[Rezension] Das Spiel des dunklen Prinzen

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Titel Das Spiel des dunklen Prinzen
Reihe
Band Einzelband
Autor Ney Sceatcher
Übersetzer
Illustrator
Verlag Zeilengold Verlag
Erschienen als E-Book
Genre Märchenadaption, Jugendbuch
Preis 12,99€
Seitenzahl 300 Seiten
Bewertung
© Zeilengold Verlag
© Zeilengold Verlag

Märchenadaptionen wie von Marissa Meyer finde ich außerordentlich spannend. Denn die Klassiker neu zu erzählen, ist eine echte Kunst. Daher war ich auch direkt dabei, als ich den Rezensionsaufruf zu Das Spiel des dunklen Prinzen gesehen habe. Leider wurde ich beim Lesen ein wenig enttäuscht.

Das Spiel des dunklen Prinzen: Zwischen Alice und Märchen

Das Setting selbst hat mir gut gefallen, da es nicht klar wurde, woher sich die Autorin die Inspiration holte. Für mich hatte Das Spiel des dunklen Prinzen etwas von Alice hinter den Spiegeln, was ist sehr passend fand. Abgesehen von kurzen Beschreibungen bleibt mir die Welt in die Taija gerät allerdings zu farblos. Ihre Regeln sind nicht vollständig erklärt, nur die wichtigsten Dinge werden erläutert.

Taija selbst – immerhin die Hauptfigur – konnte mich ebenfalls nicht ganz von sich überzeugen. Sie war mir ein wenig zu passiv, hinterfragte die Welt nur wenig und rutschte in eine leichte, leider nicht stärker verfolgte Liebesgeschichte. Denn gerade die Liebesbeziehung wird in Märchen viel stärker gewichtet, wodurch ich mit einer solchen – vollkommen unabhängig davon, ob glücklich oder unglücklich – gerechnet hatte.

Leider hat Das Spiel des dunklen Prinzen einige Schwächen

Den Einstieg in die Geschichte fand ich zunächst sehr vielversprechend. Taija startet in der regulären Welt und betritt durch ein Portal die Welt des dunklen Prinzen. Der Leser ist zu Beginn der Geschichte mit seiner Unwissenheit also nicht alleine, was ich generell begrüße. Allerdings verlor mich die Handlung dann stellenweise recht schnell, da innerhalb kürzester Zeit zu viele Namen und Handlungsstränge eingebracht wurden, die gegen Ende jedoch nicht fortgeführt oder erklärt werden. Gerade an Erklärungen hat es mir bei der Geschichte gemangelt und es sind für meinen Geschmack zu viele Fragen offen geblieben, die es sich zu klären gelohnt hätte. Neben einigen Handlungssträngen, die für mich vollkommen überraschend kamen, kam auch das Ende sehr plötzlich und mit nur wenigen Erklärungen. Ich war darüber sehr enttäuscht, denn ich hätte gerne gewusst, worin sich das Spiel in Das Spiel des dunklen Prinzen begründet.

Alles in allem finde ich, dass Das Spiel des dunklen Prinzen sehr viel ungenutztes Potential hatte. Stimmung und Setting des Romans haben mir gefallen, kleinere Schwächen in der Charaktergestaltung und des Plots hemmen allerdings das Lesevergnügen. Ich danke Ney Sceatcher für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Das Spiel des dunklen Prinzen.


[Rezension] Unser Platz in dieser Welt

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Titel Unser Platz in dieser Welt
Reihe
Band Einzelband
Autor Luisa Strunk
Übersetzer
Illustrator Laura Newman
Verlag Selfpublish
Erschienen als Taschenbuch, E-Book
Genre YA
Preis 14,99€
Seitenzahl 444 Seiten
Bewertung
Unser Platz in dieser Welt
Unser Platz in dieser Welt

Als ich durch den Facebook-Aufruf der Autorin Luisa Strunk auf ihr Erstlingswerk Unser Platz in dieser Welt aufmerksam wurde, wusste ich noch nicht, dass mich ein unheimlich emotionaler und realistischer Roman erwarten würde. Da mich die Thematik des Buchs sehr interessierte, versuchte ich mein Glück und durfte Unser Platz in dieser Welt tatsächlich lesen!

Unser Platz in dieser Welt ist ein Buch, das einem im Hier und Jetzt abholt

Die Grundidee von Unser Platz in dieser Welt könnte gar nicht realistischer sein – wodurch viel Raum für Identifikation entsteht. Denn die Protagonistin Marie wird in der Schule von allen geschnitten und gemobbt. Auch Gespräche mit den Lehrern führen zu nichts, sehen diese doch die Schuld für ihre Isolation in Maries zurückhaltendem Verhalten. Doch dieses Buch ist in erster Linie kein Anti-Mobbing-Buch, sondern ein Buch darüber, was wahre Freundschaft bewirken und verändern kann.

Schön war es unter anderem auch, eine Protagonistin mit realistischen und alltäglichen Problemen zu haben. Kein Mauerblümchen, das nur nicht weiß, wie hübsch es in Wahrheit ist, sondern ein Mädchen, das sich Mobbing ausgesetzt sieht und seinen wahren Platz in der Welt sucht. Auch braucht Unser Platz in dieser Welt keine aufwendige Fantasywelt, sondern überzeugt mit Emotionen und Tiefe.

Getragen wird die Handlung vor allem durch Maries Gedanken und Gefühlen, die wir aus erster Hand miterleben. Durch einige Rückblicke und Einschübe wird klarer, wie es zu Maries Situation kam. Dabei schafft es Luisa Strunk, sehr emotional zu schreiben, ohne übertrieben oder gewollt zu wirken. Ich hatte das Gefühl, dass Marie mir ihre Lebensgeschichte persönlich erzählt, wodurch ich nochmal stärker berührt wurde.

Protagonistin Marie bietet eine hohe Identifikationsmöglichkeit für eine Vielzahl an Leserinnen

Dies liegt zu einem großen Teil an den liebevoll gestalteten und sehr gelungenen Figuren. Allen voran Marie wirkt sehr echt, emotional und greifbar. Besonders schön finde ich, dass Marie eine Leseratte und Serienjunkie ist. Die vielen Buchanspielungen sind sehr gelungen integriert und passen perfekt zu Marie. Als Vielleserin konnte ich mich direkt mit Marie identifizieren, da ihre Liebe zu den Büchern und die Vergleiche mit Buchcharakteren sie direkt sympathisch machen. Auch zeigen die intertextuellen Bezüge die große Liebe der Autorin zu Büchern.

Aber auch Pia mit ihrer direkten Art und Gwen, mit ihrer versteckten Melancholie, die im Verlauf des Buchs beide noch wichtig werden, konnten mich mit ihrer Tiefe überzeugen. Die anderen Figuren bleiben, ihrer Rolle in der Romanhandlung bedingt, etwas blasser, ohne dabei aber flach zu wirken. Ich hatte stellenweise wirklich das Gefühl, zurück in die neunte Klasse gebeamt worden zu sein, in der das Thema Mobbing besonders heikel war.

Aber wie gesagt: Unser Platz in dieser Welt ist ein Buch, in dem es um Freundschaft geht. Um große Gefühle, die erste Liebe und darüber, das Freundschaft Berge versetzen kann. Unser Platz in dieser Welt ist unfassbar emotional, sodass ich das Buch nicht nur in Rekordzeit verschlingen musste, sondern während der Zugfahrt mehrfach den Tränen oder einem Lachanfall nahe war.  Vor allem beim Ende bin ich voll auf meine Kosten gekommen. Warum, das verrate ich euch nicht. Das findet ihr am besten selbst heraus.

Ihr merkt es, ich habe Unser Platz in dieser Welt von Luisa Strunk ins Herz geschlossen. Oder mit anderen Worten: Das Buch hat mich mitten ins Herz getroffen. Plot, Idee, Figuren, Sprache und Umsetzung, es hat einfach alles gepasst. Ich kann also gar nicht anders, als euch Unser Platz in dieser Welt als absolute Leseempfehlung ans Herz zu legen. Ich möchte mich auch auf diesem Wege noch mal bei der Autorin Luisa Strunk für die Möglichkeit bedanken, Unser Platz in dieser Welt vor der offiziellen Erscheinung am 25.04.208 lesen zu dürfen.


[Rezension] Honigmilchtage

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Titel Honigmilchtage
Reihe
Band Einzelband
Autor Julia Rogasch
Übersetzer
Illustrator
Verlag Forever Ullstein Verlag
Erschienen als E-Book
Genre Frauenroman
Preis 3,99€
Seitenzahl 391 Seiten
Bewertung

Honigmilchtage ist eines dieser Bücher, dessen Titel unglaublich verheißungsvoll klingt und einem ein Wohlgefühl verspricht. Leider konnte Julia Rogaschs Nordseeroman nicht das halten, was er mir versprach.

Honigmilchtage: Viel ungenutztes Potential

Honigmilchtage hatte in meinen Augen viel Potential, das absolute Wohlfühl-Buch zu werden. Aber leider wurde die Vorhersehbarkeit des Plots dem Roman zum Verhängnis. Denn selbst die schönste Idee konnte mich nicht umhauen, wenn die Figuren einfach zu klischeebeladen waren. Wirklich schade um eine wirklich schöne Idee.

Beginnen wir doch mit den Figuren. Protagonistin Carla ist unzufrieden in ihrem Job, weiß aber nicht recht, was sie mit sich anfangen soll. Soll sie kündigen? Den Sprung in die ungewisse Zukunft wagen? Immerhin hat sie ihren Traummann mit super Job, der sie im schlimmsten Fall auffangen würde. Die Geschichte nimmt ihren Lauf und das Leben entscheidet für Carla. Was mich hieran störte: Carla trifft keine wirklich selbstbestimmte Entscheidung, sondern lässt sich einfach treiben. Und so geht es im Laufe des Romans weiter. Ihren neuen Job als Motivationscoach empfand ich tatsächlich als ziemlich unpassend, denn gerade sie, die Ratschläge verteilt, hält sie selbst nicht ein.

Hinzu kommt, dass ich einige Wendungen sehr vorhersehbar fand: Die Geschichte um Carlas Schwester Marie, den Abschnitt mit Julius‘ Krankheit und schlussendlich die Wendung, die Carla gegen Ende des Romans selbst betrifft, konnten mich allesamt nicht überzeugen, da ich sie als zu klischeehaft empfand. In der Kombination waren sie mir leider zu viel des Guten.

Vorhersehbar und klischeehaft

Statt eines Wohlfühlbuchs, das der Titel schon verspricht, habe ich einen Roman bekommen, der so viel mehr Potential hatte, als er nutzte. Die Protagonistin empfand ich als sehr widersprüchlich, den Plot vorhersehbar und klischeebeladen. Den Figuren hätte ein wenig mehr Tiefe sowie mehr Ecken und Kanten wirklich gut getan. Denn alle Figuren sind immer nett, lieb und hilfsbereit. Wirkliches Krisenpotential gibt es eigentlich bei keiner der Figuren – nicht mal bei der Super-Ex von Julius.

Alles in allem konnte mich Honigmilchtage leider nicht von sich überzeugen. Die gesamte Handlung war einfach zu nett und vorhersehbar, um mir wirklich das Gefühl zu geben, mit den Figuren mitfiebern zu können. Auch konnten mich viele der Probleme der Protagonistin nicht wirklich berühren, was für mich ein wichtiger Punkt ist. Als positiv empfinde ich jedoch die Realitätsnähe der Probleme, da es sich um Probleme des tatsächlichen Alltags handelt. Für einige Stunden Muße und Entspannung ist Honigmilchtage gut geeignet.


[Rezension] Der König der Gaukler

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Titel Der König der Gaukler
Reihe
Band Einzelband
Autor Andreas Otter
Übersetzer
Illustrator
Verlag Selfpublish
Erschienen als E-Book
Genre Historischer Roman
Preis 14,99€ (als TB) [LE]
Seitenzahl 382 Seiten
Bewertung

Bei keinem Buch habe ich mich am Ende so geärgert, wie bei Der König der Gaukler von Andreas Otter. Denn in Punkto „Kill your Darlings“ braucht der Autor definitiv keinerlei Nachhilfe.

Aber fangen wir von vorne an. Als ich bei der Lovelybooks Leserunde zu Der König der Gaukler als Gewinnerin ausgelost wurde, habe ich mich sehr gefreut. Denn das Buch war mir bereits zuvor ein Begriff – umso größer war dann meine Freude, dabei zu sein.

Der König der Gaukler – ein historischer Roman über Außenseiter

Die Romanhandlung ist in der Mitte des 14. Jahrhunderts in Deutschland verortet. Die Darstellung der Städte und Gesellschaft war sehr akkurat und gut recherchiert. Ich hatte an keiner Stelle des Romans das Gefühl, dass der historische Aspekt schlecht getroffen oder nur Fassade sei. Die historische Authentizität bei historischen Romanen von besonderem  Stellenwert für mich. In diesem Punkt war ich vollkommen zufrieden. Von Beginn bis Ende hat in Sachen Setting für mich einfach alles gepasst.

Der Plot war ebenfalls sehr spannend. Thematisch dreht sich in Der König der Gaukler alles um die wohl größten Außenseiter des Mittelalters: Die Juden und Gaukler. Umso schöner war es, dass die beiden Protagonisten des Romans aus eben jenen Bevölkerungsgruppen stammen und nicht stereotypisch dargestellt werden. Der Einstieg, gerade in Annas  Part der Geschichte, war sehr emotional und aufwühlend. Mit Simon hatte ich so meine Probleme, da er mich zu Beginn der Geschichte sehr stark befremdete, mich schlussendlich dann aber doch noch von sich überzeugen konnte. Die Gauklertruppe, denen sich die beiden anschließen, war mir sehr sympathisch. Umso tragischer empfand ich all die Wendungen und Entscheidungen, die im Laufe der Geschichte passierten. An dieser Stelle möchte ich euch aber nicht zu viel verraten, lest selbst.

Die Darstellung der Figuren fand ich durchgängig sehr realistisch und echt. Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Rolle der Figur unpassend oder aufgesetzt wirkte. Von Stereotypen keine Spur. Daher hatte ich beim Lesen großen Spaß und habe bei jeder Figur mitgelitten, gehofft und gebangt.

Das Ende des Romans oder Das Leben ist kein Ponyhof

Woran ich stark zu knabbern hatte, war das Ende. Das Ende ist gut und passend – keine Frage – es hat mich nur sehr emotional zurückgelassen, weil ich nach all den Wendungen und Überraschungen doch die Hoffnung auf ein romantisches Happy End hatte. Aber was soll ich sagen, das Leben ist eben kein Ponyhof. Das Ende des Romans ist passt konsequent zur Handlung und zum Verlauf des Romans, mein kleines Romantikerinnenherz hat es allerdings angeknackst.

Alles in allem hatte ich viel Spaß beim Lesen von Der König der Gaukler und bin überaus dankbar für die Bereitstellung eines Leseexemplars im Zuge der Lovelybooks Leserunde. Ich kann das Buch LeserInnen empfehlen, die spannende historische Romane mit Authentizität schätzen. Ich danke Lovelybooks und Andreas Otter herzlich für die Bereitsstellung eines Leseexemplars von Der König der Gaukler.


[Rezension] Die Elefantenhüterin

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Titel Die Elefantenhüterin
Reihe
Band Einzelband
Autor Julia Dorsten
Übersetzer
Illustrator
Verlag Selfpublish
Erschienen als E-Book
Genre Historischer Roman
Preis 4,99€ [RE]
Seitenzahl 426 Seiten
Bewertung
Die Elefantenhüterin
Die Elefantenhüterin

Als ich die Gelegenheit bekam, Julia Dorstens Die Elefantenhüterin im Zuge einer Blogtour zu lesen, war ich direkt Feuer und Flamme. Immerhin handelt es sich hierbei um einen exotischen historischen Roman, der mit einer sehr gut recherchierten und liebevoll geschriebenen Geschichte aufwartet.

Das Autorenduo Julia Dorsten entführt und in ein historisches Sri Lanka

Protagonistin von Die Elefantenhüterin ist Phera, die als Tochter des obersten Hüters der königlichen Elefanten auf die Welt kommt. Doch ihr Schicksal ist hart, denn ihr Vater erzieht sie mangels eines Erben als Jungen, damit sie ihrem Vater auf den Posten des Gajenayke Nilami nachfolgen kann. Bevor sich dieses Vorhaben erfüllen kann, erobern die Briten Sri Lanka und entthronen den König. Damit bricht für Phera ihre gesamte Welt zusammen, denn sie erfährt nicht nur, dass sie in Wahrheit ein Mädchen ist, sondern muss auch vor den britischen Besatzern flüchten, um ihr Leben zu bewahren.

Mehr möchte ich euch zum Inhalt nicht verraten, doch so viel sei gesagt: Dieser Roman hat es wirklich in sich. Nicht nur, dass das Autorenduo sehr gut recherchiert und die Geschichte Sri Lankas anschaulich dargestellt hat, auch die fikitionale Geschichte fügt sich perfekt in das große Ganze ein. Historisch belegte Persönlichkeiten treffen auf fiktive Figuren, die liebevoll und detailgetreu ausgearbeitet wurden. Beim Lesen hatte ich sofort Sympathien für Phera und ihre Familie – allen voran ihren Vater, der ein respektvoller und mutiger Anführer ist – sodass ich beim Lesen richtig mitfieberte. Das Ende, das mir gut gefallen hat, tat sein übriges. Auch verzichten die Autoren auf eine Schwarz/Weiß-Malerei und versuchen, den historischen Begebenheiten unvoreingenommen entgegenzutreten und nur ihre Figuren kommunizieren zu lassen. Beide Seiten, die der Bevölkerung und der britischen Armee, werden durch kluge Figuren sehr realistisch reflektiert.

Die Elefantenhüterin ist ein historischer Roman, der Fernweh weckt

Mit hat Die Elefantenhüterin wirklich viel Freude bereitet. Nichts an dem Roman wirkt erzwungen oder unpassend. Man spürt, dass sich die Autoren sehr gut mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Zudem wurden historische Begebenheiten für den Leser sehr gut aufgearbeitet. Die Figuren entsprechen meiner Meinung nach voll und ganz ihrer Zeit und passen sich perfekt ein. Phera, die als Mädchen wie ein Junge erzogen wurde, sticht dadurch natürlich deutlich heraus, weckt aber nicht den Eindruck, als gehöre sie nicht in die Zeit. Eine Gradwanderung, die den Autoren sehr gut gelungen ist. Ich bedanke mich herzlich bei dem Autorenduo Julia Dorsten für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Zuge der Blogtour.


[Rezension] The Blinds

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Titel The Blinds – Es ist ein Spiel, also spiel
Reihe The Blinds
Band 1. Band
Autor Emma Marten
Übersetzer
Illustrator
Verlag BoD
Erschienen als E-book und Taschenbuch
Genre Dystopie, Jugendbuch
Preis 4,99€ (E-Book [RE]), 12,99€ Taschenbuch
Seitenzahl 412 Seiten
Bewertung

Als ich nach einer Weile Lovelybooks-Abstinenz mal wieder am Stöbern kommender Leserunden war, fiel mir The Blinds auf. Nicht nur, dass das Cover unfassbar schön ist, auch die Zusammenfassung sprach mich an. Daher versuchte ich mein Glück und durfte tatsächlich an der Leserunde zu The Blinds teilnehmen.

Ihr alle kennt diese Bücher, die euch schon nach den ersten Sätzen zeigen, das sie euch gefallen werden. Genauso erging es mir mit The Blinds. Die Figuren, die Idee, das Setting  –  einfach alles stimmte.

Das Setting von The Blinds erinnert an Panem und Selection

Die Protagonistin der Dilogie Riley lebt in einer dystopischen Version der USA, die in Distrikte aufgeteilt ist. Während sie in den Slums in Armut lebt, schwelgen die Bewohner des Zentrums in Reichtum. Highlight der Unterhaltung ist eine Castingshow – Die Blinds. Stellenweise habe ich mich beim Weltenaufbau an Panem oder Selection erinnert gefühlt. Allerdings schafft es Emma Marten, die Idee für ihren Plot zu adaptieren und zu ihrer eigenen Idee zu machen. Denn sein wir mal ehrlich: Die zugrundeliegende Idee ist nicht das wichtigste, sondern die Ausführung. Und die ist rundum gelungen.

Riley ist eine tolle Protagonistin. Sie ist eigensinnig, sarkastisch, gefühlvoll und vieles mehr. Ich mochte sie vom ersten Moment an und habe es genossen, ihre Entwicklung mit zu verfolgen. Denn  wo Anfangs Widerwillen gegen das Leben im Zentrum herrscht, treten gegen Ende des ersten Teils andere Gefühle. Denn Riley weiß, was sie von ihrem Leben will.

Ihre Hintergrundgeschichte, die man als Leser durch Rückblicke erfährt, ist sehr berührend. Ebenso die zarte Liebesgeschichte, die sich zum Loveinterest entwickelt. An dieser Stelle will ich allerdings nicht zu viel verraten. Ihr sollt ja auch noch euren Spaß haben. Die anderen Figuren haben mir ebenfalls sehr zugesagt. Allen voran Duke und seine Schwester. Ihre herzliche und ehrliche Art habe ich sehr genossen.

Die Blinds sind eine Castingshow der etwas anderen Art

Die Blinds selbst spielen im Roman eine wichtige Rolle. Von Runde zu Runde begleiten wir Riley auf ihrem Weg. Aufgrund der schieren Masse an Teilnehmern liegt der Fokus zu Beginn der Geschichte lediglich auf Riley, um sich gegen Ende auch auf die enge Teilnehmerrunde auszudehnen. Das habe ich sehr begrüßt, denn zum einen lernt man Riley somit schneller kennen und zum anderen wird das Buch dann nicht durch zu viele Namen überladen.

Ihr merkt, The Blinds hat es mir angetan. Ich habe die Leserunde sehr genossen und kann euch das Buch wärmstens empfehlen. Der zweite Band der Dilogie ist bereits in der Schreibphase und wird von mir sehnlichst erwartet, denn der Cliffhanger am Ende war unfassbar gemein! Ich danke Emma Marten und Lovelybooks herzlich für die Bereitsstellung eines e-books von The Blinds im Rahmen der Leserunde.


[Rezension] Foy und der Ring des Mauren

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Titel Foy und der Ring des Mauren
Reihe
Band Einzelband
Autor Katharina Münz
Übersetzer
Illustrator
Verlag Selfpublish
Erschienen als E-Book
Genre Historischer Roman
Preis 3,75€ [RE]
Seitenzahl 454 Seiten
Bewertung

Foy und der Ring des Mauren in drei Worten?

Spannend, historisch, begeisternd.

Cover & Gestaltung zu Foy und der Ring des Mauren?

Das Foto, das das Cover von Foy und der Ring des Mauren ziert, gefällt mir sehr gut. Schriftart und Farbe passen zu den zuvor erschienenen Werken von Katharina Münz, während das Cover an sich dieses Mal eine Fotografie ist. Ob die Frau auf dem Cover Foy darstellen soll, kann ich nicht gänzlich sagen, da die Heldin des Romans in meiner Vorstellung ein paar Nuancen dunkler war als das Model. Alles in allem gefällt mir das Cover aber sehr gut.

Worum geht’s in Foy und der Ring des Mauren?

In Foy und der Ring des Mauren geht es um die starke und herzliche Foy, die als dunkelhäutige Magd ein hartes Leben bei ihren Herren in Worms führt. An einem schicksalhaften Tag trifft Foy auf den gutaussehenden Bjørgyn, einen Dänen, der ein Auge auf die hübsche Magd geworfen hat. Was Foy zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß: Der Wikinger hat noch mehr im Sinn als Foy. Es beginnt eine spannende Reise, deren Ausgang ihr am besten selbst in Erfahrung bringt.

Der Schreibstil von Katharina Münz?

Ich mag an Katharina Münz‘ Büchern neben ihrer historischen Genauigkeit vor allem auch den Schreibstil. Katharina schreibt sehr emotional, bildhaft und detailliert, aber nicht überfrachtet. Sie schafft es, historische Bezüge in ihren Plot einzubetten, ohne dass sie stören oder auffallen. Dabei passt sie vor allem auch die Ausdrucksweise der Figuren an die gegebene Zeit an, ohne dadurch aber anachronistisch zu klingen. Es entsteht eine angenehme Balance aus historischer Korrektheit und moderne Interpretation.

Das Figurenpersonal in Foy und der Ring des Mauren?

Leser, die Katharinas Werke ein wenig länger verfolgen, kennen Foy aus Falkenherz, in dem Melwyn auf Foy trifft. Daher war sie keine gänzlich Unbekannte und ich brannte darauf, mehr über sie zu erfahren. Foy ist eine starke und doch sehr herzliche Frau. Ihre Sichtweise konnte ich gut nachvollziehen und konnte mich direkt mit ihr identifizieren. Vor allem am Anfang habe ich mit ihr gelitten und gebangt. Im Verlauf des Romans macht sie eine nachvollziehbare Veränderung durch und entwickelt sich sehr positiv. Vor allem die Darstellung ihrer Gefühle empfand ich als sehr reflektiert, realistisch und erwähnenswert, da diese ihre Charakterentwicklung spiegeln und mir überaus gut gefallen haben.
Bjørgyn hat mich sehr erheitert. Seine hartnäckige Art hat mir gut gefallen, wenngleich ich ein wenig überrascht war, wie schnell er Foy seine Gefühle offenbart. Vor allem seine verschiedenen Charaktereigenschaften im Kampf und gegenüber Foy, die gegensätzlicher nicht sein könnten, fand ich sehr ansprechend. Seine Familie gefiel mir im Übrigen genauso gut.
Foy und Bjørgyn gemeinsam haben mir unheimlich Spaß gemacht, sodass ich gerne noch viel mehr von ihnen lesen würde.

Positives über Foy und der Ring des Mauren?

Die Bücher von Katharina Münz gefallen mir aus mehreren Gründen so gut. Zum ersten gefällt mir, dass die Autorin historisch korrekt schreibt. Sie nutzt Löcher der Geschichtsschreibung, ihr Wissen über die Zeit und schafft somit ein Leseerlebnis, das eine mögliche realistische Geschichte erzählt. Auch passt sie ihre Schreibweise und den Ausdruck der Figuren an die historischen Begebenheiten an. Sie schafft darüber hinaus kein weichgezeichnetes Bild der damaligen Zeit, sondern ein sehr fundiertes, das weder bewertet noch klassifiziert. Ihre Figuren passen sich ebenfalls sehr gut in das Setting ein, wobei man eher davon sprechen muss, dass sich Setting und Figuren gegenseitig bedingen.

Empfehlung zu Foy und der Ring des Mauren?

Ich kann Foy und der Ring des Mauren allen Leserinnen und Lesern empfehlen, die gut geschriebene und super recherchierte historische Romane schätzen, die Spannung und Emotionen liefern. Ich danke Katharina Münz von Herzen für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Foy und der Ring des Mauren.


[Monatsstatistik] Februar 2017

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Hallöchen ihr Lieben und willkommen zur [Monatsstatistik] Februar 2017.

Der Februar war geprägt von vielen tollen Momenten im privaten Bereich, vor allem Mitte des Monats bekam ich eine besondere und lebensverändernde Nachricht, die mein Leben sehr positiv bereichert. Lesetechnisch war der Februar ein wenig schwächer als sein Vormonat, dafür aber auch sehr viel ereignisreicher. Gelesen habe ich dennoch, deswegen legen wir auch gleich mit der Statistik los.

Gelesene Bücher

011. „Der Nuttenmörder“ von Patrick Pankow
012. „Black Dagger – Vishous & Jane“ von J.R. Ward
013. „Black Dagger – Phury & Cormia“ von J.R. Ward
014. „Muchachas – Kopfüber ins Leben“ von Katherine Pancol
015. „Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen“ von Lars Simon

5 Bücher habe ich im Februar gelesen, von denen eines sogar seit längerer Zeit auf meinem TBR lag.Mit insgesamt 2514 Seiten komme ich auf einen Tageswert von immerhin 90 Seiten pro Tag und durchschnittlich 503 Seiten pro Buch. Dies liegt vor allem an den Bänden der Black Dagger, die mit jeweils über 700 Seiten zu den dicken Wälzern zählen. Mit durchschnittlich 4,3 Punkten ist die Bewertung minimal schlechter als im Januar, obwohl einige 5 Punkte Bücher dabei waren. Von meiner Februarleseliste habe ich tatsächlich nur ein Buch gelesen, weil mir die Stimmungsleserin und viele tolle Termine dazwischen kamen. Mein TBR-Abbau ist diesen Monat leider auf der Strecke geblieben, da ich im Februar sogar einen Aufbau von einem Buch zu verzeichnen habe. Mit einem Buch kann ich durchaus leben, da – ihr kennt das Sprichwort bestimmt – ein Buch keines ist.

Mein Monatshighlight ist diesen Monat sogar sehr einfach zu küren. Zwar haben mir die Bände 5 und 6 der Black Dagger wieder außerordentlich gut gefallen, allerdings kann ich nicht jeden Monat dieselbe Buchreihe küren. Deshalb möchte ich die Chance nutzen, und euch „Muchachas – Kopfüber ins Leben“ von Katherine Pancol als mein Monatshighlight präsentieren. Die Autorin hat mit diesem zweiten Teil ein gute Laune Buch geschaffen, das Hoffnung macht und einen nachdenklich stimmt. Dabei ist nicht immer alles eitel Sonnenschein im Leben der Protagonistinnen; ihre Schicksale und Geschichten sind so realistisch, dass sie mir beinahe wie Freundinnen vorkommen. Lest unbedingt mal in Band 1 „Muchachas – Tanz in den Tag“ von Katherine Pancol rein.

Einen Monatsflop habe ich diesen Monat leider in „Der Nuttenmörder“ von Patrick Pankow, das für mich recht schwierig war. Es ist ein authentischer Krimi, der sprachlich etwas derber ist, mir aber stellenweise ein wenig zu verwirrend war.

Neuzugänge

001. „Etta und Otto und Russell und James“ von Emma Hooper [Geschenk]
002. „Black Dagger – Vishous & Jane“ von J.R. Ward
003. „Black Dagger – Phury & Cormia“ von J.R. Ward [RE]
004. „Das Versprechen der Wüste“ von Katherine Webb [RE]
005. „Black Blade – Das eisige Feuer der Magie“ von Jennifer Estep [Geschenk]
006. „Die rote Löwin“ von Thomas Ziebula [geschenktes RE]

Im Januar hatte ich noch getönt, dass das mit den Neuzugängen besser werden müsse. Diese Aussage kann ich getrost auf den März schieben. Denn, wie unschwer zu erkennen ist, war der Februar eindeutig nicht besser als der Januar. Zwar konnte ich zwei Neuzugänge des Montags direkt weglesen, allerdings habe ich dennoch einen Neuzugang mehr als gelesene Bücher im Februar, was nach Adam und Riese einen TBR-Aufbau ergibt. An „Etta und Otto und Russell und James“ von Emma Hooper bin ich relativ unschuldig, da ich es bei Tintenelfes Literaturquiz gewonnen habe (schaut gerne mal bei ihr vorbei!). Die beiden Black Dagger Bände mussten einfach sein, damit ich meiner Sucht frönen konnte. Die Reihe hat mich in ihren Fängen und lässt mich nicht mehr los. Ich denke, die Reihe werdet ihr in den kommenden Monaten noch häufiger lesen. „Das Versprechen der Wüste“ von Katherine Webb war eine spontane Liebe, weshalb ich es unbedingt anfragen musste. Ich bin schon sehr gespannt und werde es hoffentlich bald zur Hand nehmen und lesen. „Black Blade – Das eisige Feuer der Magie“ von Jennifer Estep habe ich mir von einem Buchhandlungsgutschein gekauft, den mir eine sehr liebe Freundin geschenkt hat. (Gemeinsamt mit einer tollen Tasse, beste Geschenkkombi der Welt \o/). Nachdem ich Jennifer Esteps Mythos Academy geliebt habe, will ich auch ihrer neuen Reihe eine Chance geben, mich zu verzaubern. „Die rote Löwin“ von Thomas Ziebula habe ich von der lieben Bella geschenkt bekommen. Angelesen ist es bereits, sodass ich euch sagen kann, dass ich es mag. Ich liebe historische Romane, damit kann ich kaum was falsch machen. Ich bin guter Dinge, dass ich es morgen beenden werde.

Challenges

100 Bücher-Challenge: unverändert!
Buchkultur-Challenge: unverändert!
Rory Gilmore-Challenge: unverändert!
Carlsen-Challenge 2017: + 0 Bücher gelesen, + 0 Rezensionen // 1 Buch gelesen, 0 Rezensionen
Heyne Challenge: 4/20 Bücher gelesen // 2/4 Monatsaufgaben erfüllt + 5 Punkte = 10 Punkte gesamt
Jahr der ersten Sätze: unverändert!
Serienkiller-Challenge: 1 Reihe weitergelesen, 1 Reihe begonnen // 5 Reihen aktiv, 1 Reihe aktuell
S. Fischer-Challenge: unverändert!
Weltenbummler-Challenge: + 15 Punkte // 48 Punkte
Wortmagies High-Fantasy-Challenge: 5/30 Aufgaben gelöst

Es zeichnet sich ein Muster ab, das ich bereits kommen sah. Dennoch will ich an meinen Challenges festhalten und es probieren. Mal sehen, vielleicht wird der März ja abwechslungsreicher, was die Challengestatistik angeht. Drückt mir die Daumen!

Leseliste März

001. „Wüstenblues“ von Gerhard von Kapff
002. „Run boy, run girl“ von Nadine Gersberg
003. „Das Erbe der Tuchvilla“ von Anne Jacobs
004. „Ich geb dir die Sonne“ von Jandy Nelson
005. „Die Kleidermacherin“ von Núria Pradas
006. „Die rote Löwin“ von Thomas Ziebula
007. „Das Versprechen der Wüste“ von Katherine Webb
008. „Eine Liebe in Edenfield“ von Katherine Webb

Für den März habe ich den Mittelweg gewählt. Ich habe die Leseliste aus dem Februar mit einigen neuen Titeln aus den Februar-Neuzugängen ergänzt, um eine tolle Abwechslung zu erhalten. Acht Bücher habe ich gewählt, mal sehen, welche der Bücher es letztendlich werden. Ein Buch ist dabei schon sicher, da ich es zum Zeitpunkt dieser Statistik bereits weit über die Hälfte angelesen habe. Ich bin somit mehr als guter Dinge, dass ich am heutigen Tag bereits das erste gelesene Buch im März verzeichnen kann.

Wie war euer Monat? Hattet ihr ein Monatshighlight oder sogar einen Monatsflop?


[Rezension] Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt

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Titel Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt
Reihe
Band Einzelband
Autor Patrick Pankow
Übersetzer
Illustrator
Verlag Dot Books
Erschienen als E-Book
Genre Krimi
Preis 4,99€ [LE]
Seitenzahl 226 Seiten
Bewertung ...

Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt in drei Worten?

Derb, temporeich, verwirrend.

Cover & Gestaltung von Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt?

Das Cover des Krimis wirkt aufgrund der bläulichen Farbgebung unstet, bedrohlich und panisch. Es transportiert dieselbe düstere Stimmung, die auch dem Krimi eigen ist. Zu sehen sind der Berliner Fernsehturm und ein Mann, der die Treppen einer U-Bahnstation hinauf rennt. Definitiv ein sehr passendes Cover.

Worum geht es in Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt?

Der Titel des Krimis ist Programm. Kommissar Ratt ist ein Kommissar der besonderen Sorte wie man ihn aus guten Krimis im Fernsehen kennt. Er ist nicht immer ganz gesetzestreu, wenn es darum geht, einen Verbrecher zu einem Geständnis zu bringen. Raubeinig und direkt nimmt er sich einer brutalen Mordserie an, in der Prostituierte ermordet werden. Der Fall ist undurchsichtig, verwirrend und temporeich. Ein Ereignis jagt das nächste, wodurch für Spannung gesorgt ist.

Der Schreibstil von Patrick Pankow?

Der Autor, der unter dem Pseudonym Patrick Pankow schreibt, hat einen für diesen dunklen Krimi sehr passenden Schreibstil. Er ist direkt, unverblümt, ein wenig derb und erinnerte mich stellenweise an den Telegrammstil. Die Wortwahl und Ausdrucksweise passt perfekt zu Ratt und er Szene, in der er ermitteln muss, weshalb auf mich alles sehr authentisch gewirkt hat. An dieser Stelle möchte ich deutlich machen, dass die derbe Sprache vorherrscht, wer mit Kraftausdrücken Probleme hat, sollte nicht zu diesem Buch greifen.

Das Figurenpersonal in Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt?

Kommissar Ratt ist ein gewöhnungsbedürftiger Charakter. Er ist verbissen, klug und direkt, kann aber auch ziemlich unangenehm werden. Er ist ein schwieriger Charakter, der nicht immer den Regeln des Gesetzgebers folgt und stattdessen seine eigenen Regeln aufstellt. Aber er bleibt sich treu. Seine raubeinige Art war für mich im ersten Moment gewöhnungsbedürftig, nach einer kurzen Weile hatte ich mich aber mit ihm angefreundet. Die anderen Figuren des Krimis bleiben recht blass und unscheinbar, sie nehmen nur Randpositionen ein, die sie nur selten verlassen, was ich an einigen Stellen recht schade fand.

Positives über Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt?

Patrick Pankow hat mit diesem Krimi ein absolut authentisches Buch geschrieben. Alles passt zusammen, nichts wirkt deplatziert oder zu gewollt. Es ist in sich stimmig, man hat Lust weiterzulesen. Der Krimi ist verworren und verwirrend. Man glaubt, auf der richtigen Spur zu sein, nur um dann eines besseren belehrt zu werden.

Kritik an Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt?

Leider habe ich auch ein wenig Kritik an diesem Krimi. So gerne ich undurchsichtig konstruierte Fälle auch mag, Ratts erste Intuition, deren er sich so sicher war, ging mit zu schnell. Der Leser wurde an dieser Stelle ausgesperrt, was ich persönlich sehr schade fand. Auch ziemlich irritiert hat mich die Beziehung zu einer weiteren Figur im Krimi, die plötzlich da war, nicht erklärt und auch nicht aufgelöst wurde. Diese Beziehung war für mich unverständlich und ein wenig störend.

Empfehlung zu Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt?

Dieser Krimi ist absolut nichts für zarte Gemüter, da die Wortwahl recht derb und direkt ist. Wer sich davon aber nicht abschrecken lässt erhält einen spannenden und verworrenen Kriminalfall, der absolut authentisch ist. Ich danke dot.books und Lovelybooks herzlich für die Bereitstellung eines Leseexemplars von Der Nuttenmörder – Ein Fall für Kommissar Ratt im Zuge der Leserunde.


[Rezension] #Bandstorys: Bitter Beats

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Titel #Bandstorys: Bitter Beats
Reihe #Bandstorys
Band 1. Band
Autor Ina Taus
Übersetzer
Illustrator
Verlag Carlsen Impress
Erschienen als E-Book
Genre YA, NA, Jugendbuch
Preis 3,99€ [LE]
Seitenzahl 343 Seiten
Bewertung .....

#Bandstorys: Bitter Beats in drei Worten?

Authentisch, musikalisch, emotional.

Cover & Gestaltung von #Bandstorys: Bitter Beats?

Das Cover von #Bandstorys: Bitter Beats passt perfekt zu den anderen Carlsen Impress Titeln und ebenso gut zum Inhalt des Romans. Der junge Mann mit Hut passt gut zu Max, wobei die Phantasie sich ihn in meinem Kopf ein wenig anders vorgestellt hat, das blonde Mädchen könnte Anna verkörpern. Der Regen, der eine zentrale Bedeutung im Roman hat, darf natürlich auch nicht fehlen. Von daher ein inhaltlich sehr stimmiges Cover.

Worum geht es in #Bandstorys: Bitter Beats?

Durch einen Autounfall verliert Anna, Frontsängerin der Band Anna falls, ihre große Liebe und danach ist die Welt nicht mehr dieselbe. Im ersten Band der Reihe geht es um Anna und ihren Weg zurück ins Leben und die Liebe. Eingeigelt geht das Leben an ihr vorüber, bis sie auf den jungen und charmanten Musiker Max trifft, der ihr Leben auf den Kopf stellt. Der Leser wird auf eine turbulente Reise durch die Musik mitgenommen, die mich persönlich sehr begeistert hat.

Der Schreibstil von Ina Taus?

Ich liebe den Schreibstil von Ina Taus. Ich kann es nicht anders sagen. Sie schreibt so flüssig und locker, dass es ein Genuss ist. Die Wortwahl ist locker-leicht, die Dialoge sind humorvoll, die Innensicht sehr reichhaltig und emotional. Sie schafft es, emotionale Situationen real und detailliert darzustellen, sodass ich aufgrund der Bildhaftigkeit oft das Gefühl hatte, live dabei zu sein. Das Verhältnis von Dialog und Beschreibung ist sehr ausgewogen. Ich bin rundum glücklich und zufrieden.

Das Figurenpersonal in #Bandstorys: Bitter Beats?

Ich habe mich in Anna und Max verliebt, die im ersten Band der #Bandstorys im Vordergrund stehen. Anna ist eine toughe, sarkastische, humorvolle und begeisterungsfähige Protagonistin, mit der ich mich sehr gut identifizieren konnte. Sie ist sehr realistisch dargestellt und macht eine tolle Entwicklung gut. Max hat mir ebenfalls vom ersten Moment an gefallen, der ebenfalls eine tolle Wandlung durchmacht. Wobei ich bei ihm von Anfang an das Gefühl hatte, dass er mehr ist als das Klischee, das er selbst glaubt zu sein. Die anderen Bandmitglieder sind alle sehr süß und lustig. Ich habe sie alle in mein Herz geschlossen, weil hinter ihrem Image viel mehr steckt, als auf den ersten Blick zu erkennen ist. Deswegen freue ich mich schon sehr auf die weiteren Bücher, in denen ich die anderen Figuren näher kennen lernen darf.

Positives über #Bandstorys: Bitter Beats?

Allein der Prolog war so intensiv und emotional, dass der Einstieg ins Buch ein Leichtes war. Direkt vom ersten Moment an war ich getriggert und konnte das Buch nicht mehr aus meinen Gedanken streichen. Die Geschichte von Anna und Max fühlte sich so echt und greifbar an, dass ich einfach weiterlesen musste. Sie entwickelt sich stetig und in einem für mich perfekten Tempo, ist dabei etwas eigenes und neues, nichts Klischeehaftes und verzauberte mich. Die Perspektivwechsel zeigen die Emotionen der Protagonisten auf direkte Weise und bringen Spannung in die Geschichte. Der plötzliche Plotwechsel hat mich sehr überrascht, obwohl ich die Zeichen früher hätte deuten können. Umso überraschter war ich dann. Als kleine Romantikerin liebe ich vor allem das Ende samt Prolog, das schöner nicht hätte sein können.

Empfehlung zu #Bandstorys: Bitter Beats?

Ina Taus‘ Debüt #Bandstorys: Bitter Beats ist einen Blick wert. Schaut euch die Reihe an. Sie bietet alles, was ich an einer tollen Reihe schätze: Tolle Figuren, viel Emotion, einen spannenden Plot und eine super Atmosphäre. Dabei sticht vor allem auch die Schreibe der Autorin hervor. Eine absolute Leseempfehlung! Ich danke dem Carlsen Impress Verlag und Lovelybooks herzlich für die Bereitstellung eines Leseexemplars im Zuge der Leserunde zu #Bandstorys: Bitter Beats.