[Rezension] Meine wundervolle Buchhandlung

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Titel Meine wundervolle Buchhandlung
Reihe
Band Einzelband
Autor Petra Hartlieb
Übersetzer
Illustrator
Verlag Dumont Verlag
Erschienen als Hardcover mit Schutzumschlag
Genre Sachbuch, Belletristik, Humor
Preis 18,00€
Seitenanzahl 308 Seiten
Bewertung ....

Das Buch in drei Worten?

Perspektivwechsel, interessant, lehrreich.

Das Cover?

Das Cover ist unheimlich passend: es zeigt eine wunderbar gemütliche Buchhandlung, die voller Leben zu sein scheint, eigenständig ist und schön gemütlich. Das Cover konnte mich direkt begeistern und passt sehr gut zum Inhalt. Die liebevolle Gestaltung des Covers deckt sich mit der Liebe der Autorin zum eignen Buch und ihrer Buchhandlung.

Die Handlung/Das Setting?

Als ich in meinem Urlaub in Ravensburg war, zeigte mir eine Freundin eine wundervolle kleine Buchhandlung. Dort entdeckte ich dann, vom Cover magisch angezogen, Meine wundervolle Buchhandlung. Das Cover machte mich neugierig, die Buchhändlerin konnte es mir nur empfehlen und auch die erste Seite machte mich neugierig. So kam es, wie es kommen musste – das Buch zog bei mir ein. Es handelt sich bei diesem Werk nicht um eine fiktionale Geschichte, sondern eine Art Autobiografie. Die Autorin erzählt ihren Werdegang zur Buchhändlerin und all den Irrungen und Wirrungen, die sie durchmachen musste.

Da ich dieses Werk nicht wie einen Roman behandeln kann und will, wird diese Rezension ein Pilotprojekt sein. Zwar habe ich (Auto-)Biografien auf meinem TBR, allerdings kann ich Meine wundervolle Buchhandlung nicht gänzlich als Biografie behandeln. Vielleicht liegt es daran, dass die Autorin nur einen Teil ihres Lebens beschreibt, größtenteils ist es einfach ein Gefühl der Unstimmigkeiten. Denn Meine wunderbare Buchhandlung ist sowohl Biografie als auch literarisches Werk, erzählt es seinem Leser doch eine Geschichte bis zu ihrem damaligen Endpunkt.

Petra Hartlieb erzählt in Meine wunderbare Buchhandlung wie sie von Hamburg nach Wien zieht, um dort eine Traditionsbuchhandlung zu übernehmen. Aus einer Schnapsidee und einem aus dem Bauch heraus abgeschickten Angebot für eine Buchhandlung wird ernst. Sie erzählt von all den Schwierigkeiten, die es nach sich zog, ihr Leben mit Kindern in Deutschland zu beenden, in Wien Fuß zu fassen und sich mit der Buchhandlung einen Namen zu machen. Dennoch sprüht das Werk nur so vor Energie, Liebe zum Buch und Hoffnung, die einem das Herz aufgehen lassen.

Der Schreibstil?

Petra Hartlieb schildert ihre Geschichte sehr angenehm. Es ist ein Schreibstil, der an ein Gespräch mit einer besten Freundin erinnert. Er ist direkt, emotional und mitreißend. An keiner Stelle kommt Langeweile auf, immer gibt es etwas Neues zu lesen, entdecken und lernen.

Empfehlung?

Menschen, die Bücher lieben und Menschen, die kleine unabhängige Buchhandlungen lieben, werden sich in diesem Werk wie zuhause fühlen. Man spürt auf jeder Seite die Liebe zum Buch, die der Autorin und ihrem Mann eigen ist. Man spürt die Hingabe und Opfer, die die beiden in ihre Buchhandlung gesteckt haben. Die Geschichte rund um ihre Buchhandlung ist eine schöne, wenn auch anstrengende, kräftezehrende, harte, aber dennoch Hoffnung spendende. Ich empfehle das Buch als einen Einblick in den Alltag der Buchhändler, wobei man den Charakter des Dienstleisters auch auf andere Sparten der Dienstleister übertragen kann.

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