[Rezension] „Das Versprechen der Wüste“

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Titel „Das Versprechen der Wüste“
Reihe
Band Einzelband
Autor Katherine Webb
Übersetzer Babette Schröder, Katharina Volk
Illustrator
Verlag Diana Verlag
Erschienen als Hardcover mit Schutzumschlag
Genre Roman
Preis 19,99€ [RE]
Seitenzahl 544 Seiten
Bewertung .....

„Das Versprechen der Wüste“ in drei Worten?

Fesselnd, abwechslungsreich, exotisch.

Cover & Gestaltung von „Das Versprechen der Wüste“?

Dieses Cover! Diese Farben auf dem Cover! „Das Versprechen der Wüste“ ist einfach ein wahnsinniger Hingucker. Ich habe mich direkt in das Cover verliebt. Es verspricht einem Abenteuer, Reisen, Emotionen und genau das habe ich hier auch bekommen. Ein Cover, das einfach all das verspricht, was die Handlung auch halten kann. Sehr schön!

Worum geht es in „Das Versprechen der Wüste“?

In „Das Versprechen der Wüste“ werden die Geschichten von Maude V. Vickery und Joan Seabrook erzählt. Zwei Frauen, die unterschiedlicher in ihrem Charakter nicht sein können, geeint in der Tatsache, dass sie ihre Leben endlich selbst in die Hand nehmen. Man erfährt in Rückblicken und Perspektivwechseln viel über die Lebensgeschichten der beiden Frauen, die mich sehr begeistern und fesseln konnten. Hinzu kommt eine unbändige Abenteuerlust und Fernweh, die Katherine Webb in diesen Roman eingebaut hat, die allgegenwärtig spürbar sind. I like!

Der Schreibstil von Katherine Webb?

Katherine Webb schreibt einfach göttlich gut. Ihr Schreibstil ist flüssig, angenehm, temporeich ohne hektisch zu werden, bildhaft und beschreibend ohne zu ermüden – schlichtweg einfach perfekt. Ich bin in die Geschichte eingetaucht und war direkt Teil der Handlung. Weder die Perspektiv-, noch die Zeitwechsel haben mich aus dem Lesefluss gebracht. Im Gegensatz, Katherine Webb setzt die Wechsel gekonnt ein, um die Spannung zu steigern. Was stellenweise reichlich fies war.

Das Figurenpersonal in „Das Versprechen der Wüste“?

Das Figurenpersonal in „Das Versprechen der Wüste“ ist ein wenig üppiger, wobei ich mich in der Rezension auf die wichtigsten Figuren konzentrieren will. Alle Figuren haben jedoch eine gewisse Tiefe und liebevolle Gestaltung gemein, die ihnen ihren eigenen Charakter gibt. Keine der Figuren wirkt platt oder hingeworfen, nur um eine Figur zu haben. Besonders imponiert haben mir jedoch Maude und Joan, weil man aus ihren Perspektiven an eine Geschichte herangeführt wird. Joan war mit charakterlich dabei ein wenig lieber, da Maude eine verschrobene alte Dame ist, mit der ich nicht immer zurechtkam. Die junge Maude hingegen konnte mich sehr berühren. Beide Frauen sind charakterstark und mutig, wenngleich sie nicht von Beginn an so sind. Sie entwickeln sich, machen Erfahrungen und gehen gestärkt aus ihnen hervor. Dabei sind die Charakterentwicklungen durchaus nachvollziehbar, authentisch und realistisch. Daniel, Rory und Charles konnten mich auch von sich überzeugen, wobei sie nicht ganz so häufig auftauchen, wie die beiden Frauen.

Positives über „Das Versprechen der Wüste“?

Ich liebe es! Muss ich mehr sagen? Ich liebe Romane mit Perspektiv- und Zeitwechseln, mit starken Figuren, die sich erst noch entwickeln müssen, die ihre Schwächen haben, kantig sind und auch Fehler machen. Die Handlung ist super ausgewogen, spannend, temporeich und fesselnd. Ich liebe dieses Buch einfach. Lest rein, verliebt euch und genießt es.

Empfehlung zu „Das Versprechen der Wüste“?

Ich glaube, sehr viel mehr muss ich gar nicht sagen. Ich bin schwer begeistert. Tolle Figuren, tolle Handlung, toller Schreibstil, tolle Atmosphäre, super recherchiert – Nina ist happy. Ich danke dem Diana Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Das Versprechen der Wüste“.


[Rezension] „Muchachas – Kopfüber ins Leben“

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Titel „Muchachas – Kopfüber ins Leben“
Reihe Muchachas
Band 2. Band
Autor Katherine Pancol
Übersetzer Nathalie Lemmens
Illustrator
Verlag Carl’s Books Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Frauenroman
Preis 14,99€ [RE]
Seitenzahl 352 Seiten
Bewertung .....

„Muchachas – Kopfüber ins Leben“ in drei Worten?

Sprunghaft, abwechslungsreich, ermutigend.

Cover & Gestaltung von „Muchachas – Kopfüber ins Leben“?

Die Cover der Muchachas-Reihe sind grundlegend ähnlich gestaltet, immer sind die Silhouetten von vier Frauen und Blumen zu sehen, lediglich die Farbe variiert. Während Band eins in Pink gehalten ist, strahlt der zweite Teil in Blau, das auch auf dem Buchrücken zu sehen ist. Das Zentrum des Covers ist blau hinterlegt, im Vordergrund stehen Titel und Autorname. Besonders schön ist die Klappbroschur, die wirklich traumhaft gestaltet ist.

Worum geht es in „Muchachas – Kopfüber ins Leben“?

Der zweite Band der Muchachas-Trilogie führt die Geschichten der Frauen aus dem ersten Teil fort. Dabei wechselt die Perspektive fröhlich von einer Frauenfigur zur nächsten, um in ihre Gedanken- und Gefühlswelt einzusteigen. Im Vordergrund stehen die Geschichten der Frauen, ihr Leben, ihr Schicksal und ihr Umgang damit. Sie suchen ihr Glück, kämpfen darum und arbeiten hart, um ihre Träume zu erreichen. Es werden verschiedenste Themen angesprochen, sodass sich eine Vielzahl von Frauen mit ihren ganz eigenen Problemen in den Protagonistinnen wiederfinden kann. Dabei wird zwischen den Frauenfiguren nicht gewichtet, jede Frau ist gleichbedeutend wichtig.

Der Schreibstil von Katherine Pancol?

Katherine Pancol schreibt fluffig und locker. Sie unterteilt ihre Geschichte nicht in Kapitel, wechselt fröhlich und sehr fließend zwischen den unterschiedlichen Erzählperspektiven. Sie schwankt zwischen Innensicht und Erzählperspektive. Man braucht nur eine kurze Eingewöhnungsphase, um sich an ihren lebendigen Schreibstil zu gewöhnen. Danach hat man keine Probleme mehr mit den schnellen Wechseln. Ihr Schreibstil ist wie das Leben selbst: unberechenbar, fließend und wunderschön.

Das Figurenpersonal in „Muchachas – Kopfüber ins Leben“?

Ich muss sagen, ich habe die Frauen aus „Muchachas – Kopfüber ins Leben“ wirklich ins Herz geschlossen. Nicht mit jeder kann ich mich identifizieren, aber jede von ihnen würde ich gerne einmal kennenlernen und mich mit ihr unterhalten. Keine der Frauen gleicht der andere, sie alle sind sehr gut konstruiert und wirken einfach echt. Sie haben ihre Schwächen und Stärken, suchen Trost und Rat bei ihren Freundinnen und packen das Leben doch unbeirrt an. Diese Frauenfiguren holen die Leserinnen ab, zeigen ihnen, dass sie mit ihrem Schicksal nicht alleine sind und welche Wege ihnen offen stehen. Sie leben. Und das imponiert mir. Katherine Pancol hat faszinierende Figuren erschaffen, die mich begeistern konnten. Ob man die zielstrebige und von sich überzeugte Hortense nimmt, die in sich gekehrte aber talentierte Calypso oder die unglücklich verliebte Shirley, alle Frauen sind etwas Besonderes, haben ein Ziel vor Augen, ein Problem, das sie überwinden müssen und doch gehen sie ihren Weg.

Positives an „Muchachas – Kopfüber ins Leben“?

Ich finde die Aussage der Reihe unwahrscheinlich faszinierend, bewegend und nachahmungswürdig. Jeder Mensch sollte versuchen, sein Leben bestmöglich zu genießen und zu nutzen. Keiner von uns ist mit seinen Problemen alleine. Das Leben ist einfach zu kurz, um sich nur zu sorgen. Natürlich sind solche Weisheiten schnell daher gesagt und oft nur schwer zu befolgen, die Muchachas von Katherine Pancol machen es uns vor. Sie sind Wegbereiterinnen, Vorbilder und Freundinnen.

Empfehlung zu „Muchachas – Kopfüber ins Leben“?

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der ein wundervolles Buch voller toller Figuren und Mut machender Worte lesen möchte. Das Buch regt zum Nachdenken an, erweitert den eigenen Horizont und zeigt einem, das nichts so heiß gegessen wird wie es serviert wird. Ich danke dem Carls’s Books Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Muchachas – Kopfüber ins Leben“.


[Rezension] „Black Dagger – Phury & Cormia“

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Titel „Black Dagger – Phury & Cormia“
Reihe Black Dagger
Band 6. Band
Autor J.R. Ward
Übersetzer Astrid Finke
Illustrator
Verlag Heyne Verlag
Erschienen als Taschenbuch (Sonderausgabe)
Genre Fantasy, Erotik
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 768 Seiten
Bewertung .....

„Black Dagger – Phury & Cormia“ in drei Worten?

Selbstverwirklichend, schicksalshaft, knisternd.

Cover & Gestaltung von „Black Dagger – Phury & Cormia“?

Wie auch die vorherigen fünf Bände, passt auch der sechste Band der Black Dagger Sonderausgabe perfekt zum Rest der Reihe. In düsterem Schwarz gehalten, hebt sich der dieses Mal silberne Titel sowohl farblich als auch haptisch vom Rest des Covers ab. Die typische Glanzoptik des Reihentitels ist, wie bei allem Büchern der Reihe, wieder gegeben. Im Vergleich zu den anderen Büchern, die alle farbige Schriftzüge haben, wirkt der silber-graue Schriftzug beinahe ein wenig zurückhaltend.

Worum geht es in „Black Dagger – Phury & Cormia“?

Die Handlung der Reihe der Black Dagger schreitet auch in Band 6 mit großen Schritten voran. Im Vordergrund der Romanhandlung stehen Phury und Cormia, die beide eine schicksalshafte Verbindung miteinander eingegangen sind, die der fünfte Band voraushatte. Abgesehen von der Geschichte der beiden war die Haupthandlung der Reihe überaus spannend, da Omega, der Anführer der Lesser, einen brillanten Schwachzug vollzieht, dessen Auswirkungen noch nicht absehbar sind.

Der Schreibstil von J.R. Ward?

J.R. Ward schreibt gewohnt angenehm, wortgewandt, flüssig und animierend. Ihre Wortwahl ist geschmackvoll und passend, gerade die Erotikszenen leben davon, wobei man nicht davon sprechen kann, dass sie zurückhaltend ist. Die Kampfszenen sind packend und detailliert beschrieben. Die verschiedenen Figuren haben ihre eigene Ausdrucksweise, da es von aristokratischen bis hin zu sehr direkten Charakteren alles gibt.

Das Figurenpersonal in „Black Dagger – Phury & Cormia“?

Wie in jedem Band, trifft der Leser alle liebgewonnenen Figuren der Vorgängerromane wieder. Besonders toll war es, einen speziellen Charakter wiederzusehen, der lange nicht mehr im Mittelpunkt stand. Die beiden Protagonisten, Phury und Cormia, haben es mir aber auf ihre spezielle Weise angetan. Dass Phury ein heldenhafter Charakter ist, konnte man schon in den ersten Bänden erkennen. Er opfert sich für andere auf, ist immer zur Stelle und hilfsbereit. Ebenso war seine Sucht bekannt, einige andere Dinge blieben jedoch im Verborgenen, um im sechsten Band der Reihe gelüftet zu werden. In Phury konnte ich mich von allen Brüdern bisher mitunter am besten einfühlen, hatte stellenweise aber das dringende Bedürfnis, ihn zu schütteln und zur Vernunft zu bringen. Cormia hingegen war mir unheimlich sympathisch. Zwar hätte ich auch sie gerne geschüttelt, um einige Missverständnisse auszuräumen, aber ihre Charakterentwicklung hat mir außerordentlich gut gefallen. Ebenso wie Phury findet Cormia sich selbst und wächst an ihrer Aufgabe.

Positives über „Black Dagger – Phury & Cormia“?

Ich mochte die Liebesgeschichte zwischen Phury und Cormia sehr gerne, da sie ein wenig zurückgenommener ist, als die anderen Liebesgeschichten der Reihen. Sie ist zahmer und schüchterner, was ich zur Abwechslung sehr schön fand. Zwar gab es ein paar nicht wirklich nötige Missverständnisse, aber sie passen zu den beiden. Auch die Charakterentwicklung hat mich überzeugen können. Die Figuren wirken gewohnt real und greifbar, sie sind nicht perfekt und arbeiten an sich. Richtig umgehauen haben mich drei Entwicklungen des Romans, die ich aus Gründen der Spannung und des Überraschungsmoments nicht verraten werde. Diese Entwicklungen haben mich überrascht und überwältigt.

Empfehlung zu „Black Dagger – Phury & Cormia“?

Ich kann den sechsten Band der Black Dagger uneingeschränkt allen Leserinnen mit einer Vorliebe für Fantasy, Vampirromane mit Spannung, Liebesgeschichten und Action empfehlen. Liebhaber der Reihe werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Neueinsteigern empfehle ich Band eins der Reihe. Ich danke dem Heyne Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Black Dagger – Phury & Cormia“.


[Monatsstatistik] Januar 2017

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Hallöchen ihr Lieben und willkommen zur [Monatsstatistik] Januar 2017.

Unglaublich, der erste Monat des Jahres ist vorbei und ich habe 10 Bücher gelesen. Der Januar ist dabei erfahrungsgemäß der lesereichste Monat des gesamten Jahres, so zumindest in den letzten Jahren. Ob das auch in 2017 so bleibt, wird sich zeigen. Im Januar waren wirklich einige tolle Bücher dabei. Vor allem die Anzahl der gelesenen Bücher hat mich hoch erfreut, da die letzen Monate des Lesejahres 2016 eindeutig weniger lesereich waren. Nun aber ist die Leseflaute vorbei und der TBR Abbau kann kommen!

Gelesene Bücher

001. „Römische Ermittlungen“ von Bianca Palma
002. „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“ von Stefan Bonner & Anne Weiss
003. „Im Schatten des roten Stieres“ von Sylvia Klinzmann
004. „Blut will Blut“ von André Kussmaul
005. „Mieses Karma²“ von David Safier
006. „Black Dagger – Zsadist & Bella“ von J.R. Ward
007. „Black Dagger – Butch & Marissa“ von J.R. Ward
008. „Heiße Liebe – Kalter Tod“ von Pia Hepke
009. „Die Töchter der Tuchvilla“ von Anne Jacobs
010. „Bandstorys: Bitter Beats“ von Ina Taus

10 Bücher habe ich im Januar verschlungen. Das macht 133 Seiten pro Tag. Durchschnittlich habe ich meine Bücher mit 4.45 Punkten bewertet, was für eine gute Auswahl meiner Bücher und deren Qualität steht. Mit meinen im Januar gelesenen Büchern konnte ich meinem Lesekonto 4118 Seiten zufügen. Von meiner Leseliste für den Januar habe ich unglaubliche 8 von 14 Büchern tatsächlich gelesen. Zusätzlich habe ich meinen TBR im Januar digitalisiert und dabei gleich sechs Bücher aussortiert, sodass ich auf -4 Bücher komme, die von meinem TBR befreit wurden.

Mein Monatshighlight ist nicht so einfach zu küren. Neben Ina Taus‘ Debüt „Bandstorys: Bitter Beats“ konnten mich „Mieses Karma²“ von David Safier, „Black Dagger – Zsadist & Bella“ und „Black Dagger – Butch & Marissa“ von J.R. Ward, „Die Töchter der Tuchvilla“ von Anne Jacobs, „Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger“ von Stefan Bonner & Anne Weiss und „Im Schatten des roten Stieres“ von Sylvia Klinzmann begeistern. Da ich aber ein Highlight küren will, entscheide ich mich für „Bandstorys: Bitter Beats“ von Ina Taus. Ihr Debüt hat mich genauso begeistern können wie einige der anderen Bücher, allerdings möchte ich an dieser Stelle ein besonders gelungenes Debüt hervorheben, das einen Blick wert ist. Absolute Leseempfehlung!

Mein Monatsflop ist leider „Heiße Liebe – Kalter Tod“ von Pia Hepke. Das Buch war nicht schlecht, keine Frage. Leider fehlte es der ersten Hälfte des Romans an Spannung und Geschwindigkeit, daher konnte es leider – trotz der liebevollen Charaktergestaltung und der tollen Idee – nicht mit den anderen mithalten.

Neuzugänge

001. „Glückskatzen“ von Kirsten Klein [BV]
002. „Wüstenblues“ von Gerhard von Kapff [LR]
003. „Heiße Liebe – kalter Tod“ von Pia Hepke [LR]
004. „Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen“ von Lars Simon
005. „Die Musik der verlorenen Kinder“ von Mary Morris [BV]
006. „Plötzlich Fee – Herbstnacht“ von Julie Kagawa
007. „Plötzlich Fee – Frühlingsnacht“ von Julie Kagawa
008. „Bandstories – Bitter Beats #1“ von Ina Taus [LR]
009. „Der Nuttenmörder“ von Patrick Pankow [LR]
010. „Run boy, run girl“ von Nadine Gersberg [LR]
011. „Elefant“ von Martin Suter
012. „Talon – Drachenherz“ von Julie Kagawa

Diesen Monat sind einige – 12! – neue Bücher bei mir eingezogen. Gemeinsam sehen meine Schätze richtig schön aus. Deswegen mussten sie einfach bei mir einziehen. Mit „Plötzlich Fee“ habe ich mir einen lang ersehnten Wunsch erfüllt, da ich die ersten beiden Teile schon seit Jahren gelesen in den Regalen stehen habe. Band 3 und 4 mussten im Januar dann unbedingt bei mir einziehen und warten nun darauf, in nächster Zeit gelesen zu werden. „Glückskatzen“ und „Die Musik der verlorenen Kinder“ habe ich im Rahmen von Buchverlosungen auf Lovelybooks gewonnen und möchte sie ebenfalls zeitnah lesen. Der Januar war zudem der Monat der Leserunden, da ich fünf meiner zwölf Neuzugänge im Zuge von Leserunden auf Lovelybooks erhalten habe. Zwei konnte ich direkt weglesen, die anderen drei werden im Februar gelesen. „Elefant“ von Martin Suter und „Talon – Drachenherz“ von Julie Kagawa waren Spontankäufe – sofern man sie so bezeichnen kann. Mit „Talon – Drachenherz“ liebäugele ich schon seit es erschien und „Elefant“ von Martin Suter geistert gerade so sehr auf Instagram rum, dass ich direkt getriggert war und es haben musste. Schande über mein Haupt, aber nun sind die ganzen Schätze bei mir eingezogen. Nur dank meiner Sortieraktion, bei der 6 Bücher aussortiert wurden, konnte ich einen Abbau meines TBR verzeichnen. Nächten Monat muss das besser werden!

Challenges

100 Bücher-Challenge: unverändert!
Buchkultur-Challenge: unverändert!
Rory Gilmore-Challenge: unverändert!
Carlsen-Challenge 2017: + 1 Buch gelesen // + 0 Rezensionen
Heyne Challenge: 2/20 Bücher gelesen // 2/4 Monatsaufgaben erfüllt = 5 Punkte
Jahr der ersten Sätze: unverändert!
Serienkiller-Challenge: 2 Reihen weitergelesen // 1 Reihe begonnen
S. Fischer-Challenge: unverändert!
Weltenbummler-Challenge: 28 Punkte
Wortmagies High-Fantasy-Challenge: 3/30 Aufgaben gelöst

Ja, bei den Challenges habe ich mir so einiges aufgebürdet. Inwieweit ich die Monatsaufgaben immer zu erfüllen vermag, kann ich an dieser Stelle nicht sagen. Für solche Vorgaben bin ich einfach eine zu große Stimmungsleserin. Glücklicherweise haben nur sehr wenige meiner Challenges solche Monatsaufgaben, sodass es vernachlässigbar sein wird. In diesem Monat habe ich aber 5 meiner 10 Challenges voranbringen können, sodass ich guter Dinge bin, dass ich Ende 2017 eine zufriedenstellende Statistik erhalten werde.

Leseliste Februar

001. „Wüstenblues“ von Gerhard von Kapff
002. „Der Nuttenmörder“ von Patrick Pankow
003. „Run boy, run girl“ von Nadine Gersberg
004. „Das Erbe der Tuchvilla“ von Anne Jacobs
005. „Ich geb dir die Sonne“ von Jandy Nelson
006. „Die Kleidermacherin“ von Núria Pradas

Für den Februar habe ich meine Liste ein wenig eingekürzt, da sowohl der Monat kürzer ist, als auch meine Liste für den Januar zu ambitioniert war. 8 von 14 ist ein überaus gutes Ergebnis. Wären nicht die verführerischen Leserunden auf Lovelybooks gewesen, bei denen ich momentan ein unwahrscheinlich glückliches Händchen habe, hätte ich vermutlich auch die gesamte Liste geschafft. Für den Februar nehme ich mir vor, mich bei den Leserundenverlosungen zurückzuhalten und vermehrt meinen TBR zu reduzieren. Weiß Gott, genug zu lesen habe ich ja.

Wie war denn euer Monat so? Habt ihr absolute Leseempfehlungen an mich?


[Rezension] „Friesenherzen und Winterzauber“

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Titel „Friesenherzen und Winterzauber“
Reihe
Band Einzelband
Autor Tanja Janz
Übersetzer
Illustrator
Verlag Mira Taschenbuch
Erschienen als Taschenbuch
Genre Liebesroman, Frauenroman
Preis 9,99€ [LE]
Seitenzahl 304 Seiten
Bewertung ...

„Friesenherzen und Winterzauber“ in drei Worten?

Nett, vorhersehbar, kurzweilig.

Cover & Gestaltung von „Friesenherzen und Winterzauber“?

Das Cover sieht unglaublich heimelig aus. Es ist sehr atmosphärisch und stimmungsvoll. Ein warmer Pulli, eine Regenjacke, eine Tasse heißen Tee und einen Leuchtturm kann man auf dem Cover sehen. Alles Dinge, die ich mit dem Norden Deutschlands verbinde und die auch im Buch Verwendung finden.

Worum geht es in „Friesenherzen und Winterzauber“?

In „Friesenherzen und Winterzauber“ geht es um Ellen, eine aufstrebende Autorin, die für ihren Verlag einen Liebesroman schreiben soll, deren Leben jedoch zu Beginn des Romans nicht viel Romantikpotential besitzt. Der Roman spielt im Norden Deutschlands auf einer bei Touristen beliebten Insel, die Ellen inspirieren soll. Doch dabei findet sie wesentlich mehr als nur Inspiration für ihren Liebesroman.

Der Schreibstil von Tanja Janz?

Ich fand den Schreibstil eigentlich recht angenehm. Es gab keine großen Schwierigkeiten beim Lesen, weder durch die Wortwahl noch durch große Fehler. Allerdings fand ich die Relation zwischen Beschreibung und Dialogen nicht sonderlich gelungen. Die Dialoge waren stellenweise recht hölzern und plötzlich, die Handlung ist dadurch zwischen ein wenig gesprungen.

Das Figurenpersonal in „Friesenherzen und Winterzauber“?

In einem kurzen Roman erwarte ich keine große Charakterentwicklung wie in Reihen. Dennoch muss ich sagen, dass ich bei „Friesenherzen und Winterzauber“ mit der Entwicklung der Figuren nicht so zufrieden bin. Einige Dinge geschehen vollkommen übereilt und zu plötzlich, wenn man vom Plot ausgeht. Das fand ich sehr schade. Die Figuren sind zudem recht stereotyp gestaltet. Sie wirken noch ein wenig roh, nicht vollständig ausgeformt. Hier hatte ich bei vielen Figuren einiges an Potential gesehen, das leider nicht ausgenutzt wurde.

Positives über „Friesenherzen und Winterzauber“?

Ich fand das Buch entspannend und kurzweilig. Ich konnte es gut am Stück weg lesen und dabei entspannen. Das Buch hat eine sehr schöne Atmosphäre und Stimmung kreiert, die vor allem an trüben Tagen unheimlich gut passt. Vor allem habe ich durch die Lektüre des Romans Reise- und Fernweh bekommen.

Negatives über „Friesenherzen und Winterzauber“?

Es existiert in diesem Buch viel verschenktes Potential. Das Buch wirkt übereilt und nicht fertiggestellt. Stellenweise passieren vorhersehbare Dinge, die beinahe zu klischeehaft sind. Ich kannte das Ende des Romans bereits einige Seiten zuvor. Schade war auch, dass der Handlungsstrang mit den Briefen nicht stärker ausgearbeitet wurde und dann so plötzlich kurz vor Schluss aufgelöst wurde. Auch der abrupte Wechsel des Loveinterest hat mich enorm gestört.

Empfehlung zu „Friesenherzen und Winterzauber“?

Leider bin ich mit meiner Meinung zu diesem Roman in der Lovelybooks Leserunde nicht alleine gewesen. Dennoch möchte ich euch raten, bei Interesse selbst einen Blick ins Buch zu werfen. Das Buch ist wunderbar geeignet, wenn man einige Stunden abschalten möchte. Ich danke Lovelybooks und Mira Taschenbuch für die Bereitstellung eines Leseexemplars in der Leserunde zum Buch.

Andere Meinungen zu „Friesenherzen und Winterzauber“:

BücherunddieWelt


[Rezension] „Muchachas – Tanz in den Tag“

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Titel „Muchachas – Tanz in den Tag“
Reihe Muchachas
Band 1. Band
Autor Katherine Pancol
Übersetzer Nathalie Lemmens
Illustrator
Verlag Carls‘ Books
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Frauenroman, Schicksalsroman
Preis 14,99€ [RE]
Seitenzahl 352 Seiten
Bewertung .....

„Muchachas – Tanz in den Tag“ in drei Worten?

Emotional, ehrlich, schmerzlich.

Cover & Gestaltung von „Muchachas – Tanz in den Tag“?

Ich muss ehrlich sagen, die Covergestaltung von „Muchachas – Tanz in den Tag“ ist sehr farbenfroh und sprüht nur so vor Lebensfreude und Energie. Auf Blumenstängeln sitzen vier Frauen, die gut für die Frauen im Roman stehen könnten. Allerdings passen Tätigkeit der Frauen auf dem Cover und Charakter der Frauen im Roman nicht vollkommen zusammen. Das Buch an sich bietet auch auf haptischer Ebene einiges. Der Umschlag ist marmoriert, das Zentrum des Covers mit Titel und Autorennamen ist glatt. Es fühlt sich sehr angenehm an. Die Gestaltung im Inneren ist recht schlicht, sieht man von dem wunderschönen Schmutzpapier mal ab. Es gibt keine hervorgehobenen Kapitelanfänge durch Kapitale oder Ähnliches.

Worum geht es in „Muchachas – Tanz in den Tag“?

Katherina Pancol kann nicht nur mit einer starken und faszinierenden Protagonistin aufwarten, sondern gleich mit mehreren. Das Buch beginnt mit Hortense, einer jungen Frau, die Mode kreieren will, leitet dann über zu Stella, die auf einem Schrottplatz arbeitet und fährt dann mit Joséphine fort, die zwischen zwei Leben steht. Alle Frauen haben ihre Ängste und Sorgen, keine ist perfekt und doch sind sie alle unglaublich stark. Stella, deren Geschichte am genausten betrachtet wird, imponierte mir beim Lesen dabei am meisten. Sie ist die bisher für mich stärkste Figur, weil sie Schlimmes erleiden musste. Allerdings wurden die Geschichten von Joséphine und Hortense bisher nur angeschnitten, wer weiß also, was in Band 2 und 3 noch geschehen wird?
Kurz gesagt geht es in diesem Roman um verschiedene Frauen und ihre Lebensgeschichte, die alles andere als perfekt und rosig ist. Sie haben mit Problemen zu kämpfen, die sehr real sind und einigen Kraft schenken können.

Der Schreibstil von Katherine Pancol?

Ich habe mich direkt in Katherine Pancols Schreibstil verliebt. Es klingt, als würde mir jemand seine Lebensgeschichte erzählen. Vielleicht nicht unbedingt die Person selbst, da der Leser es größtenteils mit einem heterodiegetischen Erzähler zu tun hat, der nur in bestimmten Situationen aus der Ich-Perspektive der jeweiligen Figur heraus erzählt. Dennoch weist der Schreibstil einen hohen Grad von Mündlichkeit auf, der die Geschichten noch lebendiger macht. Dabei wahrt die Erzählinstanz einen einigermaßen nüchternen Ton. Die emotionalen Einschübe stammen immer von der eingeschobenen Erzählperspektive aus Figurensicht. Die Wortwahl hat mir ebenfalls gut gefallen, da Katherine Pancol einen sehr angenehmen und leichten Schreibstil hat, trotz all der Schwere ihres Plots.

Das Figurenpersonal in „Muchachas – Tanz in den Tag“?

Ich könnte mir kaum bessere weibliche Hauptfiguren vorstellen, die das Selbstverständnis einer Leserin stärken. Die Geschichten, die die Frauen in „Muchachas – Tanz in den Tag“ durchleben müssen, wünscht man wahrlich keinem Menschen. Stella beispielsweise muss sich mit häuslicher Gewalt auseinandersetzen, während Joséphine zwischen ihrer Tochter und ihrer Liebe wählen musste. Das sind wirklich keine leichten Entscheidungen oder Themen. Zusätzlich sind die Frauen, ihre Umgebung, Situationen und Reaktionen so unheimlich lebensnah und real, dass mich ihre Geschichten tief berührt haben. Für mich waren die drei Frauen und ihre Freundinnen keine Romanfiguren, sondern echte Frauen mit einem echten Schicksal. Und ich finde ihren Mut und ihre Kraft bewundernswert. Jede ist auf ihre Weise stark und selbstbewusst. Stella, deren Geschichte gegen Ende des Buchs im Vordergrund stand, ist meine Heldin des Romans. Sie ist selbstbewusst und stark, ist mutig und zeigt Größe. Die anderen beiden Frauen wurden bisher weniger in den Fokus genommen, weshalb ich mich an dieser Stelle über sie ausschweige.

Positives über „Muchachas – Tanz in den Tag“?

Mich hat „Muchachas – Tanz in den Tag“ sehr berührt. Katherine Pancol schreibt in ihrem Nachwort, dass die Geschichte auf Recherchen zu den im Buch behandelten Themen häuslicher Gewalt und Gewalt gegen Frauen fußt und das spürt man. Katherine Pancol hat nicht einfach eine Geschichte geschrieben, nein, sie schafft es, das Schicksal unzähliger Frauen darzustellen, die Dinge erleiden mussten und müssen, die ich mir nicht vorstellen kann. Sie schafft es, das alles real und echt darzustellen. Nicht übertrieben melodramatisch oder künstlich, sondern einfach echt.

Negatives über „Muchachas – Tanz in den Tag“?

Es ist nichts wirklich Negatives, sondern einfach ein kleiner Hinweis. Ich war am Anfang ein wenig über den abrupten Perspektiv- und Szenenwechsel verwirrt, vor allem, da es stellenweise kleinere Bezüge der drei Handlungsstränge untereinander gibt, die ich am Ende des ersten Buchs noch nicht zusammenbringen kann. Daher eine kleine Warnung: An den bewegendsten Stellen kann es euch durchaus passieren, dass ihr einen Wechsel findet.

Empfehlung zu „Muchachas – Tanz in den Tag“?

Ich empfinde „Muchachas – Tanz in den Tag“ als Bereicherung meines Horizonts. Als Leserin kam ich in Kontakt mit Frauen, die ein schweres Schicksal erleiden und dennoch positive Dinge im Leben erkennen und schätzen. Sie sind mutig und kraftvoll, sie lassen sich nicht unterkriegen. Deswegen spreche ich „Muchachas – Tanz in den Tag“ eine absolute Leseempfehlung aus und danke dem Carls‘ Books Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.


[Rezension] „Die Tuchvilla“

2 Kommentare
Titel „Die Tuchvilla“
Reihe Die Tuchvilla-Saga
Band 1. Band
Autor Anne Jacobs
Übersetzer
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman, Liebesroman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 704 Seiten
Bewertung .....

„Die Tuchvilla“ in drei Worten?

Bewegend, spannend, fesselnd.

Cover & Gestaltung von „Die Tuchvilla“?

Ich habe mich direkt auf den ersten Blick in das Cover verliebt. Es ist einfach so unfassbar schön. Es strahl eine gewisse Eleganz aus, ein Versprechen längst vergangener Tage. Das Buch bringt eine Atmosphäre herrlicher Feste und Bälle mit sich, und kann eben dieses Versprechen auch halten. Das Innere des Buchs ist recht schlicht gehalten.

Worum geht`s in „Die Tuchvilla“?

In der Geschichte geht es um Marie und Familie Melzer, die das junge Mädchen als Küchenhilfe angestellt haben. Die Familie selbst besitzt eine Tuchfabrik. Im Laufe des Romans entdeckt der Leser viele Lebensgeschichten, Geheimnisse und Intrigen, die ein großes und in sich stimmiges Gesamtbild ergeben.
Zeitlich angesiedelt ist die Handlung im Jahre 1913, wobei die Geschichte einige Monate Erzählzeit umfasst. Dabei wird die Geschichte aus diversen Erzählperspektiven gezählt, die der Leser dann zusammensetzen kann, um mögliche Enden zu gestalten. Ich muss hierbei zugeben, dass ich mich ganz schön in die Irre habe führen lassen.

Der Schreibstil von Anne Jacobs?

Anne Jacobs schreibt göttlich. Ich bin ihrer flüssigen und atmosphärischen Schreibe direkt verfallen. Sie schafft es, mit ihrer Wortwahl jeder Figur das besondere Etwas zu geben. Dabei spielt sie vor allem mit Dialekten und Umgangssprache, zumindest was das Personal des Hauses angeht. Ich habe diese Detailverliebtheit sehr positiv empfunden.

Das Figurenpersonal in „Die Tuchvilla“?

Die Figuren der Tuchvilla sind allesamt sehr gut gestaltet. Es gibt durchaus Figuren, die ich auf den Tod nicht ausstehen konnte, wobei eben das eine gute Charaktergestaltung ausmacht. Am liebsten hätte ich stellenweise durchs Buch gegriffen, um ungeliebte Figuren zu schütteln. Dafür gibt es mit Marie, Kitty und Paul unheimlich liebenswerte Figuren, die ich nur zu gerne im Folgeband wieder auf ihrem Weg begleite. Insgesamt kam mir das Figurenpersonal in „Die Tuchvilla“ sehr realistisch vor, mit Ecken und Kanten; zudem gibt es geliebte und verhasste Figuren.

Positives über „Die Tuchvilla“?

Ich mochte alles. Die Stimmung, die Geschichte, die Wendungen, die Figuren, den Schreibstil, das Setting… ich bin unheimlich gerne Teil der Tuchvilla gewesen. Ich habe mit den Figuren gelitten, ihre Freude geteilt, ihren Schmerz empfunden. Ich habe gerätselt und kolossal danebengelegen.

Empfehlung zu „Die Tuchvilla“?

Wer mir eine Weile folgt, weiß, dass ich historische Romane liebe. Und „Die Tuchvilla“ ist nun zu einer meiner liebsten Reihen avanciert. Sie hat Melodrama, tolle Figuren, Spannung und ereignisreiche Wendungen. Kurzum: Ich kann diese Reihe bedingungslos empfehlen. Ich danke dem Blanvalet Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Die Tuchvilla“.


[Monatsstatistik] August 2016

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Hallöchen ihr Lieben!

Und zack – da ist es auch schon September. Die Zeit zerrinnt einem zwischen den Fingern, und das Gefühl ist mehr als unangenehm. Latente Panik schiebt sich ein, das Großprojekt für die Uni will fertig werden. Dafür wird die Zeit langsam eng. Gelesen habe ich daher diesen Monat fast nur solche Bücher, die mir bei meiner Arbeit helfen. Doch auch privat ist das eine oder andere dazu gekommen. Immerhin, der Kopf möchte ja auch entspannen.

Gelesene Bücher

53. Kräuter der Provinz“ von Petra Durst-Benning, 512 Seiten, 4.5/5
54. „Eleanor & Park“ von Rainbow Rowell, 368 Seiten, 5/5
55. „Weil ich ein Dicker bin“ von Bertram Eisenhauer, 336 Seiten, 4/5
56. „Unsterblich – Tor der Nacht“ von Julie Kagawa, 544 Seiten, 5/5

Ich habe euch in diese Liste die mittelalterlichen Romane mal ausgespart, da ich sie ohnehin in keiner Liste führe. Sollte aber Interesse bestehen, kann ich gerne mal eine Reihe zur volkssprachlichen Literatur des Mittelalters verfassen, in der ich die bekanntesten Romane des Mittelalters mal bespreche. Schreibt es mir doch gerne in die Kommentare.

Ansonsten war der August wieder leseintensiver. 4 Bücher privat mit 1760 Seiten, dazu noch 4 versreiche höfische Romane und 1 Epos, damit kann ich mehr als zufrieden sein. In die endgültige Wertung gehen aber nur die privaten Bücher mit ein, die sich – gerade im Vergleich zu den Vormonten – mal wieder auf dem Weg der Besserung zeigt. Für den September kann ich aber vorhersagen, dass die Lesezeit noch weniger werden wird, aber bald ist es vorbei.

Neuzugänge

Hatte ich in den letzten Monaten keine Neuzugänge, so hatte es der August geburtstagsbedingt in sich.

1. „Das Ungeheuer“ von Terézia Mora
2. „Spinnentanz“ von Jennifer Estep
3. „Ein Sams zu viel“ von Paul Maar

4. „Grimms Kinder- und Hausmärchen Band 1“ von Hans und Jakob Grimm

5. „Grimms Kinder- und Hausmärchen Band 2“ von Hans und Jakob Grimm
6. „Grimms Kinder- und Hausmärchen Band 3“ von Hans und Jakob Grimm
7. „Baudolino“ von Umberto Eco
8. „Die tödlichen Talente des Mr. Diehl“ von Bradford Morrow

9. „Unsterblich – Tor der Nacht“ von Julie Kagawa
10. „Bella Germania“ von Daniel Speck

 

Challenges

Meine Challenges müsste ich im Oktober, wenn der ganze letzte Unistresse vorbei ist, mal wieder ordentlich einpflegen und aktualisieren. Momentan ist die Zeit einfach zu strak begrenzt, der Tag zu kurz für alles, was ich mir vornehme. Daher setze ich die Challenges in der Statistik nun mal aus.

Leseliste September

Im September werde ich, so befürchte ich zumindest, kaum zum Lesen kommen. Vielleicht schaffe ich mir kleinere Zeitfenster, in denen ich lesen werde, das wäre jedenfalls sehr wünschenswert. Geplant habe ich, meine noch begonnenen Bücher zu beenden, auch wenn diese nicht zur neuen Sub-Abbau-Extrem Monatsaufgabe passen. Da sie aber bereits vor dem 01. September begonnen waren, sollte das kein Problem sein. Ansonsten werde ich ein wenig nach Lust und Laune lesen.


[Rezension] „Winterhonig“

2 Kommentare
Titel „Winterhonig“
Reihe
Band Einzelband
Autor Daniela Ohms
Übersetzer
Illustrator
Verlag Knaur Verlag
Erschienen als Hardcover mit Schutzumschlag
Genre Historischer Roman, Liebesroman
Preis 19,99€ [RE]
Seitenzahl 592 Seiten
Bewertung .....

„Winterhonig“ in drei Worten?

Bewegend, emotional, historisch.

Cover & Gestaltung von „Winterhonig“?

Das Cover ist sehr hell und freundlich gestaltet, zudem ist es ein richtiger Eyecatcher. Der Titel ist in einem wunderschön geschwungenen, in Gold gehaltenen Font gestaltet. Der Rest des Covers ist schwarz-weiß gehalten, am unteren Rand mit einem Sepiaeinschlag. Im Bildhintergrund kann man verschwommen eine junge Frau erkennen, die möglicherweise die Protagonistin Mathilda darstellen könnte. Ein rundum gelungenes Cover.

Worum geht es in „Winterhonig“?

In „Winterhonig“ geht es vorrangig um die Liebesgeschichte zwischen Mathilda, dem jüngsten Kind einer zwölfköpfigen Familie, und Karl, dem Stallknecht des benachbarten Gestüts. Als Leser begleitet man Mathilda von Kindesbeinen an, erlebt die wichtigsten Abschnitte ihres Lebens hautnah mit, andere, für die Geschichte nicht zielführende Abschnitte werden gerafft und berichtet. Die Liebesgeschichte spielt zeitlich im Rahmen des Zweiten Weltkrieges und bietet damit zusätzlich für Spannung und Nervenkitzel. Die Liebesgeschichte ist sachte und zärtlich in den historischen Kontext eingebunden; beides geht Hand in Hand und fördert sich gegenseitig. Zudem sind die historischen Begebenheiten sehr lebendig, realistisch und greifbar dargestellt.

Der Schreibstil von Daniela Ohms?

Der Schreibstil hat etwas Zauberhaftes. Daniela Ohms schreibt auf den Punkt, und schafft es, mit ihrer Wortwahl der Geschichte eine zusätzliche Komponente zu geben. Die Autorin füllt den Text mit Leben, Emotionen und schafft es dennoch, ein leichtes und flüssiges Lesevergnügen zu bieten. Die Wortwahl passt sich den jeweiligen Figuren, Entwicklungen und Lebensabschnitten sowie Lebensumständen an, ohne dass man als Leser das Gefühl erhält, eine neue Figur vor sich zu haben oder eine Entwicklung der Charaktere verpasst zu haben.

Das Figurenpersonal in „Winterhonig“?

Die Figuren haben es mir genauso angetan, wie der gesamte Rest der Geschichte. Nicht nur Plot, Zeitraum und Schreibstil haben gepasst, auch die Figuren konnten mich von sich überzeugen und sich in mein Herz stehlen. Mathilda ist eine liebenswerte Figur, die zu einer zähen, starken und durchsetzungsfähigen Protagonistin heranwächst. Karl war mir ebenso lieb, obwohl die Geschichte zu einem größeren Teil aus ihrer Sicht geschildert wird. Karl ist ein sehr einfühlsamer, geduldiger und kluger Mensch, hinter dem mehr steckt, als man zunächst vermutet. Er ist ein wenig älter als Mathilda, reifer und sehr verantwortungsbewusst. Doch vor allem in der Liebesgeschichte blühen beide Figuren so richtig auf. Es war so unglaublich schön, mitzuerleben, wie die beiden einander finden, stärken und aneinander wachsen können. Die Verwandlung der beiden hat mir außerordentlich gut gefallen. Mit Einbruch des Krieges entdeckt man an allen Figuren an eine neue Seite, die ich sehr realistisch und lebensnah dargestellt fand. Karl ist kein Held, der im Alleingang seine Kompanie rettet; er bleibt sich als besonnener und kluger Kopf treu. Und auch Mathilda verändert sich weiterhin zum Positiven, lässt sich nicht unterkriegen und verkörpert das, was später von Millionen Frauen im Nachkriegsdeutschland zum Alltag gehörte: Stärke und Willen.

Positives über „Winterhonig“?

Mir hat das Buch einfach rundum gefallen. Ich habe keine Kritikpunkte, sei es an Plot, Figuren, historischem Setting oder der Liebesgeschichte. Ich liebe Liebesgeschichten, ich verschlinge historische Romane für mein Leben gerne – „Winterhonig“ war also genau das richtige Buch für mich. Besonders schön fand ich, und das möchte ich hier hervorheben, dass die Titelgebung nicht nur aufgrund eines Satzes geschah, sondern ein bedeutungstragendes Element hervorhebt. Denn der Winterhonig hat eine zentrale Rolle in der Geschichte, was ich persönlich perfekt ausgewählt finde.

Empfehlung zu „Winterhonig“?

Ich kann das Buch allen empfehlen, die gerne historische Romane lesen. Zudem kann ich es Menschen empfehlen, die Liebesgeschichten lieben. Diese Liebesgeschichte ist sowohl leicht und zärtlich, als auch konfliktreich und theatralisch – die letzten beiden Begriffe sind der zeitlichen Einordnung geschuldet. Wer mit der Handlungszeit, sprich die Zeit um den Zweiten Weltkrieg, nichts anfangen kann, sollte lieber Abstand von dem Buch gehen, denn der Plot ist dicht mit der historischen Epoche verbunden. Allen anderen kann ich „Winterhonig“ von Daniela Ohms wärmstens ans Herz legen. Ich danke dem Knaur Verlag für die Bereitstellung eines Leseexemplars für die lovelybooks Leserunde zu „Winterhonig“.

Weitere Meinungen zu „Winterhonig“:

Rezension von Tintenmeer


[Rezension] „Herz verloren, Glück gefunden“

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Titel „Herz verloren, Glück gefunden“
Reihe
Band Einzelband
Autor Christiane von Leffert
Übersetzer
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Frauenroman, Liebesroman, humoristischer Familienroman
Preis 8,99€ [RE]
Seitenzahl 384 Seiten
Bewertung .....

„Herz verloren, Glück gefunden“ in drei Worten?

Familie, Emotionen, Entwicklung.

Das Cover von „Herz verloren, Glück gefunden“?

Das Cover von „Herz verloren, Glück gefunden“ hat mich auf Anhieb angesprochen. Zu sehen sind farbenfrohe Muffins, Blumen, Kleidungsstücke und ein Haus – die Inbegriffe von Familie, Glück, Vorstadt und einer abgesicherten Zukunft. Dabei passt das Cover sehr gut zum Inhalt, lassen sich viele der Motive gut mit dem Inhalt des Buchs verknüpfen. Außerdem ist das Cover in seiner fröhlichen Gestaltung ein echter Hingucker.

Die Handlung/Das Setting von „Herz verloren, Glück gefunden“?

Victoria ist zweifache Mutter, Ehefrau eines erfolgreichen Bankmanagers und lebt in einem schicken Haus in der Vorstadt. Sie wähnt ihr Leben perfekt, bis sie ihre beste Freundin auf eine Arbeitsreise unternimmt und feststellt, dass es in ihrem Leben doch nicht so perfekt ist, wie sie zunächst dachte.

Das Buch hat mir unglaublich gut gefallen, da die Geschichte direkt aus dem Leben gegriffen ist. Victoria macht Erfahrungen, die so jedem beliebigen Menschen passieren könnten. Dabei reihen sich verschiedene Entwicklungen aneinander, die ihr gesamtes Leben Kopfstehen lassen. Und wie Victoria sich ihnen stellt und diese meistert, darum geht es in Christiane von Lafferts gelungenem Debütroman.

Der Schreibstil von Christiane von Leffert?

Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Der Roman lässt sich angenehm und flüssig lesen, es gibt eine gute Balance zwischen Beschreibungen, Gedankenmonologen und Dialogen. Der Schreibstil ist bildhaft und blumig genug, ohne zu detailliert zu werden. Man kann die Seeluft riechen, die Hunde bellen hören und den Sonnenschein auf der Haut fühlen, wenn man „Herz verloren, Glück gefunden“ liest. Einfach ein rundum gelungenes Buch.

Die Figuren in „Herz verloren, Glück gefunden“?

Hach ja, die Figuren. Mit so einigen Figuren hatte ich einige Probleme, weil ich ganz klar auf Victorias Seite stehe. Leider habe ich persönliche Erfahrungen mit ähnlichen Menschen gemacht, was mich sehr sensibel hat werden lassen. Deswegen kam es vor allem bei Emily und Hubertus stellenweise zu heftigen Differenzen, weil mir Victorias Gefühlswelt in solchen Momenten sehr bekannt vorkam.
Victoria ist eine tolle Protagonistin. Sie macht eine Entwicklung durch, die mir außerordentlich gut gefallen hat. Sie schafft es endlich, sich selbst als Menschen zu entdecken und lieben zu lernen. Dabei ist sie bereit dazu, Menschen aus ihrem Leben ziehen zu lassen. Auch steht sie nach jedem Schicksalsschlag erneut auf, um ihr Glück zu finden. Stellenweise hätte ich sie gerne in den Arm genommen. Besonders gut gefiel sie mir wegen ihrer freundlichen, lebensbejahenden Einstellung. Sie ist einfach ein herzensguter Mensch, der gerne lacht.
Ihr Mann Hubertus hat mich zur Verzweiflung gebracht. Er steht unter großem beruflichen Stress, der ihn leider recht kalt werden lässt. Sein Umgang mit Victoria in solchen Situationen ging mir absolut gegen den Strich. Dafür konnte er mich im Laufe des Romans dennoch von sich überzeugen, was mich sehr überrascht und gefreut hat.
Emily, Victorias beste Freundin, hatte ich leider auch nicht immer ganz so gerne, wie ich sie gerne gehabt hätte. Dabei mag ich sie, abgesehen von ein paar Kleinigkeiten, echt gerne.
Die Herzmenschen aus der WG, Anna, Manni und Kristian mag ich unglaublich gerne. Die drei sind unglaublich toll. Und gerade die Mischung aus allen Figuren hat mir sehr gut gefallen. Ich muss nicht jede Figur lieben, um sie gut konstruiert und ausgestaltet zu finden. Denn das sind alle Figuren im Roman: Real, lebensnah und liebevoll gestaltet. Glücklicherweise konnte ich am Ende mit allen Figuren meinen Frieden machen, was mir kleinen Romantikerin sehr gut gefallen hat.

Positives über „Herz verloren, Glück gefunden“?

Für mich hat alles gepasst: Plot, Figuren, Wendungen, Entwicklungen und Ende. Ich bin ein absoluter Happyend-Mensch und wurde nicht enttäuscht. Zwar entwickelt das Ende sich in eine völlig andere Richtung, als man zu Beginn erwartet, allerdings bin ich super zufrieden. Vor allem die unterschiedlichen Figuren mit ihren verschiedenen Charakteren bringen Pepp in den Roman und machen ihn realitätsnah und echt. Und gerade solche Bücher liebe ich!

Empfehlung zu „Herz verloren, Glück gefunden“?

Christiane von Laffert hat mit ihrem Erstlingswerk „Herz verloren, Glück gefunden“ einen humorvollen Roman geschrieben, der Familie, Glück und Selbstfindung thematisiert und den ich absolut empfehlen kann. Vor allem für LeserInnen, die realitätsnahe Romane mit Geschichten aus dem echten Leben bevorzugen, kann ich „Herz verloren, Glück gefunden“ uneingeschränkt empfehlen.