[Rezension] Belgravia

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Titel Belgravia
Reihe
Band Einzelband
Autor Julian Fellows
Übersetzer Maria Andreas
Illustrator
Verlag C. Bertelsmann Verlag
Erschienen als Hardcover
Genre Historischer Roman
Preis 19,99€
Seitenzahl 448 Seiten
Bewertung

Durch ein Tauschpaket bin ich auf Julian Fellowes Belgravia gestoßen, das ich aus einem Bauchgefühl heraus an mich nahm. Im Nachhinein bereue ich es nicht, denn dadurch erhielt ich Buch, das mich einige Stunden begleiten und faszinieren konnte.

Bevor ich zu Belgravia griff, wusste ich nicht, dass meine heißgeliebte Neuentdeckung Downton Abbey ebenfalls von Julian Fellows stammte. Dank des prominenten Hinweises auf dem Buchumschlag wurden meine Erwartungen an Belgravia schlagartig höher. Denn die unvergleichbare Serie lockt mit einer unvergleichlichen Atmosphäre, die ihres gleichen sucht. Und Belgravia steht Downton Abbey in nichts nach.

Schon von der ersten Seite an wird die besondere Stimmung deutlich, die durch Julian Fellows einzigartigen Schreibstil noch unterstrichen wird. Ich habe mich direkt in das England des 19. Jahrhunderts zurückversetzt gefühlt. Denn Fellows schreibt so detailliert, dass ich nur die Augen zu schließen brauchte, um alles um mich herum sehen zu können. Das Flair des Englands des 9. Jahrhunderts war überall zu spüren. Die Figuren und die Sprache waren so vollkommen authentisch, dass ich von der Gegenwart stellenweise irritiert war.

Zwei Familien, ein Schicksal, das alles verändert

Fellows schafft es mit seinem Figurenpersonal, einen Schnitt der britischen Gesellschaft darzustellen. Adel, arm, reich, Emporkömmling, Kaufmann, alle sind sie vertreten. Die Familie Trenchard, die im Mittelpunkt der Romanhandlung steht, könnte außergewöhnlicher nicht sein. Zumindest aus Sicht der Aristokratie. Ebenfalls von Bedeutung ist die adelige Familie Bellasis. Denn die beiden Familien verbindet ein Schicksal, das im Verlauf der Romanhandlung so einige Überraschungen sowie Wendungen offenbart.

Das Figurenpersonal ist enorm vielfältig. Vom Diener bis zur Herzogin sind alle Gesellschaftsschichten vertreten. Die Figuren sind dabei sehr authentisch und realistisch konstruiert, sodass ich mich wirklich vollständig ins 19. Jahrhundert zurückversetzt fühlte. Die Vernetzungen der Figuren untereinander im Rahmen einer Rezension zu besprechen, würde euch zu viel vorweg nehmen, daher verzichte ich an dieser Stelle darauf. Aber eines kann ich dazu sagen: Es ist begeisternd!

Belgravia fordert ein gemäßigtes Lesetempo, ist dafür aber umso ansprechender

Der Plot konnte mich ebenso begeistern, wie das Setting und die Figuren. Nichts ist zufällig, jede Wendung bringt neues Wissen, dass die Geschehnisse in einem anderen Licht erscheinen lassen. Als unumstößlich betrachtete Tatsachen werden umgeschmissen, vor allem gegen Ende. Allerdings solltet ihr nicht auf einen temporeichen Plot hoffen. Belgravia hat sein eigenes Tempo, das euch auch daran hindert, das Buch einfach runter zu lesen. Denn dafür ist es nicht gemacht. Belgravia will genossen und ausgekostet werden. Nehmt euch Zeit, dann wird euch das Buch in eine andere Welt entführen.

Alles in allem bin ich von der komplexen Geschichte, den Figuren, dem Setting und Fellows unnachahmlichen Schreibstil begeistert. Ich habe jede einzelne Seite genossen. Wenn ihr Bücher kennt, die im selben Stil geschrieben sind, schreibt es mir gerne in die Kommentare!

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Warum Lady Smartypants Belgravia so sehr liebt, lest ihr hier: Weiterlesen!

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