizei ihm zutraut und hinter dem mehr steckt. Phasenweise tat er mir richtig leid.
Auch die Nebenfiguren passten gut ins Bild. Hier gibt es eine erwähnenswerte Figur: Dr. Johannes Faust, Oberstaatsanwalt. Mehr sage ich dazu einfach nicht.

Wie war der Schreibstil?

Der Schreibstil ist flüssig und eloquent. Das Buch lässt sich leicht lesen und fliegt nur so dahin. Die Wortwahl passt sich an die jeweiligen Figuren an, ist dabei jedoch nie übertrieben oder unangenehm.

Was war gut?

Mit hat die Grundidee sehr gut gefallen und auch die Tatsache, dass hinter allem mehr steckte, als man zunächst annahm. Auch der Schreibstil und die Figurenkonstellation haben mich überzeugen können. Bei der Auflösung war ich überrascht, dass ich aufs falsche Pferd gesetzt und mich in die Irre habe führen lassen. Das hat mir gefallen.

Was war nicht so gut?

Wo soll ich nur anfangen? Ich wollte so gerne von Sebastian Fitzek als König der Psychothriller begeistert werden, leider hat es nicht geklappt. Mir fehlte streckenweise die Spannung. Zu Beginn war ich interessiert, wie es mit Ira weitergeht, danach am Schicksal der Geiseln und später an der Geschichte rund um Jan. Und auch die Auflösung hatte mir einigermaßen zugesagt. Dass es sich so einfach auflösen ließ, konnte mich nicht vollends überzeugen. Ab circa der Hälfte des Buchs war es dann mit der Spannung vorüber. Das Buch plätscherte ab diesem Zeitpunkt nur noch dahin. Und das fand ich wirklich schade. Ich liebe es, wenn Psychothriller mit meinen Ängsten und meine Psyche spielen. Das konnte Amokspiel leider nicht erreichen. Schade.

Kann ich das Buch weiterempfehlen?

Ja. Es war mein erstes und sicherlich nicht letztes Buch von Sebastian Fitzek. Vermutlich bin ich einfach mit zu hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen, feiert man den Autor doch als versierten Schreiber von Psychothrillern. Amokspiel war in meinen Augen mehr ein moderner Krimi denn ein Thriller und konnte mich als solcher leider wenig von sich überzeugen. Ich bin mir jedoch sicher, dass das Buch mich unter einer anderen Genrebezeichnung sicherlich mehr hätte zufriedenstellen können.


[Rezension] Blinde Sekunden

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Blinde Sekunden von Sonja Rüther
Erschienen bei dot.books
5,99€ als E-Book
438 Seiten
3 Punkte

Das Buch in drei Worten?

Ich kann das Buch gar nicht in drei Worte packen und dem Buch dabei gerecht werden. Das Buch hat mich recht durchwachsen zurück gelassen. Es hat definitiv viel Potential, vor allem am Anfang, und tolle Figuren. Leider kam der Mörder unspektakulär ans Licht, zudem hat sich auch meine Vermutung bezüglich des Mörders sehr schnell bestätigt. Zudem wurde es gegen Ende ziemlich vorhersehbar. Ich hatte das Ende genauso im Kopf, wie es dann schlussendlich kam. Sehr schade.

Wie war die Handlung?

Die Handlung hatte mir zunächst wirklich gut gefallen. Eine junge Frau wird entführt. Und das von einem Serienkiller. Die Suche nach ihr beginnt und es gibt verschiedene Handlungsstränge, die ich alle durchaus interessant fand. Leider hat sich mein Interesse immer mehr verflüchtigt. Nachdem der Mörder schließlich gefunden wurde, war es dann leider mit der Spannung vorbei.
Dennoch haben mir der Plot und vor allem die Figuren unglaublich gut gefallen.

Wie waren die Figuren?

Vor allem Kommissar Rieckers und dessen Familie haben mir gefallen. Die anderen Figuren hatten, passend zu ihrer Rolle, alle ihre Probleme. Dadurch konnte die Familie des Kommissars sich noch besser in mein Herz stehlen. Besonders gruselig, aber durchaus sehr gelungen, fand ich eine Person, die ich hier nicht nennen kann. Immerhin möchte ich euch nichts vorweg nehmen. Auf eine solche Idee zu kommen, der Figur eine solch kranke Denkweise zu verpassen, verdient meine Hochachtung. Dieser Kerl hat mich wirklich gegruselt. Wie kann man denn nur? Da bekomme ich noch immer Gänsehaut.

Wie war der Schreibstil?

Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen. Er ist flüssig und hat mich gut durchs Buch geführt. Es gab keine Unregelmäßigkeiten oder Ähnliches. Sehr angenehm.

Was war gut?

Sehr gut fand ich einige der Figuren. Kommissar Rieckers und dessen Frau und eine gewisse weitere Person. Ich hatte mir kurz vor Schluss zwar schon das Ende gedacht, war aber dennoch von der krankhaften Gedankenwelt der Figur überrascht. Eine solche Figur ist mir bislang noch nicht untergekommen und hatte durchaus Thriller-Charakter.

Was war nicht so gut?

Leider ist mir die Spannung zu schnell abhandengekommen. Am Anfang war noch Spannung dabei, wenn es um die Frage nach der Vermissten ging. Leider wurde mir der Mörder zu schnell und unspektakulär entdeckt. Danach war die Spannung leider weg. Ich habe das Buch dennoch zu Ende gelesen, weil mich der Plot, die Figuren und die endgültige Auflösung interessierten. Leider hat mir der letzte verblüffende Kniff gefehlt, den ich mir bei einem Thriller erwarte. Es kommt zwar ein Plot Twist, aber für mich leider zu spät.

Gibt es etwas Außergewöhnliches?

Für mich war die Geschichte rund um den Doktor außergewöhnlich. Ziemlich krank, aber sehr außergewöhnlich. Da hat es mich wirklich gegruselt. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es in dem Kopf einer solchen Person aussieht. Einfach krank. Wie kann man nur auf solche Ideen kommen? Dieser Teil war für mich eindeutig der Thrillerteil des Buchs. Die Suche nach der Vermissten hatte für mich mehr was von einem Krimi. Vielleicht konnte ich mich deshalb nicht richtig mit einem Teil des Buchs anfreunden.

Kann ich das Buch empfehlen?

Natürlich. Nur weil ich meine Problemchen mit dem Buch hatte, heißt das nicht, dass es anderen Lesern der Leserunde nicht besser gefallen hat. Ich fand es sehr schade, dass ich mich nicht gänzlich auf den Thriller einlassen konnte. Die Figuren sind gut, der Plot ebenfalls und auch meine liebste Person bringt einen deutlichen Gruselfaktor rein. Lest euch einfach in die Leseprobe, denn das Buch sollte von jedem eine eigene Chance bekommen. Danke für die Bereitstellung im Rahmen der Lovelybooks Leserunde.


[Rezension] Gone Girl

6 Kommentare

Gone Girl von Gillian Flynn, 16,99€ als broschiertes Taschenbuch.
Erschienen bei Fischer.

Meine Meinung

Als ich das Buch vor einem guten halben Jahr kaufte, wollte ich es mit Sema im Buddyread lesen. Doch es sollte einfach nicht so kommen. Gone Girl und ich sollten erst wesentlich später zusammenkommen, denn zuvor hatte ich es nie über Seite 30 hinaus geschafft. Warum? Das weiß ich selbst nicht. Nun habe ich es in Angriff genommen und endlich geschafft.

Zu Anfang des Buchs befinden wir uns in einer ganz normalen, amerikanischen Kleinstadt, mit einem normalen Mann und dessen normaler Ehefrau. Er führt zusammen mit seiner Schwester eine kleine Kneipe, die genug Ertrag bringt. Doch all diese Sachen werden sich im Verlauf des Romans schlagartig ändern. Denn: Nichts ist so, wie es zu sein scheint und es beginnt mit Amys Verschwinden an ihrem 5. Hochzeitstag.

Gillian Flynn hat es mit ihrem Werk geschafft, mich mehr als nur einmal an der Nase herumzuführen. Im Verlauf der Geschichte wechselten meine Sympathien zwischen Nick und Amy hin und her. Es war ein Wechselbad der Gefühle. Bis ich das große Ganze erblickte und es, um ehrlich zu sein, ziemlich erschreckend und als ein wenig zu viel empfand.
Dennoch entwickelt das Buch eine gewisse Eigendynamik, die sich bei mir leider erst recht spät einstellen wollte.

Die Figuren im Roman konnten mich größtenteils von sich überzeugen. Während es Nebencharaktere gibt, die, geschuldet ihrer Rolle, weniger ausgearbeitet sind, gibt es Hauptfiguren mit Ecken und Kanten, die sich weiterentwickeln und mir sympathisch wurden. Ich bin ehrlich: Amy gehört definitiv nicht zu ihnen. Sie schaffte es, mir im Verlauf der Geschichte immer unsympathischer zu werden. Wer das Buch kennt, wird es mir vermutlich nachfühlen.
Nick, der selbst kein Heiliger ist, war mir wesentlich lieber. Er entwickelt sich weiter, auch wenn ich seine Handlung am Ende nicht ganz nachvollziehen kann.
Go, Amys Eltern und die Polizisten, sie alle sind mir ebenfalls gerne im Buch begegnet.

Alles in allem bereue ich es nicht, Gone Girl gelesen zu haben. Allerdings waren mir einige Handlungen im Buch zu übertrieben und abstrus, um sie nachvollziehen zu können. Getoppt wird dies nur von der Figur der Amy, die mir wirklich gegen Ende verhasst wurde. Deshalb vergebe ich 3,5 von 5 Punkten.


Montagsfrage & Montagsstarter

12 Kommentare

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HAT DIR EIN BUCH SCHON MAL SOLCHE ANGST GEMACHT, DASS DU ES ABGEBROCHEN HAST?

Ich erinnere mich an sehr viele Bücher, die mich sehr eingeschüchtert haben. Bei mir ist das, um ehrlich zu sein, auch keine große Kunst. Ich kann nicht einmal Horrorfilme schauen, ohne mir die Hände vor die Augen zu halten und alle anderen zu fragen: Ist es weg? Ich bin da ziemlich zimperlich. Bei Büchern ist es daher noch schlimmer, da nichts bildhafter und kreativer ist als die menschliche Fantasie. Ich habe einige Thriller im Regal stehen, Cupido zum Beispiel, die ich der Stimmung halber nachts im Bett gelesen habe, die mich so fesselten, dass ich nicht schlafen konnte. Leider wurden sie irgendwann so gruselig, dass ich mich nicht mehr aus dem Bett ins Bad getraut habe. Schlafen konnte ich dann aber auch nicht mehr. Ich musste wirklich ein anderes, in Griffweite liegendes, Buch lesen, um einschlafen zu können. Die Thriller habe ich dann nur noch tagsüber versucht zu lesen. Gänzlich abgebrochen habe ich sie allerdings nie. Vielleicht lag zwischen einigen Seiten die eine oder andere Woche…

Machen wir weiter mit Martins Montagsstarter:

  1. Dinge zu machen,die einem wirklichen Spaß bereiten, ist total leicht.
  2. Im Sommer am See schwimmen zu gehen, da freue ich mich drauf.
  3. Ob ich wohl die Essayabgabe bestanden habe?
  4. Ich glaube, dass der meteorologische Winter nicht mehr kommt.
  5. Meine ungelesenen Bücher muss ich dringend noch lesen, um neue kaufen zu können.
  6. Wenn nur die Entscheidung nicht so schwer fallen würde.
  7. Ich bin immer wieder überrascht davon, wie gut sich meine Blumen halten.
  8. Diese Woche steht ganz viel lesen ganz oben auf dem Plan, außerdem natürlich ein wenig für die Uni arbeiten und dann noch Entspannung und Rezensionen schreiben.