[Rezension] „Ich gebe dir die Sonne“

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Titel „Ich gebe dir die Sonne“
Reihe
Band Einzelband
Autor Jandy Nelson
Übersetzer Catrin Frischer
Illustrator
Verlag cbt Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Jugendbuch, Roman
Preis 17,99€ [RE]
Seitenzahl 480 Seiten
Bewertung

„Ich gebe dir die Sonne“ in drei Worten?

Lebendig, abwechslungsreich, anders.

Cover & Gestaltung von „Ich gebe dir die Sonne“?

Das Cover von „Ich gebe dir die Sonne“ ist so hell und freundlich, dass ich es einfach haben musste. Es ist einfach ein freundliches und farbenfrohes Cover, das man gerne Anschaut. Unter dem Schutzumschlag ist das Buch in einem wunderschönen Lila gehalten, im Inneren in einem strahlenden Orange. Von den Farben her ein absolutes gute Laune Buch!

Worum geht es in „Ich gebe dir die Sonne“?

So lebensfroh und fröhlich das Cover und die Farbgebung von „Ich gebe dir die Sonne“ sind, so tief und beinahe dunkel ist der Inhalt. Ihr solltet euch bewusst sein, dass es sich bei „Ich gebe dir die Sonne“ nicht um ein fröhliches Sommerbuch handelt, sondern um ein komplexes Werk, das sich stark mit Emotionen und zwischenmenschlichen Beziehungen auseinandersetzt. Es hat teilweise Phasen, die Leichtigkeit versprechen, aber dunklere Zwischentöne besitzen, die einen zum Nachdenken anregen. Ein sehr besonderes Werk.

Der Schreibstil von Jandy Nelson?

Der Schreibstil der Autorin ist sehr besonders. Und ich meine mit besonders nicht schlecht, sondern exorbitant. Zu Beginn hatte ich so meine Probleme, vor allem durch Noahs wirre und schnell wandelnde Gedanken. Jude war für mich sehr viel einfacher zu verstehen, was nicht heißen soll, dass ich Noahs Darstellung schwierig fand. Beide Darstellungsweisen von Gedanken und Emotionen sind so besonders und bewegend, dass ich es noch nirgendwo besser gelesen habe. Durch ihre Ausdrucksweise und die bildhaften Darstellungen schafft es die Autorin, die Geschichte ihrer Figuren direkt in meinen Kopf zu malen. Ein außerordentliches Talent, das mich sehr begeistert hat. Als ich mich dann an Noahs bunte Ausdrucksweise gewöhnt hatte, kam ich schnell voran.

Das Figurenpersonal in „Ich gebe dir die Sonne“?

In der Hauptsache geht es um Noah und Jude, die Zwillinge sind und in der Phase der erzählten Zeit des Romans unterschiedlicher nicht sein könnten. Da die Geschichte der beiden in zwei Perspektiven erzählt wird, die zudem zeitlich getrennt ist, lernt man die beiden auf zwei Weisen kennen: Jude und Noah mit 13/14 und mit 16. Es ist unfassbar, wie sehr sich die beiden innerhalb weniger Jahre verändert haben und noch spannender, wie es dazu kam. Denn während Jude als 16jährige berichtet, erzählt Noah seine Geschichte als 13/14jähriger. Dadurch erlebt man die Veränderung der Figuren direkt mit, kann einen Blick in ihre Gedanken und Emotionen werfen und sich wünschen, dass alles anders kommt.

Jandy Nelsons Figuren sind dabei so intensiv gestaltet, dass ich das Gefühl hatte, eine echte Geschichte zu erleben. Auch die Nebenfiguren, die ihren Teil zur Geschichte beitragen haben eine ganz eigene Tiefe, wie sie mir bisher nur selten begegnet ist.

Positives zu „Ich gebe dir die Sonne“

Der Schreibstil, die Erzählweise, die Figuren, die Geschichte und die Aussage dahinter. All das macht „Ich gebe dir die Sonne“ so einzigartig und wundervoll. Es ist ein Buch, das man so schnell nicht vergisst und das seines gleichen sucht. Ich bin einfach sprachlos und baff, selbst Tage nach dem Lesen. Die Erzählweise mit zwei unterschiedlichen, zudem zeitlich versetzten Perspektiven erzeugt Spannung, da jede Perspektive neue Einzelheiten ans Licht bringt, die am Ende ein großes Ganzes ergeben. Eine Geschichte von Verlust, Ängsten und Fehlern.

Empfehlung zu „Ich gebe dir die Sonne“?

Ich kann „Ich gebe dir die Sonne“ allen Lesern empfehlen, die ein außergewöhnliches Buch suchen. Allerdings ist es, anders als es durch die Covergestaltung den Anschein macht, kein leichtes Sommerbuch, sondern ein Buch mit Tiefe und Emotion. Ich danke dem Bloggerportal und dem cbt Verlag von Herzen für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Ich gebe dir die Sonne“.


[Geblubber] SuB den Sommer – Das Urlaubsworkout für Buchnerds!

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Hallo ihr Lieben,

Anna von Ink of Books hat gemeinsam mit Tabi von Ein Buch kommt selten allein eine spannende und sehr hilfreiche Challenge ins Leben gerufen: SuB den Sommer – Das Urlaubsworkout für Buchnerds!

 

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Dabei haben die beiden eine auf 1,5 Monate begrenzte SuB-Abbau-Challenge auf die Beine gestellt, die Sommer, Spaß, Vernetzung und das Schrumpfen des TBRs versprechen. Klingt super? Ist es auch! Und deswegen bin ich dabei. Besonders schmackhaft machen die beiden ihre Challenge durch die kleinen Extras, die sie eingeplant haben:

 

ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZU SUB DEN SOMMER

Die Challenge startet am 01.07.2017 und endet am 20.08.2017.
Ein Betrag zu Beginn der Aktion am 01.07. ist ein Zusatz, bei dem wir unsere geplanten Bücher vorstellen können sowie einen Beitrag am Ende, in dem wir unser Fazit ziehen. Zudem sollten die gelesenen Bücher irgendwo sichtbar festgehalten werden. Ich werde vermutlich ein wöchentliches Update einbauen und diese dann verlinken.

 

AUFGABEN

  1. Lies das Buch, was am längsten auf deinem SuB liegt
  2. Lies das dickste Buch auf deinem SuB
  3. Beende oder beginne endlich diese Reihe, die schon ewig auf deinem SuB schlummert
  4. Lies ein Buch von deinem Debüt-Autor
  5. Lass die anderen Teilnehmer (z.B. durch eine Twitterumfrage) entscheiden, was du liest
  6. Lies das eine Buch aus einem anderen Genre auf deinem SuB
  7. Lies ein Buch mit einer weiblichen Protagonistin
  8. Lies ein Buch mit einem männlichen Protagonist
  9. Lies ein Buch, das du auch rezensierst! (Optional auch eine Mystery-Review) -> Link hier in den Kommentaren
  10. Lies ein typisches Sommerbuch
  11. Lies ein Buch mit Sommerfarben auf dem Cover
  12. Lies ein Buch, das nicht 2017 erschienen ist
  13. Lies ein Buch, das in einem anderen Land spielt
  14. Lies ein Buch, was du auf eine Empfehlung hin gekauft hast
  15. Halte das Buchkaufverbot ein!

15 Aufgaben klingen zunächst einmal viel, aber es soll auch Viel- und Schnelllesern ein besonderer Anreiz geboten werden. Am besten sollen die Aufgaben natürlich mit Büchern des TBR erfüllt werden, zudem gibt es eine Aufgabe, die für alle gilt: Buchkaufverbot!

 

LESENÄCHTE

Unter dem Aspekt der gegenseitigen Vernetzung und Unterstützung wird es auch Lesenächte geben, was für mich ein besonderes Extra ist. Unter dem Hashtag #subdensommer wird es zum Start der Challenge vom 30.06. auf den 01.07. eine Lesenacht geben, Verlängerung auf ein Lesewochenende grundsätzlich möglich.
Außerdem soll es zum Ende der Challenge eine weitere Lesenacht geben, die dann vom 19.8. auf den 20.8. stattfindet, bei der die letzten Aufgaben gemeinsam gelöst werden können.

 

GEWINNE

Natürlich gibt es bei der Sommer-Challenge auch Etwas zu gewinnen!
Zum einen wird der fleißigste Lesenerd für seine Arbeit belohnt, zum anderen wird es einen Gewinn geben, der unter allen Teilnehmern verlost wird. Zu gewinnen gibt es ein Taschenbuch nach Wahl, das innerhalb von Deutschland und Österreich versandt wird. Ausgelost wird am 27.08. Um am Gewinnspiel teilnehmen zu können, müssen mindestens 3 der 15 Aufgaben gelöst worden sein.

 

IHR WOLLT BEI SUB DEN SOMMER MITMACHEN?

Klickt einfach oben auf das Bild oder die Namen und tragt euch in den entsprechenden Artikeln der Mädels in die Challenge ein. Alles stressfrei und easy.

Ich wünsche viel Spaß, Erfolg und fröhliches Lesen!


[Rezension] „Das Lied der Hugenotten“

6 Kommentare
Titel „Das Lied der Hugenotten“
Reihe Die Hugenotten
Band 1. Band
Autor Deana Zinßmeister
Übersetzer
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 576 Seiten
Bewertung

„Das Lied der Hugenotten“ in drei Worten?

Fesselnd, emotional, begeisternd.

Cover & Gestaltung von „Das Lied der Hugenotten“?

Wie schon so oft habe ich „Das Lied der Hugenotten“ wegen des interessanten Covers näher ins Auge gefasst. Das Buch wartet mit einem typischen Genre-Cover auf, dessen satter Blauton mir direkt ins Auge gesprungen ist. Darüber sieht man eine historische Abbildung auf (vermutlich) Pergament, dazu eine Kette und der erhabene, in Gold gehaltene Titel. Alles in allem ein hübsch anzuschauendes Cover.

Worum geht’s in „Das Lied der Hugenotten“?

Im Roman geht es um den Glashersteller Jacon und seine Familie, die während der Bartholomäusnacht 1572 aus ihrer Heimatstadt Paris flüchten. Der Roman handelt im Weiteren vom Schicksal der Familie nach ihrer Flucht und die Wirrungen, die durch diese entstanden. „Das Lied der Hugenotten“ ist der Auftaktband zu einer Familiensaga.

Der Schreibstil von Deana Zinßmeister?

Ich liebe gut geschriebene und recherchierte historische Romane. Und mit „Das Lied der Hugenotten“ habe ich genau das erhalten. Deana Zinßmeister schreibt unglaublich flüssig und emotional. Sie schafft es, den Leser mit ihrer flüssigen und angenehmen Schreibweise zu packen, die Spannung des Plots sorgt dann dafür, dass einen das Buch nicht mehr loslässt. Deana Zinßmeisters Ausdruck ist historisch passend und dennoch nicht anachronistisch, sodass man leicht vorankommt.

Das Figurenpersonal in „Das Lied der Hugenotten“?

Jacon und seine Familie haben mich direkt in mein Herz gestohlen. Pierre und Magali sind auch herzallerliebst und die Kräuterfrau Fleur hat mir besonders gut gefallen. Die Figuren sind sehr schön konzipiert. Sie haben Tiefe, ihre Eigenheiten und entwickeln sich innerhalb ihrer Möglichkeiten sehr realistisch weiter. Das Schicksal der Familie hat mich ans Buch gefesselt, da sie vom Glück stellenweise gebeutelt werden. Besonders schön war dann aber die familiäre Interaktion zwischen den Figuren, die so greifbar wirkte. Die Antagonisten waren ebenfalls gut gezeichnet. So gut, dass ich eine tiefe Abneigung gegen sie empfunden habe.

Positives zu „Das Lied der Hugenotten“?

Ich bin begeistert! Schlicht und ergreifend begeistert, weil Plot, Figuren und Schreibstil mir so gut zusagen. Der Roman ist sehr gut recherchiert und schafft es, historische Begebenheiten und fiktive Handlungsstränge gekonnt zusammenzufügen, ohne Brüche zu erzeugen. Ich bin in die Handlung eingetaucht und Teil der Geschichte, der Familie geworden.

Empfehlung zu „Das Lied der Hugenotten“?

Ich empfehle „Das Lied der Hugenotten“ wärmstens allen Liebhabern von historischen Romanen. Der Auftaktband der Hugenotten-Reihe hat mich angeteasert, gefesselt und begeistert. Ich danke dem Goldmann Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal von Herzen für ein Rezensionsexemplar von „Das Lied der Hugenotten“.


[Rezension] „Die Feder eines Greifen“

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Titel „Die Feder eines Greifen“
Reihe Drachenreiter
Band 2. Band
Autor Cornelia Funke
Übersetzer
Illustrator
Verlag Dressler Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Fantasy, Jugendbuch
Preis 18,99€
Seitenzahl 416 Seiten
Bewertung .....

„Die Feder eines Greifen“ in drei Worten?

Zauberhaft, bewegend, liebevoll.

Cover & Gestaltung von „Die Feder eines Greifen“?

Das Cover von „Die Feder eines Greifen“ ist genauso liebevoll und detailverliebt gearbeitet wie die Neuauflage des ersten Bandes. Zu sehen ist ein wunderschöner Greif, der eine wichtige Rolle innerhalb der Geschichte innehat. Seine Farbgestaltung ist ein echter Hingucker. Besonders schön finde ich das passende Logo der Reihe, das sich auch auf der Neuauflage findet. Band zwei steht seinem Vorgängerband in Sachen Gestaltung in nichts nach.
Wie auch Band eins, so ist auch „Die Feder eines Greifen“ im Inneren wieder mit wunderschönen Zeichnungen von Cornelia Funke versehen. Einige Zeichnungen kannte ich bereits aus Band eins, wobei auch hier viele neue und wunderschöne Bilder dazukommen. Ein rundum gelungenes Design.

Worum geht’s in „Die Feder eines Greifen“?

„Die Feder eines Greifen“ schließt nicht nahtlos an die Handlung von „Drachenreiter“ an. Zwischen den beiden Werken gibt es einen geringen Zeitsprung von zwei Jahren, in denen sich die Wiesengrunds einen Wunsch erfüllt und ein Domizil für Fabelwesen erschaffen haben. Nachdem im ersten Band Drachen das Fabelwesen der Wahl waren, geht es in „Die Feder eines Greifen“ nun vor allem um die Beziehung zwischen Drachen, Pegasi und Greifen. Ben stürzt sich Kopfüber in ein spannendes Abenteuer, über das ich euch aber an dieser Stelle nicht zu viel verraten möchte.

Der Schreibstil von Cornelia Funke?

Wie auch beim „Drachenreiter“ und anderen ihrer Bücher wurde ich dank des Schreibstils direkt in die Geschichte gesogen. Cornelia Funke schreibt bildhaft und detailliert genug, um beim Lesen ein deutliches Bild vor Augen zu haben. Allerdings schafft sie es, ihren Schreibstil luftig und leicht zu halten; er ist weder überladen noch stockend. Unterstützend wirken die Zeichnungen der Autorin, die die Phantasie des Lesers beflügeln und einen versonnen die Seiten betrachten lassen.

Das Figurenpersonal in „Die Feder eines Greifen“?

Das Figurenpersonal hat sich im Vergleich zum „Drachenreiter“ nur unwesentlich erweitert. Die wichtigsten Protagonisten sind nach wie vor Lung, sein Reiter Ben, Schwefelfell und die restliche Familie Wiesengrund. Allerdings treten Lung und Ben deutlich hervor, was mir sehr gut gefallen hat.

Ich muss leider zugeben, dass ich zu Beginn recht skeptisch war, wie gut die Fortsetzung zum ersten Band passen würde. Ob die Figuren denselben Charme versprühen können wie zuvor. Und ich muss sagen, dass es Cornelia Funke bestens gelungen ist. Die Romanhandlung setzt zwei Jahre nach den Geschehnissen aus „Drachenreiter“ ein, sodass man eine gewisse Entwicklung der Figuren voraussetzen kann, die es einem leichter macht, Veränderungen zu akzeptieren. Dennoch finde ich, dass die Figuren in ihrem Wesen und Kern auch in „Die Feder eines Greifen“ sehr gut getroffen und dargestellt wurden. Sie alle stimmten mit den heißgeliebten Figuren des ersten Bandes überein, wirken aber gereifter und facettenreicher. Vor allem mit Ben konnte ich mich super identifizieren, der in „Die Feder eines Greifen“ ein Gefühlschaos nach dem anderen durchlebt.

Positives zu „Die Feder eines Greifen“?

„Die Feder eines Greifen“ ist ein gelungener und würdiger Nachfolger des „Drachenreiter“. Alle innig geliebten Figuren kommen darin vor, dank eines Zeitsprungs zwischen den beiden Büchern ist ein kleiner Bruch vorhanden, der den Vorzug hat, nicht nahtlos an die Handlung des ersten Buchs anknüpfen zu müssen. Zudem bleibt Raum für Veränderungen und Entwicklungen, mit denen der zweite Band direkt beginnen kann. So hat sich Bens gegenwärtige Situation zu Beginn der Fortsetzung im Vergleich zum Ende des ersten Buchs deutlich verbessert. Als störend empfand ich den Zeitsprung noch die Entwicklungen innerhalb nicht.
Besonders gefallen hat mir, dass Cornelia Funke es geschafft hat, dieselbe spannende und emotionale Atmosphäre aufkommen zu lassen, die mir an „Drachenreiter“ schon so gefallen hatte. Die wundervollen Zeichnungen der Autorin tun ihr Übriges.

Empfehlung zu „Die Feder eines Greifen“?

Ich kann Band 2 der Drachenreiter-Reihe wärmstens allen Cornelia Funke-Fans ans Herz legen, die bereits „Drachenreiter“ verschlungen und geliebt haben. Funke-Fans, die die Drachenreiterbücher noch nicht kennen, sollten schnellstens zu ihnen greifen. Und Leser, die Cornelia Funke bisher noch nicht kannten, können mit „Drachenreiter“ und „Die Feder eines Greifen“ einen gelungenen Einstieg wagen.


[Rezension] „Drachenreiter“

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Titel „Drachenreiter“
Reihe Drachenreiter
Band 1. Band
Autor Cornelia Funke
Übersetzer
Illustrator
Verlag Dressler Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Fantasy, Jugendbuch
Preis 18,99€
Seitenzahl 448 Seiten
Bewertung .....

„Drachenreiter“ in drei Worten?

Phantastisch, begeisternd, wundervoll.

Cover & Gestaltung von „Drachenreiter“?

Vor ab sollte ich vielleicht erwähnen, dass ich mit der alten Ausgabe zu lesen angefangen habe und aufgrund einer Montagsproduktion zur Neuauflage wechseln musste. Daher werde ich beide Cover vergleichen, die Innengestaltung ist dieselbe. Grundsätzlich kann man über die beiden Cover sagen, dass sie einander recht ähnlich sind. Auf beiden sieht man einen Drachen, vermutlich Lung, darauf einen Jungen, bei dem es sich um Ben handeln könnte und etwas, das bei der Originalausgabe aussieht wie ein Fuchs. Leser wissen, dass es sich hierbei um Schwefelfell, Lungs Freundin, handelt. Auf dem Cover der Neuausgabe ist Schwefelfell viel besser zu erkennen, allerdings gefällt mir der etwas verrauscht wirkenden Stil der Originalausgabe besser, da sie mehr zur Gestaltung im inneren des Buchs passt. Beide Cover sind aber ausnehmend schön anzusehen, transportieren die wichtigsten Informationen und die grundlegende Stimmung des Buchs.
Die Gestaltung im Inneren des Werks ist einfach zauberhaft und gewohnt Cornelia Funkeesque. Die kleinen Zeichnungen der Autorin regen die Fantasie an, erzeugen eine wundervolle Atmosphäre und haben ihren eigenen Flair, den ich von einem Funke-Buch aber auch erwarte (und liebe!).

Worum geht’s in „Drachenreiter“?

In „Drachenreiter“ geht es um den Silberdrachen Lung, seine Koboldfreundin Schwefelfell und den Menschenjungen Ben, die sich gemeinsam auf die abenteuerliche Reise machen, das Fortbestehen der Drachen zu sichern.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich mich selbst als Cornelia Funke Leserin bezeichne und dabei einige ihrer Werke nicht kenne. So zum Beispiel „Drachenreiter“, über das ich im Laufe meiner Masterarbeit zum Thema Drachen gestolpert bin. Angeregt durch die Gegenüberstellung eines gutmütigen Silberdrachen und eines bösartigen Golddrachen, wollte ich das Buch nun endlich selbst lesen und bin schwer begeistert!

Der Schreibstil von Cornelia Funke?

Absolut begeisternd. Cornelia Funke schreibt anregend, flüssig und so schön, dass ich mir beim Lesen alles vorstellen konnte. Besonders hilfreich waren dabei auch die Zeichnungen, die im Buch enthalten sind, sodass ich mich mehr auf die Darstellung der wunderschönen Landschaften konzentrieren konnte. Das Funke-Fangirl kam voll auf seine Kosten!

Das Figurenpersonal in „Drachenreiter“?

Fangen wir doch mit dem Koboldmädchen Schwefelfell an. Die junge Koboldin ist frech, aber loyal, nicht auf den Kopf gefallen und nimmt kein Blatt vor den Mund. Für ihre Freunde würde sie durch die Hölle gehen, aber nicht ohne sie auf ihre Fehler und Fehlentscheidungen hinzuweisen.
Lung hingegen ist sanft und beständig. Er ist wie ein Fels in der Brandung, ist aber mindestens ebenso loyal wie Schwefelfell und mutig. Ben, der Menschenjunge, ist intelligent und zurückhaltend. Er lässt sich von Schwefelfell nichts bieten, bleibt aber dennoch ruhig und besonnen. Fliegenbein ist eine besondere Figur für mich, da ich den kleinen Homunkulus trotz allem direkt in mein Herz geschlossen habe. Er zeichnet sich durch Belesenheit und Intelligenz aus.
Der Antagonist Nesselbrand ist ein grausamer Drache, der einzig auf Rache, Jagd und Hass aus ist. Sein Ziel ist es, auch den letzten der Silberdrachen zu jagen und zu erlegen.
Besonders erwähnen möchte ich an dieser Stelle noch die Familie Wiesengrund, die mir unheimlich gut gefallen hat.

Positives zu „Drachenreiter“?

Ich liebe dieses Buch! Bereits im Zuge meiner Recherchen zum Thema Drachen im Mittelalter bin ich auf Funkes Werk gestoßen, dass ein sehr authentisches und realistisches Drachenbild vermittelt. Realistisch und authentisch natürlich in Bezug auf die überlieferten Informationen, die unser heutiges Drachenbild prägen. Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis ich dieses Werk aus der Feder meiner liebsten Kindheitsautorin lesen würde. Und ich muss sagen, dass ich, ob der Tatsache, dass ich durch meine Recherche das Ende schon kannte, gefesselt und begeistern von Funkes „Drachenreiter“ bin.

Empfehlung zu „Drachenreiter“?

Als riesen Funke-Fan kann ich euch jedes ihrer Bücher ans Herz legen, ob ich es gelesen habe oder nicht. Wer schöne und atmosphärische Drachenbücher sucht, ist mit „Drachenreiter“ vollkommen richtig beraten. Die wunderschönen Illustratoren der Autorin runden das Leseerlebnis ab.


[Rezension] „Die Krone der Sterne“

3 Kommentare
Titel „Die Krone der Sterne“
Reihe
Band 1. Band
Autor Kai Meyer
Übersetzer
Illustrator Jens Maria Weber
Verlag Fischer Tor
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Science Fantasy
Preis 14,99€
Seitenzahl 464 Seiten
Bewertung .....

„Die Krone der Sterne“ in drei Worten?

Packend, überzeugend, großartig.

Cover & Gestaltung von „Die Krone der Sterne“?

„Die Krone der Sterne“ ist ein Hingucker schlechthin! Seit ich das Buch zum ersten Mal gesehen habe, wollte ich es haben. Zum einen wegen des Covers, zum anderen wegen des Autors. Besonders hinreißend finde ich die Zeichnungen im Inneren des Buchs, die einem so viele Dinge zeigen, die man sich mit reiner Fantasie kaum genauso hätte vorstellen können. Ein rundum gelungenes, optisches Meisterwerk.

Worum geht’s in „Die Krone der Sterne“?

„Die Krone der Sterne“ ist eine Mischung aus Fantasy und Science Fiction, was ich erst gegen Ende gelesen habe, Science Fantasy. Eine interessante Mischung. Im Vordergrund der Geschichte stehen Iniza, ihr Freund Glanis, der Kopfgeldjäger Kranit und die Alleshändlerin Shara. Gemeinsam begeben sie sich auf eine außerordentlich spannende Reise, mehr Überraschungen bietet, als ich zunächst erwartet hätte. Gepaart mit einem tollen Plot, exzentrischen Nebenfiguren, spannenden Wendungen und einem einzigartigen Setting kann man dieses Buch nur mögen.

Der Schreibstil von Kai Meyer?

Kai Meyer ist ein Schreibmeister. Ich liebe seine spritzigen Dialoge, seine ausgefallenen Figuren, die temporeichen Wendungen und seinen Plotaufbau. Seine Schreibweise ist flüssig, fesselnd und unterhaltend. Er schafft es, dass ich mir gewisse Szenen bildlich ausmalen konnte. Alles wirkt so plastisch. Vor allem die Balance aus Beschreibung und Dialog gefällt mir an Kai Meyers Werken so gut.

Das Figurenpersonal in „Die Krone der Sterne“?

Iniza ist eine Wucht! Zunächst dachte ich mir, dass sie ein süßes kleines Prinzesschen ist, das behütet werden muss. Und sie hat mich so überrascht. Ihre Art und Weise, ihr Kampfgeist, ihre Verbissenheit. Sie hat Ecken und Kanten, hat Biss, Witz und Charme. Sie ist ein gutes Vorbild für junge Frauen. Auch ihr kleines Geheimnis findet bei mir Anklang, weil damit besonders umgegangen wird. Glanis mochte ich vom ersten Moment an. Er ist fürsorglich, nett und einfühlsam, kann sich und andere aber sehr gut verteidigen. Kranit ist mein heimlicher Favorit. Er ist kratzbürstig, eigensinnig, starrsinnig und doch sympathisch – auf seine ganz eigene Weise. Shara komplettiert diese Runde. Sie ist sehr verbissen, nicht sonderlich vertrauensselig und mindestens genauso sarkastisch wie Kranit. Und hat sich damit bei ins Herz geschlichen.

Positives an „Die Krone der Sterne“?

Mir hat das Buch großen Spaß gemacht. Es hat Tempo, überraschende Wendungen, tolle Figuren, ein klasse (und sehr fieses) offenes Ende, das Lust auf mehr macht. „Die Krone der Sterne“ hat mir beim Lesen einfach großen Spaß gemacht, vor allem das Setting hat mich überzeugt. Normalerweise kann ich mit Science Fiction nicht viel anfangen, das neue Crossover Science Fantasy hingegen konnte mich voll überzeugen. Ich bin gespannt auf Band 2!

Empfehlung zu „Die Krone der Sterne“?

Ich kann das Buch allen Leseratten voll empfehlen, die Fantasy, Science Fiction oder Kai Meyer lieben. Mit „Die Krone der Sterne“ habt ihr alles auf einen Streich!

Weitere Meinungen zu „Die Krone der Sterne“:

 


[Rezension] „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“

12 Kommentare
Titel „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“
Reihe
Band Einzelband
Autor Abbi Waxman
Übersetzer Katharina Neumann
Illustrator
Verlag Rowohlt Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Belletristik, Roman
Preis 9,99€ [LE]
Seitenzahl 368 Seiten
Bewertung .....

„Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ in drei Worten?

Liebevoll, humorvoll, emotional.

Cover & Gestaltung von „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“?

Der Grund, weshalb ich auf „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ und die Leserunde aufmerksam wurde, war das wunderschöne Cover. Es sieht ein wenig rustikaler aus und auf den ersten Blick glaubte ich, in den Süden Deutschlands zu gelangen. Weit gefehlt, es verschlug mich in den sonnigen Teil der USA! Das Cover passt sehr gut zum Inhalt des Romans, spiegelt den Anteil des Liebesromans gut wider und ist ein echter Hingucker. Vor allem die Farbgebung hat mir zugesagt.

Worum geht es in „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“?

Würde man „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ schlichtweg nur als Liebesroman bezeichnen, würde man dem Roman nicht gerecht werden. „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ ist eine Mischung aus humoristischem Roman, Liebesroman, Ratgeber, Gute-Laune-Buch und Lebensgeschichte. Es ist ein wundervoll sarkastisches Buch voller Galgenhumor, hat aber auch weiche und verletzliche Seiten, die einen zu Tränen rühren können.

Der Schreibstil von Abbi Waxman?

Ich mag Abbi Waxmans Art zu schreiben. Der Ton „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ ist grundsätzlich sarkastischer Natur, aber sie kann auch liebevoll und ruhig schreiben. Die Dialoge sind spritzig und humorvoll, die emotionalen Parts treffen ins Schwarze. Die Beschreibungen im Roman sind detailliert genug, um sie sich vorstellen zu können, dominieren aber die Handlung nicht. „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ schafft einen Spagat zwischen Humor und Trauer, Emotionen, die im Roman allgegenwärtig sind.

Das Figurenpersonal in „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“?

Die Figuren der Geschichte haben mir durch die Bank weg gut gefallen. Ob das nun Teilnehmer des Gärtnerkurses sind, die man immer nur während der Kurszeiten erlebt, Lilis Arbeitskollegen oder die Familienmitglieder, alle konnten mich von sich überzeugen. Keine der Figuren war mir unsympathisch, nicht einmal Lilis Mutter (obwohl sie durchaus grenzwertig war!), alle wurden liebevoll konstruiert und sind mir ans Herz gewachsen. Besonders aber Lili und ihre Schwester Rachel sowie Lilis Töchter konnten mich vollkommen verzaubern. Lili ist eine bemerkenswerte Protagonistin, die mit viel Galgenhumor durch die Handlung geht. Ihre Entwicklung hat mich am meisten erfreut. Rachel ist eine treue Seele, die alles Glück der Welt verdient. Und die beiden Kleinen sind einfach putzig. Ich hatte an vielen Stellen das Gefühl, die Erzählung einer Freundin zu hören, statt von fiktiven Figuren.

Positives über „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“?

„Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ ist ein erfrischender Roman, der mit viel Humor an schmerzhafte Themen heranführt. Tod, Trauer und Verlust sind allgegenwärtig, dominieren die Handlung aber nicht. Dadurch wird auch der Anteil des Liebesromans ein wenig gedrückt, sodass es eine sehr angenehme Liebesgeschichte gibt, die nicht überladen oder schnulzig ist. Was ich zur Abwechslung sehr erfrischend finde! Die dritte Komponente bildet der allgegenwärtige Humor, ohne den kaum eine Figur im Roman auskommt. Als letzten Aspekt möchte ich den Stellenwert der Familie nennen, der in dieser Handlung wirklich hoch ist.

Empfehlung zu „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“?

Ich kann das Buch allen Lesern empfehlen, die Lust auf eine erfrischende und humorvolle Liebesgeschichte haben. Oben drauf gibt es hilfreiche Pflanztipps für Gemüse, die man auch gut überblättern kann, falls man sie nicht sofort lesen möchte. „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ hat mir Spaß gemacht, mich zum Lachen und Weinen gebracht und mir tolle Lesestunden bereitet. Ich möchte mich bei Lovelybooks und dem Rowohlt Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Leseexemplars im Zuge der Leserunde bedanken.


[Rezension] „Das Erbe der Tuchvilla“

10 Kommentare
Titel „Das Erbe der Tuchvilla“
Reihe Tuchvilla-Saga
Band 3. Band
Autor Anne Jacobs
Übersetzer
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman
Preis 9,99€
Seitenzahl 670 Seiten
Bewertung .....

„Das Erbe der Tuchvilla“ in drei Worten?

Begeisternd, emotional, zufriedenstellend.

Cover & Gestaltung von „Das Erbe der Tuchvilla“?

Die Cover der Tuchvilla-Saga sind alle wunderschön und passen super zusammen. Auf jedem Cover kann man eine Frau sehen, die auf ein herrschaftliches Gebäude zugeht, das gut die Tuchvilla sein kann. Bei der jungen Frau vermute ich, dass sie Marie darstellen soll, die eine zentrale Rolle innerhalb der Saga innehat. Die Farben sind warm und kraftvoll, ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Vor allem in Kombination sehen die Cover wundervoll aus.

Worum geht es in „Das Erbe der Tuchvilla“?

Die Tuchvilla-Saga behandelt die Geschichte der Tuchfabrikantenfamilie Melzer, die in Augsburg lebt. Im Laufe der Reihe ereilt die Familie einige Schicksalsschläge, die auf drei Bände verteilt erzählt werden. Band 3 spielt in 1924, wodurch die Wirren nach dem Krieg, die Weimarer Republik und einiges an Augsburger Zeitgeschichte von besonderer Bedeutung sind. Was genau bei Familie Melzer im Abschlussband der Trilogie geschieht, werde ich euch aus Spoilergefahr natürlich nicht verraten.

Der Schreibstil von Anne Jacobs?

Man fühlt sich als Teil der Geschichte. Anne Jacobs schafft es, ihre Geschichten so zu schreiben, dass man das Gefühl hat, mitten in ihr zu stecken. Man taucht ein und kehrt erst am Ende der Handlung in die Realität zurück. Das schafft sie vor allem durch ihren Schreibstil. Sie mischt Augsburger Mundart mit Hochsprache, hält die Balance zwischen Anachronismen und Neologismen, damit der Leser sich heimisch fühlt, ohne über Worte zu stolpern. Die Monologe sind spritzig, die Beschreibungen plastisch. An keiner Stelle will man Überblättern, alles ist angenehm und flüssig zu lesen.

Das Figurenpersonal in „Das Erbe der Tuchvilla“?

Marie ist mir mitunter die liebste Figur aus der Tuchvilla-Saga. Sie ist von Anfang an eine wichtige Protagonistin, sie ist Dreh- und Angelpunkt der Tuchvilla. Ihre Entwicklung innerhalb des letzten Buchs sowie der gesamten Trilogie hat mir sehr gut gefallen. Sie ist erwachsener geworden, ist aber weiterhin standfest und treu in ihren Überzeugungen. Und diese werden im Abschlussband weiß Gott auf eine harte Probe gestellt.
Kitty mag ich auch sehr gerne. Sie ist quirlig und fröhlich, bringt frischen Wind in jede Gesellschaft und berührte mein Herz an einigen Stellen. Besonders das Ende hat mich für sie sehr gefreut. Da schlägt das Leserherz höher. Sie ist sich selbst sehr treu geblieben.
Mit Paul hatte ich in diesem Buch durchaus meine Probleme. Am liebsten hätte ich ihn und Marie gepackt und geschüttelt! Das konnte man sich ja stellenweise nicht mitansehen. Zum Glück konnte er seine Stellung in meinem Leseherzen bewahren, weil er eine positive Entwicklung durchmacht.
Lisa taucht auch mal wieder stärker auf. Was sich bei ihr so alles entwickelt fand ich wirklich toll. Sie hat es so verdient! Ich freue mich einfach für sie. Von der unsympathischen Figur aus Band 1 ist nichts zurückgeblieben.
Die restlichen Figuren – das tolle Personal, die zuckersüßen Kinder und weitere Nebenfiguren – waren alle gekonnt konstruiert, wirkten lebensecht, realistisch und greifbar. Die Antagonistin des Buchs wollte ich einfach fressen, so wenig sympathisch war sie mir – was aber für den Entwurf spricht! Die Figuren konnten sich innerhalb ihrer Charaktere super entwickeln, alles wirkte lebensecht und greifbar. Toll!

Positives über „Das Erbe der Tuchvilla“?

Ich liebe diese Reihe! Ich bin so unfassbar froh und traurig zugleich. Traurig, da die Saga nun vorbei ist. Glücklich, weil ich eine wundervolle Geschichte zu lesen bekam, tolle Figuren begleiten durfte und um eine großartige Leseerfahrung reifer bin.
Was mir an der Trilogie besonders gut gefällt, ist die Balance zwischen Fiktionalem und Historischem. Anne Jacobs versteht sich darauf, historische Ereignisse in eine fiktive Handlung einzubauen, sie zu deren Rahmen zu machen und die Schicksale ihrer Figuren darum zu weben. Man spürt dabei keinen Übergang zwischen historischen Begebenheiten und fiktionalen Einschüben, alles passt sich ineinander. Ich könnte euch noch stundenlang von dem tollen Plot, den super Figuren, der exzellenten Schreibe und meiner Begeisterung vorschwärmen, aber das würde den Rahmen dieser Rezension sprengen.

Empfehlung zu „Das Erbe der Tuchvilla“?

Ich kann diese Trilogie allen Lesern empfehlen, die historische Romane mit starken Frauenfiguren, tollem Setting, super Plot, exzellenter Schreibe und viel Genauigkeit lieben. Lest diese Reihe!


[Rezension] „Black Dagger – Rehvenge & Ehlena“

6 Kommentare
Titel „Black Dagger – Rehvenge & Ehlena“
Reihe Black Dagger
Band 7. Band
Autor J.R. Ward
Übersetzer Corinna Vierkant
Illustrator
Verlag Heyne Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Roman, Fantasy, Erotikroman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 928 Seiten
Bewertung .....

„Black Dagger – Rehvenge & Ehlena“ in drei Worten?

Düster, überraschend, fesselnd.

Cover & Gestaltung von „Black Dagger – Rehvenge & Ehlena“?

Band 7 reiht sich perfekt in die Covergestaltung der Vorgängerbücher an. Schwarzer Hintergrund, graue Musterung und ein erhabener, farblich gestalteter Titel. Im Fall von „Black Dagger – Rehvenge & Ehlena“ in pink. Die gesamte Reihe der Sonderausgaben in ihrem düsteren Schwarz wirkt edel und aufgeräumt. Mir gefällt das schlichte Design sehr viel besser als die typischen Cover des Erotikgenres mit halbnackten Frauen und Männern. Geschmackvoll, stilvoll und edel heben sich die Bänder der Black Dagger in meinem Bücherregal ab.

Worum geht es in „Black Dagger – Rehvenge & Ehlena“?

Band 7 handelt, wie der Titel es schon erahnen lässt, von Rehvenge und Ehlena. Strenggenommen ist Rehvenge kein Teil der Bruderschaft, steht den Brüdern allerdings durch seine Schwester Bella sehr nahe. Daher freut es mich, ein wenig mehr über den stillen und geheimnisvollen Rehvenge zu erfahren, dessen größtes Geheimnis bereits in früheren Bänden gelüftet wurde. Im Fokus des Romans steht – vor allem im Vergleich zu den anderen Büchern – nicht nur die Beziehung von Rehvenge und Ehlena, sondern auch die Weiterentwicklung der Hauptgeschichte. Von Band zu Band verschiebt sich der Fokus zu einem ausgeglichenen Verhältnis aus Fokussierung auf das angekündigte Paar und dem Rest der Figuren sowie den Plot. Mit gefällt diese Balance sehr gut, da sie Spannung erzeugt und mich dadurch zum Weiterlesen animiert.

Der Schreibstil von J.R. Ward?

Da sich der Schreibstil kaum verändert (was auch an der Übersetzung liegen kann) habe ich nichts zu beanstanden. In wenigen Worten: Ich bin absolut begeistert von Schreibstil, Wortwahl und Perspektivwechsel sowie angepasster Ausdrucksweise je nach Figur. Einfach perfekt.

Das Figurenpersonal in „Black Dagger – Rehvenge & Ehlena“?

Von Buch zu Buch wird das Figurenpersonal der Black Dagger größer und größer. Aber dabei wird es nicht unübersichtlich. Es herrscht eine tolle Balance aus neuen Figuren, aktuellen Protagonisten und bereits näher behandelten Figuren, die alle ihre Position innerhalb der Gesamthandlung haben und unabdingbar sind. Rehvenge ist eine sehr interessante Figur. Bei früheren Auftritten hatte er mich bereits interessiert und nach diesem Band kann ich euch sagen, dass er eine wahrhaft fesselnde Figur ist. Besonders schön finde ich seine fürsorgliche Seite, die bereits im Band um seine Schwester Bella deutlich zu Tage tritt. Ehlena hingegen ist mir vorher nie bewusst aufgefallen, umso schöner war es, sie als Figur wahrzunehmen. Sie hat eine große innere Stärke, ist eine besonnene Figur und konnte mich vollauf von sich überzeugen.

Positives als „Black Dagger – Rehvenge & Ehlena“?

Ich kann mich hier nur wiederholen: Black Dagger wird unter anderem als Erotikroman ausgeschrieben. Im Gegensatz zu vielen anderen Werken des Genres, die ich bereits gelesen habe, hebt sich J.R. Wards Reihe deutlich ab. Die Männer mögen zwar klischeehaft gestaltet sein, was Ehre, Stärke, Kraft und Mut angeht, auch sind sie alle natürlich – genrespezifisch – sehr nett anzuschauen, aber keinesfalls wird die Frau als Objekt angesehen. Hat einer der Brüder seine wahre Gefährtin gefunden, geht er für sie durchs Feuer. Die Gefährtin ist das wichtigste Gut des Bruders, schützens- und liebenswert. Sie werden nicht diskriminiert oder untergeordnet. Im Gegenteil: Die Frauenfiguren in Black Dagger sind starke und selbstbewusste Frauen. Natürlich gibt es das Klischee des gebrochenen Kämpfers, der viele schlimme Dinge durchgemacht hat und alle Welt mies behandelt und durch die wahre Liebe geheilt wird, aber eben auf andere Art. Die Frauen in Black Dagger lassen sich nicht als Eigentum behandeln. Sie animieren Frauenfiguren ohne diesen Antrieb dazu, so zu werden. Dabei findet allerdings auch kein Männerbashing statt. Beide Parteien behandeln einander mit größtem Respekt und Zuneigung, was der Grund dafür ist, dass sich diese Reihe so abhebt.

Empfehlung zu „Black Dagger – Rehvenge & Ehlena“?

Ich kann auch Band 7 uneingeschränkt allen Fans von Fantasyromanen mit Vampiren, Action und Liebe empfehlen. Der Erotikanteil der Reihe schwankt von Buch zu Buch, ist dabei aber immer sehr geschmack- und stilvoll. Wer die Reihe noch nicht kennt, sollte mit Band 1 beginnen und eine neue Welt des Erotikgenres für sich entdecken. Ich danke dem Heyne Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal herzlich für die Breitstellung eines Rezensionsexemplars von „Black Dagger – Rehvenge & Ehlena“.

Weitere Rezensionen zu „Black Dagger“:

Black Dagger – Nachtjagd
Black Dagger – Blutopfer
Black Dagger – Rhage & Mary
Black Dagger – Zsadist & Bella
Black Dagger – Butch & Marissa
Black Dagger – Vishous & Jane
Black Dagger – Phury & Cormia


[Rezension] „Das Versprechen der Wüste“

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Titel „Das Versprechen der Wüste“
Reihe
Band Einzelband
Autor Katherine Webb
Übersetzer Babette Schröder, Katharina Volk
Illustrator
Verlag Diana Verlag
Erschienen als Hardcover mit Schutzumschlag
Genre Roman
Preis 19,99€ [RE]
Seitenzahl 544 Seiten
Bewertung .....

„Das Versprechen der Wüste“ in drei Worten?

Fesselnd, abwechslungsreich, exotisch.

Cover & Gestaltung von „Das Versprechen der Wüste“?

Dieses Cover! Diese Farben auf dem Cover! „Das Versprechen der Wüste“ ist einfach ein wahnsinniger Hingucker. Ich habe mich direkt in das Cover verliebt. Es verspricht einem Abenteuer, Reisen, Emotionen und genau das habe ich hier auch bekommen. Ein Cover, das einfach all das verspricht, was die Handlung auch halten kann. Sehr schön!

Worum geht es in „Das Versprechen der Wüste“?

In „Das Versprechen der Wüste“ werden die Geschichten von Maude V. Vickery und Joan Seabrook erzählt. Zwei Frauen, die unterschiedlicher in ihrem Charakter nicht sein können, geeint in der Tatsache, dass sie ihre Leben endlich selbst in die Hand nehmen. Man erfährt in Rückblicken und Perspektivwechseln viel über die Lebensgeschichten der beiden Frauen, die mich sehr begeistern und fesseln konnten. Hinzu kommt eine unbändige Abenteuerlust und Fernweh, die Katherine Webb in diesen Roman eingebaut hat, die allgegenwärtig spürbar sind. I like!

Der Schreibstil von Katherine Webb?

Katherine Webb schreibt einfach göttlich gut. Ihr Schreibstil ist flüssig, angenehm, temporeich ohne hektisch zu werden, bildhaft und beschreibend ohne zu ermüden – schlichtweg einfach perfekt. Ich bin in die Geschichte eingetaucht und war direkt Teil der Handlung. Weder die Perspektiv-, noch die Zeitwechsel haben mich aus dem Lesefluss gebracht. Im Gegensatz, Katherine Webb setzt die Wechsel gekonnt ein, um die Spannung zu steigern. Was stellenweise reichlich fies war.

Das Figurenpersonal in „Das Versprechen der Wüste“?

Das Figurenpersonal in „Das Versprechen der Wüste“ ist ein wenig üppiger, wobei ich mich in der Rezension auf die wichtigsten Figuren konzentrieren will. Alle Figuren haben jedoch eine gewisse Tiefe und liebevolle Gestaltung gemein, die ihnen ihren eigenen Charakter gibt. Keine der Figuren wirkt platt oder hingeworfen, nur um eine Figur zu haben. Besonders imponiert haben mir jedoch Maude und Joan, weil man aus ihren Perspektiven an eine Geschichte herangeführt wird. Joan war mit charakterlich dabei ein wenig lieber, da Maude eine verschrobene alte Dame ist, mit der ich nicht immer zurechtkam. Die junge Maude hingegen konnte mich sehr berühren. Beide Frauen sind charakterstark und mutig, wenngleich sie nicht von Beginn an so sind. Sie entwickeln sich, machen Erfahrungen und gehen gestärkt aus ihnen hervor. Dabei sind die Charakterentwicklungen durchaus nachvollziehbar, authentisch und realistisch. Daniel, Rory und Charles konnten mich auch von sich überzeugen, wobei sie nicht ganz so häufig auftauchen, wie die beiden Frauen.

Positives über „Das Versprechen der Wüste“?

Ich liebe es! Muss ich mehr sagen? Ich liebe Romane mit Perspektiv- und Zeitwechseln, mit starken Figuren, die sich erst noch entwickeln müssen, die ihre Schwächen haben, kantig sind und auch Fehler machen. Die Handlung ist super ausgewogen, spannend, temporeich und fesselnd. Ich liebe dieses Buch einfach. Lest rein, verliebt euch und genießt es.

Empfehlung zu „Das Versprechen der Wüste“?

Ich glaube, sehr viel mehr muss ich gar nicht sagen. Ich bin schwer begeistert. Tolle Figuren, tolle Handlung, toller Schreibstil, tolle Atmosphäre, super recherchiert – Nina ist happy. Ich danke dem Diana Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Das Versprechen der Wüste“.