[Rezension] Der Duft nach Glück und Rosen

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Titel Der Duft nach Glück und Rosen
Reihe
Band Einzelband
Autor Alexandra Markus
Übersetzer
Illustrator
Verlag books-2-read-Verlag
Erschienen als e-book
Genre Liebesroman, Kurzgeschichte
Preis 1,99€ [RE]
Seitenzahl 87 Seiten
Bewertung ....

Der Duft nach Glück und Rosen in drei Worten?

Gefühlvoll, schön, begeisternd.

Cover & Gestaltung von Der Duft nach Glück und Rosen?

Das Cover ist wunderschön gestaltet. Wundervolle Rosen schmücken es, die Farbtöne aus Rosa und Weiß harmonieren einfach perfekt. Die vom Cover kreierte Stimmung und Atmosphäre passen perfekt zum Inhalt, ebenso wie der Buchtitel. Ein wahrer Hingucker. Schade nur, dass es leider ein e-book ist.

Worum geht es in Der Duft nach Glück und Rosen?

In Der Duft nach Glück und Rosen geht es um Gwen, die ihrer kranken Adoptivmutter Rose zur Seite steht und sie auf ihrer schwersten Reise begleitet. Um diese Begebenheit herum entwickelt sich ein wundervoller Kurzroman, leider ist es eher eine Kurzgeschichte denn ein Roman, um Gwens Leben und Liebe.

Der Schreibstil von Alexandra Markus?

Ich habe mich pudelwohl gefühlt. Anders kann ich es nicht ausdrücken. Die Landschaftsbeschreibungen sind wundervoll detailliert, ohne zu überbordend zu werden. Alexandra Markus hat ein Talent dafür, die Dialoge echt und lebhaft zu gestalten. Man fliegt nur so durch ihren Kurzroman, da ihre Schreibe unheimlich locker und angenehm ist und den Roman voranbringt.

Das Figurenpersonal in Der Duft nach Glück und Rosen?

Ich liebe die Figuren. Selbst die Figuren, die man nicht leiden kann, sind perfekt ausgearbeitet. Und das finde ich für 87 Seiten Geschichte unheimlich beeindruckend. Man spürt, dass die Figuren liebevoll und lange ausgearbeitet wurden. Sie haben Tiefe, wirken beeindruckend echt und gewinnen die Leserherzen. Vor allem Rose ist mein geheimer Liebling des Romans. Selten habe ich auf so wenigen Seiten so tolle Figuren kennen lernen dürfen.

Positives an Der Duft nach Glück und Rosen?

Ich schwebe hier auf Wolke 7, bin unheimlich zufrieden mit den Figuren, dem Plot und dem Schreibstil. Sogar die Krankheitsthematik von Rose passt super in den Plot – und normalerweise lese ich solche Handlungen eher ungern. In diesem Fall jedoch hat es die Autorin geschafft, Roses Krankheit einzubauen, zu einem Hauptpfeiler der Geschichte zu machen, ohne jedoch den Fokus auf andere Handlungsstränge zu verlieren. Die Krankheit wird nicht übermächtig, sie wird auch eher angerissen. Der Leser weiß immer, was es ist und wie es um Rose steht, aber dennoch stehen positive Gefühle und Erlebnisse im Vordergrund.

Kritik an Der Duft nach Glück und Rosen?

Einen Kritikpunkt habe ich dann aber doch: Die Länge des Romans. In der Leserunde wurde ein Roman ausgeschrieben, keine Kurzgeschichte. Die Handlung selbst bleibt wundervoll und schön, lediglich an der Länge könnte man arbeiten. Ich hätte nämlich zu gerne so viele Stunden mehr mit Gwen und Co verbracht, dass mir 87 Seiten einfach viel zu wenig sind. Deswegen Gemecker auf höchstem Niveau, etwas anderes habe ich nämlich nicht auszusetzen.

Empfehlung zu Der Duft nach Glück und Rosen?

Unbedingt lesen! Selbst wenn ihr Krankheitsthemen, so wie ich, nicht gerne in Büchern lest, dieses ist wundervoll. Ich habe jede Seite genossen, mich mit den Figuren angefreundet und gelacht, geweint und gehofft. Ich danke dem books-2-read-Verlag und Lovelybooks für die Bereitstellung eines Leseexemplars im Rahmen der Leserunde zu Der Duft nach Glück und Rosen.

Andere Meinungen zu Der Duft nach Glück und Rosen?


[Monatsstatistik] Dezember 2016

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Hallöchen ihr Lieben und willkomen zur [Monatsstatistik] Dezember 2016!

Der Dezember war sehr arbeitsintensiv, was sich eindeutig an meiner Leseliste zeigt. 3 gelesene Bücher kann ich verzeichnen, der Januar gestaltet sich da schon besser. Dafür waren die Bücher im Dezember wirklich gut, sodass sich die drei Bücher wirklich gelohnt haben. Qualität statt Quantität war das Motto des Monats.

Gelesene Bücher

69. „Friesenherzen und Winterzauber“ von Tanja Lanz, 304 Seiten
70. „Coffee to go in Togo“ von Markus Maria Weber, 448 Seiten
71. „Der Duft von Glück und Rosen“ von Alexandra Markus, 87 Seiten

Eine durchscnittliche Bewertung von 4 Punkten kann sich durchaus sehen lassen. Meine Leseliste habe ich damit zwar nicht mal ansatzweise geschafft, aber nun gut.

Neuzugänge

Bei den Neuzugängen war ich dafür umso aktiver. Unglaublich, aber

1. „Der Ruf des Kuckucks“ von Robert Galbraith
2.
„Ein Buchladen zum Verlieben“ von Katharina Bivald
3. „Wir Kassettenkinder“ von Stefan Bonner und Anne Weiss
4. „Das Erbe der Tuchvilla“ von Anne Jacobs
5. „Der Duft von Glück und Rosen“ von Alexandra Markus
6. „Im Schatten des roten Stieres“ von Sylvia Klinzmann
7. „Römische Ermittlungen“ von Bianca Palma
8. „Blut will Blut“ von André Kussmaul
9. „Harry Potter und das verwunschene Kind“ von Joanne K. Rowling
10. „Eine Liebe in Edenfield“ von William Nicholson
11. „Theodor Heuss – Biografie“ von Peter Merseburger
12. „Agnes Grey“ von Anne Brontë
13. „Die Fährmannstochter“ von Andrea Schacht
14. „Honigmilchtage“ von Julia Rogasch

14 Neuzugänge, das ist schon eine Hausnummer. Immerhin konnte ich „Der Duft von Glück und Rosen“ von Alexandra Markus noch im Dezember weglesen (lest die Kurzgeschichte, sie ist traumhaft schön!). Der Rest ist Weihnachten und gehört zu Leserunden auf Lovelybooks. Ich bin momentan sehr zufrieden, was meine Lesezeit angeht. Aktuell bin ich fleißig dabei, meine Neuzugänge zu vermindern und auch andere Werke aus meinem TBR zur Hand zu nehmen.

Challenges

A Cup of English Reads: Abgebrochen!
Gegenwartsliteratur und Klassiker-Challenge: + 0 Bücher = 26/150 Büchern
Golden Backlist-Challenge: Gescheitert!
Serienkiller-Challenge: Gescheitert, aber die Runde in 2017 habe ich wieder mitgemacht!
Spar-Challenge: + 1,50€ = 36,00€
Weltenbummler-Challenge: + 9 Punkte = 226 Punkte – Auch hier nehme ich an der nächsten Runde teil!
100 Bücher-Challenge: + 0 Bücher = 37/100 Büchern

Leseliste Januar

Der Januar ist erfahrungsgemäß der Monat im Jahr, in dem ich am meisten zum Lesen komme. Ob sich das auch diesen Monat wieder bewahrheiten wird, zeigt sich in ein paar Wochen, bisher sieht es jedoch ganz gut aus. Hier nun meine Liste:

1. „Wir Kassettenkinder“ von Stefan Bonner und Anne Weiss
2. „Das Erbe der Tuchvilla“ von Anne Jacobs
3. „Im Schatten des roten Stieres“ von Sylvia Klinzmann
4. „Römische Ermittlungen“ von Bianca Palma
5. „Blut will Blut“ von André Kussmaul
6. „Die Fährmannstochter“ von Andrea Schacht
7. „Honigmilchtage“ von Julia Rogasch
8. „Die Töchter der Tuchvilla“ von Anne Jacobs
9. „Für dich solls Tausend Tode regnen“ von Anne Pfeffer
10. „Mieses Karma hoch zwei“ von David Safier
11. „Die Versuchung der Pestmagd“ von Brigitte Riebe
12. „Ich gebe dir die Sonne“ von Jandy Nelson
13. „Black Dagger – Zsadist & Bella“ von J.R. Ward
14. „Black Dagger – Butch & Marissa“ von J.R. Ward

So, die Januarliste steht und ist enorm lang. Aber „Römische Ermittlungen“ von Bianca Palma konnte ich bereits beenden, die Rezension folgt die Tage. Begonnen habe ich bereits „Wir Kassettenkinder“ von Stefan Bonner und Anne Weiss, das ein super lustiges und entspannendes Sachbuch ist. Lachen ist vorprogrammiert. Somit habe ich nur noch 12 Bücher auf der Liste, von denen ich auf einige enorm gespannt bin. Mit David Safiers „Mieses Karma hoch zwei“ habe ich mir ein Buch mit Lachgarantie ins Boot geholt. Ansonsten ist die Mischung sehr ausgeglichen und bunt. Ich wittere spannende und faszinierende Lesestunden!


[Rezension] Friesenherzen und Winterzauber

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Titel Friesenherzen und Winterzauber
Reihe
Band Einzelband
Autor Tanja Janz
Übersetzer
Illustrator
Verlag Mira Taschenbuch
Erschienen als Taschenbuch
Genre Liebesroman, Frauenroman
Preis 9,99€ [LE]
Seitenzahl 304 Seiten
Bewertung ...

Friesenherzen und Winterzauber in drei Worten?

Nett, vorhersehbar, kurzweilig.

Cover & Gestaltung von Friesenherzen und Winterzauber?

Das Cover sieht unglaublich heimelig aus. Es ist sehr atmosphärisch und stimmungsvoll. Ein warmer Pulli, eine Regenjacke, eine Tasse heißen Tee und einen Leuchtturm kann man auf dem Cover sehen. Alles Dinge, die ich mit dem Norden Deutschlands verbinde und die auch im Buch Verwendung finden.

Worum geht es in Friesenherzen und Winterzauber?

In Friesenherzen und Winterzauber geht es um Ellen, eine aufstrebende Autorin, die für ihren Verlag einen Liebesroman schreiben soll, deren Leben jedoch zu Beginn des Romans nicht viel Romantikpotential besitzt. Der Roman spielt im Norden Deutschlands auf einer bei Touristen beliebten Insel, die Ellen inspirieren soll. Doch dabei findet sie wesentlich mehr als nur Inspiration für ihren Liebesroman.

Der Schreibstil von Tanja Janz?

Ich fand den Schreibstil eigentlich recht angenehm. Es gab keine großen Schwierigkeiten beim Lesen, weder durch die Wortwahl noch durch große Fehler. Allerdings fand ich die Relation zwischen Beschreibung und Dialogen nicht sonderlich gelungen. Die Dialoge waren stellenweise recht hölzern und plötzlich, die Handlung ist dadurch zwischen ein wenig gesprungen.

Das Figurenpersonal in Friesenherzen und Winterzauber?

In einem kurzen Roman erwarte ich keine große Charakterentwicklung wie in Reihen. Dennoch muss ich sagen, dass ich bei Friesenherzen und Winterzauber mit der Entwicklung der Figuren nicht so zufrieden bin. Einige Dinge geschehen vollkommen übereilt und zu plötzlich, wenn man vom Plot ausgeht. Das fand ich sehr schade. Die Figuren sind zudem recht stereotyp gestaltet. Sie wirken noch ein wenig roh, nicht vollständig ausgeformt. Hier hatte ich bei vielen Figuren einiges an Potential gesehen, das leider nicht ausgenutzt wurde.

Positives über Friesenherzen und Winterzauber?

Ich fand das Buch entspannend und kurzweilig. Ich konnte es gut am Stück weg lesen und dabei entspannen. Das Buch hat eine sehr schöne Atmosphäre und Stimmung kreiert, die vor allem an trüben Tagen unheimlich gut passt. Vor allem habe ich durch die Lektüre des Romans Reise- und Fernweh bekommen.

Negatives über Friesenherzen und Winterzauber?

Es existiert in diesem Buch viel verschenktes Potential. Das Buch wirkt übereilt und nicht fertiggestellt. Stellenweise passieren vorhersehbare Dinge, die beinahe zu klischeehaft sind. Ich kannte das Ende des Romans bereits einige Seiten zuvor. Schade war auch, dass der Handlungsstrang mit den Briefen nicht stärker ausgearbeitet wurde und dann so plötzlich kurz vor Schluss aufgelöst wurde. Auch der abrupte Wechsel des Loveinterest hat mich enorm gestört.

Empfehlung zu Friesenherzen und Winterzauber?

Leider bin ich mit meiner Meinung zu diesem Roman in der Lovelybooks Leserunde nicht alleine gewesen. Dennoch möchte ich euch raten, bei Interesse selbst einen Blick ins Buch zu werfen. Das Buch ist wunderbar geeignet, wenn man einige Stunden abschalten möchte. Ich danke Lovelybooks und Mira Taschenbuch für die Bereitstellung eines Leseexemplars in der Leserunde zum Buch.

Andere Meinungen zu Friesenherzen und Winterzauber:

BücherunddieWelt


[Rezension] Die Tuchvilla

2 Kommentare
Titel Die Tuchvilla
Reihe Die Tuchvilla-Saga
Band 1. Band
Autor Anne Jacobs
Übersetzer
Illustrator
Verlag Blanvalet Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Historischer Roman, Liebesroman
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 704 Seiten
Bewertung .....

Die Tuchvilla in drei Worten?

Bewegend, spannend, fesselnd.

Cover & Gestaltung von Die Tuchvilla?

Ich habe mich direkt auf den ersten Blick in das Cover verliebt. Es ist einfach so unfassbar schön. Es strahl eine gewisse Eleganz aus, ein Versprechen längst vergangener Tage. Das Buch bringt eine Atmosphäre herrlicher Feste und Bälle mit sich, und kann eben dieses Versprechen auch halten. Das Innere des Buchs ist recht schlicht gehalten.

Worum geht`s in Die Tuchvilla?

In der Geschichte geht es um Marie und Familie Melzer, die das junge Mädchen als Küchenhilfe angestellt haben. Die Familie selbst besitzt eine Tuchfabrik. Im Laufe des Romans entdeckt der Leser viele Lebensgeschichten, Geheimnisse und Intrigen, die ein großes und in sich stimmiges Gesamtbild ergeben.
Zeitlich angesiedelt ist die Handlung im Jahre 1913, wobei die Geschichte einige Monate Erzählzeit umfasst. Dabei wird die Geschichte aus diversen Erzählperspektiven gezählt, die der Leser dann zusammensetzen kann, um mögliche Enden zu gestalten. Ich muss hierbei zugeben, dass ich mich ganz schön in die Irre habe führen lassen.

Der Schreibstil von Anne Jacobs?

Anne Jacobs schreibt göttlich. Ich bin ihrer flüssigen und atmosphärischen Schreibe direkt verfallen. Sie schafft es, mit ihrer Wortwahl jeder Figur das besondere Etwas zu geben. Dabei spielt sie vor allem mit Dialekten und Umgangssprache, zumindest was das Personal des Hauses angeht. Ich habe diese Detailverliebtheit sehr positiv empfunden.

Das Figurenpersonal in Die Tuchvilla?

Die Figuren der Tuchvilla sind allesamt sehr gut gestaltet. Es gibt durchaus Figuren, die ich auf den Tod nicht ausstehen konnte, wobei eben das eine gute Charaktergestaltung ausmacht. Am liebsten hätte ich stellenweise durchs Buch gegriffen, um ungeliebte Figuren zu schütteln. Dafür gibt es mit Marie, Kitty und Paul unheimlich liebenswerte Figuren, die ich nur zu gerne im Folgeband wieder auf ihrem Weg begleite. Insgesamt kam mir das Figurenpersonal in Die Tuchvilla sehr realistisch vor, mit Ecken und Kanten; zudem gibt es geliebte und verhasste Figuren.

Positives über Die Tuchvilla?

Ich mochte alles. Die Stimmung, die Geschichte, die Wendungen, die Figuren, den Schreibstil, das Setting… ich bin unheimlich gerne Teil der Tuchvilla gewesen. Ich habe mit den Figuren gelitten, ihre Freude geteilt, ihren Schmerz empfunden. Ich habe gerätselt und kolossal danebengelegen.

Empfehlung zu Die Tuchvilla?

Wer mir eine Weile folgt, weiß, dass ich historische Romane liebe. Und Die Tuchvilla ist nun zu einer meiner liebsten Reihen avanciert. Sie hat Melodrama, tolle Figuren, Spannung und ereignisreiche Wendungen. Kurzum: Ich kann diese Reihe bedingungslos empfehlen. Ich danke dem Blanvalet Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Die Tuchvilla.


[Rezension] Winterhonig

2 Kommentare
Titel Winterhonig
Reihe
Band Einzelband
Autor Daniela Ohms
Übersetzer
Illustrator
Verlag Knaur Verlag
Erschienen als Hardcover mit Schutzumschlag
Genre Historischer Roman, Liebesroman
Preis 19,99€ [RE]
Seitenzahl 592 Seiten
Bewertung .....

Winterhonig in drei Worten?

Bewegend, emotional, historisch.

Cover & Gestaltung von Winterhonig?

Das Cover ist sehr hell und freundlich gestaltet, zudem ist es ein richtiger Eyecatcher. Der Titel ist in einem wunderschön geschwungenen, in Gold gehaltenen Font gestaltet. Der Rest des Covers ist schwarz-weiß gehalten, am unteren Rand mit einem Sepiaeinschlag. Im Bildhintergrund kann man verschwommen eine junge Frau erkennen, die möglicherweise die Protagonistin Mathilda darstellen könnte. Ein rundum gelungenes Cover.

Worum geht es in Winterhonig?

In Winterhonig geht es vorrangig um die Liebesgeschichte zwischen Mathilda, dem jüngsten Kind einer zwölfköpfigen Familie, und Karl, dem Stallknecht des benachbarten Gestüts. Als Leser begleitet man Mathilda von Kindesbeinen an, erlebt die wichtigsten Abschnitte ihres Lebens hautnah mit, andere, für die Geschichte nicht zielführende Abschnitte werden gerafft und berichtet. Die Liebesgeschichte spielt zeitlich im Rahmen des Zweiten Weltkrieges und bietet damit zusätzlich für Spannung und Nervenkitzel. Die Liebesgeschichte ist sachte und zärtlich in den historischen Kontext eingebunden; beides geht Hand in Hand und fördert sich gegenseitig. Zudem sind die historischen Begebenheiten sehr lebendig, realistisch und greifbar dargestellt.

Der Schreibstil von Daniela Ohms?

Der Schreibstil hat etwas Zauberhaftes. Daniela Ohms schreibt auf den Punkt, und schafft es, mit ihrer Wortwahl der Geschichte eine zusätzliche Komponente zu geben. Die Autorin füllt den Text mit Leben, Emotionen und schafft es dennoch, ein leichtes und flüssiges Lesevergnügen zu bieten. Die Wortwahl passt sich den jeweiligen Figuren, Entwicklungen und Lebensabschnitten sowie Lebensumständen an, ohne dass man als Leser das Gefühl erhält, eine neue Figur vor sich zu haben oder eine Entwicklung der Charaktere verpasst zu haben.

Das Figurenpersonal in Winterhonig?

Die Figuren haben es mir genauso angetan, wie der gesamte Rest der Geschichte. Nicht nur Plot, Zeitraum und Schreibstil haben gepasst, auch die Figuren konnten mich von sich überzeugen und sich in mein Herz stehlen. Mathilda ist eine liebenswerte Figur, die zu einer zähen, starken und durchsetzungsfähigen Protagonistin heranwächst. Karl war mir ebenso lieb, obwohl die Geschichte zu einem größeren Teil aus ihrer Sicht geschildert wird. Karl ist ein sehr einfühlsamer, geduldiger und kluger Mensch, hinter dem mehr steckt, als man zunächst vermutet. Er ist ein wenig älter als Mathilda, reifer und sehr verantwortungsbewusst. Doch vor allem in der Liebesgeschichte blühen beide Figuren so richtig auf. Es war so unglaublich schön, mitzuerleben, wie die beiden einander finden, stärken und aneinander wachsen können. Die Verwandlung der beiden hat mir außerordentlich gut gefallen. Mit Einbruch des Krieges entdeckt man an allen Figuren an eine neue Seite, die ich sehr realistisch und lebensnah dargestellt fand. Karl ist kein Held, der im Alleingang seine Kompanie rettet; er bleibt sich als besonnener und kluger Kopf treu. Und auch Mathilda verändert sich weiterhin zum Positiven, lässt sich nicht unterkriegen und verkörpert das, was später von Millionen Frauen im Nachkriegsdeutschland zum Alltag gehörte: Stärke und Willen.

Positives über Winterhonig?

Mir hat das Buch einfach rundum gefallen. Ich habe keine Kritikpunkte, sei es an Plot, Figuren, historischem Setting oder der Liebesgeschichte. Ich liebe Liebesgeschichten, ich verschlinge historische Romane für mein Leben gerne – Winterhonig war also genau das richtige Buch für mich. Besonders schön fand ich, und das möchte ich hier hervorheben, dass die Titelgebung nicht nur aufgrund eines Satzes geschah, sondern ein bedeutungstragendes Element hervorhebt. Denn der Winterhonig hat eine zentrale Rolle in der Geschichte, was ich persönlich perfekt ausgewählt finde.

Empfehlung zu Winterhonig?

Ich kann das Buch allen empfehlen, die gerne historische Romane lesen. Zudem kann ich es Menschen empfehlen, die Liebesgeschichten lieben. Diese Liebesgeschichte ist sowohl leicht und zärtlich, als auch konfliktreich und theatralisch – die letzten beiden Begriffe sind der zeitlichen Einordnung geschuldet. Wer mit der Handlungszeit, sprich die Zeit um den Zweiten Weltkrieg, nichts anfangen kann, sollte lieber Abstand von dem Buch gehen, denn der Plot ist dicht mit der historischen Epoche verbunden. Allen anderen kann ich Winterhonig von Daniela Ohms wärmstens ans Herz legen. Ich danke dem Knaur Verlag für die Bereitstellung eines Leseexemplars für die lovelybooks Leserunde zu Winterhonig.

Weitere Meinungen zu Winterhonig:

Rezension von Tintenmeer


[Rezension] Aprikosenküsse

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Titel Aprikosenküsse
Reihe
Band Einzelband
Autor Claudia Winter
Übersetzer
Illustrator
Verlag Goldmann Verlag
Erschienen als Broschertes Taschenbuch
Genre Liebesroman, Humor
Preis 9,99€ [RE]
Seitenzahl 416 Seiten
Bewertung .....

Aprikosenküsse in drei Worten?

Wundervoll, romantisch, lustig.

Das Cover von Aprikosenküsse?

Das Cover an sich ist sehr zurückhaltend gestaltet. Schöne Blautöne konkurrieren mit reifen Aprikosen, die durch den blauen Hintergrund zu strahlen scheinen. Am interessantesten ist die gewellte Struktur des Umschlags, der dem Buch eine weitere haptische Note verleiht.

Die Handlung/Das Setting von Aprikosenküsse?

Wir befinden uns größtenteils in Bella Italia. In einem eindeutig fiktiven kleinen Dörfchen, wie es in Italien viele davon gibt. Die Atmosphäre passt einfach, ich habe mich beim Lesen direkt wohlgefühlt. Dabei schafft es die Autorin vor allem, den Charme, die Gelassenheit und die Lebensfreude Italiens widerzuspiegeln. Die Handlung konnte mich ebenfalls von sich überzeugen, wobei sie stellenweise vorhersehbar war, aber ich erwarte einfach mein Happy End! Ich hatte mir eine lustige und stellenweise romantische Liebesgeschichte erwartet und genau dies habe ich bekommen.

Der Schreibstil von Aprikosenküsse?

Aprikosenküsse wird aus zwei Perspektiven erzählt, die die Autorin sehr authentisch rüber bringen konnte. Ihr Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, passt sich jedoch an die unterschiedlichen Charaktere der beiden Protagonisten sehr gut an. Je nach Perspektive ändern sich Wortwahl und Struktur des Textes. Diese Unterschiede sind jedoch nicht gravierend, sodass ein Wechsel sehr leicht fällt. Auch italienische Wörter sind passend und unauffällig eingearbeitet.

Die Figuren in Aprikosenküsse?

Hanna und Fabrizio hatte ich direkt ins Herz geschlossen. Und auch Lucia und Rosa-Maria und alle anderen Nebenfiguren hatten unheimlich viel Charme und Herz. Man konnte gar nicht anders, als sie zu mögen. Hanna war meine Identifikationsfigur: Halb Deutsche, halb Italienerin, gefangen zwischen zwei ähnlichen aber doch völlig anderen Kulturen. Sie selbst weiß sich nicht recht zu definieren, Fabrizio fällt dies ungleich leichter. Es kommt zwischen den beiden zu bissigen Dialogen, lustigen Wortspielen und komischen Situationen mit Tendenz ins Romantische. Alles, was ich mir von einem guten Liebesroman erwarte. Dabei ist Hanna nicht auf den Kopf gefallen, klischeebeladen oder ein Mauerblümchen. Sie hat eine gesunde Einstellung zu sich selbst, und das hat mir sehr gut gefallen. Fabrizio hat ebenfalls mehrere Seiten, die man nach und nach erst erkennt. Dies ist auch bei seinem Bruder Marco und Hanna der Fall. Den Figuren wird Raum zur Entwicklung gegeben.

Positives über Aprikosenküsse?

Mir haben Plot, Schreibstil, Setting, Atmosphäre und Figurenkonstellation sehr gut gefallen. Zwar gibt es das typische Hin-und-her-Drama, das Hanna sich mehr einbildet denn es tatsächlich existiert, aber das hat mich überhaupt nicht gestört. Auch das Ende hat mir zugesagt, bekomme ich doch sowohl mein Happy End, als auch eine starke Protagonistin, die trotz Liebe und Mann eigenständig bleiben kann. Zwar hätte sich mein romantisch schmachtendes Herz ein angeschobenes Kapitel gewünscht, aber das darf ich mir ja gerne selbst ausmalen.

Empfehlung zu Aprikosenküsse?

Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die lustige Liebesromane lieben. Es hat Charme, Witz, Humor und Romantik, es bietet Abwechslung und dennoch starke Figuren. Mir hat das Buch unheimliche Freude bereitet, da vor allem das italienische Flair perfekt rüberkommt. Ich danke dem Goldmann Verlag herzlichst für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Aprikosenküsse.


[Rezension] Arkadien fällt

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Titel Arkadien fällt
Reihe Arkadien-Trilogie
Band 3. Band
Autor Kai Meyer
Übersetzer
Illustrator
Verlag Carlsen Verlag
Erschienen als Taschenbuch
Genre Phantastik, Jugendbuch
Preis 8,99€
Seitenzahl 464
Bewertung .....

Das Buch in drei Worten?

Spannend, wendungsreich, offen.

Das Cover?

Das Cover des letzten Teils der Arkadien-Trilogie ist, der Reihe entsprechend, recht düster gehalten. Es ist ebenso zauberhaft und atmosphärisch gestaltet, wie seine Vorgänger, wirkt jedoch hoffnungsvoller als die anderen beiden Cover. Erneut lassen sich Rückschlüsse auf den Inhalt des Buchs ziehen, allerdings erst nach der Lektüre.

Die Handlung/Das Setting?

Die Geschichte um Rosa und Alessandro geht in die entscheidende Phase. Es werden Handlungsstränge fortgeführt, die in den Vorgängerbänden begonnen wurden. Zudem werden einige Erkenntnisse, die aus den ersten beiden Teilen als fest und gegeben vorausgesetzt wurden, vollkommen verkehrt und umgedeutet. Man konnte sich als Leser stellenweise auf einige Aussagen nicht mehr verlassen.

Der Schreibstil?

Ich liebe Kai Meyers Bücher. Der Schreibstil ist so klar und flüssig zu lesen, wie bei den beiden Vorgängerbüchern. Es gibt, dank Rosa als Protagonistin, keine unnötigen Verschnörkelungen. Die Geschichte wird direkt erzählt und erlebt, der Leser ist nah am Geschehen. Man wird mitten in die Geschichte geworfen, es gibt keine Rückblenden zu Beginn, was von Anfang an Tempo in die Handlung bringt. Somit kann man gar nicht anders, als weiterzulesen.

Die Figuren?

Ich mag Rosa und Alessandro sehr gerne. Ihre Charaktereigenschaften, ihr Mut und ihre Liebesgeschichte konnten mich von ihnen nachhaltig überzeugen. Der Einfluss an Mythologie der Antike fand bei mir ebenfalls Anklang, was auch von größerer Bedeutung war, um die beiden in diesem Teil ebenfalls mögen zu können. Die beiden haben sich weiterentwickelt, sie haben aus Fehlern gelernt und sind daran gewachsen. Sie kämpfen für ihre Ansichten und stehen dafür ein.

Positives?

Der Abschlussband konnte mich genauso begeistern wie die anderen Teile der Trilogie. Ich fand es toll, dass ich überrascht wurde. Mir hat auch die Charakterentwicklung unserer Protagonisten gefallen. Auch die Spannung des zweiten Bandes wurde aufgegriffen und gesteigert. Zudem wurden auch Fragen beantwortet, die sowohl dem Leser als auch den Protagonisten bislang unklar waren. Das Ende war passend, wenn für meinen Geschmack noch ein wenig zu offen.

Negatives?

Mir war das Ende leider ein wenig zu offen. Ich bin generell nicht wirklich ein Freund von zu offenen Enden, daher haben sich mir die folgenden Fragen noch nicht erschlossen: Gibt es nach Rosas und Alessandros Aktion in Griechenland am Ende noch Arkadier? Können sich die alten Arkadier weiterhin verwandeln, oder nicht? Was passiert mit Fundling? Wie geht es mit Rosa und Alessandro weiter? Eine kurze Antwort auf zumindest ein paar der Fragen hätten mich enorm gefreut. Wer etwas weiß, etwas gelesen hat, das ich überlesen habe: Ab damit in die Kommentare!

Empfehlung?

Ich kann die Arkadien-Trilogie allen empfehlen, die Freunde der Phantastik sind. Kai Meyer schreibt atmosphärische, spannende und abwechslungsreiche Geschichten, die einem den Tag versüßen, einen fesseln und begeistern. So ist auch der Abschlussband der Trilogie sehr empfehlenswert.


[Rezension] Zwei für immer

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Titel Zwei für immer
Reihe Dilogie
Band 2. Band
Autor Andy Jones
Übersetzer Teja Schwaner und Iris Hansen
Illustrator
Verlag Aufbau Verlag
Erschienen als Broschiertes Taschenbuch
Genre Liebesroman
Preis 14,99€ [RE]
Seitenanzahl 432 Seiten
Bewertung ....

Das Buch in drei Worten?

Erwachsen, berührend, überraschend.

Das Cover?

Mich hat an Zwei für immer vor allem das Cover umgehauen. In Natura ist es noch schöner als auf den Pressefotos des Verlags. Besonders toll an dem Cover ist, dass es auch haptisch etwas zu bieten hat. Name, Titel und Blumen sind erhaben, glänzend und glatt. Auch farblich ist es ein absoluter Hingucker. Das Cover ist absolut gelungen.

Die Handlung/Das Setting?

Von Beginn an kam mit die Hauptfigur Fisher unglaublich bekannt vor. Sein kranker bester Freund El, dessen Lebensgefährte Phil, die Familie… Und dann fiel mir auf, dass Zwei für immer eine Fortsetzung zu Von wegen Liebe auf den ersten Blick. Der Vorgänger war mir zu oberflächlich, sexuell und flach. Band 2 konnte mich umhauen.

Zunächst dachte ich, dass es sich um einen Liebesroman handelt, der chaotische Wege gehen wird. Nachdem ich aber realisierte, dass es die Fortsetzung war, wurde ich ein wenig skeptisch. Und wurde vom Gegenteil überzeugt. Fisher hat einen neuen Lebensabschnitt erreicht, baut sich ein Leben mit seiner Freundin Ivy auf und schafft es dennoch, Arbeit, Freunde und Familie unter einen Hut zu bekommen.

Der Schreibstil?

Der Schreibstil von Andy Jones hat sich weiterentwickelt. Zwei für immer glänzt durch eine angenehme Wortwahl. Sie ist nicht unpassend da zu flach oder zu hochgestochen. Sie passt zu den Figuren, ihrem Alter, Arbeitsplätzen und Charakteren. Es hat mir wirklich Spaß gemacht das Buch zu lesen, ganz im Gegensatz zum ersten Teil, dessen Schreibstil noch ein wenig kantig war.

Die Figuren?

Fischer ist endlich erwachsen geworden. Er ist nicht mehr der selbstverliebte, egoistische und chauvinistische Kerl aus dem ersten Teil, der Frauen wegen einer Wette aufreißt. Er ist verantwortungsvoll, lustig, charmant und bis über beide Ohren verliebt. Er zeigt, dass er ein treusorgender Vater sein könnte, stellt sich vielen emotionalen Situationen, die nicht so einfach zu überstehen sind und verändert sich dennoch nicht zum Negativen. Er hat mir unheimlich gut gefallen. Ivy hat daran bestimmt einen großen Anteil, gleicht sie ihn doch oftmals aus, gibt ihm Kraft und hilft ihm dabei zu wachsen. Els Schicksal tut mir immer noch in der Seele weh, allen voran Phil hat sich meinen Respekt verdient. Hut ab vor solch einer aufopferungsvollen Liebe.

Positives?

Andy Jones konnte mich begeistern. Dem ersten Band fehlte es an Tiefe und Gefühl, was im zweiten Teil mehr als wettgemacht wurde. Ich habe gelacht, geweint, gezweifelt und gehofft. Genau das, was ich von einem Roman erwarte. Fisher hat einen Quantensprung an Entwicklung durchgemacht. Es hat lange gedauert, bis ich den Fischer aus Von wegen Liebe auf den ersten Blick wiedererkannt hatte, so sehr hatte er sich bereits zu Beginn des neuen Romans verändert. Auch ist nicht alles schön und perfekt, Ivy und Fisher müssen mit einer ganzen Menge Probleme fertig werden. Auch sind die geschilderten Probleme realistisch und nicht übertrieben.

Empfehlung?

Sehr traurig fand ich zwei Schicksalsschläge gegen Ende des Buchs. Ich würde daher zur Vorsicht raten, da ich mir vorstellen kann, dass diese für sanfte Gemüte schwer zu ertragen sein könnten. Dennoch hat mir das Buch große Freude bereitet, mich überrascht und von sich überzeugt. Fisher ist ein anderer Protagonist, ist erwachsener und weitsichtiger geworden. Er hatte nichts mehr von dem oberflächlichen Frauenschwarm, der er im ersten Teil noch war. Gekoppelt mit tollen Figuren und einem chaotisch-liebevollen Plot eine Leseempfehlung für alle, die Liebesgeschichten mit beinahe Happy Ends lieben. Herzlichen Dank an den Aufbau Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Zwei für immer.


[Monatsstatistik] Januar 2016

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Hallöchen ihr Lieben!

Der Januar war sehr arbeitsintensiv. Ob es nun die Vorbereitung der Masterarbeit durch das Lesen der Primärliteratur, die Hausarbeitsvorbereitungen oder andere, unispezifische und stressige Vorbereitungen waren, der Januar war arbeitsintensiv. Dafür bin ich nun aber ganz gut im Zeitplan, auch, wenn ich noch immer ein wenig Panik schiebe, da Klausur, zwei Hausarbeiten und eine Planung hinter sich gebracht werden wollen. Zum Lesen kam ich im Januar dennoch, und das sogar ziemlich gut.

Gelesene Bücher

1. „Eragon – Die Weisheit des Feuers“ von Christopher Paolini
2. „Eragon – Das Erbe der Macht“ von Christopher Paolini
3. „Einen Scheiß muss ich!“ von Tommy Jaud
4. „Die Jasminschwestern“ von Corinna Bomann
5. „Eine Woche voller Samstage“ von Paul Maar
6. „Am Samstag kam das Sams zurück“ von Paul Maar
7. „Neue Punkte für das Sams“ von Paul Maar
8. „Die 100“ von Kass Morgan
9. „Passion – leidenschaftlich verliebt“ von S. Quinn
10. bis 20. „Ranma 1/2“ von Rumiko Takahashi

5728 Seiten habe ich im Januar gelesen, 4.63 Punkte im Schnitt vergeben (was vor allem an Ranma 1/2 lag) und sehr viel Spaß gehabt. Meine Bücher hatten durchschnittlich 301 Seiten, was beim seitenstarken Eragon und den eher seitenärmeren Mangas einen extrem guten Durchschnitt ergibt. Pro Tag habe ich ein halbes Buch verschlungen, was 185 Seiten pro Tag macht. Ich war eine Lesemaschine!

Neuzugänge

1. „Zwei für immer“ von Andy Jones [RE]
2. „Passion – leidenschaftlich verliebt“ von S. Quinn [RE]

Zwei Neuzugänge, von denen einer aus 2015 war. Damit ist die Monatsaufgabe des Sub-Abbau-Extrem geschafft. Zwar habe ich mir die komplette Ranma 1/2 Reihe gegönnt, allerdings zählt diese nicht in meine Abbau-Challenge, weder in den Auf- noch Abbau. Von daher ist diese Anschaffung vollkommen frei von jeglichen Statistiken.

Challenges

Die Challenges trage ich in Kürze nach!

Leseliste Februar

Der Februar steht ganz im Sinne meiner Sams-Hausarbeit, zudem werde ich mit dem exzessiven Abbau von geparkten Büchern widmen. Auf jeden Fall will ich meine begonnenen Bücher beenden, Rezensionsexemplare lesen, Reihen voranbringen und ganz viel in tollen Büchern schwelgen.


[Rezension] Die 13. Jungfrau

3 Kommentare
Titel Die 13. Jungfrau
Reihe
Band 1. Band
Autor Katharina Münz
Übersetzer
Illustrator
Verlag Schruf & Stipetic
Erschienen als e-Book
Genre Historischer Roman, Liebesroman
Preis 8,99€ [RE]
Seitenzahl 450 Seiten
Bewertung .....

Das Buch in drei Worten?

Historisch, knisternd, emotional.

Das Cover?

Das Cover fand ich auf den ersten Blick ziemlich süß. Es passt im Nachhinein aber perfekt zum Buchinhalt. Man sieht eine junge Frau mit Schwert oder Stab, so genau kann ich das leider nicht erkennen, im Kupferstich anmutenden Stil dargestellt. Die Darstellung hätte so von der künstlerischen Gestaltung aus dem Mittelalter stammen können, da einige Elemente der heutigen Kunst darin fehlen. Der hellorange leuchtende Hintergrund in Kombination mit einer Stadt, ich vermute Köln, lässt auf eine Stelle circa in der Mitte des Romans deuten. Alles in allem ist das Cover sehr stimmungsvoll und passend.

Die Handlung/Das Setting?

Wer meinen Blog schon länger liest, weiß, dass ich historische Romane in jeglicher Art sehr gerne habe. Egal ob Mittelalter oder 20. Jahrhundert, ich liebe es einfach in andere Zeiten abzutauchen. Auch bei der 13. Jungfrau konnte ich dies sehr gut. Katharina Münz schildert ein durchaus historisch korrektes Bild, angereichert mit ein wenig Phantasie, die die Leerstellen der historischen Geschichtsschreibung ausfüllt. Besonders toll fand ich, wie die Autorin es geschafft hat, historische Größen einzubauen, die mir noch viel mehr das Gefühl gegeben haben, eine Legende zu lesen. Das hat mir sehr gut gefallen. Ab circa der Hälfte verändern sich jedoch die Stimmung und das Gesamtgefüge. Ich verrate euch nicht, was passiert, aber der zweite Teil konnte mich dann so richtig von sich überzeugen.

Der Schreibstil?

Mir hat der Schreibstil gut gefallen. Die Autorin hat glücklicherweise darauf verzichtet mittelalterliche Syntax und Ausdrucksweise zu verwenden. Ich habe Bücher gelesen, die auf diese Weise versuchen, das Mittelalter auch in der Sprache zu imitieren. Es funktioniert einfach nicht. Dieses antikisierende Moment kann man viel besser durch das Setting transportieren. Von daher habe ich mich in Die 13. Jungfrau sehr wohlgefühlt. Es wurden keine stark modernen Worte verwendet, aber auch kein Anspruch auf Altertümlichkeit gestellt. Somit fällt es dem Leser sehr leicht, in die Geschichte einzutauchen. Eine kleine Gewöhnungszeit braucht man aber für die Namen, bei denen ich mich oft gefragt habe, wie sie ausgesprochen werden. Ich hatte da so einiges aus der Mediävistik im Hinterkopf, dennoch habe ich bei den Namen geknobelt. Gut eingearbeitet waren Fremdwörter und Melwyns Wechsel innerhalb der Sprachen.

Die Figuren?

Melwyn konnte mich von Anfang an von sich überzeugen. Was ich schade fand, war ihr mangelndes Selbstbewusstsein, aber da habe ich einen durchaus modernen Standpunkt, das weiß ich. In ihrer Zeit und mit ihrer Herkunft wird sie vermutlich nicht anders gedacht haben können, aber genau wissen wir das nicht. Sehr gut dargestellt fand ich auch ihre Religiosität. Sie ruft in Notsituationen um Hilfe an, ist gottesfürchtig aber nicht auf den Kopf gefallen. Zudem ist sie unendlich loyal und familienbewusst. Auch einige Stellen mit Kevern kann ich mir ziemlich gut vorstellen, wobei ich dort ziemliches Mitleid mit ihr hatte. Und der zweite Teil des Romans hat dann schließlich meine Wünsche für Melwyn erfüllt. Ich mag Ifill einfach so sehr! Er ist ein so unendlich netter Kerl, nicht, dass Kevern nicht nett sei, aber Ifill ist schon eine andere Klasse Mann. Kein Krieger, kein tumber Tor, sondern ein liebevoller Mensch, der genug Kämpfe gesehen hat, ohne feige zu sein. Die Nebenfiguren haben mir auch gefallen, wobei sie alle immer recht kurz nur in der Geschichte verweilen. Am besten fand ich aber die Metbrauerin Hallbjörg. Sie hat es mir angetan.

Positives?

Es wird ein durchaus realistisches Bild des Mittelalters entworfen. Zudem funktioniert die Geschichte auch nur im Mittelalter gut, wodurch das Mittelalter selbst nicht nur schnödes Beiwerk ist. Die Figuren und ihre Schicksale konnten mich sehr berühren. Vor allem der zweite Teil des Romans hat dann mein Leserherz höher schlagen lassen, da dort dann die richtig großen Emotionen aufkommen. Immerhin hatte ich mich gefragt, ob das alles ist, was Melwyn bekommen sollte. Glücklicherweise kommt eine spannende Wende, die dem romantischen Leser einige Wünsche erfüllt.

Negatives?

Es ist nicht wirklich negativ, nur Motzen auf höchstem Niveau: Ich hätte gerne bereits jetzt den Folgeband! (Zumindest wurde getwitter, dass es einen weiteren Band gäbe :O) Man merkt es dem Ende an, zumindest weckt es im Leser diese Hoffnung, dass das Ende nicht der Schluss der Geschichten um Melwyn ist. Ich würde gerne noch so viel mehr über Melwyn erfahren. Immerhin schreit ihr Dasein als Schildmaid nur so nach Abenteuern!

Empfehlung?

Jeder, der historische Romane, Liebesgeschichten und das ganz große Glück kombiniert mit Schicksalsschlägen mag, wird hier alles finden. Ein stimmiges Gesamtpaket, das mir tolle Lesestunden bereitet hat. Ich danke dem Schruf & Stipetic Verlag, Katharina Münz und auch Sarahsuperwoman herzlich für die Vermittlung, Bereitstellung des Rezensionsexemplars und den super netten Austausch darüber.