[Blogtour] Die Elefantenhüterin – Tag 4

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Hallo und willkommen zu Tag 4 der Blogtour zu Die Elefantenhüterin.

Mein Name ist Jeeva Maha Nuvara, Gajenayke Nilami des Königs Sri Vikrama Rajasinha von Kanda Uda Pas Rata und ich bin der Vater von Phera. Meine Tochter Phera kennt ihr bereits von Tag 3. Ich habe heute die Ehre, euch einen wichtigen Ort für mein Volk vorzustellen: Sigiriya.

Sirgiriya ist ein großer Monolith, auf dem sich die Ruinen der Löwenfestung befinden. Die Entstehungsgeschichte der Festung ist legendär und wird auch die Besatzung durch die Briten überdauern.

Es wird überliefert, dass König Dhatusena von Anuradhapura von seinem eigenen Sohn Kassapa 473 n. Chr. ermordet wurde, damit dieser die Thronfolge zu seinen Gunsten bestimmen konnte. Aus Angst vor seinem Halbbruder und rechtmäßigen König Moggallana ließ Kassapa I. die Festung errichten. 491 eroberte Moggallana seinen Thron zurück und wurde König. Das einzig Positive, das die Briten bei ihrem Einfall im unser Königreich hinterließen, war die Entdeckung des Palastes 1831. Denn so konnte ein Stück Legende meiner Vorväter gerettet werden.

Copyright Julia Dorsten

Leider ist das auch schon das einzig nette, was ich über die Briten sagen kann. Denn nach jahrelangen Kämpfen um unser Königreich, bedienten sich die Briten ihrer Freunde List und Tücke, um mithilfe von Verrätern durch den Jungle mitten in der Nacht in unsere Hauptstadt zu schleichen und unseren König zu stürzten. Doch damit leider noch nicht genug, sie traten auch unsere Kultur, unsere Religion und unsere Werte mit Füßen. Die kandische Konvention, die unsere Rechte beschützen sollte, stellte sich im Rückblick als wertloses und leider machtloses Stück Papier heraus, durch das wir uns den Briten unterwarfen.

Unhaltbar wurde die Situation für mich und mehrere Berater des Königs erst, als sie die heiligen Elefanten des Königs verkaufen und zu Aufgaben zwingen wollten, die jenseits ihrer Kaste lagen. Als Gajenayke Nilami des Königs war es meine Pflicht, die Würde der königlichen Elefanten zu wahren. Daher sandte ich meine Familie voraus, um gemeinsam mit einigen mutigen Männern die Elefanten des Königs in die Freiheit zu führen. Dabei mussten wir äußert vorsichtig und umsichtig vorgehen, denn einen Kampf gegen die Briten hätten wir nicht gewinnen können. Die Nacht und unsere Kenntnisse des Urwalds waren unsere stärksten Mittel. Dadurch gelang uns die lautlose Flucht in die Nacht.

Ich kann nicht gerade sagen, dass die Briten sich an ihre vertraglich vereinbarten Versprechen gehalten hätten. Sie führten christliche Kirchen ein, beendeten unser Kastensystem, zwangen uns europäische Kleidung auf und verdammten uns zu Sklavenarbeit. Sie mordeten unzählige junge Männer, aus Angst vor Aufständen und vergingen sich an unseren Frauen. Meine eigene Familie musste unsägliches erleiden, was ich leider nicht verhindern konnte.

Gewinnspiel Die Elefantenhüterin
Gewinnspiel Die Elefantenhüterin

Im Zuge der Blogtour zu Die Elefantenhüterin gibt es auch ein Gewinnspiel, auf das ich euch gerne hinweisen möchte. Gewinnen könnt ihr eines von drei Sets, bestehend aus:

1x Taschenbuch „Die Elefantenhüterin“
1x Leseprobe „Das Mädchen mit der goldenen Schere“
1x Autogrammkarte

Das Gewinnspiel läuft bis zum 22. Januar um 23:59 Uhr. Beantworten müsst ihr dazu nur eine kurze Frage, deren Antwort ihr bitte in die Kommentare schreibt:

Welches Amt übte ich bis zur britischen Invasion unter König Sri Vikrama Rajasinha aus?

Bedenkt, dass ihr unter jedem Beitrag der Blogtour eine Frage findet und dadurch Lose sammeln könnt (maximal 5 Lose insgesamt). Die Teilnahmebedingungen findet ihr hier.

Viel Erfolg!

 

Hier geht’s weiter:

Tag 1: Die große Lüge

Tag 2: Die Sterne des Schicksals

Tag 3: Mein Leben mit Elefanten

Tag 5: Autoreninterview


[Rezension] The Blinds

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Titel The Blinds – Es ist ein Spiel, also spiel
Reihe The Blinds
Band 1. Band
Autor Emma Marten
Übersetzer
Illustrator
Verlag BoD
Erschienen als E-book und Taschenbuch
Genre Dystopie, Jugendbuch
Preis 4,99€ (E-Book [RE]), 12,99€ Taschenbuch
Seitenzahl 412 Seiten
Bewertung

Als ich nach einer Weile Lovelybooks-Abstinenz mal wieder am Stöbern kommender Leserunden war, fiel mir The Blinds auf. Nicht nur, dass das Cover unfassbar schön ist, auch die Zusammenfassung sprach mich an. Daher versuchte ich mein Glück und durfte tatsächlich an der Leserunde zu The Blinds teilnehmen.

Ihr alle kennt diese Bücher, die euch schon nach den ersten Sätzen zeigen, das sie euch gefallen werden. Genauso erging es mir mit The Blinds. Die Figuren, die Idee, das Setting  –  einfach alles stimmte.

Das Setting von The Blinds erinnert an Panem und Selection

Die Protagonistin der Dilogie Riley lebt in einer dystopischen Version der USA, die in Distrikte aufgeteilt ist. Während sie in den Slums in Armut lebt, schwelgen die Bewohner des Zentrums in Reichtum. Highlight der Unterhaltung ist eine Castingshow – Die Blinds. Stellenweise habe ich mich beim Weltenaufbau an Panem oder Selection erinnert gefühlt. Allerdings schafft es Emma Marten, die Idee für ihren Plot zu adaptieren und zu ihrer eigenen Idee zu machen. Denn sein wir mal ehrlich: Die zugrundeliegende Idee ist nicht das wichtigste, sondern die Ausführung. Und die ist rundum gelungen.

Riley ist eine tolle Protagonistin. Sie ist eigensinnig, sarkastisch, gefühlvoll und vieles mehr. Ich mochte sie vom ersten Moment an und habe es genossen, ihre Entwicklung mit zu verfolgen. Denn  wo Anfangs Widerwillen gegen das Leben im Zentrum herrscht, treten gegen Ende des ersten Teils andere Gefühle. Denn Riley weiß, was sie von ihrem Leben will.

Ihre Hintergrundgeschichte, die man als Leser durch Rückblicke erfährt, ist sehr berührend. Ebenso die zarte Liebesgeschichte, die sich zum Loveinterest entwickelt. An dieser Stelle will ich allerdings nicht zu viel verraten. Ihr sollt ja auch noch euren Spaß haben. Die anderen Figuren haben mir ebenfalls sehr zugesagt. Allen voran Duke und seine Schwester. Ihre herzliche und ehrliche Art habe ich sehr genossen.

Die Blinds sind eine Castingshow der etwas anderen Art

Die Blinds selbst spielen im Roman eine wichtige Rolle. Von Runde zu Runde begleiten wir Riley auf ihrem Weg. Aufgrund der schieren Masse an Teilnehmern liegt der Fokus zu Beginn der Geschichte lediglich auf Riley, um sich gegen Ende auch auf die enge Teilnehmerrunde auszudehnen. Das habe ich sehr begrüßt, denn zum einen lernt man Riley somit schneller kennen und zum anderen wird das Buch dann nicht durch zu viele Namen überladen.

Ihr merkt, The Blinds hat es mir angetan. Ich habe die Leserunde sehr genossen und kann euch das Buch wärmstens empfehlen. Der zweite Band der Dilogie ist bereits in der Schreibphase und wird von mir sehnlichst erwartet, denn der Cliffhanger am Ende war unfassbar gemein! Ich danke Emma Marten und Lovelybooks herzlich für die Bereitsstellung eines e-books von The Blinds im Rahmen der Leserunde.


[Rezension] Der Ruf des Kuckucks

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Titel Der Ruf des Kuckucks
Reihe Coromoran Strikes-Reihe
Band 1. Band
Autor Robert Galbraith
Übersetzer Wulf Bergner,‎ Christoph Göhler,‎ Kristof Kurz  
Illustrator  –
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Krimi
Preis 10,99€
Seitenzahl 656 Seiten
Bewertung
Der Ruf des Kuckucks
Der Ruf des Kuckucks

Ich kann euch gar nicht sagen, wie lange J.K. Rowlings aka Robert Galbraiths Der Ruf des Kuckucks auf meinem TBR ein trauriges Dasein fristen musste – und das auch noch völlig zu Unrecht, wie ich euch versichern kann. Ich bin hin und weg von diesem Krimi und das obwohl ich das Genre des Krimis nur sehr selten zur Hand nehme.

Dass J.K. Rowling gut schreiben kann, wusste ich bereits aus ihren magischen Harry Potter Büchern, die mich in meiner Kindheit begleiteten. Dass sie allerdings fernab von Kinder- und Jugendliteratur aus dem Fantasy-Genre angenehm und flüssig schreiben kann, stellte ich während der Lektüre von Der Ruf des Kuckucks fest. Kombiniert mit tollen Figuren und einem fesselnden Plot, bescherte mir ihr erster Krimi angenehme Lesestunden.

Der Ruf des Kuckucks kombiniert tolle Figuren mit einem fesselnden Plot

Die Hauptfigur des Krimis, der Privatdetektiv Cormoran Strike, hat mir direkt gefallen. Etwas eigenbrötlerisch, speziell, klug und sehr gradlinig – damit sammelte er bei mir direkt Sympathiepunkte. Als Ermittler im Todesfall der prominenten Lula Landry hat er sich durch ermittlerisches Fingerspitzengefühl und eine sehr gute Intuition hervorgetan, worin für mich auch die Spannung des Krimis lag.

Der Plot mit seiner Idee war grundlegend natürlich nicht neu, dafür aber schön aufbereitet und mit passenden Figuren ausgestattet. Kombiniert wurde der Plot zudem mit einigen Wendungen, die ich als unerfahrene Krimileserin nicht habe kommen sehen. Mehr als einmal konnte ich mich dabei ertappen, wie ich auch falschen Fährten umherirrte, nur um dann von Cormorans rotem Faden wieder auf die richtige Spur geführt zu werden.

Das Herzstück des Krimis, seine Auflösung, fand ich in Ordnung und passend zur Handlung. Es muss ja auch nicht immer ein nervenstrapazierendes Ende sein, bei dem man sich die Fingernägel zerkaut. Vor allem dann nicht, wenn es nicht zum gesetzteren Grundton der Handlung passt. Alles in allem bin ich von Der Ruf des Kuckucks sehr positiv überrascht. Besonders begeistert hat mich die Tatsache, dass Der Ruf des Kuckucks der Auftaktband zu einer Reihe ist.


[Rezension] Mythos Academy Colorado – Bitterfrost

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Titel Mythos Academy Colorado – Bitterfrost
Reihe Mythos Academy Colorado
Band 1. Band
Autor Jennifer Estep
Übersetzer Michaela Link
Illustrator
Verlag ivi Piper Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Fantasy, Jugendbuch
Preis 16,99€
Seitenzahl 384 Seiten
Bewertung
Bitterfrost
Bitterfrost

Als eingefleischter Fan der Mythos Academy, musste ich Jennifer Ersteps neuestes Werk Mythos Academy Colorado – Bitterfrost unbedingt haben. Als ich es dann endlich in meinen Händen hielt war es nur noch eine Frage der Zeit, bis ich den neuesten Streich aus Jennifer Esteps Feder verschlingen würde.

Meine Erwartungen an Mythos Academy Colorado – Bitterfrost waren gewohnt hoch – immerhin hatte mich Jennifer Estep bisher noch nie mit einem Buch enttäuscht.  Und ich muss sagen, dass ich in den ersten Tagen nach der Lektüre wirklich begeistert und glückselig war. Und dann begann ich, andere Rezensionen zum Buch zu lesen, die mich zum Nachdenken brachten. Versteht mich nicht falsch, weder das Buch noch die Rezensionen sind schlecht, aber sie brachten mich eben zum Nachdenken.

Die erste Begeisterung verflog nach den ersten Rezensionen von Mythos Academy Colorado – Bitterfrost

Ich hatte wirklich großen Spaß beim Lesen des neuen Auftaktbands und freue mich auch nach wie vor über die folgenden Bücher, allerdings bin ich nicht mehr so übertrieben euphorisch, wie direkt nach dem Lesen. Es liegt nicht daran, dass mich Jennifer Esteps Schreibstil nicht packen konnte oder die Welt mir fremd vorkam. Denn sowohl ihr Schreibstil als auch das Setting konnten mich wieder in ihren Bann ziehen. Vielmehr störte mich die starke Parallelität, die mir unterschwellig schon während des Lesens aufgefallen war und die massive Heldenverehrung von Gwen, die mir bereits während des Lesens gegen den Strich ging.

Da ich über die Parallelen zwischen den beiden Reihen hinwegsehen kann – immerhin musste ich erst bewusst darauf hingewiesen werden – kann ich die permanent überhöhte Anwesenheit Gwens nicht so einfach ignorieren. Gwen, die mir als Figur sehr gut gefallen hat, verliert in meinen Augen dadurch an Glaubwürdigkeit und lässt die aktuelle Heldin zu gewollt in einem schlechten Licht dastehen, gegen das sie ankämpfen muss – natürlich zusätzlich zu ihren eigentlichen Problemen.

Alles in allem hatte ich beim Lesen von Mythos Academy Colorado – Bitterfrost großen Spaß und freue mich sehr auf einen zweiten Teil, wenngleich ich nun etwas mehr auf Parallelen und Unterschiede zwischen den Reihen achten werde. Guten Gewissens kann ich den Auftaktband allen Freunden von Jennifer Esteps Büchern und solchen, die es werden wollen, empfehlen.


[Rezension] Der italienische Garten

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Titel Der italienische Garten
Reihe
Band Einzelband
Autor Alyson Richman
Übersetzer Norbert Möllemann
Illustrator
Verlag Diana Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Frauenroman, historischer Roman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 432 Seiten
Bewertung
Der italienische Garten
Der italienische Garten

Mit Familie in Italien interessiert mich die Geschichte Italiens natürlich genauso sehr, wie die Deutschlands. Wenn ich nun historischen Roman mit Handlungsort in Italien, faszinierenden Figuren und authentischen Begebenheiten bekomme, schwebe ich auf meiner Lesewolke ganz weit oben. Nichts weniger habe ich mit Der italienische Garten von Alyson Richman bekommen.

Als Leser begleiten wir die junge Cellistin Elodie, die 1943 in Portofino von Bord eines Schiffes geht. In regelmäßigen Rückblicken erfahren wir die Geschichte der jungen Frau, die mit gefälschten Papieren ein neues Leben beginnen muss, nachdem ihr altes sie beinahe das Leben kostete.

Alyson Richmans Der italienische Garten ist voll historischer Authentizität

Als Liebhaberin von historischen Romanen und Geschichtsfan lege ich großen Wert auf historische Authentizität von Romanen. Bei Der italienische Garten hatte ich stellenweise das Gefühl, Zeitzeugenberichte zu lesen und keinen Roman. Alyson Richman schafft es, historische Begebenheiten mit fiktiven Ereignissen zu kombinieren und ihrer Geschichte somit eine tiefere Ebene zu verleihen. Vor allen Dingen hat sie es aber geschafft, ihre Figuren so authentisch zu kreieren, dass ich zu keiner Zeit Zweifel hatte, ebenjenen Menschen zu dieser Zeit auf der Straße begegnen zu können.

Die Figuren, allen voran Elodie, haben mich tief berührt. Ihre Gestaltung ist realistisch und glaubwürdig. Vor allem Elodies Verwandlung und ihre Tätigkeiten für den Widerstand haben mir sehr gut gefallen. Besonders schön empfand ich natürlich die Liebesgeschichten im Roman, die mein Herz berühren konnten.

Der italienische Garten  entwickelte einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte

Aufgrund der Thematik von Der italienische Garten kam nicht nur stellenweise richtig Spannung auf. Der Plot entwickelt sich zu Beginn gemächlich und langsam, um dann immer weiter an Fahrt aufzunehmen. Genau wie die historischen Begebenheiten, überschlagen sich plötzlich die Ereignisse – in vielerlei Hinsicht. Mit zunehmender Spannung konnte ich das Buch immer seltener aus der Hand legen. Der italienische Garten  entwickelte einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte.

Ich kann Der italienische Garten allen empfehlen, die gut recherchierte und spannende historische Romane mit Emotionen, tollen Figuren und spannendem Plot zu schätzen wissen.


[Rezension] Willkommen in der Provence

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Titel Willkommen in der Provence
Reihe
Band Einzelband
Autor Brigitte Guggisberg
Übersetzer
Illustrator
Verlag Diana Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Frauenroman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 352 Seiten
Bewertung
Willkommen in dre Provence
Willkommen in dre Provence

Als ich Willkommen in der Provence beim Bloggerportal angefragt habe, suchte ich nach einem schönen Frauenroman für Zwischendurch. Bekommen habe ich einen Frauenroman der etwas anderen Art mit einer Protagonistin, die aus einer Not eine Tugend zu machen versucht.

 

Der Plot von Willkommen in der Provence ist ebenso schnell erzählt wie komisch: Vivianne lebt ein beschauliches Leben in der Provence bis ihr Mann eines Tages von jetzt auf gleich verschwindet. Und damit nicht genug, er räumt das gemeinsame Bankkonto leer und lässt Vivianne auf einer nicht bedienten Hypothek sitzen. Natürlich ist Vivianne im ersten Moment ziemlich irritiert und vor den Kopf gestoßen. Von ihrer Panik getrieben, verstrickt sich Vivianne in einer Geschichte, aus der sie so schnell nicht mehr herauskommt…

Die Plotidee von Willkommen in der Provence ist erfrischend und einzigartig

Ich muss an dieser Stelle leider bereits sagen, dass der Plot für mich noch das Interessanteste an diesem Buch war, da die Idee wirklich einzigartig ist. Mit der Protagonistin Vivianne kam ich leider so gar nicht zurecht. Sie ist mir im Allgemeinen zu kopflos und zu antriebslos. Ich hatte das Gefühl, dass immer jemand für sie da ist, um sie in Bewegung zu halten und ihr zu sagen, wie es weitergehen wird. Eine selbstbestimmte Figur sieht leider anders aus.

Vivianne ist eine etwas anstrengende Protagonistin

Auch mit dem Schreibstil hatte ich so meine Problemchen. Nicht, dass Frau Guggisberg nicht angenehm schreibt, das schon. Lediglich die Auswahl des Präsens für ihre Geschichte empfand ich als ein wenig anstrengend beim Lesen. Auch hat mich irritiert, dass Vivian immer in indirekter Rede spricht, während alle anderen Figuren in direkter Rede agieren. Leider konnte ich mich bis zum Schluss nicht daran gewöhnen.

Alles in allem ist Willkommen in der Provence ein angenehmes Buch für zwischendurch, das eine sehr einzigartige Plotidee hat und spaßig zu lesen ist. Mit der Protagonistin und dem Schreibstil hatte ich stellenweise so meine Probleme, was allerdings nur an meinem persönlichen Geschmack liegt. Ich kann mir vorstellen, dass Willkommen in der Provence Leserinnen gefallen kann, die einen etwas anderen Frauenroman suchen.


[Jahresabschluss 2017] 10 Aufgaben – 10 Antworten: Bücher aus diesem Jahr

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Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, ihr seid genauso angenehm und lustig ins neue Jahr gerutscht, wie ich. Heute habe ich einen etwas anderen Jahresrückblick für euch. Da es in letzter Zeit ziemlich still auf meinem Blog war und ich auch die Monatsstatistiken der letzten drei Monate nicht erstellt habe, entschied ich mich gegen eine Jahresstatistik. Stattdessen habe ich diesen Tag bei der lieben Nicci von Trallafittibooks entdeckt und mich spontan dazu entschieden, diesen Tag als Rückblick zu nehmen.

In nächster Zeit dürft ihr euch aber dennoch wieder auf mehr Beiträge freuen. Die Buchstatistik wird in überarbeiteter Form Ende Januar auch wieder ins neue Jahr starten. Genug geredet, viel Spaß mit dem Tag.

1.Ein Buch, welches du 2017 endlich vom SuB (Stapel ungelesener Bücher) befreit hast

Ich muss euch erstmal gestehen, dass ich dieses Jahr vermehrt Bücher gelesen habe, die ich 2017 geschenkt bekam oder kaufte. Daher ist Der Ruf des Kuckucks von Robert Galbraith tatsächlich dasjenige Buch, das ich endlich vom TBR befreit habe, nachdem es viel zu lange dort schmoren musste. Ich glaube, ich muss an dieser Stelle nicht erwähnen, dass ich für dieses Jahr den Abbau meines TBRs plane, oder?

2. Ein Buch, welches du 2017 unbedingt lesen wolltest, aber es nicht geschafft hast

Nun, betrachtet man sich meinen TBR genauer, sind es streng genommen 155 Bücher, die ich in 2017 unbedingt lesen wollte, es aber nicht geschafft habe. Besonders gerne lesen möchte ich allerdings Silber – Das dritte Buch der Träume von Kerstin Gier, Talon – Drachenherz von Julie Kagawa, Die rote Königin von Victoria Aveyard und Der Nachtzirkus von Erin Morgenstern. Diese vier Bücher stehen ganz oben auf meiner Liste für 2018.

3. Ein Buch, auf welches, du wie irre hingefiebert hast und jetzt auf dem SuB schlummert

Und auch hier könnte ich euch so einige meiner Errungenschaften aus 2017 auflisten. Besonders Talon – Drachenherz, auf das ich mich nach meiner verspäteten Entdeckung von Band eins so gefreut hatte, musste nicht nur ewig im Laden darauf warten, von mir adoptiert zu werden, sondern fristet seitdem ein trauriges Schattendasein in meinem TBR-Regal…

4. Eine Reihe, die dich 2017 begeistert hat

Nachhaltig begeistert und zutiefst berührt hat mich die Muchachas-Trilogie von Katherine Pancol. Sie hat eine Trilogie geschaffen, dir vor lebensbejahender Energie nur so sprüht und mich einfach umgehauen hat. Ihre Figuren sind so einzigartig und faszinierend, dass ich nicht nur jede Seite genossen und zugleich verschlungen habe, sondern auch eine Weile brauchte, um mich von dieser Reihe zu lösen. Eine eindeutige Empfehlung!

5. Eine neue Lieblingsautorin, die du 2017 für dich entdeckt hast

Nachdem ich im Oktober Wintersterne von ihr verschlungen habe und seitdem ein unfassbares Fernweh nach Prag habe, gehört Isabelle Broom für mich auf die Liste der zu beobachtenden Autorinnen. Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass mir auch ihre weiteren Werke gefallen und mich ebenso verzaubern werden.

6. Ein Lieblingscover aus 2017

Es gab in 2017 so viele tolle Cover, dass mir die Auswahl wirklich nicht leicht fällt, aber hier ist sie:

7. Ein Highlight aus 2017

Auch bei den Highlights fällt mir die Auswahl nicht so ganz leicht, daher muss ich neben der Muchachas-Trilogie auch Wolkenschloss von Kerstin Gier, Berühre mich. Nicht. von Laura Kneidel und – natürlich – Wintersterne von Isabelle Broom nominieren.

8. Ein Flop aus 2017

Der größte Flop aus 2017 ist für mich Römische Ermittlungen von Bianca Palma. Nicht, weil das Buch so unfassbar schlecht war, sondern einfach, weil ich mir mehr erwartet hatte. Zudem war die Leserunde mit der Autorin auf Lovelybooks wegen ihrer Kommentare auf Leserreaktionen reichlich unangenehm, da die Autorin mit sachlicher und gut formulierter Kritik nicht gerade verständnisvoll umging.

9. Der Bookboyfriend 2017 schlechthin

Ich muss sagen, dass es bei dieser Frage ein Unentschieden zwischen Ben aus Wolkenschloss und Luca aus Berühre mich. Nicht. gibt. Beide haben diese fürsorgliche Art, die ich bei Menschen im Allgemeinen sehr wichtig finde und stehen für sich ein. Wobei auch Damen aus Evermore mir ziemlich gut gefallen hat.

10. Eine Fortsetzung, auf die du dich 2018 schon riesig freust

Ich fiebere der Fortsetzung von Der Palast der Borgia entgegen, das glücklicherweise fortgesetzt wird und schon am 15. Januar diesen Jahres erscheint. Definitiv mein erstes must-have in 2018!


Rezension] Das Lied von Eis und Feuer – Die Herren von Winterfell

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Titel Das Lied von Eis und Feuer – Die Herren von Winterfell
Reihe Das Lied von Eis und Feuer
Band 1. Band
Autor George R.R. Martin
Übersetzer Jörn Ingwersen
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Fantasy
Preis 16,00€
Seitenzahl 576 Seiten
Bewertung
Die Herren von Winterfell
Die Herren von Winterfell

Game of Thrones ist in aller Munde und ich bin gefühlt wohl die Letzte, die die Reihe zu lesen beginnt, um sie anschließend schauen zu können. Daher wurde es langsam aber sicher Zeit, dass ich mit Das Lied von Eis und Feuer – Die Herren von Winterfell beginne und eine neue Welt erobere.

Wer mich kennt weiß, dass ich historische Romane mit mittelalterlichem Setting gerne lese. Vor allem, wenn sie authentisch dargestellt sind. Daher bin ich mit Das Lied von Eis und Feuer – Die Herren von Winterfell genau richtig bedient, denn der Auftaktband ist einfach grandios! Zwar gibt es bereits zu Beginn wahnsinnig viele Figuren und Charaktere, Intrigen, Hintergrundgeschichten und nette Kleinigkeiten, dennoch findet man sich gut in die Handlung ein und kann auch die Namen der Figuren problemlos zuordnen.

Zunächst war ich jedoch ein wenig erschlagen. Erschlagen wegen der vielen Figuren, Namen, Herrscherhäuser, Geschichten und Bündnisse. Allerdings entwickelte sich eben daraus ein faszinierender Sog, der mich tief in die Geschichte hineinzog und tagelang an das Haus der Starks band.

Die Perspektivwechsel unterstützten den spannenden Plot so gut, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die geheimen Verbindungen und Bündnisse, die Handlungen und Konsequenzen, die daraus resultierten und die allgegenwärtige Bedrohung durch das Haus der Targaryen, haben mir große Freude bereitet. Apropos Targaryen: Ich habe Dany von Beginn an in mein Herz geschlossen. Ich kenne die Verkörperung ihrer Figur von Bildern aus der Serie und bin bereits jetzt von der Khaleesi begeistert. Ansonsten bin ich dem Haus der Starks sehr zugetan und habe gespannt mit Brans Schicksal gebangt.

Nach der Lektüre des Auftaktbands war ich paralysiert. Es hat sich mir eine Reihe eröffnet, deren Welt so enorm viel Potential besitzt, dass schier alles möglich erscheint. Ich wurde bestens unterhalten, flog förmlich durch die Seiten und habe eine authentisch erbaute Welt erhalten, die sich an mittelalterlichen Gepflogenheiten orientiert. Der Plot der Rahmenhandlung ist spannend und nur so mit Binnengeschichten gespickt. Ich bin mir sicher, dass es mir mit den künftigen Bänden des Liedes von Eis und Feuer niemals langweilig wird.

Dementsprechend kann ich allen, die Das Lied von Eis und Feuer – Die Herren von Winterfell noch nicht gelesen haben nur eines empfehlen: Lest diese Reihe! Wenn ihr Kämpfe, mittelalterliche Settings, viele Figuren und Intrigen mögt, werdet ihr diesen Auftaktband lieben!


[Rezension] Wintersterne

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Titel Wintersterne
Reihe
Band Einzelband
Autor Isabelle Broom
Übersetzer Uta Rupprecht
Illustrator
Verlag Diana Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Frauenroman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 448 Seiten
Bewertung
Wintersterne
Wintersterne

Ich liebe Geschichten, die ans Herz gehen. Als ich Wintersterne zu lesen anfing, wollte ich genau ein solches Herzensbuch. Bekommen habe ich die Geschichte dreier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten aber dennoch eines gemeinsam haben: Die Liebe.

Als Leserin von Wintersterne lässt man sich in das winterliche Prag der heutigen Zeit entführen. Tatsächlich fühlte ich mich während des Lesens die gesamte Zeit so, als wäre ich in Prag. Ich muss nicht erwähnen, dass das Buch derartiges Fernweh in mir geweckt hat, dass mein nächster Urlaub nach Prag geht, oder?

Isabelle Broom schreibt mit einer solchen Liebe und mit so viel Details, dass ich gar nicht anders konnte, als alles bildlich vor mir zu sehen und Teil der Geschichte zu werden. Ich war auf jeder Seite, in jeder Situation und Handlung dabei. Der winterliche Zauber der Stadt und die liebevoll gestalteten Figuren entwickelten einen solchen Sog, dass ich Wintersterne beinahe inhaliert habe.

Drei Frauen. Drei Liebesgeschichten. Eine unvergessliche Stadt.

Im Kern der Geschichte stehen die Lebens- und Liebesgeschichten dreier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und sich in Prag durch Zufall treffen. Man könnte von einer schicksalshaften Begegnung sprechen.  Besonders herzzerreißend war die Liebesgeschichte von Sophie. Ich hatte die gesamte Zeit über ein ungutes Gefühl, konnte aber den Finger nicht recht darauf legen. Dennoch war ich von der Enthüllung überrascht und schockiert. Umso mehr habe ich mich über die positiveren Geschichten von Megan und Hope gefreut, wobei auch die beiden ihre Hürden hatten.

Als besonders schön und liebevoll habe ich die Charaktergestaltung und Stadtbeschreibungen empfunden. Man spürt auf jeder Seite, wie viel Mühe sich Isabelle Broom mit ihrem Roman gegeben hat. Keine der Figuren wirkt platt oder leblos, sie alle haben gute und weniger gute Eigenschaften, stehen für sich ein und haben Gefühle.

Daher kann ich euch Wintersterne bedingungslos ans Herz legen. Vor allem bei diesem Wetter mit Buch, Keksen und Tee ins Bett gepackt und sich von Wintersterne davontragen lassen. Für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Wintersterne möchte ich mich ganz herzlich beim Diana Verlag und dem Bloggerportal bedanken.

Weitere Rezensionen zu Wintersterne


[Rezension] Evermore – Das dunkle Feuer

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Titel Evermore – Das dunkle Feuer
Reihe Evermore
Band 4. Band
Autor Alyson Noël
Übersetzer Marie-Lusie Bezzenberger
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Fantasy, Jugendbuch
Preis 8,99€
Seitenzahl 384 Seiten
Bewertung
Evermore - Das dunkle Feuer
Evermore – Das dunkle Feuer

Als ich zum letzten der vier im Set gekauften Bücher der Evermore-Reihe griff, war ich komplett angefixt. Vor allem nach dem Ende von Evermore – Das Schattenland musste ich unbedingt erfahren, welche Konsequenzen Evers Handlung in Evermore – Das dunkle Feuer haben würde.

Ich muss schon sagen, nachdem Drina im ersten Band als Antagonisten recht schnell wieder weg vom Fenster war, hatte ich mich über Romans lange Anwesenheit wirklich gefreut. Er ist immer für eine Überraschung gut und ich hatte durchgehend das Gefühl, das er noch lange nicht alles von sich gezeigt hat. Dementsprechend habe ich mich ungemein über die Rückblenden seiner Kindheit und Jugend gefreut, die ihn als Figur noch greifbarer werden ließen. Ein wenig Spannung hat die besondere Beziehung zwischen Ever und Roman in diesem Band eingebracht, die auch Evers Magieversuchen resultierte.

Stellenweise hätte ich Ever für ihre unbesonnenen, wenig bis gar nicht durchdachten und dummen Aktionen gerne geschüttelt. Nicht nur, dass sie sich per Magie an Roman bindet, sie schlägt auch noch jegliche Hilfe in den Wind, die sie bekommen kann. Und statt sich ordentlich um Haven zu kümmern, bringt sie ihre beste Freundin vollends gegen sich auf.

Leider muss ich sagen, dass die neusten Wendungen in Evermore – Das dunkle Feuer nicht immer nach meinem Geschmack waren. Auf großen Teilen ging mir Ever mit ihrer kurzsichtigen Art auf die Nerven, ihre Einzelkämpferhaltung tat ihr Übriges. Die Handlung wirkte stellenweise einfach zu gewollt und erzwungen auf mich, um noch die Leichtigkeit der vorherigen Bücher zu haben.

Das Ende ist dann wieder gewohnt überraschend und präsentiert einen neuen Cliffhanger, da Evers eigentliches Problem, der Berührungsfluch, noch immer auf ihr und Damon lastet. Die Chance auf eine Heilung ist nach den Geschehnissen in Evermore – Das dunkle Feuer allerdings verschwindend gering.

Alles in allem bin ich aber sehr gespannt, wie die Evermore-Reihe weitergeht. Die beiden letzten Bücher warten bereits sehnsuchtsvoll in meinem Regal. Zwar war Band vier der Reihe nicht mehr so gut wie noch der zweite, bietet dennoch genug Potential und Spannung, um die Reihe beenden zu wollen.